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Milena Glimbovski - Ohne Wenn und Abfall

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    Ohne Wenn und Abfall: Wie ich dem Verpac...

    von

    3|1)

    Verlag: KiWi-Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 304


    ISBN: 9783462050196


    Termin: Oktober 2017

    • Milena Glimbovski - Ohne Wenn und Abfall

      Autorin: Milena Glimbovski
      Titel: Ohne Wenn und Abfall
      Seiten: 299
      ISBN: 978-3-462-05019-6
      Verlag: kiepenheuer & Witsch

      Autorin:
      Milena Glimbovski wurde 1990 in Sibirien geboren und kam mit ihrer Familie nach Deutschland, wo sie im Alter von 22 Jahren einen der ersten deutschen Supermärkte ohne Verpackungen gründete. Das Growdfunding, was die Finanzierung ermöglichte, war erfolgreich und inspirierte Menschen in ganz Deutschland zu weiteren Gründungen. Die Autorin ist immer noch selbst im Laden aktiv, hält Vorträge über das Leben in "Zero Waste", und lebt ohne Müll in Berlin-Neukölln.

      Inhalt:
      Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ohne überflüssige Verpackungen einzukaufen und auf Plastik zu verzichten. Wie man beim Kochen, Wohnen und im ganzen Alltag Müll sparen kann, weiß niemand besser als Milena Glimbovski. Die Gründerin des Supermarkts Original Unverpackt zeigt in diesem Buch mit praktischen tipps und Rezepten, wie man gesund und bewusst lebt und dabei auch noch etwas für die Umwelt tut. (Klappentext)

      Rezension:
      Im Meer gibt es ganze Ströme und Inseln aus Plastik, die Polarkappen schmelzen, Dürren bedrohen viele Menschen in ihren Lebensgrundlagen. Einen nicht unerheblichen Schuldanteil haben wir in unserer westlichen Welt, die wir den Planeten um seine Rohstoffe berauben und mit dem, was übrig bleibt, vermüllen. Plastik, Elektroschrott und andere Überbleibsel schädigen über Umwege wiederum unsere Flora und Fauna und gelangen so in einem Kreislauf, der auch uns letztlich zu Fall bringen könnte. Kann man bevor dies passiert, diesen Kreislauf durchbrechen? Ist es möglich weniger Müll zu produzieren oder gar ohne ihn zu leben? Milena Glimbovski hat es ausprobiert.

      Die Geschichte der Autorin kann man mit einem Satz auf den Punkt bringen. Habe eine Schnapsidee, verwirkliche sie, verdiene damit Geld und tue damit Gutes. Und das macht Glimbovski zweifellos, wenn sie jegliche Müllvermeidungsstrategie anwendet und darüber hinaus in ihrem eigenen Supermarkt Produkte anbietet, ohne lästige Verpackungen. Große Ketten bieten teilweise geschälte Mandarinen oder Bananen in Plastik verpackt an, die Autorin zeigt jedoch, wie man es richtig macht.

      Daraus entstanden ist eine Bewegung, die es in sich hat. Grün, im besten Sinne. Ökologisch nachhaltig. "Ohne Wenn und Abfall", ist Glimbovskis Geschichte, jedoch auch ein Ratgeber mit Tipps, es ihr gleich zu tun. Wie entsteht Müll? Warum ist Plastik so gefährlich? Was und wo gibt es Alternativen? Kann man bestimmte Dinge, wie kosmetik, gar selbst herstellen? Die Vorteile liegen klar auf der Hand. oft preiswerter, effektiver sind die Produkte, langlebiger sowie so und man weiß, was drin ist. Die Autorin beschreibt ihren Weg zum müllfreien leben, gibt praktische Ratschläge. Müllfrei ohne Haken?

