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Alex Capus - Das Leben ist gut

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    Das Leben ist gut

    von

    4.1|16)

    Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 240


    ISBN: 9783446252677


    Termin: August 2016

    • Alex Capus - Das Leben ist gut

      Klappentext:
      Max ist seit fünfundzwanzig Jahren mit Tina verheiratet, sie ist die Liebe seines Lebens. Er betreibt eine kleine Bar, tagsüber bringt er das Altglas weg, repariert das Mobiliar – oder begibt sich auf die Suche nach einem ausgestopften Stierkopf, der unbedingt über dem Tresen hängen soll. Max liebt sein Leben, so wie es ist, seine Familie, seine Freunde. Das wird ihm einmal mehr bewusst, als Tina zum ersten Mal in ihrer gemeinsamen Ehe beruflich ohne ihn unterwegs ist. „Das Leben ist gut“ verteidigt mit scharfem und versöhnlichem Blick, das, was im Alltag schnell übersehen wird. Es ist ein Roman über das Menschsein – vor allem aber eine Hymne an die Liebe. (von der Hanser-Verlagsseite kopiert)

      Zum Autor:
      Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Reportagen. Bei Hanser erschienen Leon und Luise (Roman, 2011), Fast ein bisschen Frühling (Roman, 2012), Skidoo (Meine Reise durch die Geisterstädte des Wilden Westens, 2012), Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (Roman, 2013), Mein Nachbar Urs (Geschichten aus der Kleinstadt, 2014), Seiltänzer (Hanser Box, 2015), Reisen im Licht der Sterne (Roman, 2015) und Das Leben ist gut (Roman, 2016). (von der Hanser-Verlagsseite kopiert)

      Allgemeine Informationen:
      Ich-Erzählung von Max, Schriftsteller, Barkeeper, Ehemann und Vater
      Durch Seitenumbrüche in Kapitel geteilt
      239 Seiten

      Persönliche Meinung:
      Es passiert nichts.
      Es passiert wirklich nichts.
      Trotzdem wird dieses Buch auf meiner Top Ten 2016 landen.

      Ein Paar, das eine gute Ehe führt. Ein Mann, ruhig, gelassen und mit sich selbst im Reinen, der in seinem Beruf zufrieden ist. Durch seine Bar, die er allein führt, umgibt er sich mit skurrilen Typen, denen er freundlich bis freundschaftlich begegnet. Seine Frau Tina bekommt eine Gastprofessur in Paris, und die Erzählung steigt ein, nachdem Max sich von ihr verabschiedet hat.

      Wie Episoden reihen sich die Begegnungen mit den Gästen aneinander. In kurzen Sequenzen erstehen Biographien, sogar von den Toten bleibt mehr zurück als nur Erinnerungen. Lebensläufe von verschiedenen Menschen treffen aufeinander, und Max kennt sie alle.

      Rosa Zuckerguss? Das Gefühl hat man nicht. Capus erzählt ein Stück Tagesgeschäft, man fällt in seine Geschichte hinein und landet weich. Es ist einfach alltägliches Leben eines nicht so ganz alltäglichen Mannes. Irgendwie freut man sich als Leser, jemanden zu treffen, der zufrieden ist, der zielstrebig durchführt, was erledigt werden muss, der noch Träume hat und dem Merkwürdiges durch den Kopf geht.

      Ich höre schon Stimmen, die dem Buch die mangelnde Handlung, den fehlenden Spannungsbogen und die eingeschränkte Entwicklung der Figuren vorwerfen.
      Meine Stimme wird nicht dazu gehören.
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Marie schrieb:

      Ob soviel Zufriedenheit autobiographisch ist? Hier stehts.
      zumindest scheint es so :wink:

      Marie schrieb:

      Irgendwie freut man sich als Leser, jemanden zu treffen, der zufrieden ist, der zielstrebig durchführt, was erledigt werden muss, der noch Träume hat und dem Merkwürdiges durch den Kopf geht.
      es muss doch auch nicht immer das große Drama mit viel Action sein - stille Geschichten beinhalten doch oft genauso viel, wenn nicht mehr an Stoff, der einen beschäftigt.
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Reiner Engelmann - Wir haben das KZ überlebt
      :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)
    • Vielen Dank für die Rezi @Marie! Trotz fehlender Handlung klingt Deine Zusammenfassung so, als sollte ich es generell nochmals mit Alex Capus versuchen. Bislang habe ich nur seinen Doppelband "König von Olten" gelesen, der, so glaube ich, in jener Form nur in der Schweiz erschien, und in Deutschland irgendwie als "Mein Nachbar Urs" weiter verarbeitet wurde. Da waren ein paar ganz tolle Anekdoten darunter, aber in der Masse der sehr ähnlichen Erzählungen war ich dann gelangweilt. Mal schauen, wenn ich mal wieder etwas von ihm auf dem Schnäppchentisch finde...
      :study: Halldór Gudmundsson - Halldór Laxness (29/864)
      Letzter Neuzugang am 14. Oktober: José Saramago - Hellebarden
    • Nungesser schrieb:

      als sollte ich es generell nochmals mit Alex Capus versuchen
      Das klingt so, als brauchtest Du dringend eine Empfehlung. Hier ist sie:
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Marie schrieb:

      Es passiert nichts.
      Es passiert wirklich nichts
      Genau. Eine wirkliche Handlung gibt es nicht. Es passiert nicht viel in diesem Buch. Es gibt keine Dramen, keine Konflikte, keine Spannung, keine Aufregung. Im Mittelpunkt steht „nur“ das einfache, zufriedene, manch anderer würde sagen, langweilige Leben des Protagonisten Max. Max hat seinen Platz gefunden hat und und er führt seine Bar, weil er Spaß daran hat und natürlich auch aus Überzeugung. Sein Leben wirkt fast wie ein Gegenpol zu unserer beschleunigten Gesellschaft.

      „In einem lebendigen Gemeinwesen, in einer funktionierenden Demokratie müssen die Menschen sich an einen physischen Ort frei begegnen können, man sollte seine Freunde nicht nur bei Facebook haben. Ich glaube fest daran, dass das, was ich hier tue, richtig und wichtig und gut ist [...] Es ist eine Überzeugung, die mich nirgends kneift und nirgends zwickt, also wird es wohl die meine sein.“

      Alex Capus Buch ist, trotz fehlender Handlung, nicht langweilig. Ich habe mich zumindest keine Sekunde gelangweilt. Die Gedanken des Protagonisten über sein Leben und die kleinen, teilweise sehr humorvollen Geschichten über seine Gäste fand ich sehr unterhaltsam. „Das Leben ist gut“ ist ein leichtes, ruhiges, aber auch ein tiefsinniges, atmosphärisches Buch, geschrieben in einer wunderbaren Sprache.

      Marie schrieb:

      man fällt in seine Geschichte hinein und landet weich
      Sehr schön geschrieben! :thumleft: Während des Lesens hatte ich nur positive Gefühle und habe mich mit der Geschichte sehr wohl gefühlt.
      Von mir gibt sehr verdiente :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: !
      "We need to sit on the rim of the well of darkness and fish for fallen light with patience" - Pablo Neruda





    • Dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen, es ist flüssig und unterhaltsam geschrieben. Auch hier bewundere ich wieder den Humor, die Ironie, die Fantasie und auch den Zynismus des Autoren. Ich habe es vor ein paar Stunden beendet und muss noch immer schmunzeln.

      Es ist ein leichtes, friedliches, menschliches und drolliges Buch, das ganz einfach den Alltag, die Sehnsüchte und Träume von Max beschreibt. Die Zufriedenheit und Ausgeglichenheit sowie das Glücklichsein des Protagonisten sind sozusagen Balsam für die Seele des Lesers - finde ich jedenfalls. Er geht seiner Arbeit nach, die er gerne macht, ab zu hat er Gäste, die er nicht so besonders mag. Aber er gewinnt auch noch jeder so negativen Sache etwas Positives ab.

      Mehr habe ich nicht zu sagen, denn @Marie und @Sophie.A haben es bereits auf den Punkt gebracht.

      Ich fand das Buch köstlich und vergebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      ☆¸.•*¨*•☆ ☆¸.•*¨*•☆ La vie est belle ☆¸.•*¨*•☆☆¸.•*¨*•☆
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