Daniel Cole - Ragdoll. Dein letzter Tag / Ragdoll

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    Ragdoll - Dein letzter Tag

    von

    3.9|28)

    Verlag: Ullstein Taschenbuch

    Bindung: Broschiert

    Seitenzahl: 480


    ISBN: 9783548289199


    Termin: März 2017

    Das Buch ist der 1. Band der Reihe (2 Teile).

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    • Daniel Cole - Ragdoll. Dein letzter Tag / Ragdoll

      Ragdoll – Dein letzter Tag, Thriller von Daniel Cole, 480 Seiten erschienen im Ullstein Verlag.
      Daniel Coles Debüt, einThriller grotesk, faszinierend mit Schwächen am Ende.
      Detektiv William Oliver Layton-Fawkes genannt Wolf, versucht im Gerichtssaal einen für ihn sicher schuldigen Massenmörder, der freigesprochen wird, zu töten. Nach seiner Suspendierung kehrt er jedoch in den Dienst bei der Londoner Polizei zurück. Er wird zu einem grausigen Fund gerufen, eine aus Leichenteilen von 6 verschiedenen Opfern zusammengenähte bizarre Flickenpuppe, die den Kopf des Massenmörders trägt, hängt wie eine Marionette von der Decke und deutet auf Wolfs Wohnung die dem Fundort gegenüber liegt. Wolfs Exfrau Andrea erhält zur selben Zeit eine Liste, auf der sechs weitere Opfer mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Der letzte Name auf dieser Todesliste ist jedoch William Oliver Layton-Fawkes selbst. Die ermittelnden Beamten versuchen den Ragdoll- Mörder zu finden, doch er ist ihnen immer einen Schritt voraus.
      Den vorliegenden Thriller möchte ich in zwei verschiedenen Teilen beurteilen, im letzten Drittel wird die Story durch einen Plot-Twist für mich sehr schwierig. Zunächst handelt es sich hier um eine Erzählweise im auktorialen Stil, die Handlung wirkt durch die witzig-raffinierten Dialoge sehr lebendig. Die Spannung ist schon im Prolog, sowie im ersten Kapitel kaum zu überbieten, ein echter Pageturner, die ersten 300 Seiten flogen nur so dahin. Die bildhafte Sprache die der Autor verwendet ist unheimlich ausdrucksstark, z. B. „das marionettenhafte Ungeheuer“ oder „eklig grob zerteilte Fleischbrocken, faulen im kühlen Untersuchungsraum vor sich hin“ faszinierten mich. Die Spannung bleibt durch die Zeitangabe am Anfang der Kapitel unerträglich hoch, der Leser ist sich ständig bewusst, wie lange jedes Opfer noch „Restlebenszeit“ übrig hat. Immer wieder war ich überwältigt, wie es der Täter schafft, trotz Polizeischutz für die Opfer, seine Liste „abzuarbeiten“. Zwei Drittel der Geschichte kann man nur als fulminant, explosiv, raffiniert und voller Ideen bezeichnen. Vom letzten Drittel war ich sehr enttäuscht. Mir kam es fast so vor als ob das Ende von einem anderen Autor geschrieben wurde, es ist natürlich schwierig, dies zu begründen ohne zu viel von der Auflösung zu verraten. Ich hatte große Schwierigkeiten, die Hintergründe des Plots zu durchschauen und war mit der Klärung der Mordserie nicht unbedingt einverstanden.
      Ich konnte mit dem gesamten Team der Ermittler nicht warm werden, jeder ermittelte mehr oder weniger für sich allein und ständig war dicke Luft. Detektive Edwards - der Mann der scheinbar niemals schläft - wurde mir im Laufe der Ermittlungen immer unsympathischer. Auch die Figur Emily Baxter und ihre Art, konnte ich nicht nachvollziehen. Wolf, mal William mal Fawkes, dann wieder Wolf genannt, blieb für mich als Protagonist komplett undurchschaubar.
      Für das geniale Cover gibt es einen Extrapunkt, deshalb und wegen des grandiosen Einstiegs, finde ich, knappe 4 Sterne für angemessen.
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      :study: :musik: :montag:

      Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
      François Fénelon
    • Der Klappentext zu „Ragdoll – Dein letzter Tag“ vom britischen Autor Daniel Cole kündigt bereits an, dass den Leser eine spannungsgeladene Geschichte erwartet. Detective William Oliver Layton-Fawkes ist nach einer Suspendierung wieder in den Dienst zurückgekehrt. Das Londoner Morddezernat und damit auch Detective Layton-Fawkes, von allen nur „Wolf“ genannt, werden zu einem grausigen Leichenfundort beordert: Das Opfer, dass sie am Tatort vorfinden, entpuppt sich als ein aus den Körperteilen von 6 verschiedenen Menschen zusammengesetzter „Körper“. Eine Liste kündigt zudem weitere Morde des Täters an – die Zeit läuft.
      Ragdoll beginnt zuerst einmal mit einem Prolog, der den Leser in die Lage versetzt, zu verstehen, aus welchem Grund Wolf eigentlich suspendiert wurde – und setzt dann nach der Rehabilitierung von Wolf wieder ein. Der Spannungsbogen wird durch den Autor von Beginn an rapide aufgebaut, da die Entdeckung des verstörenden Leichnams nicht lange auf sich warten lässt. Im weiteren Verlauf begleitet der Leser dann Wolf und das Team um ihn herum. Unter anderem nehmen Emily Baxter, Kollegin und Freundin von Wolf und Finlay, Wolfs „Aufpasser“ für die erste Zeit nach seiner Rehabilitierung (und ein guter Freund) an den Ermittlungen zu den sogenannten „Ragdoll-Morden“ teil. Die Beziehung zwischen Wolf und Baxter ist herzlich, wenn auch kompliziert. Daniel Cole inszeniert nicht nur einen spannenden, spektakulären und schockierenden Kriminalfall, sondern lässt seine Leser auch an dem Beziehungsgeflecht und dem Innenleben seiner Charaktere in einem Maße teilhaben, dass sie einem ans Herz wachsen. Das ist ein Team von Ermittler, ja, aber das sind auch Menschen, die sich schon eine ganze Weile kennen und denen etwas aneinander liegt; es sind Menschen mit guten Eigenschaften und Fehlern, was sie real erscheinen lässt und es einem ermöglicht, sie und ihre Beweggründe zu verstehen.
      Meiner Meinung nach hält der Autor den Spannungsbogen durch Wendungen und das Auftauchen neuer Informationen im Verlauf der Handlung durchweg aufrecht. Ich jedenfalls habe beim Lesen regelmäßig unweigerlich den Atem angehalten.
      Zusammenfassend kann ich sagen: „Ragdoll“ von Daniel Cole ist einer der besten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe und erhält daher von mir eine definitive Leseempfehlung und 5 von 5 möglichen Sternen.
    • Nachdem ich den Klappentext und die dazugehörige Leseprobe verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf die Geschichte. Denn dieses Buch hörte sich nach einem sehr spannenden und nervenaufreibenden Thriller an. Somit waren meine Erwartungen sehr hoch. Es wäre wahrscheinlich besser gewesen, wenn ich ohne Erwartungen an diese Geschichte herangegangen wäre.
      Einerseits fand ich die Idee und den Fall richtig gut. Andererseits war leider die Umsetzung nicht so gelungen.
      Nicht das es schon reichen würde, dass der Autor, unserem „besten“ Mordermittler einen fürchterlich komplizierten Namen gegeben hat (William Oliver Layton-Fawkes), nein, er nennt ihn auch innerhalb der Geschichte immer wieder unterschiedlich. Mal Wolf, ein andermal Willi oder William aber auch Fawkes war im Angebot. Das allein hat bei mir fast bis zur Hälfte des Buches immer wieder zu Verwirrungen geführt.
      Der Schreibstil des Autors ist auch sehr individuell. Mir war er an vielen Stellen viel zu ausschweifend und undurchschaubar. Mit der Erzählperspektive bin ich überhaupt nicht zurecht gekommen, aufgrund des Umstandes, dass man als Leser nicht nur Wolf begleitet, sondern auch sein großes unüberschaubares Team von Ermittlern. Daher hat der Autor es nicht geschafft mir die Personen näher zu bringen oder die Figuren im gesamten greifbar und tiefgründig zu gestalten. Im Gegenteil, sie gingen mir an vielen Stellen auf die Nerven, da mir so ein richtiges ermitteln miteinander gefehlt hat. Es gab nur Sticheleien und Streit untereinander und jeder Ermittler hat sein eigenes Ding gemacht. Ein sehr unsympathisches Team.
      Hinzu kam der ständige Wechsel der Personen innerhalb eines Kapitels nach wenigen Seiten. Es war sehr undurchschaubar und hat die kurz aufkommende Spannung immer wieder zunichte gemacht.
      Im letzten Drittel wurde es dann etwas besser, da der Autor doch eine sehr unerwartet Wendung eingebaut hat die mich sehr überrascht hat.
      Das Ende lässt Raum für einen weiteren Teil, dem ich dann wahrscheinlich auch noch eine Chance geben werde. Denn der Plot der Geschichte war auf jeden Fall nicht schlecht.
      SuB Anfang 2017/aktuell: 738/731
      gelesene Bücher/Seiten 2017:
      72/28 698 (Pkt.: 280,98)
      :study:
    • Daniel Cole – Ragdoll

