Hexenkind

Buch von Sabine Thiesler

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Hexenkind

Eine Familie – gefangen im Netz des Todes Ein Pilzesammler entdeckt in einem einsam gelegenen alten Bauernhaus in der Toscana eine schlimm zugerichtete Leiche. Der deutschstämmigen Sarah, Frau des Trattoriabesitzers Romano, hat jemand die Kehle durchgeschnitten. Dieser Mord ist aber erst der Anfang für ein Verhängnis, das vor Jahren in Deutschland begann, sich nun über die ganze Familie auszubreiten beginnt und sich bis zu einem bitterbösen Ende steigert.
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Serieninfos zu Hexenkind

Hexenkind ist der 2. Band der Commissario Donato Neri Reihe. Sie umfasst 13 Teile und startete im Jahr 2006. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2023.

Über Sabine Thiesler

Im Jahr 1957 wurde die deutsche Schriftstellerin Sabine Thiesler in Berlin geboren. Sie studierte Germanistik und Theaterwissenschaften und nahm zeitgleich Schauspielunterricht. Mehr zu Sabine Thiesler

Bewertungen

Hexenkind wurde insgesamt 77 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Hexenkind

    Mich hat erstaunt, dass es sich um eine Reihe handelt. Denn WENIGER Krimi habe ich in diesem Genre bislang noch NIE präsentiert bekommen! Commissario Neri kommt, wenn überhaupt, nur in einer absoluten Nebenrolle vor und Ermittlungsarbeiten finden gleich gar nicht statt.
    Dennoch, und das ist wirklich erstaunlich, habe ich das Hörbuch fast in einem Rutsch durchgehört. Denn wenn man die Geschichte nicht unter Krimi, sondern als Familiendrama verbucht, stimmt wieder alles. MEHR Drama geht nämlich eigentlich gar nicht!
    Sabine Thiesler hat einen gewinnenden Schreibstil und führt sehr flüssig durch die Geschehnisse. Sie erzählt die Story aus verschiedenen Blickwinkeln und durch Zuhilfenahme mehrerer zeitlicher Rückblenden, bei denen man jedoch nie die Orientierung verliert.
    Nicht unerwähnt soll auch bleiben, dass es sich hier um eine Autorenlesung handelt und die sind ja manchmal eine Sache für sich. Doch unterm Strich empfand ich es als durchaus angenehm, Frau Thiesler die etwas mehr als 7 1/2 Stunden zu lauschen.
    Bleibt nur zu hoffen, dass in den Folgebänden der Commissario mehr zum Zuge kommt .... ich bin gespannt.
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  • Rezension zu Hexenkind

