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Jenny Colgan - Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg / Christmas at Little Beach Street Bakery

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    Weihnachten in der kleinen Bäckerei am S...

    von

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    Verlag: Piper Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 368


    ISBN: 9783492311533


    Termin: Oktober 2017

    Das Buch ist der 3. Band der Reihe (3 Teile).

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    • Jenny Colgan - Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg / Christmas at Little Beach Street Bakery

      Mount Polbearne/Cornwall. Kurz vor Weihnachten hat Polly in ihrer Bäckerei jede Menge zu tun, aber das Geld wird auch dringend gebraucht, denn es sichert Polly ihren Lebensunterhalt, da ihr Verlobter, der amerikanische Imker Huckle, mit seinem Honiggeschäft nicht so durchschlagenden Erfolg hat. Deshalb muss auch erst einmal die Hochzeit verschoben werden. Als ihre beste Freundin Kerensa Polly in ein Geheimnis einweiht, steht Polly bald in einer Zwickmühle, denn sie hat versprochen, auch ihrem Ehemann nichts verraten, und das ist Polly gar nicht recht, denn sie möchte immer ehrlich zu Huckle sein. Kerensas Geheimnis ist für Polly eine riesige Belastung, doch muss sie sich auch auf die Organisation des jährlichen Weihnachtsmarktes konzentrieren, der so einiges Geld in die Kassen spülen soll. Leider kommt alles anders als geplant und auch die Suche nach ihrem eigenen Vater hat Polly noch nicht aufgegeben. Wird es ein glückliches Weihnachtsfest in Mount Polbearne?

      Jenny Colgan hat mit ihrem Buch „Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ den dritten Teil um Polly und ihre Bäckerei vorgelegt, das einen runden Abschluss der Trilogie bietet. Der Schreibstil ist locker-leicht und flüssig, dabei warmherzig und gefühlvoll, der Leser findet sich schnell auf der kleinen malerischen Insel Mount Polbearne wieder und nimmt direkt am Leben von Polly und den anderen Bewohnern teil, wobei ihm die Gefühle und Sorgen der Einzelnen nicht verborgen bleiben. Das Inselleben wird von der Autorin auf sehr lebendige Weise beschrieben, ebenso die alltäglichen Schwierigkeiten, mit denen die Bewohner zu kämpfen haben. Die Landschaftsbeschreibungen sind bildhaft und farbenfroh gehalten, man fühlt sich sofort wohl und kann die Umgebung mit seinem Leuchtturm regelrecht vor Augen sehen.

      Die Charaktere sind in ihren Eigenheiten sehr individuell ausgearbeitet und in Szene gesetzt worden. Sie wirken sehr real und authentisch. Polly ist eine sympathische junge Frau, die all ihre Kräfte in die Bäckerei steckt, denn sie ist der Traum, den sie sich verwirklicht hat und der Erfolg haben soll. Sie ist hilfsbereit und mutig, aber auch unsicher, was die Zukunft bringen wird. Doch Polly besitzt genügend Realitätssinn und lässt den Kopf auch in ausweglosen Situationen nicht hängen, sondern schaut nach vorn. Huckle ist Amerikaner, der sich auf der Insel als Imker betätigt und einen kleinen Honigladen führt. Er ist ein netter Mann, der etwas unkonventionell und manchmal zu sorglos ist. Er lebt mehr in den Tag hinein und nimmt alles, wie es kommt. Huckle wirkt nicht gerade verlässlich, aber das mag täuschen. Papagei Nils ist auch in diesem Teil ein absolutes Highlight als Protagonist, den man als Leser einfach lieben muss. Auch alle weiteren Charaktere tragen mit ihren kleinen Episoden zur Bereicherung der Handlung bei.

      „Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ ist ein rundum gelungener Abschluss der Trilogie, wobei man jedes Buch auch sehr gut für sich allein lesen kann. Der Autorin ist es gelungen, eine schöne Weihnachtsatmosphäre zu schaffen und ihre Geschichte mit Themen wie Freundschaft, Vertrauen sowie Liebe zu füllen. Alle, die sich in die richtige Adventsstimmung bringen möchten, werden diese durch dieses Buch bestimmt finden. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

      Unterhaltsame :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: .
      Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)

      "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
      Albert Einstein

      "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
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      Lese gerade: Das Lied der Störche, Ulrike Renk

      SUB: ca. 1.800 / gelesen 2016: 150/ 57643 Seiten
    • Meine Meinung:
      Der dritte und letzte Band der Strandbäckerei-Serie erschien im Oktober 2017 als einer der ersten Weihnachtsromane der Saison. Das Cover vermittelt eine gemütliche und ruhige Weihnachtszeit. Ganz so ruhig wird es aber nicht.

