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Mechtild Borrmann - Wer das Schweigen bricht

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    Wer das Schweigen bricht

    von

    4.2|17)

    Verlag: Droemer TB

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 240


    ISBN: 9783426304181


    Termin: Oktober 2014

    • Mechtild Borrmann - Wer das Schweigen bricht

      Klappentext:
      August 1939: Sechs junge Menschen geben sich das Versprechen, füreinander da zu sein. Während der Nazi-Zeit wird ihre Freundschaft auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Denn Verrat wird mit dem Tod bestraft. Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, das Foto einer attraktiven Frau und einen Wehrpass, ausgestellt auf einen ihm unbekannten Mann. Was hat das alles mit seinem Vater zu tun? Robert macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Journalistin, die sofort eine große Story ahnt und bereit ist, dafür auch den Ruf seines Vaters zu opfern. Doch noch bevor sie Robert etwas mitteilen kann, wird sie grausam ermordet. Robert ist entsetzt. Welche alten Wunden hat er mit seinen Nachforschungen wieder aufgerissen. - Amazon

      Zur Autorin:
      Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den "Geiger" wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis "Grand Prix des Lectrices" der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit "Die andere Hälfte der Hoffnung" für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld. (von der Droemer-Knaur-Verlagsseite kopiert)

      Allgemeine Informationen:
      Ein Roman auf zwei Zeitebenen: ab 1939 und 1998
      1939: Thereses Erinnerungen
      1998: Robert Lubischs Suche, die Recherchen der Journalistin, die Ermittlungen der Polizei
      Personale Erzählperspektive aus je unterschiedlichen Augen
      Personenverzeichnis, 41 Kapitel, Epilog
      224 Seiten

      Persönliche Meinung:
      Krimi? Ja, weil ein Mord geschieht und aufgeklärt wird. Jugendbuch? Ja, die Sprache ist leicht verständlich, die Erzählstränge nebeneinander aufgebaut und die Grausamkeiten des Krieges verhalten erzählt. Kriegsroman? Ja, obwohl von den Kämpfen nicht viel berichtet wird, mehr vom Leben und Überleben der Zivilbevölkerung und ihrer Einstellung zum Nationalsozialismus: von denen, die mitlaufen, denen, die Widerstand leisten, denen, die Auswege suchen, denen, die begeistert mitkämpfen.
      Im Mittelpunkt steht Therese, ein Mädchen aus dem Ort, das von dem jungen SS-Mann Wilhelm Peters geliebt und begehrt wird, dessen Gefühle jedoch nicht erwidert.
      Ein Mädchen-Foto findet Robert Lubisch im Nachlass seiner Eltern, zusammen mit dem Wehrpass auf den Namen „Wilhelm Peters“. Er macht sich auf die Suche nach der Vergangenheit seines distanzierten und bestimmenden Vaters.

      Im Vergleich zu Thereses Erinnerungen an die Zeit des Krieges bleibt der aktuelle Kriminalfall in punkto Spannung zurück. Man fragt sich natürlich, wer die Journalistin umgebracht hat, aber die Person des Mörders ist keine große Überraschung.
      Eine geniale Pointe, die man fast nicht glauben kann, ist der Autorin jedoch gelungen, als sich Robert Lubischs und Thereses Geschichte kreuzen. Auch wenn man vorher rätselt, wie das Foto in Vater Lubischs Besitz kommt und einige Theorien ent- und verwirft – darauf kommt man nicht.

      Borrmanns Figuren sind eher umrissen als stark konturiert. Auch hätte man die künstlichen Übergänge zwischen Therese im Jahr 1998 und ihren Erinnerungen anders gestalten können, alternativ ganz streichen, denn durch die Jahresangabe ist der Leser hinreichend informiert, wo er sich gerade befindet.

      Ein Buch für Leser, die Spannung mit Hintergrund mögen, ein krimiähnlicher Roman, der einen Nachmittag lang (nicht nur) unterhält und fesselt.
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • @Marie, danke für die Rezi ! Das Buch kommt gleich auf meine WuLi. Ich habe bisher nur ein Buch von dieser Autorin gelesen und kann es empfehlen.
      ☆¸.•*¨*•☆ ☆¸.•*¨*•☆ La vie est belle ☆¸.•*¨*•☆☆¸.•*¨*•☆
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