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Ursula Poznanski - Aquila

    • ab 14-16 Jahre

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    Aquila

    von

    4.1|28)

    Verlag: Loewe

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 432


    ISBN: 9783785586136


    Termin: August 2017

    • Ursula Poznanski - Aquila

      Allgemeines zum Buch
      • Preis: 16,95€
      • Klappenbroschur mit ledergenarbter Oberfläche und Goldprägung
      • Seiten: 432 Seiten
      • Verlag: Löwe Verlag
      • erschienen am: 14. August 2017
      • ISBN-13: 978-3-7855-8613-6
      • Sterne 5/5
      Klappentext
      Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.
      Das Blut ist nicht deines.
      Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
      Halte dich fern von Adler und Einhorn ...
      Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?
      Bestseller-Autorin Ursula Poznanski schickt ihre Heldin durch die engen Gassen und die unterirdischen Labyrinthe Sienas, die ebenso im Dunkel liegen wie Nikas Erinnerungen an die letzten zwei Tage. Ein unlösbar scheinendes Rätsel, ein monströser Verrat und die geheimnisvollen Symbole des mittelalterlichen Siena bilden das Gerüst dieses exzellenten Psychothrillers.

      Zum Autor
      Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands. Zudem schreibt Ursula Poznanski auch erfolgreich Thriller für Erwachsene, die genauso regelmäßig auf den Bestsellerlisten zu finden sind, wie ihre Jugendbücher. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.
      Hier geht es zur Webseite von Ursula Poznanski:
      www.ursula-poznanski.de

      Cover
      Gelbes Cover finde ich schon mal auffällig und macht neugierig. Sehe ich nicht so oft muss ich sagen und ist mal was anderes, als gewohnte Jugendbücher im Regal. Ansonsten spricht es mich eher nicht so an, kann mir nichts unter dem Inhalt vorstellen wenn ich es sehe und das habe ich eigentlich ganz gerne.
      Zu den Eigenschaften des Covers kann ich sonst leider nichts sagen, da ich es als Ebook gelesen habe.

      Meine Meinung
      Als ich Infos zu diesem Buch bekam, wurde ich direkt neugierig. Der Klappentext lässt ein aufregendes Leseabenteuer vermuten, die Story scheint interessant zu sein. Was hat es mit den Botschaften auf sich und was geschah in den beiden Tagen, die im Gedächtnis fehlen?
      Genau dieser Frage geht Nika nach, als sie morgens erwacht, nicht mehr weiß was geschehen ist, welcher Tag es ist und vor allem: Wo ist Ihre Mitbewohnerin?
      Erst dachte sie noch, was für eine geile Party, um dann entsetzt festzustellen, dass es weitaus gravierender ist, als nur mit einem Kater aufzuwachen. Zwei komplette Tage Filmriss können wohl nicht vom Alkohol kommen, aber woher kommen Sie dann? Was hat es mit der verschmutzen Wäsche im Bad und den geheimnisvollen Zitaten auf dem Zettel auf sich, den sie in Ihren Klamotten findet?
      Nika ist schwer durcheinander, weiß kaum, wem sie vertrauen kann, muss überlegen, welchen Schritt sie als nächstes geht und was für Folgen das gegebenenfalls haben kann. Dabei ist sie ansonsten ein sehr taffes Mädel, glaube, man kann viel Spaß mit ihr haben. Sie benimmt sich Ihrem Alter entsprechend, ist nicht völlig naiv, stellt sich nicht blöd wie manch andere Charaktere. Man hat Sie richtig gern, schließt sie ins Herz und ich hatte auch Mitleid mit mir.
      Ich meine, wer mag schon aufwachen und sich an nichts erinnern? Doch nach und nach lichtet sich alles. Immer mehr Details kommen ans Tageslicht und es fügt sich ein klares Gesamtbild zusammen was doch sehr erschreckend ist und ich nicht unbedingt erwartet habe.
      Ursula Poznanski schafft es auch in diesem Jugendbuch erneut, den Spannungspegel auf ein hohes Niveau zu heben und ihn kaum abflachen zu lassen. Vom ersten Kapitel an entführt Sie den Leser in eine Welt voller Fragezeichen, in das Gefühlschaos, Verwirrtheit, Unsicherheit der Hauptprotagonistin. In all die Begebenheiten, die sich Nika zu diesem Zeitpunkt nicht erklären kann und sie einfach völlig durcheinander zurück lassen. An dem Morgen ist sie erstmal völlig auf sich alleine gestellt, muss sich mit eigentlich banalen Sachen beschäftigen ohne zu wissen, was eigentlich passiert ist. Eine der Sachen die sie zuerst klären muss. Wie komme ich aus der Wohnung? Alles in ihr fährt Achterbahn. Einfach wieder hinlegen und hoffen alles wird gut oder aufstehen, Krone richten und heraus finden, was geschehen ist? Sie nimmt natürlich die zweite Variante und stößt auf einiges an Widerstand, den sie mit Bravour meistert. Sie ist eine willensstarke, junge Frau, die ihr Ziel erreichen mag, auch wenn der Weg nicht immer einfach ist.
      Sie begibt sich auf die Suche nach des Rätsels Lösung und entschlüsselt nach und nach die geheimen Botschaften auf dem Zettel. Wer steht an Ihrer Seite zum helfen? Von wem sollte sie sich lieber fern halten? Die Sprachprobleme in dem fremden Land machen das ganze natürlich nicht einfacher. Doch Hilfe naht an einer Stelle, wo Sie es nicht erwartet. Doch ist alles so rund wie es scheint oder begibt sie sich mit den Nachforschungen auf dünnes Eis?
      Man grübelt die ganze Zeit mit, entdeckt manche versteckten Hinweise und übersieht irgendwie doch manches. Ich jedenfalls ;)
      Die Handlung in diesem Buch ist sehr gradlinig, hat einen roten Faden, der sich durch alle Kapitel zieht. Charaktere, die für die Erzählung wichtig sind, wurden gut ausgearbeitet und somit hat man einen klaren Eindruck von den Ereignissen. Es wird in einer Zeitlinie geschrieben, so dass eine Verwechslung mit unterschiedlichen Zeitzonen nicht möglich ist. Klar gibt es zum Ende hin Erzählabschnitte aus der Vergangenheit, die in Nikas Gedächtnis auftauchen, aber keine gravierenden, wo ganze Kapitel für Verwirrung beim Leser sorgen.
      Alles in allem eines der besten Bücher die ich bisher in diesem Jahr gelesen habe und mag es uneingeschränkt weiterempfehlen!