      Das ist es nicht. tatsächlich lässt sich diese kleine Öko-Bibel flüssig lesen, da die Abschnitte kurz und nicht gerade überfrachtet sind, doch die Objektivität der Autorin lässt zu wünschen übrig. Zumal nur wenige Leser ihr Leben so radikal umstellen werden, doch manch erhobener Zeigefinger wird eher abschreckend als wohltuend wirken, auch wenn einige Vorschläge durchaus machbar sind. Die Botschaft ist klar, Milena Glimbovski schießt jedoch oft genug über's Ziel hinaus, auch wenn sie Vorbilder nennt, die es in der Zero-Waste-Bewegung noch bunter übertreiben. Ein Besuch ihres Geschäfts reicht aber vielleicht schon, um ihr und der Umwelt etwas Gutes zu tun. Wenn das passiert, hat Glimbovski auf jeden Fall schon für ein Stück Veränderung gesorgt. Positiv für alle Beteiligten.
    • findo schrieb:

      die Objektivität der Autorin lässt zu wünschen übrig. Zumal nur wenige Leser ihr Leben so radikal umstellen werden, doch manch erhobener Zeigefinger wird eher abschreckend als wohltuend wirken, auch wenn einige Vorschläge durchaus machbar sind. Die Botschaft ist klar, Milena Glimbovski schießt jedoch oft genug über's Ziel hinaus, auch wenn sie Vorbilder nennt, die es in der Zero-Waste-Bewegung noch bunter übertreiben.
      Da sagst Du etwas Wahres. Da mich das Thema der Müllvermeidung auch interessiert, habe ich die ein oder andere Leseprobe von Zero Waste - Anhängern auf mein e - book geladen und danach festgestellt, dass ich niemals im Leben einen solchen Level erreichen könnte. Allein schon z.B. dadurch, dass man nicht in einer Großstadt lebt, in der es inzwischen solche Unverpackt - Läden gibt. Ich erinnere mich noch dunkel, dass es mir beim Lesen von Karen Duves "Anständig essen" ähnlich erging. Die Alternativen, die sie dort beschrieb, waren damals jedenfalls zwar in Berlin, nicht aber in 08/15 - Hausen zu realisieren.

      Daher finde ich auch Ratgeber mit praktikablen Ansatz, ohne zu starken Selbstbezug auf die Befindlichkeiten des Autors, die bessere Wahl.
    • Ich habe den Auftritt der Autorin in "Die Höhle der Löwen" gesehen und fand sie auf Anhieb sympathisch. Unverpackt-Läden würde ich mir in kleineren Städten ebenfalls wünschen, dann würde ich diese auf jeden Fall auch besuchen. Ich befinde mich gerade in einem Wandel, glaube ich. In mir wächst das Bedürfnis heran, mehr für die Umwelt und meine Mitmenschen zu tun. Mehr Rücksicht zu nehmen, vorausschauend zu leben. Ich denke, ich werde auf jeden Fall mal reinlesen, vielleicht sind schon ein, zwei umsetzbare Tipps dabei. Danke für's Vorstellen.
      "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
      Hape Kerkeling

      "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
      Bettina Belitz - Scherbenmond
    • Zum Buch habe ich nichts zu sagen, aber zum Thema: Jetzt fangen bekanntlich Discounter und Supermärkte an, loses Gemüse und Obst zu verkaufen. ABER: Solange Plastiktütchen da hängen, angeboten und von den Kunden genutzt werden, ist die Chose sinnlos. Dann kann man doch gleich das plastikverpackte Zeug kaufen. #-o

      Würde man sich darauf verlassen, dass Kunden mitdenken und Transportbehälter mitbringen, wäre es optimal, aber wir sind all die Jahre hindurch so verwöhnt worden, dass der Verkäufer für Transportverpackung zuständig ist, dass wir vergessen, selbst dafür zu sorgen. Umerziehung bleibt angesagt. Aber was bei den Plastiktüten an den Kassen ziemlich gut klappt, könnte vielleicht irgendwann auch bei Obst und Gemüse klappen.

      Wobei: Wer sich jemals die Straßenränder und -gräben in Südeuropa oder Afrika angesehen hat, weiß, dass es unter dem Strich nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, was wir hierzulande mit Mülltrennung und -vermeidung erreichen können. :(
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
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