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Donna W.Cross - Die Päpstin/Pope Joan

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    Die Päpstin

    von

    4.4|207)

    Verlag: Aufbau Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 589


    ISBN: 9783746627854


    Termin: März 2011

    • Donna W.Cross - Die Päpstin/Pope Joan

      Klappentext:

      Johanna, ein junges Mädchen mit überragenden Geistesgaben, wächst im Frankenreich des 9.Jahrhunderts heran. Als Tochter eines strenggläubigen Vaters und einer heidnischen Mutter gelingt es ihr, was allen Mädchen im Mittelalter verwehrt blieb: Sie erhält eine heilkundliche und philosophische Ausbildung. Doch Johanna weiss, dass ihr als Frau die letzten Tore der Weisheit verschlossen bleiben,ja das sie kaum überleben wird.
      Als Mönch verkleidet, tritt sie zunächst ins Kloster Fulda ein und macht sich Jahre später auf den Weg nach Rom. Dort gelangt sie als Leibarzt des Papstes innerhalb kurzer Zeit zu grosser Berühmtheit.
      Und schliesslich ist sie es selbst, die die Geschicke der katholischen Kirche leitet: Als Papst Johannes Anglicus besteigt sie den päpstlichen Thron.
      Donna Woolfolk Cross entwirft mit grosser erzählerischer Kraft die fazinierende Geschichte einer der aussergewöhnlichsten Frauengestalten der abendländischen Geschichte: das Leben der Johanna von Ingelheim, deren Existenz bis ins 17.Jahrhundert allgemein bekannt war und erst dann aus den Manuskripten des Vatikans entfernt wurde.

      Für mich ist die Päpstin neben den Säulen der Erde mein absoluter "historischer Favorit".
      Ein spannender, glaubwürdiger Roman um eine aussergewöhnliche Frau.
      Wirklich Empfehlenwert!

      Grüsse von Bonprix

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von K.-G. Beck-Ewe ()

    • Hallo Bonprix,

      ich stimme dir voll und ganz zu, die Päpstin hat mir auch sehr gut gefallen!
      Witzigerweise fand ich aber den Teil des Buches, der sich mit ihrer Kindheit und Jugend beschäftigt viel interessanter als die geschilderte Zeit in Rom - obwohl das wenn man nach dem Titel "Die Päpstin" geht ja wohl andersrum sein sollte. Das Ende des Buches hat mir wenn ich so recht überlege nicht so doll gefallen...aber dafür die ersten zwei Drittel des Buches umso mehr, und das ist ja schon mal was ! :)

      LG, schnakchen
    • hallo bonprix,

      ich habe die päpstin auch gelesen und habe so einmal mehr mein interesse für historische bücher entdeckt. es ist absolut empfehlenswert, weil spannend bis zur letzten seite.
      die ganze zeit hatte ich geglaubt, mich zu erinnern, irgendwo einmal aufgeschnappt zu haben, dass nicht alle gegebenheiten in der geschichte wahr sind, habe aber gerade die rezensionen bei amazon.de gelesen, in denen steht, dass etliche ereignisse tatsächlich stattgefunden haben. was das nun genau bedeutet, und welche ereignisse denn nicht wahr sind, weiß ich nicht.
      ich würde das buch aber auf jeden fall nochmal lesen.
      im anhang der päpstin bin ich auf den tipp zu "die truhen des archimboldo" gestoßen, welches ich mir dann auch gekauft habe.
    • Puhh, ich wollte nicht der erste sein der hier seine Kritik abgibt, denn ich kann sie nicht so teilen. Als ich den Beitrag las, dachte ich, hast du auch gelesen also kannst du auch was dazu sagen. Aber wenn ich ehrlich bin ist nicht viel hängengeblieben. Ich habe mir dann das Buch noch einmal genommen und ein bisschen geblättert. Aber nur die Zeit ihrer Kindheit war mir noch vage in Erinnerung. Ich hatte es damals gern gelesen, aber bei mir hat es keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
      argh... das muss doch zu finden sein...
    • Ich habe die Päpstin auch gelesen. Ist aber schon etwas her. Mich hat damals der Rummel um das Buch neugierig gemacht. Es läßt sich leicht lesen. Da mich die Thematik interessierte, machte ich mich auf die Suche nach weiterem Material zu der eigentlichen Geschichte. Viele nehmen an, dass Johanna tatsächlich gelebt hat und auch Päpstin war. Unklar dagegen ist vor allem ihr Ende. Die einen sagen, sie starb im Kindbett, andere widerum behaupten, sie wurde zusammen mit ihrem Liebhaber hingerichtet (tod durch erhängen) - ihr Sohn hätte aber überlebt und hätte später auch mal auf dem Papststuhl gesessen - oder aber verschwandt mit ihrem Liebhaber bei Nacht.
      Die Historiker schreiben dieser Geschichte die Erfindung des Papststuhls zu, auf den sich jeder neu gewählte Papst bei Amtsantritt draufsetzen und seine "Männlichkeit" überprüfen lassen mußte.
      LG, Ariadne

      Wer fragt, ist ein Narr für eine Minute.
      Wer nicht fragt, ist ein Narr sein Leben lang!
      Konfuzius
    • die päpstin ist auch eines meiner absoluten lieblingsbücher. wie schon gesagt wurde: vor allem die geschichte ihrer harten jugend und die lehrjahre waren sehr interessant und spannend geschrieben.

      was den "angeblich" realen hintergrund betrifft so habe ich meine zweifel. im anhang des buches ist ja ziemlich genau beschrieben, warum man glaubt, daß johanna zwei oder drei jahre als papst gelebt hat. es ist zwar sehr schlüssig beschrieben (z.b das mit den münzen, mit dem papststuhl und daß es angeblich bis ins 16. oder 17.jhd ein offenes geheimnis war), aber irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen.

      andererseits ist es ja auch historisch dargelegt, daß z.b. anfang des 20jhd eine frau für ihren bruder in die k und k armee eingetreten ist und sogar bis zum offizier befördert wurde (ich glaube es war dieser rang).
      Die Ehe ist wie eine belagerte Burg:
      Die, die draußen sind wollen hinein. Und die, die drinnen sind wollen hinaus.
      (unbekannt)
    • Ich habe das Buch vor ca. einem Jahr oder laenger gelesen.
      Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass es sich sehr fluessig gelesen hat. Nach ein paar Tagen hatte ich es durchgelesen, weil es doch recht interessant war.
      Mich hat eigentlich mehr die Zeit in Rom fasziniert, weil man ja durch den Titel wusste, dass sie Paepstin wird und ich mich nun die ganze Zeit fragte, wie sie das so hinkriegt. Ihr ganzes Leben ist ja eigentlich nur ein staendiges Auf und Ab.

      Es gibt uebrigens noch ein andere Buecher, die vom gleichen schreiben:
      Roidis - Die Paepstin Johanna von Ingelheim
      Arminger - Die verratene Paepstin
      Stanford - Die wahre Geschichte der Paepstin Johanna

      Ich habe keines der Buecher jaeh gelesen, aber um das Buch von Roidis wurde grossen Rummel gemacht.
    • in einem anderen forum hat es eine große diskusion darüber gegeben, dass die geschichte nicht stimmt. weil keine päpstin in der geschichte der katholischen kirche nicht erwähnt ist, etc. es sei kein guter historischer roman, weil ungenügend recherchiert, usw....
      mir hat das buch trotzdem gefallen.
    • Päpstin Johanna wird gerne "tot" geschwiegen. Daher wird sie auch nicht erwähnt. Kannst Dich aber gerne mal schlau machen, Du wirst tatsächlich Spuren von ihr finden ....

      Du weißt doch, Skandale schweigt man lieber tot !
      LG, Ariadne

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      Konfuzius
    • Das Buch habe ich vor einigen Jahren auch gelesen, weil ich das Thema sehr interessant fand. Allerdings hat es mich nicht wirklich überzeugt. Dazu waren mir die Charaktere irgendwie zu stereotyp gezeichnet. Es gab die "Guten" und die "Bösen" und dazwischen nicht mehr viel.
      Und dann kam für meinen Geschmack auch Johannas Zeit als Päpstin einfach viel zu kurz. Darüber hätte ich gern mehr erfahren.
      Also ingesamt hat das Buch bei mir keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen und ich würde es als "Durschnittslektüre" bezeichnen.

      Was den historischen Hintergrund betrifft, scheiden sich da die Geister. Inzwischen gibt es auch einige Sachbücher zu diesem Thema, aber auch die sind nicht unumstritten.
      Wer nicht liest, ist doof. (Elke Heidenreich)
    • Hi all!

      Mir gehts wie sunnyside: das ganze ist einfach viel zu platt und seicht. Außerdem stimmt die Geographie nicht: da verfolgen sie die Wikinger von Mainz an den Kanal in ein paar Stunden! Vieles war einfach nur peinlich! :thumbdown:
      Das Schema hat wahrscheinlich einen Nerv getroffen: arme, kluge Frau muss sich in böser, brutaler Männerwelt durchsetzen. Mittelalter als Themepark, schrieb mal jemand - das passt! :wink:
      Historisch ist das nur eine Verschwörungstheorie, die sich auf ein paar alte Hetzschriften stützt. Da ist einfach nichts Wahres dran, liebe Ariadne! Mit totschweigen hat das nichts zu tun. Wenn im frühen Mittelalter jemand den Kirchenstaat so richtig beleidigen wollte, dann schrieb er, die hätten letztens eine Frau auf den Petrusstuhl gesetzt -- was bei den ganzen Prozeduren, die ein Papst mit Bad, Salbung usw ungefähr so wahrscheinlich war als würde man heute eine Giraffe zum Bundespräsidenten wählen. :wink:
      LG --- Geli
    • Hallo @ll,

      mir kommt das >Ganze< hier wie ein Sturm im Wasserglas< vor; Wir sollten nicht vergessen, dass es sich hier um einen "ROMAN" handelt und der soll mich in erster Linie unterhalten. Dieses Kriterium hat für mich >Die Päpstin< voll erfüllt. Mir hat an diesem Buch einfach die "Idee" einer Frau auf dem Papstthron gefallen. Ob die geschichtlichen Fakten stimmen oder nicht, dass ist für mich zweitrangig.
      Wenn ich geschichtlich verbürgte Fakten lesen möchte, kaufe ich mir ein Sachbuch. So einfach ist das für mich und wie wir hier immer betonen, jeder Geschmack ist anders, was die einen hellauf begeistert......ist für die anderen Leser völlig unakzeptabel.
      In diesem Sinne :)

      Grüsse von Bonprix :wink:
    • Hi Bonprix!

      Mir gings gar nicht so sehr darum, dass es historisch Schwachsinn ist. Der Roman ist einfach richtig schlecht: platte Figuren, eine fade Geschichte nach Schema "F = Feminismus" (arme Frauen - böse Männer), langatmig, unlogisch und streckenweise extrem wehleidig erzählt (zumindest im Original). Einfach ein schlechtes Buch! :thumbdown:
      Das mag Geschmackssache sein, aber es betrifft echt nicht die "historische Genauigkeit". Ich kann zb mit der Pseudohistorie in Mondfeuer und Mondschatten sehr gut leben, weil Donna Gillespie imGegensatz zu Donna Cross wirklich gut erzählen kann und nicht dermaßen platt ist.
      Wenn ich es mit der "historischen Genauigkeit eng sehen würde, dann würden über 90% aller "historischen" Romane in den Müll gehören. :wink:


      @Lilli & Lancelot!

      Sorry, aber es ist kompletter schwachsinn, dass "die Kirche" das garantiert totgeschwiegen hätte. In der Geschichte des Christentum haben die Vertreter der unterschiedlichen Lehren nun wirklich nichts ausgelassen, um ihre Gegner schlecht zu machen, ob das nun Sodomie, Homosexualität, Habgier, Fresssucht oder sonstwas war.
      Manchmal hieß es dann eben auch auch: "Ihr seid ja so blöd, ihr habt ja gar nicht gemerkt, dass ihr letztes Mal eine Frau auf den Petrusstuhl gesetzt habt!"
      Es gibt 3 verschiedene Varianten dieses Märchens und alle beruhen auf Pamphleten von Gegenpäpsten gegen "richtige" Päpste. Die Reformatoren haben dieses Märchen später erweitert, der Vatikan hätte Huren zu Päpsten geweiht, und das auf Flugblättern verbreitet. Thats it! :wink:
      LG --- Geli
    • Original von Lilli

      Original von nic

      weil keine päpstin in der geschichte der katholischen kirche nicht erwähnt ist


      hm, doppelte verneinung? wurde sie nun erwähnt oder nicht?



      verzeih mir noch einmal meine dummheit, liebe lilli und dass ich ab und an einen fehler mache.....


      @bonprix: ich teile deine meinung.
      mir ist aufgefallen, dass gegner dieses buches richtiggehend aggressiv reagieren, wenn sie ihre meinung zu dem buch äußern....
    • Hallo Nic,

      ja.....Du hast vollkommen Recht :!: Das in mir in einem anderen Forum auch schon aufgefallen. :roll:
      Meine Devise lautet immer; Jeder soll nach seiner Fasson selig werden und umgesetzt auf den verschiedenen Büchergeschmack den wir nun ja mal alle haben, denke ich das Toleranz ganz wichtig und ein freundlicher Ton selbstverständlich ist. Oder sehe ich das falsch? :scratch:

      Grüsse von Bonprix :wink:
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