    Gemeinsam mit dem Italiener Romano und ihrer kleinen, hochbegabten Tochter Elsa floh Sarah vor Jahren aus Berlin aus der Beziehung mit einem drogenabhängigen, gewalttätigen Musiker. In der Toskana, Romanos Heimat, eröffnen sie eine Trattoria und beginnen ein neues Leben. Ihr Glück scheint perfekt, als ihr gemeinsamer Sohn Edi geboren wird, doch ein Unglück geschieht und Edi ist nach einem Unfall geistig behindert. Die Eltern und auch seine Halbschwester Elsa kümmern sich liebevoll um den Jungen, doch Sarah belastet der Zustand ihres Sohnes. Um sich von Alltag abzulenken, zieht sie sich öfters in ein kleines Häuschen im Wald zurück in dem sie ihrer Leidenschaft zum Zeichnen nachgeht und sich mit diversen Männern trifft. Eines Tages entdeckt ein Pilzsammler Sarahs Leiche mit durchschnittener Kehle. Wurde sie von ihrer Vergangenheit eingeholt oder trieb sie das Spiel mit ihren Liebschaften zu weit?
    „Hexenkind“ ist der erste Band der Reihe um Commissario Neri. Statt Ermittlungsarbeit, steht in diesem Krimi die Geschichte um Sarah und ihrer italienischen Familie im Vordergrund, die in einer Tragödie endet.
    Diese Art der Erzählung in Form einer Familiengeschichte hat mir sehr gut gefallen und Sabine Thieslers Schreibstil liest sich recht flüssig. Besonders gelungen sind meiner Meinung nach die Szenenwechsel und die Zeitsprünge in denen man viel über Sarahs Vergangenheit herausfindet, aber auch was sich vor ihrem Tod in Italien innerhalb der Familie abgespielt hat. Dadurch wird genügend Spannung aufgebaut um den Leser in den Bann zu ziehen. Stück für Stück kommen immer mehr Details zutage, die Grund für Sarahs Tod gewesen sein könnten und immer wieder gibt es überraschende Wendungen mit denen man nicht rechnet. Obwohl sich ab einem bestimmten Zeitpunkt die Hinweise auf eine bestimmte Person als Täter häufen, war ich von der Auflösung schockiert. Weniger Pluspunkte, als der Aufbau der Geschichte, konnten die Charaktere bei mir sammeln.
    Sarah fand ich anfangs, obwohl sie ihrer besten Freundin den Freund ausspannte, ganz sympathisch. Auch ihre Liebe zu Romano wirkte echt und obwohl sich die Schwiegermutter immer zwischen die beiden drängen will, war Sarah darum bemüht mit ihr auszukommen. Als sich die zweifache Mutter allerdings in Affären stürzt,
    Anfangs bewunderte ich Elsa aufgrund ihrer Intelligenz und der Zuneigung zu ihren behinderten Bruder. Umso schockierter war ich, als ans Licht kommt, was Elsa im Schilde führt. Eine weitere Rolle spielt die bereits erwähnte Schwiegermutter Teresa, die auch nach Jahren noch eifersüchtig auf die deutsche Frau an der Seite ihres Sohnes ist und sich seine Liebe sichern will. Dass sie Romano nach dem Tod von Sarah dadurch in Schwierigkeiten bringt, ist ihr nicht bewusst. Schrecklich fand ich auch den Umgang mit ihrem Ehemann Enzo, den ich von allen Personen, obwohl er nur eine Nebenrolle spielte und geistig angeschlagen war, noch am sympathischsten fand. Romano selbst war mir zu weichherzig. Blind vor Liebe nahm er die Eskapaden seiner Frau in Kauf und unterstützte sie auch noch. Aber er ist ein ehrlicher Mann, der alles für seine Familie tun würde, weshalb man ihm dafür keinen Vorwurf machen kann. So fand ich es nicht überraschend,
    Edi tat mir während des ganzen Buches eigentlich nur Leid und Franky fand ich als drogenabhängigen, aber genialen Musiker zu klischeehaft dargestellt.
    Insgesamt sind die meisten Charaktere zwar gut beschrieben, allerdings gibt es keinen, in den sich der Leser richtig hineinversetzen kann.
    Der Schluss war einerseits zwar überraschend und schockierend, andererseits ließ mich ein Aspekt unzufrieden zurück.
    Mich hat die Geschichte, die im Klappentext etwas irreführend beschrieben wird, zum Nachdenken angeregt, da es die Schattenseiten von Menschen aufzeigt und welches Unheil man durch bewusste und/oder unbewusste Taten hervorrufen kann.
    „Hexenkind“ ist ein spannender und ungewöhnlicher Krimi, der vor allem durch den raffinierten Aufbau und die Idee hinter der Geschichte zum Nachdenken anregt. Leider schmälern die Charaktere und die Vorhersehbarkeit im Mittelteil das Lesevergnügen etwas.
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Ausgaben von Hexenkind

Taschenbuch

Seitenzahl: 576

E-Book

Seitenzahl: 577

Hörbuch

Laufzeit: 00:07:40h

Gebundene Ausgabe

 

Besitzer des Buches 277

Update: