Ein falsches Wort

Buch von Vigdis Hjorth, Gabriele Haefs

Cover zum Buch Ein falsches Wort

Titel: Ein falsches Wort

, (Übersetzer)

4,5 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

90% Zufriedenheit

Verlag: S. Fischer

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 400

ISBN: 9783103975130

Termin: Neuerscheinung März 2024

Aktion

  • Kurzmeinung

    Sarange
    Eine scheinbar normale Familie wird aus der Sicht des schwarzen Schafes seziert und es tun sich Abgründe auf.
  • Kurzmeinung

    drawe
    Blick in eine verstörte Seele, ein Gedankenstrom, der sich immer aufs Neue wiederholt
  • Cover zum Buch Wiederholung Cover zum Buch Die Wahrheiten meiner Mutter Cover zum Buch Der gute Mensch von Sandvika

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Ein falsches Wort

»Eine der herausragendsten Autorinnen Norwegens.« The New Yorker Das Schlimmste passiert dort, wo wir uns sicher fühlen: in der eigenen Familie. Was nach dem plötzlichen Tod des Vaters zunächst wie ein Erbstreit zwischen Geschwistern aussieht, wird für die ältere Schwester Bergljot zu einem Kampf um die jahrzehntelang verdrängte Wahrheit. Es geht nicht um Geld und Besitz. Es geht darum, wem die Vergangenheit gehört. Mit unverwechselbarer Konsequenz erzählt Vigdis Hjorth von der Sehnsucht nach Anerkennung, von der Kraft der Befreiung und von der Frage, ob wir unserer eigenen Geschichte vertrauen dürfen. Mit »Ein falsches Wort« gelang Vigdis Hjorth der internationale Durchbruch. Der Roman löste in Norwegen einen Skandal um die Wahrhaftigkeit von Literatur aus, gewann eine Vielzahl von Preisen und festigte Hjorths Status als eine der bedeutendsten Autorinnen unserer Zeit, die 2023 für den International Booker Prize nominiert war und deren Werk in 20 Sprachen übersetzt ist.
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Bewertungen

Ein falsches Wort wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Meinungen

  • Eine scheinbar normale Familie wird aus der Sicht des schwarzen Schafes seziert und es tun sich Abgründe auf.

    Sarange

  • Blick in eine verstörte Seele, ein Gedankenstrom, der sich immer aufs Neue wiederholt

    drawe

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Ein falsches Wort

    • 4. April 2024 um 11:19
    Mein Lese-Eindruck:
    Der Plot ist schnell erzählt: der Vater stirbt, die Familie streitet sich ums Erbe, und alte Konflikte und Verletzungen werden wieder lebendig. Eine bekannte Situation.
    Der Roman besteht aus einem einzigen Gedankenstrom, der verschiedene Zeitebenen und Lebensphasen in den Blick nimmt und der gelegentlich mit Reflexionen von psychologischer Fachliteratur unterfüttert wird. Als Leser sitzt man quasi im Kopf der Protagonistin und muss ihre ewig kreiselnden Gedanken aushalten, so wie sie selbst eben auch und auch ihre Kinder, ihre Freunde und Lebenspartner. Dieser Gedankenstrom wirkt auf den ersten Blick unstrukturiert, ist es aber nicht. Ganz im Gegenteil: sehr kunstvoll kreiselt sich die Erzählerin zu dem eigentlichen Thema hin, sie verdichtet die Anzeichen und stellt das üble Geschehen in der Mitte des Romans wie in einem Showdown vor.
    Dieser Blick in einer verstörte (gestörte?) Seele ist nicht leicht auszuhalten, und die Erzählerin erschwert ihn zusätzlich durch ständige, teilweise wortwörtliche Wiederholungen, durch ständigen Aufgriff bereits gesagter Inhalte, durch identische Motive und durch Rückgriffe auf Bekanntes. Diese Art zu erzählen macht das Lesen schwer; eine straffere und weniger wortreiche Erzählweise hätte der Aussage des Buches gutgetan.
    Die Erzählerin nimmt auch in immer kleinen Facetten die anderen Familienmitglieder in den Blick und zeigt auf, was ihr Vorwurf mit ihnen macht. Hier zeichnet sie sehr subtil die Zerstörung einer Familie nach. Im Fadenkreuz steht insbesondere die Mutter. Die Mutter ist wirtschaftlich vom Vater abhängig, und ihren Sozialstatus leitet sie ebenfalls von ihrem Mann ab. Sie stellt aus eigener Kraft nichts dar. Daher kämpft sie mit teilweise merkwürdigen Mitteln um Geltung. Sehr schön stellt die Autorin heraus, wie die Mutter ihre Schwäche zur Waffe macht und sich damit immer wieder in den Mittelpunkt schiebt. Zugleich ist die Mutter bestrebt, das öffentliche Ansehen der Familie zu wahren. Der äußere Schein ist ihr jede Lebenslüge wert und erklärt den Verrat an der Tochter. Auch die Geschwister werden in diese Lebenslüge verstrickt und werden zur Parteinahme gezwungen.
    Das grundlegende Problem besteht darin, dass das gesamte Geschehen aus Bergljots Sicht erzählt wird und der Leser den Wahrheitsgehalt nicht überprüfen kann. Was stimmt? Was wird imaginiert, ohne deswegen weniger leidvoll zu sein? Bergljot ist, bei allem Mitleid für ihr Leiden, keine sympathische Protagonistin. Es gelingt ihr im Laufe eines langen Familien- und Berufslebens nicht, ihre Verletzungen zu heilen. Immer wieder heizt sie den Konflikt mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter aufs Neue an, ohne ihn einer Lösung zuführen zu wollen. Der Eindruck entsteht, dass sie in ihrem Leid verharren will.
    Und so entsteht Seite für Seite das Bild einer Familie, in der das öffentliche Ansehen und die harmonische Fassade wichtiger sind als die Probleme einzelner Familienmitglieder, die als Störfaktoren kurzerhand und dauerhaft unter den Teppich gekehrt werden.
    Eine nicht einfache, aber lohnende Lektüre!
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  • Rezension zu Ein falsches Wort

    • 7. März 2024 um 13:06
    Die Osburg-Ausgabe
    Was zunächst wie eine unangenehme Erbangelegenheit aussieht, bei der es um zwei Sommerhäuser auf einer idyllischen Insel im Oslofjord geht, entpuppt sich schon bald als etwas weitaus Tiefgreifenderes. Nach dem Tod ihrer Eltern muss Bergljot, eine Frau in den Vierzigern, feststellen, dass der aufkommende Geschwisterstreit nur die Spitze des Eisberges ist.
    Das Testament fördert verdrängte und unausgesprochene Konflikte zutage, die Bergljot dazu zwingen, über ihre Familiengeschichte nachzudenken. Warum schwieg ihre Mutter so eisern zu allem, was zwischen Bergljot und ihrem Vater vorgefallen war? Wie konnte er so viel Macht über seine Familie erlangen? Wie tief sitzen die Verletzungen, die er seiner Tochter zugefügt hat? Kann man die Vergangenheit überhaupt vergessen? Und warum leben Lügen so beharrlich fort?
    Bergljots Familie beeindruckt durch seine sezierende Klarheit. Der Roman setzt dort an, wo Verletzungen die Menschen am härtesten treffen: in der eigenen Familie.
    Poetisch und zugleich energisch, mit hintergründigem Humor und großer Treffsicherheit entwickelt Vigdis Hjorth das Drama einer gutbürgerlichen Familie. Ihr neues Buch stand in Norwegen länger als ein halbes Jahr auf den Bestsellerlisten. Mit ihm hat sich Vigdis Hjorth in die erste Reihe europäischer Schriftstellerinnen geschrieben.
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Ausgaben von Ein falsches Wort

Hardcover

Cover zum Buch Ein falsches Wort

Seitenzahl: 400

E-Book

Cover zum Buch Ein falsches Wort

Seitenzahl: 393

Taschenbuch

Cover zum Buch Will and Testament

Seitenzahl: 304

Ein falsches Wort in anderen Sprachen

  • Deutsch: Ein falsches Wort (Details)
  • Dänisch: Arv og miljø (Details)
  • Englisch: Will and Testament (Details)
  • Norwegisch: Arv og miljo (Details)

Besitzer des Buches 8

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Update: 4. September 2025 um 11:34