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Wie Buch als Neuautor verlegen lassen? Bitte um Erfahrungen

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    • Wie Buch als Neuautor verlegen lassen? Bitte um Erfahrungen

      Einen schönen Sonntagabend an alle. Hat hier jemand Erfahrungen damit, wie man ein Buch verlegen lassen kann? Und das aber als komplett unbekannter Autor...welcher Verlag gibt denn heutzutage noch Newcomern eine Chance? Ich schreibe schon seit vielen Jahren eigene Kurzgeschichten, die ich nun gerne als Buch irgendwie verlegen lassen möchte. Natürlich nur, wenn sie auch bei einem Verlag gut ankommen. Die Frage ist halt, an wen ich mich am besten wenden könnte. Ich bin etwas planlos und auch in meinem Freundes- bzw. Bekanntenkreis gibt es niemanden, der sich damit auskennt. Soll ich einfach Hunderten Verlagen mein Manuskript senden und auf eine (bestenfalls positive) Rückmeldung warten, oder soll ich mir lieber ein paar wenige gezielt raussuchen und dort mein Glück probieren? Ich würde mich sehr über Erfahrungen freuen. Danke schon mal!
    • Große Publikumsverlage kannst du schon mal von vornherein ausschließen, denn diese bekommen die meisten Autoren über Literaturagenten. Bei kleineren Verlagen kannst du es natürlich versuchen, aber du solltest erst einmal schauen, ob diese überhaupt in deinem Genre veröffentlichen. Wenn nicht, kannst du dir das Zusenden auch sparen. Ebenfalls solltest du solche Verlage ausklammern, bei denen du irgendetwas bezahlen musst. Ein seriöser Verlag nimmt kein Geld vom Autor, weder für Lektorat noch Korrektorat noch Druck. Schau dir die Bücher an, die bei dem von dir anvisierten Verlag zum Verkauf stehen. Sind sie qualitativ auf hohem Niveau (auch schon in der Covergestaltung) oder gibt es Bücher, bei denen schon die Leseprobe vor Fehlern und Stilmängeln strotzt? Auch letztere kannst du ausklammern.
      Es gibt im Übrigen Firmen, die sich Verlag nennen, die auch das schlechteste Manuskript über den grünen Klee loben. Ein Lob eines solchen Verlages, kann man in die Tonne kloppen.

      Aber warum willst du überhaupt über einen Verlag veröffentlichen? Wenn du nur sehen willst, wie deine Bücher bei anderen ankommen, kannst du zuerst einmal eine Plattform wie Bookrix.de oder Neobooks.de aufsuchen und deine Geschichten kostenlos veröffentlichen. Wenn du dann merkst, dass deine Werke gut ankommen, kannst du dich immer noch dazu entschließen, deine Bücher mittels einer dieser Plattformen zu verkaufen. Wenn du deine Bücher verkaufen willst, solltest du darauf achten, dass die Geschichten fehlerfrei sind, denn es gibt Leser, die so etwas bemängeln. Wenn man auf gute Rezensionen abzielt, die ja auch verkaufsfördernd sind, muss man die Bücher auf einen entsprechenden, verlagsähnlichen Stand bringen. Selfpublishing hat zwar den Nachteil, dass man sich selbst um alles kümmern muss, was einem sonst der Verlag abnimmt (Cover, Lektorat, Korrektorat, Werbung), andererseits hat es den Vorteil, dass man unabhängig ist und vor allem selbst bestimmt, wie viel einem das Buch einbringt (sofern es verkauft wird).
      "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt."(Simon Stiegler)
      Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein
    • Hi pingpong,

      pingpong schrieb:

      Soll ich einfach Hunderten Verlagen mein Manuskript senden
      Kurz und knapp: Nein. :wink:
      Wie @Divina schon gesagt hat, ordne dein Werk erstmal ein und suche dann gezielt (seriöse) Verlage, zu deren Programm es am besten passen könnte.
      Für komplette Anfänger sind dabei kleine, regionale Verlage mit Sicherheit vorzuziehen, da sie insgesamt weniger Bücher herausgeben, ihr Autorenstamm kleiner ist und somit für Neueinsteiger die Chance größer ist, eine Nische für sich zu finden. Außerdem ist die persönliche Kontaktaufnahme deutlich leichter.

