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Roxann Hill - Dunkel Land

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    Dunkel Land

    von

    3|2)

    Verlag: HarperCollins

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 384


    ISBN: 9783959671385


    Termin: November 2017

    • Roxann Hill - Dunkel Land

      "Das Gedächtnis ist die Schatzkammer und der Bewacher von allen Dingen." (Marcus Tullius Cicero)
      Verena Hofer muss nach einem tragischen Unfall bei dem ihre Schwester tödlich verunglückt, für ihre Nichte Amelie sorgen. Darum hat sie ihre Arbeit verloren und wird jetzt auf den Neffen von Frau von Wuthenow aufpassen. Das sich dieser jedoch als einen erwachsenen Mann herausstellt verwundert Verena dann doch ein wenig. Warum stellt man für einen Mann ein Kindermädchen bzw. Aufpasser ein? Dr. Carl von Wuthenow ein prägnanter Profiler, der eine jahrelange Ausbildung beim FBI genossen hat, wurde bei seinem letzten Einsatz verletzt. Der Schuss in den Kopf hat sein Kurzzeitgedächtnis gestört und ist seitdem eingeschränkt. Dass seine Tante nun für ihn, mit Verena einen Coach engagiert hat, passt ihm gar nicht. Den Carl will unbedingt wieder arbeiten, als Profiler und freier Polizeiberater. Darum wird er auch zu einem Mordfall in Berlin hinzugezogen, bei dem man einen jungen Stricher gefunden hat, der brutal gefoltert und mit drei Messerstichen getötet wurde. Außergewöhnlich sind die Handfesseln, die mit einem Metzgerknoten versehen sind und die ersten Spuren weisen auf die rechte Szene hin. Verena geht den Deal mit Carl ein, er macht mit ihr seinen Job und sie vermittelt ihm die Literatur.


      Meine Meinung:
      Ein sehr eigenwilliges und außergewöhnliches Ermittlerpaar, das die Autorin hier geschaffen hat. Eine ahnungslose Literaturexpertin, trifft auf einen couragierten, gutaussehenden, reichen Profiler mit Handicap. Auch wenn ich schon fast in der Mitte des Buches einen Verdacht hatte, was den Täter anbelangte, hat die Autorin es sehr geschickt bis zum Ende verschleiert. Sympathische Protagonisten und gute Ermittlungen, mit teilweise eigenartigen Methoden, die auch nicht immer gesetzestreu sind, haben mir als Leser gefallen. Zwar finde ich das ihr Verena Hofer manchmal etwas zu toughe und unrealistisch geraten ist, trotzdem hat sie mir imponiert. Auch die fünfjährige Amelie fand ich an manchen Stellen ein wenig zu erwachsen geraten. Der Schreibstil ist sehr gut, flüssig und das Cover besticht durch einen Blick auf das Gut. Das Einfließen des Fontanes Gedicht vom Herrn von Ribbeck vom Havelland, hat mir gut gefallen. Vom Spannungsbogen her ist der Krimi eher niedrig gehalten, besticht aber durch seine interessanten Ermittlungen. Schade nur fand ich das Ende des Buches, das mir sehr lieblos erscheint und auch durch das offene Ende den Leser verunsichert. Ich hoffe, dass es einen neuen Fall für die beiden geben wird und gebe diesem Buch 4 von 5 Sterne. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :applause: :thumleft:
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      Dunkel Land - Roxann Hill

      Verena Hofer zieht mit ihrer Nichte Amelie vorübergehend ins Havelland. Auf Gut Wuthenow soll sie sich die nächsten drei Monate um den Neffen ihrer Auftraggeberin kümmern. Vor Ort erlebt Verena allerdings eine Überraschung. Denn Carl von Wuthenow entpuppt sich als erwachsener Mann. Er ist Kriminalist und wurde vor einiger Zeit angeschossen, sodass er unter einer Störung seines Kurzzeitgedächtnisses leidet. Da Carl von Wuthenow trotz seines Handicaps die Staatsanwaltschaft als Berater unterstützt, findet sich Verena unverhofft in der Rolle seiner Assistentin wieder. Verena hat keine Ahnung, worauf sie sich einlässt....

      "Dunkel Land" ist der Auftaktband zu einer neuen Krimireihe des ungewöhnlichen Ermittlerteams Dr.Carl von Wuthenow und Verena Hofer. Der Einstieg in die Reihe, bzw. den Krimi, gelingt mühelos. Denn gleich am Anfang wird man Zeuge eines brutalen Mordes, sodass das Interesse sofort geweckt wird.

      Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Dadurch fliegt man förmlich durch das Buch. Die recht kurzen Kapitel unterstützen den Sogeffekt, der sich beim Lesen aufbaut, außerdem. Man kann sich die beschriebenen Handlungsorte und Protagonisten lebhaft vorstellen und deshalb ganz in die Handlung eintauchen. Die Charaktere wirken sympathisch, sodass man gerne mit ihnen gemeinsam ermittelt. Der Fall ist durchgehend interessant und gibt einige Rätsel auf. Man ist hin- und hergerissen, was man glauben soll und wen man auf seiner Liste der Verdächtigen berücksichtigen soll. Erfahrene Krimileser, die aufmerksam der Handlung folgen, dürften allerdings recht früh eine Ahnung haben, wer hinter allem stecken könnte. Da es aber auch andere Spuren und Hinweise gibt, bleiben die Ermittlungen bis zum Schluss interessant.

      Krimis und Thriller sind ja meine absoluten Favoriten. Beim Lesen von "Dunkel Land" habe ich mich sehr gut unterhalten, denn das ungewöhnliche Ermittlerteam, der flüssige Schreibstil und die Ungewissheit, ob sich mein früher Verdacht bestätigen wird, konnten mich begeistern. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt dieser Reihenauftakt deshalb vier von fünf möglichen Bewertungssternen.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
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      Inhalt (Quelle : Amazon)

      Gut Wuthenow, ein altehrwürdiges Anwesen im Havelland; hier soll sich Verena Hofer die nächsten drei Monate um den Neffen der Hausherrin kümmern. Überrascht stellt sie fest, dass ihr Schützling der geniale wie arrogante Dr. Carl von Wuthenow ist. Der Kriminalist wurde erst kürzlich angeschossen und leidet seitdem unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Carl lehnt den Plan seiner Tante strikt ab. Verena, die das Geld dringend braucht, geht einen Deal mit ihm ein: Er lässt sie ihren Job machen, sie hilft ihm bei der Ermittlungsarbeit. Und schon ihr erster Fall hat es in sich: Eine übel zugerichtete Leiche wird auf einem Berliner Bauplatz gefunden und die Spuren weisen in die rechte Szene …


      Über die Autorin (Quelle : Amazon)

      Roxann Hill hat ihren Debütroman im Sommer 2012 veröffentlicht. Seitdem sind ihre Bücher regelmäßig auf den ersten Plätzen der E-Book-Charts sowie auf der BILD-Bestsellerliste zu finden, und wurden auch in weitere Sprachen übersetzt.
      Ob Krimi und Thriller, Fantasy oder Liebesroman – Roxann Hill fühlt sich nicht nur in einem Genre zuhause. Sie legt viel Wert auf ungewöhnliche Geschichten, und ihre Romane zeichnen sich durch die Charaktertiefe der Protagonisten sowie deren Beziehungen zueinander aus.
      Die in Brünn/Tschechien geborene Autorin lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern und zwei Ridgeback-Hündinnen in Mittelfranken. Nach langjähriger Berufstätigkeit widmet sie sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben.


      Allgemeines

      Erscheinungstermin : 13. November 2017, Verlag Harper Collins, Broschierte Ausgabe 384 Seiten
      Gliederung : Gedicht – Prolog – 76 Kapitel


      Zusammenfassung

      Die Schwester von Verena Hofer ist verstorben und so kümmert sich Verena um ihre Nichte. Sie muss daher den Job wechseln und findet zufällig eine auf drei Monate befristete Arbeit auf Gut Wuthenow. Sie weiss nicht, was sie dort genau errwartet. Um so überraschter ist sie dann, als sie in polizeiliche Ermittlungen verwickelt wird und mit Dr Carl von Wuthenow zusammenarbeitet.


      Meine Meinung

      Infolge der Leseprobe habe ich ein nettes Ermittler-Duo sowie einen spannenden Krimi erwartet. Auf den ersten hundert Seiten passiert so gut wie gar nichts, abgesehen von einem Todesopfer. Die Ermittlungen sind undurchsichtig, unbeholfen und langwierig. Es geht hier eher um das Krankheitsbild von Carl, um den neuen Job von Verena, um ihre Nichte und um das Gut Wuthenow – quasi ein Roman mit Lokalkolorit. Der Schreibstil ist nicht fesselnd und eher aufsatzmässig. Diese ersten Seiten lesen sich im Nu, da man absolut nicht dabei denken und rätseln muss. Die Charaktere sind auch nicht gerade sympathisch beschrieben. Einige Szenen sollen wahrscheinlich amüsant herüberkommen, aber ich persönlich finde sie einfach nur lächerlich und unpassend.

      Ab dem zweiten Drittel geht es schreibstilmässig und ermittlungstechnisch etwas flotter voran. Mit den beiden Protagonisten bin ich allerdings nicht besonders warm geworden. Ich finde alles ein bisschen klischeehaft und nicht sehr realistisch. Die Nichte von Verena geht in den Kindergarten und lebt ihr Leben auf dem Gut, als wäre nichts geschehen – kein Wort der Trauer o.ä. über ihre verstorbene Mama. Ausserdem finde ich das Mädchen für ihr Alter, 5 1/2 Jahre, sehr altklug.

      Ab ca Mitte des Buches wird es dann ein bisschen spannender und die Ermittlungen werden etwas interessanter. Leider kommt bei den Passagen aus dem Privatleben der beiden Protagonisten und deren Umfeld absolut keine Wärme auf. Ein Grossteil erscheint kitschig, plump und recht realitätsfern. Die Ermittlungen machen hauptsächlich Fortschritte durch Zufälle. Alles ist irgendwie nebulös. Dennoch ist das Buch aufgrund des flüssigen Schreibstils zügig gelesen. Schade, dass es inhaltlich so sehr hinkt. Ein anspruchsloser Krimi mit mässigem Unterhaltungswert. :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      ☆¸.•*¨*•☆ ☆¸.•*¨*•☆ La vie est belle ☆¸.•*¨*•☆☆¸.•*¨*•☆
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