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Andreas Winkelmann - Housesitter

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    Housesitter

    von

    4.4|7)

    Verlag: Wunderlich

    Bindung: Broschiert

    Seitenzahl: 544


    ISBN: 9783805251020


    Termin: August 2017

    • Andreas Winkelmann - Housesitter

      Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)
      Er will dein Haus. Er will deine Frau. Er will dein Leben. Er ist der Housesitter
      Stell dir vor, du kommst mit deiner Freundin aus dem Urlaub in dein Haus zurück. Du merkst sofort, dass irgendetwas anders ist: Die Möbel sind verrückt. In der Küche stehen benutzte Töpfe. Die Handtücher riechen fremd.
      Dann spürst du einen jähen Schmerz - und es wird Nacht um dich.
      Stell dir vor, du wachst erst nach Tagen im Krankenhaus auf.
      Deine Freundin ist verschwunden - entführt.
      Denn da draußen ist jemand, der sich nach einem warmen Heim sehnt. Nach einer liebenden Frau. Nach deinem Leben. Und er ist zu allem entschlossen...

      Autor (Quelle: Verlagsseite)
      Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas.

      Allgemeines
      Erscheinungstermin: 18.08.2017* im Wunderlich Verlag als broschiertes TB mit 496 Seiten
      Gliederung: Widmung – Kapitel ohne Nummerierung
      Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven
      Handlungsorte und -zeit: Hamburg und Winsen an der Luhe in der Gegenwart

      Zum Inhalt
      „Er“ – seinen Namen erfährt der Leser erst gegen Ende des Thrillers – hält Ausschau nach jungen Paaren, die eine Urlaubsreise planen, bricht während der Abwesenheit der Bewohner in deren Häuser oder Wohnungen ein und lebt darin, als wäre es sein Zuhause. Bei der Rückkehr der Paare erschlägt er den Mann mit einem Hammer und entführt die Frau, er will quasi in das Leben seiner männlichen Opfer „einsteigen“ und mit deren Partnerinnen ein eigenes Heim errichten. Thomas Bennett, der erste Mann, der auf diese Art angegriffen wird, überlebt jedoch schwerverletzt und setzt nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus alles daran, seine verschwundene Lebensgefährtin Saskia zu finden. Der für diesen Fall zuständige Hamburger Kriminalkommissar Scheurich ist leider wenig engagiert, er macht Dienst nach Vorschrift und seine Arroganz verhält sich umgekehrt proportional zu seiner Empathie mit Verbrechensopfern. Da kommt es Thomas sehr gelegen, als aus Winsen an der Luhe die unkonventionelle und äußerst engagierte Kommissarin Priska Wagner anreist. Sie bearbeitet den Mord an einer älteren, alleinstehenden Frau, die ebenfalls mit einem Hammer getötet wurde. Während Scheurich keine Zusammenhänge erkennt, weil er bei den Opfern und den Modi Operandi in Hamburg und Winsen keine Ähnlichkeit sieht, greift Thomas nach jedem Strohhalm und arbeitet „inoffiziell“ mit Priska Wagner zusammen. Es kann einfach kein Zufall sein, dass alle Angriffe – auch die auf weitere Paare – mit einem ganz speziellen Schmiedehammer verübt wurden…

      Beurteilung
      Obwohl „Housesitter“ bis auf wenige, relativ kurz geschilderte Szenen nicht übermäßig brutal ist, bleibt ein sehr hohes Spannungsniveau durchgehend erhalten. Dafür sorgt zum einen die Tatsache, dass der Leser die sympathischen jungen Paare kennenlernt, sich in einem gewissen Maße mit ihnen identifiziert und doch schon weiß, was sie nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub erwartet. Zum anderen wird die Spannung durch Einblicke in die Vergangenheit des Täters generiert, die den Leser erschüttern. Der Perspektivwechsel zwischen Opfern, Täter und Ermittlern und die Rückblicke in die Vergangenheit des Täters bescheren dem Leser einen Wissensvorsprung gegenüber den beiden Kommissaren, aber dieser fällt nicht so groß aus, dass das Ende des Thrillers zu früh vorhersagbar wäre.
      Die Handlung ist durchaus komplex, aber logisch und souverän konstruiert, der Autor behält alle Handlungsstränge in der Hand und verknüpft sie zu einem sinnvollen Ganzen.
      Sehr gut ist die Charakterisierung der Romanfiguren gelungen, was ganz besonders auf den Täter zutrifft, der nicht einfach ein blutrünstiges Scheusal ist, sondern dessen Handlungen auf eine gewisse Weise verständlich sind. Auch Thomas Bennett, das überlebende Opfer des ersten Falls, ist kein strahlender Held, sondern vielmehr ein eher ängstlicher und konfliktscheuer Mann, der eine Entwicklung durchmacht und bei der Suche nach seiner Lebensgefährtin über sich selbst hinauswächst.
      Eine interessante Figur ist die unkonventionelle Kommissarin Priska Wagner, hier würden sich sicherlich viele Leser über ein Wiedersehen in einem weiteren Roman freuen.

      Fazit
      Spannende und gutkonstruierte Unterhaltung mit differenziert ausgearbeiteten Charakteren, unbedingt empfehlenswert!
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      * Vorzeitige Veröffentlichung der Rezension mit Genehmigung des Verlages
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Inhalt:
      Thomas und Saskia freuen sich auf ihren zweiwöchigen Urlaub. Nicht ahnend das sie bei der Heimkehr eine ungute Überraschung erwartet. Zuhause riecht es merkwürdig und Möbel sind verrückt. Als Thomas das fest stellt ist es zu spät. Es wird schwarz um ihn herum und er wacht erst nach Tagen wieder auf. Saskia ist spurlos verschwunden. Ein Lauf gegen die Zeit beginnt.

      Meine Meinung:
      Andreas Winkelmann hat mich bisher nur selten enttäuscht und die Story von Housesitter klang so richtig gruselig. Dieser Thriller sollte unbedingt gelesen werden, dachte ich mir, und damit lag ich nicht verkehrt

      Schon alleine der Gedanke daran, dass man nichtsahnend aus dem Urlaub kommt, voller guter Laune und nach einer tollen Zeit und dann so empfangen wird.
      Andreas Winkelmann hat sich wieder einmal ein Thema raus gesucht, in das sich fast jeder rein finden kann. Fast jeder war schon einmal im Urlaub und sei es nur der Verwandtschaftsbesuch übers Wochenende, jeder kann sich diesen Tathergang perfekt vorstellen und das macht die Thriller von Andreas Winkelmann aus. In Housesitter ist das nicht anders. Von Beginn an ist man gespannt was kommen mag. Nie war mir langweilig oder empfand ich einen Abschnitt als langatmig. Jedes Kapitel beendete ich mit dem Wunsch noch weiter zu lesen, was auch den fiesen Cliffhanger am Ende der Kapitel geschuldet ist.

      Gut finde ich auch die Figuren der Geschichte, ein Freund der nicht aufgibt, eine Kommissarin, die sich über Regeln hinweg setzt, aber auch einen Polizisten der einfach müde ist und seinen Job nur noch halbherzig zu erledigen scheint. Daneben einen Täter, den man von Beginn an kennen lernt ohne zu wissen wer es ist.
      Thomas Benett ist Opfer des Täters und hofft darauf seine Freundin wieder zu finden. Er macht alles ihm mögliche. Er verlässt sich nicht allein auf die Polizei uns sitzt lethargisch Zuhause. Eine Person die man sich in so einer Situation wünscht, jemand der nicht aufgibt.
      Priska Wagner ist ein wenig wie frischer Wind in der Geschichte. Durch sie dümpelt sie nicht dahin, sondern wird spannend gehalten. Ob man im Reallife wirklich so handeln kann, ohne wirkliche Konsequenzen mag ich nun zu bezweifeln, aber es ist eine Geschichte und kein Tatsachenbericht von daher stört mich dieser Aspekt nicht.
      Scheurich ist eigentlich der ermittelnde Polizist und wirkt als ob ihm alles zu viel wäre. Mir ist er schon viel zu ruhig und ich bin froh das Winkelmann ihn in die Geschichte gebracht hat, aber ihm nicht zu viel Platz einräumte.
      Der Täter ist zunächst wie ein Geist, doch im laufe der Geschichte wird seine Persönlichkeit immer klarer. Hier wurde ein guter Weg gefunden auch den Täter zu Wort kommen zu lassen. Ich empfand die Geschichte, obwohl der Täter bekannt war, nicht als vorhersehbar und war selber über manche Erkenntnisse überrascht.