      Polly freut sich auf ruhige Feiertage mit Huckle in ihrem Leuchtturm. Doch kaum haben sie einander ihre Vorfreude mitgeteilt, wird Polly zur Teilnahme des ersten karitativen Weihnachtsbazar von Mount Polbearne verpflichtet. Der Bazar wäre nicht das grösste Problem, doch die Standbetreiber müssen sämtliche Einnahmen abgeben. Das bedeutet Lohnausfall für Polly, die jeden Penny spart zur Renovation ihres Leuchtturms. Um Huckles Finanzen steht es auch nicht gut, der Honigverkauf wirft zu wenig ab und die Papageientaucher-Kolonie muss wohl schliessen, die Regierung muss sparen und streicht die Zuschüsse.
      Der Einzige, der gut bei Kasse ist, ist Reuben. Er möchte, dass Polly an den Weihnachtstagen seine Gäste bei ihm in der Villa verköstigt. Leider hat Polly zu wenig Schneid um ihm Paroli zu bieten und sich freie Tage zu gönnen. Die Bezahlung lockt und so wäre sie wenigstens bei Kerensa, die ein folgenschweres Geheimnis mit Polly teilt. Alsdann bekommt Polly einen Anruf von einer ihr fremden Frau - die Frau von Pollys unbekanntem Vater, der im Sterben liegt - von wegen also ruhige Weihnachtszeit.

      Im Vorwort erklärt die Autorin, wie sie auf die Idee zu den Büchern gekommen ist. Im ersten Kapitel werden die zwei ersten Romane zusammengefasst - und auch im Rest des Buches wird immer wieder mal auf Vergangenes zurück geblickt. Somit kann das Buch gut ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Vielleicht ist es sogar besser, wenn man die Vorgänger nicht kennt. Denn dann fällt nicht auf, dass grosse Diskrepanzen zwischen Aussagen aus Band 1 und Band 3 bestehen und kann drüber hinweg lesen.

      Im ersten Band hiess es, dass Pollys Eltern nicht reich waren (Kindle Pos 678 bei 12%), dass ihr Vater ihr oft vorgelesen hätte und an einem Herzinfarkt starb als Polly Zwanzig war (Kindle Position 529 bei 9%). Im vorliegenden Band ist Pollys Mutter Doreen alleinstehend. Aus einem Kind mit Eltern wird ein Kind mit einer alleinerziehenden verbitterten Mutter - ja was denn nun? Es bleibt der Eindruck, die Autorin hätte Pollys Biografie vergessen und einfach noch schnell umgeschrieben, damit sie in die neue Story reinpasst, zu ihren Ideen zum Thema Familie. Kleinere Differenzen kann man einem Autoren ja noch verzeihen, aber so Grundlegendes wie hier - da werden die treuen Leser echt für blöd verkauft.

      Auch zwischen Klappentext und Inhalt gibt es einen Fauxpas: "Außerdem ist da noch die leidige Frage, wer die Bäckerei weiterführen darf." Nein, diese Frage wird nicht gestellt - jedenfalls nicht im dritten Band, dies war Thema im zweiten Buch.

      Jenny Colgan wollte hier das Thema Familie und Heirat in den Vordergrund stellen, was sie mit Biegen und Brechen geschafft hat.

      Polly ist aufgrund ihrer (neuen) Biografie unsicher, ob sie Huckle heiraten will. Sie hat Angst. Doch anstatt, dass sie darüber redet, verschliesst sie sich und packt sich einen Haufen zusätzlicher Arbeit auf. Huckle interpretiert alles falsch und dies führt logischerweise zu Missverständnissen, die schlussendlich den eigentlichen Plot dieses Weihnachtsromans ausmachen.
      Polly stellt das Wohlergehen anderer über das ihrige, was man nicht immer verstehen kann. Vermeidungstaktik - sonst müsste sie sich ja erklären. Mich hat es tierisch genervt, es las sich sehr substanzlos.

      Dazu kommt, dass Kerensa und - viel mehr noch - Reuben alles dirigieren. Reuben finde ich in diesem dritten Teil einfach nur zum Kotzen, über alle Massen verwöhnt und noch überheblicher als früher. Kein Wunder bei seinen Eltern, die zu Besuch kommen. Wie Reuben hier mit Kerensa umgeht und wie er sie betitelt, macht ihn zu einem extrem unsympathischen Menschen. Ich frage mich, ob die Geschichte nicht viel stärker von einem nicht ganz so egoistischen, weniger übertrieben dargestellten Reuben profitiert hätte?

      Abgesehen von den Diskrepanzen in Pollys Familienbeschreibungen hat mir die Geschichte rund um Pollys nun unbekanntem Vater und ihrer zurückgezogen lebenden Mutter gut gefallen und wirkte ehrlich.

      Trotzdem empfand ich "Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg" sehr oberflächlich. Emotionen - ausser negative Reuben gegenüber - konnten mir nicht vermittelt werden. Es wirkte, als ob Reubens gedankenlose Art auf die anderen Figuren übertragen wurde und vieles angeschnitten, aber nicht zu Ende gedacht wurde.

      Und dann wäre da ja noch Papageientaucher Neil - ihn bekommt man, wie auch die Bewohner von Mount Polbearne, kaum zu Gesicht, da das gesamte Buch entweder im Leuchtturm, in Reubens Villa, bei Doreen zuhause oder in einem Spital spielt. Für den letzten Band hätte ich von Mount Polbearne und auch Neil gerne ein wenig mehr mitbekommen. Immerhin ist das Ende süss und vereint was zusammengehört.

      Fazit:
      Ein sich zwar flüssig lesender, aber insgesamt oberflächlicher Abschluss der Bäckerei-am-Strandweg-Serie.
      3 Punkte. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
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