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Teil 1: "Muffensausen und Muffins" bis "Eisheilig" (Seiten 7-130)

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    • Kapitel 4-5 (bis S. 55)

      Ich bin gespannt, was Lionels Vater an der Passage über die Hippies so aufgebracht hat. Leider erfahren wir nicht mehr darüber, da die Schreie die Redaktionssitzung unterbrechen. Zum Glück für Nina, die nun erstmal nicht "gefeuert" werden kann.
      Ah ja - ich liebe Ninas Mama :loool: , obwohl ich bei Helene Fischer die Würgegeräusche nicht mal vortäuschen muss. Da krieg ich echt Brechreiz :roll: .
      Und er Chaostyp mit den dreckigen Stiefeln, Pferdehaaren und -geruch überall, das könnte ich auch sein (hinzu kommen natürlich noch die Katzenhaare - mir wird hier übrigens gerade über die Schulter geschaut und ja, er liegt auf meinen Notizen :wink: ).

      Toll fand ich, wie Nina kurz in eine andere Welt versetzt wird, als sie an dem Blut riecht! :love:


      melsun schrieb:

      Besonders gefallen hat mir auch Todd, auch ihn habe ich vor mir gesehen, garniert mit Mett und Zwiebeln, dazu im Hintergrund Helene Fischer und Finger im Po, Mexiko. Genial .Ein Riesenbaby, das schreiend auf der Straße steht. Da taucht zum ersten Mal der Panther auf, Todd hat ihn gesehen.
      Und zu guter Letzt noch die Eltern von Nina, der ständig besorgte Vater, den immer die Angst verfolgt, als Rettungssanitäter einmal jemanden aus seiner Familie vor sich zu haben, und dann noch die Mutter, ein etwas chaotischer aber durchaus sympathischer Mensch, die ihre Berufung in den Pferden gefunden hat. Leider sind die Pferde auch der große Streitpunkt zwischen den Beiden.
      Ich bin gespannt wie es weitergeht und freue mich schon auf morgen und natürlich auch auf eure weiteren Kommentare.
      Die Sprache ist wirklich sehr bildlich. Ich kann mir auch ein tolles Kopfkino damit machen! :)

      Schattenlady schrieb:

      Das mit dem Foto des Lehrers ist wirklich ein absolutes No-Go, aber ich denke gerade in der heutigen Zeit, wo jeder schnell mal ein Foto mit dem Handy etc. machen kann, kommt es viel schneller zu solchen Grenzverletzungen als früher (sieht man ja auch, wie Nina gleich ihr Handy zückt um den Metzger zu fotografieren). Auch ist es leider einfach so, dass der Respekt Lehrern und generell Erwachsenen gegenüber verloren gegangen ist.
      Das fällt mir leider auch immer mehr auf. Generell der Respekt vor der Privatssphäre anderer Menschen fehlt immer mehr. Es ist mit dem Handy schnell mal alles fotografiert und ins Netz gestellt, was dann oft nicht mehr rückgängig zu machen ist, dort aber wirklich überhaupt nichts zu suchen hätte.

      melsun schrieb:

      Es wäre lieb, wenn ihr beim Titel schreiben könntet bis zu welchem Kapitel es geht, einfach damit man sich nicht spoilert. :winken:
      Der Bitte schließe ich mich an!
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      Ich lese gerade

      “Words are pale shadows of forgotten names. As names have power, words have power. Words can light fires in the minds of men. Words can wring tears from the hardest hearts.”
      ― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
    • So, dann bin ich. ;)

      Erst einmal muss ich unbedingt etwas zum Cover sagen: ist das nicht toll? :love: Das Motiv, die Farben, die Schrift, der Spotlack (heißt das so?) - ein echtes Streichelcover. Und ich mag es, dass die Schrift bei den Kapitelüberschriften wieder aufgenommen wird. Die sind sowieso wieder der Knaller und ich mag die Tatsache, dass auch die Titel des jeweiligen Kapitels zum Inhalt passen. Ich kenne eigentlich niemand anderen, der das in seinen Büchern so handhabt und es ist deshalb für mich immer wieder etwas Besonderes. Zum Inhalt:

      Muffensausen und Muffins bis Scherben bringen Glück

      Nina ist mir sehr sympathisch und ich kann ihre Aufregung gut nachvollziehen. Ich war damals bei der Abi-Zeitung und erinnere mich auch gerne an die Zeit. Die gemeinsamen Sitzungen, in denen man die Leute ganz anders kennen lernte, als in der Schule, die Nachtschichten, die langen Wochenenden, das Pizza bestellen, der ganze Stress und Zeitdruck und am Ende der Druck, mit dem man dann für seine Mühen belohnt wird. Ich verstehe auch, dass sie lieber keinen Blick darauf werfen will, denn nach der ganzen Arbeit will man wirklich nicht feststellen, dass man gleich auf Seite 1 einen fiesen Druckfehler gemacht hat. In diesem Fall hätte Nina aber besser einmal vorher nachgesehen und so nimmt das Ganze seinen Lauf.

      Dass etwas mit der Ausgabe nicht stimmt, wird ja sofort klar, aber was es dann letztendlich war, hat mich schon ein wenig überrascht. Eigentlich hatte ich erwartet, dass Nina von dem ganzen Foto nichts weiß, aber dass "nur" der schwarze Balken gefehlt hat, macht für mich auch keinen großen Unterschied. Die Sache ist so oder so geschmacklos und Nina hätte sich gar nicht darauf einlassen sollen. (Vom Recht am eigenen Bild mal ganz abgesehen!) Sie ist ja auch selbst überrascht und enttäuscht von sich - leider fällt ihr das nur zu spät ein. Ich bin ja mal gespannt, ob sich herausstellt, warum sie da mitgemacht hat. Vielleicht wollte sie nur dazugehören und sie bildet mit den anderen gar nicht die Gemeinschaft, die sie sich wünscht?

      Irgendjemand muss den Balken vom Bild ja auch entfernt haben, vielleicht auch alle zusammen? Ich frage mich nur, ob da einfach jemand rebellisch sein wollte oder ob sich die ganze Aktion gegen die Nina richtet. Denn kurz vor der Sache mit dem Panther wollen die anderen Nina ja gerne absägen. (Ein bisschen entsetzt war ich übrigens, dass sie tatsächlich ein Foto von Todd machen will - hat sie denn gar nichts aus der Sache mit Graufink gelernt?)
      Schade finde ich auch, dass es ausgerechnet einen Lehrer wie Graufink trifft, der ja eigentlich keiner Fliege was zuleide tut. Er mag ein wenig wunderlich sein, aber von welchem Standpunkt aus betrachtet? Traurig, dass solche Menschen dann zum Ziel werden.

      Die Beschreibung der Kleinstadt war super, von Dorfklatsch, Verschönerungsverein und Hippies gegen Metzger war ja wirklich alles dabei! Und dann noch "Atemlos durch die Nacht", das aus dem Laden schallt, ich kann's mir bildlich vorstellen. :totlach: Von Ninas Eltern möchte ich auch gerne noch mehr lesen - sie scheinen ja sehr unterschiedlich zu sein. Und den Vater kann ich gut verstehen. Als Notarzt kann es doch keine größere Angst geben, als dass man zu einem Notfall gerufen wird und das eigene Kind vorfindet. Gruselig! Gerne mag ich auch den Rektor, er scheint ein feiner Kerl zu sein.

      Was es mit dem Panther auf sich hat, kann ich jetzt noch gar nicht einschätzen. Man weiß ja noch nicht mal, ob er real ist oder nicht. Und falls er real ist, ob es sich dann um einen "normalen" Panther handelt. Das Knurren in Ninas Bauch hat sicherlich etwas damit zu tun, aber was es bedeutet? Vielleicht erwacht irgendetwas in ihr? Oder irgendeine Sehnsucht drückt sich so aus, wir werden es sehen.
      :study: Aristotle and Date discover the secrets of the universe / Benjamin Alire Sáenz

      Shame isn’t a quiet grey cloud, shame is a drowning man who claws his way on top of you, scratching and tearing your skin, pushing you under the surface.
      - Kirsty Eagar in "Raw Blue" -
    • Bücherhuhn schrieb:

      Schläft da etwa ein Katzenmensch "in" Nina, bzw. ist Nina so etwas wie eine Gestaltwandlerin? Oder hat sie "nur" eine besondere Verbindung zu Katzen aller Art? Apropos: Ich denke, uns erwartet auch mit dem armen Herrn Graufink noch die eine oder andere Überraschung, schließlich ist er derjenige, der "mit Katzen sprach". (!!!) (S.14)
      Oh, das ist mir beim Lesen auch durchgegangen, aber danke für den Hinweis! Das wird bestimmt noch spannend. Wahrscheinlich ist der arme Graufink gar kein Spinner, sondern nur feinfühliger als die anderen.

      Pixi schrieb:

      Das fängt ja gut an. Gleich fiebert man mit den Schülern der Schülerzeitung mit, ob sie bei dem diesjährigen bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb des ersten Platz belegen und so eine Wochenendreise nach Berlin gewinnen.
      Warum wollen denn alle nach Berlin? :-#

      katzerl schrieb:

      (obwohl ich ja schon ein bisschen alt dafür bin )
      Ach was, für Jugendbücher ist man nie zu alt! (Nicht mal für Kinderbücher...)

      Elskamin schrieb:

      Figuren dürfen Fehler begehen. Sie dürfen auch bereuen.
      Wäre Nina immer ganz perfekt, dann wäre ja das Ganze auch nicht realistisch. Und sie ist 14, das muss man ja auch bedenken. Sie ist einfach sehr über das Ziel hinausgeschossen und wem ist das nicht schon mal passiert? Vielleicht nicht in genau diesem Gebiet, aber vielleicht in anderen Dingen?

      Bettina Belitz schrieb:

      ... nun ist es jedoch passiert und ich will echt niemandem einen Vorwurf daraus machen, wenn er mein Buch schnell liest.
      Es ist doch auch ein sehr schönes Kompliment, oder? Mir ist das Ganze mehr oder weniger egal. Ich mag nur nicht gespoilert werden, das ist mir wichtig. Sonst soll jeder machen, was er will.
      :study: Aristotle and Date discover the secrets of the universe / Benjamin Alire Sáenz

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      - Kirsty Eagar in "Raw Blue" -
    • Herr Graufink

      Noch ein paar Worte zu Herrn Graufink: Ja, er ist etwas anders als die anderen, eben eigen, und hat seine besondere Sicht der Dinge und ein zartes Gemüt und etwas Naivität scheinen auch noch dazu zu kommen - kurz, eine Kombination, die selbst in dem bravsten Schüler auch mal den Wolf hervorlocken kann. Dabei sind es genau die Lehrer wie Herr Graufink, die uns ein Leben lang im Gedächtnis bleiben und deren Stärke uns oft erst Jahre später richtig bewusst wird. Trotzdem scheint Graufink mit seinem Job nicht ganz so glücklich zu sein ... Mr Right deutet es ja auch an; die Pfarrersstelle ist sein großer Traum und ausgerechnet jetzt haben alle den nackten Hintern des zukünftigen Pfarrers gesehen. Das ist für eine Gemeinde wie Bornhausen natürlich ein kleiner Skandal und für den ohnehin belächelten Graufink wird alles noch schwieriger.
      Wie ich schon schrieb - Nina hat da einen echten Bock geschossen und natürlich war ihr die Tragweite vorher nicht bewusst gewesen. Ihr Motiv: zu zeigen, dass sie auch "anders" sein kann (es geht also auch bei ihr ums Anderssein, wenn auch in unterschiedlicher Ausrichtung) und nicht immer die gewissenhafte, verantwortungsvolle Leistungserbringerin ist. Genährt wurde das Ganze von dem Wunsch, mal eine Auszeit zu bekommen und mit ihren Klassenkameraden nach Berlin zu fahren. Doch sie merkt ja sehr schnell, dass sie Mist gebaut hat und ihre Reue ist echt.
      Ja, Handys werden schnell gezückt heutzutage, aber ich muss da auch mal die Erwachsenen in die Pflicht nehmen. Es sind nicht nur die Jugendlichen, denen es an Verantwortung bezüglich Fotos mangelt. So viele Erwachsene stellen Bilder von ihren Kindern und Babys ins Netz, ohne dass diese eine Chance haben, zuzustimmen, und oft sind diese Fotos öffentlich sichtbar und jeder kann sie herunterladen und abspeichern. Ich verstehe, dass man seine Sprösslinge anderen zeigen will, aber auch sie haben ein Recht an ihrem Bild und vor allem keinerlei Einfluss darauf, was mit diesen Bildern im Netz geschieht. Kinderfotos gehören nicht ins Internet und nicht in Profilfotos ihrer Eltern, solange diese öffentlich einsehbar sind - das ist mein Standpunkt dazu. Ich glaube, es ist allgemein ein Trend, zu lax mit schnell geschossenen Handybildern umzugehen, da können sowohl Jugendliche als auch Erwachsene noch dazu lernen. ;-)
      Was ich aber vor allem zeigen wollte: Jemand, von dem niemand es erwartet hätte, rutscht aus und stürzt: Nina. Ausgerechnet sie, die sich doch sonst selbst auf glattem Eis so geschickt bewegt. Tja, und genau dieses Stürzen verändert ihr ganzes Leben - und das Leben anderer ... :) Warten wir mal ab, wie ... :wink:
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Zu der Sache mit den Fotos fällt mir noch etwas passendes ein:

      Hier in der Stadt gibt es seit unzähligen Jahren eine Ferienfreizeit in die Bretagne. Dort wird gezeltet, gebadet und natürlich viel Unsinn getrieben. Immer mit von der Partie sind natürlich etliche ehrenamtliche Betreuer, die einen Teil ihres Jahresurlaubes den Kindern schenken und eigentlich zu jeder Schandtat bereit sind. Nein, leider waren. Denn unter diesen Betreuern befinden sich teils "hochrangige" Angestellte, die auf ein gutes Ansehen angewiesen sind, um weiter in Lohn und Brot zu stehen. Früher ließen ebenjene gern die Sau raus, tanzten in Frauenkleidern auf Tischen und machten sich zum Wohle der Kinder zum Affen. Da heute aber fast jedes Kind der Ü10 Generation ein Smartphone, Facebook, Twitter und/oder sonstiges hat und alles fotografiert, was nicht schnell genug wegrennen kann, müssen diese Betreuer auf solche Aktionen verzichten. Denn, auch wenn man den Kindern freundlichst einredet, dass solche Bilder nicht ohne Zustimmung veröffentlicht werden dürfen, so wird es von den 50 Kindern doch immer min. 2 geben, die sich nicht daran halten. Traurig, aber wahr.
      Du weißt mehr, als Du weißt!

      Meine Bücher bei Booklooker
    • kampfguerkchen schrieb:

      Zu der Sache mit den Fotos fällt mir noch etwas passendes ein:
      Und dank Facebook und Co erreicht man heute mit solchen Aktionen ja auch nicht nur den engsten Umkreis, sodass sich nur Dorftratsch ergeben könnte, sondern eine unüberschaubare Menge an Menschen, die plötzlich alles liken und teilen.
      Heute ist vielen Menschen eben nichts mehr heilig bzw. privat. Private Unterhaltungen werden per Screenshot an Dritte übergeben oder man droht mit Screenshots, Eltern bringen ihre Kinder absichtlich zum Weinen, erschrecken sie usw., damit sie ein lustiges Video drehen können und auf youtube einstellen können usw.

      Mr Rights Hoffnung, das Wissen um den Inhalt der Schülerzeitung würde unter der Schülerzeitungs-AG und der Lehrerschaft bleiben, war frommes Wunschdenken.
      :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
      :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
      8-[ SUB: Ich geb`s auf...


    • Seite 7 bis 47

      Auch ich habe die ersten Kapitel gelesen und möchte mich mal dazu äußern:

      Zu allererst: Das Cover ist in Natura bedeutend schöner. Im Netz kann man die Farben gar nicht richtig erkennen bzw. sie strahlen nicht so schön. Ich finde es sehr gelungen und ist ein richtiger Hingucker im Regal.
      Der Schreibstil gefällt mir auch, locker und leicht zu lesen, man kann fasst gar nicht aufhören damit.

      Das Buch ist ja in der Ich-Form gehalten und wir erfahren die Geschichte aus der Sicht von Nina - Vertrauensschülerin, Klassensprecherin, Anwärterin auf den Meistertitel im Eislaufen und Chefredakteurin der Schülerzeitung - puuhhh ganz schön viel für eine 14-jährige.
      Sie ist mir sympathisch und ich konnte mit ihr fühlen, als sie bei Mr. Right im Büro saß.
      Die Szene mit seinen Haaren und dem cholerischen Bergadler schoss mir auch gleich vors innere Auge und ich musste herzlich lachen :totlach: .
      Den ganzen Aufruhr über Herrn Graufink kann ich nachvollziehen und auch die Standpauke, die sich Nina deswegen anhören musste. Dennoch nur weil sie die Chefredakteurin ist, muss sie doch nicht ganz allein dafür verantwortlich gemacht werden, oder? Gut an ihrer Stelle hätte ich alles noch einmal geprüft, bevor es in den Druck gegangen wäre, dennoch wäre der Skandal nicht minder für den Lehrer Graufink, auch wenn der Balken seinen Allerwertesten verdeckt hätte. Aber wie einige schon über mir geschrieben haben, dass heutzutage mit dem "Recht am eigenen Bild" schludrig umgegangen wird. Was habe ich mir schon bei einer Bekannten deswegen den Mund fusselig geredet, dass sie die Bilder nicht ohne weiteres ins Netz stellen kann... Sie ist der Meinung, weil sie die Bilder macht, hat sie die Rechte daran. Sie begreift es leider bis heute nicht... #-o
      Aber zurück zum Thema.
      Den Posten will sie jedenfalls nicht aufgeben, wohl aber eher darum nicht, weil sie so ein klein wenig in Cedric verliebt ist und mit ihm viel Zeit verbringen will, oder nicht? :wink: .
      Auf den ersten Seiten des Buches reiht sich ja ein Ereignis an das nächste (was das Beiseitelegen des Buches noch erschwert). So auch Todds Ausbruch auf der Straße, in dem Moment als Anni Nina sagen will, dass das Team sie als Chefredakteurin absetzen will. Auch hier beschlich es mich, dass das mit dem Foto wohl kein Versehen war...
      Todd sah den Panther, aber keiner will ihm glauben. Aber Nina fühlt ganz tief in sich, dass es wohl keine Einbildung von Todd ist. Sie selbst erlebte am Morgen des Schicksalhaften Tages ein merkwürdiges Knurren in sich.

      Ich bin gespannt was sich auf den nächsten Seiten noch alles ereignet.
      Liebe Grüße
      deise79 :flower:
    • Bettina Belitz schrieb:

      Herr Graufink

      Noch ein paar Worte zu Herrn Graufink: Ja, er ist etwas anders als die anderen, eben eigen, und hat seine besondere Sicht der Dinge und ein zartes Gemüt und etwas Naivität scheinen auch noch dazu zu kommen - kurz, eine Kombination, die selbst in dem bravsten Schüler auch mal den Wolf hervorlocken kann. [...]
      So einen ähnlichen Lehrer hatte ich in meiner Schulzeit auch. Der ging jetzt nicht nackt in irgendeinem Weiher baden, aber durch sein Verhalten und seine Erscheinung wurde er leider dem Spott der Schüler ausgesetzt. Wie grausam Kinder und Jugendliche bei sowas sein können, habe ich damals schnell begriffen. Dieser Lehrer blieb nicht lange bei uns an der Schule. Was aus ihm wurde, weiß ich nicht, ich hoffe nur, dass er es besser danach hatte.
      Liebe Grüße
      deise79 :flower:
    • Bettina Belitz schrieb:

      Noch ein paar Worte zu Herrn Graufink: Ja, er ist etwas anders als die anderen, eben eigen, und hat seine besondere Sicht der Dinge und ein zartes Gemüt und etwas Naivität scheinen auch noch dazu zu kommen - kurz, eine Kombination, die selbst in dem bravsten Schüler auch mal den Wolf hervorlocken kann.
      Hallo Bettina - diese Charakterisierung des Lehrers klingt, als würdest Du eine reale Person, die Du gut kennst, beschreiben. Und genau das bringt mich auf eine Frage: Wenn Du ein neues Projekt beginnst, wie entwickelst Du dann die handelnden, wichtigeren Personen. Denkst Du Dir einfach: "Ach, die Frau soll so sein wie meine Kindergartentante damals gemischt mit meiner Schwägerin.", oder entwirfst Du komplette, fiktive Lebensläufe. Mit allem drum und dran. Geburtsdatum, Schul-/ Ausbildung, Hobbies, ... - dazu dann noch Stärken, Schwächen, Aussehen. Wie funktioniert das bei Dir?


      An dieser Stelle: Danke, daß Du Dich unseren Fragen stellst und viele liebe Grüße vom Bücherhuhn


    • Habe ich einen Lehrer wie Graufink gekannt?

      @Bücherhuhn Danke für diese Frage - ich musste beim Lesen gerade sehr schmunzeln, denn nachdem meine Mutter das Buch gelesen hatte, fragte sie mich: "Und, ich komm nicht drauf, welchen von deinen früheren Lehrern hast du gemeint?" Ich: "Keinen." :lol: Ich hatte bei Herrn Graufink tatsächlich keine reale Person vor Augen - nun, zumindest keine reale, die ich persönlich kennengelernt habe. Meine Religionslehrer waren alle ganz anders als er und auch ansonsten bin ich einem solchen Lehrer (leider) nie begegnet. Trotzdem fließen natürlich meine Erfahrungen mit Menschen automatisch ein, wenn ich Figuren entwickele, aber in diesem Buch hat keine einzige ein Vorbild aus meinem Bekannten- oder gar Freundeskreis. Ich habe mir lediglich den Spaß erlaubt, einige meiner Eigenschaften in den Charakter von Ninas Mutter einfließen zu lassen. *hüstel* :) Es bot sich allerdings auch an. Was sie mit den Pferden erlebt, habe ich teilweise auch erlebt und auch ich halte es für unverantwortlich, in eisige Schuhe zu schlüpfen, wenn ich im Winter zum Stall fahre, weshalb die Treppe zu meiner Wohnung im Winter oft eine gewisse Patina aufweist. :wink: Stallwinter sind hart, Offenstallwinter sind noch härter ... ein Hoch auf Fleecesocken und Fleecedecken! :D
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Die Entwicklung der Figuren ...

      ... ist eine Sache, die bei mir sehr intuitiv und spielerisch abläuft; meistens mache ich mir nicht einmal Notizen dazu. Ich fühle einfach in sie hinein und stelle sie mir in den unterschiedlichsten Situationen vor. Wie laufen sie, wie essen sie, wie gehen sie einkaufen, welche Musik hören sie und wie gucken sie dabei, wie lachen sie, wie tanzen sie usw. usf. Das läuft dann wie ein Film vor meinem geistigen Auge ab. Sie sind also eigentlich schon da, ich muss sie nur entdecken und mir einen Zugang zu ihnen verschaffen, sodass sie es zulassen, sich mir zu zeigen. Die Figuren in den Panthersommernächten haben es mir dabei ziemlich leicht gemacht; Ausnahme: Lionel Schröter und sein Vater. Da brauchte ich ein bisschen Zeit, bis sie sich mir offenbarten, was aber bei ihrer Geschichte auch kein Wunder ist.
      Erst nach diesem intuitiven Hineinfühlen weiß ich, was die Figuren wollen und in Wahrheit brauchen und wo ihre Entwicklung hingehen muss. Ich liebe es, Figuren zu entwickeln und sie lebendig werden zu lassen - vor allem aber, sie sprechen zu lassen.
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Das ist ja echt toll wie präsent du hier als Autorin bist, sehr interessant deine Erläuterungen zu lesen. Ich kann mir vorstellen das es richtig spannend ist, die Figuren zu entwickeln, erst im Verlauf der Geschichte zu sehen wo sie überhaupt hingehen, wie sie sich entwickeln, evtl in eine ganz andere Richtung als man ursprünglich gedacht hat. Und genau das macht die Geschichten ja dann so authentisch, wenn von vornherein alles akribisch geplant ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass das alles "rund" klingt. Aber wahrscheinlich handhabt das auch jeder Autor anders.
      Was mir auch besonders gefällt sind die tollen Überschriften bei den Kapiteln, irgendjemand hatte das hier im Thread auch schon erwähnt. Wutzen-Verdacht, genial :totlach: . Als Kind hatte ich ein Stoffschwein, das hieß Wutz, natürlich benannt nach dem Schwein beim Urmel. :wink: Ohne Wutz ging nix bei mir beim einschlafen.
      Zu den beiden Kapiteln:
      Nina sitzt mit ihren Eltern zusammen und sie reden über den Tag, Nina ist froh, dass noch niemand sie auf das Vorgefallene angesprochen hat. Doch leider klingelt dann das Telefon und ihre Eltern wissen Bescheid. Ihre Mutter hat so reagiert, wie ich es aus den vorherigen Beschreibungen von ihr erwartet habe, sie versucht ernst zu bleiben, freut sich aber insgeheim, das Nina sich mal nicht regelkonform verhalten hat. Ich hab sie richtig vor mir gesehen, wie sie versucht, sich das Lachen zu verkneifen. Ihr Vater reagiert da eher nüchterner, überlegt und überlegt, sagt dann aber letztendlich doch nicht mehr dazu als das er seine Tochter perfekt findet. :applause: Eine traumhafte Reaktion von den beiden. Was mir leid tat war die SMS von Cedric, sie ist erstmal keine Chefredakteurin mehr und soll auch keine Texte mehr einreichen, und das ausgerechnet von ihm, den sie so toll findet. Aber Nina hat ja ein tolles Motto, wenn man hingefallen ist immer wieder aufstehen, vom Eislaufen her weiß sie wie das funktioniert. :thumleft:
      Ninas nächster Schultag wird kein Zuckerschlecken, sie wird von ihren Mitschülern gemieden. Nachmittags besucht sie Herrn Graufink in der Klinik, bewaffnet mit Schokolade und Blumen. "Ich hielt ihm von der Tür aus die Blumen und die Schokolade entgegen, als wollte ich zeigen, dass ich unbewaffnet bin. So ähnlich fühlte ich mich auch - als sei ich ein gefährliches Raubtier, das in das Territorium eines schwächeren Tieres eingedrungen war. Herr Graufink musste unbedingt an seiner Ausstrahlung arbeiten. " Herrlich :totlach:
      Ich finde es klasse, das Nina in das Krankenhaus geht und sich bei ihm entschuldigt, da gehört in dem Alter schon einiges zu. Sogar als Herr Graufink denkt, dass die anderen Schuld daran sind, stellt sie das richtig. Als Nina gehen will, kommt eine Krankenschwester ins Zimmer und sagt sie darf den Raum nicht verlassen. Natürlich hört Nina nicht und sieht zum ersten Mal den Panther, jedenfalls den Schwanz von ihm und dazu hat sie noch den Geruch von Dschungel in der Nase. Sie hat Blut geleckt und will jetzt unbedingt wissen, was dahinter steckt. Ich übrigens auch. :wink:
      Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel herausgucken.

      Georg Christoph Lichtenberg
    • bis S 91

      kampfguerkchen schrieb:

      Da heute aber fast jedes Kind der Ü10 Generation ein Smartphone, Facebook, Twitter und/oder sonstiges hat und alles fotografiert, was nicht schnell genug wegrennen kann, müssen diese Betreuer auf solche Aktionen verzichten. Denn, auch wenn man den Kindern freundlichst einredet, dass solche Bilder nicht ohne Zustimmung veröffentlicht werden dürfen, so wird es von den 50 Kindern doch immer min. 2 geben, die sich nicht daran halten. Traurig, aber wahr.
      Bei uns war das damals so, dass sie uns, bei dem einen Ferienlager, wo ich immer dabei war, die Uhren abgenommen haben (mehr technisches Gerät hatten wir damals eh nicht :wink: ), aber ich könnte mir vorstellen, dass das bei so einer Aktion auch möglich wäre. Wäre für die Kinder sicher auch schon wieder eine Art von Freiheit, den von dem kleinen klingelnden Ding sind viele ja schon fast abhängig.

      Bettina Belitz schrieb:

      Offenstallwinter sind noch härter ... ein Hoch auf Fleecesocken und Fleecedecken!
      Da kann ich nur zustimmen! :) Obwohl - je kälter, desto weniger Matsch :wink: .

      melsun schrieb:

      Wutzen-Verdacht, genial . Als Kind hatte ich ein Stoffschwein, das hieß Wutz, natürlich benannt nach dem Schwein beim Urmel. Ohne Wutz ging nix bei mir beim einschlafen
      Ich hab den Titel gelesen und hatte keine Ahnung, was das denn nun heißen könnte ?( . Nach dem halben Kapitel bin ich dann auch drauf gekommen.

      melsun schrieb:

      Aber Nina hat ja ein tolles Motto, wenn man hingefallen ist immer wieder aufstehen, vom Eislaufen her weiß sie wie das funktioniert.
      Das Motto finde ich auch ganz toll! :) Vielleicht ist sowas für Kinder und Jugendliche, die einen Sport ausüben, auch tatsächlich leichter :-k . Hab ich mir noch gar nie Gedanken drum gemacht.

      Ich finde schön, wie der Familienabend abläuft. Der arme Papa, der sich sicher bald selbst einliefern muss, wenn seine Frau und Tochter ständig gefährlich leben und die Mama, die sich das Lachen bei der Geschichte kaum verkneifen kann (und dann doch genau richtig auf Nina eingeht) :love: - eine tolle kleine Familie!
      Den armen Todd haben sie wohl in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert, dabei war doch etwas dran an dem, was er gesehen hat. Die Jäger haben in dem Städtchen wohl den üblichen schlechten Ruf, das kommt mir so kleinstadtmäßig bekannt vor :roll: .
      Das mit der WhatsApp-Nachricht fand ich von den anderen Redaktionsmitglieder ziemlich daneben. Das hätten sie ihr ruhig auch einen Tag später persönlich sagen können. Und dass es ausgerechnet Cedric schreibt, tut natürlich doppelt weh.

      Dass Nina wegen der Geschichte in der Schule gleich so unten durch ist, wundert mich ein bisschen. Ich könnte mir vorstellen, dass so eine Aktion (wenn in diesem Fall auch ungewollt) sonst in einer Schule recht gut ankommen könnte :-k .
      Ich finde es auch sehr mutig und anständig von Nina, dass sie sich bei Herrn Graufink entschuldigt und so zu ihrem Fehler steht. Leider unterbricht dann die Schwester das Gespräch, aber Nina wollte sowieso schon die Flucht ergreifen. Was sie dann auch trotz der Ermahnung der Schwester, in dem Zimmer zu bleiben, tut. Den Abschnitt, wo sie wieder in die fremde Welt, den Dschungel eintaucht und von dem geheimnisvollen Geruch angelockt wird, fand ich wieder absolut genial! Ja und dann sieht sie den Schwanz :lechz: .
      Jetzt wird es langsam schwierig, nur kapitelweise langsam zu lesen :wink: .
      Ich lese gerade

      “Words are pale shadows of forgotten names. As names have power, words have power. Words can light fires in the minds of men. Words can wring tears from the hardest hearts.”
      ― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
    • So endlich schließe ich mich auch hier an, ich muss mich entschuldigen, aber die Grippe hat mich doch mehr als gedacht aus der Bahn geworfen. Ich hab zwar gelesen und bin euch auch hier gefolgt, aber zum mitdiskutieren hat meine Kraft dann nicht mehr gereicht.

      Ich hoff ich kann jetzt aber alles nachholen!

      Erstmal muss ich sagen, ich hab das hier falsch verstanden, sonst sind die Leserunden immer so ausgelegt, dass erst nach beenden des Abschnitts diskutiert wird, aber so gefällt es mir umso besser, somit bin ich dann der zweite Leserundenschussel :totlach: @kampfguerkchen

      Bücherhuhn schrieb:

      Schläft da etwa ein Katzenmensch "in" Nina, bzw. ist Nina so etwas wie eine Gestaltwandlerin? Oder hat sie "nur" eine besondere Verbindung zu Katzen aller Art? Apropos: Ich denke, uns erwartet auch mit dem armen Herrn Graufink noch die eine oder andere Überraschung, schließlich ist er derjenige, der "mit Katzen sprach". (!!!) (S.14)
      Sowas in der Art dachte ich auch ... aber Gestaltwandlerin nicht... eher sowas wie ein Instinkt!?
      Was es mit dem Graufink und den Katzen auf sich hat? Da bin ich echt gespannt!

      katzerl schrieb:

      So geht es mir auch. Ich hatte zwar schon das eine oder andere Buch von ihr auf der Wunschliste, aber bis jetzt noch keines von ihr gelesen. Mal sehen, vielleicht muss ich mir nach dieser Leserunde eine Stapel Bettina Belitz Bücher zulegen . (obwohl ich ja schon ein bisschen alt dafür bin )
      Bei mir liegt hier die Splitterherz-Trilogie. Ich würde behaupten, für solche Bücher ist man nie zu alt!!! [-( :friends:

      Pixi schrieb:

      Das Foto hat sie nicht geschossen, sie wollte es nur mit einem schwarzem Balken - also zensiert in die Zeitung drucken. Da die anderen Schüler des Teams schon bei dem Gedicht Veränderungen vorgenommen haben, kann ich mir vorstellen, dass sie auch den schwarzen Balken bei dieser Gelegenheit entfernt haben. Jetzt kommt mir gerade der Gedanke von Neid und Rache....könnte es vielleicht sein, dass einige der Mitschüler eifersüchtig auf Nina sind, sie steht bei den Lehrern recht gut da, als Klassensprecherin und Vertrauensschülerin wird man ja meistens von den anderen Schülern gewählt und in der kleinen Stadt Bornhausen scheint auch jeder von ihrem Talent als Eisläuferin zu wissen.
      Irgendwie denke ich auch, dass ihr da jemand schaden wollte, aus Neid oder um die Leitung in der Schülerzeitung zu übernehmen... warum auch immer! Fair ist es nicht. Aber Nina hat durch ihre "Leitungspositionen" eine ganz andere Stellung in der Klasse und in einem Abschnitt bemerkt sie es ja selber, dass sie in einigen Dingen ausgeschlossen ist und ihr die engeren Freundschaften fehlen! Somit ist es vielleicht gar nicht so negativ, dass sie eine Verantwortung weniger hat!

      kampfguerkchen schrieb:

      Zum Thema "Buch schon durch" sage ich allerdings jetzt nichts. Das passt in meinen Augen nicht zu einer LR.
      Sowas mag ich auch nicht... aber ok, ist nun mal so und ich kann es verstehen, wenn man je nach Buch etwas nicht mehr aus der Hand legen kann...
      Ich bin in sowas immer diszipliniert. Leg mir ne Markierung rein, bis wohin ich lesen darf und danach leg ich es ausser Sichtweite! Ich kenne auch viele, die deswegen nicht mehr an Leserunden teilnehmen... kann ich leider auch verstehen... aber auch, dass es je nach Buch schwerfällt, es wegzulegen :uups: :wink:



      Jetzt aber mal ne Frage an @Bettina Belitz ist Bornhausen ein fiktiver Ort???
      Anhand von Radio Salü, Dillingen und Saarbrücken spielt die Geschichte ja im Saarland !? :lechz:
      Bisher hab ich nichts entdeckt, bzw gelesen, dass darauf schon was erwähnt wurde...

      Als Saarländer musste ich ehrlich gesagt über die Beschreibung schmunzeln... Bornhausen, eine idyllische Gemeinde zwischen Dillingen und Saarbrücken! :-k zwischen Dillingen und Saarbrücken liegen hm... ca 35 km ... fällt wahrscheinlich nur einem Saarländer ins Auge so etwas :friends: nicht als Kritik anzusehen @Bettina Belitz ist mir einfach nur bewusst aufgefallen, weil Dillingen ne ganz andere Richtung als Saarbrücken ist. :uups:
    • Ich steige auch mal auf Seitenzahlen um, denn Kapitelnummern gibt es nicht und die Überschriften kann ich im Nachhinein auch immer schlecht zuordnen :-,

      Kapitel 4 Seite 33-47
      Der arme Todd erhält anscheinend den Dorftrottelaward - so erscheint es zumindest durch die Erzählungen. Irgendwie alles merkwürdig - er soll Wahnvorstellungen haben, womöglich selbst die Scheiben zerbrochen haben, ist unverletzt, auf der Straße ist Blut und außer Nina geht niemand der Sache auf den Grund? Seltsam.
      Dass Ninas Vater als Sanitäter besorgt ist, wenn er in die Umgebung seiner Angehörigen gerufen wird, ist verständlich und ginge mir genauso. Man bekommt ja auch immer Muffe, wenn man einen Krankenwagen an einem Ort sieht, wo man Familie, Freunde und Bekannte vermutet. (Ich zumindest)

      Kapitel 5 Seite 48-55
      Wir lernen Ninas Familie kennen, bzw erstmal ja nur deren Spuren und Ninas Gedanken zu ihren Eltern. Die Mutter ist mir definitiv zu chaotisch. Ich bin definitiv kein Pingel, aber Schuhe mit Dreckklumpen ziehe ich vor der Tür aus, und wer das bei uns nicht macht, hat den Siff postwendend zu entfernen. Bäh, ekelig.
      Auch der halbe Joghurt und der laufende Fernseher sind so gar nicht mein Fall. Es kostet wirklich keine Zeit, den Joghurt in den Kühlschrank zu stellen und den Fernseher auszuschalten.
      Die Beziehung der Eltern ist filigran. Der Vater wirkt familiär, gemeinschaftlich und sozial. Die Mutter egoistisch, freidenkend (muss ja nicht negativ sein) ein Stück weit unsozial ("du brauchst mich nicht, du bist erwachsen"). Also ich verstehe den Konflikt und kann dem Vater nur beipflichten.

      Kapitel 6 Seite 56-72
      Die Eltern erfahren von dem Artikel. Irgendwie kann ich die Situation aber noch nicht einordnen... Mal schauen, später vielleicht.
      Mit der Mutter werde ich wirklich nicht warm. Vielleicht fasse ich sie ja falsch auf, aber die ist mir echt zu anstrengend. Der Vater wirkt bisher irgendwie noch ein wenig blass. Ich glaube, der arme Kerl hat es wirklich nicht leicht, sich in der Familie durchzusetzen. Mhh, armer Mann :(

      Kapitel 7 Seite 73-91
      Mir gefällt der Gedankengang von Nina zum Thema Team: "gehörte man zu einem Team, wenn man dieses leitete?" Schwierig. Diese Problematik kenne ich, habe sie aber, wie Nina, auch erst im Nachhinein verstanden. Man glaubt immer, man gehöre dazu, aber in Wahrheit sitzt man ja doch auf der anderen Seite. Wie ihre "Kollegen" sie in der Schülerzeitung abgesägt haben, fand ich allerdings auch nicht gerade prickelnd. Gibt es bei denen eigentlich keinen beisitzenden Lehrer? Bei uns war das so. Der hatte beratende Aufgaben und eben auch Schlichtung innerhalb der Gruppe, Überprüfen der Texte etc. Immerhin ist das Thema Journalismus bei einer Schülerzeitung für alle Neuland.
      Dass Nina zu Herrn Graufink geht, um sich zu entschuldigen, finde ich gut. Allerdings - habe ich das jetzt falsch aufgefasst, oder wollte sie ohne sich zu verabschieden, einfach verschwinden?? Wo bleiben denn ihre Manieren? Dass sie aus dem Zimmer watschelt, obwohl sie drin bleiben soll, verursachte auch schon wieder Kopfschütteln. Ich dachte, sie lernt aus Fehlern? Im Alleingang entgegen der Anweisungen abzuhauen klingt für mich nicht danach.

      Allgemeines zum Buch
      Ich muss gestehen, dass mir die Komik zu albern ist. Die Splitterherz Trilogie gefiel mir da deutlich besser, aber nichtsdestotrotz bleibe ich natürlich am Ball. Mir sind die Charaktere hier halt alle ein wenig zu überspitzt gezeichnet.
      Du weißt mehr, als Du weißt!

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    • Tara01092012 schrieb:

      Als Saarländer musste ich ehrlich gesagt über die Beschreibung schmunzeln... Bornhausen, eine idyllische Gemeinde zwischen Dillingen und Saarbrücken! zwischen Dillingen und Saarbrücken liegen hm... ca 35 km ... fällt wahrscheinlich nur einem Saarländer ins Auge so etwas nicht als Kritik anzusehen @Bettina Belitz ist mir einfach nur bewusst aufgefallen, weil Dillingen ne ganz andere Richtung als Saarbrücken ist.
      Mmmh, aber das fiktive Bornhausen scheint ja wirklich ein Kaff am Ende der Welt zu sein (dieser Begriff entfleucht ja auch fast Mr Right) und Dillingen und Saarbrücken, zumindest Saarbrücken, ist auch den Nicht-Saarländern noch ein Begriff.
      Wennt ich beschreiben müsste, wo ich wohne, damit die Leute so eine ungefähre Tendenz erahnen können, wo das ist, müsste ich auch zwei Städte nennen, die mehr als eine Fahrtstunde entfernt liegen.
      Aber vermutlich liegt Bornhausen in direkter Nachbarschaft zu Unterbornhausen und Oberbornhausen mit je 12 Pferden, 36 Katzen, 37 Kühen, 112 Füchsen und 19 Einwohnern :wink: .
      :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
      :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
      8-[ SUB: Ich geb`s auf...


    • Elskamin schrieb:

      Mmmh, aber das fiktive Bornhausen scheint ja wirklich ein Kaff am Ende der Welt zu sein (dieser Begriff entfleucht ja auch fast Mr Right) und Dillingen und Saarbrücken, zumindest Saarbrücken, ist auch den Nicht-Saarländern noch ein Begriff.
      Wennt ich beschreiben müsste, wo ich wohne, damit die Leute so eine ungefähre Tendenz erahnen können, wo das ist, müsste ich auch zwei Städte nennen, die mehr als eine Fahrtstunde entfernt liegen.
      Aber vermutlich liegt Bornhausen in direkter Nachbarschaft zu Unterbornhausen und Oberbornhausen mit je 12 Pferden, 36 Katzen, 37 Kühen, 112 Füchsen und 19 Einwohnern .
      Ich meine Bornhausen gibt es, aber das liegt irgendwo bei Braunschweig. :)
    • Hallihallo,
      ich bin jetzt auch gestern endlich dazu gekommen, das Buch zu beginnen. Ich war nur gestern abend einfach schon so müde, dass ich nicht mehr kommentieren mochte :-)

      Das Cover ist wirklich sehr sehr schön gestaltet worden, ich finde die Anmut des Panthers wirkt richtig gut. Und ich finde es auch sehr passend, dass er im Mittelpunkt steht, es wirkt ein bisschen verträumt, fast schon romantisch durch den großen Vollmond im Hintergrund.

      Ich bin direkt gut in die Handlung reingekommen, mir persönlich erleichtert es das Lesen ungemein, wenn aus der Ich-Perspektive erzählt wird :-) Das mag ich sehr und ich bin echt froh, dass es hier der Fall ist.
      Auch der Schreibstil ist sehr angenehm, ich muss ja zugeben, dass ich vor einigen Jahren das letzte Mal etwas von der Autorin gelesen hatte, da war mir das nicht mehr so genau in Erinnerung.
      Nina finde ich sympathisch, allerdings finde ich es schade, dass sie bisher scheint es zumindest so, keine wirklichen Freunde in der Schule zu haben scheint? Keine beste Freundin oder Vertraute. Durch ihr Training hat sie sicher auch nicht so wahnsinnig viel zusätzliche Freizeit, trotzdem fehlt mir das ein wenig. Sie ist mutig und ich finde es toll, dass sie sich bei den Betroffenen entschuldigt, das hätte nicht jeder getan.
      Ihre Eltern empfinde ich auch beide als interessant :-) die Geschichten am Tisch sind bei Ihnen sicher ähnlich, wie wenn man mit Krankenschwestern oder Ärzten zusammensitzt *g*, Ich konnte mich in die Szene mehr als gut hineinversetzen *g*.
      Das ganze Getratsche und Gerede im Dorf kann ich mir ebenfalls gut vorstellen, da ich selbst aus einem kleinen Dorf komme, weiß ich wie es da so ablaufen kann.
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