      Für mich bleibt Andreas Winkelmann ein Meister der Spannung. Er weiß es geschickt Cliffhanger zu nutzen und dem Leser ganz normale Dinge unheimlich erscheinen zu lassen, oder wer von den Leuten die es gelesen haben, werden noch mit ruhigem Gewissen aus dem Urlaub kommen? :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Liebe Grüße
      Natalie

      mem-o-ries.de

      :study: Unsere verlorenen Herzen von Krystal Sutherland

      Gelesen 2013: 231
      Gelesen 2014: 195
      Gelesen 2015: 185
      Gelesen 2016: 138
      Gelesen 2017: 96

      SuB: 356
    • Er beobachtet dich und deine Frau. Wartet, bis ihr in den Urlaub fliegt. Dann dringt er in dein Haus ein. Schläft in deinem Bett. Isst an deinem Frühstückstisch. Schneidet dich aus allen gemeinsamen Bildern heraus. Er ist der Housesitter.

      Geduldig wartet er, bis ihr zurück kommt, um dich außer Gefecht zu setzen und deine Frau zu entführen, denn nun ist seine Zeit angebrochen, mit ihr zusammen zu glückliches Leben zu führen.

      Nach "Höllental" war "Housesitter" für mich der zweite Roman, den ich von Andreas Winkelmann gelesen habe. Die Geschichte wird aus zahlreichen Perspektiven geschildert. Da gibt es Opfer, Täter und Ermittler. Außerdem springt der Autor einige Male zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her, so dass insgesamt ein recht komplexes Konstrukt entstand. Trotzdem verlor ich mich nie in diesem, sondern es war alles gut überschaubar.

      Der Schreibstil ist ansprechend und flüssig gehalten. Obwohl recht früh Kapitel aus Tätersicht geschildert haben, weiß man lange nicht, wer dahinter steckt. Erst, als Winkelmann bewusst Hinweise setzt, fügt sich dieses Bild zusammen. Die Idee, wer der Täter ist, hat mir gut gefallen und das Geschehen kam mir authentisch vor.

      Ich habe den Roman gerne gelesen, aber für einen Thriller fehlte mir der Nervenkitzel. Die Story war durchaus interessant, aber eine thrillige Atmosphäre hat sich bei mir nicht eingestellt. Ich empfand das Buch eher wie einen Krimi, bei der ein Ermittler versucht einen Mörder zu stellen. Da hatte ich mir etwas mehr Spannung erhofft.

      Fazit: Komplexe Handlung, die dadurch erzielt wurde, dass die Geschichte durch zahlreiche Perspektiven geschildert wird. Interessante Idee und guter Schreibstil zeichnen das Buch aus, für einen Thriller fehlte mir jedoch der Nervenkitzel. Daher vergebe ich aus Thrillersicht 3,5 Sterne. Wer sich auch für Krimis begeistern kann, der wird sicherlich seine Freude an diesem Roman haben.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Viele Grüße
      Claudia

      Schaut gerne in meinen Bücher-Blog hinein: claudias-buecherregal.blogspot.com/
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