      Eine Literaturagentur zwischenzuschalten, die dann die Weitervermittlung übernimmt, wäre eine andere Option. Allerdings ist das Problem ähnlich wie bei den Verlagen, große Agenturen nehmen Autoren ebenfalls häufig nur auf Empfehlung auf und sie sind meistens auf bestimmte Themenbereiche spezialisiert.

      Eine andere Herangehensweise wäre, erstmal bei Schreibwettbewerben oder Schreibwerkstätten von Autoren mitzumachen. Bei einem Verlag kassiert man nur eine Absage, erfährt aber so gut wie nie, woran es gelegen hat. Hier bekommt man direkte, kreative Rückmeldungen.
      Wenn man erfolgreich ist, kann man sich so hocharbeiten und Kontakte in der Branche knüpfen.
      Vielleicht wäre es auch eine Überlegung wert, nicht direkt zu versuchen ein ganzes Buch zu veröffentlichen, sondern erstmal anzustreben eine Geschichte in einer Zeitschrift oder einem sonstigen Sammelwerk unterzubringen.
      O:-) "Lieber Gott, wenn ich groß bin... weiß ich dann alles?"

      2017 gelesen: 11 gehört: 20 aktiver SUB: 68 :-?
    • Pickwick schrieb:

      Vielleicht wäre es auch eine Überlegung wert, nicht direkt zu versuchen ein ganzes Buch zu veröffentlichen, sondern erstmal anzustreben eine Geschichte in einer Zeitschrift oder einem sonstigen Sammelwerk unterzubringen.
      Das halte ich auch für eine gute Idee. Wenn Du ganz kurze Geschichten hast, @pingpong, dann könntest Du es auch mal bei Literaturautomaten versuchen. Hier wurde zum Beispiel mal eine Geschichte von mir veröffentlicht, die hatte ich allerdings speziell dafür geschrieben, was bei einer Begrenzung von 3000 Zeichen eine hübsche Herausforderung war.
      Ansonsten steht Dir, wie von @Divina schon geschrieben, der Weg des Selfpublishing offen.Hier findest Du eine Liste mit einigen Anbietern, ihren Konditionen und Leistungen. Sie ist nicht mehr 100% aktuell, aber für einen ersten Überblick dürfte sie reichen.
      Meine öffentliche Akte: www.rene-bote.jimdo.de oder bei Facebook
    • Ich würde dir empfehlen, zuerst Bewerbungen an Literaturagenten zu schicken. Eine Liste aller Literaturagenten findest du auf der Seite der Frankfurter Buchmesse, Informationen, welche Genres die Agenten vertreten und wie die Bewerbungen bei ihnen aussehen müssen, findest du dort. Bei einem Literaturagenten weißt du nach spätestens 3 Monaten ob er daran interessiert ist, dich zu vertreten. Findest du einen Agenten, hat der die besten Karten, für dein Werk einen passenden Verlag zu finden und er handelt auch vorteilhafte Verträge für dich aus, die die 15-20% Beteiligung, die der Agent bekommt, in der Regel wert sein sollen. Willst du die Veröffentlichung über einen Agenten versuchen, solltest du keinesfalls vorher selbst an irgendeinen Verlag herantreten, denn für Agenten bist du damit meist schon uninteressant.

      Will dich kein Agent, kannst du es noch immer direkt bei Verlagen versuchen (aber bitte auf Seriosität achten und nicht auf Bezahlverlage hereinfallen). Da sind dann viele Bewerbungen an passende Verlage (und nur an die) sicherlich von Vorteil und bei kleineren Verlagen hast du etwas weniger schlechte Chancen als bei großen. Anders als Agenturen prüfen die meisten Verlage die überwiegende Mehrzahl der nicht angeforderten Einsendungen überhaupt nicht und wenn doch, kann es ewig dauern, bis es dazu kommt.

      Bevor du an irgendwen herantrittst, sorge auf jeden Fall dafür, dass dein Werk perfekt ist.

      Selfpublishing ist natürlich immer eine Alternative. Aber: Du kannst ziemlich sicher davon ausgehen, dass kein Verlag mehr Interesse an einem Buch hat, das bereits auf diesem Weg veröffentlicht ist.
    • Ein guter Anfang wäre es ein paar deiner Geschichten schon mal vorab jemanden zum Lesen zu geben und dann die Reaktionen darauf zu sehen. Das kann man wie @Divina sagt über einige Internetseiten machen, man könnte aber auch einen Blog machen oder vielleicht sogar eine Facebookseite erstellen. Da kann man dann nach und nach immer ein paar Geschichten posten. Glaube ein wenig Feedback ist für einen Autor mit wenig Erfahrung sicher immer eine Hilfe.
      Sicher ist ein Verlag super, denke aber die Chancen stehen dafür nicht besonders gut. Ich finde es macht auch nichts wenn man es bei vielen Verlagen versucht, vorausgesetzt natürlich immer der Verlag veröffentlicht dein Genre. Vielleicht hat man ja Glück und es wird etwas.
    • Martin Hühn schrieb:

      Selfpublishing ist natürlich immer eine Alternative. Aber: Du kannst ziemlich sicher davon ausgehen, dass kein Verlag mehr Interesse an einem Buch hat, das bereits auf diesem Weg veröffentlicht ist.
      Auch wenn ich Dir in allen vorherigen Punkten zustimme, @Martin Hühn, in diesem ändert es sich gerade in der Verlagswelt sehr. Auf der Messe wurde ich mit diesem Wandel gleich mehrfach und in nicht unbedeutenden Maßstäben bekannt gemacht. Ist off-Topic, wollte ich aber nicht ungesagt lassen :wink:
    • Raiko Oldenettel schrieb:

      Martin Hühn schrieb:

      Selfpublishing ist natürlich immer eine Alternative. Aber: Du kannst ziemlich sicher davon ausgehen, dass kein Verlag mehr Interesse an einem Buch hat, das bereits auf diesem Weg veröffentlicht ist.
      Auch wenn ich Dir in allen vorherigen Punkten zustimme, @Martin Hühn, in diesem ändert es sich gerade in der Verlagswelt sehr. Auf der Messe wurde ich mit diesem Wandel gleich mehrfach und in nicht unbedeutenden Maßstäben bekannt gemacht. Ist off-Topic, wollte ich aber nicht ungesagt lassen :wink:
      Nach dem, was ich zugegebenermaßen nur gelesen, nicht selbst erlebt habe, ist es eher so, dass Verlage weniger bereits veröffentlichte Bücher neu herausbringen, dafür aber Autoren mit neuen Büchern ins Programm nehmen, die mit ihren Selbstveröffentlichungen bewiesen haben, dass sie beim Publikum ankommen. Korrigiere mich bitte, wenn ich da falsch liege, Raiko.
      Meine öffentliche Akte: www.rene-bote.jimdo.de oder bei Facebook
    • Ich bin mir da nicht ganz sicher, @Kurier. Es ist ja eine legitime weiterführende Frage. :-k Martin wollte ich erst einmal unabhängig darauf hinweisen, dass es nicht mehr strikt so ist, dass der vorherige SP-Versuch eines Buchs die Verlage zurückschrecken lässt. Was Deine Frage betrifft, so müsste ich direkt in Zahlen Vergleiche ziehen können zwischen diesen Werken und der Kategorie nachfolgender Romane bei "angekommenen" Autoren aus dem SP in einem Verlagsprogramm. :-k Hm. Schwierig. Ich lehne mich da mit jeder Einschätzung zu weit aus dem Fenster. Man müsste einerseits wissen, wer noch unter dem vorherigen Autorennamen das neu aufgelegte Werk verwendet, oder gar mit neuem Titel oder mit Pseudonym den zweiten Anlauf nimmt. Dann wiederum müsste man wissen, ob diejenigen, die von den Verlagen ins Programm genommen werden, auch bei Verlagen bleiben oder nur an Projekten orientiert diesen Weg wählen. Du siehst, da herrscht viel Fluktuation und man hat von den Daten her viele kleinere Gruppen, die man untereinander vergleichen könnte. Daher muss ich hier auch nicht "korrigieren", denn Du könntest sehr richtig liegen oder eben nur knapp an der Wahrheit vorbei. Ich hoffe, Du siehst es mir nach.
    • Hallo zusammen und zuerst ein riesiges Dankeschön an alle für die Antworten.
      Ich habe schon den ein oder anderen Text veröffentlicht, z.B. in unserer Schülerzeitung. Bis jetzt habe ich immer recht positives Feedback bekommen, daher dachte ich, ich könnte es mal mit einem Buch probieren. Es gibt ja eigentlich viele Möglichkeiten, ein Buch verlegen zu lassen. Am liebsten wäre mir natürlich ein Verlag, der mir auch mit allem Drum und Dran hilft (ich glaube, das können hier alle gut nachvollziehen :-)). Immerhin wäre es meine erste „eigene Veröffentlichung“, ich möchte mir also nicht gleich meinen Namen ruinieren, falls schlimmstenfalls etwas in die Hose geht. Ich habe am Wochenende mit meiner Tante geredet und wie es der Zufall wollte, hatte sie einen Tipp parat (allerdings aus zweiter Hand). Sie meinte, dass eine Bekannte von ihr bei einem Dienstleistungsverlag relativ erfolgreich ein Sachbuch veröffentlicht hat. Ich werde mich jedenfalls mal über alle Möglichkeiten gründlich informieren. :-)
    • Halt und Stopp und überhaupt! Schülerzeitung? Erstlingswerk? Dienstleistungsverlag? Hier schrillen alle Alarmglocken bei mir. Wenn Du zwischen 18 und 24 sein solltest und Dich nicht an die Verlagswelt herantraust, dann eben kurz die Pausetaste drücken. So. Das ist besser. Ich möchte nämlich noch ein Wörtchen sagen, bevor jemand Geld von Dir nimmt, weil Du gerne ein Buch von Dir gedruckt haben willst. Ich würde gerne sagen, dass nämlich alles seine Zeit hat. Dass Du noch lange nicht anfangen musst über Maßnahmen nachzudenken, bevor Du es nicht bei den Verlagen versucht hast und dass eben mit dem Schreiben und Veröffentlichen auch stets ein gewisser Grad an Erfahrung dazugehört. Verbrenn Dich nicht an jeder Herdplatte, weil andere meinen, diese Erfahrungen müsste man selbst machen. Das wäre sehr schade. Stell uns doch lieber einmal eine Kurzgeschichte vor und wer weiß? Vielleicht gibt es ja jemanden hier, der genau sagen kann, wo Du eigentlich zuerst schauen solltest. Und jetzt auf Play und gründlich informieren zu den Dienstleistern, dann aber auch zu DKZ-Verlagen und den Tricks mancher Leute im Internet. Dann hast Du ein besseres Gesamtbild :)
    • pingpong schrieb:

      ich möchte mir also nicht gleich meinen Namen ruinieren, falls schlimmstenfalls etwas in die Hose geht
      Für diesen Zweck würde ich ein Autorenpseudonym nutzen. Mark Twain hieß schließlich auch nicht so, sondern Samuel Langhorne Clemens, und Lewis Caroll hatte im Pass Charles Lutwidge Dodgson stehen. Auch aktuelle bekannte Autoren verwenden durchaus unterschiedliche Pseudonyme, z. B. wenn sie mal abseits ihrer üblichen Genres etwas ausprobieren wollen. Deinen echten Namen kennt dann nur der Verlag/Dienstleister, und Du kannst ihn wechseln.

      pingpong schrieb:

      Sie meinte, dass eine Bekannte von ihr bei einem Dienstleistungsverlag relativ erfolgreich ein Sachbuch veröffentlicht hat
      Da kannst Du, wie @Raiko Oldenettel schon schrieb, mit Verlaub ziemlich übel auf die Schnauze fallen. Wenn die Zahlen, die ich im Kopf habe, stimmen, dann erscheinen in Deutschland jährlich ca. 80000 Bücher neu, Übersetzungen ausländischer Werke nicht mitgerechnet. "Erfolg" ist natürlich immer Definitionssache, er hängt davon ab, welche Ziele man sich steckt, aber dass von den 80000 Büchern nicht jedes seinen Autor ernähren kann, dürfte klar sein. Verbrenn Dir also nicht die Finger, indem Du große Geldbeträge ausgibst, die Du wahrscheinlich nicht wieder reinkriegst.

      Ich hab ja weiter oben schon eine Liste mit Dienstleistern verlinkt, die Dein Buch für vergleichsweise kleines Geld dem Buchhandelskunden zugänglich machen. Ich werde mal etwas konkreter mit meinen eigenen Erfahrungen, ich veröffentliche über BoD und zahle dort maximal 19€ Einrichtungsgebühr, wenn ich mich um die Gestaltung des Buchs komplett selbst kümmere. Den Ladenpreis und damit meine Marge lege ich selbst fest, einen Preisrechner gibt es auf der Website. BoD stellt dann die ISBN zur Verfügung und listet das Buch in Katalogen, aus denen Buchhandel und Onlineshops ihre Kataloge bestücken; damit kann ein Ebook in allen relevanten Shops gekauft und eine gedruckte Ausgabe bestellt werden (BoD = Book on Demand, jedes Exemplar wird erst auf Bestellung gedruckt). Auch um solche Kleinigkeiten wie die Pflichtexemplare für die Deutsche Nationalbibliothek muss ich mich nicht selbst kümmern. Das Copyright bleibt übrigens bei mir.

      Ich hoffe, ich konnte Dir so einen Weg aufzeigen, Dein Buch in den Handel zu bringen, ohne ein nennenswertes Risiko einzugehen. So weit ich weiß, ist das Verfahren bei den anderen Dienstleistern in der verlinkten Liste gleich oder ähnlich, Preise und Umfang der Dienstleistung schwanken etwas, ich bin nur bei dem einen Beispiel geblieben, weil ich damit eben persönliche Erfahrungen habe.
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    • pingpong schrieb:

      daher dachte ich, ich könnte es mal mit einem Buch probieren
      :-k Das klingt, als wäre das Buch noch nicht geschrieben. Ich würde erst einmal schreiben und mich dann nach einem Verlag umsehen.

      (Sorry, wenn ich Dich falsch verstanden habe. 8-[ )
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Kurier schrieb:


      Ich werde mal etwas konkreter mit meinen eigenen Erfahrungen, ich veröffentliche über BoD und zahle dort maximal 19€ Einrichtungsgebühr, wenn ich mich um die Gestaltung des Buchs komplett selbst kümmere.
      Ich glaube aber kaum, dass es bei den 19€ bleibt, schließlich muss man ja auch noch einen Lektor beauftragen, das Cover gestalten,... Wenn du das alles selbst machst, gut, dann bist du in einer glücklichen Lage, wenn man da aber auf Pingpong eingeht dann ist das wohl eher nicht der Fall. Wenn man an seinem ersten Buch sitzt glaube ich nicht es lässt sich alles in vorhinein berücksichtigen, da kommen ja Dinge auf einem zu, die man so nicht gedacht hätte.
      Ich habe mal eine Gegenüberstellung von den Kosten für Selfpublishing und Dienstleistungsverlag gesehen, finde es jetzt im Netz nicht auf die Schnelle. Da wird jeder Posten aufgezeigt den man abhandeln muss, im Endeffekt ist da nicht wirklich ein Unterschied, glaube sogar die Kosten für den Dienstleistungsverlag sind geringer. Wenn also die Kosten ca. gleich sind, warum sich dann um alles selbst kümmern wenn einem z.B. der Novum Verlag die Hilfe anbietet?

      In Pingpongs Lage sollte man doch zuerst sein Buch schreiben, ob es letztendlich zu einer Veröffentlichung kommt oder nicht ist ja egal, Hauptsache man hat Spaß am Schreiben. Wenn dann immer noch der Wünsch besteht zu veröffentlichen wendet man sich an Verlage und hofft genommen zu werden, wenn nicht muss man sich umsehen und abwiegen. Glaube aber niemand hier rät dazu ein Buch einfach so ins Internet zu stellen ohne es auf etwaige Fehler zu prüfen oder selbst ein Cover und Titel auszuwählen wenn man nicht wirklich weiß was der Markt will und was Menschen anspricht. Daher muss man sich da ja auch in irgendeiner Art und Weise daran beteiligen, da glaube ich kommt man mit 19€ nicht wirklich hin wenn man es ernsthaft angehen will.
    • Ersoi schrieb:

      Ich habe mal eine Gegenüberstellung von den Kosten für Selfpublishing und Dienstleistungsverlag gesehen, finde es jetzt im Netz nicht auf die Schnelle. Da wird jeder Posten aufgezeigt den man abhandeln muss, im Endeffekt ist da nicht wirklich ein Unterschied, glaube sogar die Kosten für den Dienstleistungsverlag sind geringer. Wenn also die Kosten ca. gleich sind, warum sich dann um alles selbst kümmern wenn einem z.B. der Novum Verlag die Hilfe anbietet?
      Kosten für einen Zuschussverlag kannst Du diesem Artikel aus dem Spiegel entnehmen. Der ist zwar von 2009, aber als Einstiegslektüre durchaus brauchbar. Falls Du nicht alles lesen willst, von einem Ausreißer nach unten (2900€) abgesehen, bewegen sich die Preise im Rahmen von gut 8000 bis über 30000 Euro. Da kommst Du erstens doch billiger weg, wenn Du die Leistungen, die Du brauchst, sorgfältig selbst einkaufst, und vor allem muss man natürlich auch die konkrete Ausgestaltung der angebotenen Leistungen dem gegenüberstellen, was man haben will und machen würde, wenn man alles selbst in die Hand nimmt.

