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Marc Raabe - Heimweh

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    Heimweh

    von

    4.2|9)

    Verlag: Ullstein Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 432


    ISBN: 9783548288789


    Termin: Januar 2017

    • Marc Raabe - Heimweh

      Zum Buch
      427 Seiten
      Prolog
      63 Kapitel
      Epilog
      Danksagung

      Zum Autor
      Marc Raabe wurde 1968 in Köln geboren. Mit 15 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen und begann mit einem Freund Filme zu drehen. Drei Jahre später entstand daraus eine Produktionsfirma für Industriefilme, Musikvideos und Fernsehen.
      Zusätzlich studierte er Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Germanistik, beendete jedoch das Studium vorzeitig, um sich ganz seiner Firma zu widmen. Heute ist er Gesellschafter und Geschäftsführer einer Fernsehproduktion und lebt mit seiner Familie in Köln.
      Sein Thriller-Debüt »Schnitt« erschien 2012 im Ullstein Verlag und stand mehrere Wochen auf der Spiegel Online Bestsellerliste, ebenso wie sein zweiter Thriller »Der Schock«. Seine Bücher erscheinen in sechs Sprachen und »Schnitt« wurde beim Krimi-Blitz, dem Publikumspreis von krimi-couch.de, zum drittbesten deutschen Krimi 2012 gewählt.

      Klappentext
      Jesse Berg ist ein erfolgreicher Kinderarzt. Frisch geschieden, kümmert er sich liebevoll um seine kleine Tochter Isa. Über seine Vergangenheit spricht er nicht. Bis plötzlich seine Exfrau ermordet und seine Tochter entführt wird. Der Täter hinterlässt für Berg eine Nachricht: Sie gehört dir nicht. Du musst sie vergessen. Berg ist klar, dass er selbst das Ziel des Anschlags ist. Eine langvergessene Schuld drängt ans Licht. Um Isa zu finden, muss er das tun, was er nie wollte: zurück in seine Vergangenheit. Zurück ins Heim. Dort hat er gelernt, sich zu wehren, und dort wäre er beinahe getötet worden. Berg nimmt die Kampfansage an. Denn für Isa würde er alles tun. Auch ein zweites Mal durch die Hölle gehen. Vom Autor der Spiegel-Bestseller »Schnitt« und »Schock«.

      Zum Inhalt
      Albträume quälen den Kinderarzt Jesse Berg; jede Nacht. Immer wieder die gleichen Träume.
      Eines morgens jedoch, wartet auf ihn der größte Albtraum seines Lebens; seine kleine Tochter Isa ist verschwunden...entführt.
      Jesse ist verzweifelt und wählt Isas Handynummer. Isa sagt ihm, dass er sie vergessen soll, sie gehöre nicht ihm...
      Jesse weiß nur eins, er will Isa zurück und dafür würde er alles tun, auch durch die Hölle gehen. Und genau das erwartet ihn.
      Jesse gerät jedoch in eine äußerst verzwickte Situation, muss eine Geisel nehmen und sich mit ihr auf eine lange Fahrt begeben. Eine Fahrt zurück zu dem Ort an Kindertagen, zurück zu den schlimmen Erinnerungen, zurück in die quälende Vergangenheit, von der er 10 Jahre seines Lebens sowieso schon verloren hat, weil er sich nach einem "Unfall" an nichts mehr erinnern kann. Doch Jesse gibt nicht auf. Beleuchtet, hinterfragt. Stück für Stück erhellt sich ein Teil der Vergangenheit, doch das löst nur seine Erinnerungen aus, nicht jedoch Isa, die noch immer gefangen gehalten wird. Der Weg zu ihrer körperlichen und seiner geistigen Befreiung ist noch ein quälend langer...

