Bücherwichteln auf BuecherTreff.de

Christoph Görg - Troubadour: Die Löwenherz-Verschwörung

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen


    Affiliate-Link

    Troubadour: Die Löwenherz-Verschwörung

    von

    5|2)

    Verlag: Goldegg Verlag

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 400


    ISBN: 9783990600498


    Termin: Oktober 2017

    • Christoph Görg - Troubadour: Die Löwenherz-Verschwörung

      Inhaltsbeschreibung (Quelle: amazon.de)

      Als Niki Wolff nach einem Sturz von der schneeglatten Burgmauer der Ruine Dürnstein wieder zu sich kommt, befindet er sich noch am selben Ort, aber nicht mehr in der selben Zeit: Der Kalender zeigt Januar 1193. Seine unfreiwillige Begegnung mit dem Mittelalter sorgt für amüsante Irrungen und Wirrungen, verursacht aber auch ernsthafte Komplikationen, die den Lauf der Geschichte verändern könnten. Bald schon steht Niki nicht mehr nur zwischen den Zeiten, sondern auch zwischen zwei Frauen – und zwischen den Herren von Dürnstein und ihrem prominenten Gefangenen, dem englischen König Richard Löwenherz.

      Hat Niki den Verstand verloren? Liegt er im Koma und hat einfach nur einen ungewöhnlich realistischen Traum? Oder ist er tatsächlich durch die Zeit gereist? Eigentlich will Niki nichts wie zurück nach Hause. Stattdessen hat er schon bald alle Hände voll zu tun, um zu verhindern, dass die Geschichte durch seine Anwesenheit vollkommen aus dem Ruder läuft ...


      Über den Autor (Quelle: amazon.de)

      Christoph Görg, geboren 1968 in Krems (Österreich), hätte gerne Archäologie studiert und wäre gerne Indiana Jones geworden. Tatsächlich studierte er Betriebswirtschaftslehre und wurde Steuerberater.
      Zum Ausgleich schreibt er schon seit vielen Jahren historische Kurzgeschichten. Mit "Troubadour - Die Löwenherz-Verschwörung" legt er nun seinen ersten Roman vor.


      Meine Meinung

      Nachdem Niki auf der Hochzeitsfeier seiner ersten Liebe war (die selbstverständlich jemand anderen geheiratet hat) beschließt er mit einer Flasche Wein auf die Ruine Dürnstein zu wandern, um an dem Platz an dem "alles angefangen hat" es auch zu beenden. Dabei klettert er auf einen Felsen, welcher nicht für Besucher freigegeben ist. Als kurz darauf ein starker Sturm losbricht rutscht Niki aus und stürzt woraufhin er sich ohne Erinnerung an sein bisheriges Leben im Jahr 1193 in Dürnstein befindet.
      Ich finde der Autor hat hier ein insgesamt brillantes Erstlingswerk abgeliefert. Die Charaktere sind allesamt äußerst gut dargestellt und mir fällt tatsächlich keiner ein den ich einfach nur zur Kenntnis genommen habe. Selbst bei unwichtigen Nebencharakteren hatte ich immer relativ schnell eine Meinung ob ich ihn/sie mag oder eben nicht. Die Handlung selbst geht auch relativ flüssig von der Hand, vernachlässigt dabei aber keine Details die einem die Gegend um Krems (wer sich mit österreichischer Geografie nicht so auskennt - das liegt in etwa 70km östlich von Wien). Auch die kurzen Passagen im Krankenhaus werden recht geschickt in die Geschichte mit eingebaut. Die Verknüpfungen zur Gegenwart lassen den Leser allerdings nicht mit Bestimmtheit sagen ob es sich bei der Geschichte um einen Komatraum oder eine tatsächliche Zeitreise gehandelt hat.
      Was mich überrascht hat, war dass die Figuren wesentlich aufgeklärter dargestellt wurden, als man es von dieser Zeit allgemein erwartet hätte. So hätte ich beispielsweise vermutet, dass nach einer erfolgreichen Wiederbelebung (Mund-zu-Mund Beatmung) das ganze Dorf mit Fackeln und Mistgabeln hinter dem Protagonisten her sein müsste - dies kam dann doch etwas anders.
      Weiters hat die Geschichte soweit alles, was eine Geschichte im klassischen Sinne ausmacht. Rache, Komplotte, Sex und die eine oder andere Liebesgeschichte.
      Eben eine dieser Liebesgeschichten ist der einzige Makel den ich dem Buch vorhalten könnte, da sie mir insgesamt doch etwas zu kitschig wurde, wobei wir hier von jammern auf allerhöchstem Niveau sprechen.
      Der Autor gibt weiters am Ende des Buches zu, dass gewisse Dinge nicht ganz den historischen Fakten entsprechen, er diese aber zugunsten einer "besseren" Geschichte abgeändert hat.

      Ansonsten finde ich das Buch wie gesagt rundum gelungen, freue mich bereits auf die Fortsetzung und kann deshalb nur eine Wertung vergeben:
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      In Bibliotheken fühlt man sich wie in der Gegenwart eines großen Kapitals, das geräuschlos unberechenbare Zinsen spendet.

      J.W. von Goethe


      :study: James Corey - Nemesis Spiele :study:
    Anzeige
    BuecherTreff.de in den Medien