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Phillip P. Peterson - Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit

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    Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit

    von

    4.8|16)

    Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 480


    ISBN: 9783404208432


    Termin: Dezember 2015

    • Phillip P. Peterson - Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit

      Phillip P. Peterson - Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit

      Inhalt:
      EINE REISE ZU DEN STERNEN - ERFÜLLUNG EINES MENSCHHEITSTRAUMS ODER ALBTRAUM DER MENSCHHEIT? - Ed Walkers letzte Mission endete beinahe in einer Katastrophe. Zwar konnten er und seine Crew sich retten, doch nun fürchtet er, als der Astronaut in die Geschichte einzugehen, unter dessen Kommando die Internationale Raumstation ISS zerstört wurde. Daher kann er sein Glück kaum fassen, als er die erste bemannte Weltraummission an den Rand des Sonnensystems anführen soll.
      Mit an Bord ist auch der junge Wissenschaftler David Holmes, der das mysteriöse Verschwinden dreier Raumsonden untersucht. Doch als das Raumschiff den interstellaren Raum erreicht, lautet die wichtigste Frage der Menschheit nicht mehr: Sind wir allein im Universum? Sondern: Sind wir bereit für die Wahrheit?
      (Q Bastei Lübbe)

      Autor:
      Phillip P. Peterson
      ist Ingenieur für Satellitenprogramme und hat neben wissenschaftlichen Texten auch Artikel für einen Raumfahrtfachverlag veröffentlicht. Sein erster Roman Transport erreichte Platz 1 der Science-Fiction-Romane bei Amazon und der Hörbücher bei Audible. Trotz seines technischen Hintergrunds stehen bei Peterson die Charaktere und die Spannung im Vordergrund. Zu seinen literarischen Vorbildern gehören die Hard-Science-Fiction-Autoren Stephen Baxter, Arthur C. Clarke und Larry Niven.
      (Q Bastei Lübbe)

      Meinung:
      Meine Erfahrungen mit Sci-Fi-Büchern ist sehr gering, aber motiviert durch ein reichlich altes Sci-Fi-Jugendbuch, habe ich mich entschlossen mal durch die aktuelle Sci-Fi-Literatur zu stöbern und bin unter anderem an diesem Titel hängengeblieben.

      In der Geschichte spielen David Holmes, ein junger Wissenschaftler, und Ed Walker, ein alter NASA-Astronaut, in einer nahen Zukunft, die Hauptrollen, wobei Ed sich etwas mehr vordergründig aufhält. Ich persönlich finde Ed auch den interessanteren Charakter von beiden. Er eckt mehr an, ist zwar doch sehr einfach gehalten, aber mich spricht so ein lautstarker, irgendwie immer leicht angesäuerter Charakter, der meist erst spricht bevor er denkt, einfach mehr an und ist, so finde ich, unterhaltsamer. David hingegen ist der introvertierte Typ, eine Intelligenzbestie, meist diplomatisch und unterschätzt sich zum großen Teil selbst. Beide Hauptpersonen verändern sich im Laufe des Buchs etwas. Hierbei macht David, bedingt durch die gewonnene Erfahrung und das Alter, die größere der beiden Veränderungen durch.

      Die Geschichte ist sehr gut lesbar geschrieben und man kommt sehr gut voran. Ab und an bin ich mal an dem einen oder anderen Fachausdruck hängen geblieben, aber sonst lief es fabelhaft.


      Was wichtig zu erwähnen ist, und wahrscheinlich die möglichen, zukünftigen Leser interessieren dürfte, dass die Geschichte erst auf Seite 284 ins Weltall, zur eigentlichen Mission, geht. Das ist nicht unwesentlich zu erwähnen, wenn man vielleicht ein Action geladenes Sci-Fi-Buch erwartet, denn das hat man hier nicht in der Hand. Die Story ist zu Beginn etwas spannend, da hier die Vorgeschichte zur Hauptmission abgehandelt wird, dann kommt aber ein langer Teil in dem die Personen vorgestellt werden, sich entwickeln und das Training für die Mission absolvieren. Dennoch ist dieser Teil interessant. Zum Einen weil ich ihn an keiner Stelle langweilig geschrieben fand und auch weil man einen kleinen Einblick in die Intrigen und Machtspiele der Politik hinter dem Ganzen bekommt.
      Wenn man sich nun endlich in die unendlichen Weiten begeben hat, so nimmt die Story endlich Fahrt auf. Der Autor macht hier zum Glück nicht den Fehler, den Leser mit langweiligen Passagen aus dem Weltraumreise Alltag der Besatzung zu quälen, sondern fasst die Reise recht grob, dennoch detailliert, aber nicht langweilig zusammen.
      Am Ende dann …. tja, das Ende. Ich werde mich hüten etwas zu sagen. Mir hat die Idee jedenfalls super gefallen und das Ende hinterlässt in jeder Hinsicht einen bleibenden Eindruck.

      Was ich auch faszinierend an der Geschichte fand, ist der Punkt, dass man sich beim Lesen wieder einmal darüber bewusst wird, wie unbedeutend und winzig klein wir doch im Weltall sind. Es ist erdrückend und immer wieder faszinierend sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Sicherlich werden sich erfahrenere Sci-Fi-Leser darüber keinen Kopf mehr machen. Mich hat es aber doch mal wieder zum Nachdenken gebracht. Natürlich sind mir die Größenordnungen im Weltall vertraut und auch unsere Position darin, doch wann im alltäglichen Leben macht man sich schon darüber Gedanken …. Aber naja, mich hat diese Thematik jedenfalls angesprochen und man könnte hier sicherlich weit ausholen und ausgiebig über dieses Thema philosophieren.

      Fazit:
      ‚Paradox‘ ist eine tolle Geschichte. Man darf hier keine Sci-Fi-Action bis zum Abwinken erwarten. Ich für meinen Teil bin unbefangen an die Geschichte herangegangen und ich fand sie hervorragend umgesetzt und auch schockierend (das hat aber eher etwas mit der Hintergrundhandlung zu tun, als mit der Haupthandlung). Es ist eine, gerade in den ersten beiden Dritteln, sehr ruhige Geschichte, die sich hauptsächlich mit den Personen befasst. Wenn man aber bis zum Ende durchhält, so hinterlässt sie sicherlich Eindruck, zumindest hat sie das bei mir gemacht. Die Geschichte unterhält, schockiert, bringt einen zum Nachdenken, ist auf ihre Art spannend, ab und an lustig und überrascht mit einem interessanten Ende.

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      Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
      Samuel Goldwyn

      Da gibt es dieses Zitat [....] es besagt, dass Moral das ist, was man tut, wenn niemand hinsieht.
      (Wrath James White - Der Totenerwecker)
    • Wow, was für eine gute Geschichte. :lechz:
      Auch wenn ich durch wenig Lesezeit länger für das Buch brauchte und die ersten 2/3 des Buches zwar nicht langweilig waren aber eben auch nicht reißerisch spannend, hat es sich gelohnt dran zu bleiben . Die Idee dahinter, das Ende , einfach alles lässt einen nachdenken und grübeln .
      Auch wenn viel technische Fachbegriffe der Astronauten und NASA-Welt verwendet wurden, las es sich trotzdem flüssig und unterhielt gut.
      Dachte ich noch, hm, ja die Idee ist echt gut aber berührt mich nicht besonders, denn ich kann mir das durchaus vorstellen, so änderte sich meine Meinung auf den letzten Seiten nochmal , denn die Wendungen, auch wenn sie vielleicht nicht überraschend kamen, berührten einen doch und lassen ein mulmiges Gefühl zurück. Ich liebe Bücher, bei denen ich am Ende in mich gehe und nachdenke und hier ist es der Fall, ich denke über die Menschheit und die Zukunft nach.
      Ein tolles Buch , nicht nur für SiFi Fans.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      "Ein gutes Buch ist wie ein erholsamer Kurztrip aus dem Alltag."
      »Verlass das Haus nie ohne ein Buch.« Edward Gorey
      "Zu Hause ist da, wo deine Bücher sind" SILBER - Kerstin Gier
    • Vielen Dank schon mal an @Floxine und @Dave2311 , die mir schön öfter mal von dem Autoren vorgeschwärmt haben. :thumleft: Mir hat "Paradox" ausgezeichnet gefallen und es wird nicht mein letztes Buch von Peterson gewesen sein. Vor allem der Schreibstil war wunderbar. Ich hatte etwas Bedenken ob mir die ganzen Raumfahrtdetails gefallen würden, aber der Autor hat alles so anschaulich beschrieben und erklärt, dass ich überhaupt keine Probleme damit hatte. Die Protagonisten sind ziemlich "normal" und bodenständig, was mir gut gefallen hat. Der junge David und der erfahrene und manchmal verbitterte Ed waren zwei völlig unterschiedliche Typen, aber beides Charaktere mit denen man sich gut identifizieren kann, vielleicht sogar gerade wegen ihrer Durchschnittlichkeit wenn man da so nennen kann. Es passiert lange Zeit nicht wirklich viel und trotzdem hat mein Interesse nie nachgelassen und das Ende, das nochmal so einiges auf den Kopf stellt, sehr episch ist und zum Nachdenken anregt, war sehr genial.
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      :study:
      :study: 2017 gelesen: 47 :study: SUB: 301
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