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Teil 3: "Seepferdchen" bis "In deinen Augen" (Seiten 264-399)

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    • bis Seite 317

      In diesem Teil war mir Ninas Mutter sehr sympathisch. Auch, wenn ich diese Bemerkung, "wir bezahlen dieses Haus, also darf ich zu jeder Zeit in jedes Zimmer" unmöglich und vollkommen inakzeptabel fand, konnte ich ihre Sorge um Nina gut nachvollziehen. Und auch, dass ihre Gedanken in eine sexuelle Richtung gingen, erschien mir vollkommen logisch - Nina ist in dem Alter, hat zum ersten Mal einen "Schwarm" und schließt plötzlich ihr Zimmer ab - wenn man den Hintergrund mit dem Panther nicht kennt, ist das die naheliegendste Erklärung.

      Der Panther braucht eindeutig seine Freiheit. Selbst wenn er keine Gefahr für die anderen Menschen darstellen würde, ist das einfach nicht seine natürliche Umgebung. Ich verstehe, dass Nina an ihm hängt und ihn nicht gehen lassen will, und erstmal alles versucht, um ihn zu halten - wie der Ausflug ins Schwimmbad - aber ich sehe keine andere Lösung als die, ihn weiterziehen zu lassen.

      Die Szene im Schwimmbad fand ich sehr romantisch. :love: Es ist süß, wie Nina und Lionel sich im Dunkeln ihre Wünsche gestehen und sich so immer mehr annähern. Dass man Lionel aber seither nicht mehr gesehen hat, beunruhigt mich etwas. Hat sein Vater etwas raus bekommen? Oder hat er es ihm gebeichtet? Oder haben Ninas Eltern ihn doch verpetzt??? :shock:

      Der arme Graufink. Seine erste Predigt, und plötzlich taucht der Panther auf. :( :lol: Obwohl seine Rede so schön war. Und ich fand es toll, wie er den Jägern die Stirn geboten hat. :thumleft:
      Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen. Kurt Tucholsky :wink:

    • So. Da bin ich wieder. Mittlerweile habe ich das Buch durchgelesen und möchte nun auf die einzelnen Kapitel eingehen:

      Seepferdchen (Seite 264ff)

      In diesem Kapitel fand ich die Ninas Mutter, die bei mir eigentlich von Anfang an einen richtig dicken Stein im Brett hatte, leider sehr unglaubwürdig. Die Frau, die noch am Anfang des Buches durchscheinen läßt, daß Nina für ihren Geschmack eigentlich zu brav und zu angepaßt ist, nimmt nun eine gänzlich gegensätzliche Haltung ein. Wobei diese Haltung wiederum permanent durch irgendwelche merkwürdigen Gags (Stichwort: Iwan) und Widersprüche von der Mutter selbst hinterfragt (?) und damit ad absurdum geführt wird. Die anfänglich so interessante, sympathische Figur verliert damit für mich (in diesem Kapitel) stark an Glaubwürdigkeit - etwas, daß ich sehr bedaure.

      "Ich weiß nicht, ob Du es vergessen hast, aber Papa und ich schaffen uns jeden Tag den Buckel krumm, damit wir die Raten für dieses spießige Ding hier stemmen können, das unser Zuhause ist, also ist dieses Zimmer streng genommen unser Zimmer, und somit habe ich das Recht, dieses Zimmer zu betreten, wann ich will [...]" (S. 264f)

      Holla, holla - da zieht unsere aufgeschlossene, coole Mutter ja alle Register und läßt mich sofort an den autoritären, Klischee behafteten Spruch "Solange du deine Füße unter unseren Tisch steckst, ... blablabla..." denken. Und das von Ninas Mama? Die relativiert ja dann ihre Aussage auch gleich wieder, indem sie schon in ihrer Forderung an Nina die Aussage vom "spießigen Ding" einfließen läßt. Damit stellt sie klar, was sie eigentlich von dem hält, was ein Zuhause mit festen Regeln sein soll und macht sich damit (in meinen Augen!) komplett unglaubwürdig. Um es ganz klar zu sagen: auch bei uns Daheim gibt es keine keine zugeschlossenen Zimmertüren, aber die Art und Weise wie Ninas Mutter mit solchen Konflikten umgeht, mißfällt mir. Sie ist hier überhaupt nicht authentisch in ihrer Rolle, weder als autoritäre Mutter noch als die Mutterfigur, die sie eigentlich verkörpern soll. Oder um es anders auszudrücken: So kann man sie weder als Leser noch als Tochter in irgendeiner Weise ernst nehmen.

      Und zum zweiten Punkt, der mir in diesem Kapitel wiederholt übel aufstößt. Das ist der Iwan-Spruch der Mutter. Zum ersten Mal fiel mir dieser Vergleich übel auf, als Nina sich kalt und ignorant zu dem Tod des Nachbarhundes äußerte. (Darüber habe ich mich ja schon ausführlich an anderer Stelle aufgeregt).

      "[...] Als Tragödie würde ich es nicht bezeichnen, dass sie weg ist. " "Guten Morgen, Iwan. Schön, dich wiederzusehen", entgegnete Mama fassungslos. "Möchtest Du eine frisch erlegte Katze zum Frühstück? [...]" (S. 221f)

      Ich finde es sehr unglücklich (um es ganz, ganz vorsichtig auszudrücken), daß in diesem Jugendbuch Menschen osteuropäischer Herkunft entweder als saufende Witzfiguren (wie Ludmilla) dargestellt werden oder als Synonym für etwas rohes, bedrohliches, brutales wie "Iwan" herhalten müssen. Ja, ich bin da sehr empfindlich (langjähriges Amnesty-Mitglied.....) und finde, das hätte man - gerade in einem Jugendbuch - wesentlich schlauer handhaben müssen.

      Kirchgang mit Komplikationen (S. 302ff)

      Um es gleich vorweg zu sagen: Mir hat das Kaiptel gefallen. Es war eines der spannendsten Abschnitte in dem Buch - Bettina hat es hier zum ersten Mal geschafft, mich richtig in den Bann zu ziehen und einen Sog entfaltet, der mir Spaß gemacht hat. Außerdem bin und bleibe ich Fan von Herrn Graufink und auch Ninas Mama war mir mit ihrer unangepaßten Art wieder viel sympathischer als in den Kapiteln davor und erschien mir als literarische Figur auch wieder viel glaubwürdiger. Ich bin nun kein religiöser Mensch (Wen wundert das hier noch? Nach meiner ablehnenden Haltung allem übersinnlichen, spirituellen gegenüber, aus der ich hier nie einen Hehl gemacht habe?), aber die Art und Weise, wie der Graufink sich gegen Waffen in der Kirche ausgesprochen hat: Respekt!!!

      Natürlich gibt es auch in diesem Kapitel wieder Punkte, die mir nicht so gut gefallen, aber ich mag jetzt nicht mehr rumkritteln. Im Großen und Ganzen hat mir dieser Abschnitt viel Spaß gemacht. Punkt. Aus.

      So. Und zu den letzten Kapiteln schreibe ich dann ein anderes Mal etwas. Jetzt muß ich weiter.....

      Bis bald und liebe Grüße vom Bücherhuhn!




