J.K. Rowling & John Tiffany & Jack Thorne - Harry Potter und das verwunschene Kind / Harry Potter and the Cursed Child

    • Fantasy-Abenteuer

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    Harry Potter und das verwunschene Kind: ...

    von

    4|140)

    Verlag: Carlsen

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 336


    ISBN: 9783551559005


    Termin: September 2016

    Das Buch ist eine lose Erzählung zur Reihe (8 Teile).

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    • J.K. Rowling & John Tiffany & Jack Thorne - Harry Potter und das verwunschene Kind / Harry Potter and the Cursed Child

      Klappentext (meine Übersetzung)

      Die achte Geschichte.
      Neunzehn Jahre später ....

      Es war immer schwierig, Harry Potter zu sein und es ist jetzt auch nicht viel einfacher, wo er ein überarbeiteter Angestellter des Minsteriums für Magie ist, eine Ehemann und ein Vater dreier schulpflichtiger Kinder

      Während Harry mit der Vergangenheit kämpft, die sich weigert dort zu bleiben, wo sie hingehört, kämpft sein Sohn Albus gegen ein Familienerbe, dass er niemals wollte. Als Vergangenheit und Gegenwart bösartig miteinander verschmelzen lernen Vater und Sohn eine unangenehme Wahrheit: manchmal kommt die Dunkelheit von ganz unerwarteter Seite.

      Basierend auf einer neuen Geschichte von J.K. Rowling, John Tiffany und Jack Thorne ist "Harry Potter und das verwunschene Kind" (es sollte meiner Meinung nach verfluchtes Kind heißen) ein neues Drama von Jack Thorne. Es ist die achte Harry-Potter-Geschichte und das erste offizielle Bühnenstück. Diese spezielle Probenausgabe bringt die fortgesetzte Reise von Harry Potter und seinen Freunden zu Leserinnen und Lesern in der ganzen Welt, direkt im Anschluss an die Weltpremiere des Stücks am 30.07.2016 im Londoner West End.

      Die Bühnenproduktion von "Harry Potter und das verwunschene Kind" stammt von Sonia Friedman Prudctions, Colin Callendar und Harry Potter Theatrical Productions.

      Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de:

      Wir befinden uns ziemlich genau am Ende des siebten Harry-Potter-Romans und Harrys und Ginnys Sohn Albus Severus Potter und die Kinder einiger anderer altbekannter Figuren machen sich bereit in den Hogwarts-Express einzusteigen. Albus ist mit seiner Rolle nicht sonderlich zufrieden, denn der Sohn des berühmten Harry Potter zu sein, dem „Jungen, der überlebte“, dem Bezwinger von Voldemort, dem Helden der Schlacht von Hogwart ist nicht wirklich leicht. Dass seine Geschwister sich in Hogwarts gut eingelebt haben bzw. sich darauf freuen hilft ihm auch nicht wirklich und so sucht er im Zug in erster Linie Ruhe. Und die findet er bei einem anderen Erst-Jahresstudent namens Scorpius Malfoy, mit dem er sehr bald eine unerwartete Freundschaft eingeht. Als Sohn Draco Malfoys, eines der prominentesten Todesser im Gefolge Voldemorts hat dieser seine ganz eigenen Probleme mit Berühmtheit.

      Der Fortlauf des Stücks beschreibt dann die Entwicklung der beiden Jungen und ihrer Beziehung in den folgenden Jahren in Hogwarts – und auch die sehr schwierige Beziehung von Albus zu seinem Vater Harry, dem es leichter fällt, sich in immer neue Abenteuer zu stürzen, statt im Büro die eher kontemplative Schreibarbeit zu erledigen, oder seine Beziehung mit seinen Mitmenschen genauer zu untersuchen. Bis Albus im vierten Jahr in ein Problem aus Harrys Vergangenheit und Gegenwart hineingezogen wird, der ihn selbst mit seinem Freund Scorpius in ein überaus gefährliches und geschichtsveränderndes Abenteuer aufbrechen lässt.

      Neben diesem Abenteuer, das stark vom vierten Band der Roman-Reihe zehrt, sind Fragen der Freundschaft und der Beziehungen zwischen Vätern und ihren Kindern von großer Bedeutung. Selbst in Dramenskriptform wirkt das schon sehr überzeugend, und auch nicht unnötig langgezogen, wie ein paar Betrachter des Stücks bemerkt haben und man fragt sich wirklich, wie all die Spezialeffekte auf der Bühne – und im Auditorium - realisiert werden können.

      Für Altfans absolut unverzichtbar und für diejenigen, die Harry Potter noch nicht kennen, sicherlich ein guter möglicher Einstieg. :thumleft:
      :thumleft: :study:
      Mehr Bücher finden sich auf Sandammeer und Lesezeit hier. Manches produzieren wir sogar selbst: Kegelberge.
      Hilfe, die ankommen soll geht an Ärzte ohne Grenzen.
    • Die deutsche Version erscheint am 24. September bei Carlsen:
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    • Aufgewärmte Ideen, die sich wie Fanfiction lesen.

      Hier meine Meinung zu dem Buch:

      Vorab: Ich wusste, dass dieses Buch kein wirkliches 8. Buch der Harry Potter Reihe ist, sondern ein Theaterstück. Im Internet las ich winzige Spoiler zur Story, nach der Aufführung des Theaterstücks und dachte, es seien Fakes. Dem war leider nicht so.

