Die Geschichte des Wassers

Buch von Maja Lunde

  • Kurzmeinung

    Klarascha
    Das Thema macht deutlich, dass wir kurz vor 12 leben. Gut geschrieben, hätte aber gern etwas kürzer sein können.
  • Kurzmeinung

    SirPleasant
    Hervorragende Literatur. Berührend und aufklärend auf eine gelungene Weise.
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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Geschichte des Wassers

Norwegen, 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe begibt sich auf eine riskante Reise: Mit einem Segelboot versucht sie die französische Küste zu erreichen. Dort will die den Mann zur Rede stellen, der einmal die Liebe ihres Lebens gewesen ist. Frankreich, 2041. Eine große Dürre zwingt die Menschen Südeuropas zur Flucht in den Norden, es ist längst nicht genug Trinkwasser für alle da. Doch bei dem jungen Vater David und seiner Tochter Lou keimt Hoffnung auf, als sie in einem vertrockneten Garten ein altes Segelboot entdecken. Signes Segelboot. Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem, woraus alles Leben gemacht ist: dem Wasser. Ihr neuer Roman ist eine Feier des Wassers in seiner elementaren Kraft und ergreifende Warnung vor seiner Endlichkeit.
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Serieninfos zu Die Geschichte des Wassers

Die Geschichte des Wassers ist der 2. Band der Klima Quartett Reihe. Sie umfasst 4 Teile und startete im Jahr 2015. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2022.

Über Maja Lunde

Die Schriftstellerin und Drehbuchautorin Maja Lunde kam 1975 in Oslo zur Welt. Dort studierte sie Literatur mit dem Nebenfach Psychologie und nahm im Anschluss ein weiteres Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Filmgeschichte auf. Mehr zu Maja Lunde

Bewertungen

Die Geschichte des Wassers wurde insgesamt 49 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,8 Sternen.

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Meinungen

  • Das Thema macht deutlich, dass wir kurz vor 12 leben. Gut geschrieben, hätte aber gern etwas kürzer sein können.

    Klarascha

  • Hervorragende Literatur. Berührend und aufklärend auf eine gelungene Weise.

    SirPleasant

  • sehr berührend, regt zum Nachdenken an, wunderschön geschrieben

    syko

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Geschichte des Wassers

    Maja Lunde - Die Geschichte des Wassers
    Von der Wichtigkeit des Wassers
    Hier in diesem Buch erzählt uns Lunde Geschichten ums Thema Wasser. Die Handlung des Buches wird in zwei Erzählstränge gegliedert. Der erste Erzählstrang spielt 2017 in Ringfjorden und Eidesdalen, Sogn und Fjordane, Norwegen; hier wird die Geschichte von Signe und ihrer Familie erzählt. Signe verkörpert die Umweltschützerin, ist 70 Jahre alt und immer noch von einem starken Kampfgeist erfüllt. Sie kann und will nicht nachvollziehen, wieso ein großer Teil der Menschheit nur noch den eigenen Vorteil sieht und auch bereit ist dafür vieles Unsinnige zu akzeptieren, lebt für den Umweltschutz und ist bereit für diesen auch viele persönliche Opfer zu bringen. Als der Gletscher in ihrer Heimatgemeinde aus Profitgründen abgebaut wird, reagiert sie und möchte aber auch eigene Altlasten aufarbeiten. Der Zweite Erzählstrang spielt 2041 in Timbaut, Bordeaux, Frankreich; hier beschreibt uns Lunde die Welt von David und Lou, Vater und Tochter. Die Familie von David flüchtet vor der Dürre und einem daraus resultierenden Brand in ihrer Heimatstadt Argelès. Auf der Flucht trennen sich die Wege des Vaters mit der Tochter von der Mutter(Anna) mit dem Sohn(August), beide sind geschockt und kommen in ein Flüchtlingslager nahe Timbaut. Hier warten und hoffen sie auf ihre Angehörigen und werden mit dem düsteren Endzeitszenario ihrer Welt konfrontiert. Beide Erzählstränge werden auch wieder geschickt miteinander verwoben. Wieder ist es ein informatives Buch, man erfährt so einiges zum Thema Wasser, aber es hätten noch durchaus mehr Informationen sein können, hier geht es vorrangig um die Ressourcenausbeutung und die Folgen davon. An Veränderungsstrategien wird nur die Meerwasserentsalzung erwähnt, da hätte noch durchaus mehr Platz finden können. Auch in der Handlung kommt es für mich leider nicht an die Geschichte der Bienen heran, es fehlt für mich die Tiefe des ersten Buches, das so überaus geschickte Erzählen des ersten Bandes fehlt für mich fast vollkommen. Hier hatte ich nur den Eindruck, es plätschert und plätschert und plätschert so dahin, es ist eine gewisse Spannung vorhanden, ja, auch ein Sog, ja. Besonders der erste Erzählstrang hat diesen, aber im zweiten Erzählstrang hat man fast den Eindruck, es ist ein anderer Autor, es fehlt für mich vollkommen die Tiefe der Geschichte, wie auch der Figuren, sie erscheinen einem sehr flach gezeichnet, fast schon nervend. Man möchte sie schütteln. Das hätte denke ich besser und spannender gezeichnet sein können. Die Art der Darstellung war sicher gewollt und damit sollte sicher auch der Schock des Verlustes der bisherigen Welt verdeutlicht werden. Aber leider konnte mich das nicht richtig erreichen.
    Das Buch lässt sich dennoch gut lesen und ist auch spannend geschrieben. Auch ein gewisser Sog ist merkbar. Aber dieses Buch kommt für mich nicht an die Bienen heran. Schade. Trotzdem sollte es gelesen werden, denn auch dieses Mal geht es um ein wichtiges Thema, das uns alle angeht und definitiv noch sehr angehen wird. Wie heißt es doch so treffend in einem guten und von mir sehr geschätzten Film. "Die Zeit der Wasserkriege kommt erst noch." Vielleicht sind sie auch schon da, wenn ich an die Arabische Welt oder Mittelasien denke.
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  • Rezension zu Die Geschichte des Wassers

