Die geliehene Schuld

Buch von Claire Winter

  • Kurzmeinung

    drawe
    Roman aus der Nachkriegszeit, exakt recherchiert, eingängige Handlung
  • Kurzmeinung

    Amalia Zeichnerin
    ein spannender, historischer Roman
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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die geliehene Schuld

Berlin, Sommer 1949: Die Redakteurin Vera Lessing hat während des Zweiten Weltkrieges ihre Eltern und ihren Mann verloren. Sie will vor allem eines – die traumatischen Erlebnisse für immer hinter sich lassen. Doch als ihr Jugendfreund und Kollege Jonathan auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, wird sie unweigerlich in seine Arbeit hineingezogen. Jonathan hat Recherchen über ehemalige Kriegsverbrecher betrieben. Gleichzeitig stand er im persönlichen Kontakt mit einer jungen Frau namens Marie Weißenburg, eine Sekretärin im Stab Konrad Adenauers. Vera geht den Spuren nach, die sie bis in die mächtigen Kreise der Geheimdienste führen. Inklusive aufklappbarem Lesezeichen mit Personenverzeichnis
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Bewertungen

Die geliehene Schuld wurde insgesamt 37 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Meinungen

  • Roman aus der Nachkriegszeit, exakt recherchiert, eingängige Handlung

    drawe

  • ein spannender, historischer Roman

    Amalia Zeichnerin

  • Spannend, unterhaltsam, tolle Story mit Fiktion und Realität gemischt, einfach prima

    Schüsselchen

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die geliehene Schuld

    Von Anbeginn liest sich dieser Roman spannend und man merkt, dass eine Menge an Recherche darin steckt. Es gelingt der Autorin sehr gut, das Nachkriegsdeutschland anschaulich zu beschreiben und auch die sehr unterschiedlichen, detailiert ausgearbeiteten Charaktere, aus deren Sicht die Handlung abwechselnd geschildert wird, wurden mir im Laufe der Zeit sympathisch. Ich konnte ihre Motivationen, Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen und mit ihnen "mitfiebern". Die Handlung wird zunehmend komplexer, es ist kein Buch, das man mal eben schnell nebenbei lesen kann, sonst verliert man den Überblick und es gibt auch einiges an überraschenden Wendungen.
    Wie schon angemerkt, sind hier viele historische Ereignisse (z.B. die Nürnberger Prozesse) und auch historische Persönlichkeiten mit eingearbeitet und auf gekonnte Weise mit der weiteren Handlung verwoben. In diesem Zusammenhang empfehle ich auch, das Nachwort zu lesen, in dem die Autorin auf den historischen Hintergrund noch weiter eingeht.
    Was mich irritiert hat, waren die häufigen Zeitsprünge (1948/1949), das war teilweise etwas schwer zu lesen, aber anders hätte man diese Geschichte nur schwer oder gar nicht erzählen können, weil erst im Laufe der Zeit bestimmte Geheimnisse und politische Verwicklungen ans Licht kommen.
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  • Rezension zu Die geliehene Schuld

    Mein Fazit:
    Da ich über dieses Buch einige sehr positive Rezensionen gelesen habe, ging ich mit einer gewissen Erwartungshaltung heran. Schließlich wird nicht sehr oft auf die Zeit nach dem Krieg eingegangen.
    Die Autorin hat vor meinem inneren Auge die zerbombte Landschaft in den Großstädten sehr gut beschrieben und eine beklemmende Atmosphäre herauf beschworen. Vieles funktionierte noch nicht und es gab noch immer nicht alles, was der Mensch brauchte. Dennoch begann sich die Politik im Land wieder zu regen, das Grundgesetz wurde ausgearbeitet, die Entnazifizierung ging weiter voran und die Menschen schöpften wieder Mut und Hoffnung nach dem ganzen Elend des Krieges.
    In dieser Zeit agierten die Journalisten Vera und Jonathan. Verbunden durch eine innige Freundschaft und der Überwindung von tiefen traumatischen Erlebnissen versuchten sie –jeder auf eigene Weise – den Krieg hinter sich zu lassen. Während Vera das Thema Krieg am liebsten vergessen möchte, drängt Jonathan auf schonungslose Aufarbeitung, was ihm letztendlich zum Verhängnis wird.
    Die Erzählung der Geschichte wechselt sehr häufig. Im Grunde habe ich kein Problem damit, aber bei diesem Roman hat es mich manchmal gestört. Einerseits wird Veras abenteuerliche und zum Teil gefährliche Recherche-Reise erzählt. In Rückblicken kommt Jonathan zum Vorschein, wie er seine große Liebe kennen lernt und gleichzeitig bei verschiedenen Menschen unangenehme Fragen stellt. Ich hätte mir da an der einen oder anderen Stelle eine andere Erzählweise gewünscht, ich bin da einfach ein bisschen gestolpert.
    Die Dramatik der ganzen Geschichte wird erst zum Ende wirklich deutlich, denn die Autorin hat eine historische Person geschickt in ihre fiktive Geschichte eingebaut. Das finde ich sehr gelungen. Die Autorin hat alle Figuren sehr gut ausgearbeitet und genügend Raum gegeben, so dass ich sie gut kennen lernen konnte.
    Insgesamt ist es jedoch ein sehr spannender Roman, der mir verdeutlicht hat, dass es den Menschen nach dem Krieg noch lange nicht gut ging. Vier Sterne vergebe ich gerne und spreche eine Leseempfehlung aus.
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  • Rezension zu Die geliehene Schuld

    Der Autorin ist wieder ein sehr interessanter Roman gelungen, dessen Nazihintergrund für Spannung sorgt. Viele der Täter konnten sich nach dem Krieg absetzen, flüchten, untertauchen oder sich ein Leben unter falschem Namen aufbauen. Die Grauen, die diese Teufel in Uniform verbreitet haben, ist zwischen den Zeilen noch spürbar. Auch wie der nazionalsozialistische Gedanke, gerade bei den Angehörigen aktiver Nazis verankert ist, passt sich gut der Handlung an. Die Protagonisten sind generell alle gut durchdacht und passen in das Bild der Handlung. Gekonnt gesetzte Twist, Rückblicke, Persepktivwechsel und unterschwellige Spannung sorgen für Abwechslung. Dem Lesefluss schadet dies nicht, dafür sorgt der flüssige Schreibstil.
    Nicht ganz im Reinen war ich am Ende mit dem Prolog. Was diese Handlung mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat, ist mir nicht ganz klar.
    Das Titelblatt finde ich sehr schön gestaltet. Zwei Personen im Vordergrund heben sich von den farblos gehaltenen restlichen Menschen durch eine dezente Farbgebung ab. Auf dem vorderen und hinteren Vorsatz des Buches ist jeweils die Europakarte in den Nachkriegsjahren abgebildet. Die Einteilung Deutschlands mit den Besatzungszohnen und den wichtigen Städten auch farbig hervorgehoben. So kann man zwischendurch auch mal den Wegen folgen, welche die Protagonisten währen ihrer Nachforschungen gegangen sind.
    Mein Fazit:
    Der geschichtliche Hintergrund hat mir sehr gefallen. Auch wenn die Handlung frei erfunden ist, enspringt sie doch guter Recherchearbeit. Nicht jeder Nazi wurde von den Alliierten gefangen oder verurteilt. Vielen gelangt die Flucht, oder sie wurden von den Spionagediensten der Befreier angeworben. Verwicklungen der Nachkriegszeit, die wohl viele nicht kannten, ich auch nicht.
    Ein spannendes Drama, das Clair Winter hier zu Papier gebracht hat. Ich mag ihren Stil und die Zeit, in denen sie ihre Romane ansiedelt. Ihre Protagonisten, die den Mut besitzten sich gegen das Unrecht zu stellen und mit aller Macht, die ihnen zur Vefügung steht, versuchen dieses aufzudecken. Besonders mag ich, dass ihre weiblichen Heldinnen ganz normale Menschen sind, die sich trauen, tief zu bohren und auch weitermachen, wenn die Angst sie schier zu verschlingen droht.
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  • Rezension zu Die geliehene Schuld

    Genau das hat mir auch sehr gut gefallen. Die verschiedenen Zeitebenen, bei denen der Leser durch die Namen- und Datumsangaben bei jedem Kapitel genau weiß, wo er sich gerade aufhält und um wen es gerade geht. Und so setzen sich die Puzzleteile Stück für Stück zusammen.
    Die Geschichte ist sehr spannend, man fiebert mit den Protagonisten mit und rätselt auch mit. Leider geht es nicht für jeden Charakter gut aus, aber das gibt der Geschichte einen glaubhaften, realistischen Touch. Auch die Entwicklung der Protagonisten hat mich sehr begeistert, die Autorin haucht den Figuren ihrer Geschichten richtig Leben ein und lässt sie „echt“ wirken. Es gab für mich keine Längen, die Spannung wurde durchgehend aufrecht erhalten und nahm am Ende noch einmal richtig an Fahrt auf, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.
    Und falls es mal Schwierigkeiten mit den Namen gab, lag dem Buch ein tolles Lesezeichen bei, auf dem die wichtigsten Protagonisten aufgeführt sind, auch am Ende des Buches findet man ein Personenregister. Am Schluss gibt es auch noch ein Nachwort, in dem die Autorin darüber aufklärt, was an der Geschichte Wahrheit und was Fiktion ist. Da habe ich auch noch einiges erfahren, was mir gar nicht so bewusst war, genauso wie durch die extrem gut recherchierte Geschichte auch. Ich kann gar nicht anders als 5 verdiente Sterne zu geben.
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  • Rezension zu Die geliehene Schuld

    Auch ich habe den Roman inzwischen beendet. Zum Inhalt wurde schon genug gesagt, deshalb komme ich gleich zu meiner Beurteilung.
    Mir hat "Die geliehene Schuld" sehr gut gefallen und ich habe allerhand Wissenswertes daraus entnommen, da ich mich zuvor nicht intensiv mit der unmittelbaren Nachkriegszeit beschäftigt hatte. Einige Informationen waren für mich - als Leser ohne große Vorkenntnisse zur Nachkriegszeit - neu und schockierend, z.B
    Die Aufteilung auf zwei aufeinander zulaufende Zeitebenen und zwei unterschiedliche Perspektiven (Jonathan, Marie einerseits, Vera andererseits ) empfinde ich als sehr gelungen, da diese Aufteilung mit den Cliffhangern an vielen Kapitelenden das Interesse stets wach hält und zum Weiterlesen animiert. Bisweilen erforderte der dauernde Perspektivwechsel zwar erhöhte Konzentration, aber durch die Angaben von Ort und Zeit sowie die Kennzeichnung der jeweils im Mittelpunkt stehenden Romanfigur konnte man (ich) doch den Überblick behalten.
    Die Handlung wird sehr anschaulich beschrieben, sie ist von der ersten Seite an fesselnd und wird in der zweiten Hälfte des Romans auch immer spannender. Es hat mir auch gefallen, dass es nicht für alle Romanfiguren ein Happy End gibt, das ist mir zwar beim Lesen ziemlich nahegegangen, aber es ist auf jeden Fall realistischer vor dem Hintergrund der Zeit.
    Die Charaktere der Romanfiguren sind detailliert ausgestaltet, besonders beeindruckend fand ich in diesem Zusammenhang die Entwicklung von Marie vom naiven jungen Mädchen zur kritischen, selbstbestimmten Frau.
    Das Autorennachwort zu Fakten und Fiktion und auch das Personenverzeichnis stellen eine Bereicherung dar, die dem Leser das Verständnis erleichtern.
    Ich vergebe eine uneingeschränkte Lese-Empfehlung für jeden, der sich vom Klappentext angesprochen fühlt und .
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  • Rezension zu Die geliehene Schuld

    Der neuer Roman von Claire Winter "Die geliehene Schuld" habe ich im Rahmen einer Leserunde gelesen. Ich habe schon früher Romane der Autorin gelesen, und war jedes Mal zufrieden, so auch diesmal.
    Der Roman beginnt spannend und legt in der zweiten Hälfte an der Spannung noch mal zu. So, dass ich mich nicht beherrschen konnte, und das Buch schneller als geplant beendet habe. Claire Winter hat geschickt mit Zeitebenen gespielt, und verschiedene Erzählperspektiven eingesetzt. Das hat mir sehr gut gefallen, und ich muss anmerken, wenn die Kapiteln nicht die Überschrift am Anfang getragen hätten, hätte ich Schwierigkeiten gehabt, die Handlung zeitlich einzuordnen. So war es wunderbar gelöst.
    Was mir besonders an dem Roman gefiel, ist die emotionale Beteiligung als Leser. Mich haben die Geschehnisse richtig mitgenommen, ich war nicht mit allen Lösungen glücklich, denn ich bin eher eine, die idyllische Verhältnisse mag, aber ich verstehe die Notwendigkeit zu so einem Verlauf der Geschichte zu greifen.
    Dennoch hat es mich sehr mitgenommen - und das ist doch das wunderbare an den Bücher: Romane, die uns dazu bewegen mit den Charakteren mitzufiebern, und die Geschichte miterleben lassen. Sowohl gefühlsmäßig als auch vom Inhalt her, hat mir der Roman gut gefallen.
    Außerdem möchte ich die letzten Seiten des Buchs erwähnen: Danksagungen und einen Kapitel zu dem Thema: Wahrheiten und Fiktion. Sehr spannend war es zu erfahren, was in der Geschichte tatsächlich vorgekommen ist und was der Fantasie entsprang.
    Für alle, die an dem Thema interessiert sind, würde ich den Roman empfehlen.
    Bei @Claire Winter bedanke ich mich besonders für die informative und aufmerksame Begleitung. Danke für die Einblicke in deine Arbeit.
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Ausgaben von Die geliehene Schuld

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 576

Taschenbuch

Seitenzahl: 576

E-Book

Seitenzahl: 577

Besitzer des Buches 65

Update: