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Marc-Uwe Kling - Qualityland

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    QualityLand

    von

    4.5|5)

    Verlag: Ullstein eBooks

    Bindung: E-Book Download

    Seitenzahl: 385


    eISBN: 9783843715973


    Termin: September 2017

    • Marc-Uwe Kling - Qualityland

      Willkommen in Qualityland, einem Land das vollkommen digitalisiert und alles Ok ist. Wo du dir keine Sorgen ums einkaufen machen musst, weil Lebensmittel und andere Dinge automatisch nach deinen Bedürftnissen zu dir nach Hause geliefert werden, wo Online der perfekte Partner für dich gefunden wird oder die Autos alle selbstfahrend sind. Alles wird von Maschinen bestimmt und berechnet und dein Leben wird vom Internet begleitet. Doch ist das Leben wirklich so schön wie es klingt? Peter ist Schrottwarenhändler und bekommt eines Tages ein Produkt zugeschickt mit dem er so gar nichts anfangen kann. Da beschleicht ihn die Frage, ob vielleicht mit seinem Profil in der Gesellschaft nicht stimmt und beginnt das Ganze zu hinterfragen. Wenn im System wirklich alles so perfekt ist, wie es immer den Anschein hat, wieso werden dann so viele Maschinen zu Peters Schrottpresse gebracht? Zusammen mit ein paar ausgemusterten K.I´s macht sich Peter auf, gegen das System und seine vorgegebenen Meinungen zu kämpfen.

      Ich war schon begeisteter Leser der Känguru-Chroniken, weshalb für mich klar war, dass ich Marc-Uwe Klings neuestes Werk unbedingt lesen musste.

      Wer den Autor kennt liebt und schätzt seinen humorvollen, satirischen Schreibstil. Auch Qualitiyland nimmt in gewisser Weise unsere heutige Gesellschaft aufs Korn, denn auch wir sind schon viel zu viel von der Digitalisierung in Beschlag genommen. Qualityland könnte demnach unsere überspitze Zukunft sein. Mit viel Witz werden wir durch eine Welt geführt, die erschreckend real wirkt.
      Toll fand ich das Qualitypad Pink, dass die Identität des Kängurus hatte.

      Qualitiyland bringt einen selbst zum nachdenken und ist für mich defintiv eines der Lesehighlights diesen Jahres.
    • Willkommen in QualityLand, einem Land in naher Zukunft, wo das Leben durch Algorithmen optimiert wurde - egal ob dieses das Einkaufsverhalten oder die Partnersuche betrifft. Peter Arbeitsloser vermutete jedoch, dass das System fehlerhaft ist. Dieses wird zwar kategorisch ausgeschlossen, Widerworte werden nicht akzeptiert, aber wie ist es dann möglich, dass es Drohnen mit Flugangst und Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung gibt? Außerdem empfindet er Werbung und vorgeschlagene Produkte, die aufgrund seines Profils ermittelt wurden, nicht immer für passend. Doch niemand glaubt ihm, alle vertrauen blind dem System.

      Marc-Uwe Kling ist vielen sicherlich bereits durch die Känguru-Trilogie bekannt. Ich habe diese Werke jedoch noch nicht gelesen, daher war es mein erster Kling-Roman. Er hat eine Zukunftssatire über die Entwicklung der digitalen Welt geschrieben. Ich hatte bisher noch nicht viel Erfahrung mit diesem Genre und bin auch immer noch nicht sicher, ob mir dieses wirklich liegt, denn es wirkt schon ziemlich skurril.

      Gut gefällt mir, wie Kling direkt mit dem Finger immer wieder genau in offene Wunden piekt. So greift er aktuelle Themen aus unserem Alltag aus. Die Werbung á la „Diese Produkte passen zu Ihnen“, die Vorurteile, dass alle Straftaten von Ausländern begannen werden, oder Online-Dating, das in seiner Welt so normal geworden ist, dass man sich schämen muss, wenn man sich real kennengelernt hat. Unboxing-Videos nimmer er auf die Schippe, genauso wie Fake-News, die bewusst eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit zu erregen.

      Auch wenn Kling uns einen Zukunftsroman geschrieben hat, spürt man das erschreckende Szenario recht deutlich, denn so weit hergeholt fühlt sich vieles nicht an. Er hat Tatsachen einfach nur ein oder zwei Stufen weitergetrieben und schon befinden wir uns in einer Welt, in der der digitale Anteil am größten ist, Menschen abstumpfen und es akzeptieren, dass ihnen nur noch Neuigkeiten angezeigt werden, die das System für sie als interessant ermittelt hat. Einen Blick über den Tellerrand hinaus gibt es nicht mehr.