      Ersoi schrieb:

      Wenn du das alles selbst machst, gut, dann bist du in einer glücklichen Lage
      Das bin ich in der Tat, und da mache ich auch kein Geheimnis draus. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht, und ich nehme gerne die Herausforderung an, die es mit sich bringt, das gesamte Drumherum selbst zu machen. Wer sagt, dass @pingpong das nicht ähnlich sieht?

      Ersoi schrieb:

      In Pingpongs Lage sollte man doch zuerst sein Buch schreiben
      Lies noch mal genau den Eingangspost:

      pingpong schrieb:

      Ich schreibe schon seit vielen Jahren eigene Kurzgeschichten, die ich nun gerne als Buch irgendwie verlegen lassen möchte.
      Das Buch hat er schon, beziehungsweise die Geschichten, die er in gesammelter Form als Buch veröffentlichen möchte.
      Meine öffentliche Akte: www.rene-bote.jimdo.de oder bei Facebook
    • Danke für die Antworten, und ja, das Manuskript steht, aber es ist sicher noch verbesserungswürdig.
      Dass mit dem Pseudonym ist natürlich einen Versuch wert. :) Trotzdem möchte ich schon ein ordentliches Buch auf den Markt bringen. Ich glaube einfach, dass ich generell viel von einem Verlag lernen kann und mich interessiert die Verlagswelt sowieso sehr und kann mir auch mal vorstellen, da mal beruflich Fuß zu fassen.

      Kurier, mir macht das Schreiben auch sehr viel Spaß, jedoch gehört zu einem Buch weit mehr, als nur das Schreiben – wie würde es man sonst in eine Buchhandlung schaffen, z.B.?
      Ersoi, ja ich sehe das genauso wie du. Als unerfahrene Autorin kann ich nicht wirklich einschätzen, welches Cover oder welcher Titel gut ankommen wird. Ich bräuchte selbst bei diesen Dingen eine gewisse Hilfestellung. Hast du denn schon bei dem Novum Verlag ein Buch veröffentlicht oder woher kennst du den Verlag?
    • Irgendwie bringt man es sicher auch alleine hin, es ist dann aber eben nur irgendwie.
      Denke die Menschen, die sich damit mehr auseinandersetzen machen schon aus guten Grund ein gewisses Bild auf das Cover, verändern den Titel oder ändern auch nur die Schriftgröße. Wenn man da nicht weiß was verlangt oder gewünscht ist dann glaube ich macht man es sich nicht gerade einfacher sein Buch an den Mann/Frau zu bringen. Das mögen vielleicht nur Kleinigkeiten sein doch bei der Fülle an Büchern ist es dann vielleicht auch wieder entscheidend.
      Nein ich habe noch nichts veröffentlicht, dazu brauche ich noch viel Übung. Habe mir deren Blog durchgelesen, da stehen viele und gute Tipps drinnen und es sind auch immer interessante Artikeln zu lesen. Schau da immer wieder mal rein. Die Tipps kann man auch befolgen wenn man nicht dort veröffentlichen will. Informationen sollte man sich von überall holen, gerade wenn man noch unerfahren am Anfang steht und noch alles vor sich hat.
    • Ich bin jedoch niemand, der sich gerne im Ungewissen herumtreibt. :-) Kompetente Hilfe wäre mir da am liebsten. Ich denke nämlich auch, dass es bei solchen Faktoren wie Cover und Klappentext auf jede Kleinigkeit ankommt. Nur dann hat man auch die Chance, dass sich der Leser das Buch näher ansieht und im Idealfall auch kauft. :-) Danke für den Tipp mit dem Blog, den habe ich mir schon durchgelesen. Ich habe den Verlag auch schon kontaktiert und ich bin schon so gespannt, wie mein Manuskript (bzw. ein Teil davon) bei ihnen ankommen wird. :-)
    • pingpong schrieb:

      Hast du denn schon bei dem Novum Verlag ein Buch veröffentlicht oder woher kennst du den Verlag?
      Verlage, die Geld für die Veröffentlichung nehmen (von minimalen Gebühren im Selfpublishingbereich mal abgesehen) gelten generell als unseriös. Es ist verbreitete Überzeugung, dass

      - man da viel Geld los wird
      - es als seltene Ausnahme betrachtet werden muss, wenn jemand dieses Geld durch Verkäufe auch nur annähernd wieder herein bekommt
      - diese Art der Veröffentlichung i.d.R. kaum Bekanntheit bringt
      - die Veröffentlichung eines Manuskripts in einem DKZV der Reputation als Autor schadet (was Literaturagenten und seriöse Verlage auch bei künftigen Publikationen gegen dich einnehmen kann)

      Seriöse Verlage (übrigens auch seriöse Literaturagenten) leben davon, dass sie gute Manuskripe vermarkten. Sie nehmen nur, was gut ist und versuchen es vor der Veröffentlichung noch ein wenig zu verbessern, weil sie nämlich Miese machen, wenn sie nicht wenigstens einige Tausend Bücher verkaufen können. Ein DKZV verdient sein Geld, indem er sich vom Autor bezahlen lässt und muss keine Bücher verkaufen, ob sie Qualitäten haben, kann ihnen egal sein. Um noch etwas zu lernen, ist ein DKZV also in der Regel die schlechteste Möglichkeit.

      Also noch einmal ganz deutlich:

      Wenn du deine schriftstellerischen Fähigkeiten verbessern willst, dann übe oder investiere dein Geld in Schreibkurse aber bleibe weg von den Verlagen (denn alle, die dann Interesse an deinem Buch haben, wollen nur dein Geld).

      Wenn du deine vielleicht noch in mancher Hinsicht unvollkommenen Geschichten veröffentlichen willst, dann gibt es dafür ganz umsonst Selfpublishing (bei Amazon/CreateSpace sind z.B. auch gedruckte Werke umsetzbar, ohne dass du auch nur ein einziges kaufen müsstest, da jedes einzelne Buch erst nach Bestellung produziert wird). (Übrigens: Bei einer Sammlung von Geschichten würde ich dir diesen Weg generell ans Herz legen. Oder hast du in irgendeiner Buchhandlung schon einmal eine Geschichtensammlung von einem Neuautor stehen sehen? Nein? Ich auch nicht.) Wenn du dein Ebook online umsonst anbieten willst, kannst du das zum Beispiel über einen Distributor wie Bookrix (natürlich auch für dich kostenlos) tun, du kannst aber ruhig auch etwas Geld dafür verlangen. Übrigens: Du kannst dich beim Cover und beim Titel auf den Kopf stellen, ernsthafte Summen wirst du damit erst einmal (sehr warhscheinlich) nicht verdienen. Dieser Veröffentlichungsweg schadet dir aber auch eher nicht und kostet dich auch nichts.

      Willst du dein Buch aber in Buchhandlungen sehen, brauchst du einen seriösen Verlag und um einen zu bekommen, muss das Manuskript gut sein, woraufhin du es noch 10x überarbeitest, bis es sehr gut ist.
    • Ich bin ja ganz bei dir, es gibt Wege bei denen man für eine Veröffentlichung nichts zahlen muss. Im Vorfeld muss man aber schon etwas zahlen, das muss man doch ebenfalls einrechnen. Was bringt es mir wenn ich für die Veröffentlichung nichts bezahle aber ich für den Lektor etwas zahlen muss usw.. Unterm Strich gibt man etwas aus um dann eben sein Buch "gratis" veröffentlichen zu können. Ich glaube nicht, dass man irgendjemanden empfehlen kann ein Buch einfach so ins Internet zu stellen, mit allen Fehlern und allen Fragen die offen bleiben.
      Meiner Meinung nach ist ein DKZV ein Verlag, der Geld möchte damit er dein Buch druckt ohne jegliche sonstige Leistung. Wenn man sich aber ansieht was da etwas beim Novum Verlag geboten wird, um bei dem Beispiel jetzt zu bleiben, dann bekommt man da ja mehr als nur den Druck. Da ist in den Paketen ja noch zusätzlich etwas drinnen. Man bekommt einen Lektor, Cover wird gestaltet,...
      Daher verstehe ich nicht wieso es auf der einen Seite gut sein soll wenn man alle Posten selbst bezahlt und sich auch selbst darum kümmert jemanden zu finden, es jedoch nicht gut sein soll wenn das jemand für einen macht und man gleich alle Posten unter einem Dach hat?
      Vorausgesetzt natürlich man bekommt solche Dienstleistungen.
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