Charles Dickens - Große Erwartungen (Start 04.02.2017)

    • Bis Kapitel 25 / Band II, Kapitel 6

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      Squirrel schrieb:

      Mrs. Pocket ist an Dummheit und Selbstverliebtheit bei gleichzeitig völlig übersteigertem Geltungsbedürfnis wohl kaum zu übertreffen
      Ui, da haben wir auch wieder einen ganz speziellen Charakter...wirkt sie zunächst einfach nur zerstreut, dekorativ und harmlos, zeigt sie irgendwann ihre Riesendummheit und fast schon Boshaftigkeit, die beinahe zu einer Gefahr für ihre Kinder wird. :wuetend:

      Squirrel schrieb:

      Dickens schrieb:

      No; the office is one thing, and private life is another. When I go into the office, I leave the Castle behind me, and when I come into the Castle, I leave the office behind me.
      Das finde ich eine sehr moderne Einstellung in einer Zeit, in der kleine Angestellte mehr oder weniger fast ihren Dienstherren gehörten. Ich glaube, da kommen viele von Dickens eigenen Erfahrungen in der Arbeitswelt zutage, dass er so für die Trennung zwischen Beruf und Privatleben eintritt. :-k
      Wemmick war wirklich die Überraschung des letzten Wochenabschnitts. Dickens Beschreibung seines "Briefkastenmunds" :totlach: war so lustig und hat ihn eigentlich als nicht wirklich sympathischen Zeitgenossen gezeichnet, aber das hat er mit seinem Verhalten zu Hause, seiner Liebe zu seinem alten Vater, seinem Stolz auf sein verrücktes Häuschen mehr als wett. :thumleft:

      Anni2412 schrieb:

      RahelSa schrieb:

      , Pips Innenleben bleibt uns verschlossen.
      Das empfinde ich auch so. Im ersten Teil konnte ich mich viel eher in Pip einfühlen und konnte sein Bestreben aus seinem Leben etwas zu machen nachvollziehen. Nachdem man zum Ende von Band 1 von Pip einen etwas negativen Eindruck bekommen hat, fällt mir eine tiefergehende Sympathie für Pip schwer, eben weil man nicht viel von Pips Innenleben mitgeteilt bekommt. Mein Eindruck verschlechtert sich nicht, aber es besteht aktuell auch kaum eine wirkliche Möglichkeit den Eindruck wieder zu verbessern.
      Geht mir genau so, er kommt zwar nicht mehr so hochnäsig und arrogant daher wie in dem Abschiedskapitel, aber Sympathiepunkte sammelt er bei mir auch nicht. Er schildert die anderen auch irgendwie sehr distanziert, aber immerhin ohne diese zu beurteilen. Mal schauen, wie sich das noch entwickeln wird. :-k

      Squirrel schrieb:

      Mir ist auch grad noch etwas ein- bzw. aufgefallen: ich glaube in Kapitel 24 steht, dass Pip sich in den ersten Monaten doch recht schnell ein paar teure Angewohnheiten aneignet, ohne dass darauf näher eingegangen wird. Das wird so nebenher erwähnt, ich glaub im Kontext mit seiner Beziehung zu Startop und Drummle. Also scheint er sich recht schnell daran zu gewöhnen, jetzt über finanzielle Mittel zu verfügen
      Außerdem wird dort noch angemerkt, dass Pip nur so weit ausgebildet werden soll, dass er sich unter den jungen Leuten in besseren Verhältnissen zurechtfindet - also einfach nur als Lebemann, Tunichtgut oder Blender. :roll:
      Liebe Grüße,
      Tine

      :study: Charles Dickens - Große Erwartungen (MLR)
      :study: Amy Ewing - Das Juwel - Die weiße Rose (Bd. 2)
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      RahelSa schrieb:

      Was meinst Du damit genau? :-s Habe ich was verpasst?
      na, wenn ich das jetzt spontan richtig verstanden habe, hat er sich von der Guten ja nie blenden lassen als sie noch jung und hübsch, aber arrogant und versnobt war. Er hat ja den Kontakt zu ihr abgebrochen :-, das macht ihn mir schon sympathisch :loool:
      viele Grüße vom Squirrel

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