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Ken Follett - Das Fundament der Ewigkeit / A Column of Fire

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    Das Fundament der Ewigkeit

    von

    4|4)

    Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 1168


    ISBN: 9783785726006


    Termin: September 2017

    Das Buch ist der 3. Band der Reihe (4 Teile).

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    • Ken Follett - Das Fundament der Ewigkeit / A Column of Fire

      3.5 Sterne für eine vielschichtige Handlung in einer facettenreichen Epoche - leider konnte mich der Schreibstil oft nicht überzeugen ...

      Verlagsinfo

      1558

      Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe ... nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein.
      Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen – koste es, was es wolle.

      Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen ...

      Meine Meinung

      Ich hab mich riesig über die Fortsetzung gefreut, denn die beiden vorherigen Romane über Kingsbridge haben mich total gefesselt. Bei historischen Romanen bin ich ja etwas eigen, bei manchen fliegt man regelrecht durch die Seiten, bei anderen komme ich nicht so wirklich rein. Leider muss ich gestehen, dass ich hier ein klein bisschen enttäuscht war.

      Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und entwickelt sich auf verschiedenen Ebenen weiter, denn es wird aus der Sichtweise von verschiedenen Figuren erzählt. Dadurch erhält man einen weitreichenden Überblick über alle Ereignisse, die mit den Protagonisten zusammenhängen, aber auch mit den umwälzenden Entwicklungen, die im Königshaus und vor allem in den Glaubensfragen zu dieser Zeit für große Veränderungen sorgen.
      Der Schreibstil, also das war hier mein großes Manko. Vielleicht liegt es an den beiden Übersetzern, denn manche Stellen waren sehr kurzweilig und unterhaltsam, andere hingegen hätte ich gerne übersprungen, weil es doch etwas langatmig war. Vor allem empfand ich aber die Art und Weise sehr einfach, teilweise nicht zur Epoche passend und viel zu lapidar geschrieben, fast schon wie ein Aufsatz. Das hat mich echt überrascht, weil ich das bei diesem Autor überhaupt nicht gewohnt bin!
      Außerdem waren die Wiederholungen recht zäh, wenn auf vorhergehende Situationen hingewiesen wurde, das kam doch recht oft vor.

      Von den Charakteren gibt es bei so einem großen Werk natürlich einige, dafür gibt es vorne im Buch auch ein Personenregister, auf das ich aber nicht zugreifen musste. Man kann jeden sehr gut und schnell einordnen und ich hatte keine Probleme, den Überblick zu behalten.
      Die Handlung spielt ja über einen Zeitraum vieler Jahre und die Charaktere entwickeln sich dabei teilweise vorhersehbar, manche aber auch überraschend anders. Gerade was auch die Problematik der Religion zu dieser Zeit angeht, haben einige ganz strikte Ansichten, während die anderen etwas auf verlorenem Posten stehen die hoffen, dass Katholiken und Protestanten irgendwann ihren Glauben auch friedlich nebeneinander leben können.
      Ein leider immer noch aktuelles Thema zu unserer Zeit, unglaublich dass die Menschen nach so vielen Jahrhunderten nicht gelernt haben, in Frieden zu leben ohne anderen vorzuschreiben, welcher Glaube der richtige und wahre ist.

      Auf dieses Thema ist Ken Follett auch teilweise sehr detailliert eingegangen was ich total interessant fand. Dabei hat er jeder "Seite" ihre Art des Denkens zugestanden und man kann es auch irgendwie nachvollziehen - der Fanatismus von einigen ist zwar für mich völlig unverständlich, wie in jedem anderen Bereich auch, aber man sieht sehr deutlich, wie sich das alles immer hochgeschaukelt hat und dadurch Gemetzel und Kriege entstanden sind.

      Ebenfalls sehr schön ist die Kulisse der damaligen Zeit, man reist durch verschiedene Länder wie England, Frankreich, Spanien und nach Übersee, erlebt die Ränkeschmiede am Königshof aber auch die vielen kleineren in den Kaufmannsfamilien, die oft auch ein ganzes Leben zerstören konnten.

      Insgesamt eine facettenreiche und gut strukturierte Handlung über einen weitreichenden Zeitraum mit interessanten Charakteren und vielen Hintergründen zu den damaligen Beweggründen aus vielen Bereichen. Durch den Schreibstil hab ich leider nicht so richtig eintauchen können und es wechselte zwischen spannenden Momenten und etwas zähflüssigen Stellen; vor allem die oft etwas einfallslose und fast schon unbeholfene Art der Schreibweise hat mir nicht so gefallen.

      © Aleshanee
      Weltenwanderer

      Kingsbridge Saga

      1 - Die Säulen der Erde
      2 - Die Tore der Welt
      3 - Das Fundament der Ewigkeit
      :study: "Die Blausteinkriege" Band 3 von T. S. Orgel
      Mein Bücherblog: Weltenwanderer
    • Aleshanee schrieb:

      Außerdem waren die Wiederholungen recht zäh, wenn auf vorhergehende Situationen hingewiesen wurde, das kam doch recht oft vor.

      Aleshanee schrieb:

      Der Schreibstil, also das war hier mein großes Manko.
      Ich lese gerade die englische Originalausgabe und kann diese Eindrücke überhaupt nicht teilen. Meine Ausgabe hat auch nur 768 Seiten gegenüber 1168 Seiten(!) der deutschen Ausgabe. Da frage ich mich wirklich, inwiefern sich diese Ausgaben unterscheiden. :scratch:
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • @Squirrel: kannst Du /oder ein anderer Moderator) die Überschrift/den Buchtitel korrigieren? Sonst findet man die Rezi vielleicht nicht, wenn man den richtigen Titel eingibt.

      @€nigma, ich habe mal nachgesehen: Die Säulen der Erde wurde von anderen Personen übersetzt. Aber bei 'Die Tore der Welt' (und bei der Jahrundert-Trilogie) waren dieselben Übersetzer wie hier am Werk. Ich hatte nicht den Eindruck, dass Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher holprig übersetzt hätten. Aber der Unterschied bei der Seitenzahl zwischen Original und Übersetzung ist schon arg hoch.
      Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).
    • Bridgeelke schrieb:

      Ich hatte nicht den Eindruck, dass Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher holprig übersetzt hätten.
      Ich habe alle drei Bände auf Englisch gelesen, deshalb kann ich dazu nichts sagen. Im englischen Original finde ich gar nichts zäh und die Seiten fliegen nur so dahin. Es ist natürlich auch eine persönliche Geschmacksfrage. Man muss sich schon für das Thema der andauernden religiösen Differenzen im 16.Jahrhundert interessieren, sonst könnte ein Roman, in dem es hauptsächlich darum geht, den einen oder anderen Leser tatsächlich langweilen. :wink:
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • €nigma schrieb:

      Ich lese gerade die englische Originalausgabe und kann diese Eindrücke überhaupt nicht teilen. Meine Ausgabe hat auch nur 768 Seiten gegenüber 1168 Seiten(!) der deutschen Ausgabe. Da frage ich mich wirklich, inwiefern sich diese Ausgaben unterscheiden.
      Ich habe mal irgendwo gelesen, dass die deutsche Sprache viel umständlicher ist als die englische, dass unsere Wörter länger sind, die Sätze länger etc. Dadurch ist es normal, dass deutsche Bücher auch dann dicker wären, wenn sie haargenau den gleichen Schriftsatz aufweisen würden wie die englischen. Ich weiß nicht mehr die genauen Zahlen, aber ich habe was von 10-15% im Hinterkopf - was bei vielen Büchern dann auch als Grund für eine Teilung in zwei Bände vorgelegt wird...
      Ich weiß jetzt nicht, wie der Schriftsatz in diesem Fall aussieht, da ich weder die deutsche noch eine englische Printausgabe in der Hand hatte. Aber oft ist es ja so, dass in englischen Büchern enger gedruckt wird, dichter an den Rand und an den Falz sowie kleinere Schrift, während deutsche Verlage da oft großzügig sind, das könnte den Rest des Unterschieds ausmachen.
    • Rissa schrieb:

      Ich weiß jetzt nicht, wie der Schriftsatz in diesem Fall aussieht,
      Der englische Schriftsatz in meiner Ausgabe von Macmillan ist gar nicht eng und gedrängt, sondern sehr großzügig und gut zu lesen. Auch wenn die deutsche Sprache weitschweifiger ist, finde ich den Unterschied von 400(!) Seiten zwischen der deutschen und meiner englischen Ausgabe extrem. Bei 50 Seiten mehr hätte ich mich dagegen nicht gewundert.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Klar ist der Unterschied zunächst gravierend. Aber es gibt immer eine Erklärung, auch Abseits von Kürzungen oder Ergänzungen.
      Wenn man mal bei den verschiedenen Onlinehändlern schaut, kann man schnell feststellen, dass A Column of Fire doch je nach Verlag und Buchgröße ganz unterschiedliche Seitenzahlen hat. Eine von Pan Macmillan hat nur 768 Seiten (978-1-4472-7873-3), eine andere vom selben Verlag, die im Format anscheinend etwas kleiner ist, dagegen angeblich 1024 Seiten (978-1-5098-5715-9). Und die Penguin-Ausgabe für den US-Markt (978-0-525-95497-2) hat 928 Seiten. (Quelle. Thalia)

      Die 1024 Seiten sind ja nicht allzu weit von den deutschen 1168 entfernt, das kommt mit den 10-15% ziemlich genau hin...


      Natürlich kann man sich nun fragen, warum die beiden Ausgaben von Pan Macmillan 256 Seiten Unterschied aufweisen, aber da werden es wahrscheinlich einfach satztechnische Unterschiede sein. Und wer weiß, was es noch an Füllseiten, Illustrationen, Leseproben, Werbung etc. gibt, die ein Buch noch dicker werden lassen.
    • €nigma schrieb:

      Bridgeelke schrieb:

      Ich hatte nicht den Eindruck, dass Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher holprig übersetzt hätten.
      Ich habe alle drei Bände auf Englisch gelesen, deshalb kann ich dazu nichts sagen. Im englischen Original finde ich gar nichts zäh und die Seiten fliegen nur so dahin. Es ist natürlich auch eine persönliche Geschmacksfrage. Man muss sich schon für das Thema der andauernden religiösen Differenzen im 16.Jahrhundert interessieren, sonst könnte ein Roman, in dem es hauptsächlich darum geht, den einen oder anderen Leser tatsächlich langweilen. :wink:
      Nein, mir ging es nicht um die Handlung - sondern wirklich um den Schreibstil. Ich weiß nicht, inwieweit die Übersetzer da "rumpfuschen" können ... aber manche Sätze lasen sich wirklich wie ein Schulaufsatz, das war stellenweise echt nicht mehr schön. Andere Absätze lasen sich dafür wieder richtig gut.
      :study: "Die Blausteinkriege" Band 3 von T. S. Orgel
      Mein Bücherblog: Weltenwanderer
    • Aleshanee schrieb:

      Hatte ich was falsches geschrieben? Dann sorry, dachte ich hatte das alles richtig eingegeben
      war nur eine Kleinigkeit, nicht schlimm. Das passiert jedem mal. :wink:
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Jonas Lüscher - Kraft
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