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Thea Dorn - Die Unglückseligen

    • Roman/Erzähl.

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    Die Unglückseligen

    von

    1.9|7)

    Verlag: Penguin Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 560


    ISBN: 9783328101932


    Termin: Dezember 2017

    • Thea Dorn - Die Unglückseligen

      Amazon~Beschreibung:

      Der große Roman über die Sehnsucht nach Unsterblichkeit.

      Johanna Mawet ist Molekularbiologin und forscht an Zebrafischen zur Unsterblichkeit von Zellen.
      Während eines Forschungsaufenthalts in den USA gabelt sie einen merkwürdigen, alterslosen Herrn auf. Je näher sie ihn kennenlernt, desto abstrusere Erfahrungen macht sie mit ihm. Schließlich gibt er sein Geheimnis preis.
      Er sei der Physiker Johann Wilhelm Ritter, geboren 1776.
      Starker Tobak für eine Naturwissenschaftlerin von heute. Um seiner vermeintlichen Unsterblichkeit auf die Spur zu kommen, lässt sie seine DNA sequenzieren. Als Johannas Kollegen misstrauisch werden, bleibt dem sonderbaren Paar nur eines: die Flucht, dorthin, wo das Streben nach wissenschaftlicher Erkenntnis und schwarze Romantik sich schon immer gerne ein Stelldichein geben - nach Deutschland.

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      Meine vorläufige Meinung:

      Mit diesem Buch wollte Thea Dorn eine Art modernen "Faust" schreiben, wie sie selbst in einigen Interviews gesagt hat.

      Dementsprechend sperrig ist die Schreibweise dieses Romans. Er ist wahrlich kein Buch für nebenher, sondern fordert einiges an Konzentration.
      Und man sollte ein paar Grundkenntnisse in Englisch haben, weil des Öfteren englische Passagen eingestreut werden, die nicht übersetzt werden.

      Ich bin jetzt bei 30% des eBooks und bin noch recht unentschlossen, was ich davon halten soll.

      Das Buch ist in drei Erzählperspektiven aufgeteilt, die aber häppchenweise die selbe Geschichte erzählen:
      Johanna, Ritter und ein allwissender und teilweise auch lenkender Erzähler/Beobachter.
      Einzig die Erzählperspektive von Johanna ist in "normalem, modernem" deutsch geschrieben, während Ritter und der Erzähler eine blumige, verschnörkelte Sprache aus Goethes Zeiten verwenden.
      Darauf muss man sich wirklich einlassen können, sonst braucht man dieses Buch gar nicht erst anzufangen.

      Die Geschichte und den Aufbau finde ich bisher gar nicht schlecht. Das ist einfach mal etwas völlig anderes und hebt sich gewaltig von meinem sonstigen Beuteschema-Einerlei ab.

      Was mich aber ganz gewaltig stört, ist die...
      Spoiler anzeigen
      ... totale Unwissenheit von Ritter, was das heutige, moderne Leben betrifft.
      Ich meine, er hat ja nicht zweihundert Jahre geschlafen und ist jetzt erst aufgewacht, sondern hat die Entwicklung der Technik schon mitbekommen, denn er ist ja doch ein wenig herumgereist.
      Trotzdem weiß er weiß er weder was ein Laptop ist, noch wie ein Handy funktioniert?! :-s

      Und warum drückt er sich immer noch so altertümlich aus? Er hatte doch genug Zeit seinen Sprachgebrauch anzupassen, denn die allgemeine Umgangssprache ändert sich doch schließlich nicht über Nacht. :scratch:


      Das erscheint mir doch gewaltig unschlüssig.

      Na ja, mal sehen, wie es weitergeht... :study:
      Ich :study: gerade: Was wir nicht wussten von TaraShea Nesbit
    • Gerade was Du im Spoiler schreibst, macht das Buch für mich schon wieder uninteressant - solche Brüche in einer von der Grundthematik her interessant angelegten Geschichte stören mich doch sehr :-?
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Reiner Engelmann - Wir haben das KZ überlebt
      :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)
    • Ich habe etwa 15% vom Ebook gelesen (ePub aus der Onleihe), und denke, dass ich es eher nicht zu Ende lesen werde.

      Neugierig war ich auf das Buch, weil Denis Scheck es als "ganz großen Wurf" bezeichnet hat. Da ich mit Frau Dorns Literaturpräferenzen und vor allem mit ihren Begründungen dafür kaum etwas anfangen kann, weil ich einfach ganz andere Dinge suche in der Literatur als sie, habe ich von vornherein dem Buch gegenüber so meine Zweifel gehegt ... OK, ich hatte im Geiste schon vermutet, wenn sie "einen ganz großen Wurf" landet, wird's wahrscheinlich nichts, weil sie eh wie ein Mädchen wirft ... sorry, aber man wird halt mit der Zeit misstrauisch solchen lobenden Klischees gegenüber.

      Ich habe aber genau wie @Hiyanha eher einen gemischten Eindruck gewonnen, allerdings mit Tendenz zum Gelangweiltwerden.
      Eigentlich finde ich den Grundgedanken, dass jemand, der die Unsterblichkeit zum Forschungs- und praktisch zu seinem Lebenszweck ernannt hat, auf genau den einen Unsterblichen trifft, ausgesprochen gut. Ich mag sogar Frau Dorns gewissen Fantasy-Sci-Fi-Mix. Die Idee, den Zeitgenossen von Novalis in einem antiquierten Deutsch denken und reden zu lassen, finde ich ja auch noch gut. Aber muss diese Sprache sich oft zu stark auf solche grammatikalische Plattitüden wie das Weglassen des Hilfsverbs "haben" stützen, bsw. "Selbst auf dem, was er in verzweifeltem Irrtume für sein Sterbebett gehalten, ..." oder "Oftmals hatte er ihn aus der Halterung genommen und wieder zurückgehängt, weil ihn im letzten Augenblick ein klägliches Zaudern befallen.? Irgendwie gibt es zu viel "obgleich" oder Ausdrücke wie "Was also nahm es ihn Wunder" oder "Und wenn sein vermaledeiter Leib ihn abermals foppte?" Herrn Ritters Sprache klingt auf mich deshalb so unecht, weil Frau Dorn dauernd genau die Ausdrücke und Worte verwendet, die einem aus der Lektüre der alten (un)geliebten Klassiker im Kopf herumspuken, Die Figur klingt damit wie ein Klassiker-Phrasenmix, aber eben nicht wie eine echte Figur.

      Dann sind da noch lauter postmoderne Elemente:
      Zum einen gibt es einen Kommentaristen, der in Form von Metafiktion dauernd den Leser direkt anspricht. Ich vermute, es soll sich um Satan selbst handeln? Puh, ist das eine nervige Figur, wie er ständig so anbiedernd und besserwisserisch daherkommt! Er unterstellt gleich dem Leser, dass er das zweite metafiktive Element, nämlich Auszüge aus einem alten medizinischen Handbuch, nicht entziffern könne, weil es in Fraktur abgebildet ist? Wieso sollen wir Leser Fraktur nicht lesen können? Klar können wir (bei uns zu Hause gab es noch ein altes Witze- und Rätselheft in Fraktur, auch in der Bücherei gab es früher einige Bücher mit Märchen und Sagen in Fraktur).
      Was mich daran stört, ist, dass Frau Dorn sich in einer Literatursendung mal abfällig über Postmodernismus geäußert hat. Nun gut, wenn sie ihn nicht lesen will,es zwingt sie ja keiner. Aber warum schreibt sie dann in diesem Stil, wenn sie ihn nicht mag?!

      Und dann kommt der dickste Kritikpunkt: "???????????" Wenn ich sehe, wie viele Fragezeichen die Frau in ihre erste paar Kapitel 'reingedrückt hat, möchte ich sie fragen, ob sie was mit Pascal Mercier hat. (Meine Güte, ich fasse es immer noch nicht, dass sich ein Schriftsteller mit dem Namen Peter Bieri ausgerechnet für einen nom de plume wie "Pascal Mercier" entscheidet, der klingt, als ob Dieter Bohlen ihn für ihn ausgesucht hätte!). Bisher dachte ich immer, dass Herr Peter Bieri alias Pascal Mercier (Wuahhhh!) den Weltrekord über Fragezeichen in seinem Roman "Nachtzug in Lissabon" hält, aber so wie Frau Dorn angefangen hat, könnte sie ihm diesen Rekord vielleicht sogar streitig machen. Dieses katastrophale Übermaß an Fragezeichen schafft es weder Spannung noch Tiefe zu erzeugen, das hat es schon im "Nachtzug in Lissabon" nicht geschafft - wie sollte es auch einem Satzzeichen gelingen, aus einer gewöhnlichen Schreibe mit biederen Gedanken hochphilosophischen Anspruch zu erzeugen? Ich habe definitiv eine literarische Allergie gegen kumulative Fragezeichen, da gibt's nichts daran herumzudiskutieren.

      Naja, ich muss zugeben, ich habe nebenher noch, einfach weil's zum Begriff der Unsterblichkeit passt, die Geschichte "El Inmortal" ("Der Unsterbliche") von Jorge Luis Borges gelesen. War bestimmt ein Fehler, denn jetzt gähnt mir ständig die Vermutung entgegen, dass Frau Dorns Einsichten und Gedanken zum Thema Unsterblichkeit sich daneben wohl doch recht bieder ausmachen werden ...

      Aber trotzdem denke ich mittlerweile nicht, dass Frau Dorn was ganz Schlechtes abgeliefert hat. Ich habe zwar immer noch den Eindruck, dass sie wie ein Mädchen geworfen zu haben scheint, aber sie hat sich um einen zumindest kreativen Wurf bemüht (Irgendwie kriege ich es nicht positiver hin, ohne dass ich heucheln müsste ... sorry!). Ich denke also schon, dass ich noch ein Stückchen weiter lesen werde, bevor ich mich entweder zum Durchlesen bis zum bitteren Ende oder zum verärgerten Abbruch entscheide ...
      » Unexpected intrusions of beauty. This is what life is. «

      Saul Bellow, (1915-2005 ), U.S. author,
      in Herzog
    • @Hypocritia :
      Sag mir mal bitte bescheid, wenn Du die Szene mit diesem bekloppten "Unsterblichkeitskongress" gelesen hast. :-s
      Da hatte ich auch den leichten Drang das Buch zur Seite zu legen, denn diese Szene fand ich einfach nur furchtbar. Viel zu abgedreht, skurril und gaga. Vielleicht fehlt mir da auch einfach nur der Sinn fürs Künstlerische, aber das ging für mich echt gar nicht.

      Da sich die Geschichte nach diesem Kongress aber wieder gefangen hat, lese ich mal noch ein bisschen weiter.
      Vom Hocker reißt mich dieses Buch bisher aber nicht so wirklich.


      @Squirrel:
      Ja, diese Ungereimtheiten stören mich auch ganz, ganz gewaltig.
      Ich finde das, rein subjektiv gesehen, um einiges schlimmer als die von @Hypocritia erwähnte Fragezeichensammlung. 8-[
      Ich :study: gerade: Was wir nicht wussten von TaraShea Nesbit
    • Ich werde hier mal bei Euch mitlesen und schauen, was Ihr noch so zu sagen habt zu dem Buch - aber es ist schon auf sehr unwahrscheinlich in meiner Liste abgerutscht 8-[
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Reiner Engelmann - Wir haben das KZ überlebt
      :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)
    • Hiyanha schrieb:

      Sag mir mal bitte bescheid, wenn Du die Szene mit diesem bekloppten "Unsterblichkeitskongress" gelesen hast.
      "Bescheid." Mehr gibt es dazu ja wohl nicht zu sagen ...
      Nein, ganz ehrlich, ich bin bei genau der Hälfte angekommen und finde das Buch eigentlich ziemlich zum Abgewöhnen. "Der Kongress der Unsterblichkeit" als absolut blecherner "Einakter" ist ein literarisches Mittell, auf das Frau Dorn bestimmt ganz stolz ist.

      Was ist denn im Buch bisher passiert? Da jagt eine Molekularbiologin der wissenschaftlichen Möglichkeit nach, den Menschen genetisch so zu verändern, dass er unsterblich werden kann. Der Typ Johann Ritter ist dabei für sie die buchstäblich "personifizierte" Abkürzung, weil er bereits unsterblich ist, d.h.sie könnte den Menschen praktisch auf die chinesische "den Tod austreiben", also auf dem Weg der Analyse seiner DNA feststellen, was und wie sie es per Nachbau kopieren müsste. Das ist es, was bisher an Kernhandlung im Buch stattgefunden hat.

      Wie @Hiyanha schon erwähnt hat, lässt Frau Dorn den Johann Wilhelm Ritter dabei auf einem geistig jahrhundertelang zurückgebliebenen Niveau denken und reden, und das sprachlich für mich in keinster Weise überzeugend. @Hiyanha: ich bin total mit Dir einverstanden, was die Unstimmigkeit bezüglich der Fortschritts-Naivität Ritters angeht. Es sieht für mich so aus, als hätte Frau Dorn die Naivität deshalb hergenommen, um die Sci-Fi-Genetik von Frau Mawet erklärerisch im Buch unterzubringen. Nebenher muss sich der Herr Ritter ständig über alltäglichen Kleinkram wie Energydrinks und Burger wundern, das geht mir als Leser sowas von auf die Nerven.
      Nervig ist außerdem die Angewohnheit, jeden Begriff, der auf den Schöpfer hinweist, mit zwei Großbuchstaben beginnen zu lassen, bsw. "GOtt", der "HErr", "DEine HErrlichkeit". Das ist nicht mehr als ein nerviges Kinkerlitzchen. Auch die ganzen Dialogstücke in englischer Sprache nerven mich mittlerweile, von diesem komischen Kommentator, hinter dem ich Satan als gegenstück zum Schöpfer vermute, ganz zu schweigen.

      Was mir fehlt, ist eine vernünftige Gedankenführung um die Person, die Identität des Johann Ritter, und was die Veränderung seines Lebens von sterblich zu unsterblich hin eigentlich bedeutet. Dass man im Leben etwas erreichen möchte, gerade weil es endlich ist, ist ja wohl der allgemein gängige Konsens von unsereins als Sterblichen. Was wird jetzt aus der Bedeutung von persönlichen Zielen für Herrn Ritter als Unsterblichem? Wie hat sich seine Identität verändert? Was bedeutet der Begriff "Leben" jetzt für ihn? Frau Dorn macht sich's denkbar einfach: sie lässt ihn vom Fortschritt der Jahrhunderte um ihn herum nichts kapieren, und als Frau Mawet ihn aufspürt, lebt er in Dreck und Unordnung - hat er dann überhaupt "gelebt", oder hat einfach nur seine biologische Hülle weiterexistiert? Wenn Unsterblichkeit für Herrn Ritter nicht mehr bedeutet, als dass Kohlenstoffatome seine körperliche Hülle aufrecht erhalten, warum wollte er sich dann umbringen, und warum hat er es dann nicht getan? Ist das einfach so hingerückt, damit Frau Mawet seine außerordentliche Zell-Regenerationsfähigkeit erkennen kann?
      Wenn Unsterblichkeit so aussieht, brauchen wir sie dann wirklich? Was bedeutet sie für die Menschheit? Ist sie eine Art esoterischer Konsumgag, mit dem man die Wirtschaft ankurbeln will? Noch schlimmer wird es mit der Begründung der Molekularbiologin Johanna Mawet, dem Menschen die Unsterblichkeit bringen zu wollen: "Ich hasse den Tod! Ich hasse die Evolution!" Frau Dorn, verar...en kann ich mich selbst, und zwar besser als Sie! Die Frau hat sich doch null Gedanken in Bezug auf philosophische Gedanken gemacht, oder? Und wenn sie sich darüber Gedanken gemacht haben sollte, ist sie definitiv nicht weit gekommen ...
      Und dann noch der gezierte Schreibstil - bei mir ist bisher weder Spannung noch Interesse aufgekommen. Wenn das Buch ähnlich weitergeht wie bisher, ist es für mich ein Buch für die Tonne. Ich sehe ja ein, dass die Autorin sich nicht unbedingt auf die Überlegung konzentrieren muss, ob Unsterblichkeit Sinn bringen könnte für den Einzelnen oder die Weltbevölkerung, ob damit Machtstreben wegfallen und somit Weltfrieden möglich wäre, ob dann auch der Konsumzwang und der Drang, neid und Bewunderung in anderen zu erzeugen, möglicherweise wegfallen könnte. Ich sehe ein, dass man das Thema Unsterblichkeit durchaus für eine Art Wissenschafts-Sci-Fi-Thriller verwenden könnte. Aber wozu dann der dämliche Kongress-Einakter? Warum lässt Frau Dorn dann keine Spannung aufkommen und legt es anscheinend so tierisch darauf an, mir als Leser enorm auf den Geist zu gehen. Warum so wort- und seitenreich? Mensch Frau Dorn, ich bin nicht unsterblich, meine Jahre sind gezählt!

      Die Quallenart, von der man bereits weiß, dass sie potentielle Unsterblichkeit besitzt, ist übrigens die Turritopsis dohrnii. Dieser Fakt war mir allerdings bereits seit Jahren bekannt, dafür brauche ich auch kein Thea-Dorn-Langweiler-Buch.

      @Hiyanha, liest Du weiter oder was machst Du? Glaubst Du, das Buch kann sich noch bessern?
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      Saul Bellow, (1915-2005 ), U.S. author,
      in Herzog
    • Bisher habe ich immer erwartungsvoll auf und in die Bücher von Thea Dorn geschaut, aber hier lese ich gerade einen Lusttöter. Meistens sehe und höre ich Frau Dorn als durchaus nicht humorlose Moderatorin, wenn manchmal auch ein kleinwenig prätentiös. Manchmal habe ich Lust sie zu fragen, ob es nicht auch ein wenig leichter ginge. Die Unglückseligen scheint dafür eine Illustration zu sein. Ich werde meines Weges gehen, nur Eure Diskussion hier weiterhin interessiert verfolgen.
      Viele Grüße von Yurmala

      :study: New Moon von David Dufresnes

      :musik:
      »You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.«. C.S. Lewis
    • Hypocritia schrieb:

      Wenn das Buch ähnlich weitergeht wie bisher, ist es für mich ein Buch für die Tonne.
      Warte mal, bis Du zu den röhrenden Hirschen kommst. Die sind bei 63 %, glaube ich.
      Bis dahin musst Du unbedingt noch lesen, denn dazu würde ich echt noch gerne Deine Meinung hören/lesen. #-o
      Wenn Du Dich bisher schon gefragt hast, ob Frau Dorn uns mit diesem Buch verar...en will - nach den Hirschen weißt Du es. :-#

      Hypocritia schrieb:

      @Hiyanha, liest Du weiter oder was machst Du? Glaubst Du, das Buch kann sich noch bessern?
      Ich werde es wohl zuende lesen, aber eine Hoffnung auf Besserung habe ich inziwschen nicht mehr wirklich.
      Mittlerweile bin ich prozentmäßig aber schon irgendwo in den siebzigern und werde die Geschichte morgen wohl recht fix abhaken können.


      P.s.:
      Ich habe heute mal mit meinem dreizehnjährigen Sohn über das Thema Unsterblichkeit gesprochen, weil er mich gefragt hat, was ich zur Zeit für ein Buch lese.
      Sohnemann hat dabei ganz spontan ein paar der philosophischen Fragen gestellt, die Du in deinem Posting erwähnt hast.
      Jetzt frage ich mich ernsthaft, ob mein dreizehnjähriger Filius seinem Alter so weit voraus oder Frau Dorn ihrem Alter so weit zurück ist. :scratch:
      Ich :study: gerade: Was wir nicht wussten von TaraShea Nesbit
    • Der Klappentext klingt ja halbwegs interessant, aber

      Hypocritia schrieb:

      Neugierig war ich auf das Buch, weil Denis Scheck es als "ganz großen Wurf" bezeichnet hat.
      das hätte mich schon skeptisch gemacht, da Herr Scheck und ich eher selten die gleiche Meinung haben.

      Hypocritia schrieb:

      Nervig ist außerdem die Angewohnheit, jeden Begriff, der auf den Schöpfer hinweist, mit zwei Großbuchstaben beginnen zu lassen, bsw. "GOtt", der "HErr", "DEine HErrlichkeit".
      Was soll denn dieser Blödsinn?
      Gut zu wissen, dass ich nach diesem E-Book in meiner Onleihe gar nicht erst Ausschau halten muss. [-(

      Verwechsle ich etwas, oder hat diese Autorin schon mal lesenswerte Krimis geschrieben?
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • @€nigma
      nein, da verwechselst du nicht. Thea Dorn hat den Deutschen Krimipreis für Die Hirnkönigin bekommen. Zu dem Buch kann ich leider nicht sagen, da nicht gelesen, aber sie hat einige andere durchweg lesenwerte Bücher geschrieben wie Die deutsche Seele.
      Viele Grüße von Yurmala

      :study: New Moon von David Dufresnes

      :musik:
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    • Yurmala schrieb:

      Thea Dorn hat den Deutschen Krimipreis für Die Hirnkönigin bekommen.
      Was anscheinend hier im BT keiner richtig verstehen konnte, wenn man die Bewertungen und Kommentare sieht. Mit :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: habe ich es noch relativ hoch bewertet (würde mir heute vermutlich nicht mehr passieren). Jedenfalls habe ich seitdem kein Buch der Autorin mehr gelesen, und wenn ich die Beiträge hier durchlese, bleibts dabei.
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • €nigma schrieb:

      Gut zu wissen, dass ich nach diesem E-Book in meiner Onleihe gar nicht erst Ausschau halten muss.
      von meiner Wunschliste ist es auch schon runtergefallen - aber ich werde hier noch die weiteren Kommentare von @Hypocritia und @Hiyanha verfolgen, die haben nämlich Unterhaltungswert für mich :twisted:
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Reiner Engelmann - Wir haben das KZ überlebt
      :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)
    • Hiyanha schrieb:

      und bei den röhrenden Hirschen.

      Ich kann dieses Buch immer weniger ernst nehmen.
      Das dümpelt irgendwie auf der Humorebene von Ralf Schmitz oder Jan Weiler herum.
      "Röööööhhrrrr!" ... dann flattert ein Fledermaustöchterlein durch die Gegend ... "ich bin schwanger, ich kenne meinen Körper".
      Ich weiß nicht, was andere davon halten, aber meins ist das definitiv nicht.

      Ich mag fast gar keinen weiteren Kommentar mehr geben, das ist mir alles zu viel billige literarische Show gewesen, das war mir alles entschieden zuviel, wenn ich mich zugegebenerweise teilweise auch amüsiert habe.
      Dass Frau Dorn keinen Humor hat, kann man ihr echt nicht vorwerfen, @Yurmala, damit scheinst Du recht zu haben.
      Nach dem Interview, das Herr Scheck mit Frau Dorn zu diesem Buch gehalten hatte, hatte ich den Eindruck, dass es im Buch tatsächlich um das Konzept der Unsterblichkeit ginge, aber es geht eigentlich nur um das Nachjagen der Umsetzung von Unsterblichkeit im Menschen um jeden Preis, und es geht um sozio-kulturelle Differenzen im Alltag zwischen dem 19. Jahrhundert und heutzutage. Die Bedeutung des Konzeptes der Unsterblichkeit bleibt eigentlich ziemlich außen vor, wird nur mal so nebenbei in Schlagwörtern und einsätzigen Phrasen erwähnt. Da fühle ich mich irgendwie von den Versprechungen her getäuscht, abgesehen davon, dass die Umsetzung sowohl vom Plot her als auch vom sprachlichen Aspekt her ziemlich hirnrissig vorkommt.


      @Marie: Danke für den Link zur Rezension der "Hirnkönigin". Auch da klingt es, wie Du gepostet hast, nach einer grundsätzlich guten Idee für einen Thriller, aber nach einer Umsetzung ohne Maß und Ziel.
      Nee, das wird definitiv nichts mit Frau Dorn als Autorin und mir als Leserin. Sie ist für mich ganz klar eine "Nie mehr wieder"-Autorin.
      » Unexpected intrusions of beauty. This is what life is. «

      Saul Bellow, (1915-2005 ), U.S. author,
      in Herzog
    • Es ist vollbracht! :anstossen:
      Himmel, war das noch eine Quälerei zum Schluss.
      Vor allem der ganze Dämonenbeschwörungsblödsinn von dieser pseudoatheistischen, ach so bodenständigen Superwissenschaftlerin. #-o

      Ich sehe es genau so wie @Hypocritia und werde in Zukunft die Finger von Frau Dorns geistigen Ergüssen lassen.

      Gebracht hat mir dieses Buch nur ein paar entnervte, halbherzige Lächler bei den röhrenden Hirschen und das nachhaltige Gefühl als Leser nicht für voll genommen worden zu sein.
      Das muss ich echt nicht wiederholen. [-(
      Anderthalb Sternchen und eine klare Nicht-Empfehlung vergebe ich für dieses grandiose literarische Meisterwerk.
      Ich :study: gerade: Was wir nicht wussten von TaraShea Nesbit
    • Marie schrieb:

      wenn ich die Beiträge hier durchlese,
      In dem Thread habe ich damals sogar selbst geschrieben, ich wusste doch, dass mir der Name Thea Dorn irgendwann mal untergekommen ist.

      Squirrel schrieb:

      aber ich werde hier noch die weiteren Kommentare von @Hypocritia und @Hiyanha verfolgen, die haben nämlich Unterhaltungswert für mich
      Ja, das ist richtig. Die Kommentare sind offensichtlich ansprechender als das Buch selbst. :mrgreen:

      Hiyanha schrieb:

      Himmel, war das noch eine Quälerei zum Schluss.
      Warum hast Du Dich überhaupt durchgequält, wenn schon abzusehen war, dass es nix mehr wird? :-k Ich habe heutzutage überhaupt keine Hemmungen mehr, missliebige Bücher abzubrechen, da bin ich ein richtiger Terminator.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Thea Dorn - Die Unglückseligen

      :winken: Guten Tag zusammen,

      habe mal eine Frage an Euch (hoffe, dass funktioniert so mit dem neuen Thema - wenn nicht richtig, dann sagt es mir bitte) :uups:

      Ich lese zur Zeit von Thea Dorn "Die Unglückseligen" und habe da doch große Probleme mich einzulesen und zu folgen.
      Eine Bewertung bei amazon trifft es eigentlich (bin bei Seite 150) für mich genau:
      "Das Thema hoerte sich interessant an, leider ist der Schreibstil unertraeglich. Deshalb habe ich nach einigen Seiten aufgegeben. Sehr enttaeuscht."

      Habt ihr ds Buch gelesen - eine Rezi habe ich nicht gefunden- und wie fandet ihr es?
      :study: Die Geschichte der Bienen von Maya Lunde
      :study: Todesreigen von Andreas Gruber


    • @Maharaven ich habe zwar "Die Unglückseligen" nicht gelesen, aber Erfahrung mit der Autorin habe ich gemacht. Ich habe mal ein Buch von ihr früher schon gelesen, und zwar "Die Brut" - hat mir gar nicht gefallen. Ich habe es damals mit :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sternen bewertet. Es kam weder Spannung auf, noch hat es mir von dem Schreibstil gefallen. Ich fand es schlecht. Ich hoffe, es hilft dir ein wenig weiter. Quäle dich nicht länger, die Lesezeit im Leben ist begrenzt. :friends:
      2017: Bücher: 144/Seiten: 58 080
      2016: Bücher: 177/Seiten: 74 766
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      "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"
      Dalai Lama
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