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Hanya Yanagihara - Ein wenig Leben / A Little Life

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    Ein wenig Leben

    von

    4.1|19)

    Verlag: Hanser Berlin

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 960


    ISBN: 9783446254718


    Termin: Januar 2017

    • Hanya Yanagihara - Ein wenig Leben / A Little Life

      Über die Autorin (lt. Klappentext):
      Hanya Yanagihara, 1975 geboren, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Sie ist Redakteurin beim Stilmagazin T der New York Times.

      Über den Übersetzer (lt. Klappentext):
      Stephan Kleiner, geboren 1975, lebt als freier Lektor und Übersetzer in München. Zu den von ihm übersetzten Autoren zählen T.C. Boyle, Keith Gessen, Chad Harbach, Michel Houellebecq, Marlon James, Tao Lin, Hilary Mantel, Josh Weil und Meg Wolitzer

      Über das Buch:
      Eine Herzenssache von mir ist es eine Trigger Warnung vorneweg zu geben. Die entsprechend Gewarnten werden wissen, was es zu heißen hat.
      In dem Buch geht es um die Freundschaft vierer Männer, die sich im College kennenlernen und ein Zimmer teilen. Da wäre Malcolm, der als Architekt versucht Fuß zu fassen. Dann JB, der als Künstler seinen Weg gehen wird. Er wird wunderbare und sehr erfolgreiche Bilder von seinen Freunden malen. Willem, der Schauspieler ist. Und die wichtigste Person im Buch ist der charismatische Jude St. Francis, der als Anwalt Erfolg haben wird. Die Geschichte spielt hauptsächlich in New York.

      Meine Meinung:
      Meine Neugierde wurde gepackt als der Hanser Verlag ziemlich begeistert dieses Buch ankündigte. Man spürte regelrecht wie sie am liebsten jedem das Buch in die Hände drücken wollten und ich fragte mich, was da eigentlich dran sein soll.
      Ich ging erst recht kritisch an das Buch heran. Warum sollte ich mich für vier sehr erfolgreiche junge Männer interessieren? Das klang doch eher anfänglich, wie die Lebensgeschichten von Yuppies. Und da bekomme ich das große Gähnen. Im Laufe der Lektüre wurde ich allerdings mitgerissen. Man erfuhr so vieles über die vier, vor allem über Jude, was einem schier die Luft wegnahm. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Was da noch alles passiert. Und wie es endet.
      Ein Teil warum die Lektüre funktioniert ist, dass Yanagihara sehr bewusst den Leser manipuliert. Dagegen kann man sich sperren, aber auch einfach nur darauf einlassen. Und dann erlebt man ein richtig gut gemachtes Buch, das den Leser in allen Höhen, aber auch unglaubliche Tiefen mitnimmt. Denn es geht auch um Missbrauch, den Jude in seiner Kindheit erfahren musste. Im Laufe des Lesens werden langsam immer mehr Informationen darüber gegeben. Klar wird damit eindeutig mit den Gefühlen des Lesers gespielt, aber ich konnte nicht anders, ich litt mit.
      Die Freundschaft der vier Männer berührte mich sehr. Ich litt mit ihnen, ich lachte mit ihnen, ich lebte fast mit ihnen. Was ich dann noch alles über Jude erfahren hatte, ließ mich dann teilweise auf Unverständnis stoßen, bis ich langsam hinter seine Denkweise kam. Wer bin ich, ihn zu verurteilen?
      Ja, mich hat das Buch begeistert. Ich habe es verschlungen und wäre tatsächlich froh gewesen, wenn ich während der Lektüre meine Gedanken hätte mit jemand teilen können.
      Noch etwas, ich habe während des Lesens noch nicht einmal darüber nachgedacht, dass es auch um Homosexualität gegangen ist, einfach weil es mir absolut egal ist, ob jemand Homosexuell oder Hetero ist. Wie ich durch die Nachfrage von einer Userin hier gelernt habe, wurde das zu einem Kritikpunkt an dem Buch. O.k., mir wäre es entgangen. Ich habe ein Buch über Freundschaft, Liebe und Missbrauch gelesen. Über das was man mal war und was man ist, was Freundschaft leisten mag und wo ihre Grenzen sind. Über die Frage, wer man ist und wo der Sinn darin besteht zu leben. Ein hinreißendes Buch, das polarisieren wird.

      Noch ein paar Worte zu dem Cover. Ich erlaube mir von der Seite des Verlages zu zitieren, da es recht viel ist spoiler ich dann lieber:
      Spoiler anzeigen
      Zu intim? Zu herausfordernd? Hanya Yanagihara über das Covermotiv ihres Romans
      “Ich wünschte, ich könnte behaupten, ich hätte von Beginn an die Vision – oder den Weitblick – gehabt, Peter Hujars Fotografie »Orgasmic Man« als das richtige Motiv für den Umschlag meines Buches zu erkennen. Ich kannte natürlich Hujars Werk; ich erinnere mich bis heute daran, wie ich als Teenager seinem Porträt der kleinen Tochter eines Freundes begegnete, eines weißblonden Mädchens, das auf einem Sofa sitzt und einen Ball hüpfen lässt, ihr Gesicht und das Bild selbst erfüllt von jener Mischung aus Gravität und Würde, die allen Arbeiten Hujars zu eigen ist. Doch erst, als mein bester Freund – der zugleich mein erster Leser und Lektor ist; so viel von dem Buch, von seiner Philosophie bis zu seinem Erscheinungsbild, ist von seinem Einfluss geprägt – dieses bestimmte Bild vorschlug, wusste ich, dass es so sein sollte.”
      Niemand wusste am Anfang so richtig, wie man dieses Buch vermarkten sollte. Das vorherrschende Gefühl war, dass eine sanfte Täuschung angebracht sein könnte. Mein amerikanischer Verlag wollte das Buch als ein Exemplar des beliebten Genres des zeitgenössischen New Yorker Bildungsromans präsentieren. (Zu meinem Entsetzen hatte mein Lektor die Idee, es als »Kreuzung aus Friends und Marcel Proust« zu beschreiben.) Vor diesem Hintergrund war es vielleicht nicht überraschend, dass Hujars Fotografie von allen abgelehnt wurde: den Marketingleuten, den Verlagsvertretern, den Buchhändlern. Das Bild schien zu übergriffig zu sein, zu intim, zu herausfordernd.
      Sie hatten nicht Unrecht. Und doch sind es genau diese Eigenschaften, derentwegen ich das Bild liebe. Es schien mir die denkbar aufrichtigste Werbung für das Buch zu sein. Empfindet der Mann Schmerzen oder Lust? Ist er ekstatisch oder tief verzweifelt? Man hat das Gefühl, dass man Zeuge eines fast unerträglich intimen Moments wird, dass man etwas sieht, was man eigentlich nicht sehen sollte. Wir verstehen, dass wir Eindringlinge sind, und doch können wir nicht wegschauen. Auf diese Weise, das ist meine Hoffnung, enthält das Cover ein Echo der Lektüre des Buches selbst, der Art, wie man hin- und hergerissen ist zwischen Hinschauen und Wegschauen, zwischen Widerwille und Zuneigung. (Übrigens findet das Rätsel des Ausdrucks des Mannes seinen Widerhall im Rätsel des Mannes selbst: Man weiß, dass er Dutch Anderson hieß, doch es gibt keinerlei Hinweise darauf, wo oder ob er heute lebt.)
      Die Veröffentlichung von Ein wenig Leben hat mir viele unerwartet beglückende Momente gebracht. Eines der Dinge, die mich am meisten freuen, ist die Wiederentdeckung von Hujars Werk durch eine neue Generation von Liebhabern. Er war gerade 53 Jahre geworden, als er an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung starb. Mein Buch ist natürlich nicht ausschließlich oder auch nur hauptsächlich für diese Wiederentdeckung verantwortlich, aber wenn es einige Leser auf Hujar und seine großartige Kunst gebracht hat, wäre mir das eine große Ehre: Kunst ist immer im Dialog mit anderer Kunst, ob bewusst oder unbewusst, und wann immer ein Künstler diesem Dialog eine Zeile hinzufügt, ist das eine wunderbare Erfahrung.


      Ich gestehe, dass ich das Bild erst ziemlich unpassend fand. Das änderte sich allerdings im Laufe meiner Lektüre.
      Bücher müssen mit soviel Überlegung und Behutsamkeit gelesen werden, als sie geschrieben wurden.
      Henry D. Thoreau




      :montag: Ich lese gerade
    • Danke für das Zitat zum Cover, ich muss nämlich gestehen, dass ich mich auch darüber gewundert habe. Aber es ist auf jeden Fall auffällig.

      Was das Thema Homosexualität angeht: In den USA wurde das Buch wohl auch unter dem Aspekt "Great Gay Novel" (also wichtige schwule Literatur) besprochen, zB hier - und hat dadurch einige, zum Teil heftige Kritik homosexueller Leser auf sich gezogen. Zum einen, weil es von einer Frau geschrieben wurde, zum anderen, weil es schwule Männer mal wieder leiden lässt.
      (Ich habe das Buch nicht gelesen, ich zitiere hier nur die Kritik anderer, um den Punkt ein wenig zu erklären.)
      "Selber lesen macht kluch."

      If you're going to say what you want to say, you're going to hear what you don't want to hear.
      Roberto Bolaño
    • FreakLikeMe schrieb:

      Was das Thema Homosexualität angeht: In den USA wurde das Buch wohl auch unter dem Aspekt "Great Gay Novel" (also wichtige schwule Literatur) besprochen, zB hier - und hat dadurch einige, zum Teil heftige Kritik homosexueller Leser auf sich gezogen. Zum einen, weil es von einer Frau geschrieben wurde, zum anderen, weil es schwule Männer mal wieder leiden lässt.
      Aus diesem Blickwinkel gesehen, dürfte man wohl das Buch tatsächlich nicht mögen.

      Ich glaube, dass die Erwartungen im Vorfeld recht hoch geschürt werden. Im Grunde ist es ein wirklich sehr gut (!) gemachter Unterhaltungsroman und hat nicht den Anspruch hohe Literatur zu sein. (Frau Yanagihara möge es mir an der Stelle verzeihen :uups: ). Durch die vielen Cliffhanger, Aha-Erlebnisse, schockierende Geständnisse und Einblicke, durch die berührende Darstellung der Freundschaft liest man das Buch tatsächlich gern oder gerade deshalb sehr gerne. Die Protagonisten schließt man schnell in sein Leserherz und will unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Ich habe übrigens am Ende des Buches eine Menge Tränen vergossen. Das ist auch nicht gerade üblich bei mir, aber es ging mir halt so zu Herzen :pale: (In meinem Fall also Ziel erreicht Frau Yanagihara :wink: )
      Bücher müssen mit soviel Überlegung und Behutsamkeit gelesen werden, als sie geschrieben wurden.
      Henry D. Thoreau




      :montag: Ich lese gerade
    • Autorin: Hanya Yanagihara
      Titel: Ein wenig Leben
      Seiten: 960
      ISBN: 978-3-446-25471-8
      Verlag: Hanser Berlin
      Übersetzer: Stephan Kleiner

      Autorin:
      Hanya Yanagihara wurde 1974 in Los Angeles/Kalifornien geboren und ist eine US-amerikanische Journalistin und Autorin. Sie arbeitete als Redakteurin eines amerikanischen Reisemagazins, bevor sie stellvertretende Herausgeberin der Wochenbeilage T: The New York Times Stile Magazine wurde. Davor lebte sie in Maryland und Texas. Yanigaharas erster Roman erschien 2013. Ihr Roman "A little life" erschien 2015. Das 2017 im Deutschen erschienene Werk stand auf der Shortlist verschiedener Literaturpreise und wochenlang auf den Bestsellerlisten.

      Inhalt:
      "Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch. (Verlagstext)

      Rezension:
      Kein anderer Roman schafft es, das Leben seiner Leser so durcheinander zu wirbeln, so in Frage zu stellen, wie "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara. Der Werbesatz des Hanser-Verlages: "Sie werden darüber reden wollen.", ist kein Gerede, sondern Programm. Nach Beenden der Lektüre wird man sein Leben, seine Freundschaften, seine Beziehungen hinterfragen wollen und nicht nur die der Protagonisten. Dabei beginnt alles recht harmlos.

      Wir begleiten vier Freunde, die sich auf den College kennengelernt haben über Jahrzehnte durch ihren Alltag. Erleben ihr privates Glück und ihre Fehlschläge, ihren beruflichen Werdegang und die kleinen Gemeinheiten des Alltags. so weit, so normal. Der Knall natürlich, erfolgt schnell und erwischt den Leser kalt. Jude, ein charismatischer junger Anwalt, ist die Hauptfigur des Romans, Fixpunkt des Vierergespanns. Alle anderen umkreisen ihn. Niemand kommt nah an ihn heran. Denn, Jude ist es auch, der eine tragische Vergangenheit vor seinen Mitmenschen verbirgt. seite für Seite erfährt der Leser darüber mehr, viel mehr als er wissen möchte, und sieht sich einer Abwärtsspirale ausgesetzt aus der es kein Entkommen gibt.

      Dicht ist die Abfolge der beschriebenen Ereignisse, erzählt aus den wechselnden Perspektiven der einzelnen Protagonisten. Feinfühlig geht Yanagihara mit ihren Figuren um, allesamt mit Ecken udn Kanten und einer tiefe, die man so manch anderen Roman wünschen würde Doch, es ist schwere Kost, welche die Autorin hier vorsetzt. Sensible Gemüter, die keine psychologischen Querelen aushalten können, sei die Geschichte nicht empfohlen. Wer sich aber auf sie einlässt, erlebt vielleicht mit eines der besten Werke der vergangenen Jahre.

      "Ein wenig Leben" erzählt so viel, dass man alles das bekommt, was man erwartet und noch eine ganze Portion mehr. Natürlich ist man ab und an genervt von den Protagonisten. Natürlich ist es unmöglich, dieses Buch in einem Rutsch zu lesen, ist man nicht gerade so gefühllos wie ein Teelöffel und natürlich wird dieser Roman nicht so schnell verdrängt werden können, zumal die erzählten fiktiven Ereignisse zu nahe gehen dürften aber diese Erfahrungen sind es schon wert, sich darauf einzulassen. Das gesammelte Elend trifft hier einen einzigen Menschen, der sich sein Leben lang nicht freimachen kann und doch ist es ein Text für eben dieses. Alleine, wer lebt wird triumphieren. Manchmal aber, will man diesen Sieg nicht haben. Aus guten Gründen.

      Hanya Yanagiharas Roman lässt uns unser Leben hinterfragen und sollte daher nur mit Beipackzettel verkauft werden. Entweder die Nebenwirkungen sind positiv und negativ. Persönlich gesehen finde ich, abgesehen von einigen Längen in den Kapiteln, ist der Autorin ein großartiges Meisterwerk gelungen. Wieder andere werden den Roman aufgrund seiner Dichte, Abfolge der Ereignisse, geschilderten Grausamkeiten womöglich hassen. Eben wie in unser aller wenig Leben.
    • Seit geschlagenen zwei Monaten lese ich dieses Buch nun schon (auf Englisch). Zwischendurch habe ich immer wieder zu einem anderen gegriffen. Man muss diesem Schinken mehr Zeit geben als die üblichen 50-100 Seiten, um rein zu kommen. Allein bis man die Charaktere auseinanderhalten kann, dauert es ein wenig.

      Tja, was soll man über dieses Buch sagen? Es ist eines der Besten der letzten Jahre.
      Auch wenn man während des Lesens so langsam eine Ahnung von dem bekommt, was Jude passiert ist, verschlägt es einem doch die Sprache. Und dann hätte man es lieber nicht wissen wollen.
      Mir persönlich macht das Buch regelrecht Angst. Denn es bringt mich tatsächlich dazu, mein eigenes Leben zu hinterfragen.
      So oder so, man wird die Geschichte nicht in einem Rutsch durchlesen und dann einfach ins Regal zurückstellen. Es sei denn, man ist ein Eisberg.

      Es ist ein sehr intensives Leseerlebnis. Und man möchte so gern darüber reden, sich über die Figuren aufregen wie man es auch manchmal über die eigenen, realen Freunde macht :wink: . Blöd nur, dass niemand in meiner Familie diesen Wälzer lesen will, so sehr ich es auch versuche, es ihnen schmackhaft zu machen :lol:

      Ich bin kein sehr emotionaler Leser. Das ein Buch aktiv eine Reaktion auslöst, passiert nur sehr sehr selten, aber in den letzten Tagen saß ich fassungslos und mit offenem Mund vor diesem Buch.
      Knapp 300 Seiten hab ich noch vor mir. Tränen sind nicht auszuschließen :-?

      Also auch ich kann "Ein wenig Leben" nur weiterempfehlen :pray:
      :study: Bambi - Felix Salten
      :study: Vom Winde verweht - Margaret Mitchell (pausiert)
      :montag: Die berühmtesten Frauen der Weltgeschichte: Vom 18. Jahrhundert bis heute - Barbara Beck
      :montag: Der klassische Adventskalender
      :musik: Kommet, ihr Hirten: Der Audiobuch-Adventskalender


      Rest in peace Chester Bennington.
    • Farast schrieb:

      Ich habe übrigens am Ende des Buches eine Menge Tränen vergossen. Das ist auch nicht gerade üblich bei mir, aber es ging mir halt so zu Herzen

      GoldenEye schrieb:

      Also auch ich kann "Ein wenig Leben" nur weiterempfehlen
      Komme gerade vom Flohmarkt zurück und habe dieses Buch um 5 € ergattert, bin schon gespannt.
      :study: Ich bin alt genug, um zu tun, was ich will und jung genug, um daran Spaß zu haben. :totlach:
    • Ich habe es gelesen.
      Schon lange hat mich ein Roman nicht so gefangen genommen, wie "Ein wenig Leben". Es hat meine Gedanken und meine Gefühle beherrscht,
      zum Glück waren es sehr viele Seiten, die ich ausnahmslos genießen konnte, jede Einzelne. :drunken:

      Das Buch ist wunderbar geschrieben: zum Teil eindringlich, zum Teil poetisch, sehr detailliert, was mich bei diesem Roman erfreut hat. (bei vielen anderen mag ich es nicht so gerne, denn das kommt auf das Können des Autors an) So konnte ich in die Welt von der Protagonisten eintauchen, und alles nachempfinden können: Die Wärme, die Liebe, die Freundschaft, das Trauer und so vieles mehr. Ich habe geweint, gelitten und auch gelacht: Eine ganze Palette von Emotionen durfte ich beim Lesen durchleben. So mag ich es am liebsten. O:-)

      Was für ein tolles Leseerlebnis, :love: auch wenn der Stoff sehr schwer verdaulich war und stellenweise mich so traurig stimmte, dass ich Schwierigkeiten hatte weiter zu lesen, dennoch liebte ich es.

      Die Charaktere waren hervorragend gezeichnet, so dass die, während des Lesens, beinahe zum Leben erweckt sind.

      Wie man es sieht, ich bin von diesem Roman restlos begeistert.
      Für mich ein Highlight des Jahres. :thumleft: Hätte ich ein Sternchen mehr, würde ich es diesem Buch mit Freuden geben. So sind es :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :applause:
      2017: Bücher: 182/Seiten: 73 352
      2016: Bücher: 177/Seiten: 74 766
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      "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"
      Dalai Lama
    • Auch mich hat das Buch emotional gefangen genommen und lange Zeit noch beschäftigt. Zum einen natürlich vor allem, weil einem Jude sehr nahe kommt und man gar nicht anders kann, als mit ihm zu fühlen und das über viele hundert Seiten. Da schließe ich mich meinen Vorrednern gerne an. Zum anderen aber auch deshalb, weil ich bisher noch keine befriedigende Antwort darauf bekommen habe, warum alle in dem Buch vorkommenden Personen um Jude herum ausnahmslos extrem erfolgreich und mit einer schier grenzenlosen Nächstenliebe gesegnet sind. Hat euch das nicht auch gewundert oder im Verlauf zunehmend genervt? Dass die Autorin über eine hervorragende Beobachtungsgabe und ein großes psychologisches und sprachliches Feingefühl verfügt, ist unumstritten. Wieso also fehlen da die Zwischentöne? Im Klappentext wird der Roman auch als "Märchen" bezeichnet. Anfangs hat mich das gewundert, aber irgendwann bin ich dazu übergegangen, das Buch so zu lesen und nicht alles zwingend einer Realitätsprüfung zu unterziehen. Unter dieser Prämisse konnte mich das Buch begeistern und war mir trotz allem am Ende :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: wert!
      :montag: Susan Cain - Still

      "Sehnsucht nach Liebe ist die einzige schwere Krankheit, mit der man alt werden kann, sogar gemeinsam."
      (Bodo Kirchhoff: Die Liebe in groben Zügen)

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