Bücherwichteln auf BuecherTreff.de

Katharina M. Mylius - Tödliches Blau

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen


    Affiliate-Link

    Tödliches Blau

    von

    3.8|3)

    Verlag: Dryas Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 256


    ISBN: 9783940258687


    Termin: März 2017

    Das Buch ist der 4. Band der Reihe (4 Teile).

    Ähnliche Bücher

    • Katharina M. Mylius - Tödliches Blau

      "So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom – und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu. (F. Scott Fitzgerald)
      Der Trainer des Oxforder Ruderteams der Universität Marcus Hind, wird tot bei den Ruderhäusern des Christ Church Meadow gefunden. Zunächst sieht alles danach aus, als wäre es ein Unfall und Hind sei nach einer Bootsfahrt ertrunken, bis Polizeibeamte Simmons eine Kopfwunde entdeckt. Wer hatte Anlass dem Trainer etwas anzutun, die gegnerische Mannschaft auf Cambridge, die demnächst ein Ruderturnier mit dem Team hätte? Wenig später ergibt die Obduktion das Hind qualvoll in der kalten Themse erfroren ist. Inspector Heidi Green und Inspector Frederick Collins haben auch schnell ein paar Verdächtige ins Auge gefasst, doch fast alle haben ein Alibi. Jedoch finden sie heraus, das Hind durchaus auch Feinde hatte, vor allem einige Studenten, die kurzfristig nicht ins Ruderteam kamen. Auch der Ruderer Carl Morgan ist durch seine Nervosität recht auffällig, hat er irgendwas zu verbergen? Doch wenige Tage später findet man erneut einen Toten und es ist ausgerechnet Carl, hat er doch mehr gewusst?

      Meine Meinung:
      Mein zweiter Krimi dieser Autorin und wieder einmal wird im englischen Stil ermittelt. Man fühlt sich sofort wieder in Oxford angekommen, durch die schönen Beschreibungen, die die Autorin mit in diesen Krimi einfließen lässt. Katharina M. Mylius Krimis sind nicht actionbeladen und blutig, nein bei ihr dominieren die Ermittlungsarbeiten, wie man es auch aus den englischen Krimis im Fernsehen kennt. Im akuraten, manchmal vielleicht auch etwas steifen englischen Stil von Inspector Barneby oder Lewis ermitteln auch die beiden Inspectoren Green und Collins. So werden dann die Leser mitgenommen auf eine exzellente Ermittlungstour durch Oxford, mit teils humoristischen Einlagen. Auch das Privatleben der beiden Ermittler kommt nicht zu kurz. Doch am meisten gefiel mir die englische Korrektheit und die Ortsbeschreibungen, man merkt einfach, das die Autorin selbst lange Zeit in Oxford gelebt hat. So wird dann auch der Leser bis zum Ende im Unklaren gehalten, wer der Täter ist. Das Cover ist wieder einmal sehr schön gelungen mit dem Ruderteam auf der Themse. Im Anhang befindet sich dann auch noch eine Karte von Oxford und die Beschreibung der Bootsrennen zwischen den Universitäten Oxford und Cambridge, die wohl schon eine längere Tradition haben. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall der beiden Ermittler und gebe diesem unterhaltsamen Krimi gute 4 von 5 Sterne. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :applause: :thumleft:
    • Meine Meinung:
      Oxford ist die Universitätsstadt Grossbritanniens und somit ist es keine Überraschung, wenn jeder Fall der Serie irgendeinen Bezug zu einem der Colleges hat. Diesmal steht der Ruderclub von Oxford im Mittelpunkt. Das wichtigste Rennen der Saison gegen den Erzrivalen Cambridge steht bevor. Doch dann wird in der Themse ein ertrunkener Ruderer gefunden. Sergeant Simmonds quatscht zwar immer noch viel, doch ist er derjenige, der am Tatort Zweifel an der Todesfolge hat. Der Tote ist Marcus Hind, Trainer des Ruderclubs und durch seine Art ziemlich unbeliebt. Deshalb ist es auch kein Zufall, dass etliche Personen in seinem Umfeld ein Mordmotiv hätten. Es liegt an Heidi und Frederick den wahren Mörder zu ermitteln. Erschwerend kommt hinzu, dass sämtliche Ruderteammitglieder die gleichen Schuhe und Kleidung tragen, was der Spurenermittlung nicht dienlich ist. Aber auch Hinds Familie hatte jeden Grund dazu, ihn loszuwerden.

      Die Autorin nimmt den Leser mit durch die, für aussenstehende teilweise sehr speziell wirkende, Welt der Colleges und Ruderclubs. Ein typischer Whodunit-Krimi mit vielen Verdächtigen, die alle gut charakterisiert werden. Sei es Hinds Familie - die Frau, die betrogen wird, die Tochter, die ihren Vater liebt und alles macht was ihm gefällt; der Sohn, der genau das nicht macht, was sein patriarchalischer Vater wollte; die Studenten Josie, Ian, Ryan und Carl, die sich ihren Platz im Ruderteam erhalten wollen; Bootswart Peter, der dafür sorgt, dass im Bootshaus immer alles aufgeräumt ist.
      Die beiden Polizisten Heidi und Frederick gehen allen Fährten nach, kommen hinter die aufgetischten Lügen und kauen alles vermehrt durch, so lange bis sie das Rätsel um den Tod von Marcus Hind lösen.

      Über das aktuelle Privatleben der beiden wird jedoch auch erzählt: Heidi hat jeden Freitagabend Ausgang - ein Privileg, denn nicht jede Mutter hat Grosseltern zur Stelle, die ihre Kinder regelmässig hüten. Just als Frederick sich entschliesst, sich endlich bei Louise zu melden, bekommt er überraschend Besuch von seiner Ex-Freundin. Dies passt ihm gar nicht - seine entsprechende Gefühlslage kriegt sein Arbeitsumfeld ab.

      Wenn man nach einer ernüchternden Lektüre zu einem Buch greifen kann, von dem man weiss, dass man nicht enttäuscht wird, ist das richtig wohltuend. Die Oxfordkrimi-Serie ist zuverlässig diesbezüglich - auch der vierte Band hat mich überzeugt.

      Fazit:
      Ein entspannender und unterhaltender Britcrime, in dessen Fokus der Ruderclub steht.
      4 Punkte. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    Anzeige
    BuecherTreff.de in den Medien