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Lea Korte - Bücher in Reihenfolge

Genre(s)
Historisch
  • * 02.06.1963 (59)
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Neue Bücher von Lea Korte in chronologischer Reihenfolge

  • Neuheiten 05/2022: Morgen werden wir glücklich sein (Details)
  • Neuheiten 12/2012: Das Geheimnis der Maurin (Details)
  • Neuheiten 05/2011: Sommernacht auf Mallorca (Details)
  • Neuheiten 02/2010: Die Maurin (Details)
  • Neuheiten 2007: Die Nonne mit dem Schwert (Details)

Lea Korte Bücher in alphabetischer Reihenfolge

Bücherserien von Lea Korte in der richtigen Reihenfolge

Maurin Buchserie (2 Bände)

  1. Die Maurin (Rezension)
  2. Das Geheimnis der Maurin (Rezension)
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Rezensionen zu den Büchern von Lea Korte

  • Bewegende Geschichte über eine unbesiegbare Freundschaft
    Seit den Kindertagen sind Marie, Amiel und Geneviéve unzertrennlich. Sie selbst nennen sich die Unbesiegbaren, weil sie immer füreinander da sind. Bis im Sommer 1940 die Deutschen Paris einnehmen. Da stellt sich heraus, dass die Freundinnen unterschiedliche Ansichten an das Leben in der besetzten Stadt haben.
    Ab sofort ist vor allem Amiel in Gefahr; obwohl sie Ärztin ist, darf sie als Jüdin ihren Beruf nicht mehr ausüben. Die Lehrerin…
  • Rezension zu Die Maurin

    • ElkeK
    Inhaltsangabe:
    Zahra lebt im 15.ten Jahrhundert in der maurischen Stadt Granada. Schon früh kann sie als Hofdame Aischa, Hauptfrau des Emirs, dienen und kann so viele politischen Vorgänge aus erster Hand erfahren. Doch es steht nicht gut um das andalusische Land. Die Christen bezeichnen die Mauren als Heiden und beabsichtigen sie, aus Kastilien zu zu vertreiben.
    Inmitten dieser politischen Unruhen lernt sie Don Gonzalo kennen, einen christilichen Ritter und enger Berater der Königin Isabel von…
  • Meine Meinung:
    Der Roman beginnt gleich mitten im Geschehen und ohne große Einleitung. Ich persönlich habe den ersten Teil nicht gelesen, aber nach Meinung der Autorin, kann man den Roman auch ohne den vorherigen Band lesen. Das habe ich in einigen Momenten immer etwas kritisch gesehen. Man hatte viele bemerkenswerte und individuelle Personen, die ihre ganz bestimmten Beziehungen zueinander aufgebaut hatten, ebenso die Grundlagen wie eine Person sich gewandelt hat, was auch manchmal als…
  • Rezension zu Die Nonne mit dem Schwert

    • haTikva
    Meine Meinung:
    An diesen Roman bin ich mit gemischten Gefühlen herangetreten. Da ich viele Meinungen gelesen haben, die dieses Buch herabsetzten und es dabei auch noch um eine Frau geht, die es wirklich gab, fragte ich mich wirklich, ob mir dieses Werk zusagt.
    Was ich dann wirklich vorfand, war ein echt toller und spannender Roman über eine Frau, die sich in Männerkleidern vielen Gefahren dieser Welt stellte und dabei immer voran kam.
    Catalina de Erauso, eine spanische Adlige, flieht im…

Beantwortete Fragen

  1. Es gibt schon viele beantwortete Fragen über die schreibende Lea Korte. Womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie mal nicht schreiben?

    Lea Korte 16.08.2010

    Ja, es gibt schon viele beantwortete Fragen – aber trotzdem ist jedes Interview wieder anders und diese Frage ist mir so auch noch nicht gestellt worden! Womit ich mich also beschäftige: Zum einen ist Schreiben und noch mehr das Schreiben historischer Romane eine sehr zeitintensive Angelegenheit, so dass man gut damit beraten ist, wenn der Beruf zugleich auch das Hobby ist – was bei mir der Fall ist. Ich lese auch privat sehr gern, interessiere mich (wen wundert es?) [lacht] für Geschichte, und wenn ich aus meinen Büchern herausschaue, dann verbringe ich meine Zeit am liebsten mit meiner Familie. Ich liebe Skat und Tischspiele, bei denen man mitdenken muss, spiele Klavier, gehe mit unserem Hund spazieren, und ich liebe es, im Meer schwimmen zu gehen! Für mich ersetzt ein Bad im Meer locker drei Stunden Yoga (das ich übrigens auch fast täglich mache). Das Meer ist für mich Entspannung pur: für die Augen und die Seele.
  2. Geboren als Deutsche, in Spanien lebend, mit einem Franzosen verheiratet - ein wahrhaft europäisches Leben. Wie ist die Geschichte zu diesem Verlauf?

    Lea Korte 16.08.2010

    Vor knapp 20 Jahren bin ich nach Spanien gezogen. Das war für mich ein Muss, seit ich mit meinen Eltern als 12-Jährige zum ersten Mal an der Costa Brava war. Irgendwie habe ich immer gedacht, DER Mann meines Lebens müsste zum einen Franzose sein (ich liebe die Sprache und das Land) und mir zum anderen eines Tages an meinem Lieblingsstrand über den Weg laufen. Und genau so war es dann auch! Übrigens war es sogar im wortwörtlichen Sinne ein "über den Weg laufen": Ich bin ihm (versehentlich!) auf die Strandschuhe getreten, als er aus dem Strandcafé herausging und ich hinein wollte. Daraufhin hat er mich angesehen und ich ihn ... und in dem Moment hat es bei uns beiden gefunkt.
  3. Deutschland und Spanien im direkten Vergleich: Wo liegen die greifbaren Unterschiede zwischen ihrer Heimat und ihrer Wahlheimat?

    Lea Korte 16.08.2010

    Wenn ich "gemein" wäre, würde ich jetzt mit der Sonne und dem Meer anfangen oder den milden Wintern, aber ich bin ja nicht gemein. Also rede ich lieber von etwas anderem, was ich in Spanien sehr schätze: die größere persönliche Freiheit und der entspannte Umgang miteinander. Fünf sind hier allemal noch eine ziemlich gerade Zahl; was nicht heute passiert, könnte ja immerhin noch morgen passieren und wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter. Die Leute regen sich nicht so schnell auf. Sie lachen lieber, nehmen weder sich noch das Leben allzu ernst. Das empfinde ich als sehr angenehm.
  4. Wenn man am Löwenbrunnen in der Alhambra steht, lebt die Zeit der Kämpfe zwischen Mauren und Kastiliern wieder auf. Wodurch wurden Sie zu einem Roman über die historischen Ereignisse dort inspiriert?

    Lea Korte 16.08.2010

    Die Mauren haben mich bei den Recherchen zu "Die Nonne mit dem Schwert" zu interessieren begonnen. In der Vorbereitungszeit zu der "Nonne" habe ich sehr viel und zunächst auch kreuz und quer über die spanische Geschichte gelesen und war so fasziniert von der Zeit der Reconquista, dass ich es hernach schade fand, dass Catalina de Erauso (eine wahre Figur), nicht in der Zeit der Mauren und der Katholischen Könige gelebt hat. Ich finde diese Epoche unglaublich spannend, und überdies ist sie durch die Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Christen sehr aktuell. Also entschied ich, dass ich zwei Romane schreiben "muss": erst die Nonne, dann die Maurin.
  5. Musste im Grunde nur ein Handlungsort gefunden werden oder wollten Sie auf bestimmte Begebenheiten aufmerksam machen?

    Lea Korte 16.08.2010

    Ich wollte den Leser die gesamte Geschichte der letzten 15 Jahre der Reconquista an Hand des Lebens Zahra as-Sulamis erlebbar machen, und zwar sowohl, was die maurische, als auch was die christliche Seite angeht. Weder geografisch noch historisch habe ich etwas erfunden, sondern lange und sehr gründlich recherchiert und überdies zwei höchst kompetente Berater zur Seite gehabt: Prof. Dr. Jordi Aguadé von der Universität Cadiz und Laila, seine muslimische Frau. Das einzig Fiktive in dem Roman ist die Geschichte von Zahra und ihrer Familie, aber die ist zugleich so authentisch in ihrer Zeit verankert, dass sie wirklich passiert sein könnte. Mir war es wichtig zu zeigen, dass es in der Vergangenheit schon einmal Lösungen für das Zusammenleben von Christen, Muslimen und Juden gegeben hat – und welches Unheil über alle kam, als man davon abwich.
  6. Wenn wir sagen, die Protagonistin Zahra gerät in "Julia-und Romeo"-Manier zwischen die maurisch-kastilischen Fronten. Wären Sie mit diesem Vergleich einverstanden?

    Lea Korte 16.08.2010

    Nein, damit wäre ich nicht einverstanden. Zwischen die Fronten gerät Zahra nämlich schon weit früher und einzig und allein wegen ihrer Herkunft, ihres Charakters und ihrer Art, die Dinge zu sehen. Ihr Vater ist ein hochstehender maurischer Adliger, ein enger Vertrauter des Emirs, ihre Mutter eine ehemalige Sklavin kastilischer Herkunft; Zahra selbst ist Hofdame und zunehmend auch Vertraute der Emirin Aischa. Zahra lebt und kennt von klein auf beide Welten, auch wenn ihre Mutter inzwischen aus Überzeugung zum Islam übergetreten ist. Auch durch Aischa kommt sie immer wieder mit beiden zunehmend verfeindeteren Welten in Kontakt, nicht zuletzt durch die Aufträge, die sie für die Emirin ausführen muss. Ihre Gefühle für einen "bestimmten" Kastilier (wir wollen hier ja nichts verraten!) sind also nicht der Auslöser der Konflikte, in die sie gerät.
  7. Zahra ist auf der Suche nach Freiheit, die ihr Vater ihr widersagt. Er will sie schnellst möglichst verheiraten und ihrem Wille nach Selbstbestimmung ein Ende setzen. Können wir uns überhaupt vorstellen, wie das Leben eines muslimischen Mädchens, wie ihr, aussieht?

    Lea Korte 16.08.2010

    Man weiß sehr viel über die Sitten und muslimischen Gesetze, die damals geherrscht haben, und dass sie den Frauen kaum Freiheiten oder auch nur eine Mitbestimmung einräumten. Aber trotz aller Sitten, Gesetze und tobender Väter gab es weit öfter, als man sich das heute vorstellen mag, eigentlich streng verbotene Verbindungen zwischen MuslimINNEN und ChristEN (umgekehrt war es übrigens erlaubt). Gewiss gab es die nicht an jeder sprichwörtlichen "Ecke", aber es gab sie. Damit hat man schon einmal den äußeren Rahmen. Zum inneren Rahmen muss man sich vor Augen führen, dass es zu allen Zeiten junge Frauen gegeben hat, die sich gegen das "Althergebrachte" aufgelehnt haben. Nennen wir es "das Recht der Jugend". Und wenn so jemand einen ebenso impulsiven Charakter wie Zahra hat, dann kann das nur zu Konflikten führen. Vor diesem Hintergrund und angesichts der anderen Personen, die Zahra beeinflusst haben (wie ich es eben erklärt habe), finde ich Zahra von ihrer Denk- und Handlungsweise dann noch nicht einmal besonders modern, denn sie war damals eben in der Tat nicht die einzige Maurin, die sich aufgelehnt hat und schon gar nicht die einzige, die sich in einen Kastilier "verguckt" hatte.
  8. Wie viel Ähnlichkeit hat Zahra mit Ihnen selbst?

    Lea Korte 16.08.2010

    Die Frage hat mir auch noch niemand gestellt, noch nicht einmal im Entferntesten! Na ja, Zahra hat sicher einiges mit mir gemein. Auch ich bin jemand, der "den Mund nicht halten kann", vor allem nicht, wenn es um Unterdrückung jedweder Art geht; auch ich bin jemand, der seinen eigenen Weg geht, egal, was andere darüber denken; auch ich bin jemand, der mit seinem ganzen Herzen für die Verständigung zwischen Menschen, zwischen Völkern, zwischen Religionen eintritt. Und sicher gibt es da noch mehr Parallelen. Mein Mann, der sich als echter Franzose strikt weigert, Deutsch zu lernen und deswegen meine Bücher nicht lesen kann, meint, er bräuchte sie auch nicht zu lesen. Er würde mich kennen – also wisse er, was in meinen Büchern steht. Ich "befürchte", so ganz Unrecht hat er damit nicht.
  9. Wie wir bereits wissen, dürfen wir uns auf eine Fortsetzung von "Die Maurin" freuen. Können Sie uns schon jetzt einen kleinen Einblick in die Handlung oder den geschichtlichen Hintergrund bieten?

    Lea Korte 16.08.2010

    Eines kann ich auf jeden Fall verraten: Nach der Reconquista wird der Konflikt zwischen den Christen auf der einen und den Muslimen und Juden auf der anderen Seite noch viel explosiver. Die Reconquista war, trotz aller religiös motivierten Auseinandersetzung, auch sehr viel reiner Gebietskampf. Nachdem dieses Kapitel mit dem Ende der Rückeroberung abgeschlossen ist, rücken die Christen den Juden und den Muslimen noch weit mehr auf den Leib und schrecken dabei auch nicht vor Ausweisungen, Folter und Scheiterhaufen zurück. Sowohl die Königin selbst als auch die Inquisition bringen die Mauren wie die Juden in eine zunehmend verzweifeltere Lage, was natürlich auch Zahras Familie betreffen wird. Aber wie und ob sie sich retten können, kann ich hier natürlich noch nicht verraten.
  10. Wäre es nicht auch reizvoll, den gleichen Geschichtsabschnitt, also das Zurückdrängen der Mauren, aus der Sicht der Spanier zu schreiben?

    Lea Korte 16.08.2010

    Ich denke, das habe ich mit dem Roman bereits gemacht. Bisher haben mir alle Leser einvernehmlich bescheinigt, dass "Die Maurin" ein sehr ausgewogener Roman ist, weil ich keine der beiden Seiten verdamme, nicht urteile oder gar verurteile, sondern mich an die Fakten halte. Es gab auf beiden Seiten Gute und Böse, beide Seiten begehen Grausamkeiten und beide Seiten zeigen Menschlichkeit - und dies wird auch so geschildert. Auch wenn der Titel "Die Maurin" ist und mein Herz sicher eher bei den Mauren ist, schildere ich doch Szenen, welche die Mauren sich nicht ehrenvoll an die Brust heften können.
  11. Angenommen, es würde die Möglichkeit bestehen, mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit oder Zukunft zu reisen, welches Jahr oder Jahrzehnt würden Sie dann als Reiseziel wählen? In welche Region ginge es?

    Lea Korte 16.08.2010

    Oh, da muss ich überlegen, darüber habe ich noch nie nachgedacht. Obwohl ... eigentlich würde ich genau so weiter leben wollen. Ja, bestimmt sogar. Ich bin mit meinem Leben, so wie es ist, sehr zufrieden; es ist genau das und genau so, wie ich es haben wollte. Und in die Zukunft würde ich schon gar nicht reisen wollen! Da wage ich nicht einmal drüber nachzudenken, wie das alles werden wird, und mir tun die künftigen Generationen schon heute leid. Ein Satz fällt mir dazu ein, den ich mal irgendwo gelesen habe: "Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geschenkt bekommen, sondern nur von unseren Kindern geliehen."
  12. Sie machen einen ausgeglichenen, fröhlichen, lebensbejahenden Eindruck. Welche Themen stimmen Sie nachdenklich und traurig?

    Lea Korte 16.08.2010

    Eines dieser Themen habe ich ja gerade schon angesprochen: der respektlose, egoistische Umgang mit unserer Umwelt und unseren Mitmenschen, womit ich nicht zuletzt gerade die Menschen meine, die nicht, wie wir Europäer, mit einem "goldenen Löffel" zur Welt gekommen sind. Damit will ich nicht behaupten, alle Europäer besäßen den berühmten goldenen Löffel. Auch hier gibt es große Unterschiede, aber ernsthaft mit den vielen, in größter Not lebenden Menschen der Dritte-Welt-Länder (welch grauenhaftes Wort!) wird sich kaum jemand ernsthaft vergleichen wollen. (Achtung: ich sage "kaum jemand", nicht "niemand"!) Kriege, Attentate, Vergewaltigungen und Kindesmisshandlungen machen mich traurig, betroffen und wütend - und diese Liste ist damit noch lange nicht vollständig. Und trotzdem, ja, auch ich selbst würde mich als ausgeglichenen, fröhlichen und lebensbejahenden Menschen bezeichnen. Das "Zauberwort" heißt Hoffnung. Die habe ich noch lange nicht verloren.
  13. Zum Schluss möchten wir gerne wissen: Alles richtig gemacht im Leben?

    Lea Korte 16.08.2010

    Das wäre ja langweilig! (Lacht) Und nicht menschlich! Und ich würde sogar noch weiter gehen: Fehler, Bauchlandungen, Krankheiten – gerade sie bringen uns weiter, weil sie uns dabei helfen, uns weiter zu entwickeln und zu erkennen, worauf es im Leben wirklich ankommt. Man darf sich nur nicht unterkriegen lassen!