      Dieses Skript enttäuscht auf ganzer Linie. Viele Widersprüche zu der Harry Potter Reihe stoßen sauer auf und es werden nur alte Ideen aufgewärmt. Es gibt nichts Neues in diesem Buch, abgesehen von den Logikfehlern. Die Charaktere wurden z. T. dümmlich dargestellt (z. B. Ron, die Dame mit dem Speisewagen im Hogwartsexpress, Dumbledores Portrait) oder aber waren vorhanden, trugen aber nichts zur Handlung bei (James und Lily Potter, Hugo und Rose Granger-Weasley). Der Schreibstil war einfach zu lesen, aber jeglicher Zauber, der in den anderen Büchern so fesselte, blieb aus.

      Mein Fazit: Nicht weiterzuempfehlen! Ein echter Potter-Fan sollte sich die sieben richtigen Bücher bewahren und nicht durch diese "Fortsetzung" zerstören lassen.

      Von mir gibt es einen Stern dafür.
      Ich :study: gerade:


      J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe

      *

      *
    • @Janeymaus Sich die Reihe von diesem Teil "zerstören" lassen finde ich aber ein wenig harsch.

      Ich denke, ein wichtiger Faktor beim Lesen dieses Dramas ist, dass es ein ganz neues Medium verkörpert. Es ist das Script zum Theaterstück. Es steht für viel mehr. In einem Buch ist es ganz einfach Emotionen und Charaktereigentschaften zu beschreiben. In einem Theaterstück fehlt das, da ist das ein ganz anderer Schnack. Auf der Bühne dagegen geht das eigentlich wieder ganz gut, aber solche Dinge komme in der geschriebenen Form dann nicht mehr hin. Mir fällt es gerade schwer, die richtigen Worte zu finden, aber ich wollte einfach darauf aufmerksam machen, dass dieses auf wenige Seiten gespresste Buch (wäre es nicht durch Absätze so langezogen worden, wären es sicher noch mal 100 Seiten weniger gewesen) wohl normalerweise ein an die 1000 Seiten Schinken bei J.K. Rowling gewesen wäre. Das ist so ähnlich, wie wenn man das Scipt zu den Filmen lesen würde. Da würde einem nahezu alles fehlen, was man am Buch oder vielleicht auch Film liebt. Darum behaupte ich, dass es noch einmal etwas ganz anderes ist, das Stück in seiner Urform mit echten Schauspielern und Bühne zu sehen, als es für sich allein zu lesen. Es ist einfach eine ganz andere Form als das bisherige und da ist es viel schwieriger, Emotionen aufzubauen.

      Davon abgesehen hat mich das Buch ziemlich ins Herz getroffen. Klar, vieles ging mir zu schnell, aber generell... Ich habe gelacht, ich habe geweint und ich habe mich über so vieles in dieser Geschichte gefreut. Für mich als Harry-Potter-Urgestein ist es ein schöner Bonbon, der mir die Wartezeit auf den nächsten Film vekürzt, mich vertröstet, dass die Reihe eigentlich schon abgeschlossen ist, meinen Wissensdurst an die magische Welt stillt und mir endlich wieder die Geborgenheit gibt, die ich aus dieser Welt kenne. Wenn ich Harry Potter lese, bin ich zu Hause. Dieses Buch liest sich wie ein neuer Anbau, den ich noch ein bisschen mehr erkunden muss, der aber dazugehört und mir ein Gefühl des Ankommens gibt.
      :study:
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    • @Knü: Oben schrieb ich doch schon, dass mir bewusst ist, dass es ein Theaterstück ist und somit auch die Erwartungen nicht einem echten Buch entsprechen können. Mir ist auch klar, dass auf der Bühne mit den Schauspielern, Kostümen, Effekten etc. viel gemacht werden kann, aber meine Kritik bezieht sich auf den Inhalt/die Handlung und vor allem auf die Logikfehler, die in einem totalen Widerspruch zu der Harry Potter Reihe stehen und deshalb die Reihe etwas kaputt machen.

      Ein paar Beispiele:

      Spoiler anzeigen
      Im vierten Band wird explizit geschrieben, dass die Eltern von Cedric Harry keine Schuld an dessen Tod geben. Nach 26 Jahren entscheidet sich Cedrics Vater Amos um und möchte seinen Sohn plötzlich wiederhaben und macht Harry Vorwürfe, gibt ihm plötzlich die Schuld? Unrealistisch!


      Spoiler anzeigen
      Im dritten Band haben wir die Regeln für das Zeitreisen gelernt. Man darf nicht gesehen werden, nichts verändern etc. und plötzlich werden diese Regeln komplett ausgehebelt. Dazu kommt, dass man nur noch fünf Minuten in der Vergangenheit bleiben kann und ganz plötzlich zieht Draco einen Time-Turner aus dem Ärmel, der dieses Problem nicht hat. Aha.


      Spoiler anzeigen
      Voldemort, eine Figur die absolut unmenschlich ist, soll ein Kind gehabt haben, dazu noch mit Beatrix Lestrange? Die hat er verachtet, sich über sie lustig gemacht und für seine Zwecke missbraucht. Wieso sollte er ein Kind gezeugt haben? Er war davon überzeugt, selbst der mächtigste Zauberer zu sein und niemals sterben zu können. Wieso also einen Nachkommen produzieren? Mal davon abgesehen, ob er dazu überhaupt fähig war? Bellatrix hat Delphi vor dem Battle of Hogwarts geboren. Aber weder im 6. noch im 7. Band wird angedeutet, sie sei schwanger gewesen. Und dann ist sie bei dem Battle auch noch dabei! Für mich äußerst unglaubwürdig!


      Spoiler anzeigen
      Harry, der selbst im vierten Band bzw. durch die ganze Reihe am eigenen Leib erfahren musste, wie schlimm solche Gerüchte sind, glaubt ohne mit der Wimper zu zucken das Gerücht über Scorpius? Hat er denn gar nichts gelernt?


      Spoiler anzeigen
      Cedric soll nur durch Erniedrigungen zum Todesser geworden sein (in der Parallelwelt)? Das passt überhaupt nicht zu dem Charakter, der in den Büchern beschrieben wurde, nämlich als guter Schüler, hilfsbereit etc.


      Wie gesagt, mich stört nicht die Form des Textes, im Gegenteil. Ich fand die Art einen Text so aufzubauen erfrischend. Mich stören die massiven Widersprüche zur Harry Potter Reihe und wie viele Figuren dargestellt wurden, obwohl es nicht zu ihnen passt.
      Ich :study: gerade:


      J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe

      *

      *
    • Mmh, also, ich bin eigentlich ein sehr großer Freund von Logikfehlern und möchte hier dann doch widersprechen. Zu Spoiler 1:

      Spoiler anzeigen
      26 Jahre sind eine lange Zeit und Amos sitzt in einem Altenheim und ist nicht ganz auf der Höhe. Außerdem wird sein Denken und Handeln - wie auch im Stück erklärt - von Delphi direkt beeinflusst. Deswegen ist dies logisch schon in Ordnung.


      Zu Spoiler 2:

      Spoiler anzeigen
      Wir haben etwas zu einer bestimmten Art von Time-Turner im dritten Band gelernt, hier geht es aber um den Prototyp eines erweiterten Modells. Außerdem würden Zeitreisengeschichten doch gar keinen Spaß machen, wenn die Leute nicht gegen die Regeln zu Zeitreisen verstoßen. Abgesehen davon, dass Albus und Scorpio nicht unbedingt die Regeln für Zeitreisen beachten wollen. Darum geht es ja gerade in dieser Geschichte. Und dass ihr Time-Turner nur ein Prototyp ist, der dann weniger kann als das vollendete Modell, ist zwar ein etwas billiger narrativer Trick, aber nicht unlogisch - sofern man Zeitreisen überhaupt logisch finden möchte.


      Zu Spoiler 3:

      Spoiler anzeigen
      Ja, er hat Beatrix - vor den Augen der anderen - instrumentalisiert. Im Privaten auch immer? Wissen wir nicht. Und selbst wenn, dann wäre die Verwendung als "Leihmutter" einfach eine weitergehende Instrumentalisierung. Und außerdem eine Rückversicherung für den Fall, dass doch etwas schief geht. Damit hatte er ja schon bei der Ermordung von Lilly und James negative Erfahrungen gemacht.


      Zu Spoiler 4:

      Spoiler anzeigen
      Menschliche Natur. Ich erinnere mich, wie ich in Duisburg in einem Bus gesessen habe, in dem sich türkische Jugendliche darüber aufregten, dass Schwarzafrikaner im Bus ware, die doch "nach Hause gehen sollten." Harry ist in den Büchern ein netter Kerl gewesen, aber weder emotional oder intellektuell eine besondere Leuchte. Deswegen würde das schon passen. Außerdem muss er in seinem Job solchen Gerüchten nachgehen - und Zweifel an Scorpio auf Grund seiner Erfahrungen mit der Familie Malfoy bis zu diesem Zeitpunkt sind sicherlich nachvollziehbar. Außerdem macht dies die spätere Allianz zwischen Draco und Harry viel interessanter. Er glaubt es ja nicht ohne mit der Wimper zu zucken. Er hat nur das Gefühl - und diese irreführende Prophezeiung ober die "Wolke der Dunkelheit", die um seinen Sohn schwebt.


      Zu Spoiler 5:

      Spoiler anzeigen
      Cedric wird in erster Linie in Band 4 charakterisiert und dabei in erster Linie im Zusammenhang mit dem Turnier, was eine ziemliche Extremsituation dargestellt hat. Wir haben nur vergleichsweise wenig Material zu seinem sonstigen Wesen. Aber Demütigungen können bei Pubertierenden zum Teil sehr heftige Reaktionen auslösen. Das ist nicht immer vorhersagbar. Ich war an dieser Stelle auch ein wenig überrasacht, aber ich verfolge seit Jahren Menschen von ihrem 11 bis zum 21 Lebensjahr und sehe dabei zum Teil erstaunliche Veränderungen - in jede Richtung.


      Die beiden Hauptautoren haben dieses Stück in direkter Kooperation mit J.K. Rowling geschrieben und dabei das sehr komplexe, von ihr zum Teil nicht veröffentlichte Hintergrundmaterial zu den Charakteren genutzt, um Logikbrüche und unpassende Charaktereanpassungen zu vermeiden. Insofern kann in meinen Augen nicht sagen, dass hier etwas kaputt gemacht worden ist.

      Witzig fand ich, dass Hermoine Hautfarbe im Skript nicht thematisiert worden ist. Das wurde sie auch in den Romane wohl nie - so dass in der Bühnenfassung hier eine Schauspielerin mit afrikanischen Wurzeln verwendet worden ist, was auch zu einigen Irritationen geführt hat.

      P.S.: Ich betrachte mich - mit einer Fünf-Sterne-Bewertung - durchaus als sehr entschiedenen Harry-Potter-Fan. ;)
      Mehr Bücher finden sich auf Sandammeer und Lesezeit hier. Manches produzieren wir sogar selbst: Kegelberge.
      Hilfe, die ankommen soll geht an Ärzte ohne Grenzen.
    • Ich habe das Buch gerade ausgelesen und bin noch etwas hin- und hergerissen. Ich bin ein großer Fan der Harry Potter Reihe, habe alle Bücher mehrfach auf deutsch und englisch gelesen und musste mir daher auch diesen 8. Band holen.
      Allzu viel erwartet hab ich nicht, da ja vorher klar war, dass es nur in Script Form kommt. Allerdings hab ich bisher nur einmal so ein Buch besessen und das nie gelesen... wahrscheinlich war ich deshalb dann trotzdem etwas enttäuscht. Knapp 300 Seiten, aber durch Absätze so sehr in die Länge gezogen, dass es sicher auf 200-250 gepasst hätte. Ich bin eine sehr langsame Leserin und habe trotzdem nur knapp 4 Stunden dafür gebraucht (über mehrere Tage verteilt). Es war mir zu schnelllebig und mir fehlten die typischen Emotionen aus den Romanen.
      Aber nuja, ich seh es als Extra zum Theaterstück und da kommt es sicher ganz anders rüber. Ist halt doch etwas anderes, aus einem Buch einen Film zu machen, als anders herum.

      Spoiler anzeigen
      Die Storyline fand ich im Großen und Ganzen nicht verkehrt. Vielleicht nicht immer ganz vernünftig, aber die Hauptprotagonisten sind 14 Jahre alt... welcher 14-jährige handelt schon immer vernünftig und logisch? Und das Auftauchen von alten Bekannten hat mein Potter-Herz höherschlagen lassen. Snape :love: Die Idee des "Was-wäre-wenn" ist jedenfalls ganz nett.

      Habe mir gerade mal die Spoiler durchgelesen und muss sagen, das mit dem Time-Turner und den 5 Minuten ist mir auch aufgefallen, da Hermine und Harry im 3. Band einige Stunden in der Vergangenheit waren. Aber es wird ja später aufgeklärt, dass es sich bei dem 5-Minuten Time-Turner nur um einen Prototypen handelte.
      Das mit Amos hat mich überhaupt nicht gewundert. 26 Jahre sind eine lange Zeit. Er lebt in einer Art Altenheim für Hexen und Zauberer, scheinbar ziemlich alleingelassen. Das kann einen verbittern. Außerdem hat Delphi ihn ja ordentlich manipuliert.
      Die Geschichte um Voldemorts Kind fand ich jetzt auch etwas weit hergeholt. Aber wenn man bedenkt, was der sich alles hat einfallen lassen um unsterblich zu werden (Horcruxes) und wo Bellatrix ihn so angehimmelt hat... wer weiß, wer weiß, was da in Malfoy Manor so gelaufen ist.
      Ich hätte es vllt. noch interessant gefunden, wenn die Rettung von Albus und Scorpius im Irrgarten dazu geführt hätte, dass Cedric den Portkey um ein paar Sekunden verpasst und er, ohne großartige Veränderung der Zeitline, am Ende überlebt. Aber das wäre wohl zu vorhersehbar gewesen.

      Es hat mir die Reihe nicht zerstört, empfinde es als netten Abschluss. Aber mein Liebling wird es definitiv auch nicht.
      They say mother earth is breathing with each wave that finds the shore,
      And her heart it is in Ireland, deep within the Emerald Isle.


      :study: How to fall in love - Cecelia Ahern
    • Man muss hier aber auch beachten, dass Joanne K. Rowling im wesentlichen nur die Ideen zum Theaterstück geliefert hat und die Hauptautoren des Drehbuchas andere waren. Zudem ist ein Theaterstück ein vollkommen anderes Medium mit anderen Gesetzen und Wirkungen, die uns als quasi Drehbuchleser fehlen. Wir sehen das Theaterstück nicht auf der Bühne und so müssen wir es uns vorstellen. D.h. einen Großteil der Wirkung, die das Stück auf die Besucher hat, bekommen wir nicht mit. Da geht schon einmal viel an Flair verloren. Es ist eben nur ein Drehbuch. Die Liebe zum Detail, das Herzblut der Schauspieler für ihre Figuren müssen wir uns denken. Und dann liest es sich anders. Es ist kein achter Band und sollte es nicht werden. Es ist nur das Script zu einem Bühnenstück. Bitte betrachtet es auch als solches. Dann sieht die Welt schon wieder anders aus. Die gleiche Diskussion gab es doch, ich erinnere mich noch, als die Filme herauskamen. Viele waren auch enttäuscht, konnten Buch und Film nicht als zwei unterschiedliche Medien betrachten, die sie eben sind. Macht hier nicht den selben Fehler.

      @K.-G. Beck-Ewe: Die Logik-Fehler hast du, meines Erachtens sehr gut erklärt. Wenn du die Chance hast, überarbeite aber bitte nochmal deine Rezension. Namen sind falsch geschrieben oder vertauscht. Albus, Scorpius, Draco und Harry muss es heißen. Und bis Albus nach Hogwarts kommt, ist nur ein Geschwister von ihm auf der Zaubererschule. Sein älterer Bruder James. Seine Schwester Lilly ist zwei Jahre jünger als Albus und kommt erst später nach Hogwarts. Ansonsten hat er aber einen Haufen Cousins und Cousinen dort.

      Was mich natürlich freut, ist, dass hier aufgelöst wird, in welches Haus der Junge kommt. Wobei ich, was man so hört, ihn mir ganz anders charakterlich vorgestellt habe. Ich hätte ihn vielleicht nach Hufflepuff oder Ravenclaw verortet. Ein kleiner stiller schüchterner und ernster Schlaukopf. So stelle ich ihn mir vor. Ich grase heute mal die Hauptstadt ab und sehe zu, dieses Buch zu erwischen.
    • Digitalgirly schrieb:

      Ich bin eine sehr langsame Leserin und habe trotzdem nur knapp 4 Stunden dafür gebraucht (über mehrere Tage verteilt).
      Das ist auch wieder der Textform Theaterstück zuzuschreiben. Normalerweise geht ein Theaterstück ca. um die 1,5 Stunden, das bedeutet, für das Script eines solchen braucht man meiner Erfahrung nach nicht viel länger. Da es sich hier sogar um zwei aneinandergereihte Theaterstücke handelt, kommen 4 Stunden sehr gut hin.
      :study:
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    • Mir hat das Skript eigentlich sehr gut gefallen. Ich sehe es jetzt aber nicht als einen Band 8, sondern als eine Ergänzung zum Potter-Universum. (Den deutschen Titel finde ich allerdings nicht ganz passend. "Verwunschen" klingt so nach Märchenprinz, "verflucht" trifft es in meinen Augen besser.)

      Besonders spannend fand ich, mal eine andere Seite von Harry zu sehen. Er hat ja in den 7 Bänden doch schon eine Menge geleistet, fast schon Übermenschliches für so einen jungen, doch eigentlich ganz normalen Teenie-Zauberer. Und da war es zur Abwechslung auch mal ganz interessant, ihn nicht so perfekt zu sehen. Wäre er jetzt auch noch der fehlerlose Ehemann, Vater und Freund gewesen - das wäre mir doch schon ein wenig zu viel.

      Meine absolute Lieblingsszene:
      Spoiler anzeigen
      Wir sehen Snape wieder! :love: Auch wenn da natürlich schon sehr auf die Tränendrüse gedrückt wurde, aber ich mag die Szene. Und wir haben ja nie so richtig Snapes Perspektive einnehmen können, wenn wir mal von ein paar Rückblicken in die Jugend absehen. Aber es war interessant zu sehen, wie der "erwachsene" Snape mit bestimmten Dingen umgeht, dass er sich ohne zu Zögern (wieder) für die gute Sache opfert. Und die Nachricht an Albus...*seufz*


      Allerdings war für mich persönlich eher Scorpius der Held des Ganzen, Albus ging mir zeitweise ein wenig auf den Keks. (Was nur zeigt, dass er seinem Vater gar nicht so unähnlich ist. :loool: )
      Mein Blog

      Shame isn’t a quiet grey cloud, shame is a drowning man who claws his way on top of you, scratching and tearing your skin, pushing you under the surface.
      - Kirsty Eagar in "Raw Blue" -
    • J.K. Rowling, John Tiffany, Jack Thorne - Harry Potter and the Cursed Child

      Papa Voldemort

      Klappentext:
      Based on an original new story by J.K. Rowling, John Tiffany and Jack Thorne, a new play by Jack Thorne, Harry Potter and the Cursed Child is the eighth story in the Harry Potter series and the first official Harry Potter story to be presented on stage. The play will receive its world premiere in London's West End on 30th July 2016.
      It was always difficult being Harry Potter and it isn't much easier now that he is an overworked employee of the Ministry of Magic, a husband, and father of three school-age children. While Harry grapples with a past that refuses to stay where it belongs, his youngest son Albus must struggle with the weight of a family legacy he never wanted. As past and present fuse ominously, both father and son learn the uncomfortable truth: sometimes, darkness comes from unexpected places. This Special Rehearsal Edition will be available to purchase until early 2017, after which a Definitive Edition of the script will go on sale.

      Rezension:
      Albus Severus Potter hat es nie gefallen, ständig an seinem berühmten Vater gemessen zu werden. Als er dann endlich nach Hogwarts kommt, freundet er sich gleich im Hogwarts-Express mit Scorpius Malfoy an – und landet selbst in Slytherin. Doch dort bleiben beide Außenseiter, die keine anderen Freunde finden, zumal in der magischen Welt das Gerücht umgeht, Voldemort persönlich wäre Scorpiusʼ wahrer Vater. Als Albus schließlich belauscht, wie Amos Diggery Harry Potter anfleht, seinen Sohn Cedric unter Benutzung eines kürzlich aufgefundenen Zeitumkehrers zu retten, Harry jedoch entschieden ablehnt, beschließt er, diesen Zeitumkehrer zusammen mit Scorpius zu entwenden und selbst in die Zeit des Trimagischen Turniers zu reisen. Doch damit bringen die beiden Freunde die geschichtlichen Abläufe gründlich durcheinander.
      Obwohl es eigentlich nur das Script eines Theaterstücks ist, war dieses Buch für alle Harry-Potter-Fans wohl das am sehnlichsten erwartete dieses Jahres. Trotz – oder sogar wegen – der eher durchwachsenen Kritiken der Probeaufführungen des Stücks, waren die Erwartungen hoch, stellt „Harry Potter and the Cursed Child“ doch die 1. offizielle Erweiterung des Canons der HP-Reihe seit Band 7 dar. Leider liegt genau hier das Problem. Elemente wie „Albus kommt nach Slytherin“, „Albus und Scorpius werden beste Freunde“ oder „Scorpius verliebt sich in Rose“ kennt der Fan mittlerweile aus unzähligen Next-Generation-FanFictions. Diese nun als offiziellen Bestandteil der HP-Geschichte wiederzufinden, dürfte viele Fans verwirren. Erheblich schlimmer erscheinen allerdings die massiven inhaltlichen Widersprüche zu diversen in den bisherigen 7 Büchern enthaltenen Details. Um nicht übermäßig zu spoilern, sei hier als Beispiel nur genannt, dass laut diesem Script am Tag von Voldemorts Angriff auf Harrys Elternhaus kein Fidelius auf diesem liegt und Harrys Eltern nur Stunden vor dem Angriff offenbar völlig unbesorgt einen Dorfspaziergang mit Harry unternehmen. Das widerspricht allem, was der Fan bisher als gesichert voraussetzen konnte. Wenn das jetzt offiziell zum Canon gehört – sind die 7 Bücher der Reihe dann jetzt kein Canon mehr?

      Fazit:
      Eine lange erwartete Fortsetzung der Geschichte um Harry Potter, die leider alles, was der Fan bisher wusste, auf den Kopf stellt.
      :bewertung1von5: :bewertung1von5:


      Alle meine Rezensionen jetzt auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: rezicenter.wordpress.com
    • Cookie02 schrieb:

      Basisfunk schrieb:

      - Inhalt gelöscht -
      @Squirrel @K.-G. Beck-Ewe ich glaube nicht, dass das hier hin gehört :scratch:
      Nein, tut es nicht, deswegen hab ich auch den Inhalt des Zitats gelöscht :wink:
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Joshua Hammer - The Bad-Ass Librarians of Timbuktu
      :study: Anne Tyler - Der leuchtend blaue Faden
    • K.-G. Beck-Ewe schrieb:

      Für Altfans absolut unverzichtbar und für diejenigen, die Harry Potter noch nicht kennen, sicherlich ein guter möglicher Einstieg.

      Knü schrieb:

      Davon abgesehen hat mich das Buch ziemlich ins Herz getroffen
      Okay - überzeugt. Ich wollte erst mal die ersten Rezensionen abwarten, weil ich mir nicht sicher war, ob ich mir das Buch wirklich holen will. Aber nun werde ich auf jeden Fall zuschlagen.
      Gelesen in 2017: 23 Gehört in 2017: 16 SUB: 312

      "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)
    • Hmm...ich möchte einigen meiner Vorredner*innen dahingehend zustimmen, dass sich dieses Buch wunderbar lesen lässt, sofern man es nicht als direkte Fortsetzung der 7 Harry Potter-Bände betrachtet. Hat für mich vielmehr einen Spin-Off-Charakter. Ich finde nicht, dass es sich bei "The Cursed Child" von wirklichen Logikfehlern sprechen lääst, bin jedoch der Meinung, dass etwaige Passagen, die nicht mit der eigenen Auffassung/Vorstellung von bestimmten Charakteren oder Situationen konform gehen, nicht die bisherigen Bände "kaputt machen". Wie gesagt, ich sehe es in dem Sinne nicht als direkt anknüpfende Fortsetzung.

      Mir hat das Lesen - wie zuvor erwartet- viel Freude bereitet und auch, wenn es selbstversändlich nicht an die Heptalogie herankommt, hatte man wieder einmal die wundervolle Gelegenheit in das Harry-Universum einzutauchen! :)
      :study: Michel Foucault - Überwachen und Strafen





    • Inhalt:
      It was always difficult being Harry Potter and it isn’t much easier now that he is an overworked employee of the Ministry of Magic, a husband and father of three school-age children.
      While Harry grapples with a past that refuses to stay where it belongs, his youngest son Albus must struggle with the weight of a family legacy he never wanted. As past and present fuse ominously, both father and son learn the uncomfortable truth: sometimes, darkness comes from unexpected places.

      Rezension:
      Neunzehn Jahre sind seit dem Sieg über Voldemort vergangen und Harry Potter ist mittlerweile Familienvater und hoch angesehener Mitarbeiter im Zaubereiministerium. Doch nicht alles geht ihm einfach von der Hand und so wird besonders die Beziehung zu seinem zweiten Sohn Albus immer schwieriger, je älter dieser wird.

      "Harry Potter and the Cursed Child" ist die Fortsetzung von J. K. Rowlings Harry Potter Reihe. Allerdings ist es kein achter Band, sodern ein Theaterstück in zwei Teilen.

      Ich habe mir im Vorfeld ehrlich gesagt wenig Gedanken über die eigentliche Handlung gemacht, sodass diese mich sehr überraschen konnte.
      Wir folgen sowohl Albus und seinem besten Freund Scorpius, aber auch Harry und Ginny und Ron und Hermione. Mir hat es gut gefallen, dass man sowohl die Erwachsenen Harry, Ginny, Ron, Hermione und auch Draco kennenlernen darf, als auch deren Kinder, die bereits nach Hogwarts gehen.
      Das Stück weist ein hohes Tempo auf und lässt sich sehr schnell lesen, auch weil es überwiegend aus Dialogen besteht und die einzelnen Szenen sehr kurz sind. Mir hat es außerdem gut gefallen, dass ich dank der Regieanweisungen immer ein Bild vor Augen hatte, was auf der Bühne vor sich geht.

      Es gab in "Harry Potter and the Cursed Child" so einige Wendungen, mit denen ich niemals gerechnet hätte und bei denen ich mir im ersten Moment unsicher war, ob ich sie mag. Doch nachdem ich das Buch beendet hatte und die Geschichte etwas sacken ließ, muss ich sagen, dass ich insgesamt sehr zufrieden bin mit dieser Fortsetzung in Form eines Theaterstückes. Manches hätte ich mir zwar anders gewünscht, aber die Geschichte macht Sinn und hat mir dann doch gut gefallen. Vieles regt auch zum Nachdenken an, so auch die schwierige Beziehung von Harry zu seinem Sohn Albus, der sehr unter der Berühmtheit seines Vaters leidet.

      Natürlich muss man auch sagen, dass es kein achter Band im eigentlichen Sinne ist, sondern eine Fortsetzung in Form eines Theaterstückes, das einfach nicht die Tiefe eines richtigen Romans aufweisen kann. Ich wusste worauf ich mein einlasse und, dass die Gefahr besteht, dass mir diese Fortsetzung nicht gefallen wird und eventuell sogar das gelungene Ende des siebten Bandes zerstören könnte. Zum Glück war das für mich nicht der Fall, denn ich bin mehr als zufrieden mit diesem Handlungsverlauf, aber ehrlich gesagt hoffe ich, dass die Reihe keine weitere Fortsetzung bekommt!

      Fazit:
      Mit "Harry Potter and the Cursed Child" ist es J. K. Rowling wieder gelungen mich zu begeistern! Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen an diese Fortsetzung und wurde vielleicht auch deshalb überrascht, denn die Geschichte konnte mich packen und wirklich zufriedenstellen.
      Ich muss aber auch erwähnen, dass ich das Theaterstück mit etwas Abstand zur eigentlichen Reihe betrachte, da es eben nicht nur aus der Feder von J. K. Rowling stammt.
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    • Autoren: John Tiffany, Jack Thorne
      Ideen: Joanne K. Rowling
      Titel: Harry Potter and the Cursed Child
      Seiten: 343
      ISBN: 978-0-7515-6535-5
      Verlag: Little Brown

      Einordnung:
      Das Theaterstück schließt inhaltlich am Epilog des siebten Bandes der Reihe um den Zauberlehrling Harry Potter an, ist aber nicht als Fortsetzung zu betrachten. Es handelt sich um ein eigenständiges Bühnenstück, welches zurzeit in London aufgeführt wird und derzeit bis Mitte 2017 ausverkauft ist. Der Fokus liegt auf die neue Generation und die Beziehung zwischen Harry Potter und seinem Sohn Albus Severus Potter. Dies ist das englische Skript, welches im Herbst auf Deutsch als "Harry Potter und das verfluchte Kind" erscheint. 2017 soll voraussichtlich noch eine überarbeitete Version des Skripts erscheinen.

      Autorin:
      Joanne K. Rowling ist die Autorin der Harry-Potter-Bücher um den berühmten Zauberlehrling, welche in 79 Sprachen übersetzt wurden. Über 450 Millionen Bücher der Reihe wurden bislang verkauft. Nach ihren Erfolgen im Jugendbuchbereich schrieb sie mehrere Zusatzbücher für wohltätige Zwecke, danach einen Gesellschaftsroman für Erwachsene. Eine Krimi-Reihe schrieb sie unter dem Pseudonym Robert Galbraith. Zuletzt beteiligte sich die Autorin an der entstehung eines Theaterstücks, welches derzeit in London aufgeführt wird sowie als Drehbuchautorin und Produzentin des Filmes "Newt Scamander - Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind".

      Inhalt:
      Harry Potter ist inzwischen ein angesehener und überarbeiter Angestellter des Zaubereiministeriums, dessen drei Kinder ihm beinahe so viel Arbeit machen, wie sein Beruf selbst. Sein zweiter Sohn Albus kommt nach Hogwarts und hadert mit der Berühmtheit des Vaters, freundet sich mit dem Sohn von Draco Malfoy an. Beide Außenseiter werden sie über die Jahre mit der Vergangenheit konfrontiert und Harry und Albus müssen erkennen, dass die Dunklen Mächte auch nach Jahren um sich greifen und das Böse oft aus Ecken kommt, von denen man es am wenigsten erwartet.

      Rezension:
      Sehnsüchtig habe ich das Skript zum Theaterstück erwartet, da es mir in absehbarer Zeit nicht möglich ist das selbige, geschweige denn London, zu besuchen. Und so waren die Erwatungen groß, als ich endlich das Buch in den Händen und loslesen konnte. Zunächst, der leser sollte zuerst beachten, dass es sich hier nicht um einen vollwertigen Roman handelt. Wer mit dieser, auch mit der Vorstellung eines stimmigen achten Bandes, Denke herangeht, wird enttäuscht werden. Bei "Harry Potter and the Cursed Child" handelt es sich um ein Skript, eine Art Drehbuch, zum gleichnamigen Londoner Theaterstück und nur als solches funktioniert es. Man muss es sich auf der Bühne vorstellen, das Stück dauert einige Stunden lang und genau so lange liest man den Text. Nicht mehr und nicht weniger.

      Und beginnt dabei eine Zeitreise durch das Leben Harry Potters und besonders seines jüngsten Sohnes Albus, der am Anfang der Geschichte nach Hogwarts kommt. Den Frieden nicht trauend und unter der Last des Erbes seines Vaters und der Bürde seines Namens fällt es dem Jungen schwer, sich von seinem Vater zu lösen, was nicht ohne Konflikte zwischen den beiden vonstatten geht. Und stürzt dabei mit seinem Freund Scorpius die Zaubererwelt an den Rand des Abgrundes. Genial und schnell wird die Geschichte der beiden Schüler und der Elterngeneration (Draco, Harry und Ginny, Hermine und Ron) erzählt, die es in sich hat.

      Für die Leser der Romane ist es gewöhnungsbedürftig, diese Geschichte zu lesen. Mit vielen Vorstellungen, die man sich aus den ganz wenigen Eindrücken des Epiloges machen konnte, muss man brechen. Einige Gegebenheiten oder besser gesagt Gesetzmäßigkeiten der Zauberei im Potter-Universum werden verwendet. Und charakterlich geht vor allem Potters Sohn eine entwicklung durch, die man den kleinen ängstlichen Jungen aus dem Ende des siebten Bandes gar nicht zugetraut hätte. Tatsächlich war der Junge in meinen Vorstellungen immer ganz anders.

      Dennoch passt es. Zumindest für dieses Theaterstück, welches ich um so mehr sehen möchte, nachdem ich jetzt das Skript gelesen habe. Dazu bin ich einfach zu sehr Fan der Reihe und zu lange mit den Büchern aufgewachsen. Die Sprunghaftigkeit, die jedoch auf der Bühne sicher gut wirkt, ist beim Lesen gewöhnungsbedürftig, weshalb zwar das Tempo schnell, das Lesen aber nicht ganz so flüssig von den Augen gehen wird. Und das liegt nicht daran, dass das Buch erst einmal nur in englischer Sprache zu lesen ist. Die ist sehr sauber und auch mit mittelmäßigen Schulkenntnissen zu lesen und die Handlung zu verstehen. Für mich eine vollwertige Ergänzung und ein Wiederaufleben des Aufwachsens mit einer großartigen Geschichte. Für Fans ein unbedingtes Muss. Allen anderen sei gesagt, dass gewisse Vorkenntnisse natürlich vorausgesetzt sind, um der Handlung im Verlauf folgen zu können.

      Ab hier führe ich meine Gedanken zum Charakter Albus Severus Potter aus. Wer das nicht lesen will, da es Spoiler enthält, nicht klicken.
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      In meinen Gedanken habe ich mir Albus eher als ruhigen und ängstlichen stillen Jungen aber dennoch als Gryffindor vorgestellt. Charakterlich eine Art Neville, der nur in besonderen Situationen mutig ist, wenn er es sein muss. Als Slytherin konnte ich ihn mir bisher nicht vorstellen. Eine Fanfiction, die ich mal aus dieser Sicht geschrieben habe, ausgenommen. Das wurde da auch nur eine Oneshot. Für mich waren die Familienkonflikte trotz der Namensbürde und der Last Harry Potters Sohn zu sein auch nie so groß und extrem, wie hier beschrieben. Auch hier habe ich mir den Jungen eher still und alles in sich hineinfressend vorgestellt. Gefallen hat mir aber von vornherein, dass Scorpius hier den etwas vernünftigeren Part angenommen hat und dabei so eine Art Unterstützung, Wegweiser und manchmal auch eine kleine Beschützerrolle eingenommen hat. Insgesamt kann ich aber mit den Unterschieden zwischen meinen Vorstellungen und dieser hier nun verschriftlichten gut leben.
    • K.-G. Beck-Ewe schrieb:

      Die beiden Hauptautoren haben dieses Stück in direkter Kooperation mit J.K. Rowling geschrieben und dabei das sehr komplexe, von ihr zum Teil nicht veröffentlichte Hintergrundmaterial zu den Charakteren genutzt, um Logikbrüche und unpassende Charaktereanpassungen zu vermeiden. Insofern kann in meinen Augen nicht sagen, dass hier etwas kaputt gemacht worden ist.
      Gerade in dem Punkt bin ich absolut nicht gleicher Meinung mit dir. Besonders im 4. Akt gibt es unzählige Logikbrüche bezogen auf die 7 Bücher. (kein Fidelius, Spaziergang im Dorf nur wenige Stunden vor dem Angeiff, die Kirche ist so nah am Potterhaus, dass man von dort aus jedes Wort verstehen kann, ...)
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