      Meine Meinung
      Das Buch beginnt mit einem spannenden, gruseligen Prolog, der mich schon sehr interessiert zurückgelassen hat. Doch dann folgen zwischen den aktuellen Begebenheiten immer wieder Rückblicke in das Jahr 1979, als Artur gerade mal 11 war. Gezeigt wird dem Leser hier Jesses Leben an einem bestimmten Ort zu dem Zeitpunkt. Im Wechsel mit aktuellem Verlauf, gibt es über 90 Seiten diese Rückblenden, was sehr langatmig ist, weil die Rückblenden nicht wirklich was Hilfreiches aussagen, keine Erkenntnis bringen. Danach wird es dann spannend, weil man Jesse bei seiner Suche begleitet und die Rückblenden so langsam beginnen, etwas Licht ins Wirrwarr zu bringen. Zur Mitte des Buches dann werden Fährten gelegt, was das Buch in die Länge zieht, auch wenn diese Fährten ihren Sinn haben, für das Ende des Romans. Doch ein paar seiten weniger hätten es auch getan. Danach geht es dann gewohnt spannend weiter. Doch eines fehlt beständig, die aufrichtige Sorge um Isa. Es wird dreimal im ganzen Buch mit einem Satz erwähnt, aber keine wirkliche Sorge tut sich auf. Da passiert nichts beim Lesen. Man spürt es nicht. Jesse will Isa finden. Punkt. Die Charaktere bleiben eher flach, bis auf Jesse, über den man eine ganze Menge erfährt im Laufe des Buches.
      Und da ist es nicht verwunderlich, dass mir Artur mehr ans Herz gewachsen ist als Jesse. Artur weint, Artur bereut, Artur tut etwas. DAS ist glaubhaft und ehrlich spürbar und tut dem Buch gut, indem es nämlich ansonsten gar keine echten Gefühle gibt, was mich etwas gestört hat.
      Die Story hingegen ist grandios. Eine tolle Idee, deren Umsetzung zwar an manchen Stellen langatmig ist, aber mal was wirklich Neues mit sich bringt, was jedenfalls ich noch nicht gelesen habe. Nach ca. 300 Seiten werden die Rückblenden dann auch wirklich interessant und hilfreich und treiben die Handlung voran. Der Leser bekommt allerdings immer nur Brotkrumen hingeworfen, was die Spannung nur erhöht, denn man will endlich wissen, wer wer ist.
      Ein wirklich guter Psychothriller mit einem überraschenden Ende, dessen Idee einfach toll ist.

      Fazit: Wer Rückblenden als Bereicherung mag, wer vorantreibende Handlung in winzigen Puzzlestücken mag, der ist mit diesem Thriller sehr gut bedient. :thumleft:
      Die Idee ist toll und bekommt bei mir 5 Sterne. Die Umsetzung bekommt 3. Macht zusammen: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Liebe Grüße von Tanni

      2017: :study: 28

      Ich :montag: gerade:
      ...
    • Tanni schrieb:

      Wer Rückblenden als Bereicherung mag, wer vorantreibende Handlung in winzigen Puzzlestücken mag, der ist mit diesem Thriller sehr gut bedient.
      Ich mag Bücher mit Rückblenden gern und fand die beiden vorherigen Bücher von Marc Raabe spannend. Jetzt wäre es nur schön, wenn mein Leseexemplar auch mal eintreffen würde, nachdem andere Gewinner sogar schon ihre Rezensionen geschrieben haben. :wink:
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • €nigma schrieb:

      Tanni schrieb:

      Wer Rückblenden als Bereicherung mag, wer vorantreibende Handlung in winzigen Puzzlestücken mag, der ist mit diesem Thriller sehr gut bedient.
      Ich mag Bücher mit Rückblenden gern und fand die beiden vorherigen Bücher von Marc Raabe spannend. Jetzt wäre es nur schön, wenn mein Leseexemplar auch mal eintreffen würde, nachdem andere Gewinner sogar schon ihre Rezensionen geschrieben haben. :wink:
      Du scheinst da öfter mal Probleme zu haben oder? War ja mit Higashino auch so.
      :study: Das betörende Lied des Elfenkönigs (Tairen Soul 5) – C.L. Wilson
      :montag: Flug der Träume - Ariel Lawhorn
      :montag: Das Erwachen des Feuers (Draconis Memoria Buch 1) – Anthony Ryan MLR
    • €nigma schrieb:

      Tanni schrieb:

      Wer Rückblenden als Bereicherung mag, wer vorantreibende Handlung in winzigen Puzzlestücken mag, der ist mit diesem Thriller sehr gut bedient.
      Ich mag Bücher mit Rückblenden gern und fand die beiden vorherigen Bücher von Marc Raabe spannend. Jetzt wäre es nur schön, wenn mein Leseexemplar auch mal eintreffen würde, nachdem andere Gewinner sogar schon ihre Rezensionen geschrieben haben. :wink:
      freddoho hat sein gewonnenes Exemplar auch noch nicht.
      Das tut mir echt leid.
      Vielleicht bist du vom Streik betroffen?
      Liebe Grüße von Tanni

      2017: :study: 28

      Ich :montag: gerade:
      ...
    • pralaya schrieb:

      Du scheinst da öfter mal Probleme zu haben oder? War ja mit Higashino auch so.
      Bisher hatte ich -bei wirklich vielen gewonnenen Büchern seit 2008 - dieses Problem noch nie, bei Higashino kam es zum ersten Mal vor. Wir waren ja letzte Woche in Rom, aber der älteste Sohn hat täglich den Briefkasten geleert, da ist auch nichts gekommen.

      Tanni schrieb:

      Vielleicht bist du vom Streik betroffen?
      Nein, unsere Briefträgerin war gestern hier unterwegs. Es ist auch wieder unsere zuverlässige "Stamm-Austrägerin", die vorher (bei der Lieferung von Higashino) offenbar im Urlaub war.
      Das letzte verspätete Buch kam am Dienstag, deshalb lasse ich die Hoffnung noch nicht fahren.


      Ich glaube, freddoho wohnt im Ausland? Da ist es normal, wenn es länger dauert.
      :-k
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Zusammenfassung :

      Das Buch beginnt mit einem Prolog von September 1981. Es geht um einen dreizehnjährigen Jungen, der Wasser mied, da er einmal fast ertrunken wäre und in letzter Sekunde von seiner Mutter gerettet werden konnte. Aber diesmal gibt es keine Rettung. Er befindet sich nämlich plötzlich auf einem Anhänger und ist gefesselt. Nach einigem Hin und Her geht die andere Person, anscheinend ebenfalls ein Teenager, mit dem Messer auf ihn los. Bei dem Gerangel fällt er in eine Grube und spürt schon die erste Schaufel Erde, die auf ihn hinunterprasselt.
      32 Jahre später, 2013, befindet sich der nun erwachsene Jesse mit seiner achtjährigen Tochter in Berlin. Er hat immer wieder einen fürchterlichen Alptraum.
      Daraufhin, am gleichen Tag, bekommt in Garmisch-Partenkirchen ein Herr Messner ein Paket mit einer abgetrennten Männerhand. Er erkennt die Hand wieder. Plötzlich klingelt das Telefon und der Anrufer, der das Paket geschickt hat, will die Adresse von Jesse.
      Das Buch besteht aus Prolog, 63 Kapiteln, Epilog und Danksagung.

      Meine Meinung :

      Diesen Autor kannte ich bisher noch nicht.
      Aufgrund der Leseprobe und der grossen Beliebtheit seiner zwei vorherigen Thriller bin ich neugierig geworden.

      Der Prolog war vielversprechend, aber den anschliessenden Anfang des Buches fand ich etwas plump und die Szenen etwas zu lang. Durch die ständigen Rückblicke kommt aber immer wieder Spannung auf.

      Die zwei ersten Drittel des Buches finde ich eher mittelmässig - dies wird immer nur durch die Rückblenden gesteigert – aufgrund der Verschwommenheit des gegenwärtigen Lebens des Protagonisten und seines Umfeldes. Das letzte Drittel liest sich dann ruckzuck, da man einen Teil der Wendung nicht unbedingt erwartet, obwohl es nach einigen Überlegungen doch recht schnell vermutbar, aber dann doch zu einfach war. Auch fand ich einige Begebenheiten, denen absolut niemand richtig nachging, eher befremdlich. Irgendwie wirkte dies « künstlich ».

      Der Schreibstil ist flüssig, aber ich würde mir wahrscheinlich von diesem Autor kein Buch kaufen. Da gibt es weit bessere Thriller-AutorInnen.

      Fazit :

      Alles in allem ein gediegener Thriller, aber irgendwie fehlt es ein bisschen an Pfiff.
      Das Buch bekommt von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      ☆¸.•*¨*•☆ ☆¸.•*¨*•☆ La vie est belle ☆¸.•*¨*•☆☆¸.•*¨*•☆
    • @Tanni und @freddoho
      Sind Eure Bücher vom normalen Briefträger gebracht worden oder mit DPD? Im vorablesen-Forum schreibt jemand Letzteres. Ein DPD-Bote müsste doch wenigstens eine Benachrichtigungskarte einwerfen, wenn er niemanden antrifft? :-k
      Wenn mein Buch heute immer noch nicht kommt, schreibe ich das vorablesen-Team direkt an.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
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    • €nigma schrieb:

      @Tanni und @freddoho
      Sind Eure Bücher vom normalen Briefträger gebracht worden oder mit DPD? Im vorablesen-Forum schreibt jemand Letzteres. Ein DPD-Bote müsste doch wenigstens eine Benachrichtigungskarte einwerfen, wenn er niemanden antrifft? :-k
      Wenn mein Buch heute immer noch nicht kommt, schreibe ich das vorablesen-Team direkt an.
      Mein Buch kam nicht mit der Briefpost, sondern mit einem Paketboten.
      Liebe Grüße von Tanni

      2017: :study: 28

      Ich :montag: gerade:
      ...
    • Tanni schrieb:

      Mein Buch kam nicht mit der Briefpost, sondern mit einem Paketboten.
      Das ist merkwürdig, denn alle anderen vorablesen-Bücher sind immer mit der normalen Post gekommen. Beim Paketboten muss man doch eine Empfangsbestätigung unterschreiben oder bekommt einen Abholschein in den Briefkasten? Wir waren bis einschließlich letzten Samstag verreist, aber der älteste Sohn hat jeden Abend nach der Arbeit den Briefkasten geleert. Es war kein Abholschein drin. :(
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
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    • €nigma schrieb:

      @Tanni und @freddoho
      Sind Eure Bücher vom normalen Briefträger gebracht worden oder mit DPD? Im vorablesen-Forum schreibt jemand Letzteres. Ein DPD-Bote müsste doch wenigstens eine Benachrichtigungskarte einwerfen, wenn er niemanden antrifft? :-k
      Wenn mein Buch heute immer noch nicht kommt, schreibe ich das vorablesen-Team direkt an.
      Ja, ganz normal mit dem Briefträger :roll:
      ☆¸.•*¨*•☆ ☆¸.•*¨*•☆ La vie est belle ☆¸.•*¨*•☆☆¸.•*¨*•☆
    • freddoho schrieb:

      €nigma schrieb:

      @Tanni und @freddoho
      Sind Eure Bücher vom normalen Briefträger gebracht worden oder mit DPD? Im vorablesen-Forum schreibt jemand Letzteres. Ein DPD-Bote müsste doch wenigstens eine Benachrichtigungskarte einwerfen, wenn er niemanden antrifft? :-k
      Wenn mein Buch heute immer noch nicht kommt, schreibe ich das vorablesen-Team direkt an.
      Ja, ganz normal mit dem Briefträger :roll:
      Das wird ja immer mysteriöser! :shock: Werden nicht mal alle Bücher auf dieselbe Art verschickt?
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
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    • €nigma schrieb:

      Werden nicht mal alle Bücher auf dieselbe Art verschickt?
      freddoho wohnt in der Schweiz, vielleicht wurde deshalb ihr Buch mit der Post verschickt. Aber nichtsdestotrotz würde ich an Deiner Stelle jetzt echt mal nachhaken bei Vorablesen, das ist doch schon seltsam. Und an den Streiks kann es auch nicht mehr liegen. :|
      viele Grüße vom Squirrel

      :study: Elizabeth Kostova - The Historian
      :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)
    • Squirrel schrieb:

      Aber nichtsdestotrotz würde ich an Deiner Stelle jetzt echt mal nachhaken bei Vorablesen,
      Ich habe dem Team jetzt eine Mail geschickt. :wink:
      Montag möchte ich mich um den neuen Roman von Stefan Ahnhem bewerben und nicht riskieren, dass vorablesen mich für eine säumige Rezensentin hält.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
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    • freddoho schrieb:

      Das Buch kam übrigens nicht von vorablesen, sondern vom Verlag.
      Vom Verlag kommen die Bücher doch immer? Die Frage ist nur, ob der Verlag auf dem normalen Postweg versendet oder über einen Paketdienst. Mein Buch ist nach wie vor nicht gekommen. Ich bin gespannt, ob ich morgen eine Rückmeldung von vorablesen auf meine Mail bekomme.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
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    • Zum Inhalt:

      Jesse Berg lebt in Berlin und arbeitet erfolgreich im Krankenhaus als Kinderarzt. Sein Privatleben sieht allerdings weniger rosig aus. Er ist frisch geschieden und sieht deshalb seine kleine Tochter Isa seltener als ihm lieb ist. Doch dann bricht seine Vergangenheit, die er am liebsten vergessen würde, mit aller Macht über ihn hinein: Seine Exfrau Sandra wird ermordet und Isa entführt. Die Nachricht, die der Täter für Jesse hinterlässt, führt diesen in die Berge, ins Kinderheim Adlershof: die Hölle seiner Jugend. Und gemeinsam mit der Psychologin Jule, einer Freundin von Sandra, macht er sich auf den Weg nach Garmisch Partenkirchen.
      Jesse hat teilweise nur verschwommene Erinnerungen an die Zeit, die er im Heim verbracht hat. Aber es leben immer noch Menschen dort, die er nur zu gut kennt. Und er kommt dem Geheimnis, das ihn damals fast das Leben gekostet hat, immer näher. Doch dann gibt es noch mehr Opfer, und Jesse und Jule geraten auf der Suche nach Isa in höchste Lebensgefahr.

      Meine Meinung:

      Das Buch ist unterteilt in zwei Erzählstränge: Der eine spielt in der Gegenwart und schildert die aktuellen Geschehnisse und die Suche nach Isa. Im zweiten geht es um die Ereignisse, die sich damals im Adlershof zugetragen haben. Der Autor wechselt beständig zwischen diesen beiden Zeitebenen, was meines Empfinden nach die Dynamik des Buches sehr erhöht. Immer wenn es gerade richtig spannend wird, wechselt der Autor wieder die Perspektive, so dass es ständig kleine Cliffhänger gibt.

      Die Geschichte finde ich wirklich gut konstruiert, auch wenn ich nach ca. zwei Dritteln des Buches geahnt habe, was damals wirklich passiert ist. Und das Ganze wird am Schluss stimmig und logisch aufgelöst.

      Ein bisschen indifferent bleibt der Protagonist Jesse. Er ist nicht wirklich ein Sympathieträger, und irgendwie konnte ich nicht so richtig warm mit ihm werden. Das mag daran liegen, dass es den Jesse von damals und den von heute gibt, die doch so unterschiedlich scheinen. Als Leser weiß man nicht so recht, woran man mit Jesse wirklich ist. Aber das ist natürlich der Geschichte geschuldet, da das ja gerade die Crux ist. Trotzdem hätte ich mir Jesse etwas positiver und empathischer gewünscht, um mich besser mit ihm identifizieren zu können. Die heimlichen Helden für mich sind jedoch der alte Artur Messner und die kleine Isa, die ein tolles Team ergeben.

      Gelungen hingegen finde ich den Titel des Buches: HEIMWEH. Wegen der Doppeldeutigkeit des Begriffs, die mir bisher noch nie so in den Sinn gekommen ist. Dass "Heim" auch sehr "weh" tun kann, kann wohl niemand nachempfinden, der nicht selbst in einem aufgewachsen ist.

      Auch das Cover gefällt mir gut, da es mich an einen Raum erinnert, in dem man jemanden gefangen hält, was wiederum sehr gut zum Inhalt passt.

      Fazit:
      Ein wirklich gelungenes und spannendes Buch, das mit einem etwas sympathischeren Protagonisten noch besser geworden wäre.
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