      Nach einem langfristigen Klinikaufenthalt ist Detective William Oliver Layton-Fawkes wieder zurück im Dienst. Der Fall des „Feuerbestatters“ Naguib Khalid hat sein Leben nachhaltig verändert.
      Als vier Jahre später eine stark verstümmelte Leiche auftaucht und ein Zusammenhang zu dem alten Fall scheinbar besteht, macht sich Wolf und seine Kollegin Emily Baxter auf der Suche nach dem Täter. Doch der Mörder von mindestens sechs Menschen ist noch lange nicht fertig und spielt der Presse, ausgerechnet seiner Ex-Frau Andrea, eine Todesliste zu. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn der Täter ist erst fertig, wenn er den letzten Namen auf der Liste streichen kann: William Oliver Layton-Fawkes

      Ich bedanke mich herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst meine ehrliche Meinung nicht.

      Ich habe schon lange nicht mehr so einen rasanten, temporeichen, spannenden und düsteren Thriller gelesen, der mich von der ersten bis zur letzten der über 460 Seiten gefesselt hat.
      Daniel Cole ist mit diesem Thriller ein großartiges, beklemmendes, gruseliges und sehr komplexes Debüt gelungen.
      Seine Charaktere haben diverse Stärken und Schwächen, wirken dadurch lebendiger und authentischer, sind facettenreich und detailliert ausgearbeitet und vereinen gute wie böse Seiten in sich. Man fühlt sich ihnen näher, als man wahrscheinlich möchte, aber genau das macht diesen Thriller so eindrucksvoll.
      Detective William Oliver Layton-Fawkes war mir von Anfang an sympathisch, wenn auch etwas distanziert und vor allem nicht vorhersehbar. Sein „Ausrutscher“ im Gericht, sein anschließender Klinikaufenthalt lassen ihn irgendwie zerstört wirken. Dazu noch die gescheiterte Ehe und Kollegen, die ihn lieber nicht in ihrer Nähe haben wollen.
      Emily Baxter, seine Kollegin hatte es da schon etwas schwerer mich für sich zu gewinnen, teils klingt sie überheblich und abweisend, dennoch ist sie eine gute Polizisten, auch wenn sie etwas abfällig mit ihren ihr neu zugewiesenem Kollegen spricht.
      Auch der Neuling Alex Edmunds konnte mich schnell für sich gewinnen, zielstrebig, verbissen und leider nicht besonders geschätzt in der Abteilung, versucht er allen recht zu machen, allen voran seiner Frau Tia, die über die Arbeitszeiten nicht begeistert zu sein scheint.

      Auch die Handlungsorte sind ebenfalls bildhaft beschrieben, sodass ich mich noch besser in der Story zurecht finden konnte.

      Die wechselnden Perspektiven und die Zeitsprünge zwischen 2014 und 2010 beleuchten nach und nach die Handlung, die abwechslungsreich und viele Überraschungen parat hält.
      Eine Fortsetzung zu diesem Buch und generell über Wolf kann ich mir gut vorstellen, da seine Geschichte noch nicht auserzählt ist und ich gespannt bin, wie es mit ihm weiter geht.

      Das Cover ist ein düsterer, beklemmender Blickfang der im eigentlichen Sinne nicht den Inhalt des Buches wieder spiegelt.

      Fazit: Spannend, beklemmend, Highlight. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne.
    • ‘Ragdoll. Dein letzter Tag’ von Daniel Cole ist im März 2017 im Ullstein Verlag erschienen. Bisher habe ich noch nichts von diesem Autor gelesen und sowohl die Covergestaltung wie auch der Klappentext haben mich neugierig auf diesen Thriller gemacht.
      Überzeugt hat mich die Buchidee, dass eine Leiche aus den Einzelteilen verschiedener Mordopfer zusammengestückelt aufgefunden wird und dieser Fall noch im Zusammenhang mit einer sehr prominenten Mordgeschichte, die mit Freispruch geendet hat, steht. Die aufgetauchte Liste ist mysteriös und verspricht eine spannende Geschichte.
      Ich habe dieses Buch während des Lesens immer wieder weggelegt und musste ich phasenweise zwingen weiterzulesen. Der Schreibstil des Autors und die Enden der Kapitel waren für mich nicht so packend, dass ich nicht zum Lesen aufhören konnte. Außerdem habe ich für meine Verhältnisse langsam gelesen, weil ich mich auf den Text konzentrieren musste und nicht automatisch das Kopfkino bei mir angesprungen ist, obwohl ich London sehr gut kenne. Auch von vielen handlungstragenden Personen hatte ich beim Lesen kein Bild vor Augen und sie blieben für mich bis zum Schluss schemenhaft.

      Insgesamt war für meinen Geschmack zu viel Nebenhandlung in diesem Buch verpackt. Während das erste Drittel noch vergleichsweise spannend war, wurde die Geschichte zum Ende hin für mich immer abgespacter und unglaubwürdiger. Ich hatte schon die Befürchtung, dass die ganze Handlung ins Fantasy Genre abdriftet, was mir aber erspart geblieben ist.
      Am Ende der Geschichte, nach der Auflösung, bleiben für mich noch viele Fragen offen, zum Beispiel wer die Ragdoll so fachmännisch zusammengenäht hat. Außerdem fehlt mir ein Bezug zum Vogel am Cover, denn darauf geht die Geschichte gar nicht ein. Hier wäre wahrscheinlich eine Stoffpuppe (Ragdoll) passender gewesen.


      Fazit: Bei mir ist während des gesamten Lesens kein Thrill aufgekommen, die Charaktere bleiben mir zu flach, das Ende lässt mir zu viele Fragen offen und ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, das Buch nicht aus der Hand legen zu können.
    • Ragdoll ist ein spannendes und überraschendes Erstlingswerk, das uns einen Detective präsentiert, der zum Mittelpunkt eines Falls wird, dessen Wurzeln in seiner Vergangenheit verwurzelt liegen. Packend geschrieben, spannend durch und durch, somit eine Leseempfehlung für Thrillerfans.

      Inhalt:
      Ein zusammengeflickter Leichnam wird gefunden, dessen einzelne Körperteile sechs Opfern zugeordnet werden können. Detective Wolf von der Londoner Polizei wird an den Tatort berufen, während seine Ex-Frau eine Liste mit sechs weiteren Namen erhält, die in den nächsten Tagen und Wochen ermordet werden sollen. Persönlich wird der Fall, als Wolf erfährt, dass sein Name als letztes auf der Liste vermerkt ist...

      Setting und Stil:
      London zeigt sich mal wieder von seiner regnerischen Seite, die perfekt zur trüben und düsteren Grundstimmung des Thrillers passt. Den Fall erlebt man hauptsächlich als Wolfs Sicht, wobei auch auf andere Charaktere gewechselt wird. Zeitsprünge in die Vergangenheit dürfen nicht fehlen, um als Leser das völlige Ausmaß dieses besonderen Falls nachvollziehen zu können.

      Charaktere:
      Detective Fawkes aka Wolf als sympatisch zu beschreiben, wäre wohl übertrieben. Man merkt, dass er schon einiges in seinem Leben durchgemacht hat und es viele bleibende Spuren gibt. Er ist ziemlich uneinschätzbar und kann von einem auf den anderen Moment ein völlig anderer sein. Trotzdem ist es spannend, mit der Zeit mehr über ihn zu erfahren und herauszufinden, wodurch er zu dem wurde, was er ist.
      Eine Ex-Frau ist für einen Polizisten ja schon fast ein Muss. Als Journalistin steht sie auf der anderen Seite der Ermittlungen und wird natürlich auch mit in den Fall verstrickt, der ihrem Ex-Mann das Leben kosten könnte.
      Die einzige andere Frau in Wolfs Leben ist eine Kollegin, für die er durchaus mehr als nur ein beruflicher Partner sein dürfte.
      Der Täter, der lange nur durch seine Taten und Ankündigungen in Erscheinung tritt, ist genial bösartig. Gleichzeitig ist seine Motivation durchaus logisch nachvollziehbar.

      Geschichte:
      Der Fall fesselt von der ersten Begegnung mit der Ragdoll bis hin zum unausweichlichen Finale an Wolfs angekündigtem Todestag. Dazwischen liegen viele spannende Seiten, etliche überraschende Wendungen und eine rundum gelungene Geschichte, dich mich nicht loslassen wollte.

      Fazit:
      Daniel Coles gelungenes Debüt kann ich nur jedem Thrillerfan ans Herz legen, der gerne Romane mit etwas anderen Ermittlern lesen. Es ist Wolfs Geschichte und die führt halt auch an Orte, die selbst Wolf gerne vergessen und verdrängt hätte. Jäger und Gejagter schenken sich nichts und während die Zeit verrinnt, wird man als Leser immer tiefer in die Geschichte hineingezogen. Fast 500 Seiten fesselndes Leseerlebnis.
      Gespannt bin ich, wie es nach so einem Buch mit Teil 2 weitergehen kann. Eine echte Herausforderung für den Autor.
    • Detectiv William Oliver Layton-Fawkes, kurz Wolf genannt, ist einer der besten Mordermittler bei der Londoner Polizei, Doch er hat teilweise sehr unkonventionelle Methoden, die Täter dingfest zu machen und hat auch keine Scheu, seine Meinung durchzusetzen. Dafür saß er dann auch eine Zeit in der Psychiatrie, da er einen Angeklagten, der freigesprochen werden sollte, im Gerichtssaal fast zu Tode geprügelt hatte. Letztendlich stellte sich heraus, das Wolf recht hatte, nachdem der Täter, der nur der Feuerbestatter genannt wurde, ein weiteres Mädchen getötet und verbrannt hatte.
      In seinem aktuellen Fall geht es um den "Ragdoll" Mörder. Eine bizarre Konstruktion in einer Wohnung genau gegenüber von der von Wolf ruft die Ermittler auf den Plan. Eine Leiche, bestehend aus 6 Teilen unterschiedlicher Menschen, wurde auf groteske Weise aufgehängt. Das Ermittlerteam rund um Wolf begibt sich auf die Spurensuche. Was hat es mit diesen 6 Personen auf sich? Wer sind sie und wie sind sie miteinander in Verbindung zu bringen? Des Weiteren taucht noch eine Liste auf mit Namen und dazugehörigem Todesdatum. Die Aufgabe der Ermittler ist es, die Personen zu schützen, doch wird ihnen das gelingen? Werde ich nicht verraten. Der letzte Name auf der Liste ist Wolf selber. Aber er kann erstaunlich gut damit umgehen, das seine Zeit abläuft...
      Die Protagonisten wurden gut ausgeleuchtet, der Autor hat sich interessante Persönlichkeiten ausgedacht. Der Schreibstil war flüssig, keine Längen, die Spannung konnte durchweg gehalten werden bis zum fulminanten Ende, das mir übrigens ausgesprochen gut gefallen hat. Dieses Buch ist ein richtiger Pageturner. Ich würde mich freuen, wenn es noch mehr Fälle rund um das Ermittlerteam geben würde.
      Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel herausgucken.

      Georg Christoph Lichtenberg
    • DIE STETIG TICKENDE TODESUHR
      „Der neue Bestsellerautor Daniel Cole sorgt für einzigartige Spannung, die süchtig macht“. Der Aussage kann ich mich vorbehaltlos anschließen. Dem jungen Autor gelang mit „Ragdoll - Dein letzter Tag“ ein starker Debütroman. Ragdoll ist ein äußerst clever erarbeitetes Mordkomplott mit überraschenden Wendungen und Zusammenhängen.

      Die Handlung:
      Die Geschichte beginnt im Jahr 2010 im „Old Bailey“, dem berühmten Londoner Gerichtsgebäude. Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt WOLF, rastet im Gerichtssaal vollkommen aus als das Urteil für den „Feuerbestatter“ genannten Serienmörder nicht schuldig lautet. Er schlägt ihn fast tot. Vier Jahre später kehrt Wolf nach seiner Suspendierung wieder zu seinem Ermittlerteam der Metropolitan Police zurück. Er wird zu einem grausigen Fund gerufen. In einer Wohnung, die seiner gegenüber liegt, hängt eine Leiche. Das besonders Entsetzliche ist, dass sie aus sechs Körperteilen von sechs Opfern grob zusammengenäht wurde zu einer „Ragdoll“. Fast gleichzeitig erhält die Journalistin Andrea, Wolfs Exfrau eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Der Ragdoll-Mörder ist unwahrscheinlich clever und trickst die Polizei aus. Die „Todesuhr“ beginnt zu ticken und ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Der letzte Name auf der Liste lautet:
      DETECTIVE WILLIAM OLIVER LAYTON-FAWKES .