      Sterne
      *****
    • Als Nika in ihrem WG-Zimmer erwacht, denkt sie zunächst, sie sei verkatert. Doch dann stellt sie fest, dass es gar nicht Sonntagmittag, sondern bereits Dienstagmittag ist. An die letzten zwei Tage hat sie keinerlei Erinnerung. Ihr Handy, ihre Schlüssel, ihr Pass und ihre Mitbewohnerin - alles ist wie vom Erdboden verschwunden. Das einzige was sie findet ist ein Zettel mit mysteriösen Notizen, doch was soll sie mit Anmerkungen wie "Halte dich fern von Adler und Einhorn" oder "Weihnachten voller Angst" anfangen? Nichts davon sagt ihr etwas. Sie streift durch Siena auf der Suche nach etwas, das ihre Erinnerungen zurückkehren lässt, aber wo soll sie beginnen und wer ist der Mann, der sie zu verfolgen scheint?

      Das neue Jugendbuch der österreichischen Autorin Ursula Poznanski habe ich regelrecht herbeigesehnt, da mich diese stets aufs Neue begeistern. Mit "Aquila" hat sie einen grandiosen Psychothriller geschrieben, der mich über 3/4 des Buches total im Unklaren gelassen hat und zwar nicht auf eine Weise, die irgendwann negativ aufstößt, weil man gefühlt nicht weiter kommt, sondern auf eine fesselnde Art, da man mit der Protagonistin im Dunkeln tappt, nach Hinweise und Verbindungen sucht und jede Information mit ihr zusammen aufsaugt und versucht diese zu etwas Sinnvollem zu verstricken.

      Die Handlung wird aus Nikas Perspektive geschildert. Poznanski schafft es dabei, dass man sich gut in ihre Lage hineinversetzen kann. Ihre Gefühle, ihre Ängste und ihre Verwirrtheit kommen authentisch beim Leser an. Die Notizen sind mehr als mysteriös und helfen zunächst absolut nicht weiter. Doch es macht Spaß zu sehen, wie Nika es nach und nach schafft, einiges davon sinnvoll zu interpretieren. Aber das dauert seine Zeit und diese überbrückt die Autorin mit einer spannenden Suche nach der Wahrheit, weiteren Figuren bei denen man nie weiß, wem man trauen darf und wem nicht - bis hin zur Entdeckung eines furchtbaren Verrats.

      Fazit: Obwohl ich sehr hohe Erwartungen an den neuen Jugendthriller von Ursula Poznanski hatte, wurde ich nicht enttäuscht. Sie hat mich extrem lange im Dunkeln tappen lassen, spannend unterhalten und am Ende alle Fäden gekonnt zusammengefügt, so dass keine Fragen offen blieben. Perfekte Unterhaltung für spannende Stunden und zwar nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.

      • Taschenbuch: 432 Seiten
      • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
      Viele Grüße
      Claudia

      Schaut gerne in meinen Bücher-Blog hinein: claudias-buecherregal.blogspot.com/
    • Vielen Dank für die tollen Rezis, @Ignatia und @ClaudiasBuecherregal!

      Leider muss ich mich noch gedulden? *grml*

      ClaudiasBuecherregal schrieb:

      Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
      Tz, da steh ich drüber! :uups:

      Ich liebe die Jugendthriller von Ursula Poznanski noch viel mehr als ihre Krimis.
      Ein Leser hats gut: er kann sich seine Schriftsteller aussuchen.
      (Kurt Tucholsky)
      ____________________________________
      meinebuecherwelt.wordpress.com/
    • Susannah schrieb:

      ClaudiasBuecherregal schrieb:

      Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
      Tz, da steh ich drüber! :uups:
      Ich liebe die Jugendthriller von Ursula Poznanski noch viel mehr als ihre Krimis.
      Ich auch! Ich lese unglaublich gerne Jugendbücher und dieses hier kann man auch jedem Erwachsenen empfehlen, der kein Problem mit jungen Protagonisten hat.
      Viele Grüße
      Claudia

      Schaut gerne in meinen Bücher-Blog hinein: claudias-buecherregal.blogspot.com/
    • Eine junge Frau erwacht eingesperrt in ihrer WG-Wohnung, zwei volle Tage fehlen in ihrer Erinnerung und im Bad liegt ein zerrissenes, blutiges Männer-T-Shirt. Kein schlechter Beginn für einen spannenden Krimithriller, der dazu noch vor dem Hintergrund der schönen Stadt Siena spielt, die mit jeder Menge schmaler Gassen und geheimer Gänge aufwarten kann. Doch leider leider werden die Möglichkeiten nicht genutzt, die sich aus diesen Grundlagen entwickeln lassen könnten.
      Die Hauptfigur Nika, 19 Jahre jung und eine deutsche Austauschstudentin, die kaum der italienischen Sprache mächtig ist, widmet sich statt der aktiven Suche nach den Hintergründen ihrer Teilamnesie mehr ihren eigenen Befindlichkeiten: ängstlich, furchtsam und voller Heimweh. Irgendwann ging es mir wirklich auf die Nerven, immer wieder davon zu lesen, wie ihr die fehlenden Erinnerungen zu schaffen machen. Spätestens beim dritten Mal haben es wohl Alle verstanden, wie schlimm sie dran ist, da bin ich mir sicher. Keine Frage, die Geschichte ist grundsätzlich spanned. Aber da Nika sich nur mit vielen Mühen aufraffen kann, etwas zu unternehmen und stattdessen lieber ihr Schicksal beklagt, zieht sich das Ganze recht zäh dahin. Die anfänglich entdeckten Details, von denen es bedauerlicherweise viel zu wenige gibt, die zur Spannung und sicherlich auch zur Lösung beitragen sollen, erfüllen ihren Zweck, doch auch nicht mehr. Und was man über deren Hintergründe erfährt (die grausamen Zeichnungen, die spezielle Münze ...), ist viel zu dürftig; hier hätte sicherlich Vieles ausgeschmückt werden können.
      Dennoch: Die Geschichte blieb immer noch spannend, wobei ich mich aber dabei erwischte, teilweise quer zu lesen - noch mehr Selbstmitleid konnte ich einfach nicht mehr ertragen ;-) Doch dann wurde es zum Ende hin nochmal packend, bis - die Auflösung kam. Schon der erste Teil hörte sich mehr nach einer Splatterparodie an, wäre aber wohl noch gerade so gegangen, doch der tatsächliche Schluss: Um Himmels Willen, liebe Frau Poznanski, was war denn da mit Ihnen los? War Ihnen Alles egal? Glaubwürdigkeit hin oder her?
      Dass überdies noch eine Liebesromanze miteingebaut werden musste, fand ich völlig unnötig, aber Schwamm drüber. Doch so ein Ende, das hätte nun wirklich nicht sein müssen.
      Ich bin mir sicher, es gibt richtig gute Bücher von Ursula Poznanski - 'Aquila' gehört jedoch nicht dazu!
      :study: Evangelio von Feridun Zaimoglu
      :musik: QUALITYLAND von Marc-Uwe Kling
    • Verlagsinfo

      Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.

