Cody McFadyen - Die Stille vor dem Tod / The Truth Factory

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    • Smoky Barrett, gerade im 7. Monat schwanger, und ihr Team werden zu einem Fall in Colorado gerufen, drei Familien wurden in einer einzigen Nacht bestialisch getötet. Während der Inaugenscheinnahme der Tatorte überstürzen sich plötzlich die Ereignisse und Smoky und ihr Ungeborenes geraten in Lebensgefahr – und dann kommt es noch schlimmer …

      Für mich war das der erste Cody McFadyen-Smoky Barrett-Roman. Ich las ihn im Rahmen einer Leserunde und war nicht mehr dazu gekommen, die Vorgänger vorab zu lesen, kann also keine Vergleiche ziehen mit den früheren Romanen.

      Es ist nicht einfach, den Roman zu lesen, nicht nur, weil er sehr grausame Dinge recht explizit erzählt, das kennt man von anderen Thriller-Autoren und damit komme ich in der Regel gut klar, vielmehr liegt es daran, dass sich sehr viel psychologisches „Blabla“ durch die gesamte Geschichte zieht und dem Roman eine Länge nach der anderen beschert. Schon von Anfang an kreisen Smokys Gedanken vor allem um sich selbst und ihre Befindlichkeiten, ist es zunächst die Schwangerschaft, sind es später ihre Traumata und die daraus resultierenden psychischen Probleme, aber auch über die Taten und die Täter wird in ähnlicher Weise seitenlang analysiert und reflektiert. Sogar ganz am Ende muss man sich noch durch solche Gedankengänge lesen (und teilweise quälen). Der Wunsch, immer wieder quer zu lesen, ist schnell da und kommt immer und immer wieder.

      Zwischendurch gibt es durchaus interessante und sogar spannende Sequenzen, man atmet erleichtert auf, endlich geht es richtig los, allerdings hält die Erleichterung nicht lange an – man erhält Appetithäppchen, aber der Appetit wird letztlich nicht gestillt. Die wenigen Cliffhanger laufen meist ins Leere, weil man durch das „Blabla“ schon wieder vergessen hat, dass und weswegen man vorhin noch gespannt war.

      Da man (fast) nur durch Smokys Gedankengänge, die in Ich-Form erzählt, über das Geschehen informiert wird, erfährt man auch nur, was sie weiß bzw. was sie mitzuteilen für richtig hält, so kommt es, dass man schnell verwirrt ist, was aber zunächst auch durch die Abfolge der Ereignisse bedingt ist. Einige wenige Male werden die Informationen auch über Zeitungsausschnitte vermittelt, aber auch diese verwirren zunächst, vor allem, weil keine Namen der Betroffenen genannt werden, und werden erst später durch Smokys Gedanken verständlicher.

      Eigentlich gefällt mir gut, dass die Geschichte von Smoky im Präsens erzählt wird, das, verbunden mit der Ich-Form ergibt eine starke Eindringlichkeit und passt im Grunde gut, leider führt es aber auch zu den schon genannten Problemen.

      Die Charaktere, auch Smoky, erscheinen mir alle recht blass, außer einigen Schlagworten, wie z. B. „gute Freundin“ erfährt man nur wenig. Smoky erzählt zwar selbst, kommt mir aber nicht nahe, so dass ich nur ansatzweise mit ihr mitleiden kann. Sehr interessant finde ich Kirby, die eine gute Freundin Smokys, aber auch eine Killerin zu sein scheint. Wie kommt es dazu, dass so jemand ein FBI-Team unterstützt? Das werde ich hoffentlich aus den Vorgängerromanen erfahren.

      Am Ende gibt es nur eine Teilauflösung, und diese kommt mir auch etwas zu plötzlich, wenn gleich sie einer gewissen Logik nicht entbehrt. Dennoch, zufrieden bin ich damit nicht, vor allem, weil so viele Fragen ungeklärt bleiben. Soll die Geschichte in einem Nachfolgeband weitergeführt werden? Mir kommt es nicht so vor, denn Smoky wird uns am Ende als zufrieden präsentiert. Falls doch, weiß ich noch nicht, ob ich den überhaupt lesen möchte.

      Lesen werde ich auf jeden Fall noch die Vorgängerbände, denn von fast allen McFadyen-Fans hört man, dass diese viel besser waren. Hätte ich nicht sowieso schon welche davon, wäre „Die Stille vor dem Tod“ sicher mein erster und letzter Roman des Autors gewesen.

      Ich vergebe 2 Sterne für diesen Roman, empfehlen möchte ich ihn nicht.
    • Ich hatte mich wie viele andere auch sehr auf dieses Buch gefreut.
      Leider konnte es mich nicht wirklich überzeugen.
      Ich fand den Anfang zwar spannungsreich, aber irgendwie auch zäh.
      Ich fand es total verantwortungslos von Smoky an den Tatort zu reisen, vor allem wenn man im Kopf hat, was ihr und ihrem Team schon angetan wurde. Und dann reist man hochschwanger einen Mörder entgegen?
      Generell hat mir Smoky am Anfang so gar nicht gefallen, sie war irgendwie nicht sie selbst.
      Dann kam Buch 2...
      Das fand ich wirklich ganz furchtbar.
      Es war langweilig und außer viel Geschwafel passiert nicht viel. Ich hab viele Passagen quer gelesen oder überblättert, wobei ich jetzt aber nicht das Gefühl habe, etwas verpasst zu haben...
      Der dritte Teil beschäftigt sich dann endlich wieder mit den Ermittlungen.
      Generell fand ich, dass das Team hier kaum präsent war. Das fand ich sehr schade...
      Die Auflösung am Ende hatte ich schon bei der Hälfte des Buches erahnt... da hätte sich der Autor ruhig etwas besseres einfallen lassen können....
      Hatten noch mehr hier das Gefühl, dass sich McFadyen hier widerspricht oder ging das nur mir so?
      Am Ende des Buches gab es wieder viel Gelaber, dessen Inhalt ich schon wieder vergessen hab, da es mir jegliche Spannung genommen hat und irgendwie trotz gefühlten 100 Seiten, nicht wirklich viel Information bot.

      Von mir gibt es leider nur :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      "Sei ein Sonnenkind dein Leben lang, denn nur wer Sonne hat, kann Sonne geben."

      :tanzen:
    • Cody McFadyen - Die Stille vor dem Tod

      Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Enttäuschung über den 5. Band ist einfach zu gewaltig. Ich fühle mich ein wenig meiner Zeit beraubt. Die Zeit, die ich damit verbracht habe, auf diesen Teil zu warten und zu hoffen, dass er doch endlich mal erscheint...
      Wesentlich schlimmer ist jedoch, dass ich mir durch den hier vorgesetzten Inhalt von Cody McFadyen tatsächlich ziemlich verarscht vorkomme. (Ich habe an dieser Stelle auch keine Lust, diese Aussage netter zu formulieren).
      Deshalb ist es in meinen Augen auch eine bodenlose Frechheit, für diese nicht einmal 480 Seiten über 20 Euro zu verlangen.

      Jetzt möchte ich aber erklären, wieso Die Stille vor dem Tod für mich wohl mein Flop des Jahres werden wird:

      Zu Beginn der Geschichte ist es recht spannend. Es findet ziemlich viel Bewegung statt und Smoky Barrett schwebt wieder mal in Lebensgefahr. Diese Spannung hält ca. 130 an.

      Danach gibt es einen Cut und McFadyen beginnt erneut zu beschreiben, was Smoky Barrett ausmacht, wer sich in ihrem Team befindet und wie Barrett zu jedem einzelnen steht.

      Da stellt sich mir die Frage: Ist DAS im fünften Band dieser Reihe wirklich noch nötig?? Reicht es nicht, dass man genau diesen Inhalt bereits im ersten, zweiten und dritten Band wiederholt?
      Ich denke, jedem Leser ist bekannt, dass alle Protagonisten in dieser Geschichte eine gewaltige Entwicklung durchmachen... deshalb sehe ich diesen Part einfach nur als Seitenfüller an, auf den man bedenkenlos verzichten hätte können.

      Nach den 130 Seiten dreht sich alles nur noch um Smoky Barretts Psyche, ihre Ängste und ihre Schwangerschaftshormone.
      Das Bild, das man in Band eins bis vier von Smoky bekommt, wird hier Stück für Stück zerstört und stattdessen bekommt man Barrett als schwache, ängstliche Figur serviert.

      Hat Cody McFadyen sich irgendwann mal ausreichend "ausgekotzt", geht es weiter mit der Geschichte. Trotzdem passiert nichts. Das Team sitzt Kapitel für Kapitel an einem Tisch, unterhält sich und versucht auf diese Weise eine Lösung zu finden.

      Ich habe mir dieses Buch von Franziska Pigulla (Synchronstimme Scully - Akte X) vorlesen lassen und dachte immer wieder, dass ich nicht abbrechen kann, weil ich soo lange darauf warten musste. Allerdings hatte ich bei den letzten 30 Seiten dann doch die Schnauze voll.

      :bewertung1von5:
    • Lee-Lou schrieb:

      Danach gibt es einen Cut und McFadyen beginnt erneut zu beschreiben, was Smoky Barrett ausmacht, wer sich in ihrem Team befindet und wie Barrett zu jedem einzelnen steht.

      Da stellt sich mir die Frage: Ist DAS im fünften Band dieser Reihe wirklich noch nötig?? Reicht es nicht, dass man genau diesen Inhalt bereits im ersten, zweiten und dritten Band wiederholt?
      Chris Carter macht das aber auch so. Als jemand, der alle Bände von Beginn an liest ist das vielleicht nicht nötig, aber viele lesen ja auch einfach irgendeinen Band und wissen gar nicht, dass es zu einer Reihe gehört. Wenn es also bei einem kleinen Umfang bleibt, finde ich es in Ordnung. ;)
      Mal abgesehen davon, dass ich nach der Zeit selbst nichts mehr von den Vorgängern weiß. :lol:

      Ansonsten finde ich die negativen Bewertungen sehr schade.. :(
      So many things become beautiful when you really look.

      Lauren Oliver
    • -the-black-one- schrieb:

      Ansonsten finde ich die negativen Bewertungen sehr schade..
      Ebenso, und immer wieder wird drauf rumgeritten, bei mir wars der beste Band nach "Ausgelöscht" :(
      Eben WEIL Smoky niemals die unerreichbare, knallharte Frau war und sie auch hier menschlich rüberkommt. Ich möchte mal denjenigen erleben, der in so einer Situation und schwanger nen kühlen Kopf behält :mrgreen:
      Aber so gehen eben die Erwartungshaltungen auseinander, gerade dann, wenn man lange auf ein Buch warten muss, wird man häufig enttäuscht.
      Für mich wars ein Pageturner, nur scheint es eben bei vielen nicht so gewesen zu sein. Schade!
      :study: Smoke - Dan Vyleta
      :study: Der Game-Master: Gegen die Spielregeln (Game-Master 2 ) - James Dashner
      :study: Als unser Deutsch erfunden wurde: Reise in die Lutherzeit - Bruno Preisendörfer
      :montag: Der Jahrhunderttraum - Richard Dübell

      :musik: Feenzorn (Die dunklen Fälle des Harry Dresden 4) - Jim Butcher (Kapitel 17 )
    • pralaya schrieb:

      Für mich wars ein Pageturner, nur scheint es eben bei vielen nicht so gewesen zu sein. Schade!
      Ich bin auch immer wieder überrascht, wie unterschiedlich man so ein Buch erleben kann. Das macht mich aber auch nur neugieriger darauf. :) Irgendwelche Erwartungen an das Buch habe ich gar nicht. Ich bin froh, dass es das Buch überhaupt gibt und möchte es mir demnächst dann auch kaufen und lesen. Hoffentlich ergeht es mir dann auch wie dir pralaya. :thumleft:
      So many things become beautiful when you really look.

      Lauren Oliver
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