    • Lockstoffe bis Ende
      Das Haus wird nun noch mehr als zuvor von Journalisten belagert. Nina hat ja auch als Pantherbändigerin einen medienwirksamen Auftritt hingelegt und natürlich möchte jetzt jeder diese Story weiterverfolgen. Das wäre ja kein Job für mich, den Leuten so aufzulauern. Nein, danke! Als Ninas Vater dann spontan zum Dienst gerufen wird, nähert sich einer der Reporter Nina über das Fenster und ködert sie damit, dass er die besondere Verbindung zwischen ihr und Spirit bemerkt hätte und den beiden ja nur helfen wolle. Das Schlimme ist: Nina lässt sich von diesem Typen tatsächlich aus dem Haus locken und steigt auch noch in sein Auto ein! Da möchte man sie doch schütteln und rufen: "Mädchen, sei doch nicht so unvorsichtig!" Dieser Typ hat mit Sicherheit nichts Gutes im Sinn. Und tatsächlich stellt sich dann im Wald heraus, dass Nina als Köder für die Jagd auf den Panther dienen sollte. Zu seiner Verteidigung muss man aber sagen, dass der alte Schröter davon nichts wusste und ernsthaft entsetzt ist. Im Gespräch im Auto ist er mir dann auch nicht mehr ganz so unsympathisch, wie zu Beginn. Am Anfang ist er zwar noch etwas belustigt und zynisch, aber dann zeigt sich doch, wie sehr er seinen Sohn liebt und sich um ihn sorgt. Und an sich wollte er mit seinem Betrieb auch einmal Gutes tun, nur dass er leider nicht bemerkt hat, dass die Zeiten sich ändern und er daher auch etwas verändern muss. Ich hoffe, jetzt ist ein Stein ins Rollen gebracht.
      Als Nina aufwacht, erfährt sie, dass Spirit tot sein soll und ausgerechnet Lionel ihn erschossen haben soll. Wutschnaubend macht sie sich auf dem Weg zu ihm. Leider vertraut sie ihm nicht, so wie sie es eigentlich sollte und verrät in ihrer Wut seinem Vater alles, das Eislaufen und die Gedichte. In ihrem Schmerz scheint sie einfach blind zu sein, dennoch tut mir Lionel wahnsinnig leid. Immerhin reagiert sein Vater nur auf die Gefährlichkeit des Ganzen, das Unmännliche an der Sache scheint ihn nicht zu stören. Er ist tatsächlich also nicht ganz verkehrt.
      Nina soll von Spirit Abschied nehmen und Lionel offenbart ihr, was ich die ganze Zeit gehofft hatte: er hat, mit Huberts Hilfe, den Tod des Panthers nur vorgetäuscht. Er ist nur betäubt und soll jetzt in die Freiheit gebracht werden, wo er in Ruhe leben kann. Und endlich bekommt auch Graufink seine größere Rolle in der Geschichte. Es geht in den Soonwald, ein großes unberührtes Naturschutzgebiet. Dort muss Nina ihn endlich loslassen und nach einer letzten "Unterhaltung" verschwindet er in den Wald, ohne sich umzudrehen.
      Die nächsten Tage sonnt Nina sich in ihrem Umglück, nichts scheint ihr mehr wichtig zu sein, nichts macht ihr mehr Spaß. Auch hier finde ich ihr Verhalten, Lionel gegenüber nicht in Ordnung. Schließlich hat er dafür gesorgt, dass Spirit nun in Ruhe leben kann, aber ich denke, Nina braucht diese Trauer und die Zeit für sich allein. Zum Glück lässt sie Lionel dann doch an sich heran, süß die beiden! Und am Ende laufen sie zusammen auf dem Eis - wirklich schön! Genauso schön wie Lionels Gedicht übrigens. Es passt perfekt auf Nina und Spirit und eigentlich genauso auf Nina und Lionel. Toll finde ich auch, dass der alte Schröter Herz gezeigt hat und seinen Betrieb umstrukturieren will - da haben die beiden doch wirklich etwas erreicht.
      :study: Hunting Prince Dracula / Kerri Maniscalco

      Shame isn’t a quiet grey cloud, shame is a drowning man who claws his way on top of you, scratching and tearing your skin, pushing you under the surface.
      - Kirsty Eagar in "Raw Blue" -
    • bis zum Ende

      Nachdem ich das Buch am Sonntag beendet habe und seither krank im Bett liege, will ich nun auch endlich mal meine abschließende Meinung posten. :lol:

      Zuerst einmal muss ich sagen, dass mir das Ende wirklich sehr, sehr gut gefallen hat. Ich dachte wirklich, dass Lionel den Panther erschossen hat, und war vollkommen entsetzt. Ich habe sehr mit Nina mitgelitten und konnte die Art, wie sie Lionel angegangen ist, und dass sie seinem Vater all seine Geheimnisse verraten hat, vollkommen nachvollziehen. Ich war auch schon einige Male so wütend und verletzt, dass ich dem anderen Menschen genauso viel Schmerz zufügen wollte. :( Im Nachhinein hat mir Lionel sehr leid getan, aber er hat das ja erstaunlich gut weggesteckt. Wirklich clever, wie er das eingefädelt hat. :thumleft: Für mich war das Ende des Panthers sehr zufriendenstellend, anders hätte es gar nicht sein dürfen.