      Das Blut ist nicht deines.
      Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
      Halte dich fern von Adler und Einhorn ...

      Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?

      Meine Meinung

      Ein sehr packender Pageturner!
      Schon von der ersten Seite an erlebt man mit Nika ihr Erwachen in der WG, die sie sich mit ihrer Studienkollegin Jenny teilt und ihre verzweifelte Suche nach er Wahrheit. Denn die letzten drei Tage sind komplett aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Es gibt kein großes Vorspiel und so ist man sofort mittendrin!

      Nika studiert erst seit 8 Wochen in Italien in der schönen Stadt Siena. Bisher gefiel es ihr sehr gut, auch wenn sie noch nicht viel Anschluss gefunden hat. Mit ihrer Mitbewohnerin Jenny versteht sie sich, auch wenn diese teilweise etwas merkwürdige Avancen hat.
      Der Filmriss beschert Nika große Probleme, denn sie findet sich in ihrer Wohnung wieder, eingesperrt und ohne Pass, ohne Handy und Erinnung. Anfangs glaubt sie noch an einen Scherz, doch schon bald schleicht sich ein bitterer Ernst in ihre Situation und mysteriöse Details tauchen auf, die sie sich nicht erklären kann.
      Sie versucht dabei ruhig zu bleiben und sich ihren Humor zu bewahren, doch die harmlosen Hinweise gehen recht schnell über einen bizarren Streich hinaus. Die Angst nagt an ihr und sie weiß nicht, wem sie trauen kann. Das war auch das faszinierende, dass man mit ihr zusammen auf die Spuren gestoßen ist, ohne wirklich zu ahnen, was dahinter steckt. Bis zum Schluss konnte man miträtseln, denn erst am Ende werden alle Puzzleteile zusammengesetzt.

      Manche Entscheidungen von Nika waren etwas unlogisch, was aber natürlich auch an der besonderen Situation lag - ich denke, dass da jeder abwegige Entscheidungen treffen würde, weil man einfach komplett überfordert ist. Das Tempo war gut gewählt, denn auch wenn es immer zügig voranging, wurde genug Zeit gefunden, um mich den Flair der italienischen Stadt Siena spüren zu lassen und auch die anderen Figuren prägnant in Szene zu setzen.
      Vor allem Nika und ihrer Verzweiflung erlebt man aus ihrer Sichtweise sehr intensiv und hab ich das Buch kaum aus der Hand legen können, man will einfach wissen, was dahintersteckt und wird immer wieder mit neuen Hinweisen geködert.

      Einzig die Aufklärung war für mich etwas sehr an den Haaren herbeigezogen. Einerseits natürlich toll, weil man mit sowas nicht gerechnet hatte, andererseits aber schon recht zusammen konstruiert. Trotzdem ein rasanter und super spannender Thriller, der sehr viel Spaß gemacht hat!

      Fazit: 4.5 Sterne

      © Aleshanee
      Weltenwanderer
      :study: "Tochter des dunklen Waldes" von Katharina Seck
      Mein Bücherblog: Weltenwanderer
    • Inhalt:
      Nika wird ohne Erinnerung an die letzten Tage wach. Sie hat einen kompletten Filmriss. Zudem ist sie in ihrer Wohnung eingesperrt, hat kein Handy und keinen Laptop mehr und ihre Mitbewohnerin Jenny ist auch verschwunden. Das einzige, dass ihr nun weiterhelfen kann ist ein Zettel mit Hinweisen, die aber sehr kryptisch sind. Die Suche nach den Antworten beginnt.

      Meine Meinung:
      Aquila heißt das neuste Werk von Ursula Poznansnki und bis auf Erebos war ich von allen Büchern mehr wie begeistert.

      So durfte ich dieses in einer Leserunde lesen. Was das Leseerlebnis immer noch ein wenig intensiver macht.