      Da es in Klings Roman um Personalisierung geht, hat er auch sein Buch etwas personalisiert. Daher gibt es zwei Varianten: die dunkle Edition für Apokalyptiker und die helle Ausgabe für Optimisten. Der eigentliche Inhalt ist identisch, nur die Zwischenkapitel in denen er u.a. Nachrichten aus QualityLand und Werbung platziert, unterscheiden sich. Am Ende des Romans gibt es einen Link zu einer Website, auf der man die Zwischenkapitel der anderen Edition nachlesen kann, falls man dieses möchte.

      Fazit: Ich finde es sehr gut, wie Kling auf aktuelle Probleme hinweist und diese satirisch umsetzt. Auch der Bezug zur heutigen Realität gefällt mir. Manches fand ich jedoch zu skurril, wobei es einfach daran liegen kann, dass mit das Genre der Satire evtl. nicht komplett liegt. Trotzdem hat der Autor mich mit seinem QualityLand gut unterhalten.

      • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
      • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Viele Grüße
      Claudia

      Schaut gerne in meinen Bücher-Blog hinein: claudias-buecherregal.blogspot.com/
    • Klappentext:
      Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Wenn das System wirklich so perfekt ist, warum gibt es dann Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller? Marc-Uwe Kling hat die Verheißungen und das Unbehagen der digitalen Gegenwart zu einer verblüffenden Zukunftssatire verdichtet, die lange nachwirkt. Visionär, hintergründig – und so komisch wie die Känguru-Trilogie.

      Autor:
      Marc-Uwe Kling (*1982) singt nicht nur Lieder, er erzählt auch Geschichten, beides besonders gern im Radio, auf Lesebühnen oder anderen bedeutungsvollen Brettern. Grundsätzlich sind ja Lieder und Geschichten schon einmal eine gute Kombination. Doch Marc-Uwe Kling lebt darüber hinaus noch mit einem Känguru zusammen: einem kommunistischen Känguru, einem süchtigen Känguru – süchtig nach Schnapspralinen. Einem etwas rückständigen Känguru also, das zu allem Überfluss auch noch Nirvana hört. Eine durchaus schwierige Partnerschaft, die sich in absurd tiefschürfenden Debatten äußert – wie etwa in „Die Känguru Chroniken: Ansichten eines vorlauten Beuteltiers“.

      Allgemeines:
      Erscheinungsdatum: 22. September 2017
      Seitenanzahl: 384
      Verlag: Ullstein

      Eigene Meinung:
      Ich habe von Marc-Uwe Kling bisher noch nichts gelesen, allerdings schon viele begeisterte Meinungen der Känguru-Chroniken gehört und gelesen. Humorige Bücher sind bei mir nämlich schwierig und meistens finde ich das nicht wirklich lustig.
      Bei diesem Buch allerdings musste ich mehrmals aufpassen nicht laut los zu lachen. Tatsächlich ist der Humor auf den Punkt und nicht albern. Die Charaktere sind alle schrullig, aber schleichen sich ins Herz des Lesers, eben weil jeder Charakter seine bestimmten Eigenarten und jeder eine ganz verquere Macke hat. So gibt es zum Beispiel die kleine Drohne mit Flugangst oder die Androiden, die Bücher schreibt, den Kampfroboter mit dem umfangreichen Wortschatz („Kapuuuuut“) und das besserwisserische IPad.
      Lustig sind auch die kleinen Einschübe, die sich meist wie kleine Werbeblöcke lesen.
      Zur Geschichte selber kann ich eher nur sagen, dass das Buch für mich keine klare Linie hatte, es las sich eher nur wie Auszüge aus Peter Arbeitslosers Leben und war irgendwie ohne Zusammenhang. Natürlich regt die Story zum Nachdenken an, denn das Szenario, was der Autor hier beschreibt ist, bei allem Humor, nicht allzu weit entfernt. Denn Angebote, die auf uns zugeschnitten sind, Drohnen, die uns beliefern … das alles ist schon im Gange und wird sich weiterentwickeln.

      Fazit: Ich fühlte mich mit dem Roman sehr gut unterhalten, obwohl ich anfangs bezüglich des Humors sehr skeptisch war. Leider fehlte mir ein wenig der rote Faden und der Schluss war zu abrupt, deswegen gibt es „nur“ :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

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