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Sebastian Fitzek - AchtNacht

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    AchtNacht

    von

    3.9|41)

    Verlag: Knaur eBook

    Bindung: E-Book Download


    eISBN: 9783426444085


    Termin: März 2017

    • Sebastian Fitzek - AchtNacht

      Am 8.8. um 8 Uhr 8 ist es so weit. Ein Jahr lang konnte jeder einen verhassten Menschen nominieren und dessen Namen online in einen Lostopf werfen. Sobald die achtNacht beginnt, wird der "Gewinner" der Todeslotterie ausgelost und bekannt gegeben. Von dieser Sekunde an, darf jeder Jagd auf den Auserwählten betreiben, denn dieser gilt für zwölf Stunden als vogelfrei. Der Mord wird ohne rechtliche Konsequenzen bleiben und außerdem gibt es eine Belohnung von zehn Millionen Euro für den Mörder. Bis Ben plötzlich zum Auserwählten wurde, kannte er diese Aktion gar nicht. Doch nun hat er über 80 Millionen Feinde und Berlin wird zum Hexenkessel. Wird er die Nacht überleben?

      Der neue Roman von Sebastian Fitzek war von mir gedanklich schon gekauft, bevor ich überhaupt wusste, worum es geht. Schließlich gehört er zu meinen Lieblingsthrillerautoren und da ist es mir egal, welches Thema Fitzek aufgreift. Als ich den Klappentext gelesen habe, hat mich dieser sofort an den Film "The Purge" erinnert. Bei diesem geht es darum, dass es einmal im Jahr einen 12-Stunden-Zeitraum gibt, in welchem in den USA eine Säuberung durchgeführt wird. Während dieser Zeit sind alle Verbrechen - auch Mord - legal. In der Danksagung, die ich dieses Mal als erstes gelesen habe, bestätigte sich meine Vermutung. Fitzek erzählt, dass er den Film geschaut und sich davon inspirieren haben lasse. Allerdings fand er die Idee "alle gegen einen" spannender und schon war das Grundgerüst zu achtNacht gefunden.

      Fast die gesamte Handlung spielt während der zwölf Stunden der achtNacht. Die kurzen Kapitel sind chronologisch geordnet und beginnen stets mit Nennung der Person, auf der auf den nächsten Seiten der Focus liegt. Man kommt also beim Lesen nicht durcheinander, da sich ein roter Faden durch den gesamten Roman zieht. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und kombiniert mit den kurzen Kapiteln fliegt man nur so durch den Roman. Die Spannung sorgt natürlich ebenfalls dafür, dass man die Seiten nur so inhaliert. Immer wieder gibt es nervenaufreibende Szenen. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich zwar auch schon Fitzek-Romane gelesen, wo das Spannungsniveau noch höher war, aber das ist meckern auf hohem Niveau. Der Roman hat mich nicht mehr losgelassen und aus der Inspiration von "The Purge" hat Fitzek eine ganz eigene, spannende Story kreiert, die mich bestens unterhalten hat. Ein bisschen "psycho" wird das Ganze auch, denn eigentlich handelt es sich bei der achtNacht-Aktion um ein massenpsychologisches Experiment, dass eskaliert ist, tausende von Menschen mobilisiert hat und sie zu potentiellen Tätern werden lässt.

      Fazit: Mit einem Fitzek kann man einfach nichts falsch machen! Auch achtNacht ist ein unterhaltsamer Roman, mit hohem Spannungsniveau und nervenaufreibenden Szenen. 4,5 Sterne, die ich gerne auf 5 aufrunde, da der Roman so gut wie alle Erwartungen erfüllen konnte.

      • Broschiert: 416 Seiten
      • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Viele Grüße
      Claudia

      Schaut gerne in meinen Bücher-Blog hinein: claudias-buecherregal.blogspot.com/
    • Autor: Sebastian Fitzek
      Titel: AchtNacht
      Seiten: 408
      ISBN: 978-3-426-52108-3
      Verlag: Knaur

      Autor:
      Sebastian David fitzek wurde 1971 in Berlin geboren und ist ein deutscher Schriftsteller und Journalist. Er arbeitet in der Programmdirektion eines Berliner Radiosenders und studierte Jura bis zum ersten Staatsexamen. Er promovierte in Urheberrecht und arbeitete als Programmdirektor für verschiedene Radiostationen Deutschlands. 2006 erschien sein erster Psychothriller "Die Therapie", welches promt ein Bestseller wurde und als bestes Krimi-Debüt für den Friedrich-Klauser-Preis nominiert wurde. 2012 wurde sein Roman "Das Kind" verfilmt. Merkmale seiner Bücher sind bestimmte Gimmicks zu seinen Büchern, wie wieder auftauchende Personen oder Extras in Form von Links oder Videos, auch sucht er Wege abseits der üblichen Wasserglas-Lesungen. 2016 feierte Fitzek zehnjähriges Autorenjubiläum. Seine Bücher werden für's Theater adaptiert, eine weitere Verfilmung ist in Arbeit. Fitzek wird in 24 Sprachen übersetzt.

      Inhalt:
      Stellen Sie sich vor, es gäbe eine Todeslotterie. Sie könnten den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der "AchtNacht", am 8.8. jeden Jahres, würde aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte wäre eine AchtNacht lang vogelfrei, geächtet. Jeder in Deutschland dürfte ihn straffrei töten - und würde mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

      Das ist kein Gedankienspiel. Sondern bitterer Ernst. Es ist ein massenpsychologisches Experiement, das aus dem Ruder lief. Und Ihr Name wurde gezogen!
      (Verlagstext)

      Rezension:
      Wie weit würden Sie gehen, wenn auf eine Person ein Kopfgeld von zehn Millionen Euro ausgesetzt wäre? Was würden Sie tun, wenn dies Ihr Kopf wäre? Diese Fragen stellt Sebastian Fitzek und begibt sich mit dem Leser auf die Spuren Benjamin Rühmanns, dessen Name in der AchtNacht gezogen wurde. Fortan ist der auf der Flucht und versucht zu überleben. Doch, wen kann er noch trauen? Wer hat seinen Namen überhaupt ins Spiel gebracht? Wer hast ihn so sehr, dass er ihn tot sehen möchte? Und wer hat überhaupt dieses perfide Spiel gestartet, welches immer ungeheurere Dimensionen annimmt?

      Kaum ein paar Monate nach dem Paket bringt der Berliner Autor schon wieder die Bestsellerlisten durcheinander und spielt in "AchtNacht" mit der Psyche seiner Leser. Angesiedelt irgendwo zwischen einem klassischen Psychothriller und einem Verschwörungsthriller packt Sebastian Fitzek die Leser in ihre Grundfesten und lässt Fragen aufkommen, denen wir uns hoffentlich nie in der realität stellen müssen, die aber von der Wirklichkeit nicht allzuweit entfernt sind. Wie schnell passiert es heute, dass eine von den Medien vorgegebene Meinung als wahrhaftig hingenommen wird, ohne einer ernsthaften Überprüfung standhalten zu müssen? Wie schnell verbreiten sich behauptungen im Netz und wer mag noch unterscheiden zwischen Recht und Unrecht in einer Welt, die sich immer schneller dreht. Und wer mag den entfesselten Mob aufhalten, zumal als Opfer?

      In gewohnt nervenzerfetzender Manier hat Fitzek ein grausames Szenario entworfen, deren Wendungen so zahlreich wie vielfältig sind. Kurze Kapitel, temporeich geschrieben und zahlreiche Cliffhanger, zumal aus der Sicht der verschiedenen Akteuere. Stilmittel, die der Autor beherrscht und auch hier wieder gekonnt einsetzt. Der Fan, der zudem andere Werke von ihm kennt, wird wieder einige Figuren vergangener Bücher entdecken, und, wer ganz genau liest, dann auch einen Logikfehler, der aber für sich genommen, nicht weiter ins Gewicht fällt und auch nicht verraten wird. Schließlich würde sonst gespoilert werden, was keiner wollen kann. Jeder Leser soll ja seine persönliche AchtNacht erleben dürfen, wenn er auch das Glück hat, als nahstehender Beobachter zu agieren und das Buch am Ende des Tages zuklappen zu dürfen. Denn, Gott sei Dank, sind wir (noch) nicht so weit, das Szenario Realität nennen zu müssen.

      Fitzek hat hier wieder bewiesen, dass er zu den Großen der deutschen Krimi- und Psychothrillerliteratur gehört, wenn auch das Lesevergnügen, mit kalten Schauer über den Rücken, nur ein paar Stunden anhält. Zu schnell liest sich auch dieser Thriller wieder. Man sollte sich ihn gut einteilen. Etwas, was den wenigsten aber gelingen wird. Ohne viel Blut, aber mit den Gefühlen seiner Protagonisten, ist "AchtNacht" ein erstaunliches Experiment, dem wir hoffentlich nie ausgeliefert werden. Oder, hätten Sie vielleicht einen Namen noch für den Lostopf?
    • "AchtNacht" war ein gewohnt guter Fitzek mit allen seinen Eigenheiten, die man von ihm kennt. Sein bester war es sicherlich nicht, ich würde sogar sagen, dass es zusammen mit "Splitter" sein schwächster war, auch wenn das Wort "schwach" bei einer Bewertung von 4 Sternen sicherlich nicht gerade angebracht ist. Als negativ kann ich anführen, dass ich diese Idee der AchtNacht nicht so wirklich glaubhaft, sondern schon etwas an den Haaren herbeigezogen, finde. Dazu kommt noch, dass ich das Gefühl hatte, dass man die diversen (natürlich trotzdem hochspannenden) Verfolgungsjagden und Versteckspiele schon in ziemlich ähnlicher Form bei Fitzek gelesen habe, zuletzt z.B. erst im "Joshua-Profil". Aber das ist natürlich jammern auf hohem Niveau, denn wer einen Fitzek kauft, bekommt einen Fitzek. Wer ihn nicht mag, wird ihn auch mit "AchtNacht" nicht mögen und wer ihn liebt, wird sicherlich auch irgendwie Gefallen an diesem Buch hier finden. Die typischen Wendungen sind natürlich wieder grandios, auch wenn
      Spoiler anzeigen
      die Idee mit multiplen Persönlichkeiten schon ein klein wenig ausgelutscht ist.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      :study:
      :study: 2017 gelesen: 22 :study: SUB: 288
    • Dies war mein 14. Buch von Fitzek und m.E. das schwächste. Meine Begeisterung hält sich ziemlich in Grenzen. Manchmal hatte ich das Gefühl, der Autor schreibt da einfach was zusammen, damit das Buch schneller fertig wird. Von Spannung kann erst im letzten Drittel des Buches die Rede sein, aber auch dort ist quasi alles vorhersehbar. Ansonsten war es flüssig und gut geschrieben, man hat den vermeintlichen Thriller in Nullkommanix ausgelesen. Ich kann @Kapo in allen Punkten zustimmen und vergebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      ☆¸.•*¨*•☆ ☆¸.•*¨*•☆ La vie est belle ☆¸.•*¨*•☆☆¸.•*¨*•☆
    • Ich hatte mich sehr auf das neue Buch gefreut, muss aber leider sagen, dass meine Freude schnell gedämpft wurde.
      Den Beginn des Buches fand ich sehr gelungen - er machte mich neugierig auf das Buch. Die Neugierde hielt sich zwar, jedoch ging es für mich bald eher um die Frage "wird es bald fesselnd"? Ab und zu sprang der Funke über, doch irgendwie war es mir "zu platt", oder wie @freddoho schreibt :

      freddoho schrieb:

      Manchmal hatte ich das Gefühl, der Autor schreibt da einfach was zusammen, damit das Buch schneller fertig wird.
      So empfand ich es auch.
      Stellenweise blätterte ich sogar weiter um in dem Buch weiterzukommen. Trotzdem brauchte ich 5 Tage um das Buch auszulesen. Normalerweise lese ich ein Buch von Fitzek in 2 Tagen aus.... alleine das zeigt, dass mich das Buch nicht in seinen Bann gezogen hat. Leider.

      Das Thema des Buches ist meiner Ansicht nach sehr interessant und hochaktuell, doch wie Fitzek es umgesetzt hat - mir fällt da wieder nur das Wort "platt" ein : die Einbeziehung psychologischer und sozialer Aspekt gelingt ihm meiner Meinung nach nur bedingt, was ich gerade für dieses Thema sehr schade finde. Ich hatte mir wirklich mehr versprochen.

      Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch.
      Für mich war es bei weitem das schwächste Buch von Fitzek. Ich hoffe auf sein nächstes Buch !

      Dies ist das erste Buch von Fitzek das ich mit :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: bewerte.

      :montag:
      "Es geht uns mit den Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber wenige erwählen wir zu unseren Freunden." (Ludwig Feuerbach) :study:
    • sinah schrieb:

      Stellenweise blätterte ich sogar weiter um in dem Buch weiterzukommen.
      Mir ging es ähnlich, manche Seiten habe ich nur überflogen :uups:
      Bisher hatte ich seine Bücher auch immer mit vier bis fünf Sternchen bewertet.
      Herr Fitzek hat sich da in der Umsetzung eines interessanten Themas etwas vertan.
      ☆¸.•*¨*•☆ ☆¸.•*¨*•☆ La vie est belle ☆¸.•*¨*•☆☆¸.•*¨*•☆
    • Ich habe auch sehr lange gebraucht, diesen Fitzek zu lesen.
      Die Idee war doch grandios, wieso muss man das so runterschludern, dass da nichts Gescheites draus wird?
      Spoiler anzeigen
      Also... gähn... besonders die Erklärung mit der multiplen Persönlichkeit ist so abgen-u-d-e-l-t, das finde ich sogar nicht mehr spannend, wenn es gut umgesetzt wird, geschweige denn hier.


      Auf Seite 330 ist mir dann auch noch ein Abfolgefehler aufgefallen.
      Spoiler anzeigen
      "Wir sind von der Polizei", sagte Ben und nahm seine Mütze ab,..." - auf Seite 331 oben nimmt er "die alberne Mütze" erneut ab.

      Um Seite 180 o.ä. herum ist mir auch noch was komisches untergekommen, aber ich find's nicht wieder.

      Wenn mir aber jetzt noch jemand erklären kann,
      Spoiler anzeigen
      wie der Volvo von Bens Vater, angeblich von Oz gefahren, zu Jules Wohnung gekommen ist
      , dann kann ich das Buch endlich ad acta legen.

      Vergeben kann ich leider nur :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: .
      "Outside of a dog, a book is man's best friend. Inside of a dog, it is too dark to read."
      - Groucho Marx
    • 4.5 Sterne für eine spannende Idee nach dem bizarren Szenario aus dem Film "The Purge"

      Verlagsinfo

      Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
      Sie haben 80 Millionen Feinde.
      Werden Sie die AchtNacht überleben?

      Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
      Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
      In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
      Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
      Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

      Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
      Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
      Und Ihr Name wurde gezogen!

      Meine Meinung

      Nachdem ich die Idee vom Film "The Purge" total faszinierend fand war ich natürlich gespannt, was Sebastian Fitzek aus diesem Szenario zusammenbastelt. In seiner Geschichte geht es nicht darum, dass eine Nacht lang komplett alle vogelfrei sind, sondern nur zwei Personen, die aus dem Lostopf der Webside "AchtNacht" gezogen wurden.

      Es ist ein sehr gefährliches Experiment, denn wie viele Menschen glauben tatsächlich, dass die Regierung keine Strafmaßnahmen verhängen wird, sollten diese beiden Unglücksraben in dieser Nacht den Tod finden. Denn natürlich ist die Anzeige im Internet ein Fake - ein Fake, der aber von so vielen tatsächlich für wahr gehalten und unterstützt wird. Man mag ja immer gar nicht daran denken, wie viel "Verrückte" und potenzielle Mörder frei herumlaufen, aber ich denke, dass wie auch hier im Beispiel der Geschichte es mit Sicherheit viele geben würde, die sich dieser Jagd anschließen. Vor allem, wenn auch noch eine Belohnung winkt.

      Der Autor hat das hier sehr gut ins Licht gerückt: Wenn heutzutage etwas im Internet steht, wird es ja meist als wahr hingenommen - auch wenn man merkt, dass die Menschen sich nicht mehr so leicht täuschen lassen; zumindest die meisten. Wie beeinflussbar sind wir wirklich?
      Dabei ist mir auch aufgefallen, auch im privaten oder beruflichen Umfeld, dass recht schnell irgendeiner Behauptung geglaubt wird, ohne sie zu hinterfragen. Da wird dann erstaunt geschaut und hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen; ohne auch die zweite Seite anzuhören. Ich persönlich glaube nicht immer alles sofort, was weitergetratscht wird, aus dem einfachen Grund, weil Gerüchte sich sehr oft verselbständigen. Und oft viel mehr bzw. etwas anderes dahintersteckt, als man zuerst vermuten würde.
      Die Vernetzung stand ebenfalls im Fokus, denn es ist eigentlich unglaublich, wie gläsern der Mensch durch das Internet und die Daten geworden ist, an die so viele Menschen mit Leichtigkeit kommen können.

      Als Thriller hat mir das Buch jedenfalls super gefallen, denn ich war total gefesselt. Am Anfang hab ich ein bisschen gebraucht, um reinzukommen, aber dann konnte ich es kaum weglegen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und während zu Beginn sich alles noch aufbaut, geht es dann in einem rasanten Tempo Schlag auf Schlag weiter. Dabei werden einige menschliche Abgründe ans Licht gezerrt, die einem an der Menschheit zweifeln lassen ...

      Der Protagonist Ben, der auf der Todesliste steht, ist ein abgehalfteter Musiker, dem ein großer Fehler seit Jahren nachhängt und woran auch seine Ehe gescheitert ist. Ob er mir jetzt sympathisch ist, darüber hab ich beim Lesen gar nicht groß nachgedacht, weil ich einfach nur mitgefiebert hab. Jetzt im Nachhinein mag ich ihn aber, auch wenn er viele Fehler gemacht hat, ist er auch nur ein Mensch mit Stärken und Schwächen - und so wie er hat jeder von uns sein Päckchen zu tragen. Auch wenn seins schon recht groß ist.

      Manches an der Handlung war durchaus etwas konstruiert, aber im Großen und Ganzen stört mich das in dem Genre nicht, wenn es nicht zu sehr ins Gewicht fällt und ich vor allem so sehr gefesselt bin, dass ich einfach nur weiterlesen möchte.
      In einigen Rezensionen hab ich gelesen: das ist leider nicht der übliche Fitzek, den ich gewohnt bin. Dazu kann ich nur sagen: Ich kenne nur wenige Bücher von Fitzek, bisher, und mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen!

      © Aleshanee
      Weltenwanderer
      :study: American Gods von Neil Gaiman
      Mein Bücherblog: Weltenwanderer
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      Inhalt:
      Was wäre wenn es einen Tag im Jahr geben würde an dem man die Möglichkeit hat seinen stärksten Feind für eine Todeslotterie zu nominieren?
      Was wäre wenn es einen Menschen gibt auf den ein Kopfgeld von 10 Millionen Euro ausgesetzt wurde und Du eine Nacht Zeit hast Dir dieses Geld zu verdienen in dem Du ihn tötest. Würdest Du mitmachen bei der AchtNacht?
      Benjamin Rühmann ist genau diese Person. Gezogen bei der Todeslotterie kämpft er eine Nacht ums überleben. Gegen zwielichtige Gestalten, aber auch gegen einen Mob deren Menschen einfach nur das Geld wollen und sonst ganz gesetzestreue Bürger sind. Wird er die Nacht überleben?

      Meine Meinung:
      Nach "Das Paket" war ich skeptisch ob mir der nächste Thriller von Sebastian Fitzek wieder so gut gefallen würde wie davor. Die Story klang spannend und sie war es auch. Fitzek konnte mich hier wieder abholen und fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite.

      Dabei ist schon die Frage spannend ob man selbst einen Kandidaten für die AchtNacht hätte. Mir würde da ehrlich gesagt keiner einfallen. Ich wünsche niemanden den Tod, egal aus welchen Gründen. Doch hier wurde jemand nominiert und er muss nun eine Nacht um sein Leben bangen.

      Die Geschichte ist diesmal nicht so wirr, wie beim Vorgänger. Klar strukturiert mit einer Abfolge von Ereignissen kam ich gut mit, musste nicht mehr überlegen als wer wohl derjenige hinter der AchtNacht ist und wer Ben nominiert hat. Der Schreibstil war dabei gewohnt leicht zu lesen und die Kapitel beginnen jeweils mit Name der Person die man begleitet und Angabe von Ort und Zeit. Die Jagd findet in Berlin statt und auch wenn mir die Orte nichts sagten fühlte ich mich in der Umgebung wohl einfach weil mir die Stadt bekannt ist.

      Es gibt nicht so viele Personen in diesem Thriller, wenn man einmal von dem jagenden Mob absieht.
      Benjamin Rühmann, genannt Ben hat genug Gewissensbisse für alles Figuren der Geschichte. Er hat für sich große Schuld auf sich geladen und versucht damit zu Leben. Er ist eine gescheiterte Existenz ohne Job und getrennt von seiner Familie die er liebt. Er ist einer der Gejagten in der AchtNacht.
      Arezu ist die andere Kandidatin der AchtNacht. Um es spannender zu gestalten gibt es einen Ersatzkandidaten. Sie verursachte bei mir viele Fragezeichen, weil man so wenig von ihr erfährt. Wie lebt sie, hat sie Freunde, Familie. Außer das sie studiert erfährt man nicht viel von ihr und auch zunächst nicht warum sie nominiert wurde.
      Es gibt noch zwei Figuren die der Leser extra begleitet, die noch ein wenig Spannung ins Spiel bringen außerdem noch Bens Familie. Für mich persönlich genau die richtige Anzahl und Mischung an Figuren.

      Einen möglichen Ausgang der Geschichte erahnte ich schon recht früh. Doch das empfinde ich nicht als schlecht, denn bis zum Ende gab es genug überraschende Wendungen in der Geschichte, die ich dann doch nicht erahnt hätte.
      AchtNacht ist für mich ein Szenario das so hoffentlich, dank Menschenrechte, nie geschehen wird und das Sebastian Fitzek gekonnt beschrieben hat um dem Leser spannende Lesestunden zu bereiten. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Liebe Grüße
      Natalie

      mem-o-ries.de

      :study: Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt von Mhairi McFarlane

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