      Der Einstieg war genauso verwirrend wie er vermutlich auch für Nika war, denn auch als Leser weiß man nicht mehr. Der schreibstil gewohnt flüssig und fesselnd und das obwohl ich gerade die ersten 70 Seiten als stellenweise langatmig empfand. Dieses auf der Stelle treten weil Nika am rätseln ist was geschehen ist dauert mir hier einfach zu lang. Trotzdem hielt mich etwas an dem Buch. Der für mich zweite Abschnitt war dann schon wesentlich spannender und auch im weiteren Verlauf steigerte sich die Spannung stetig. Es gab Zeiten, da wollte ich das Buch gar nicht an die Seite legen.

      Den Figuren fehlt es ein wenig an Tiefe und ab und an waren gerade die Handlungen von Nika für mich nicht nachzuvollziehen. Ein 19 Jähriges Mädchen würde doch denke ich ganz anders reagieren, gerade wenn es in einem fremden Land ist. Obwohl ich so manche Handlung nicht verstand oder eher manche Handlung gar nicht erst kam, was ich wiederum nicht verstand, empfand ich Nika als sehr mutig. Sie kämpft darum ihre Erinnerungen wieder zu bekommen und lässt sich selbst von Drohungen nicht zurückhalten.
      Nikas Eltern werden zwar kurz erwähnt, haben aber sonst keinen Einfluss auf die Geschichte. Auch Freunde aus Deutschland gibt es wohl, bleiben aber sonst außen vor. Es gibt noch Bekannte in Italien, die Nika auch helfen, doch trauen kann man in der Geschichte wirklich keinem und die Nebenfiguren bleiben für mich sehr blass. Am Ende erklärt sich so manches Verhalten, aber bis dahin sind alle Nebenfiguren eigentlich nur "Werkzeuge" für die Geschichte.

      Zum Schluss war ich doch recht begeistert von der Geschichte. Hier und da gibt es Aspekte, die ich nur bedingt nachvollziehen kann und das führte auch zum  Punktabzug. manch Szenario fand ich dann doch recht unvorstellbar oder nur schwer umzusetzen. Es fehlte da ein wenig die Logik.

      Trotzdem kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen, denn fesselnd war es von Anfang bis Ende. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Liebe Grüße
      Natalie

      mem-o-ries.de

      :study: Bitterfrost von Jennifer Estep


      Gelesen 2013: 231
      Gelesen 2014: 195
      Gelesen 2015: 185
      Gelesen 2016: 138
      Gelesen 2017: 113

      SuB: 351
    • Mir gefällt "Aquila" nicht ganz so gut wie die anderen Bücher, die ich von dieser Autorin gelesen habe.
      Spannung ist schon da aber ich bin mit Nika absolut nicht warm geworden. Sie ist schon bisschen naiv, plaudert da munter mit der Polizei. Natürlich ohne Anwalt. :scratch:
      Die verschlüsselten Hinweise und die Art, wie alles nach und nach aufgelöst wird sind in meinen Augen aber gut gemacht. Ich würde behaupten, dass man bei vielen nicht sofort weiß, was es damit auf sich hat. Zumindest wenn man kein Italienisch spricht. Das Ende gefällt mir auch relativ gut, damit habe ich nicht gerechnet.
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: , :bewertungHalb:
    • Das neue Buch von Ursula Poznanski ist ein Pageturner, direkt von Anfang an war ich in der Story gefangen und musste wissen, wie es weitergeht. Das Buch war von Anfang bis Ende spannend und die Auflösung lässt recht lange auf sich warten, man ist somit lange am rätseln. Einen Punkt Abzug gebe ich für eine Szene gegen Ende, die ich doch recht unglaubwürdig empfand und die Auflösung hat mir nicht ganz so gut gefallen, einiges daran fand ich doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Alles in allem aber ein spannendes Jugendbuch, das man empfehlen kann.
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      "Es ist egal, was du bist, hauptsache ist, es macht dich glücklich." (Farin Urlaub)
    • Sobald ich das Wort "Siena" im Klappentext gelesen hatte, war das Buch so gut wie gekauft. Ich liebe diese Stadt und wenn mir dann noch eine spannende Geschichte versprochen wird, kann ich nur schwer widerstehen.
      Spannend, mit vielen unerwarteten Wendungen war es in der Tat. Den Aufbau der Geschichte, dass man sich mit der Protagonistin von Hinweis zu Hinweis hangelt und so langsam das Puzzle zusammensetzt, fand ich sehr gelungen. Ich muss meinen Vorrednern beipflichten, was die Auflösung angeht, das war mir zu abgedreht, aber da die Geschichte da ja quasi zu Ende ist, finde ich das verzeihlich. Bis zu diesem Punkt, habe ich mich gut unterhalten gefühlt und würde 4- 4,5 :bewertung1von5: vergeben, ABER:

      Xirxe schrieb:

      Die Hauptfigur Nika, 19 Jahre jung und eine deutsche Austauschstudentin, die kaum der italienischen Sprache mächtig ist, widmet sich statt der aktiven Suche nach den Hintergründen ihrer Teilamnesie mehr ihren eigenen Befindlichkeiten: ängstlich, furchtsam und voller Heimweh. Irgendwann ging es mir wirklich auf die Nerven, immer wieder davon zu lesen, wie ihr die fehlenden Erinnerungen zu schaffen machen.
      Da kann ich mich nur anschließen. Die Protagonistin fand ich leider etwas misslungen. Sie jammert einerseits sehr viel über ihre Situation, ist aber andererseits anfangs gar nicht argwöhnisch, obwohl so viele extrem alarmierende Dinge um sie herum passieren. Ich weiß, dass die Handlung nicht funktionieren würde, wenn Nika einfach die "normale" Reaktion zeigen und sich der Polizei anzuvertrauen würde, als sie sich plötzlich ohne Erinnerungen und offenbar ausgeraubt unter SEHR dubiosen Umständen wiederfindet. Aber so hat man eine junge Frau, die sich im einen Moment vor Angst völlig gelähmt kaum aus dem Haus traut, im nächsten Moment aber nachts alleine Detektivin spielt. Das klingt nicht sehr überzeugend.
      Es ist auch mehr als unglaubwürdig, dass eine Austauschstudentin, die auf der Polizei kaum sagen kann, dass ihr Handy offenbar geklaut wurde, sich in die Unibibliothek setzt und italienische Fachliteratur über Kunstgeschichte recherchiert.

      Zu meinem zweiten Kritikpunkt muss ich vorweg sagen, dass die eigentliche Handlung dadurch im Grunde nicht beeinträchtigt wird und es den meisten vermutlich gar nicht auffällt, denn es handelt sich nur um kleine Details, die aber von schlampiger Recherche (oder zumindest von sehr unglücklicher Formulierung) zeugen.
      Das Buch heißt Aquila in Anlehnung an die Contrade des Adlers. Warum eigentlich :-k ?
      Immer wieder erwähnt Poznanski die Fahnen, die in der Stadt wehen und anzeigen, in welchem Contradenquartier man gerade ist. Allerdings wehen diese nur zum Palio, der im Juli und August stattfindet, unsere Geschichte spielt aber im April.
      Sie erwähnt die Stufen des Campo (die er dummerweise nicht hat), betont, wie warm es ist und dass es deshalb erst nach Einbruch der Dunkelheit in den Straßen zu wimmeln beginnt. Tatsächlich ist es im Frühjahr, gerade abends, oft noch empfindlich kühl und außer an wenigen Stellen rund um Bars und Lokale, ist die Innenstadt abends recht ruhig. Die Art Studentencafé, wie das, was hier häufig als Treffpunkt genutzt wird, verbreitet sich zwar auch in Italien immer mehr, ist aber nicht "typisch" (warum keine Cafébar?), ebensowenig wie die Espressomaschine. Echte Sieneser wie Stefano brauen ihren Kaffee auf dem Gasherd :wink:
      Auch bei den wenigen italienischen Ausdrücken, patzt sie leider. So merkt Nika z.B. einmal an, sie wisse, dass Handy "mobile" heißt. Spricht sie es Englisch aus, hat sie Recht. "Mobile" heißt auf Italienisch allerdings Möbelstück und damit würde sie ganz schön für Verwirrung sorgen. Und ich glaube nicht eine Sekunde, dass man mehrere Wochen an einer italienischen Uni zubringen kann, ohne von den handyverrückten Italienern das Wort cellulare aufzuschnappen.
      All das sind, wie gesagt, für sich genommen Kleinigkeiten und sie stören den Lesefluss nur, wenn man gezielt darauf achtet. Trotzdem sind es mir zusammengenommen ein paar Unachtsamkeiten zu viel, die sehr einfach hätten behoben werden können. Daher :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      O:-) "Lieber Gott, wenn ich groß bin... weiß ich dann alles?"

      2017 gelesen: 11 gehört: 20 aktiver SUB: 68 :-?
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