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Teil 2: "Überraschungsbesuch" bis "Jungschwein-Elend" (Seiten 131-263)

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    • Kapitel 16 - Zwei Fliegen, eine Klappe

      Tara01092012 schrieb:

      Ninas Mutter hat Lionel eingeladen.
      Ich glaube Ninas Mutter hat da überhaupt nicht richtig drüber nachgedacht. Ein Babysitter für ihre 14-jährige Tochter. Und dann ausgerechnet Lionel, den Sohn von Hr. Schröter.
      Da gibt es doch bestimmt noch andere Menschen, die auf Nina hätten aufpassen können. Vielleicht wollte ihre Mutter ihr damit aber auch nur einen Gefallen tun, ihr sollte es besser gehen, denn offensichtlich scheint Ninas Leben für andere gerade völlig aus den Fugen zu raten.

      Tara01092012 schrieb:

      Auch Nikki hat Lionel auf Nina angesetzt, damit er für die nächste Ausgabe recherchieren kann. Er verspricht ihr jedoch nichts zu schreiben.
      Nina glaubt ihm nicht. Ich bin der Meinung Lionel ist aufrichtig Nina gegenüber und sie könnte sich ihm anvertrauen, er scheint ein sympathischer Kerl zu sein!?
      Das finde ich von den AG-Schülern sehr dreist. So hinten rum...naja. Auf der einen Seite muss Lionel sich in der AG nun beweisen, was unter der Leitung von Nina nicht der Fall war. Ob sich Lionel in der AG wohl fühlt?!
      Ich hätte mich an Ninas Stelle Lionel auch nicht gleich anvertraut. Toll finde ich, dass Lionel so ehrlich ist und ihr den Grund für sein Kommen seinerseits nennt.

      kampfguerkchen schrieb:

      Dass die Presse vor der Tür steht, war doch irgendwie klar, allerdings hat ihr Schülerzeitungsjournalistenhirn in Lionels Anwesenheit wohl Pause gehabt.
      Ich denke er schiebt das Thema bewusst in den Hintergrund, vielleicht ist es ihm auch egal, ob er noch bei der Schülerzeitung ist oder nicht. Offensichtlich hat er wie auch Nina keine festen Freunde und wird somit von den AG-Schülern ein Stück weit ausgenutzt, die anderen kommen ja nicht an Nina heran.

      Das Lionel Nina seine Wunden am Bauch zeigt empfinde ich positiv. Er öffnet sich ihr, gibt etwas von sich preis, was sonst niemand oder nur wenige wissen oder gar gesehen haben. Es sind Wunden, vielleicht möchte er Nina so sein Vertrauen zeigen und hofft darauf, dass auch sie sich ihm gegenüber öffnet, den Sorgen, dass sie sich erneut in den Wald begeben könnte und in eine gefährliche Situation geraten kann macht er sich schon. Nina scheint ihm wichtig zu sein! :friends:
    • @Pixi du hast mich falsch verstanden :wink: ich rede von der "echten Presse", die vor der Tür steht, als Nina sie öffnete. Sie hätte sich denken können, dass ihr nächtlicher Auftritt einen kleinen Medienrummel hinter sich herzieht. In dem Zuge meinte ich, dass SIE wohl (aufgrund von Lionels Anwesenheit) die typischen Journalisteninstinkte verdrängt hat, die sie bei der Schülerzeitung ja ebenfalls kennenlernen darf.
      Du weißt mehr, als Du weißt!

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    • Bis Seite 193

      katzerl schrieb:

      Herr Graufink ist jedenfalls begeistert von dem Panther. Er berichtet, dass sich seine Katzen anders verhalten. Ob das wohl in Wirklichkeit auch so wäre, wenn ein Panther herumstreifen würde? Fluchttiere, wie die Pferde, würden sicherlich die Gefahr spüren und ängstlicher sein, aber ob das Hauskatzen wirklich berühren würde?
      Ich glaube ja nicht, dass Herr Graufink seine Katzen nur im Haus hält :wink: .
      Aber ich denke auf jeden Fall, dass die Katzen es spüren, wenn ein Rivale im Revier ist. Vermutlich riecht ja auch ein Panther so stark wie 572 Kater zusammen :wink: .

      Pixi schrieb:

      Warum auch immer ist es Nina wohl sehr wichtig Lionel von dem Panther in der Eishalle zu erzählen. Findet sie es vielleicht gut, dass er sich auch fr ihr Hobby interessiert? Hat sie so eine Chance eine neue Freundschaft zu knüpfen.
      Das Eislaufen ist sicherlich so eine erste Gemeinsamkeit, die sie überraschenderweise entdeckt, und schafft somit eine Brücke zwischen den beiden, auch wenn sie immer aneinander vorbeireden. Sie haben es ja auch geschafft, ziemlich schnell im Gleichklang über die Bahn zu laufen, daher schlagen zwar vermutlich ihre Herzen nicht gleich im Takt :wink: , aber zumindest befinden sie sich auf einer Wellenlänge.
      Ich bin auf alle Fälle froh, dass sie sich nicht Cedric anvertraut hat. Vermutlich wäre er für diese Panthersache zu oberflächlich.

      Buchfresser schrieb:

      Ja, mehr als nur ein bisschen nach meiner Wahrnehmung. Aber irgendwie kann ich Nina ach verstehen, sie spürt diese drängende Sehnsucht so starkin sich, dass sie sie nicht ignoreren kann - oder will.
      Dass sie sich nachts noch mal in die Eishalle schleicht, kann ich ja noch verstehen.
      Aber kurz vor der Dämmerung in den Wald zu gehen, wenn man weiß, die Jäger veranstalten eine Treibjagd, ist wirklich gefährlich.
      Ich verstehe es, dass sie den Panther warnen und retten will, aber dunkel gekleidet durch den Wald zu stromern, während die Jäger ansitzen, kann dumm ausgehen.

      katzerl schrieb:

      Finde ich auch toll, dass das zum Thema gemacht wird. Leider ist das ja die reine Wahrheit. Zwei meiner Mitarbeiter haben sich mal so einen Schweinemastbetrieb aus der Nähe angesehen (wir haben dort eine Sendeanlage und der Bauer hat ihnen so eine Art Führung gegeben). Da ist wirklich alles automatisiert. Der braucht da nicht mal rein zu gehen. Futter geht über Maschinen, die Tiere stehen auf einem Spaltenboden, wo der Mist gleich runter fällt, wenn mal eine stirbt, dass wird das Tier auch irgendwie automatisch aus der Anlage rausgefischt und entsorgt. Platz haben die Tiere auch genau gar keinen. Es ist wirklich traurig sowas zu hören, kann man sich kaum vorstellen.
      Gegenüber meinem alten Stall in 100 Meter Entfernung oder so gibt es auch einen kleinen Schweinemastbetrieb. Ein kleiner Bunker, kein natürliches Licht, keine Fenster, geschweige denn einen Auslauf.
      Am schlimmsten war es immer, wenn neue Schweine geliefert wurden und die gemästeten abgeholt wurden. Das Geschrei der Männer, das Gequieke der Schweine.
      Unsere Pferde wurden dann auch immer nervös. Man selbst ... ist machtlos ... und versucht es auszublenden, was da vor sich geht.

      Und andererseits kenne ich auch Biobetriebe, wo die Rinder zwar im Sommer auf der Weide stehen (allerdings OHNE Unterstand!), aber im Winter dann zusammengestopft im Offenstall und kniehoch im Mist. Das fand ich dann auch sehr natürlich und bio-dynamisch ...

      katzerl schrieb:

      Kevin Richardson (das ist der mit den Löwen) zum Beispiel finde ich auch faszinierend.
      Das ist auch der mit den Hyänen!

      Naraya schrieb:

      Ich denke, er ist erstmal durch seinen Vater vorbelastet. Der ist ja stadtbekannt, aber nicht wirklich beliebt. Dann kommt noch sein Vorname dazu - so was führt ja auch gerne mal zu Hänseleien. Dann scheint er sowieso ein etwas stillerer, in sich gekehrter Kerl zu sein, was einen unter Teenies sicher auch zum Außenseiter macht. Und das wird dann nochmal dadurch verstärkt, dass er ständig und für alles ein Attest zu haben scheint. Da bilden sich die anderen schnell eine andere Meinung. Die hat sich ja selbst Nina schon von ihm gebildet, obwohl sie sonst eigentlich nicht so ein Herdentier ist. Ich denke, es ist eine Mischung aus diesen Dingen, die ihn in eine solche Rolle gedrängt haben und irgendwann resigniert man vielleicht auch und bleibt dann in dieser Rolle.
      Und ich glaube, das ist auch der Grund, warum Lionel so schlecht auf Nina zu sprechen ist.
      Irgendwie könnte Nina (vor dem ganzen Schlamassel und den Skandälchen) genau die Tochter sein, die sich der alte Schröter vielleicht gewünscht hat: ehrgeizig, angesehen, sportlich, verantwortungsbewusst, selbstbewusst usw. Das sind vielleicht auch die Attribute, die Lionel gerne verkörpern würde.

      katzerl schrieb:

      Im Prinzip glaube ich da dran. Aber ich denke auch, dass da teilweise Scharlatanerie (sagt man das so?) betrieben wird. Eine Freundin hatte mal eine Tierkommunikatorin für ihr Pferd da und da denke ich mir, die kann mir viel erzählen. Ich kann's ja doch nicht nachprüfen. Außer ich kenne mein Tier wirklich selbst von klein auf und weiß, was es so alles erlebt hat.
      Ich hätte sicher auch gern etwas über die Vergangenheit von meinem Pferd erfahren, andererseits weiß ich, dass ihm viel Schlechtes geschehen sein muss, sonst wäre er nicht so gewesen, wie er war, als er zu uns gekommen ist und konzentriere mich lieber darauf, ihm jetzt ein besseres Leben zu ermöglichen.
      Ich war in der Beziehung anfangs auch sehr skeptisch, aber dann habe ich eine Tierkommunikatorin kennen gelernt, die mich eines Besseren belehrt hat. Natürlich gibt es auch schwarze Schafe darunter, aber sie hat nur anhand von Fotos und Fragen von mir (die ich bewusst offen gehalten habe, damit sie nicht schon im Voraus 1 und 1 zusammenzählen kann) mit meinem Pferd kommuniziert. Es gab auch keine Vorgespräche und sie kam auch nicht an den Stall, sodass sie durch Gespräche und Menschenkenntnis und eine gute Beobachtung sich ein Bild machen konnte.
      Na ja, auf jeden Fall hat sie auch mittels Bilder mit meinem Pferd "gesprochen", sie haben sich Bilder hin und her geschickt und es hat alles gestimmt, was sie mir erzählt hat. Das war sehr aufwühlend.
      Es gibt auf jeden Fall Menschen, die eine besondere Beziehung zu Tieren haben und aufbauen können, die über "Sitz, Platz und Aus!" hinausgehen. Ich denke, da gehört Intuition, Begabung, Gefühl, Offenheit, aber auch sehr viel Beobachtungsgabe und Erfahrung dazu. Sonst kann man nicht mit Löwen oder Tigern kuscheln und spielen, ihnen ihr Vertrauen schenken. Man muss schon die Gesten der Tiere kennen und interpretieren können.
      :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
      :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
      8-[ SUB: Ich geb`s auf...


    • Pixi schrieb:

      Tara01092012 schrieb:

      Ninas Mutter hat Lionel eingeladen.
      Ich glaube Ninas Mutter hat da überhaupt nicht richtig drüber nachgedacht. Ein Babysitter für ihre 14-jährige Tochter. Und dann ausgerechnet Lionel, den Sohn von Hr. Schröter.Da gibt es doch bestimmt noch andere Menschen, die auf Nina hätten aufpassen können. Vielleicht wollte ihre Mutter ihr damit aber auch nur einen Gefallen tun, ihr sollte es besser gehen, denn offensichtlich scheint Ninas Leben für andere gerade völlig aus den Fugen zu raten.
      Ich hab das darauf bezogen, dass sie ihr erzählt hat, dass sie Eindruck schinden wollte, also geht ihre Mutter ja davon aus, dass sie sich für ihn interessiert!
    • Abendschlummer

      Hallo!

      Elskamin schrieb:

      Ich denke, da gehört Intuition, Begabung, Gefühl, Offenheit, aber auch sehr viel Beobachtungsgabe und Erfahrung dazu. Sonst kann man nicht mit Löwen oder Tigern kuscheln und spielen, ihnen ihr Vertrauen schenken. Man muss schon die Gesten der Tiere kennen und interpretieren können.
      Dieses Argument kann ich gut nachvollziehen - wenn jemand jahrelang mit bestimmten Tieren arbeitet und über viel Erfahrung, Offenheit, Einfühlungsvermögen und Wissen verfügt, dann ist sicherlich eine Art der Kommunikation möglich, über die ein eher unerfahrener Hunde-, Pferde-, oder sonstiger Haustierhalter nicht verfügt.

      Aber wir haben es hier in dem Buch mit einer 14jährigen zu tun, die noch niemals mit irgendeiner Raubkatze gearbeitet hat. Und die nun in der Nacht durch den Wald schleicht eben auf der Suche nach dieser Raubkatze, die sie in ihrem Kopf hört. Keine intuitive Wahrnehmung, sondern ganz klar formulierte Sätze:

      "Damit Du mich finden kannst. Japsend hielt ich inne. Da war es wieder gewesen, etwas hatte mich gestreift, ein Sinnesgemisch aus Riechen, hören und Fühlen, und hatte sich in Sprache gewandelt, doch dieses Mal hatte ich auch eine Stimme vernommen - in mir selbst zwar, aber tief und samtig. Und sehr, sehr männlich." (S. 174)

      So, so - sehr, sehr männlich. Da ist also nicht irgenein Panther unterwegs und spricht mit ihr, sondern gleich der George Clooney unter den Panthern... :wink: .... gestern habe ich geschrieben, daß ich sehr beeindruckt war von dem Spirit-Youtube Video. Das bin ich immer noch. Aber (!!!) dies hier ist mir einfach zu schwurbelig, zu mystisch, zu sehr esoterisch-verklärte Indianer-Romantik. Da bin ich raus.

      Ganz anders bei den Teilen, die sich mit dem zwischenmenschlichen, dem Schulalltag, dem Freundeskreis, der ersten Liebe - eben allem anderen (außer dem Panther) beschäftigen: Da gefällt mir das Buch ausnehmend gut, ich mag die Sprache, den humorvollen Unterton, mag Lionel, Ludmilla und den Graufinken, der ruhig noch häufiger dazwischen zwitschern (--> versucht mal, das laut vorzulesen: dazwischen zwitschern... :lol: ) dürfte. Ich mag die Familie, die leicht chaotisch, aber sehr, sehr liebenswert und warmherzig ist und eigentlich, wenn ich ganz ehrlich bin, sind mir im Moment alle Personen sympathischer und näher (na, ja - vielleicht ausgenommen von Schröter!!), als Nina.

      Und dabei habe ich selbst eine vierzehnjährige Nina Daheim. :shock:

      Liebe Grüße vom Bücherhuhn


    • katzerl schrieb:

      Im Prinzip glaube ich da dran. Aber ich denke auch, dass da teilweise Scharlatanerie (sagt man das so?) betrieben wird. Eine Freundin hatte mal eine Tierkommunikatorin für ihr Pferd da und da denke ich mir, die kann mir viel erzählen. Ich kann's ja doch nicht nachprüfen. Außer ich kenne mein Tier wirklich selbst von klein auf und weiß, was es so alles erlebt hat.
      Ich hätte sicher auch gern etwas über die Vergangenheit von meinem Pferd erfahren, andererseits weiß ich, dass ihm viel Schlechtes geschehen sein muss, sonst wäre er nicht so gewesen, wie er war, als er zu uns gekommen ist und konzentriere mich lieber darauf, ihm jetzt ein besseres Leben zu ermöglichen.
      Das sehe ich genauso. Es ist wie in jedem Bereich - es gibt einige, die machen es gut und haben wirklich diesen speziellen Draht, und andere, die sich wünschen, etwas zu können, und viel erzählen, wenn der Tag lang ist, aber eigentlich nicht wissen, was sie tun - oder aber welche, die schlicht und ergreifend schnelle Kohle machen wollen. Das gibt es in allen Branchen, davon ist Spiritualität, Heilen und Esoterik nicht ausgeschlossen und gerade in den Bereichen, wo es nicht wissenschaftlich überprüfbar ist, muss man ganz genau auf sein Bauchgefühl hören, bevor man jemandem vertraut oder nicht. Da muss die Chemie stimmen.
      Ich würde bei auch zehn Mal hinschauen, bevor ich jemanden für mein Pferd engagiere, zumal ich bisher nicht das Gefühl hatte, einen Übersetzer zu brauchen. Ich arbeite allerdings selbst mit Kristallklangschalen bei meinen Tieren (also über Klang als Brücke) und hab über den Klang meine Katze gut entspannen können (sie war anfangs stark verängstigt; sie ist eine Tierheimkatze mit schlechter Vergangenheit) und bei dem chronischen Husten von meinem Pferd hatte ich auch gute Effekte, da er sich in den Klängen entspannen und dadurch automatisch tiefer atmen konnte. Für mich selbst sind diese Klänge sowieso eine Wohltat. Ich hab jedoch auch zwei intensive Klangheiler-Schulungen gemacht und viel geübt, bevor ich das erste Mal am lebenden Objekt gewerkelt hab. :wink: Und das waren meine eigenen Tiere.
      Ich finde auch, dass es das beste ist, den Tieren im Hier und Jetzt Vertrauen und Sicherheit zu geben und nicht unnötig in der Vergangenheit herumzuwühlen, wobei es manchmal der entscheidende Schlüssel sein kann, zu wissen, was früher passiert ist und das Tier eventuell traumatisiert hat (zum Beispiel, wenn ein Pferd nicht partout in den Hänger will - dann kann hilfreich sein, zu wissen, was ihm dabei mal passiert ist, wobei man dafür nicht zwingend ein Medium braucht; man muss in den meisten Fällen nur bisschen recherchieren :) ) - doch dann gilt es auch, das loszulassen und in Heilung zu bringen, anstatt sich immer wieder darauf zu stürzen, was früher Schlimmes war.
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Pixi schrieb:

      Was mit auch aufgefallen ist, seit dem Nina den Panther im Kopf hat und eigentlich jede freie Zeit in seiner Nähe sein möchte, ihn suchen möchte, vergisst sie den Alltag. Also ihre Verpflichtungen, die Schülerzeitung, auch das Thema Freunde kommt gar nicht mehr in den Vordergrund. Könnte es sein, dass die Aussage "Damit du mich finden kannst." Heißt: Damit du zu dir finden kannst oder damit du dich selbst finden kannst?
      Vielleicht ist es auch ein bisschen weit hergeholt. Aber ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass der Panther einfach nur so in das Dorf gekommen ist und dann bis auf die eingeschlagene Scheibe und zwei Personen mit Schockzustand im Krankenhaus nichts anstellt.
      :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :)
      Muss ich noch mehr dazu sagen ...? :wink:
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Bücherhuhn schrieb:

      esoterisch-verklärte Indianer-Romantik
      Du schmeißt hier ziemlich viel auf einen Haufen.
      Die armen Indianer ... :wink: Die können nun wirklich nix dazu. :)
      Ich mache mir mal den Spaß, diesen Haufen zu sortieren.
      Esoterisch = nach innen gewandt, oder auch innere Lehre, geheime Lehre. Was in unserem Sprachgebrauch daraus wurde, ist etwas anderes und stark wertend (an dieser Stelle ein geseufztes Dankeschön an die New-Age-Szene, aber Vorreiter müssen es halt ab und zu büschen übertreiben ... sonst tut sich nix. :wink: ) Aber ansich ist Esoterik nix Schlimmes, es bedeutet nur "innerer Zugang/Zugang nach innen".
      Verklärt = hm, ich weiß nicht, ob sich hier etwas ver-klärt oder eher klärt, denn für Nina klärt sich durch die Panther-Begegnung sehr vieles im Leben. Das läuft allerdings über eine ver-träumte Grundstimmung.
      Indianer: Die haben hier eigentlich nix verloren, aber man weiß, das die "native americans" einen sehr engen Bezug zu Tieren pflegten und auch ihre Totems, ihre Krafttiere hatten. Insofern, ja, es ist in vielen dieser Erde Kulturen vollkommen normal, dass Menschen mit Tieren kommunizieren, sie innerlich segnen, bevor sie sie töten, sich anschließend bei ihnen bedanken, ihnen Lieder und Tänze widmen, sich nach ihnen benennen (wie du übrigens auch :) ). .Ich würde das nicht bewerten, es ist eigentlich auch überhaupt nicht romantisch. Das Leben vieler Naturvölker ist/war unglaublich hart und in dieser "Härte" macht es Sinn, sich eng mit der Natur und ihren Wesen zu verbinden. Da gibt es nur das große Eins und nicht die vielen Trennlinien, die wir in unserer ach so zivilisierten (?) Gesellschaft ziehen. Die Tiere wurden bei den american natives respektiert und ihnen zur Ehren gab es regelrechte Kulte (Wolf, Bär, Adler ...). Romantisch ist das alles jedoch nicht, sondern naturgegeben.
      Romantik: Ja. Ja, ja, ja. Ich stehe zu meiner Romantik, denn ich schreibe Romane, und in Romanen möchte ich mich keinen Grenzen unterwerfen. Deshalb gibt es bei mir nun mal romantische Szenen. Ich steh dazu. :D Für mich bedeutet romantisch allerdings nicht weltfremd, da Romantik für mich ein natürlicher Bestandteil unserer Welt ist. Ich empfinde das als Bereicherung. Es wäre so langweilig auf Erden, wenn nicht ... :wink:

      Dennoch: Mögen muss das alles niemand. Es ist für mich vollkommen okay, wenn das für dich "too much" ist. Geschmäcker sind verschieden. Ich wollte es nur mal aus dem wilden Haufen in die wertfreie Ecke sortieren und nüchtern beleuchten. :)
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • P.S. Dass der Panther so männlich für Nina ist, hat übrigens eine andere Bedeutung und soll nicht heißen, dass er der George Clooney unter den Panthern ist. :) (Witzige Vorstellung :wink: )
      Es hat mehr mit dem von mir erwähnten Yin-Yang-Prinzip zu tun ... mehr will ich an dieser Stelle dazu aber noch nicht sagen.
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Bis Seite 252

      BlueOcean schrieb:

      Ich mag Lionel echt immer mehr :-) und finde es, nachdem man ja nun einiges an Hintergrundwissen über ihn hat, echt noch schlimmer, wie er in der Schule behandelt aber auch genannt wird.. Er ist ja recht unscheinbar und es kursieren so viele Gerüchte oder fiese Spitznamen.. Leider weiß ich noch aus Erfahrung, dass es den meisten Jugendlichen in dem Alter schnuppe ist, warum man beispielsweise nicht am Sportunterricht teilnimmt oder anders läuft,aussieht wie auch immer anders ist, als die anderen. Im Optimalfall wird man einfach nur von den anderen ignoriert und nicht gehänselt, gemobbt...
      Ich finde ihn auch super!
      Er ist witzig und schlagfertig und lässt sich nicht herumkommandieren. Außerdem läuft er Eis und schreibt Gedichte (ist mir allemal lieber als Sudokus ... Sudokus sind mir suspekt. Wer denkt sich nur so was aus und wer hat Spaß daran, diese zu lösen und sich dabei Knoten ins Hirn zu machen?) ... und er sieht mit seiner Frisur und dem offenen Hemd aus wie Elvis zu seinen besten Zeiten :wink: . Das Gesicht des Vaters hätte ich da sehr gerne gesehen :lol: .

      BlueOcean schrieb:

      Irgendwie passen Nina und er auch zusammen ;-) für meinen Geschmack ist das jedenfalls so *g* Und es ist total süß, dass er nach dem Unfall im Wald helfen will, obwohl er denkt, dass da unter ihm gerade womöglich ein Panther sein Abendessen verspeist. Also den Mut muss man erstmal haben !! Oder er ist erst gesprungen und dann hat er nachgedacht ;-) Ich glaube schon, dass ihm was an Nina liegt, auf welche Art und Weise auch immer.
      Obwohl ich es leicht übertrieben fand, dass er sich direkt über Nina ergeben hat. Das fand ich :puker: :wink: .
      Es hätte auch gereicht, wenn er einfach ihre Wildlederschuhe ruiniert hätte.

      Bücherhuhn schrieb:

      Aber wir haben es hier in dem Buch mit einer 14jährigen zu tun, die noch niemals mit irgendeiner Raubkatze gearbeitet hat. Und die nun in der Nacht durch den Wald schleicht eben auf der Suche nach dieser Raubkatze, die sie in ihrem Kopf hört. Keine intuitive Wahrnehmung, sondern ganz klar formulierte Sätze:
      Ja, das haben wir.
      Aber wäre Nina nun die Tochter eines Zirkusdirektors und würde schon seit sie auf pummeligen Kinderbeinchen steht, Tigerjunge mit der Flasche aufziehen, oder eine Katzennärrin, wäre die Begegnung lange nicht so magisch und so besonders. Sie wäre viel rationaler.
      Und Spirit sagt ja, dass er ihrer Seele / ihrem Geist entspringt.

      Und in Pferderomanen oder Pferdefilmen wird ja manchmal ein ähnliches Prinzip verwendet:
      Das Mädchen, die Protagonistin, knüpft aus welchem Grund auch immer ein magisches Band zwischen sich und dem wilden Pferd. Im echten Leben reicht es nicht, eine Nacht in der Box des misshandelten Pferdes zu schlafen / dreimal verträumt am Koppelzaun zu stehen oder dem ungestümen Tier die Stirnlocke zu zwirbeln.
      Die Realität 1 zu 1 aufzuzeigen, ist ja nicht Sinn eines Romans, höchstens der eines Sachbuchs :wink: .

      Obwohl ich zugeben muss, dass mir eine bodenständigere Erklärung über das Auftauchen des Panthers vielleicht auch besser gefallen hätte (Stichwort Ausbüxen aus Zirkus / Zoo / privater Haltung) und ich einen Panther unterm Bett auch für recht unwahrscheinlich halte :wink: .
      :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
      :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
      8-[ SUB: Ich geb`s auf...


    • Bettina Belitz schrieb:

      Deshalb tut ihr euch den größten Gefallen für euer eigenes Lesevergnügen, wenn ihr die Schubladen getrost vergesst und euch auf das Magische in der Geschichte einlasst, wie auch Nina es tut
      Das gibt es ja öfter mal, dass in Büchern mystische oder magische Elemente vorkommen, ohne dass es sich bei dem Buch an sich um Fantasy handelt. Finde sowas nicht schlimm und kann mich da normal ganz gut drauf einlassen. Denke auch, dass man nicht immer alles in Schubladen stecken muss.

      Bettina Belitz schrieb:

      Bei meinem Söhnchen merke ich alleine durch das Schulessen, dass eine vegetarische Ernährung kaum möglich ist; er hat einfach ein natürliches Verlangen nach Fleisch.
      Ich bin seit meinem 13. Lebensjahr Vegetarierin (seit der 1. SS esse ich wieder Fisch, weil mein Körper das damals einfach gebraucht hat und Fisch ist ja auch nach den Speisegesetzen kein Fleisch sondern genau wie Eier neutral). Meine Kinder bekommen hier also auch kein Fleisch, einfach weil ich keins mache. Mein Großer wollte es auch noch nie probieren. Die 3 anderen haben schon das eine oder andere probiert, sind aber auch nicht scharf drauf und verzichten von sich aus darauf, auch bei Geburtstagen oder Veranstaltungen etc.

      Bücherhuhn schrieb:

      "Das geheime Leben der Bäume" ist übrigens ein richtiger Verkaufsschlager - es ist unglaublich interessant, daß wirklich ALLE, die das Buch bisher bei uns gekauft, es gelesen haben und mit uns darüber gesprochen haben, begeistert waren. Egal, was diese Leute sonst so lesen und denken, hier sind sich alle in ihrer Begeisterung einig.
      Ich hab mal einen Artikel dazu in einer Zeitschrift gelesen und fand das auch total faszinierend und beeindruckend.
      lg Schattenlady

      Bücher lesen heißt: wandern gehen in fernen Welten, aus den Stuben über die Sterne
      (Jean Paul)

      Meine Bücherwelt
    • Schönne guten Morgen!

      Schattenlady schrieb:

      Das gibt es ja öfter mal, dass in Büchern mystische oder magische Elemente vorkommen, ohne dass es sich bei dem Buch an sich um Fantasy handelt.
      Solche Bücher liebe ich, und wenn das dann auch noch nicht bis zur Gänze erklärt wird, wie hier, haben die Bücher für mich ihren besonderen Reiz, da kann ich dann meiner Fantasie freien Lauf lassen.
      Ich lese gerade:
      "Serva III: Drachenfall" von Arik Steen (pausiert)
      "Wege des Herzens" von Maeve Binchy
    • kompletter Abschnitt (nach Kapiteln unterteilt)

      Abendschlummer (Seite 163-178)

      Bücherhuhn schrieb:

      Aber wir haben es hier in dem Buch mit einer 14jährigen zu tun, die noch niemals mit irgendeiner Raubkatze gearbeitet hat. Und die nun in der Nacht durch den Wald schleicht eben auf der Suche nach dieser Raubkatze, die sie in ihrem Kopf hört. Keine intuitive Wahrnehmung, sondern ganz klar formulierte Sätze:

      "Damit Du mich finden kannst. Japsend hielt ich inne. Da war es wieder gewesen, etwas hatte mich gestreift, ein Sinnesgemisch aus Riechen, hören und Fühlen, und hatte sich in Sprache gewandelt, doch dieses Mal hatte ich auch eine Stimme vernommen - in mir selbst zwar, aber tief und samtig. Und sehr, sehr männlich." (S. 174)

      Bücherhuhn schrieb:

      Aber (!!!) dies hier ist mir einfach zu schwurbelig, zu mystisch, zu sehr esoterisch-verklärte Indianer-Romantik. Da bin ich raus.
      Ich muss sagen, so sehr ich die wortlose (weder gedacht, noch erzählte) Beschreibung der Szene im Wald auch mag, die formulierten Sätze brachten auch mich an meine Grenze.
      Ich möchte ungern Vergleiche ziehen, aber da wir in der letzten LR mit @Elskamin nunmal ein ähnliches Thema hatten, bleibt es irgendwie nicht aus. Ich muss gestehen, dass mir ihre Lösung deutlich mehr zusagte. (Ich hoffe, das ist in Ordnung, wenn ich das hier schreibe)
      Und es ist dabei egal, ob man es "esoterisch-verklärte Indianer-Romantik" nennt, oder einfach "zu viel" (deutsche Übersetzung von "too much" :mrgreen: ) Der Rest der Geschichte gefällt mir da auch deutlich besser!

      Nachtschatten (Seite 209-218)
      Jetzt kommt der Panther auch noch in Ninas Zimmer und schläft in ihrem Bett :roll: Die Kommunikation der Beiden wird immer ausgeprägter und strengt an. Außerdem bekommt der Panther nun einen Namen und heißt fortan "Spirit". Vermutlich ein treffender Name, auch wenn ich ihn für einen Panther nicht so mag. (Ich hab meinen ersten Kater Monster getauft - ist auch Geschmacksache :-, )

      Hasch mich! (Seite 219-231)
      Nina geht wieder in die Schule, wo nun natürlich Ausnahmezustand herrscht. Außerdem wird Nina angstarrt wie ein bunter Hund, was dank ihrer Waldeskapaden ja aber auch nicht verwunderlich ist. In der Bibliothek unterhält sie sich mit Lionel, wo die Beiden sich wieder ein bisschen näher kommen. Lionel hat verständlicherweise Probleme, Nina die Panthergeschichte zu glauben... hätte ich an seiner Stelle auch. Aber immerhin verdreht er nicht die Augen und wendet sich von ihr ab, sondern bemüht sich, ihr zu glauben.
      Später wird Nina dann von ihrem Vater abgeholt, weil zuhause vermeintlich eingebrochen wurde. Und wieder einmal gelingt es Nina, irgendwelche Pantherspuren als Einzige wahrzunehmen und zu beseitigen (sie versteckt die zerrissene Gardine, Haare), obwohl sie als Letzte am Ort des Geschehens ist. Wieso vermutet eigentlich niemand den Panther, der ja immerhin in der Nacht zuvor den Pinscher der Nachbarn verspeist hat?


      V-Mann (Seite 232-251)
      Nina benötigt nun doch langsam Hilfe bei der Geheimhaltung ihres Kätzchens und kommt dabei auf Lionel, den sie prompt zu sich nach Hause zitiert. Als dieser dann bei den Bouviers auftaucht, will sie ihm den Panther im Zimmer zeigen. "Etwas" leichtsinnig ist das schon... Und vor allem ist es heikel, ausgerechnet Lionel dazu zu bewegen, hat dieser immerhin schon schlechte Erfahrungen mit großen Tieren gemacht und beinahe sein Leben verloren. Das Ganze hätte also noch deutlich schlimmer enden können, als die Geschichte im Wald. Aber da Nina ja "die Gabe" hat, kann sie nach zähem Ringen Lionel dazu bringen, sich ihr anzuvertrauen, damit auch Miezi sich mit ihm anfreundet. Die Szene wird dann allerdings jäh unterbrochen, als Ninas Mama an der Tür steht und herein möchte. Dazu kam mir dann die Frage in den Sinn, ob die nicht spätestens DA hätte mitbekommen können, dass da ein Tier in Ninas Zimmer war? Hinterlässt ein Panther keinen Geruch? Ja, sie ist Tiergeruch gewohnt und nimmt ihn vermutlich gar nicht mehr bewusst wahr, aber ein Panther ist ja schon etwas anderes als ein Pferd. (allein durch die Ernährung dürften diese schon anders riechen, oder nicht?)

      Jungschwein-Elend (Seite 252-263)
      Lionel holt ein Mastschwein aus dem Betrieb seines Vaters, um dem Panther ein Abendessen zu überreichen. Ich hätte gedacht, dass auch der Sohn des Besitzers evtl. Schwierigkeiten hätte haben müssen, und nicht einfach in den Stall marschiert, um ein Schweinchen zu entwenden. Aber anscheinend waren die moralischen Schwierigkeiten die einzigen (zumindest erwähnt er nichts dergleichen).
      Auf dem Bolzplatz soll das perfekte Dinner nun stattfinden und Nina hat Probleme damit, sich das anzuschauen... Das kann ich wirklich nachvollziehen! Ich kann nichtmal ein totes Tier auf der Straße anschauen - dabei zusehen, wie es getötet wird, erst recht nicht :cry: Aber es ist süß, wie Lionel sich um sie sorgt und sie beruhigt.
      Hinterher in der Eishalle können die Beiden immerhin auch ein wenig abschalten und haben Spaß. Lionel schickt ihr nachts, als beide wieder zuhause sind noch einen Link zu Robbie Williams' "She's the one". Das Lied kenne ich ja, aber das Video... :drunken: Gefällt mir auf jeden Fall schon deeeutlich besser, als das Enigma :-, Aber der Blick vom Robbie 8-[ uaaaargs. Ja, ich weiß, ist Absicht. Aber trotzdem! :shock:

      Elskamin schrieb:

      Sudokus sind mir suspekt. Wer denkt sich nur so was aus und wer hat Spaß daran, diese zu lösen und sich dabei Knoten ins Hirn zu machen?
      :wuetend:
      Du weißt mehr, als Du weißt!

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    • Kapitiel 17-20 - Nachtschatten, Hasch mich, V-Mann, Jungschwein-Elend (Seite 209-263)

      Ganz schön aufregende Kapitel, erst ist der Panther bei Nina im Zimmer, richtig gut finde ich, dass auch hier noch einmal deutlich gemacht wird, dass Namen, aber auch Wörter Menschensache ist. Das Gefühl fehlt.
      Nina hat einfach den perfekten Namen für "ihren" Panther gefunden.

      Spirit - man kann es mit einigen Wörtern übersetzen (Geist, Seele, Stimmung, Tatkraft, Mut. Sinn, Wesensart, Gemütsart)

      Bei dem Einbruch bei Familie Bouvier musste ich so schmunzeln, Nina lässt die Beweise verschwinden, die auf den Panther hinweisen. Der Grund für Spirit das Wohnzimmer so zu verwüsten war ein Schmetterling. Da sieht man einfach, dass auch eine so große Raubkatze einfach mal das tun möchte, wozu sie Spaß hat, wo ihr gerade nach ist. :flower:
      Ob Ninas Eltern später herausfinden, er wirklich hinter dem Einbruch steckt?

      Das Kapitel 19 - V-Mann berührt so das Herz, es ist ein tolles Kapitel. Vertrauen!?!

      Panthersommernächte S. 235 schrieb:

      "Vertrauen? Ist es das? Du tötest mich nicht, weil ich dir vertraue? Oder weil ich mir vertraue?"
      Ist das nicht das Gleiche?
      Schön finde ich, dass man Vertrauen nicht erzwingen kann. Auch kann niemand anderes beurteilen, ob du dir selbst vertraust, dir gewisse Dinge zutraust.

      Nina für Lionel und Spirit zusammen, ob das nun so eine gute Idee ist? Denn sowohl für Spirit als auch für Lionel gibt es in Ninas Zimmer kauf eine Fluchtmöglichkeit. Nina scheint sich durch ihr Vertrauen zu sich, zu Spirit und zu ihrem Handeln sehr sicher zu sein, dass sie ihren Freund in so eine Situation begibt.

      Ein Band zwischen zwei Personen, das kann durch Vertrauen entstehen. Nina gibt auch zwei sehr passende Beispiele, es müssen wahre Geheimnisse sein, sie macht selbst deutlich, dass zwischen ihr und Nikki, die Freundschaft nicht aufrecht erhalten geblieben ist, da sie sich ihre Geheimnisse ausgedacht hat.
      Auch das Lionel ihr ein Geheimnis anvertraut finde ich eine starke Geste. Ist Nina denn auch in der Lage Lionel eines ihrer Geheimnisse anzuvertrauen? Klar, sie hat ihm von ihrem Verhältnis zum Panther erzählt. Dieses tut sie aber meiner Meinung nach, damit sie bzw. der Panther einen Vorteil daraus ziehen kann. Durch Lionel kommt Nina an Nahrung für Spirit.

      Die Kapitel muss ich erst noch einmal etwas sacken lassen. Auf eure Meinungen zum Thema bin ich gespannt.
    • Elskamin schrieb:

      Und in Pferderomanen oder Pferdefilmen wird ja manchmal ein ähnliches Prinzip verwendet:
      Das Mädchen, die Protagonistin, knüpft aus welchem Grund auch immer ein magisches Band zwischen sich und dem wilden Pferd. Im echten Leben reicht es nicht, eine Nacht in der Box des misshandelten Pferdes zu schlafen / dreimal verträumt am Koppelzaun zu stehen oder dem ungestümen Tier die Stirnlocke zu zwirbeln.
      Die Realität 1 zu 1 aufzuzeigen, ist ja nicht Sinn eines Romans, höchstens der eines Sachbuchs .

      Obwohl ich zugeben muss, dass mir eine bodenständigere Erklärung über das Auftauchen des Panthers vielleicht auch besser gefallen hätte (Stichwort Ausbüxen aus Zirkus / Zoo / privater Haltung) und ich einen Panther unterm Bett auch für recht unwahrscheinlich halte .
      Ja, stimmt, es ist ein Roman, kein Sachbuch und wir könnten hier jetzt außerdem epische Diskussionen darüber führen, was Realität ist und was nicht (da hat nämlich jeder Mensch eine andere Wahrnehmung und ich habe mich sowieso aus der Wissenschaftsgläubigkeit gelöst, denn Wissenschaft ist auch nur eine Definition für Wahrheit und keine omnipotente - nur wird das in unserer westlichen Welt nicht so betrachtet; da ist die Wissenschaft das Maß aller Dinge, obwohl sie vielen Manipulationen und sogar Fälschungen unterworfen ist, leider ... aber das ist ein anderes Thema. (Ich bin übrigens wissenschaftlich geprägt und habe viel wissenschaftlich gearbeitet, tue es bei Recherchen immer noch, bin also kein Wissenschaftsgegner. Es ist nur so, dass es für mich mehrere Wahrheitsebenen gibt, nicht nur die der materiellen, in Laboren messbaren Welt, wobei die Quantenphysik den Laborbeweis ja inzwischen gesprengt hat und er damit seine Allgemeingültigkeit eingebüßt hat ... was gerne totgeschwiegen wird ... doch ich schweife ab ... :wink: )

      Natürlich könnte ich euch in diesem Roman eine Erklärung liefern, woher der Panther kam und warum er in Bornhausen auftaucht. Es wäre nicht schwierig, eine zu finden. Ihr deutet es schon an: Zoo, Privathaltung etc. pp.
      Ich habe ganz bewusst darauf verzichtet, diese kausale Ebene über die Maßen zu bedienen, denn es würde nur vom Wesentlichen ablenken. Das Wesentliche in den Panthersommernächten ist eben genau das für den Verstand Unerklärliche, Mystische, Intuitive, Dunkle. Denkt an den Titel: Panthersommernächte. Da scheint der Mond, da streift schwüle Luft die Haut, da pocht das Herz, da erwachen die Sinne. Da ist kein Platz für das Gequake des Verstandes, der unbedingt sein Futter kriegen möchte.
      Nina hatte genug davon in ihrem alten Leben und es machte sie nicht glücklich. Durch den Panther werden nun andere in ihr Qualitäten gefragt ...
      Interessanterweise waren meine eher nüchtern denkende Lektorin, die ich bei diesem Roman hatte, und ich uns in diesem Punkt sofort einig: Wir bedienen den Verstand in diesem Punkt nicht. Der Panther taucht auf und sucht Ninas Nähe. Das ist es, was geschieht. Woher er stammt, die Hintergründe dazu, all das Rationale, wonach unser Verstand automatisch fragt, erschien uns als ein Hindernis für das sinnliche Erleben dieses Buches.

      Ich verstehe euren Konflikt, in dem ihr euch dabei befindet, gut. Unser Verstand ist auf das logische und das Raum-Zeit-Denken ausgerichtet. Andere Ebenen sind für ihn nicht zu erfassen. Synchronizität zum Beispiel entzieht sich fast immer den Gesetzen der Kausalität. Ich hatte kürzlich in einem Seminar ein Aha-Erlebnis, als mir klar wurde, dass unser Verstand gar nicht anders kann - deshalb sollte man es ihm auch nicht vorwerfen, er tut sein Bestes - , als nach dem Warum zu fragen und nach Raum und Zeit, weil er sonst vollkommen die Orientierung verliert. Damit wäre uns auch nicht gedient.
      Im Herzen aber, im Bauch, in unseren Instinkten spielen Raum und Zeit oder die Kausalität eine absolut untergeordnete Rolle. Da es genau um diese Bereiche geht, wenn der Panther auftaucht, wäre es inkonsequent gewesen, den Verstand zu bedienen. Dann würde er übernehmen und vorbei wäre es mit dem sinnlichen Erleben ... Dann hätten wir eine kriminalistisch angehauchte Tier-Drama-Geschichte. Die wollte ich aber nicht schreiben. :wink:
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Beyond the Invisible ...

      ... es ist ja kein Zufall, dass dieser Song und dieses Video mich beim Schreiben begleitet haben und ich es ständig hörte.
      Ich stelle euch mal den Text rein:
      I look into the mirror
      See myself, I'm over me
      I need space for my desires
      Have to dive into my fantasies .
      I know as soon as I'll arrive
      Everything is possible
      Cause no one has to hide
      Beyond the invisible


      Eigentlich sagt er alles. ;-)

      Ich kann euch nur empfehlen, euch spielerisch auf diese Welten einzulassen, ab und zu mal, und es bedeutet auch nicht, die Bodenhaftung zu verlieren oder "irre" zu werden. Seitdem ich Herz und Bauch einen größeren Platz in meiner Wahrnehmung gestatte (was mein Verstand anfangs erbittert zu bekämpfen versuchte, streckenweise erfolgreich ...), ist mein Alltag ruhiger, geordneter, bodenständiger, erfüllter geworden. Da ist nix "schwurbelig" oder durcheinander und ich brenne auch nicht durch die Decke. Klar kann das passieren, wenn Leute sich die lila Brille aufsetzen und die Ebenen nicht unterscheiden können, aber dann haben sie irgendwas nicht verstanden an der Spiritualität. Sie impliziert alles: die materielle Alltagswelt und den materiellen Broterwerb, das emotionale Erleben, die sinnliche Körperlichkeit und die metaphysischen Elemente des Lebens. Da gibt es kein Entweder-Oder oder Besser-Schlechter. Zu meditieren bedeutet nicht, den Verstand in den nächsten Papierkorb zu werfen, den man findet (tut das bloß nicht!), sondern eine sinnvolle Balance zwischen Herz und Kopf zu finden. Wir haben nun mal beides und wir haben sehr, sehr feine Sinne (oftmals abgestumpft, aber das kann behoben werden). Der Verstand kann auf diesem Weg ein sehr hilfreiches Werkzeug sein.
      Mir ist aber auch klar und ich kann es gut nachvollziehen, dass sich in vielen Menschen gewaltig etwas dagegen sträubt, sich auf das Metaphysische einzulassen und sie lieber mit Zynismus, Spott oder Ironie auf diese "unsichtbaren Welten" und deren Vorkommen in meinen Büchern reagieren. Ich habe das früher auch getan ... Wie sollte ich es anderen also vorwerfen? In diesen Sphären finden wir nicht unsere gewohnten Sicherheiten und sofort haben wir Bildern von irgendwelchen Eso-Spinnern vor Augen, die episch schwafelnd durchs Leben schweben. (Seht ihr - ich kann das auch mit diesen leicht zynisch-spöttischen Kommentaren :wink: )
      Das sind ganz normale Reaktionen vieler Menschen und es kostet ja auch Mut, sich auf das Unbekannte, nicht Beweisbare einzulassen.
      Ich kann für mich nur sagen, dass es meinem Leben eine Qualität und Fülle gegeben hat, die ich früher nicht für möglich gehalten hätte, ohne dass ich dabei je die Bodenhaftung verloren habe. Ich hab aber auch gute Lehrer. :wink:
      :wink:
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Ich lese ja total gern die Bücher von Susanna Kearsley die sind auch so sagen wir mal undefinierbar wie dieses Buch. Fantasy ist es nicht aber realistisch würde ich das auch nicht nennen. Zumindest nicht alle Bücher. Aber mir is das auch eigentlich wurscht... Ich liebe ihre Bücher - Punkt. :) Mir ist es auch beim diesem Buch an sich egal aber ich finde trotzdem interessant darüber nachzudenken....
      Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Zitat: Johann W. von Goethe)
    • Pinguinchen schrieb:

      Ich lese ja total gern die Bücher von Susanna Kearsley
      Susanna Kearsley ist auch eine meiner Lieblingsautorinnen, sie verwebt das dezent Übersinnliche mit der Realität. "Haus der Stürme" zum Beispiel habe ich schon mehrfach gelesen und habe es mir auch für dieses Jahr wieder vorgenommen.

      "Panthersommernächte" ist auch dezent phantastisch und zugleich in der Realität verankert, aber der Erzählton ist doch noch ein anderer, lockerer, "jugendlicher" halt, weil die Erzählerin schließlich selbst Jugendliche ist.
      Ich lese gerade:
      "Serva III: Drachenfall" von Arik Steen (pausiert)
      "Wege des Herzens" von Maeve Binchy
    • Buchfresser schrieb:

      Susanna Kearsley ist auch eine meiner Lieblingsautorinnen, sie verwebt das dezent Übersinnliche mit der Realität. "Haus der Stürme" zum Beispiel habe ich schon mehrfach gelesen und habe es mir auch für dieses Jahr wieder vorgenommen.
      Ui, das klingt spannend, muss ich mal ausprobieren! Könnte genau mein Ding sein. :) Danke für den Tipp!
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • P.S. Und ja, ich glaube, das ist bei mir manchmal das Spezielle - das ich sowas in locker erzählte Jugendbücher einwebe. Das könnte manche vor den Kopf stoßen, weil man es da vielleicht nicht erwartet ...?
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
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