      Meine Meinung:
      In einer besonderen Erzählweise, in einer direkten Draufsicht auf das Geschehen vermittelte Daniel Cole von der ersten bis zur letzten Seite eine unheimliche, knisternde Spannung und erzeugte einen mitreißenden Sog. Eine unerklärliche atemberaubende Atmosphäre! Dabei versteht er es scheinbar auch noch zwischen den Zeilen Spuren für den Leser zu legen und starke Charaktere zu schaffen. Vom Prolog an bis zum Schluß endet jedes Kapitel mit einer Überraschung. Ein fortwährendes Auf und Ab in den Ermittlungen sorgt dafür, dass der Mißerfolg überwiegt. Das ist aber auch kein Wunder bei dem chaotisch agierenden Ermittlerteam mit einem Chef, der sich nicht durchsetzen kann. Die äußerst brutalen Morde und ein ständiger Wettlauf mit dem übermächtig erscheinenden Killer tun ihr Übriges. Wolf gebärdet sich zeitweise wie eine tickende Zeitbombe, die auf ihre Selbstzerstörung wartet. Er hat den schwierigsten und außergewöhnlichsten Charakter, obwohl er zumindest bei den Frauen einen ganz schönen Schlag besitzt. Eine besondere Beziehung verbindet ihn mit Emily Baxter, der unberechenbaren Kollegin. Sie brauchen sich wie die Luft zum Atmen. Alex Edmunds, der jüngste im Team, ist ehrgeizig und arbeitet wie ein Berserker Tag und Nacht. Am Ende des Buches war dieser Protagonist mit seiner privaten Entscheidung für mich eine besondere Überraschung.
      Es war alles für mich plausibel und folgerichtig. Vor allem die Einblendungen aus der Psychiatrie aus den Jahren 2010/11 halfen mir beim Verstehen der Geschehnisse. Viel psychologisches, psychopathisches, übernatürliches (Gott, Teufel, Dämon), krankhaftes spielte eine große Rolle.
      Wolf geht aus dem grausamen Mordgeschehen nicht als Sieger, aber auch nicht als Verlierer hervor. Das Ende ist meiner Meinung nach offen und läßt dem Autor Raum, ob er die Geschichte weiterverfolgt als Fortsetzung oder ob er es dabei beläßt.
      Das Cover in seiner Düsternis, schwarzer Vogel auf schwarzem Grund, paßt zum Genre. Mit dem Inhalt des Thrillers hat es nichts zu tun.
      Ich vergebe fünf Sterne für ein reifes Debüt. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    • Ohnmächtig vor Hass, außer sich vor Zorn, rasend vor Wut greift Detektive William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, im berühmten Gerichtssaal „Court One“ den gerade freigesprochenen Angeklagten Naguib Khalid an, mit dem Ziel ihn zu töten. In letzter Sekunde kann dies verhindert werden. Doch Wolf ist überzeugt das Khalid der Feuerbestatter ist, ein Serientäter der 27 weibliche Opfer zwischen 14- 16 Jahren bei lebendigem Leib angezündet hat. Doch Recht und Gerechtigkeit sind nicht dasselbe und durch geschickte Verfahrensprozesse, vermutlicher Falschaussagen von Zeugen, verunreinigte Beweise und nicht zuletzt die Verfahrensbeschwerden gegen Wolf, wird der Angeklagte von den
      Geschworenen für nicht schuldig befunden. Wolf wandert in eine psychiatrische Einrichtung, die Medien schlachten sein Leben und seine psychische Verfassung aus , seine Ehe geht in die Brüche und seine Kollegen sind geschockt über Wolfs Verhalten und Khalids Freispruch. Monate später wird Khalid dennoch als der Feuerbestatter verhaftet,neben der brennenden Leiche eines kleinen Mädchens…

      Vier Jahre später, Wolf ist wieder in den Dienst versetzt worden, werden er und seine Kollegen zu einem Leichenfund, ganz in der Nähe von seiner Wohnung gerufen. Eine bizarre Leiche die an fast unsichtbaren Fäden von der Decke schwebt, schnell ist ersichtlich das die Leiche aus unterschiedlichen Leichenteilen, sowohl männlicher wie weiblicher zusammengesetzt wurde, eine Flickenpuppe. Fast gleichzeitig erhält Wolfs Ex-Frau eine Liste mit Namen von Personen und deren genauem Sterbedatum. Eine Todesliste und ganz unten steht Wolfs Name…

      Erkennst du ein Monster wenn du es auf der Straße siehst? Erkennst du den „Wolf im Schafpelz“?

      Unter diese Maxime hat der Autor sein Debüt gestellt. Wahrlich ein ganz beachtliches Buch das sich auf dem wohl äußerst umkämpften Markt behaupten wird und Daniel Cole in die Riege namhafter Thrillerautoren katapultiert. Dabei spielt auch er mit den üblichen Klischees dieses Genres. Den brillanten Ermittler, jedoch physisch und psychisch am Ende seiner Kräfte. Die ebenso hart arbeitende Kollegin, zickig und mit extrem spitzen Ellbogen ausgestattet .Ein Kollegen der sich unverhofft als Hilfsprofiler entpuppt sowie die weitere Teammitglieder die irgendwie nicht wie ein Team sondern auf eigene Faust ermitteln ohne Rücksicht auf Verluste, gerade die eigene Gesundheit betreffen. Und doch Daniel Cole vermag mich mit seiner Geschichte und vor allen Dingen mit der Aufklärung überzeugen, gepaart mit einem flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil. Gefallen haben mir auch die detaillierten Beschreibungen der Beteiligten ( Cole verfügt über eine sehr gute Beobachtungsgabe, die er sehr verständlich wiedergibt), es werden im Laufe der Geschichte zwar immer mehr, trotzdem behielt ich sehr gut den Überblick.
      Ein fulminanter Thriller an dessen Seiten man förmlich klebt.
    • Düster und fesselnd!

      Das Buch:

      In Ragdoll von Daniel Cole geht es um ein Ermittlungsteam, welches
      die grausamen Ragdoll-Morde aufklären soll. Im Mittelpunkt steht dabei
      Detective William Oliver Layton-Fawkes, kurz Wolf genannt, der eines der
      weiteren angekündigten Opfer werden soll. Es beginnt ein Wettlauf gegen
      die Zeit, bei dem immer mehr Details ans Licht kommen.

      Mein Eindruck:

      Ich bin von dem Buch insgesamt sehr begeistert, da es sehr düster
      ist und nicht das klassische voraussehbare Ende besitzt. Besonders
      gefällt mir, dass erst im letzten Viertel des Buches langsam bekannt
      wird, wer hinter den grausamen Taten steckt. Häufig wird dies in
      Thrillern relativ früh bekannt, oder sogar aus Sicht des Killers
      erzählt. Hier tappt man jedoch, genauso wie das Ermittlungsteam, sehr
      lange im Dunkeln und auch die vagen Hinweise sind nicht ausreichend, um
      dahinter zu kommen. Auch die Identifikation der 6 Leichenteile dauert
      lange über die Hälfte des Buches hinaus, sodass die Ermittlungsarbeit
      sehr realistisch wirkt. Hier werden keine unrealistische Action und
      Zufälle geboten, sondern die Spannung vielmehr durch realistische
      Ermittlungsarbeit und einzelne Informationsfetzen aufrecht erhalten.
      Neben den Ermittlungen werden auch immer wieder die handelnden
      Personen und deren Privatleben näher beleuchtet, sodass man mit diesen,
      je besser man sie kennen lernt, umso mehr mitfiebert und schnell
      Sympathien und Antipathien entwickelt.

      Ein kleiner Minuspunkt ist, dass die Handlung, trotz aller Spannung
      und weniger Informationen, manchmal etwas vorhersehbar war. Es gab
      einige wenige Punkte im Buch, wo ich mir als Leser dachte "Ein
      erfahrener Ermittler hätte sich denken können, dass das passiert."

      Mein Fazit:

      Ragdoll ist das ideale Buch für all diejenigen, die düstere, blutige
      und auch ein bisschen gewalttätige Thriller mögen und die kein
      Happy-End benötigen, um ein Buch als "gut" einstufen zu können.
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
    • "Ragdoll" hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Gerade am Anfang ist das Buch sehr spannend - der Mörder beweist früh, dass er gerissen und skrupellos ist und es war interessant zu sehen, wie das Team versuchte, ihm auf die Schliche zu kommen und weitere Morde zu verhindern. Dass auch die Presse involviert war, dazu noch in Gestalt der Ex-Frau des Protagonisten, war ebenfalls ein interessanter Aspekt. Der Autor hat hier gut dargestellt, was für ein zweischneidiges Schwert die öffentliche Aufmerksamkeit sein kann und wie skrupellos manche Reporter vorgehen, nur um eine große Story zu bekommen, bevor ihnen jemand zuvor kommt.

      Die Charaktere an sich sind gut ausgearbeitet und alle, gerade Fawkes selbst, haben ihre klaren Stärken und Schwächen, wodurch sich interessante Dynamiken ergeben haben. Meiner Meinung nach hätten sie allerdings etwas ausführlicher beleuchtet werden können; der Fall dagegen ist insgesamt stimmig aufgebaut und dadurch, dass man weiß, wer wann zum Opfer werden soll, verfolgt man die Geschichte mit einem gewissen Hoffen und Bangen, da man darauf wartet, ob das nächste Opfer gerettet werden kann. Leider fand ich diesen Teil des Buches aber auch ziemlich vorhersehbar; es war schnell klar, wann das Team scheitern würde und es wurden auch ein paar Entscheidungen getroffen, die keinen Sinn ergeben haben. Für mich war hier offensichtlich, dass der Mörder diese kleinen Lücken im Sicherheitssystem nutzen würde, um sein Ziel zu erreichen und es war ein wenig ärgerlich, dass diese Lücken trotz all der Vorkehrungen und Bemühungen zugelassen wurden.
      Später dagegen gibt es eine Wendung, die mich sehr überrascht hat und dies hat die vorherige Berechenbarkeit fast ausgeglichen. Ich konnte kaum glauben, dass der Autor die Geschichte in diese Richtung entwickelt hat und hätte nie damit gerechnet, aber obwohl mir diese Entwicklung nicht gefallen hat, war sie stimmig und passte gut zu allem, was man über den Protagonisten, seine Hintergründe und den Fall an sich wusste. Da der Autor wohl plant, weitere Bände über diese Figuren zu schreiben, bin ich auf jeden Fall gespannt, wie es weiter gehen und wie er mit dieser komplexen, schwierig zu bewertenden Situation umgehen wird.

      Von mir gibt es :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: mit Tendenz nach oben.
      _________________
      Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag und Jellybooks.de, die das Buch im Rahmen einer Testleseraktion zur Verfügung gestellt haben.
      Carpe Diem.
      :study: Vanessa Diffenbaugh - Die verborgene Sprache der Blumen
      2017 gelesen: 145 Bücher mit 58.983 Seiten (2016: 262 Bücher mit 102.636)
    • Klappentext

      Der umstrittene Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, ist nach seiner Suspendierung wieder in den Dienst bei der Londoner Polizei zurückgekehrt. Wolf ist einer der besten Mordermittler weit und breit. Er dachte eigentlich, er hätte schon alles gesehen. Bis er zu einem grausigen Fund gerufen wird. Sechs Körperteile von sechs Opfern sind zusammengenäht zu einer Art Lumpenpuppe, einer »Ragdoll«. Gleichzeitig erhält Wolfs Exfrau eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch der Ragdoll-Mörder ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Und der letzte Name auf der Liste lautet: Detective William Oliver Layton-Fawkes ...

      Meine Meinung

      Das Buch beginnt mit einem kurzen Rückblick auf die Verhandlung eines Serienmörders, dem Detective William Layton-Fawkes, kurz "Wolf" genannt, seine Suspendierung zu verdanken hat. Die Zusammenhänge werden nach und nach aufgedeckt und obwohl man den Verlauf immer schon ein bisschen ahnt, war es trotzdem sehr spannend zu verfolgen, wie der Mörder die Polizei an der Nase herumführt.

      Der Schreibstil war mir etwas ungleichmäßig und unnahbar ... ich weiß nicht, wie ich es anders nennen soll. Manches wurde recht schnell abgehandelt, wo ich auf etwas mehr Gefühle gehofft hätte, andererseits hätte man bei den Ermittlungen zum Beispiel nicht ganz so ausführlich ins Detail gehen müssen. Auch das Verhalten der Figuren, das "Geschrei" - irgendwie schreien die sich oft an - was situationsbedingt aber nicht so gepasst hat, war an manchen Stellen unangebracht. Überhaupt die Reaktionen, die ich nicht immer nachvollziehen konnte. Vielleicht liegt das auch ein bisschen an der Übersetzung, aber das kann ich nicht beurteilen - jedenfalls ging es mit gutem Tempo voran, wobei es oft auch abrupte Szenenwechsel gab, die mich ein bisschen irritiert haben.

      Ab und zu hätte ich mir mehr zu den Figuren gewünscht. Sie werden zwar sehr gut rübergebracht, aber richtig nahe gekommen bin ich ihnen nicht - was bei einem spannungsgeladenen Thriller jetzt nicht so ein Problem für mich wäre, aber es ging hier auch viel um Ermittlerarbeit und die Charaktere, die in den Fokus gerückt wurden - und da entstand eine Dynamik, die mich zu sehr auf Abstand gehalten hat.

      Wolf zum Beispiel, der Hauptprotagonist, ist ein sehr eigenwilliger Charakter, was man aber durch seine jüngste Vergangenheit sehr gut nachvollziehen kann. Durch die ständige Konfrontation mit seiner Exfrau Andrea und seiner etwas undurchschaubaren Beziehung zu seiner Kollegin Baxter konnte ich zwar einiges herauslesen, aber mir hat insgesamt bei allen ein bisschen die Tiefe gefehlt. Allerdings soll es ja eine Reihe werden, also kann das ja auch durchaus noch kommen.
      Besonders angetan hat es mir ja der Praktikant Edmund, der vom Betrugsdezernat zur Mordkomission wecheln will und die Ermittlungen unterstützt. Auch wenn er mir nicht direkt sympathisch war, hat er doch mehr und mehr versucht, seinen Standpunkt durchzusetzen und alles getan, um seinen Verdacht zu bestätigen. Dadurch hat er bei mir einige Pluspunkte gesammelt.

      Insgesamt hat die Geschichte viele kleine Aufhänger, die sie interessant machen. Gleichzeitig aber auch kleine philosophische Ansätze, die nicht so recht reinpassen und irgendwie so wirken, als wären sie unbedingt irgendwie mit reingepresst worden.

      Wichtig war mir aber vor allem natürlich die Aufklärung der Morde und die Spannung, die hier super aufrecht erhalten wurde und viele Phasen einfach nur fesselnd waren. Durch die "Todesliste" gibt es immer jemanden, den man retten muss und natürlich auch die "Ragdoll", von der die Ermittler erstmal die verschiedenen Körperteile identifizieren müssen. Damit entsteht nach und nach ein Bild, dessen Auflösung am Ende verblüffend war, mir aber einen Tick zu früh offenbart wurde. Es war jetzt nicht unbedingt etwas neues und ich bin gespannt, wie sich hieraus eine Fortsetzung basteln lässt.

      Ich bin etwas unschlüssig, denn es gab durchaus einige Kleinigkeiten, die mir nicht so gefallen haben - die Spannung und das Tempo waren aber überwiegend vorhanden, deshalb gibt es hier auf jeden Fall 4 Sterne von mir.

      © Aleshanee
      Weltenwanderer
      :study: "Der englische Botaniker" von Nicole C. Vosseler
      Mein Bücherblog: Weltenwanderer
    • Daniel Cole - Ragdoll - Originaltitel: Ragdoll

      Der Autor (Quelle: Amazon)

      Daniel Cole wurde 1983 geboren. Er hat bisher als Sanitäter, Tierschützer und für die britische Seenotrettung gearbeitet. Sein Drang, Menschen zu retten, entspringt möglicherweise dem schlechten Gewissen wegen der großen Zahl der Figuren, die er beim Schreiben umbringt. Er lebt im sonnigen Bournemouth in Südengland und ist meist am Strand anzutreffen, obwohl er eigentlich an seinem nächsten Buch schreiben sollte. Sein Debüt »Ragdoll« erscheint in 34 Ländern.

      Produktinformation (Quellle: Amazon)

      • Broschiert:480 Seiten
      • Verlag:Ullstein Taschenbuch (27. März 2017)
      • Sprache:Deutsch
      • ISBN-10:3548289193
      • ISBN-13:978-3548289199
      • Originaltitel: Ragdoll



      Die Liste des Killers

      Ein vermuteter Serienkiller steht vor Gericht. Doch er wird freigesprochen und das kann der Mann, der ihn verhaftet hat, nicht so hinnehmen….

      Vier Jahre später… Polizei Detective William Oliver Layton-Fawkes, kurz Wolf genannt, ist wider Erwarten wieder im Dienst. Er wird zu einem Fundort gerufen. Was er dort vorfindet, erschüttert ihn sehr….

      Die Polizei leistet harte Arbeit, um herauszufinden, wer alles für die Ragdoll ermordet worden ist. Doch das ist gar nicht so einfach….

      Andrea, ihres Zeichens die Ex-Ehefrau von Wolf, ist Reporterin. Und sie erhält Bilder und eine Liste mit sechs Namen. Und das von dem Killer….

      Der erste auf der Liste stirbt obwohl er sich bei der Polizei befindet….

      Doch es wird nicht der einzige bleiben…

      Im Kommissariat arbeitet auch Edmunds, ein junger Mann, der sich vom Betrugsdezernat hierher versetzen ließ. Und was er letztendlich herausfindet, erschüttert alle zutiefst….

      Warum wird der Serienkiller freigesprochen? Was tut Wolf, der das so nicht hinnehmen kann? Wieso konnte Wolf so schnell wieder bei der Polizei arbeiten? Was erschüttert ihn so an dem Leichenfund? Warum ist es nicht so einfach herauszufinden, wessen Teile zu der Ragdoll zusammengenäht worden sind? Weshalb schickt der Killer die Bilder und die Liste an Andrea und nicht direkt an die Polizei? Wer war der erste auf der Liste? Wie konnte der getötet werden, obwohl er sich bei der Polizei befand? Und wer würde noch ermordet werden? Würde der Täter alle umbringen die auf der Liste stehen? Oder würde die Polizei ihm noch vorher auf die Spur kommen? Was findet Edmunds heraus, das alle so sehr erschüttert? Alle diese Fragen - und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.



      Meine Meinung

      Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Der Schreibstil ist unkompliziert, d.h. mir stellten sich keine Fragen nach dem Sinn eines Wortes oder gar ganzen Satzes. Es ist gut verständlich geschrieben. Auch war ich schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Die Spannung setzte schon ein, als im Prolog Wolf den Freigesprochenen fas tot prügelte. Ich fragte mich, was wohl mit ihm – Wolf – jetzt passieren würde. Ich konnte mir eigentlich nicht vorstellen, dass er nach so relativ kurzer Zeit – vier Jahre – wieder in den Polizeidienst zurückkehren würde. Und doch war es so. Davon bin ich allerdings nicht überzeugt. Ansonsten war das Buch durchaus spannend. Ich habe mich gefragt, ob sie die nächste Person auf der Liste finden würden, wenn ja, ob sie sie schützen können, oder ob der Killer wieder gnadenlos zuschlägt. Das Buch endet mit einer Überraschung, die ich so nicht erwartet hatte. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, will ja nicht spoilern. Was mir jedoch letzten Endes noch fehlt, ist ein Epilog. Denn für mich blieb zumindest eine Frage offen. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch doch sehr gut gefallen, auch wenn der Wiedereinstieg Wolfs in den Polizeidienst realitätsfremd war. Von mir bekommt das Buch vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.
      Liebe Grüße
      Lerchie


      _______________________
      nur wer aufgibt, hat schon verloren
    • Der Debüt-Thriller von Daniel Cole mit dem Titel ‚Ragdoll’ spielt in England und handelt von einem Detective namens William Oliver Layton-Fawkes, dessen Spitzname WOLF ist.
      Wolf wird zu einem Tatort gerufen, welcher vor allem für ihn mehr als verstörend ist, denn er liegt genau gegenüber seiner eigenen Wohnung und die vorgefundene Leiche, welche aus mehreren zusammengesetzten Leichenteile besteht, wurde an nahezu unsichtbaren Schnüren so drapiert, dass der eine Arm mitsamt Finger auf SEINE gegenüberliegende Wohnung zeigt…als kurze Zeit später noch eine Liste auftaucht, auf welcher gerade er auch als nächstes Opfer benannt wird, wird alles noch mysteriöser…
      Ich muss sagen: ein absoluter Thriller ganz nach meinem Geschmack.
      Allein das Cover fand ich sehr ansprechend: düster und geheimnisvoll durch den schimmernden Raben – ein totaler Eyecatcher. Auch der Klappentext förderte mein Interesse und als ich mich eingelesen hatte, war ich nahezu gebannt und konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen.
      Durch WOLF ist dem Autor eine ganz eigene und besondere Art an Charakterdarstellung gelungen, denn William wirkt auf mich eher verschlossen, ein wahrer Einzelgänger, der sich nicht gern in die Karten blicken lässt. Auch seine Kollegin Baxter und vor allem der Neuzugang Edmunds spielen eine mehr als tragende Rolle in dem ganzen Geschehen, was einen extrem fasziniert, aber gleichzeitig zum Nachdenken und Grübeln anregt. Weiß hier einer mehr als er zugeben möchte?! Es gibt auf alle Fälle eine undichte Stelle – aber wer könnte es sein?! Wem kann man noch vertrauen?!
      Der Schreibstil ist meines Erachtens wunderbar flüssig, und es wird auch auf eine extrem hochstilisierte Wortwahl verzichtet.
      Für sein Debüt wahrlich erstklassig – und ich hoffe, dass es nicht nur dieses eine Buch von Daniel Cole geben wird, denn er hat sich in den wenigen Stunden des gedanklichen Fesselns einen weiteren Fan gesichert…
    • "Wer sich mit dem Teufel einlässt, verändert nicht den Teufel, sondern der Teufel verändert ihn."
      Nach seinem letzten Fall vor 4 Jahren, bei dem Detective William Oliver Layton-Fawkes genannt Wolf suspendiert wurde, landete er eine ganze Zeit in einer Psychiatrie. Doch nun ist er zurück und soll sich bewähren und bekommt es sofort mit einem sehr schwierigen Fall zu tun. In einer Wohnung wird eine grausame Leiche gefunden, an Fäden aufgehängt schwebt sie nackt über dem Boden, doch es ist nicht eine Leiche, nein sie besteht aus sechs Leichenteilen. Das einzige was Wolf erkennt, ist der Kopf seines Widersachers Naguib Khalid dem Feuerbestatter aus seinem letzten Fall. Diese Flickenpuppe auch Ragdoll genannt, erweist sich als überaus schwierig, den die Ermittler müssen erstmals die weitere Identität der einzelnen Teile und die Zusammenhänge der Personen miteinander herausfinden. Wenig später findet Wolfs Exfrau Andrea einen Umschlag mit Fotos und einer Todesliste mit den nächsten 6 Opfern in ihrem Briefkasten. Nun beginnt der Wettlauf mit der Zeit, den hinter jedem Namen steht das Todesdatum und Detective Wolf ist das letzte Opfer. Durch Polizeischutz will man die Opfer schützen, doch der Mörder ist schlau und immer einen Schritt weiter als die Polizei. Kann Wolf und seine Kollegen die Todeskandidaten schützen und seinen eigenen Tod verhindern? Wer sind die ersten sechs Opfer des Ragdolls?

      Meine Meinung:
      Ich halte ja nichts von Hype, aber dieser konnte selbst mich größtenteils überzeugen. Ein Debütroman wie ich ihn selten erlebt habe, Daniel Cole hat ein Faible für Thriller und einen spannenden Stoff gefunden. Der Schreibstil ist fesselnd, sehr gut und mit einer Spannung, die leider am Ende ein wenig schwächelt. Auch gab es ein paar kleinere Fehler, wie z. B.: Dass die Ermittler unermüdlich und ohne Essen im Einsatz sind, was körperlich kaum möglich ist. Das wen jemand so viel Blut verliert, wie Baxter wohl sich kaum wieder aufrappeln kann. Vielleicht sollte da der Sanitäter Cole doch noch ein wenig besser recherchieren. Aber für seinen ersten Roman, Chapeau muss ich sagen, er hat es trotzdem hervorragend hinbekommen mich über 400 Seiten zu packen und faszinieren. Das Cover ist brillant, dieser Vogel auf Angriff und die düstere Farbgebung gibt dem ganzen was mystisches und spannendes. Auch die Ermittler sind größtenteils sehr spezielle Charaktere, was dem ganzen eine zusätzliche Würze gibt. Besonders Wolf mit seiner Vorgeschichte steht im Fokus dieses Geschehens, schon dadurch das er das letzte Opfer ist. Das Ende war mir allerdings dann doch ein wenig zu flach, unspektakulär und weist dazu noch auf eine Fortsetzung hin, die man vielleicht nicht unbedingt gebraucht hätte. Trotzdem freue ich mich auf diese und auf eine Verfilmung des Buches und deshalb von mir gute 4 von 5 Sterne für dieses Debüt. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :applause: :thumleft:
    • Inhalt
      Wolf ist Detektiv in London. Dies ist schon erstaunlich, denn er war 4 Jahre zuvor, berechtigt suspendiert worden.
      Gerade wieder im Dienst, wird seiner Wohnung gegenüber eine Leiche entdeckt. Bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass es nicht eine Leiche ist, sondern ein von verschiedenen Toten zusammengesetzten Gebilde. Schnell ist klar, dass dies mit dem Fall zu tun hat dessent wegen Wolf damals suspendiert wurde. Ratlos agiert Wolfs Team.
      Dann taucht über eine Journalistin noch eine Todesliste auf, mit Daten zu jedem Namen.
      Meinung
      Das Cover des Buches finde ich wunderschön. Die Optik spricht mich wirklich an. Mit dem Inhalt es allerdings nichts zu tun.
      Dies ist ein spannender Thriller. Bis zum Schluss ist die Lösung des Ganzen unklar.
      Der Schreibstil ist flüssig und ansprechend. Man kann das Buch gut durchlesen ohne dass es anstrengend wird.
      Leider sind die Charaktere alle sehr negativ dargestellt. Wolf als Hauptprotagonist ganz besonders. Diese Figur wird auch nicht durch andere Protagonisten irgendwie ausgeglichen.
      Die ganze Abteilung der Polizei wird als unterbelichtet dargestellt. Bis auf einen Neuling aus einem anderen Dezernat.
      Es sind auch so einige Logikfehler in der Handlung, die doch stören.
      Mein Eindruck vom Schluss. Der ist so unkonsequent, um einen Aufhänger für den 2. Teil zu haben.
      Insgesamt eine tolle Idee für einen Thriller, aber noch nicht ganz ausgereift in der Umsetzung.


      Es ist ein ewiger Zwiespalt: arbeitet man am Abbau des SuB oder am Abbau der WL?




    • Dein letzter Tag oder ein Mann muss tun was er tun muss.
      Alleine das Cover ist schon so genial. Es zeiht einen sofort in seinen Bann. Ein für mich perfekt abgestimmter Einstieg in den Thriller. Es erinnert aber auch ein wenig an einen Film. The Crow. Die Rache der Krähe.
      Zum Inhalt:
      Naguib Khalid, genannt der Feuerbestatter wird von den Geschworenen mit einem Mehrheitsurteil freigesprochen. Der zuständige Detective, der ihn verhaftet hat, William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, rastet nach der Urteilsverkündung komplett aus und versucht Khalid umzubringen. Es gelingt ihm nicht, da er vom Wachmann Chambers niedergeschlagen wird.Wolf wird abgeführt und aus dem Verkehr gezogen. Khalid überlebt.Vier Jahre später ist Wolf wieder im Dienst, von der Suspendierung freigesprochen, da Khalid in der Zwischenzeit wieder einen Mord an einem Mädchen begannen hat und auf frischer Tat ertappt wurde. Er sitzt auch im Hochsicherheitstrakt, in Einzelhaft.
      Wolf hatte also recht. Reicht ihm diese Genugtuung?
      Simmons ruft Wolf zu einem grausigen, spektakulären Mordfall. Genau gegenüber Wolfs Wohnung. Eine Fetzenpuppe hängt von einer Decke, nur besteht diese Puppe nicht aus Fetzen sondern aus sechs Leichenteilen. Aber nicht von einer Person sondern von sechs verschiedenen.
      Bei der Darstellung geht das Kopfkino an, die Fantasie geht mit einem durch.
      Wolfs Exfrau Andrea, ihrerseits Reporterin taucht auf. Sie hat Informationen erhalten, Bilder von der Puppe und eine Liste mit Namen, die als nächstes sterben werden. Andrea gibt die Info an Wolf weiter.Der Rest ist vom Leser selber zu erkunden…
      Mein Fazit:
      Daniel Cole ist ein fulminantes Erstlingswerk gelungen.
      Der Schreibstil ist unverblümt und sehr direkt. Teilweise sind die Passagen so rasant, dass man Schwierigkeiten hat gleich zu folgen. Ab und zu hat man den Eindruck der Autor wollte schnell ans Ende der Geschichte kommen.Der Thriller ist aber auch mit Witz und Humor gespickt, vor allem wenn der Hauptdarsteller Wolf bei der Psychologin Satz- Zitat: „ aber dafür habe ich keine Zeit. Ich muss einen Killer fassen“ los lässt.Es waren auch Passagen dabei, die nicht ganz logisch waren, hier hatte man das Bedürfnis, weiterzublättern und es als gegeben hinzunehmen.
      Trotz einigen Unklarheiten, kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen und vergebe die volle Punktzahl.
      :lol: :totlach: Jede Minute, die man lacht, verlängert das Leben um eine Stunde (chinesisches Sprichwort)
    • Klappentext von der Verlagsseite:

      Eine Leiche. Sechs Opfer. Ein Racheengel, der nicht aufzuhalten ist.