    Die Grundkonstruktion von Die Geschichte des Wassers gefällt mir durchaus.
    Die Autorin konstruiert zwei nebeneinander laufende Handlungsstränge, bei denen sie die Protagonisten streng polarisiert.
    Signe: Jetztzeit - eine alte/ältere Frau - sie bewegt sich von Norden nach Süden - sie ist die Eisbotin
    David: eine Generation später - ein junger Mann - er bewegt sich von Süden nach Norden - ihm wird das Feuer zugeordnet.
    Beide haben gemeinsam, dass sie reisen, und sie treffen indirekt auch aufeinander, wenn am Schluss die beiden Handlungsstränge miteinander verknüpft werden.
    Die Durchführung hat mir aber weniger gefallen. Die Erzählung kommt einfach nicht in Fahrt. Ewige Wiederholungen ermüden und lassen einen übers Abbrechen nachdenken.
    Die Ausgestaltung der Personen sagte mir nicht zu. Signe wird als rechthaberische und besserwisserische Person gezeichnet. Und David trauert zwar um seine Frau, was ihn aber nicht hindert, sofort eine neue Beziehung anzufangen. Seine Skrupel füllen wieder einige Seiten....
    Auch mit dem Plot konnte ich wenig anfangen. Wieso eigentlich will Signe Eis nach Südfrankreich bringen? Ja, ich weiß schon, um es ihrem Jugendgeliebten vor die Füße zu werfen - aber das schmilzt doch alles? Und wie praktisch: die Frau des Ex ist weg (wo sind die Kinder?), er hat nur auf sie gewartet und sie sitzen da auf dem Bankerl wie der Taugenichts am Schluss von "Aus dem Leben eines Taugenichts". Fehlt nur noch, dass sie Nüsse knacken.
    Es gibt noch mehr Unglaubwürdigkeiten, über die ich nicht hinweglesen konnte. Z. B. baut Magnus eine Bank aus Kanistern, die er teilweise in die Erde versenkt - merkwürdig.
    Bei der Sprache fiel mir auf, dass beide Personen trotz ihrer Unterschiede sehr ähnlich sprechen: bei beiden eine Aneinanderreihung von meist kurzen Hauptsätzen. Äußerst irritiert hat mich ein Zitat von Hannah Arendt: Die Banalität des Bösen.Man sollte doch wohl bitte sehr einen Unterschied machen zwischen dem Massenmord Eichmanns und dem Bau eines Wasserkraftwerks!
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  • Rezension zu Die Geschichte des Wassers

    Ich muss gestehen, dass mich "Die Geschichte des Wassers" doch recht enttäuscht hat. Zugegeben, es liest sich flüssig und grundsätzlich finde ich auch die Idee der Autorin sehr gut, sich in jedem Band mit einem anderen relevanten Umwelt-Thema zu befassen. In "Die Geschichte der Bienen" ist ihr das gut gelungen, finde ich; den Roman mochte ich tatsächlich sehr, aber mit der "Geschichte des Wassers" bin ich nicht warm geworden.
    Vielleicht lag es daran, dass mir keiner der Protagonisten wirklich sympathisch war bzw. die Charaktere auch einfach zu blass blieben. Ebenso finde ich, dass das so wichtige und interessante Thema der Wasserknappheit oft überlagert wurde von kindischen Streitereien und seltsamen Liebeleien. Vielleicht bin ich ja spießig, aber an sich habe ich den Roman gelesen, weil ich erwartet habe, Maja Lunde würde das Thema ähnlich angehen, wie in ihrem ersten Buch. Dass ich nach dem Lesen ein Gefühl dafür hätte, was es bedeutet, wenn Wasser knapp wird. Nach der "Geschichte der Bienen" hatte man ein gutes Bild von einem möglichen Leben ohne Bienen, aber in diesem Buch?
    Und zum Ende:
    Das wenige an Thematik, was Maja Lunde sich hier aufgebaut hat, reißt sie am Ende selbst wieder ein. Wäre das Buch nicht so hübsch und würde es nicht so perfekt neben meine Ausgabe von "Die Geschichte der Bienen" passen, es wäre schon längst wieder ausgezogen. Für die Folgebände hoffe ich das Beste.
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  • Rezension zu Die Geschichte des Wassers

    Wie bereits „Die Geschichte der Bienen, des ersten Bands des geplanten „Klima-Quartetts“, lässt sich auch dieses Buch gut und flüssig lesen. Statt Stränge aus drei zeitlich und örtlich verschiedenen Epochen werden hier zwei erzählt, die zeitlich nur 24 Jahre auseinander liegen.
    2017. Signe, Umweltaktivistin aus Norwegen, die sich in ihrem Kampf vor allem von ihrer Mutter, Hotelbesitzerin und um den Tourismus besorgt, und ihrem Freund Magnus verraten fühlte, begibt sich als fast 70-jährige auf eine Segeltour über den Atlantik zu besagtem Magnus, den sie mitverantwortlich für den Abbau des Gletschereises in ihrer Heimatregion macht.
    2041. Nach verheerenden Jahren der Dürre leben die Menschen im südfranzösischen Timbaut nahe Bordeaux in Lagern. Sie sind aus Dörfern und Städten der Gegend geflüchtet in der Hoffnung, irgendwie nach Norden zu gelangen, wo es noch Regen und Wasserreserven gibt. Unter ihnen sind David und seine 10-jährige Tochter Lou, die Mutter und der kleine Bruder werden vermisst. Die beiden entdecken das Boot, das Signe zurückgelassen hat, aus dessen Wiederherstellung sie Hoffnung schöpfen.
    Die beiden Erzählstränge verlaufen parallel ohne inneren Bezug nebeneinander her und erhalten auch am Ende, anders als der erste Band, keine inhaltliche Verknüpfung. Sieht man von Signes Hinterlassenschaft ab, die David und Lou zufällt.
    Was passiert ist, wie sich genau die Klimakatastrophe darstellt, die zwischen 2017 und 2041 über Mitteleuropa hereinbricht, erfährt man nicht. Auch nimmt das Buch keinen Bezug darauf, dass in weiten Landstrichen auf der Welt bereits seit Jahrzehnten Dürre herrscht. Eine real mögliche Bedrohung verschwindet hinter der Dystopie-Atmosphäre des 2041er-Erzählstrangs.
    Pech für das Buch, dass es zu einer Zeit auf den deutschen Markt kam, in der man hier an vielen Orten eher mit Hochwasser als mit Trockenheit kämpfte. Auch wenn die möglichen Ursachen die gleichen sein können.
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Die Geschichte des Wassers

    Kurzbeschreibung:
    Was geschieht, wenn unser Wasser knapp wird – wie weit sind wir bereit zu gehen? Virtuos verknüpft Maja Lunde Gegenwart und nahe Zukunft zu einer ergreifenden Geschichte über die Grundlagen des Lebens.
    Irgendwo in der Nordsee, im Jahr 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe will von Norwegen bis an die französische Küste segeln – um jenen Mann zur Rede zu stellen, der die Liebe ihres Lebens gewesen ist. Doch weit draußen auf dem Meer gerät ihr Schiff mitsamt seiner bedeutsamen Fracht in einen gewaltigen Sturm ...
    Frankreich im Jahr 2041. Eine große Dürre und verheerende Brände zwingen die Menschen Südeuropas zur Flucht in den Norden. Die Situation scheint für David und seine kleine Tochter Lou ausweglos – bis die beiden in einem vertrockneten Garten ein altes Segelboot entdecken, meilenweit von der Küste entfernt. (Quelle: Verlagswebsite) Autor:
    Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet. (Quelle: Verlagswebsite)
    Sprecher:
    Shenja Lacher, geboren 1978, ging nach seiner Schauspielausbildung an der HMT Rostock ans Theater, wo er u. a. Romeo, Hamlet, Danton und Raskolnikov spielte. Von der Bühne in Zittau führte ihn sein Weg über Mannheim und Oldenburg nach München, wo er am Residenztheater von 2007 bis 2016 engagiert war. Hier spielte Lacher u. a. Prinz Friedrich von Homburg, Orest und Peer Gynt. Neben seiner Bühnenarbeit übernahm er immer wieder Fernsehrollen, z. B. im "Tatort" oder im "Polizeiruf 110", einen verzweifelten Geiselnehmer im Film "Das letzte Wort" oder den Ermittler in "Das weiße Kaninchen". Shenja Lacher ist außerdem regelmäßig Sprecher beim Bayerischen Rundfunk und die Stimme mehrerer Hörbücher. (Quelle: Verlagswebsite)
    Über Christiane Pearce-Blumhoff liegen beim Verlag leider keine Informationen vor.
    Allgemeines:
    Erschienen bei „der Hörverlag“ als MP3 CD im März 2018
    Laufzeit: 00:08:10h, gekürzte Lesung.
    Bearbeitet von Ulla Mothes
    Übersetzung aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein. Originalverlag der deutschen Printausgabe: btb HC.
    Teil 2 der Reihe Klima-Quartett.
    Meine Meinung:
    Maja Lunde greift in diesem zweiten Roman ihres Klima-Quartetts gleich zwei hochbrisante Themen auf. Zum einen unseren Umgang mit der Natur und den vorhandenen Ressourcen. Spätestens beim Beispiel „Gletschereis für die Drinks der Ölscheichs“ sollte auch der letzte Ignorant nachdenklich werden. Mich hat diese Schilderung ebenso wütend gemacht, wie die Protagonistin Signe, der Christiane Pearce-Blumhoff eine überaus passende Stimme verleiht. Ihr nimmt man die in die Jahre gekommene, aber nimmermüde Umweltaktivistin in jeder Szene ab.
    Zum anderen spielt auch das heute allseits präsente Thema Flüchtlinge eine wichtige Rolle. David und seine Tochter fliehen vor Durst und Hunger und haben ein klares Ziel: die Wasserländer im Norden. Die Vorstellung, dass ein Schluck Wasser die größte Kostbarkeit auf Erden sein kann, mag uns überspitzt vorkommen, aber die Schilderungen der Zustände im Flüchtlingscamp und das Entsetzen über das Schwinden der Vorräte und den ausbleibenden Nachschub lassen den Hörer ganz unbewusst zur Wasserflasche greifen. Auch hier leistet der Sprecher Shenja Lacher ganze Arbeit. Dass mir Davids kleine Tochter Lou zeitweise ziemlich unsympathisch war, lag definitiv nicht an ihm.
    Auch in diesem Roman schafft es Maja Lunde, die beiden Zeitebenen schicksalhaft miteinander zu verbinden. Auch wenn die Verbindung ein bisschen arg konstruiert wirkt, hat sie mir trotzdem gefallen, denn sie führt die beiden Fäden jeweils zu einem doch irgendwie guten Ende. Allerdings bleiben mir in der Zukunft zu viele Fragen offen, das Schicksal von David und Lou einfach zu ungewiss. Dafür ziehe ich dann auch ein Sternchen ab. Wie schon in „Die Geschichte der Bienen“ hatte ich das Gefühl, dass die Autorin Angst vor ihrer eigenen Zukunftsvision bekommen hat und ein versöhnliches Ende finden musste. Aber vielleicht will sie uns auch einfach nur sagen, dass noch ein Funken Hoffnung besteht.
    Trotz des mich nicht ganz befriedigenden Ausgangs empfehle ich dieses Hörbuch gern weiter und vergebe . Seichte Unterhaltung darf man nicht erwarten, dafür Stoff zum Nachdenken auch über die Zeit des Hörens hinaus.
    Fazit:
    Aufrüttelnder Roman über unseren Umgang mit der Natur und unseren Mitmenschen, der noch lange im Kopf bleibt. Hörenswert!
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  • Rezension zu Die Geschichte des Wassers

    "Das Prinzip aller Dinge ist Wasser; aus Wasser ist alles, und ins Wasser kehrt alles zurück." (Thales von Milet)
    Norwegen im Jahr 2017:
    Signe eine 70-jährige Umweltaktivistin will mit ihrem Segelboot nach Frankreich, dort wohnt ihr ehemaliger Jugendfreund und ihr Geliebter Magnus. An Bord ihres Segelbootes hat sie eine Fracht, bei der sie denkt, dass es die Erde verändern wird. Sie möchte den Inhalt Magnus aus Wut, weil er vor Jahren nicht zu ihr gestanden hat, vor seinem Haus ausschütten. Signe erinnert sich aber auch an ihre Kindheit und Jugend, mit einem Vater, der sich schon immer für die Natur und die Erde eingesetzt hat. Doch sie erinnert sich auch an ihre Mutter, der das Hotel wichtiger war wie die Natur. Dadurch kam es zu einem Bruch zwischen ihr und ihrem Vater, bei dem Signe sich entscheiden musste zu wem sie stehen würde.
    Frankreich im Jahr 2041:
    Eine große Trockenheit überzieht den Süden Europas, so das immer mehr Menschen gezwungen sind, wegen Trinkwasser, immer weiter in den Norden zu ziehen. Doch auch in den Flüchtlingslagern gibt es nicht genug Wasser, so das es auch hier rationiert werden muss. David und seine Tochter Lou haben auf der Flucht seine Frau Anna und den Säugling Auguste verloren und wollen nun im Lager auf sie warten. Auf der Suche nach Wasser und Nahrung finden sie in einem verlassenen Haus ein altes Segelboot. In David keimt die Hoffnung auf das es Regen geben und sie mit diesem Boot auf dem Meer segeln könnten.
    Meine Meinung:
    Für mich ist es das erste Buch der Autorin, die nach ihrem ausgezeichneten ersten Buch "Die Geschichte der Biene" nun den zweiten Band eines Umweltquartetts herausbrachte. Maja Lunde beschreibt hier in diesem Roman an zwei Handlungssträngen, wie wichtig es ist, dass die Generationen von Menschen vorsichtiger mit den Ressourcen unserer Erde umgehen sollten. So bekommt man einen Einblick in unsere heutige Zeit, als man noch großzügig und gedankenlos mit dem Klimawandel umging und alles andere wichtiger war, wie Geld, Macht, ein schönes Leben .... und sie Welt bestimmten. Während man dagegen im zweiten Handlungsstrang einen Blick in die Zukunft werfen kann, eine Zukunft die mich erschreckt und emotional berührt hat. Natürlich wissen wir nicht was auf uns in 20 oder 30 Jahren zu kommt, aber man könnte sich gut vorstellen, das es zu so einer Dürre kommen und Wasser irgendwann das wichtigste im Leben werden könnte. Die Stimmen von Christine Blumhoff als Signe und Shenja Lacher als David, fand ich gut gewählt. Auch wen mir die Geschichte von David und Lou weitaus besser gefallen hat. Vielleicht lag es daran, das Signe ein wenig den Egoismus unserer heutigen Zeit widerspiegelte, hat mich Davids Geschichte sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Ein Buch, welches einem vor Augen spiegelt, das wir uns darüber langsam klar sein sollten, das es nur eine Erde gibt. Ein Hörbuch das ich empfehlen kann, lediglich das Ende hat mit nicht so gut gefallen, den es warf bei mir noch einige Fragen auf, von daher bekommt es 4 von 5 Sterne. Trotzdem reizt es mich auch das erste Buch der Autorin kennenzulernen.
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Ausgaben von Die Geschichte des Wassers

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 480

Taschenbuch

Seitenzahl: 480

E-Book

Seitenzahl: 481

Hörbuch

Laufzeit: 00:08:10h

Besitzer des Buches 87

Update: