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Ursula Poznanski - Schatten

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    Schatten (Kaspary & Wenninger ermitteln,...

    von

    4.5|40)

    Verlag: Wunderlich

    Bindung: Broschiert

    Seitenzahl: 416


    ISBN: 9783805250634


    Termin: März 2017

    Das Buch ist der 4. Band der Reihe (4 Teile).

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    • Ursula Poznanski - Schatten

      Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)
      Der vierte Fall für das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger: Anspruchsvolle Thrillerkost auf höchstem Niveau
      Eine Entführung. Drei Morde. Und ein Täter aus der Vergangenheit...
      Ein Mann, grausam zugerichtet in seiner Wohnung. Eine Hebamme, ertränkt in einem Bach - zwei Fälle, die Beatrice Kaspary als Ermittlerin im Dezernat Leib und Leben der Polizei Salzburg lösen muss. Schnell erkennt Beatrice, dass die beiden Morde zusammenhängen - und dass sie etwas mit ihr zu tun haben müssen. Denn sie kannte beide Toten. Sie konnte sie nicht leiden. Und sie weiß: Wenn sie nicht handelt, wird es weitere Opfer geben...

      Autorin (Quelle: Verlagsseite)
      Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren. Sie war als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Nach dem fulminanten Erfolg ihrer Jugendbücher «Erebos», «Saeculum», «Layers» etc. landete sie bereits mit ihrem ersten Thriller «Fünf» auf den Bestsellerlisten. Bei Wunderlich folgten «Blinde Vögel» und «Stimmen» sowie zusammen mit Arno Strobel die Bestseller «Fremd» und «Anonym». Ursula Poznanski lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Wien.

      Allgemeines
      Vierter Band um die Salzburger Ermittler Beatrice Kaspary & Florin Wenninger
      Erscheinungstermin: 10. März 2017 bei Wunderlich, broschiertes TB mit 416 Seiten
      Gliederung: Prolog – 38 Kapitel
      Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven, Einschübe von Ich-Erzählungen des Täters
      Handlungsort und -zeit: Salzburg in der Gegenwart (Februar)

      Zum Inhalt
      Als Markus Wallner, ein unsympathischer und gewalttätiger Zeitgenosse, der schon mehrmals inhaftiert war, mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden wird, wundert sich niemand, denn der Mann hatte viele Feinde. Beatrice kennt den Mann von einer früheren Festnahme persönlich und verabscheut ihn. Einen Schock erleidet sie erst, als am Tatort Dinge gefunden werden, die auf einen Zusammenhang mit dem nie aufgeklärten Mord an Beatrices damaliger Freundin und Mitbewohnerin Evelyn hindeuten. Beatrice hatte vor sechzehn Jahren die schrecklich zugerichtete Leiche von Evelyn gefunden und sich eine Mitschuld am Tod der Freundin gegeben, weil sie Evelyn in jener Nacht nicht von einer Party abgeholt hatte. Kurz nach dem Mord an Wallner werden zwei weitere Menschen aus Beatrices Bekanntenkreis ermordet, auch hier handelt es sich um Personen, die Beatrice zutiefst unsympathisch waren. Um auf die Spur des Täters zu kommen, der sowohl in Beatrices Umfeld im Jahr 2001 verkehrt haben als auch ihr aktuelles Umfeld kennen muss, arbeitet sie Evelyns Tagebuch durch, anhand dessen sie feststellen muss, dass sie ihre Freundin nicht so gut kannte, wie sie dachte.
      Während ihr Kollege und (bisher heimlicher) Partner Florin Beatrice bei den Kollegen, die über ihre Alleingänge und Ermittlungen in einem alten Fall verärgert sind, deckt, ahnt Beatrice nicht, dass auch sie selbst sich längst im Visier des Psychopathen befindet, der mit ihr ein ganz besonderes Spiel plant…

      Beurteilung
      „Schatten“ ist der vierte Band aus der Reihe um das Salzburger Ermittlerteam Kaspary & Wenninger und sollte möglichst im Anschluss an die vorherigen Bände gelesen werden, da Teile der Auflösung des dritten Bandes („Stimmen“) sonst vorweggenommen werden.
      Der unaufgeklärte Mord an Beatrices Freundin Evelyn, der auch schon im dritten Band zur Sprache kam und wie der titelgebende „Schatten“ über Beatrices Leben liegt, spielt hier eine wichtige Rolle, denn die aktuelle Mordserie scheint auf mysteriöse Weise mit dem kalten Fall zusammenzuhängen.
      Obwohl es in diesem Roman einige Morde gibt, speist sich die hohe Spannung, die eine Unterbrechung der Lektüre erschwert, hauptsächlich aus psychologischen Aspekten, die Schilderung der Morde – beim ersten Mord wird im Prolog der Leser zum Augenzeugen – ist eher sachlich und unspektakulär, sodass auch empfindlichere Leser mit Abscheu vor Brutalität und Blutvergießen bei diesem Thriller unbesorgt zugreifen können.
      Im Mittelpunkt steht die „Beziehung“ des Mörders zu Beatrice, zwischen den beiden kommt es zu einem Psycho-Duell, bei dem Beatrice um ihr Leben „spielt“ und all ihre Intelligenz und ihr Durchhaltevermögen in die Waagschale werfen muss. Wie in den vorherigen Bänden ist ihr Charakter hier sehr gründlich und detailliert ausgearbeitet, der Leser erhält bisher noch nie dagewesene Einblicke in ihre Vergangenheit.
      Auch die Figur von Beatrices Kollegen und heimlichem Geliebten Florin ist erneut sehr gut ausgearbeitet, erfreulicherweise nimmt die Liebesgeschichte zwischen den beiden hier keinen so großen Raum ein wie im dritten Band. Ein wenig übertrieben wirkt die Darstellung von Beatrices Ex-Mann Achim Kaspary, der von Band zu Band unausstehlicher zu werden scheint.
      Die Handlung des Romans ist logisch aufgebaut, aber nicht zu früh vorhersehbar. Sie wird in anschaulichem und spannenden Erzählstil präsentiert, wobei diesmal „dumme“, d.h. leichtsinnige Aktionen von Beatrice unterbleiben.

      Fazit
      Eine gelungene Fortsetzung der Reihe um Kaspary & Wenninger, die erst im Anschluss an den dritten Band gelesen werden sollte. Uneingeschränkt empfehlenswert für alle Krimi- und Thrillerfreunde!
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Ursula Poznanski ist mittlerweile einer dieser Autorinnen, bei denen ich am Erscheinungstag in die Buchhandlung renne und mir das neueste Werk kaufe. So wohl auch heute, denn soweit ich weiß, erscheint es heute für uns Normalleser/innen...

      Danke für die Vorstellung, @€nigma - sie klingt, als könnte man sich auf das Buch freuen! :lechz: (Nach der Elizabeth George, mit der ich heute hoffentlich fertig werde, brauch ich eh einen Lichtblick.)
      Ein Leser hats gut: er kann sich seine Schriftsteller aussuchen.
      (Kurt Tucholsky)
      ____________________________________
      meinebuecherwelt.wordpress.com/
    • Meine Meinung
      Schatten ist der vierte Band um die Salzburger Ermittler Batrice Kaspary und Florin Wenninger und schließt an die Handlung des Dritten Bandes an. Wer sich die Auflösung des dritten Bandes nicht vorwegnehmen lassen möchte, der sollte die Reihe in der richtigen Reihenfolge lesen.

      Bea und Florin haben es dieses Mal mit zwei Morden zu tun, die anscheinend mit einem 16 Jahre zurückliegenden, ungeklärten Mord an Beas Freundin Evelyn zusammenhängen. Die Ermittlungen werden daher für Bea sehr persönlich und fordern auch Florin, der aber im gesamten Buch eher etwas blass bleibt. Und natürlich ist auch wieder Beas unsympathischer Ex-Mann Achim mit von der Partie und macht Bea zusätzlich das Leben schwer.

      Trotz der grausamen Morde, die auch aus Sicht des Mörders geschildert werden, ist der gesamte Thriller eher ruhig und zieht seine Spannung aus psychologischen Spielchen, die der Mörder mit Bea treibt.

      Der Schreibstil von Poznanski ist wie gewohnt packend und fesselnd, so dass man immer weiterlesen möchte.

      Das Ende kam ein wenig plötzlich und bietet noch einige offene Erzählfäden, die sicher im nächsten Buch weitergeführt werden.

      Ich habe allerdings auch einige Kritikpunkte, die ich hier jedoch nur in einen Spoiler setzen kann, da sie zu viel von der Handlung verraten
      Spoiler anzeigen

      Die Idee, eine Figur aus dem Vorgängerband einzubinden und zum Mörder zu machen, ist super. Aber es hapert ein bisschen an der Umsetzung. Der Täter war letztendlich zu einfach zu identifizieren, da außer ihm und David keine anderen "Fremden" in dem Buch auftauchen. Es sind nur die bekannten Ermittler aus dem Team und Beas Familie. Das war mir einfach etwas zu offensichtlich. Wenigstens ein paar falsche Fährten hätte Poznanski legen können.

      Auch dass Florin die Kinder einfach so zu sich nehmen konnte, hat mich extrem gestört. Welche Großmutter gibt die Kinder an einen Kollegen der Tochter, wenn diese verschwunden ist? Die Kinder kennen Florin doch kaum und als Oma will man doch die Enkel trösten und für sie da sein in so einer schwierigen Zeit. Dasselbe gilt für Beas Bruder…nee, das war für mich einfach völlig realitätsfern.

      Und das Problem Achim hat man hier auch auf recht einfache Weise aus der Welt geschafft. Statt einem ordentlichen Gespräch mit Bea, in dem sie mal auf den Tisch haut, haut man ihm lieber eine Eisenstange auf den Kopf.


      Fazit
      Insgesamt einer der schwächeren Bände der Reihe, aber trotzdem ein flüssig zu lesender, unblutiger und fesselnder Thriller, der einem unterhaltsame Lesestunden beschert. Ich werde die Reihe definitiv weiterverfolgen :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      :study: C.J. Daugherty: Secret Fire - Die Entfesselten (Bd. 2)
      SUB: 181 (01.01.17: 188)
      [-X Gelesene Bücher 2017: 70
      (davon 10 Short Stories)
      Gelesene Bücher 2016: 73
    • @EmilyE

      Zum letzten Punkt in Deinem Spoiler:
      Spoiler anzeigen
      Ich habe mich trotzdem gefreut, dass dieses Ekel Achim, der mich schon seit dem ersten Band nervt, eine Eisenstange auf die Glocke bekommen hat.
      :mrgreen:
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Von Ermittlungskrimis und -thrillern bin ich in den letzten Jahren ein wenig weggekommen, weil ich einfach das Gefühl hatte, das alles schon mal gelesen zu haben und vieles sich wiederholt hat. Die Reihe um Beatrice Kaspary habe ich aber immer weiterverfolgt. Eigentlich ist die Protagonistin nicht wirklich eine interessante Person und auch die Fälle waren jetzt nicht immer so wahnsinnig spektakulär, aber Ursula Poznanski hat es einfach drauf, Spannung zu erzeugen. Dieser Band hat mich absolut mitgerissen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Es hat mich auch emotional absolut gepackt, wie sehr Florin gelitten hat und dazu natürlich noch die Kinder, deren Mutter verschwunden war, das war schon harter Tobak. Ich habe mitgefiebert bis zur letzten Seite und wie auch @EmilyE schon angemerkt hat in ihrem Spoiler:
      Spoiler anzeigen
      dass Visinski der Mörder war, war schon ein genialer Kniff. Ich dachte, dass er vielleicht in den folgenden Bänden eine Nebenrolle spielen wird und sich vielleicht sogar nach und nach mit Bea anfreunde könnte...aber falsch gedacht. Ich konnte mir keinen Reim machen wer der Mörder sein könnte und hatte den Arzt im Visier, den Musiker und sogar den Polizisten, der später dazugeholt wird, aber an ihn habe ich nie gedacht.

      Negativ ist mir höchstens die ein oder andere Ungereimtheit aufgefallen. Ich finde, die Ermittler
      Spoiler anzeigen
      waren ein bisschen blauäugig nach Beas Entführung. Dass bisher immer Leute getötet worden sind, die Bea nicht leiden konnte, war ja klar. Dass da gerade Florin nie an Achim gedacht hat und ihn unter Beobachtung gestellt hat, war nicht so gut. Auch die Leichtfertigkeit von Vasinski am Ende war wohl eine "Plotangelegenheit". Warum hat er sie nicht erstochen, erschossen oder sonst was? Naja, dann hätte sie nicht entkommen können und die Reihe wäre zu Ende gewesen. :lol:
      Aber ansonsten gibt es nichts zu meckern und für dieses mehr als spannende Leseerlebnis vergebe ich gerne :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: .
      :study: Melanie Raabe - Die Falle
      :study: 2017 gelesen: 48 :study: SUB: 300
    • Neu

      EmilyE schrieb:

      Das Ende kam ein wenig plötzlich und bietet noch einige offene Erzählfäden, die sicher im nächsten Buch weitergeführt werden.
      @EmilyE, welche offenen Erzählfäden meinst Du denn? Mir fallen spontan keine ein.

      Ich habe das Buch heute Morgen vor der Arbeit noch fertig gelesen, da ich nur noch ein Kapitel zu lesen hatte und soooo neugierig war :study: .
      Also, ich bin ja ein großer Fan von Poznanski und fand auch diese Fortsetzung wieder sehr gelungen. Die oben genannten Kritikpunkte in den Spoilern
      Spoiler anzeigen

      - Die Kinder wollen und kommen zu dem für sie fremden Florin statt zu den Großeltern oder dem Onkel
      - Das Ende kam ein bisschen zu schnell daher
      - Der Mörder hätte, nach seinem bisherigen Muster, Beatrice auf Nummer sicher getötet, statt solche Eventualitäten im Raum stehen zu lassen

      sind mir allerdings auch negativ aufgefallen, der Spannungsbogen macht aber alles wieder wett.
      Besonders gefallen haben mir die Psychospielchen, auf die Beatrice eingehen musste, um sich Zeit zu verschaffen.

      Ich finde die Bücher von Poznanski immer so gut durchdacht, dass ich bisher noch nie den Mörder erraten konnte. Bis jetzt :wink: . Da bin ich schon ein bisschen zufrieden mit mir, weil ich gleich den Richtigen im Blick hatte und auch nicht von meinem Verdacht abgewichen bin.

      Fazit:
      Absolute Leseempfehlung für Thriller-Fans, und für Poznanski-Fans sowieso
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      "Die Stille stellt keine Fragen, aber sie kann uns auf alles eine Antwort geben." (Ernst Ferstl)
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