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Cornelia Funke - Die Feder eines Greifs

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    Drachenreiter -Die Feder eines Greifs

    von

    4.4|11)

    Verlag: Dressler

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 400


    ISBN: 9783791500119


    Termin: September 2016

    Das Buch ist der 2. Band der Reihe (2 Teile).

    Ähnliche Bücher

    • Cornelia Funke - Die Feder eines Greifs

      Zweiter Band der "Drachenreiter"-Reihe

      Inhalt:
      Der Drachenreiter kehrt zurück!
      In der Abgeschiedenheit Norwegens erreicht Ben eine schreckliche Nachricht: Die letzten drei Pegasusfohlen werden vermutlich nie schlüpfen und mit ihnen werden die geflügelten Pferde für alle Zeit aus dieser Welt verschwinden. Um sie zu retten, machen sich Ben und Barnabas mit einem äußerst ungewöhnlichen Expeditionsteam auf den weiten Weg nach Indonesien, um dort eins der gefährlichsten Fabelwesen der Welt zu finden. Denn nur die Sonnenfeder eines Greifs kann die Fohlen vielleicht noch vor dem Tode bewahren. Doch Greife hassen Pferde, und das Wesen, das sie als ihren ärgsten Feind betrachten, ist Bens bester Freund - ein Drache.

      Die Autorin:
      Mit dem Schreiben fing Cornelia Funke an, als sie 35 war. Zuvor hatte die heute weltbekannte Autorin Pädagogik studiert und anschließend, neben der beruflichen Tätigkeit auf einem Hamburger Bauspielplatz, Buchillustration an einer Kunstfachhochschule studiert. Als Cornelia Funke dann als Kinderbuchillustratorin arbeitete, gefielen ihr die Texte vieler Bücher nicht, die sie bebildern sollte. Ihr Ehrgeiz war geweckt: Sie begann selbst mit dem Schreiben. Inzwischen sind ihre Bücher in mehr als 35 Sprachen übersetzt, einige von ihnen wurden verfilmt oder für die Theaterbühne adaptiert. Absolute Bestseller sind die Bände der "Tintenwelt-Trilogie". Sie werden übrigens nicht nur von Kindern und Jugendlichen verschlungen, sondern haben auch Hunderttausende erwachsene Fans gefunden.

      Aufbau:
      49 Kapitel
      Wer ist wer
      Quellenverzeichnis

      Meinung:
      Als ich gehört habe, dass es zu "Drachenreiter" eine Fortsetzung geben soll, war ich erst skeptisch - für mich war die Geschichte abgeschlossen und ich konnte mir nicht vorstellen, was noch zu erzählen sein sollte. Die Inhaltsangabe versprach aber ein ganz neues Abenteuer für die bekannten Figuren und hat mich sehr neugierig gemacht - und das Buch hat mir auch gut gefallen.

      Die Wiesengrunds haben in Norwegen eine Art Reservat für Fabelwesen aufgemacht, in dem die bedrohten Tiere umsorgt und gepflegt werden; schon das Setting bietet also viel Potential für neue Geschichten, da die Familie immer auf der Suche nach neuen Tieren, die gerettet werden müssen, ist und sie hierbei bestimmt einige Abenteuer erleben. So handelt auch die Geschichte von "Die Feder eines Greifs" davon, dass sie sich auf eine gefährliche Reise begeben müssen, um die letzten Pegasus-Fohlen vor dem sicheren Tod zu retten. Dabei stoßen sie natürlich auf verschiedene Hindernisse und wie schon im ersten Band müssen alle zusammenarbeiten, um ans Ziel zu gelangen, was mir sehr gut gefallen hat. Die Autorin hat hier wirklich gezeigt, dass jeder, egal, welche Kapazitäten, Stärken und Schwächen er hat, nützlich ist und man auf niemanden verzichten kann.
      Die Handlung selbst war interessant und durchaus spannend. Am Ausgang habe ich nie gezweifelt und auch einige der Entwicklungen waren für mich vorhersehbar, aber andere Wendungen haben mich überrascht. Ein paar Szenen waren auch sehr emotional und vor allem das Ende hat mir die Tränen in die Augen getrieben, aber auch Humor kam nicht zu kurz. Besonders mochte ich aber die ganzen Informationen über verschiedene Fabelwesen und ihre Lebensumstände, aber auch die Einbindung moderner Technologie fand ich interessant, da die Geschichte so irgendwie realistischer wurde.

      Natürlich war auch das Wiedersehen mit den ganzen bekannten Figuren schön und es war interessant zu sehen, wie sie sich weiter entwickelt haben und welche Probleme, Gedanken und Sehnsüchte sie haben. Gerade die Gefühle von Lung und Ben aufgrund ihrer ständigen Trennung waren gut herausgearbeitet, aber auch die anderen Charaktere haben sich gut entwickelt und die neu eingeführten Figuren haben mir ebenfalls gefallen. Die Drachen kamen in der ersten Hälfte weniger vor, was mich ein bisschen enttäuscht hat, aber sie sind später auf jeden Fall wichtig und da die Pegasi im Mittelpunkt der Geschichte stehen, konnte ich es verschmerzen.

      Fazit:
      "Die Feder eines Greifs" hat mir sehr gut gefallen, sogar etwas besser als der erste Band. Dies liegt hauptsächlich daran, wie sehr die Geschichte mich am Ende bewegen konnte, aber auch die tollen Illustrationen haben dazu beigetragen. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      Carpe Diem.
      :study: Daniela Winterfeld - Der geheime Name
      2017 gelesen: 212 Bücher mit 85.877 Seiten (2016: 262 Bücher mit 102.636)
    • Cornelia Funke - Drachenreiter - Die Feder eines Greifs

      Kampf um das Leben der Fohlen

      Klappentext:
      Der Drachenreiter kehrt zurück!
      In der Abgeschiedenheit Norwegens erreicht Ben eine schreckliche Nachricht: Die letzten drei Pegasusfohlen werden vermutlich nie schlüpfen und mit ihnen werden die geflügelten Pferde für alle Zeit aus dieser Welt verschwinden. Um sie zu retten, machen sich Ben und Barnabas mit einem äußerst ungewöhnlichen Expeditionsteam auf den weiten Weg nach Indonesien, um dort eines der gefährlichsten Fabelwesen der Welt zu finden. Denn nur die Sonnenfeder eines Greifs kann die Fohlen vielleicht noch vor dem Tode bewahren. Doch Greife hassen Pferde, und das Wesen, das sie als ihren ärgsten feind betrachten, ist Bens bester Freund – ein Drache.
      Ein neue fantastisches Abenteuer mit Ben und seinem Silberdrachen Lung.

      Rezension:
      Ben, der am Ende seiner Abenteuer in „Drachenreiter“ von den Wiesengrunds adoptiert wurde, lebt seither mit diesen in einem verborgenen Fjord in Norwegen, wo sich alle zusammen um bedrohte Fabelwesen kümmern und diesen eine ungestörte Heimat bieten. Mittlerweile sind 2 Jahre vergangen. Kurz nachdem auf einer Forschungsreise in Griechenland das letzte überlebende Pegasuspaar gefunden wird, stirbt die Stute. Zum Glück hat sie kurz zuvor noch 3 Eier gelegt. Diese auszubrüten, dürfte ohne die Mutter jedoch äußerst kompliziert werden. Die einzige Hoffnung besteht darin, die Sonnenfeder eines Greifs zu besorgen. Doch Greife sind fast so selten wie Pegasi und noch dazu als extrem unfreundlich bekannt. Trotzdem machen sich Ben und sein Adoptivvater Barnabas auf den Weg, eine Sonnenfeder zu besorgen.
      Dass volle 19 Jahre nach Erscheinen eines Buches eine Fortsetzung veröffentlicht wird, ist sicher außergewöhnlich. Wieso sich Cornelia Funke (erst) nach dieser langen Zeit entschlossen hat, ihren erfolgreichen „Drachenreiter“ weiterzuführen, könnte sie wohl nur selbst beantworten. Das Ergebnis kann jedoch überzeugen, kann man es doch als sogar noch besser als das Original bezeichnen. Gleich zu Beginn werden sogar einige damals offengebliebene Fragen beantwortet. So erfährt der Leser beispielsweise, dass Ben jetzt 14 ist, bei seinem damaligen Abenteuer also 12 war. Auch wie Ben damals ohne Eltern in das Lagerhaus in der Hamburger Speicherstadt kam, wird endlich enthüllt. In „Die Feder eines Greifs“ lernt der Leser noch erheblich mehr Fabelwesen kennen als im 1. Teil.
      Dieses Buch ist in einer mitreisenden Art geschrieben, die auch erwachsene ‚Kinder‘ begeistern kann. Der Text ist mit zahlreichen Zeichnungen illustriert. Etwas eigenartig erscheint lediglich, dass die Heimat der Wiesengrunds in Norwegen, MÍMAMEIÐR, konsequent in Großbuchstaben geschrieben ist.

