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Sebastian Fitzek - Flugangst 7A

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    Flugangst 7A

    von

    4.1|8)

    Verlag: Droemer HC

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 400


    ISBN: 9783426199213


    Termin: Oktober 2017

    • Sebastian Fitzek - Flugangst 7A

      Klappentext:
      Mats Krüger, ein erfahrener und erfolgreicher Psychiater, muss seine panische Flugangst überwinden, als seine hochschwangere Tochter Nele nach jahrelanger Funkstille wieder Kontakt zu ihm aufnimmt. Mats, der nach dem Tod seiner Frau per Schiff nach Argentinien ausgewandert ist, hatte nie wieder vor zurückzukehren. Doch jetzt bittet Nele ihren Vater kurzfristig, ihr nach der Geburt des Babys Beistand zu leisten.

      Nach der Teilnahme an einem Flugangst-Seminar geht Mats an Bord des Langstreckenflugs Buenos Aires - Berlin. Schon kurz nachdem er seinen Platz eingenommen hat, muss er feststellen, dass er sich auf die falschen Ängste vorbereitet hat: Es ist keine Turbulenz, kein Druckabfall und keine Terrorwarnung, die ihn in einen entsetzlichen seelischen Ausnahmezustand treiben.

      Sondern der Anruf eines Unbekannten, der ihm eröffnet, dass sich ein ehemaliger Patient an Bord befindet. Jemand, den Krüger einst von mörderischen Gewaltphantasien befreite. Und den er nun dazu bringen soll, über 600 Passagiere und sich selbst in den Tod zu reißen...

      Meine Meinung:

      Erst einmal muss ich wieder einmal 5 Sterne für das Cover vergeben. Ganz hervorragend. Wenn das so weitergeht, dann kaufe ich mir die Bücher von Herrn Fitzek in Zukunft alleine schon aus diesem Grund. Man sieht eine Flugzeugtür und in dem Fenster eine Hand, die abweisend nach vorne ausgestreckt ist. Bewegt man das Buch, dann verschwindet die Hand oder wird deutlicher sichtbar, je nachdem. Und wenn man erst den Schutzumschlag abnimmt, sieht man, dass die ganze vordere Buchseite so gehalten ist. Toll - einfach nur toll.
      Wie schon von Herrn Fitzek gewohnt, gibt es kurze, knackige Kapitel, die mit tollen Cliffhangern enden. Stellenweise bin ich wirklich verzweifelt. Die Spannung wird grandios hochgehalten.

      Die Geschichte an sich entwickelt sich zum Ende des Buches hin so, wie ich niemals vermutet hätte. Leider hat mir die Entwicklung und das Ende absolut nicht gefallen. Aber das ist Geschmackssache und es tat auch der Spannung keinen Abbruch, so dass ich dafür keinen Punkt abziehen möchte.

      Zur Geschichte an sich ist mit dem Klappentext schon genug gesagt, mehr möchte ich nicht dazu schreiben, dass würde nur die Spannung zerstören.

      Die Anmerkungen und Danksagungen zum Schluss sollte man (wie immer bei Herrn Fitzek) auf gar keinen Fall vergessen zu Lesen. Das ist mir immer ein ganz besonderer Genuss, bei dem ich auch dieses Mal wieder mehr als einmal auflachen konnte.

      Fazit:

      Vielen Dank für das tolle neue Buch. Freue mich auf weitere.
      Liebe Grüße
      Pokerface

      Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen (Yoda) :study:
    • Neu

      Autor: Sebastian Fitzek
      Titel: Flugangst 7A
      Seiten: 394
      ISBN: 978-3-426-19921-3
      Verlag: Droemer

      Autor:
      Sebastian Fitzek wurde 1971 geboren und ist Deutschlands erfolgreichster Autor für Psychothriller. 2006 erschien sein Debüt "die Therapie", welches über Internet-Empfehlungen hinaus zum Besteller avancierte. Inzwischen werden seine Thriller auf Theaterbühnen aufgeführt, einer seiner Werke wurde bereits verfilmt. Eine weitere Verfilmung wird derzeit produziert. Seine Werke werden in 24 Sprachen übersetzt. Als erster deutscher autor erhielt er den Europäischen Preis für Kriminalliteratur. Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin.

      Inhalt:
      Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt. Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

      Ein Nachtflug Buenos Aires - Berlin.
      Ein seelisch labiler Passagier.

      Und ein Psychiater, der diesen Passagier dazu bewegen soll, die Maschine zum Absturz zu bringen - sonst stirbt der einzige Mensch, den er liebt.
      (Klappentext)

      Rezension:
      In einer schmalen Röhre in mehreren zehntausend Metern Höhe eingesperrt zu sein, gehört gewiss nicht zu den Lieblingszuständen, denen man ausgesetzt sein möchte. Nicht wenige Menschen leiden gar unter einer Phobie, die dies zu einem unerträglichen Erlebnis werden lässt. Und doch, Mats Krüger, selbst erfolgreicher Psychiater, begibt sich auf die Reise von Buenos Aires nach Berlin, um dort den Kontakt zu seiner Tochter wieder aufzunehmen, die ihr erstes Kind erwartet. Nicht ahnend, dass mit Schließen der Flugzeugtür eine Kettenreaktion in Gang gesetzt wird, in der er eine Schlüsselrolle spielt. Über einen Anruf wird er aufgefordert, einen ehemaligen Patienten an Bord zu finden und zu aktivieren. Als psychische Bombe für hunderte Passagiere. Ansonsten sterben seine Tochter und das noch ungeborene Kind eines qualvollen Todes.

      Wo ist eigentlich der sicherste Platz im Flugzeug, wo der, der statistisch die meisten Todesopfer zu verzeichnen hat? Haben Sie sich das nicht nicht auch schon mal gefragt? Sind Sie eher der Typ Mensch, der die Sicherheitsunterweisungen mit Augenrollen über sich ergehen lässt oder hören Sie tatsächlich hin? So oder so, der neue Psychothriller von Sebastian Fitzek ist nichts für schwache Nerven. Im gewohnten Schreib- und Erzählstil schafft es Fitzek hier mehrere gesellschaftlich kontrovers diskutierte Themen zu bündeln und in einer spannnenden Geschichte zu verankern.

      Die Charaktere glaubwürdig, erlebt der Leser einen stetigen Perspektivwechsel, der mal in die Luft geht, mal am Boden spielt und ein sich haltender Spannungsaufbau, der so typisch für die Werke von Fitzek ist. Klar und bündig formuliert, wechseln sich die kurzen Kapitel ab, gute Recherchearbeit im Bereich Psychotherapie und Flugzeugbetrieb runden die Geschichte ab. Auch die Auflösung ist nicht ganz so chaotisch, wie es bei vergangenen Thrillern Fitzeks oft genug der Fall war.

      Für zartbesaitete Leser ist "Flugangst 7A" mit Vorsicht zu genießen, alle anderen sollten sich während des Lesens anschnallen. Turbelenzen gibt es ganz sicher. Mit diesenr Geschichte bewegt sich Sebastian Fitzek wieder ein kleines Stück zum klassischen Psychothriller, der es in sich hat.eine unbesdingte Lesempfehlung, aber bitte vorher darauf achten, wo man sich hinsetzt. es könnte lebenseintscheidend sein.

      Gestaltung:
      Für die Erstauflagen der Bücher von Sebastian Fitzek lohnt es sich, einen extra Punkt aufzumachen. Alleine hierfür die Höchstwertung. Ein Umschlag, der sich glatt rutschig anfassen lässt, wie die Außenhaut eines Flugzeuges, darunter verborgen, eine hochwertige, das ganze Format einnehmende Lentikularfolie. Umgangssprachlich auch "Wackelbild" genannt. Eine verlegerische Entscheidung, die das Leseerlebnis nicht nur auf die Geschichte beschrränkt hält, sondern das ganze Buch zum Erlebnis werden lässt. Hochachtung, vor den jenigen, der diese Idee hatte.
    • Neu

      Die Sicherheit an Flughäfen und in Flugzeugen wird kontinuierlich verbessert. Aber die tödlichste Waffe ist nicht kontrollierbar, denn das ist der Mensch selbst. Mats Krüger befindet sich auf einem Nachtflug von Buenos Aires nach Berlin, um dort seine hochschwangere Tochter zu besuchen. Im Flugzeug bekommt der Psychiater die Anweisung die Psyche einer ehemaligen Patientin, die sich ebenfalls an Bord befindet, derart zu manipulieren, dass diese das Flugzeug zum Absturz bringt. Sollte Mats dieses nicht gelingen, werden die Entführer seine Tochter und das ungeborene Enkelkind töten.

      Die Thriller von Sebastian Fitzek sind ein Muss für mich. Ob es um Hetzjagden durch Berlin, ein Aufenthalt auf einem Kreuzfahrtschiff oder ein Nachtflug zwischen zwei Kontinenten geht - das Buch wird auf jeden Fall gelesen. „Flugangst 7a“ spielt in einen sehr kleinen Zeitraum und wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, hauptsächlich aus der von Mats und aus der von seiner Tochter Nele. Der flüssige Schreibstil und die zahlreichen Cliffhanger sorgen dafür, dass man durch die Kapitel fliegt und das Buch zwischendurch kaum zur Seite legen mag. Es war durchgängig spannend, ich konnte mitfiebern und es gab einige überraschende Wendungen, nach denen ich kurz innehalten musste, um das Neue zu verarbeiten.

      Einigen Leser ist die Handlung vielleicht zu konstruiert. Ich hingegen fand diese großartig konstruiert. Nach und nach greift alles ineinander, wodurch neue Reaktionen hervorgerufen werden, die wieder Neues auslösen. Ich fand die Handlung komplex aber nachvollziehbar und habe es sehr genossen, wie Fitzek seine Fäden gesponnen hat.

      Der Autor spricht viele Themen an. Einiges davon wird nur oberflächlich behandelt und da könnte man sich fragen, ob das tatsächlich unbedingt Not tat, aber man kann die Handlung und die Überraschungen auch einfach nur genießen wie ich es getan habe.

      Fazit: Ein Thriller, der für mich zwischen 4,5 und 5 Sternen schwankt. Er ist nicht körperlich brutal, sondern verdient das Wort PSYCHOthriller und hat mich durch die Komplexität und unerwartete Wendungen bestens unterhalten.


      • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
      • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Viele Grüße
      Claudia

      Schaut gerne in meinen Bücher-Blog hinein: claudias-buecherregal.blogspot.com/
    • Neu

      Meinung
      Erst acht Monate ist es her, dass „AchtNacht“ von Sebastian Fitzek im März erschienen ist, schon steht der nächste Thriller des Bestseller-Autors in den Startlöchern. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, vor allem, da ich selbst kein leidenschaftlicher Fluggast bin, aber auch, weil ich gespannt darauf war, wie Fitzek nach "Passagier23" ein zweites Beförderungsmittel für den Leser auseinandernimmt. Er hat mich nicht ganz so schockieren können (wer kann das noch nach der Germanwings-Katastrophe?), aber es hat mir auf jeden Fall beim Lesen ein ungutes Gefühl bereitet.

      Vollkommen umgehauen hat mich sein neues Buch „Flugangst 7A“ leider auch dieses Mal wieder nicht – das mal direkt am Anfang. Nachdem ich „AchtNacht“ und davor „Das Paket“ zwar gut und unterhaltend, aber nicht besonders überragend fand, hatte ich auf Fitzeks Neuerscheinung gehofft und mir mal wieder ein Buch à „Die Therapie“ oder „Der Augensammler“ gewünscht. Jeder seiner Fans weiß, dass er absolut gruselige und einnehmende Bücher schreiben kann, dass er überragend sein kann, nur leider hat auch „Flugangst 7A“ das bombastische Ende missen lassen, was ich aus den oben genannten Büchern von ihm kenne. Mir fehlte einfach dieser vollkommen geflashte Moment, dieses "Das darf doch nicht wahr sein"-Gefühl, was mich beispielsweise bei "Der Augensammler" nachts wachgehalten hat.

      Trotzdem ist die Handlung mehr als spannend und wird durch mehrere sehr starke Wendungen, verschiedene Perspektivenwechsel und verwirrende, kleine Informationshäppchen auch relativ weit oben gehalten. Die Geschichte ist wie immer eher undurchsichtig und verwirrend und sobald man denkt, man hat die Lösung gefunden, ändert sich alles wieder. Das ist Fitzeks Spezialität, die er auch in "Flugangst 7A" wieder zeigen konnte. Ich frage mich ja immer wieder, wie der Autor zu solchen, teilweise sehr abstrusen, aber gut verpackten, Ideen kommt und diese schafft, in einer fast alltäglichen (bzw. alltäglich wirkenden) Situation unterzubekommen. Es ist gleichermaßen beängstigend und schockierend.

      Grundsätzlich ist die Geschichte in drei unterschiedliche Handlungsstränge unterteilt: die Geschehnisse in der Luft mit dem Psychologen Mats Krüger, die Ereignisse rund um seine entführte und in den Wehen liegende Tochter Nele und schließlich Felis Ermittlungen, die zwar eine Verflossene des Seelenklempners ist, sich aber trotzdem auf dem Boden mit Mats Zwiespalt auseinandersetzt und versucht, die Entführte zu finden. Die drei Perspektiven sind meiner Meinung nach sehr gut miteinander verknüpfen, geben ein gutes Verständnis für die umfassende Geschichte und erklären auch mühelos gerade solche Passagen, die unklar oder verwirrend wirken. Alle drei Charaktere kämpfen dabei gegen die unterschiedlichsten Bedrohungen und Ängste an, erleiden Verluste, Schmerz und Kummer und allen drei ist am Ende leider nicht wirklich ein Happy End vergönnt – zumindest hat es sich nicht so angefühlt.

      Gerade das war es, was mich, zusätzlich zu den Wendungen und der Spannung, extrem bedrückt hat. Denn sowohl Mats, als auch Nele und Feli waren mir sehr sympathisch und machten es mir einfach, mich mit ihnen identifizieren zu wollen. Gerade Mats innerer (wenn auch leider nicht äußerer) Widerstand wird sehr deutlich und seine damit verbundene wachsende Verzweiflung teilweise unerträglich. Immer wieder ist mir aufgefallen, dass auch ich mich in einem Zwiespalt befunden und mich immer wieder gefragt habe, was ich an Mats Stelle tun würde. Würde ich meine Tochter retten wollen und ein Flugzeug zum Absturz bringen oder würde ich mich gegen die Erpressung wehren und meine Tochter sterben lassen? Meiner Meinung nach hat es Fitzek dabei sehr leicht geschafft, Mats Gedanken und sein Widerstreben auf den Leser zu übertragen. Wäre ich wirklich dazu in der Lage gewesen, meine Tochter zu opfern und ein ganzes Flugzeug zu retten? Eines gegen so viele Leben? Wäre das Flugzeug dann wirklich gerettet oder würde es anders zum Absturz gebracht werden? Oder würde ich auch alles für das Leben meines Kindes tun? Ich habe während des Lesens keine Antworten darauf finden können, was mich nachdenklich zurückgelassen hat.

      Wie in all seinen anderen Büchern auch, merkt man auch seinem neuesten Werk an, wie viel und vor allem wie gut Fitzek für seinen Plot recherchiert hat und auf welche Aspekte er in der Geschichte Wert legt. Fast alle Bücher befassen sich mit wichtigen, gesellschaftlichen und (mehr oder weniger) aktuellen Faktoren, die jeden betreffen können und auf jeden von uns Einfluss nehmen können. Mischt man die aus einer sehr guten Recherche stammenden Infos mit einem Psychopathen, einem absichtlich verwirrenden Schreibstil und schon dürfen die Fitzek-Fans sein neues Buch in den Händen halten (ganz so einfach ist es natürlich nicht ;)).

      Wie oben schon angedeutet, war ich mit dem Ende leider nicht ganz so zufrieden, auch wenn der Rest der Geschichte mich mitgerissen hat. Mir war das Ende zu solide, zu leicht und letztlich auch zu rund, was meiner Meinung nach einfach nicht gepasst hat. Gerade von Fitzek bin ich kein "Jetzt wird alles gut" gewohnt, sondern eher so ein "Ihr dachtet, das war die Auflösung? Von wegen". Dieses seichte Ende hat zwar recht gut zum Buch und zu dem Abschluss der Geschichte gepasst, aber nicht zu einem typischen Fitzek.

      Für mich auch immer wieder ein Erlebnis – und deswegen auch dieses Mal eine Erwähnung wert – ist Sebastian Fitzeks leicht humorvolles, aber auch erklärendes Nachwort. Ich finde zwar nicht, dass man sich als Autor rechtfertigen muss (weder für die "kurze" Veröffentlichungszeitspanne, noch für die verrückten Ideen, die man hat), aber ich bin doch jedes Mal wieder überrascht, wie mühelos er die Bedenken seiner Fans und Leser aufgreift und Unklarheiten beseitigen möchte. Ich finde es schön, dass ihn die Meinungen interessieren, er ein offenes Ohr hat und sich Gesagtes und Gelesenes auch zu Herzen nimmt. Das macht ihn immer wieder für mich zu einem auf dem Boden gebliebenen Autor.

      Fazit
      "Flugangst 7A" ist ein sehr spannender, mitreißender Thriller, der nicht nur mit einer tollen Hintergrundrecherche, sondern auch einer umfassenden und beängstigenden Geschichte glänzt. Fitzek hat mal wieder ein interessantes Buch geschaffen, was ich zwar voll und ganz empfehlen kann, aber immer noch ein bisschen Luft nach oben hat – gerade, was das Ende betrifft.
      Daher: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      "Das, was mir am meisten leidtut, ist, dass ich erst sterben musste, um zu verstehen, wie wunderbar das Leben sein kann."
      :study: Anne Freytag | Mein bester letzter Sommer | Seite 182
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