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Marie Kondo - Magic Cleaning. Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert / Jinsei ga tokimeku katazuke no mahō

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    • Ich hätte auch nicht genügend Fläche, alles aufrecht nebeneinander zu stellen, selbst wenn ich noch so platzsparend zusammenrollen würde. Spätestens in den Schrankfächern, die höher liegen als ich groß bin, würde das System auch sowieso unpraktisch.
      Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
      (Leonard Cohen)
    • Bei KonMari muss man ja zuerst ordentlich entrümpeln und wegwerfen. Das ist sozusagen die unabdingbare Ausgangsbasis für ihr Ordnungssystem. Alles rausschmeißen, was einen nicht glücklich macht oder was man nicht unverzichtbar notwendig braucht. Aus vierzig T-Shirts werden auf die Weise z.B. acht oder zehn. Aus zwanzig Handtüchern vier. Aus dreihundert ungelesenen oder noch nicht gelesenen Büchern null. :loool: Was beim Aussortieren übrig bleibt, hat dann lässig im Schrank (stehend) Platz. So ungefähr muss man sich ihre Methode vorstellen.

      Ich bin ja durchaus geneigt, einige ihrer Vorschläge konkret umzusetzen, weil ich Ordnung mag und keine Spur von genial bin. :wink: Aber bei meinen Büchern schaffe ich das auch nicht. Nicht auf Marie Kondos Weise. Ich bin zwar eifrig dabei, meinen SUB abzubauen und meinen Bücherbestand durchzuforsten, was ich behalten will und was verschenkt, verkauft, gespendet werden kann. Aber ungelesene Bücher, die ich noch lesen möchte, werfe ich nicht raus, nur um - wie Marie Kondo das propagiert - auf einen Schlag Klarschiff zu machen.

      Das Rauswerfen von Sachen, die einen nicht glücklich machen, ist auch sowas, was nicht ganz verkehrt ist. Ich hatte etliches rumstehen, was mir zwar nicht gefallen hat, was mich aber anderweitig "festgehalten" hat - ein Geschenk von jemandem, schade ums Geld, kann man sicher nochmal brauchen, bin hin- und hergerissen, hat mir früher mal gefallen, und so weiter. Irgendwann habe ich mich dann ehrlich gefragt, ob ich dieses oder jenes Teil wirklich behalten möchte, und die Antwort war: nein. Also raus damit. Das hat was Befreiendes, und insofern hat Marie Kondo absolut recht, dass man auf die Weise auch sein Inneres "klären" muss und sich damit auch seelisch was in einem ändert. Man glaubt gar nicht, wie sehr einen eine große Vase von Schwiegermama innerlich in ein Dilemma bringen kann. :lol: Die Vase ist häßlich. Aber Schwiema wollte uns eine Freude machen und ich mag sie sehr (die Schwiema, nicht die Vase). Ich will nicht, dass sie traurig ist, weil wir ihr Geschenk entsorgt haben. Die Vase stört auch nicht wirklich. Aber mögen tu' ich sie auch nicht, und glücklich macht sie mich schon gar nicht.

      Ich glaube, solche Fälle meint Marie Kondo u.a., wenn sie sagt: alles raus, was einen nicht glücklich beim Anschauen macht oder was man zumindest neutral nehmen kann, weil man es tatsächlich braucht.

      Nochmals an dieser Stelle: das Buch ist wirklich die Lektüre wert! Irgendeinen Gedankenanstoß kann sicher jeder für sich mitnehmen, für den Ordnung (oder Genialität :loool: ) ein Thema ist.Aber natürlich muss man nicht ordentlich sein oder werden! Wer es lieber gemütlich chaotisch mag, ist ja auch glücklich damit, und braucht weder das Buch noch die Methode von Marie Kondo.Hauptsache, man fühlt sich zuhause wohl! Darum geht es bei dem Ganzen doch letztlich.
    • Hm, wahrscheinlich bin ich einfach nicht für diesen ganzen Minimalismuskram geboren. Mich macht es nicht glücklich, nur zehn T-Shirts im Schrank zu haben, ich liebe eher die Abwechslung und die Vielfalt.

      Auszusortieren, was einen nicht glücklich macht, ist grundsätzlich natürlich schon ein guter Ansatz. Man muss es ja auch nicht gleich in den Müll schmeißen.
      Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
      (Leonard Cohen)
    • Mirielle schrieb:

      Aus vierzig T-Shirts werden auf die Weise z.B. acht oder zehn.
      Mehr habe ich sowieso nicht.

