Andrew Greig - In jenem Sommer /That Summer / The Clouds Above

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    In jenem Sommer

    von

    3.5|2)

    Verlag: S. Fischer

    Bindung: Gebundene Ausgabe


    ISBN: 9783100270405


    Termin: 2002

    • Andrew Greig - In jenem Sommer /That Summer / The Clouds Above

      Neu

      Len und Tadeusz ("Tad") lernen sich während der Luftschlacht um Großbritannien im Sommer 1940 auf dem Luftwaffenstützpunkt kennen. Tad kommt aus Polen und hat sich freiwillig der britischen Luftwaffe angeschlossen. Er tanzt und flirtet gerne, während Len ein eher stiller, nachdenklicher Typ ist.

      Doch auch er verliebt sich in diesem Sommer, in Stella, eine junge Funkerin vom Stützpunkt, die sich ebenfalls über viele Dinge Gedanken macht und eher zurückhaltend ist, während Maddy, mit der sie seit einer Zufallsbegegnung befreundet ist, ähnlich wie Tadeusz gerne feiert, vielleicht gerade weil in dieser Zeit voller Bomben, Brände, Verluste und Leid das Leben so unsicher ist.

      "That Summer" ist ein ruhiges Buch, das sich viel mit der Innenschau von Len und Stella beschäftigt und gleichzeitig, ohne je reißerisch zu werden, sehr realistisch vermittelt, was es bedeutet, mitten im Bombenkrieg zu leben - für die, die Bomberangriffe fliegen (etwa, wenn ein Pilot nach dem anderen aus Lens Fliegerstaffel im Laufe des Sommers nicht mehr vom Einsatz zurückkehrt und sich die wenigen Zurückbleibenden wie uralte Männer fühlen, die sämtliche Freunde überlebt haben) und für die, die von den Gegenangriffen betroffen sind (wobei mich da auch der historisch belegte Pragmatismus der Londoner beeindruckt hat, vor allem das Schild am Obstladen mit der kaputten Scheibe, "More open than usual" :D ).

      Wie Len seinen Urlaub damit verbringt, ganz alleine durch seine geliebten Highlands zu wandern, ist genauso eindrucksvoll zu lesen, die wunderschön geschilderte Natur ist spürbar Balsam für seine kriegsgequälte Seele. Und auch die besonderen Belastungen, die eine Liebesbeziehung in Kriegszeiten aushalten muss, bringt Greig sehr einfühlsam rüber, ohne auch nur einmal ins Kitschige und allzu Sentimentale abzugleiten.

      Ein wirklich schönes Buch, das seinen Reiz erst nach und nach entfaltet und mich am Ende noch einmal richtig ergriffen hat.
      Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
      (Leonard Cohen)
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