      Der neue Bestsellerautor Daniel Cole sorgt für einzigartige Spannung, die süchtig macht.

      Der umstrittene Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, ist nach seiner Suspendierung wieder in den Dienst bei der Londoner Polizei zurückgekehrt. Wolf ist einer der besten Mordermittler weit und breit. Er dachte eigentlich, er hätte schon alles gesehen. Bis er zu einem grausigen Fund gerufen wird. Sechs Körperteile von sechs Opfern sind zusammengenäht zu einer Art Lumpenpuppe, einer »Ragdoll«. Gleichzeitig erhält Wolfs Exfrau eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch der Ragdoll-Mörder ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Und der letzte Name auf der Liste lautet: Detective William Oliver Layton-Fawkes …

      Autoreninfo von der Verlagsseite:

      Daniel Cole wurde 1983 geboren. Er hat bisher als Sanitäter, Tierschützer und für die britische Seenotrettung gearbeitet. Sein Drang, Menschen zu retten, entspringt möglicherweise dem schlechten Gewissen wegen der großen Zahl der Figuren, die er beim Schreiben umbringt. Er lebt im sonnigen Bournemouth in Südengland und ist meist am Strand anzutreffen, obwohl er eigentlich an seinem nächsten Buch schreiben sollte. Sein Debüt »Ragdoll« erscheint in 34 Ländern, die Verfilmung ist in Vorbereitung

      Erster Satz:

      Samantha Boyd duckte sich unter dem flatternden Absperrband durch und blickt zur Statue der Justitia oben auf der Kuppel von Old Bailey hinauf, dem berühmten Londoner Gerichtsgebäude.

      Meinung:

      „Ragdoll“ lässt einen nicht kalt, überhaupt nicht, gelegentlich laufen einem Schauer über den Rücken. Der Prolog spielt vier Jahre vor dem eigentlichen Geschehen und hat es bereits in sich. Ein Polizist, namens Fawkes, schlägt den Angeklagten zusammen, und wird daraufhin vom Dienste suspendiert. Ist natürlich nur richtig, allerdings das Medienecho danach, hat es in sich und auch die Tatsache, dass nicht alles rund lief.

      Vier Jahre später geht es dann direkt spannend weiter und „Ragdoll“ entwickelt sich zu einem wahren Pageturner. Direkt im ersten Kapitel fällt man in die Geschichte rein und man ist in ihr gefangen, da direkt eine Leiche auftaucht und ich mich gefragt habe, ob es nun ein Splatter-Thriller wird. Vorweg er ist nicht geworden. Gut es geschehen Grausamkeiten, aber sie werden in keiner Weise detailliert dargestellt und dementsprechend konnte ich den Thriller auch gut lesen.

      Der Plot ist spannend und rasant, man fiebert direkt mit den Ermittlern mit und ich habe oft gehofft, dass sie schneller sind als der Täter, der wirklich ein perfides Spiel mit Wolf, Baxter und Edwards treibt.

      Wobei ich nun zum Personal der Handlung komme. Wolf ist der Ermittler schlechthin, ein verschrobener und eigensinniger Kauz, der für die Tat im Prolog zunächst mal aus dem Verkehr gezogen wurde und nun auch den Mittelpunkt der Handlung spielt. Daniel Cole verwendet verschiedene Namen für ihn und ist dabei nicht immer stringent: So heißt er einmal Wolf, dann Fawkes, dann mal William oder Willi – das kann den Leser verunsichern, aber wenn man dann mal den langen Namen im Klappentext gelesen hat, dann passt wirklich alles: William Oliver Layton-Fawkes oder kurz Wolf. Auch wenn er tragender Charakter der Handlung ist, warm geworden bin ich nie mit ihm.

      Irgendwie auch nicht unbedingt mit den anderen Charakteren. Da wäre noch Emily Baxter, Kollegin von Wolf, und die beiden haben auch ein herzliches Verhältnis zueinander, dass natürlich auch wieder Wolfs Ex auf dem Plan ruft. Baxter ist schwierig zu charakterisieren, am ehesten als hart, dickköpfig und sie weiß sich durchzusetzen, dabei hat sie auch ihre schwache Seiten, die nur Wolf kennt.
      Der Dritte im Bunde ist der junge Edwards. Ein Besserwisser par excellence, aber auch ein hartnäckiger Ermittler, der mir imponiert hat. Er setzt sich über Anweisungen von Baxter und Wolf hinweg, geht seinen eigenen Weg und verplempert damit in den Augen der anderen Zeit.
      Daniel Cole versucht alle drei gut darzustellen, dazu greift er auch immer auf ihr Privatleben zurück und versucht uns so die Protagonisten näher zu bringen. Es gelingt ihm auch, aber bis auf Edwards, der mir leicht sympathisch ist, fällt es mir bei den anderen Charakteren schwer Sympathie zu empfinden. Sei es bei den Protagonisten in der Poilzei, bei den Opfern oder auch bei den Leuten vom Fernsehsender, bei denen Wolfs Ex Amanda arbeitet.
      Daniel Cole hat es tatsächlich auf 480 Seiten fertiggebracht keinen einzigen sympathischen Charakter unterzubringen. Auch so etwas ist eine Kunst!

      Unsympathische Charaktere bedeuten allerdings nicht, dass das Buch kein Lesevergnügen war. Denn das war es ohne Weiteres. Grund dafür ist die rasante Handlung, die eingebauten Wendungen, das immer wieder Auftauchen von neuen Erkenntnissen, der Wechsel in den Handlungsorten und auch die Rückblicke auf 2010. Peu à peu erfuhr ich mehr und waren die ersten beiden Drittel der Handlung noch völlig undurchsichtig, so wurde es im letzten Drittel immer spannender und eindeutiger.
      Zunächst war ich am Ende völlig irritiert, das kann doch nicht wahr sein. War mein Gedanke und ich schüttelte den Kopf, das musste ich erst einmal sacken lassen. Gelinde gesagt, ich war einfach nur baff. Denn Daniel Cole hat einen Schluss inszeniert, mit dem man noch nicht mal nach vierhundertdreißig Seiten rechnet.

      Fazit:

      „Ragdoll“ von Daniel Cole ist ein spannendes, beklemmendes und düsteres Debüt. Mit einem überraschenden Ende, dass mich auch heute noch sprachlos zurücklässt. Eine klare Leseempfehlung für Thriller-Fans.

      Bewertung:
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Liebe Grüße von der buechereule :winken:

      :study:
      Cynthia Harrod-Eagles - The Founding (220/527)



      Kein Schiff trägt uns besser in ferne Länder als ein Buch!
      (Emily Dickinson)

      Wörterkatze
      2017: 063/21.280 SuB: 1.984 (B/E/H:1.733/235/16)
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