      Mirielle schrieb:

      Aus dreihundert ungelesenen oder noch nicht gelesenen Büchern null.
      NEIN

      Mirielle schrieb:

      Irgendwann habe ich mich dann ehrlich gefragt, ob ich dieses oder jenes Teil wirklich behalten möchte, und die Antwort war: nein. Also raus damit.
      So eine Aufräumaktion habe ich vor ein paar Jahren gemacht, Zimmer für Zimmer, Schrank für Schrank. Ich war beschäftigt vom Anfang der Sommerferien bis zum Advent. Und als ich den ganzen Nippes, den ich nicht mochte, endlich raus hatte (nicht auf den Müll, sondern ins Sozialkaufhaus gebracht), fing die Weihnachtszeit an ... und die Eltern meiner Schüler schenkten mir neuen Nippes. :( :roll:

      Auch wenn man selbst gut wegschmeißen kann, nutzt das alles nichts, wenn der Bastler-Ehemann jedes Kabel eines kaputten Geräts, jede Schraube, die irgendwo rausfällt, und jedes Metallteil, das keine-Ahnung-warum und was-weiß-ich-wofür zu gebrauchen wäre, hortet. Aber er hat seinen Speicher, den ich nur betrete, falls ich mal wirklich eine Schraube, einen bestimmten Nagel o.ä. brauche. Und dann bin ich froh für seine Sammlung. :loool:
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Ich habe zwar nur die Kurzfassung dieses Buches gelesen, dennoch möchte ich etwas dazu schreiben und meine Bewertung abgeben.
      Ich denke, der Inhalt wurde bereits sehr gut zusammengefasst und ich komme daher gleich zu meiner eigenen Meinung:

      In meiner Wohnung herrscht weder das Chaos noch versinke ich im Dreck, doch irgendwie bin ich doch mit der derzeitigen Situation etwas unzufrieden und stöbere deswegen durch einige Ratgeber wie Flylady oder eben Magic cleaning.
      Das Buch lässt sich sehr sehr flüssig lesen und ich war ziemlich schnell auch am Ende angelangt, jedoch muss ich sagen, dass dieser Aufräum/Wegwerfstil nicht wirklich zu mir passt.
      Zwar habe ich bereits nach dem ersten Kapitel meine komplette Küche auf den Kopf gestellt und alle Schubläden ausgeräumt und auch eine ganze Tüte an Plastikschüsseln etc. aussortiert, ABER ich bin kein Mensch, der irgendwie eine nähere Beziehung zu seinen Gebrauchsgegenständen aufbaut, noch mich bei meinen Schuhen für den Weg zu bedanken, den sich mich getragen haben. Ich finde es gut, dass jeder Gegenstand seinen Platz haben soll, aber mit diesen Dingen dann auch noch zu sprechen und sollte es nur im Geiste sein, das widerstrebt mir irgendwie.

      Alles in allem kein schlechtes Buch und kein schlechter Ansatz, für mich war das ganze aber dann doch zu Oberflächlich gehalten und ich bevorzuge daher lieber Ratgeber die mir genau vorschreiben an welchem Tag ich was zu tun habe. Aufgeräumter wirkt meine Küche jetzt aber trotzdem ... 8)
      :study: Bettina Belitz - Splitterherz
      :study: J. Tina - Ich will doch nur normal sein
      :study: Jim Butcher - Codex Alera 1 - Die Elementare von Calderon
      :study: Luca Di Fulvio - Das Kind, das nachts die Sonne fand
    • Bereits seit einiger Zeit habe ich immer mehr das Gefühl gehabt, mich irgendwie erdrückt zu fühlen. Zu Beginn konnte ich nicht einmal sagen,was genau mich da eigentlich immer wieder runter zog, warum genau es mir schon wieder nicht gut ging. Ganz zu Beginn meiner "Reise" standen Dinge wie "Depressionen" als mögliche Ursache zur Debatte. Bis ich endlich gemerkt habe was genau die Ursache ist. Ich fühlte mich erschlagen von den vielen Dingen die mich jeden Tag umgaben, die mir immer wieder beim Putzen oder beim Suchen nach einem bnestimmten Gegenstand in die Hände fielen. Ich fühlte mich gefangen zwischen Dingen, die ich aus Frust gekauft hatte, von denen ich dachte sie würden mir helfen...die jedoch alles nur irgendwie schlimmer machten. Ich begann, nach einer Lösung zu suchen und stieß dabei auf den Begriff "Minimalismus". Und die Grundidee dahinter ist ganz einfach: Umgib dich nur mit Dingen die du tatsächlich brauchst.
      Nun werde ich wahrscheinlich nie ein hardcore Minimalist werden, der mit 15 Gegenständen überleben kann. Aber mich überzeugt der Grundgedanke. Und im Zuge meiner Recherchen bin ich dann auch auf Marie Kondo und ihre "KonMarie"- Methode gestoßen. Zunächst habe ich nur Youtube Videos gesehen mit Leuten,die nach dieser Methode bei sich bereits Ordnung geschaffen haben. Und als eingefleischter Leser führte eines zum anderen. Ich besorgte mir das Buch und habe mich selbst einmal mit der "KonMarie"-Methode befasst.

      Meine Meinung:


      Marie Kondo spricht in ihrem Buch nicht nur über ihre selbst konzipierte Aufräummethode, sondern erzählt auch ganz offen über ihre eigene Geschichte und wie sie selbst das Aufräumen für sich entdeckte und perfektionierte. Dabei konzentriert sie sich zunächst darauf alle Dinge, die man besitzt, einzeln durchzugehen und sie zu beurteilen: Macht mich das Glücklich? - Das ist ihr Leitsatz bei allen Entscheidungen. Sie gibt auch eine bestimmte Reihenfolge vor, nach welchem Schema man sein Hab und Gut durchsehen sollte. Kleidung, Bücher, Papiere, Kleinkram (wobei hier von Küchenutensilien, Deko, Hobbyutensilien bis Gartengeräte alles zugehört was sich nicht woanders einteilen lässt) und zu guter Letzt Erinnerungsstücke. Erst dann geht es ans eigentliche Aufräumen. Oder wie Marie Kondo sagt "Den Dingen ein Zuhause geben."
      Ich persönlich finde ihre Herangehensweise frisch und interessant. Sie geht den Dingen auf den Grund und rät einem nicht nur wie man was am besten zu verstauen hat. Sie packt das Problem beim Schopfe und geht es weit tiefer an als ich es bisher gekannt habe.
      Allerdings sehe ich in ihrer Herangehensweise ein paar Dinge, die ich nicht unterstützen kann. Sie spricht immer nur vom Wegschmeißen. Von Müll. Und das ist ein Punkt, bei dem ich ihr widersprechen muss. Nur weil es für mich nicht mehr zu gebrauchen ist heißt das nicht dass das dann automatisch Müll ist. Ich finde Alternativen wie Verkaufen, Verschenken und Spenden wesentlich besser. Natürlich dauert es erstmal,bis man die aussortierten Dinge verkauft, verschenkt oder gespendet hat.
      Ein weiterer Punkt, der hier bereits erwähnt wurde ist das "Danken". Sie spricht sehr oft darüber, dass man mit den Dingen die man um sich hat eine Beziehung aufbauen soll, sich jedes Mal nach ihrem Einsatz bei ihnen bedanken soll und auch den Dingen, die entsorgt werden ein "Damkeschön" gebührt. Für mich ist das etwas zu übertrieben.
      Ich kann verstehen, dass sie dadurch erreichen möchte dass man sich mit den Gefühlen und den Gedanken, die im Zusammenhang mit einem Gegenstand stehen auseinandersetzt. Warum habe ich mir diese Bluse mal gekauft, wo ich sie doch jetzt nicht mal mehr ansehen möchte? Ich denke, es ist in diesem Prozess, den man beim Ausmisten durchläuft, durchaus wichtig zu verstehen wie es so weit kommen konnte. Wann haben wir zugelassen, dass sich bei uns dieser ganze Kram ansammelt?
      Trotzdem sehe ich hier keine Bewandnis, meinem Handy jeden Abend laut "Danke" zu sagen.

      Insgesamt finde ich ihre Herangehensweise sehr hilfreich. Sie geht dem Problem auf den Grund und gibt nicht nur Tipps zum Aufräumen. Es ist eher wie eine Lebensweisheit.
      Bisher habe ich mich selbst noch nicht durch ihr vorgegebenes Schema durchgearbeitet. Aber ich habe mir ihren Grundsatz "Was dich nicht glücklich macht kann weg." als Leitsatz sehr zu Herzen genommen. Für mich selbst habe ich festgestellt, dass es einem leichter fällt sich für oder gegen einen Gegenstand zu entscheiden je öfter man vor dieser Wahl steht. Hätte man mir vor einem halben Jahr erzählt, dass ich in einem Schwung knapp 60 Filme und Serienstaffeln aussortieren würde die ich teilweise noch nicht mal gesehen habe hätte ich demjenigen dezent den Vogel gezeigt. Aber mit etwas Übung geht das eigentlich ganz gut. :totlach:

      Von mir gibt es :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: . Und vielleicht später noch ein Fazit wenn ich noch einmal nach der "KonMarie"-Methode Ausgemistet habe.
      SUB Stand 1.9.2017 : 123
      Aktueller SUB: 125

      Gelesen ab September 2017: 4
      Gekauft ab September 2017: 6





    • Ich lese dieses Buch gerade (Sogar NACHDEM ich bei mir ausgemistet habe). 8)
      Ich werde aber, wenn ich mal wieder richtig Zeit habe, das Ganze noch mal nach ihrem Ansatz durchackern. Nämlich ALLES ausräumen, auf einen Haufen und dann noch mal sichten, fühlen und "besprechen". Ich finde es nicht lächerlich mit den Dingen zu reden, denn so baut man einen Bezug zu den Teilen auf. "Antworten" :wink: sie nicht, sind sie vielleicht nicht wichtig genug um behalten zu werden. Aber gut, das ist eben Geschmackssache und ich kann verstehen, wenn einige das als befremdlich ansehen. Ich kann den Gedanken dahinter aber sehr gut verstehen. Das ist Psychologie vom Feinsten.
      Es geht hier ja um Emotionen, die wir immer mit Dingen verbinden und die uns das Weggeben erschweren. Die Frage ist, ob die Emotionen reichen um zu sagen: "Das muss dringend bleiben". Oder ob man sich weiter dem psychischen Druck ausliefern möchte: "Das ist von Tante Hilde, das KANN ich nicht wegwerfen, sie wäre beleidigt". Es ist sehr schwer sich aus diesem Dilemma zu befreien.

      Was sowohl hier, als auch in vielen Blogs, immer wieder bemängelt wird, dass sie nur vom Wegwerfen spricht. Das kann ich nicht ganz teilen.
      Ich weiß nicht, ob es an einer neueren Auflage liegt, aber in meiner Version ist auch schon mal von einer "Spende" die Rede (ebook S. 157 bei mir). Zitat: "Sehr gerne empfehle ich, sofern realistisch und praktikabel, den größten Teil überdimensionierter Vorräte an andere Menschen weiterzugeben, die Dinge zu spenden oder in einem Gebrauchtwarengeschäft zu verkaufen. Hauptsache, der Klient schafft es, sich davon zu trennen."
      S.62 im Ebook, Zitat: "Wer baucht schon zehn so gut wie identische schmale schwarzer Röcke? Darunter gibt es doch bestimmt ein Lieblingsteil. Der Rest wird zur Kleiderspende".

      Sicher, Priorität 1 liegt vielleicht auf dem Wegwerfen. Ich kann das auch verstehen, denn innerhalb der Familie weiterreichen wäre ja auch nur ein "Umschichten" und der Haushalt bleibt rummelig, wenn die Dinge nicht das Haus verlassen.
      Das Wegwerfen ergibt eine Konsequenz, die einem Aufräum-Anfänger vielleicht erst mal fehlt. Daher ist der radikale Schnitt am hilfreichsten. Wie gesagt es ist Psychologie, und weggeworfene Teile befreien auch innerlich. Das erkennt man aber nicht, wenn man nur vorsortiert und es dann in einer Ecke vergisst. Der "emotionale Ballast" bliebe derselbe und ist kontraproduktiv.

      Ist man ein Profi, und schafft es wirklich die aussortierten Sachen nicht wieder ein Jahr rumstehen zu lassen, weil man es einfach nicht schafft einen Flohmarkt-Termin zu machen, oder zum Sozialkaufhaus zu gehen, oder zum Altkleidercontainer, dann spricht nichts gegen ein Vorsortieren und Zwischenlagern. (Aber wenn die Sachen einmal im Karton sind, werden sie in Vergessenheit geraten mitsamt Flohmarkt Termin. Aus den Augen aus dem Sinn). :twisted:
      Ich bin daher der Meinung, als "schwacher Geist" sollte man erst einmal die Methode durchziehen um eine gesunde Basis zu schaffen.
      Ich finde es ökologisch richtig, wenn man dagegen ist Recourcen zu verschwenden, aber man sollte die Methode nicht nur auf das Wegwerfen reduzieren und somit abstrafen. Es hat schon einen tieferen Sinn auf diese Art Tabula Rasa zu machen. Man kann es ja selbst anders gestalten. Meine Bücher kommen zum Beispiel in den Bücherschrank. Aber wem sage ich das. :loool:
      Liebe Grüße, Tardigrada
      :study: Liebe findet uns - J. P. Monninger (gar nicht mein Genre, aber liest sich gut)

      :bewertung1von5: 2017 gelesen 95 :bewertung1von5:
      2016 gelesen: 140
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