      Fazit:
      Allen Fans des „Drachenreiter“ - auch wenn sie mittlerweile erwachsen sind – kann diese Fortsetzung ausdrücklich empfohlen werden!
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: rezicenter.wordpress.com
    • Ein spannendes und vielfältiges Abenteuer, dass mit einer tollen Botschaft pro Natur überzeugt hat! ♥

      Es ist schon eine Weile her, dass ich den ersten Band "Drachenreiter" gelesen habe, aber ich konnte sofort wieder in die von Fabelwesen bevölkerte Welt von Cornelia Funke eintauchen, weil meine Erinnerungen mit vielen kleinen Details recht schnell geweckt wurden.

      Natürlich ist der Drache Lung, sein Drachenreiter Ben und das Koboldmädchen Schwefelfell wieder mit von der Partie und sie stürzen sich in ein gefährliches Abenteuer, um die bedrohte Art der Pegasi zu retten. Man merkt recht schnell den Ansatz von Cornelia Funke, bei den Kindern das Bewusstsein für die Umwelt zu wecken. Die Erhaltung der Arten, auch wenn es sich hier um Fabelwesen handelt, steht oft im Vordergrund und zeigt, dass jedes Wesen etwas besonderes ist, beschützt gehört und das Recht auf überleben hat.
      Dafür hat sie viele phantastische aber auch "echte" Tierenamen in die Geschichte einfließen lassen, Namen, die Kinder sicher nicht alle einordnen können, vielleicht dafür aber zum Nachfragen animieren. Mir waren sie manchmal ein Tick zuviel, auch wenn die Geschichte dadurch sehr lebendig gewirkt hat.

      Die Perspektiven wechseln bei jedem Kapitel, was einen guten Überblick über alle Ereignisse geschaffen hat, viel Abwechslung bringt und natürlich auch die Spannung erhöht, denn es gibt immer wieder kleine Cliffhanger.
      Die Kapitel selber beginnen, wie man es von der Autorin ja schon kennt, mit kleinen, wirklich liebevoll ausgesuchten Zitaten und auf fast jeder Seite gibt es wieder die bekannten Zeichnungen von Cornelia Funke, die das Lesen zu einem besonderen Erlebnis machen und einen das Buch ans Herz wachsen lassen.

      Ben lebt ja mittlerweile bei seinen Stiefeltern Ben und Vita Wiesengrund und seiner "Schwester" Guinever. Sie haben in Norwegen einen Zufluchtsort für alle Fabelwesen geschaffen, die sich in der Welt der Menschen nicht mehr verstecken können und hier eine Heimat gefunden haben. Ob Trolle, Meermänner, Schrate, Feuermander, Pilzlinge, Nebelraben, Windstuten, Graselfen ... Cornelia Funke versammelt hier so viele phantastische Gestalten, die der Phantasie buchstäblich Flügel wachsen lassen. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal aber die Pegasi, deren Art auszusterben droht und die Greife, deren besondere "Sonnenfeder" das einzige Mittel sind, um sie zu retten.

      Es geht in gutem Tempo voran, hält einige Überraschungen bereit und natürlich viele Gefahren, denen sich Ben und all seine Freunde stellen müssen. Dabei zeigt Cornelia Funke wie wichtig und selbstverständlich es ist, etwas zu riskieren um anderen zu helfen, Mut zu zeigen und nicht die Hoffnung zu verlieren. Genauso wie das Vertrauen und Zutrauen in andere, dessen Wirkung man nicht unterschätzen sollte.
      Am Ende gibt es noch ein spannendes Finale und einen wunderschönen Schluss!

      Im Anhang wurden zum Nachschlagen nochmal alle Menschen, Tiere und Fabelwesen aufgelistet.

      Fazit

      Ein spannendes Abenteuer mit vielen mythischen Wesen und der Botschaft, dass jedes Lebewesen auf der Erde die Berechtigung zum Überleben hat! Dass man sich auf Freunde verlassen sollte und sich jeder Einsatz lohnt, wenn man bereit ist, zu helfen.

      © Aleshanee
      Weltenwanderer
      :study: "Hex" von Thomas Olde Heuvelt
      Mein Bücherblog: Weltenwanderer
    • Zugegeben, ich entspreche nicht gerade der Zielgruppe, die dieses Buch im Auge hat. Aber ich lese mit Begeisterung Kinderbücher, auch Fantasy, wobei mir Eragon zum Beispiel richtig gut gefallen hat.
      Bei Cornelia Funkes neuem Buch fällt mein Urteil nicht so klar aus. Keine Frage, das Ganze ist durchweg spannend und sehr sehr bildhaft geschrieben, sodass ich die ganze Farbenpracht und Vielfältigkeit, die die Fabelwelt zu bieten hat, stets vor Augen hatte. Auch die Geschichte ist genau so, wie Kinder es wohl lieben: Zwei Menschen und viele Fabelwesen brechen auf, um drei noch ungeborene Pegasus-Pferde zu retten, die an Niedlichkeit sicher kaum zu überbieten sind. Natürlich ist diese Rettungsaktion gespickt mit Abenteuer, Ungewissheit und viel viel Gefahr, aber das gehört zu einer guten Geschichte schließlich dazu.
      Was mich störte, war diese Masse, die schiere Masse der unterschiedlichsten 'Dinge':
      Fabelwesen noch und nöcher, sodass sogar ein 12seitiges Glossar (am Endes des Buches) notwendig ist, um zumindest halbwegs den Überblick zu behalten. Irgendwann war es mir dann gleichgültig, worin sich die Senfwichtel von den Sumpfwichtel oder die Steinzwerge von den Odinszwergen unterscheiden, denn es war nur noch nervend, ständig vor- und zurückzublättern.
      Dazu mindestens genauso viele Zeichnungen von Cornelia Funke (vermutlich aber eher mehr), die seit jeher ihre Bücher selbst illustriert. Im Gegensatz zu den Tintenbüchern (ich habe sie mir extra nochmal angeschaut) findet sich hier praktisch auf jeder Seite mindestens ein Bild, häufig auch zwei oder drei. Immer sehr düster gezeichnet, in schwarz-weiß gehalten, was in völligem Gegensatz zu der sonst so farbenprächtigen und irgendwie auch fröhlichen Geschichte steht (Freundschaft und Liebe sind die übergeordneten Hauptthemen des Buches, zumindest wirkte es so auf mich). Ab ca. Seite 150 achtete ich dann nicht mehr darauf, da sie sich zudem immer öfter wiederholten. Ganz im Gegensatz dazu gefielen mir die jedem Kapitel vorangestellten Aphorismen, Sinnsprüche oder was auch immern gut, denn entweder treffen sie sehr genau ins Schwarze und/oder machen sie Lust auf die AutorInnen, von denen sie stammen.
      Ebenso begann der ständig indirekt erhobene Zeigefinger irgendwann zu nerven. Ja, wir Menschen sind (größtenteils) böse Geschöpfe, die die Tiere und die Natur ausrotten und zerstören. Und ja, es ist durchaus wichtig, darauf hinzuweisen. Aber nicht immer wieder und wieder auf's Neue. Ich bin sehr zuversichtlich, dass auch Kinder es bereits nach dem 3. oder 4. Mal verstanden haben.
      Zuguterletzt regte mich etwas auf, was ich vermutlich nicht beachtet hätte, wenn ich nicht so viel zu mäkeln gefunden hätte :wink: So klischeehaft, wie die Jungen- und Mädchenrollen in diesem Buch dargestellt wurden, habe ich schon lange nichts mehr gelesen. Bens Schwester und seine Mutter kümmern sich um den Nachwuchs daheim, während Ben und sein Vater die Welt retten - ok, die Pegasus-Fohlen, die ungeborenen. Ein neuer zweiter Drachenreiter: ein Junge. Die wenigen weiblichen Wesen, die in der Ferne eine Rolle spielen, sind eine 'durchgeknallte' Ratte, die sich im entscheidenden Moment (unverschuldet) selbst ausschaltet und eine Papageiin, die schrill krächzend immer zu viel redet. Willkommen zurück in der Welt der Siebziger!
      So habe ich das Buch mit gemischten Gefühlen zugeschlagen: Eine durchaus schöne und spannende Geschichte, die aber sooo viel besser hätte sein können. Vielleicht im dritten Teil?
      :study: Widerfahrnis von Bodo Kirchhoff
      :musik: QUALITYLAND von Marc-Uwe Kling
    • Nachdem die wahrscheinlich letzte Pegasus-Stute gestorben ist, schweben ihre sich noch in den Eiern befindende Fohlen in Lebensgefahr. Nur die Feder eines Greifen kann sie retten. Der Drachenreiter Ben und seine Freunde machen sich auf die Suche nach dem seltenen Fabelwesen.

      „Die Feder eines Greifs“ ist der zweite Band um den Drachenreiter Ben. Die Handlung der beiden Bände ist in sich abgeschlossen, sodass Vorkenntnisse nicht zwingend notwendig sind. Ich empfehle dennoch zunächst die Lektüre des ersten Bandes, um die Figuren besser kennenzulernen. Ich selber habe den ersten Band nach mehreren Jahren wieder einmal zur Vorbereitung auf dieses Buch gelesen.

      Der zweite „Drachenreiter“-Band wird in der dritten Person aus wechselnder Perspektive erzählt. Je nach Szene kommt ein anderer Erzähler zum Zug, wodurch der Leser alle Figuren etwa gleich gut kennenlernt. Vertiefte Charakterstudien sind hier allerdings keine zu finden. Die Figuren wiesen alle nur wenige Charakterzüge auf, die zudem recht klischeehaft wirken. So sind sie entweder böse und nicht besonders schlau, oder nett, klug und umweltbewusst. Zudem erschien mir das Buch etwas gar überladen mit verschiedenen Fabelwesen, wie teilweise nur in wenigen Sätzen auftauchten und mir Schwierigkeiten machten, sie zu merken.

      Während im ersten Band die Handlung noch ziemlich geradelinig verlief, werden hier mehrere Handlungsstränge zusammengefügt, die zunächst parallel laufen und erst zum Schluss zusammenfinden. So wird das Spannungslevel durch regelmässige Szenenwechsel hochgehalten. Der Aufbau ist jedoch dem ersten Band sehr ähnlich, sodass „Die Feder eines Greifs“ nur wenig Neues bieten kann.

      Cornelia Funke nutzt auch hier wieder ihren eher einfach gehaltenen und flüssig lesbaren Schreibstil, den sie mit selbst gezeichneten Illustrationen aufpeppt. Die Kapitel beginnt sie mit Zitaten aus anderen Büchern, wie sie es schon in der „Tintenherz“-Reihe getan hat. Das Buch eignet sich für Kinder und Erwachsene, wobei jüngere und sensible Kinder bei der Lektüre begleitet werden sollten, einige Szenen könnten sonst zu unheimlich wirken.


      Mein Fazit
      Bas Buch bringt nur wenig neues, aber die Drachenreiter-Stimmung ist wieder da und fasziniert jung und alt.


      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    • Ben lebt nun mit dem Homunkulus Fliegenbein bei den Wiesengrunds in Norwegen. Dort hat die Familie MÍMAMEIĐR, eine Zufluchtstätte für Fabelwesen, aufgebaut. Nachdem die Wiesengrunds tatsächlich das letzte Pegasus-Paar gefunden hatten, konnten sie mit Freude feststellen, dass dieses Nachwuchs erwartet. Leider geht dabei nicht alles glatt und die ungeborenen Pegasus-Fohlen werden sterben, wenn sich nicht eine Rettungsmöglichkeit ergibt. Helfen könnte die Sonnenfeder eines Greifs, doch diese Wesen sind nur auf ihren Vorteil bedacht und hassen zudem die Menschen und Pegasi sogar noch mehr. Trotzdem macht sich Barnabas Wiesengrund mit einigen Mitstreitern auf, einen Greif zu finden und zu überreden, ihm eine der benötigten Federn zu überlassen. Eine gefahrvolle Reise beginnt …

      Rund 20 Jahre ist es her, seit der Vorgängerroman erschienen ist, im Roman sind es allerdings erst 2 Jahre, die seit dem dort beschriebenen Abenteuer vergangen sind. So findet man sich, falls man „Drachenreiter“ kürzlich gelesen hat, schnell wieder ein und freut sich, Charaktere wieder zu sehen. Gilbert Grauschwanz z. B., der mit seiner Karte im ersten Band für Ben und Lung eine große Hilfe war, lebt nun auch in MÍMAMEIĐR und stellt weiterhin hilfreiche Karten her. Lung allerdings ist zum Saum der Welt übergesiedelt, er und Ben sehen sich aber hin und wieder, immerhin ist Ben Lungs Drachenreiter.

      Es gibt aber auch eine ganze Reihe neuer Charaktere, liebenswerte, schwierige, hilfreiche, aber auch bösartige und gefährliche. Besonders gut hat mir der Troll Hothbrodd gefallen, der eine besondere Beziehung zu Bäumen hat und Barnabas Wiesengrund zu den Greifen begleitet, sowie der Drache Tattoo, der besonders optisch gefällt. Eine ganze Reihe Namen kommt hier auf den Leser zu, wer Probleme damit hat, sie zuzuordnen, findet im Anhang ein Personenregister. Besonders gelungen finde ich die Namen einiger Fabelwesen-Spezialisten, die der Leser so ähnlich schon einmal gehört hat.

      Der Abschlusssatz könnte auf weitere Fortsetzungen hindeuten, ich würde mich freuen, zumal es ein paar Dinge gibt, die nicht weiter ausgeführt werden, obwohl sich der Leser das gewünscht hätte, so gibt es zum Beispiel in Lungs Leben eine Veränderung, die man gerne weiter miterleben würde. Potential für weitere Geschichten ist sowieso vorhanden, Fabelwesen gibt es reichlich. Ich hoffe nur, die Autorin lässt sich nicht wieder so viel Zeit für eine Fortsetzung

      Cornelia Funke hat wieder die gelungenen Illustrationen beigesteuert und erzählt sehr bildreich eine überaus spannende Geschichte, die den Leser schnell packt. Auch in diesem Band sind Freundschaft und Zusammenhalt, Mut und Übersichhinauswachsen wieder notwendige Tugenden, außerdem bringt die Geschichte den Leser auch zum Nachdenken, über den Umgang mit der Natur und anderen Lebewesen sowie über das Durchsetzen eigener Bedürfnisse. Wie schon der Vorgänger ist der Roman für Alt und Jung gleichermaßen geeignet, wer kann, sollte sie seinen Kindern oder Enkeln vorlesen.

      Ich persönlich kann mit kapiteleinleitenden Zitaten meist wenig anfangen, aber sicher werden die hier vorhandenen viele Anhänger finden, zum jeweiligen Kapitel passend sind sie alle und im Anhang findet sich der Quellennachweis. Sehr treffend fand ich das Zitat von Erik Kästner, das das dritte Kapitel einleitet. Neben den bereits genannten Boni findet sich im Anhang außerdem noch ein Verzeichnis der Orte, die für die Handlung wichtig sind.

      Auch nach so vielen Jahren ist der Autorin eine wunderbare Fortsetzung gelungen, die an Altes anknüpft, aber eine ganz neue, eigene Geschichte erzählt. Ich bin begeistert und kann die Geschichte nur jedem ans Herz legen. Volle Punktzahl!
    • Ein wirklich magischer Lesegenuß!

      Das ist das erste Buch, welches ich von Cornelia Funke gelesen habe. Allerdings gehöre ich nicht zu ihrer Zielgruppe-ich zähle zur Generation der Autorin.
      Nach den ersten Zeilen von „Die Feder eines Greifs“ fühlte ich mich in meine Kindheit zurückversetzt. Ich komme ins Schwärmen!
      Die Figuren in der Fortsetzung des Drachenreiters sind so liebevoll beschrieben wie gezeichnet. Eine wunderbar poetische Sprache! Und die vielen Fabelwesen! Ich glaube Cornelia Funke hat nichts vergessen. Da gibt es Feen, Kobolde, Wichtel, Heinzelmännchen, Trolle, Drachen, Zwerge, Ungeheuer, künstlich erschaffene Geschöpfe...Und ein Land namens MIMAMEIDR in Norwegens einsamen Wäldern, wo diese ungestört existieren dürfen. Diese Fabulierkunst, diese Harmonie! „Die Feder eines Greifs“ zählt nun für mich zu den Meisterwerken der Kinderliteratur, ein Märchen der besonderen Art.
      Nachdem im ersten Teil Nesselbrand besiegt wurde, gilt es in Teil 2 wiederum neue Abenteuer zu bestehen. Eine Riesenaufgabe mit großen Gefahren wartet. Es geht ums Überleben der letzten geflügelten Pferde. Barnabas und Vita Wiesengrund hatten ihr Dasein der Bestimmung gewidmet, die seltensten Geschöpfe dieser Welt vor menschlicher Gier und Neugier zu beschützen. In einem Bergtal Griechenlands entdeckten sie ein Pegasuspaar. Die Stute starb plötzlich am Biss einer Giftschlange. Die drei frisch gelegten Pegasuseier waren dem Untergang geweiht, wenn es nicht gelang, die kleinen Eier zum Wachsen zu bringen. Die Rettung
      konnte nur durch die Sonnenfeder eines Greifs gelingen.
      Also machen sie sich auf die Reise nach Indonesien. Sie, das sind Ben und Barnabas Wiesengrund, der Riesentroll Hothbrodd, die Ratte Lola Grauschwanz und Fliegenbein, der winzige Homunkulus. Unterwegs stößt zur Rettungstruppe noch die nervöse Papageiendame Meh-Rah dazu, die sich im Land der Greife auszukennen scheint. Ben und seine Mitstreiter haben die Ausweglosigkeit, die Möglichkeit des Scheiterns ständig vor Augen, aber trotzdem kommt für niemanden eine Aufgabe des Vorhabens in Frage. Sie müssen sich mit den gefährlichsten aller Fabelwesen einlassen. Wie sie die Abenteuer durchstehen ist atemlos spannend, voller dramatischer Ereignisse.
      Das Buch birgt sowahnsinnig viel an Phantasie, bezaubernden Einfällen, Begebenheiten, die miteinander verflochten sind und
      hervorragend harmonieren. Ein wirklich magischer Lesegenuß! Vor jedem Kapitel befindet sich ein Spruch, eine Lebensweisheit von
      bekannten Menschen (Oskar Wilde, John Lennon, Konfuzius, Erich Kästner, Rudyard Kipling...), was Kinder im Moment sicher weniger beachten, aber später sicher nachholen werden.
      Cornelia Funke ist eine exzellente Geschichten- und Märchenerzählerin, die ich in eine Reihe mit bspw. Autoren wie Joanne K. Rowling, J. R. R. Tolkien, Astrid Lindgren stellen möchte. Sie ist eine Schriftstellerin, deren Werke man mitnimmt beim Erwachsenwerden, an die
      man sich gern erinnert und den eigenen Kindern empfehlen wird.
      Meine älteste Enkeltochter (11 Jahre) erhält zum Weihnachtsfest beide Bände des „Drachenreiter“. Zuvor lese ich, die Oma, noch den
      ersten Band.
      Zu hoffen ist, dass ein eventueller 3. Band nicht so lange auf sich warten läßt.
      Zum Cover möchte ich sagen, dass ich es als sehr schön und kindgerecht gezeichnet empfinde. Der Greif wird in satten Farben als
      Fabelwesen, nicht als Ungeheuer dargestellt.
      Ich vergebe mit vollster Begeisterung fünf Sterne (mehr ist ja nicht drin!) für diese fabelwesenhaft gute Geschichte!
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