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Susan Rieger - Die Scheidungspapiere / The Divorce Papers

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    Die Scheidungspapiere

    von

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    Verlag: Goldmann Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 640


    ISBN: 9783442482597


    Termin: September 2015

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    • Susan Rieger - Die Scheidungspapiere / The Divorce Papers

      Da mir gesagt wurde, dass ich meine Anmerkungen zu diesem Buch, die ich an anderer Stelle hier im Forum geschrieben hatte, doch als Rezension einstellen solle, mache ich das mal.

      Klappentext:
      Die 29-jährige Anwältin Sophie ist eigentlich auf Strafrecht spezialisiert. Doch eines Tages bittet sie ihr Chef, bei einem ganz anderen Termin einzuspringen: Die Tochter eines wichtigen Mandanten, Mia Durkheim, möchte sich beraten lassen, nachdem ihr Mann völlig überraschend die Scheidung eingereicht hat. Nach dem Gespräch ist Mia so von Sophie hingerissen, dass sie unbedingt von ihr vertreten werden möchte – trotz Sophies Warnungen. Aber schließlich ist es auch Mias erste Scheidung... Und so stürzen sich die beiden Frauen gemeinsam in einen Rosenkrieg, der am Ende auch Sophies Leben gehörig auf den Kopf stellt.

      Autorin (laut Verlag):
      Susan Rieger ist Absolventin der Columbia Law School, wo sie später auch als Provost [laut Wikipedia in den USA ein hoher Verwaltungsbeamter an einer Hochschule] arbeitete. Außerdem war sie Dekanin in Yale und unterrichtete an beiden Schulen Jura. Sie hat diverse juristische Artikel für Zeitungen und Magazine geschrieben. »Die Scheidungspapiere« ist ihr erster Roman. Susan Rieger lebt mit ihrem Mann in New York City.

      Meine Anmerkungen:
      Bei diesem rosa Cover hätte ich eher an einen Kitschroman gedacht, dafür sprach auch der Satz im Klappentext, in dem es heißt, dass am Ende das Leben der Protagonistin gehörig auf den Kopf gestellt werde. Und mit derartigen Romanen kann ich üblicherweise nicht so viel anfangen. Da es hier aber um eine junge Anwältin geht, die sich in ein ihr völlig fremdes Rechtsgebiet reinfuchsen muss - eine Erfahrung, die eigentlich jeder Anwalt irgendwann mal macht - und im Klappentext außerdem von einem "Rosenkrieg" die Rede war, dachte ich, ich versuche es trotz meiner Skepsis mal.

      Ich muss sagen, das Buch hat mich dann positiv überrascht. Es ist kein Liebesroman (trotz des rosa Covers) und es ist kein Kitschroman – um einen wirklichen Rosenkrieg geht es aber auch nicht. Die Story handelt von einem ziemlich normalen Scheidungsmandat (mit ein paar Fiesheiten von beiden Seiten) und davon, wie die einzelnen Beteiligten damit umgehen. Das Buch gehört auch nicht in die Sparte Humor, hat aber durchaus auch mal ganz witzige Stellen, über die man schmunzeln oder lachen kann (wie im richtigen Leben eben). Es hat auch ernsthafte Anklänge – so z.B. wenn es um die Tochter des in Scheidung lebenden Ehepaares geht.

      Allerdings ist es für Leser, die mit der Juristerei oder zumindest mit Ehescheidungen nichts am Hut haben wahrscheinlich doch eher langweilig, da die juristischen Bezüge sehr stark herausgearbeitet sind.

      Das Ganze ist nämlich im Grunde aus der Sicht der Anwältin geschrieben aber (und daran muss man sich auch erst gewöhnen) als eine Art Briefroman. Der Begriff Briefroman trifft es aber nicht so ganz, denn es findet zwar auch ein reger Austausch in Form von Mails und Briefen statt, ein ganz wesentlicher Bestandteil sind aber Aktenvermerke, mit denen die Anwälte in der Kanzlei der Protagonistin miteinander kommunizieren und in denen die Sachverhalte, Gespräche, juristische Überlegungen usw. festgehalten sind. Außerdem sind viele Auszüge aus Urteilen usw. enthalten.

      Mein Lieblingszitat möchte ich euch nicht vorenthalten. Als der Seniorchef der jungen Anwältin, die das Mandat übernehmen soll, berichtet, welche Anwälte die Gegenseite vertreten, heißt es:

      Susan Rieger schrieb:

      Es sind keine guten Anwälte, nur fiese, aber letztere gehen oft als erstere durch.
      So etwas habe ich auch schon relativ häufig beobachtet, das ist nicht nur in den USA so.


      Der Titel des Buches dürfte übrigens darauf beruhen, dass in den USA gerichtliche Anträge offenbar über eine Art Vollzugsbeamte persönlich übergeben werden (und nicht wie hierzulande einfach per Post geschickt werden können). Denn in dieser Geschichte ist es so, dass der Scheidungsantrag des Ehemannes der Ehefrau zugestellt worden ist, als sie mit einer Freundin in einem Restaurant beim Mittagessen saß. Dass diese Zustellung der Scheidungspapiere quasi in aller Öffentlichkeit passiert ist, hat sie ihrem (Noch-)Mann ziemlich übel genommen.
      Bemerkung meines Vaters beim Anblick meiner Bücherberge: "Wir haben ja alle unsere Macken... und du hast deine Bücher!"
    • nanoq schrieb:

      Da mir gesagt wurde, dass ich meine Anmerkungen zu diesem Buch, die ich an anderer Stelle hier im Forum geschrieben hatte, doch als Rezension einstellen solle, mache ich das mal.
      und da hatten die anderen auch völlig recht, Dich mal anzuschubsen :loool: das ist doch eine ausgewachsene und gute Rezension und ich hoffe, dass wir jetzt öfter mal eine von Dir zu lesen bekommen.
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Reiner Engelmann - Wir haben das KZ überlebt
      :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)
    • Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen - eine gute Rezension, die mich anspricht. :thumleft:
      Ich würde mich wirklich freuen @nanoq ,wenn Du weitere Rezensionen schreiben würdest. :)
      Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
      Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."

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