      Das Ende von Ninas und Lionels Beziehung... mir ging es da ähnlich wie Pinguinchen.

      Pinguinchen schrieb:

      Also ich bin ein bisschen stinkig das es nichtmal ein kleinen Kuss zwischen den beiden gab. Ich bin fast geplatzt gegen Ende wenn er lieb zu ihr war, jetzt, dachte ich, jeeeeeeeeeeeeeeetzt.... nö .... Menno!
      Ich hätte mir auch noch einen Kuss gewünscht. Und gerade die Art von Beziehung, die sie am Ende hatten, hätte ich mir schon viel früher gewünscht. Bei dieser wundervollen Szene in Ninas Zimmer, als sie zusammen lachen, da ist mir aufgefallen, dass mir das die ganze Zeit so ein wenig gefehlt hat. Zwar gab es immer wieder vertrauliche Gespräche und schöne Momente zwischen den beiden, aber immer hing da so eine dunkle Wolke über ihren Köpfen. Dass sie zusammen lachen, das gab es erst in dieser einen Szene. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser lockere Umgang und diese Leichtigkeit zwischen ihnen schon früher spürbar geworden wäre, als der Panther noch da war.

      Und auch ein anderer Aspekt kam mir zu kurz. Ninas Beziehung zu ihren Klassenkameraden, zu ihrer Schülerzeitungs-AG spielte am Ende gar keine Rolle mehr. Ein versöhnliches Gespräch zwischen ihnen, ein Zeichen, dass sie vielleicht eine Freundschaft aufbauen können - sowas wäre noch schön gewesen.

      Dass Schröter am Ende so eine Wende hinlegt, das fand ich zwar sehr überraschend, aber damit kann ich leben. Ich glaube, er hat gemerkt, dass er durch sein Verhalten Gefahr läuft, seinen Sohn zu verlieren. Und nach seinem Gespräch mit Nina im Auto wurde deutlich, dass auch Schröter ein liebender Vater ist, dem Lio (sehr schöne Abkürzung! :love: ) sehr am Herzen liegt und der um seine Sicherheit besorgt ist. Deshalb kann ich gut verstehen, dass diese Geschehnisse mit dem Panther und Ninas "verpetzen" ein Umdenken bei ihm eingelenkt haben, sodass er jetzt seinen Betrieb umstellt, damit Lionel diesen vielleicht irgendwann übernimmt.

      Pinguinchen schrieb:

      Ich fand den Teil, als Nina dachte, Lionel hätte Spirit erschossen sehr intensiv. Hatte auch Tränchen in den Augen. Jeder Tierbesitzer kann sich da ja gut rein denken...
      Ja, ich hatte auch ein paar Tränchen in den Augen. Ich wusste in diesem Moment auch gar nicht, was ich von Lionel halten soll - er war meine Lieblingsfigur und ich konnte mir nicht vorstellen, dass er ihn einfach so eiskalt erschossen hat, andererseits habe ich aber wirklich geglaubt, der Panther sei tot. :shock:

      katzerl schrieb:

      Als der eigenartige Journalist am Fenster auftaucht und Versprechungen macht, habe ich mir gleich gedacht, dass da etwas faul ist.
      Ja, dieses Gefühl hatte ich auch sofort und mir war klar, dass das eine ganz böse Falle ist. Ich kann aber Nina verstehen, dass sie mitgegangen ist - sie hatte Angst um den Panther und hatte die Hoffnung, es sei vielleicht keine Falle. Als sie dann auf dem Feld waren, hatte ich die böse Befürchtung, gleich taucht er auf und wird erschossen - und dann hätte sich Nina schreckliche Vorwürfe gemacht. :(

      Bettina Belitz schrieb:

      Für mich war entscheidend, dass es zwischen den beiden ordentlich knistert und das tut es ja, ganz abgesehen von der seelischen Verbindung, die sie haben und die für mich eigentlich mindestens genauso wichtig ist wie das körperliche Flimmern.
      Ja, ein Kuss war nicht notwendig und man hat auch so das Knistern gespürt, allerdings kam mir das am Ende zu plötzlich. Ich hätte es schöner und plausibler gefunden, wenn dieses Knistern schon früher deutlich geworden wäre. Das war es aber nicht, es gab vorher nicht mehr als ein paar scherzhafte Kommentare von wegen "können wir nicht lieber knutschen", und das hat diesen Umschwung am Ende für mich etwas unglaubwürdig gemacht.

      Bettina Belitz schrieb:

      Er ist ein Macher, und wenn er sich anders entscheidet, dann zu 150 Prozent. Das mag kitschig und übertrieben anmuten, aber genau das steckt in Schröter. Er übertreibt.
      Diese Erklärung kann ich sehr gut nachvollziehen. Es macht für mich auch vollkommen Sinn, dass er, als er merkt, wie sein Sohn zu alldem steht und was dieser sich wünscht, komplett umdenkt und alles so arrangiert, dass sein Sohn glücklich ist und den Betrieb eines Tages übernehmen würde.

      melsun schrieb:

      Die Mutter ist sowieso der Knaller, wie sie in der Kirche aufgestanden ist und gesagt hat die Jäger sollen die Penisse wegpacken, ich hab mich weggeschmissen vor lachen.
      Oh ja, an Ninas Stelle wäre ich vermutlich im Erdboden versunken :totlach: aber diese Aktion zu lesen war sehr amüsant. Ich habe selber eine Mutter, die manchmal ein paar peinliche Kommentare springen lässt. Sie ist ansonsten sehr normal, kann aber eben in Gesellschaft auch mal Sachen sagen, bei denen man rot anläuft - nicht nur als Kind, auch heute noch. :uups: :-,

      Pixi schrieb:

      Was sind eure Gedanken, zu Lionels Versuch mit dem Handy ein Video oder ein Foto von Nina und Spirit zu machen?
      Ich glaube, er war wirklich von dem Augenblick fasziniert und hat nicht groß darüber nachgedacht, was er da tut. Vielleicht dachte er auch, dass es nett wäre ein Foto von Nina zu haben :lol: - oder einen Beweis für sich selbst, dass er sich das alles nicht nur einbildet. Ich glaube nicht, dass er das irgendwem zeigen wollte.

      Alles in allem konnte ich das Buch leider nicht komplett überzeugen. Ich hatte so ein paar Probleme mit Ninas Verhalten, das ich - auch wenn jeder Mensch Fehler macht, wie in Abschnitt 2 erklärt - teilweise einfach inakzeptabel fand. Auch die Entwicklung, die ihre Beziehung zum Panther genommen hat, war mir teilweise etwas zu abgedreht (Stichwort "Schmusekatze"). Ich lese sehr gerne und viele Jugendbücher, aber bei diesem scheine ich doch schon etwas zu weit entfernt von der Zielgruppe gewesen zu sein. Mich konnte die Story einfach nicht richtig fesseln - es war nett und flüssig zu lesen, aber es passierte nichts, was mich nach mehr lechzen ließ (was man wahrscheinlich auch daran gemerkt hat, dass ich 2 Wochen für dieses Buch brauchte). Daher kann ich diesmal leider nur :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sterne vergeben.

      Mir hat die Leserunde trotzdem sehr viel Spaß gemacht und ich finde es schön, dass du @Bettina Belitz dich so viel einbringst und so viel erklärst. Ich kann mit diesen spirituellen Aspekten auch immer nicht so viel anfangen, aber ich lese mir alle deine Beiträge durch und versuche das anzunehmen, was mir möglich ist - und den Rest speichere ich einfach als deine Sicht der Dinge ab und mache mir mein eigenes Bild. :wink: Ich habe deine "Splitterherz"-Reihe, "Vor uns die Nacht" und "Linna singt" noch auf dem SuB und freue mich schon darauf, sie bald zu lesen. Und wie ich mitbekommen habe, gab es zu diesen Büchern hier auch Leserunden - da werde ich dann nach dem Lesen mal ein wenig drin stöbern... :lol:
      Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen. Kurt Tucholsky :wink:

    • Huhu,
      ich wollte mich auch mal wieder zu Wort melden. Ich muss leider sagen, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen haben. Ich möchte es irgendwann noch einmal eine Chance geben und es lesen. Aber momentan kann ich es einfach nicht weiter lesen. Leider muss ich sagen, dass das Buch mir momentan nicht gefällt. Vielleicht ändere ich ja meine Meinung, wenn ich es noch einmal lese. Ich weiß jeder hat eine andere Sicht der Dinge, mich regt aber vieles in dem Buch auf. Was die Autorin Bettina Belitz bei einigen Stellen als lustig empfindet, kann ich teilweise nur mit den Kopf schütteln. Ich habe da nun mal eine andere Meinung und das ist ja auch gut so. Wäre doch schlimm wenn wir alle die gleiche Meinung hätten.
      Vielleicht hab ich die Geschichte auch nicht ganz verstanden. Ich weiß es einfach nicht. Ich habe nur jetzt erst einmal für mich beschlossen, dass Buch erst einmal bei Seite zu legen.
      Dennoch wünsche ich allen noch viel Spaß und Freude am lesen von Panthersommernächte.
      Liebe Grüße
      Suki :winken:
      Kreativfee
    • Nun komme ich endlich zum Schreiben.

      Das Ende hat mir gefallen. Es hat zu der Geschichte gepasst und ist auch authentisch.
      Dass Lionel Spirit nicht erschossen hat, habe ich mir schon gedacht. Ich habe es gar nicht zugetraut, dass er so grausam wäre. Dass Graufink und der eine Jäger mit dahinterstecken, hätte ich nicht gedacht. Ich war überrascht.
      Ich denke, es war eine gute Idee, Nina nicht einzuweihen. Es hätte auch anders verlaufen können. Aber so ist es gut verlaufen.

      Spirit ist nun in seiner Freiheit, worüber ich mich sehr gefreut habe. In einem Zoo wäre er nicht gut untergebracht, da er sich so nach der Freiheit und Natur sehnt.

      Dass Nina für Lionel mehr empfindet, finde ich süß. Sie geben ein gutes süßes Paar ab.
    • suki1982 schrieb:

      Huhu,
      ich wollte mich auch mal wieder zu Wort melden. Ich muss leider sagen, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen haben. Ich möchte es irgendwann noch einmal eine Chance geben und es lesen. Aber momentan kann ich es einfach nicht weiter lesen. Leider muss ich sagen, dass das Buch mir momentan nicht gefällt. Vielleicht ändere ich ja meine Meinung, wenn ich es noch einmal lese. Ich weiß jeder hat eine andere Sicht der Dinge, mich regt aber vieles in dem Buch auf. Was die Autorin Bettina Belitz bei einigen Stellen als lustig empfindet, kann ich teilweise nur mit den Kopf schütteln. Ich habe da nun mal eine andere Meinung und das ist ja auch gut so. Wäre doch schlimm wenn wir alle die gleiche Meinung hätten.
      Vielleicht hab ich die Geschichte auch nicht ganz verstanden. Ich weiß es einfach nicht. Ich habe nur jetzt erst einmal für mich beschlossen, dass Buch erst einmal bei Seite zu legen.
      Dennoch wünsche ich allen noch viel Spaß und Freude am lesen von Panthersommernächte.
      Schade, aber Meinungen sind nunmal unterschiedlich. Vielleicht klappt es ein ander Mal :)
    • Cookie02 schrieb:

      In diesem Teil war mir Ninas Mutter sehr sympathisch. Auch, wenn ich diese Bemerkung, "wir bezahlen dieses Haus, also darf ich zu jeder Zeit in jedes Zimmer" unmöglich und vollkommen inakzeptabel fand, konnte ich ihre Sorge um Nina gut nachvollziehen. Und auch, dass ihre Gedanken in eine sexuelle Richtung gingen, erschien mir vollkommen logisch - Nina ist in dem Alter, hat zum ersten Mal einen "Schwarm" und schließt plötzlich ihr Zimmer ab - wenn man den Hintergrund mit dem Panther nicht kennt, ist das die naheliegendste Erklärung.
      Ich hätte als Mutter genauso reagiert. Ich kann ihr Verhalten vollkommen nachvollziehen.
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