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Teil 4: Abschnitte 113 bis 155 (Seiten 439-573)

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    • Kapitel 113 - 122

      Schüsselchen schrieb:

      Die Erklärung von Jules, warum er sich nicht eher auf die Suche nach Edith gemacht hat, klingt plausibel. Doch dass er geheiratet hat, obwohl Edith seine große Liebe ist/war, passt irgendwie auch nicht ganz. Dann hätte ich wohl noch vor der Hochzeit nach Edith gesucht und nicht erst nach dem Tod der Ehefrau.

      Ich finde den Gedanken schön das Jules in all den Jahren jemanden an seiner Seite hatte mit dem er sein Schicksal teilen konnte. Ich denke er wird seine Gründe gehabt haben, warum er geheiratet hat und nicht intensiver nach Edith gesucht hat. Vielleicht hatte er es ja versucht?

      Schüsselchen schrieb:

      Jules bekommt das grausame Leben im KZ am eigenen Leib mit. Nach einiger Zeit wird er zum Obersturmbannführer gebracht. Dieser überreicht ihm eine Geige und fordert ihn auf zu spielen. Zuerst weigert sich Jules, da er sich vor diesem Mann, der sein erstes Konzert besucht hat, schämt. Doch dieser legt ihm ein Foto von Edith vor und erklärt Jules, dass er dieses Foto zwar nicht haben kann, aber immer zu sehen bekommt, wenn er für ihn spielt. Jules wird ab sofort von der harten Arbeit im Steinbruch in die leichtere Tätigkeit in der Schneiderei versetzt.


      Also war dieser Mann doch nicht Heinrich. Dafür war er ja für seine Verhältnisse auch eigentlich viel zu nett. Jules wird diesem Mann wohl auch sein Leben "verdankt" haben, denn wäre er nicht versetzt worden wer weiß ob er so lange durchgehalten hätte. :-?

      Schüsselchen schrieb:

      Wenn auch Heinrich einfach nur widerlich ist Noch schlimmer die Tatsache, dass er Edith eine Falle stellt. Edith ging ihm voll auf dem Leim, ohne jeden Misstrauen. Andererseits stirbt die Hoffnung zu Letzt und diese Befreiungsaktion wäre auch zu schön.


      Schon als Edith im Büro diese Unterlagen durchgesehen hatte und anschließend diesen Plan mit den anderen geschmiedet hat, hätte ich sie am liebsten geschüttelt. Wie konnte sie nur einem wie Heinrich vertrauen. Aber wie du schon sagtest, es war ein winziger Hoffnungsschimmer um aus dieser Sache gut rauszukommen. Aber leider ging es schief.


      Schüsselchen schrieb:

      Doch dieser Transport war eine Falle von Heinrich, der die Loyalität von Edith auf die Probe stellen wollte. Edith wird zwar noch gewarnt, ihr bleibt aber nicht mehr viel Zeit. Hilfesuchend wendet sie sich an Maximilian. Doch dieser zeigt ihr die kalte Schulter und verweist sie des Hauses, nachdem er am Nachmittag von Heinrich über das Verhältnis von Edith und Jules aufgeklärt wurde. Auch für deren Kind möchte er nichts tun.


      Was anderes habe ich von ihm auch nicht erwartet.

      Schüsselchen schrieb:

      Diese Hilflosigkeit und Verzweiflung von Edith ging mir richtig unter die Haut. Auch als sie Annabelle Dora überreicht und sich ein letztes mal an der Tür zu ihr umdreht. Ein Abschied für vielleicht immer? Sie tat mir so leid. Beim Lesen bekam ich richtig einen Kloß im Hals

      Diese Szene ging mir auch unter die Haut. Aber es ist die einzig richtige Entscheidung in diesem Moment.
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    • Der schönen Zusammenfassung von Schüsselchen kann ich gar nichts mehr hinzufügen. Diesen letzten Abschnitt bin ich regelrecht durchflogen. Das Wiedersehen zwischen Edith und Jules hat mich zu Tränen gerührt und eigentlich habe ich mir innerlich gewünscht, die beiden hätten noch eine gemeinsame Zukunft zusammen haben dürfen nach all den schlimmen Jahren, die beide erlebt haben. Der Treppensturz von Edith war ein furchtbares Unglück, das Dora innerlich regelrecht erschüttert und aus der Bahn geworfen hat. Sie war ja schon immer sehr empfindsam und hat sich vieles so zu Herzen genommen. Dass sie so ihre beste Freundin verlieren muss, ist einfach eine Tragödie, und sie hat sich ab da ihr Leben lang die Schuld dafür gegeben. Natürlich ist es verständlich, dass sie Angst hatte, dass man ihr das Kind wegnimmt. Aber sie hätte Edith nie im Leben absichtlich etwas angetan.
      Heinrich war mir ja schon immer ein Dorn im Auge, aber dass dieser Mann auch nach dem Krieg den Menschen einfach Unglück bringt, ist einfach widerlich. Leider haben ja viele ehemalige Kriegsverbrecher es damals geschafft, ihrer Strafe zu entgehen und sind sogar auf gehobenen Posten in der Regierung gelandet. Dieses fehlende Unrechtbewusstsein ist einfach nur abstoßend und macht mich wütend. Wie Heinrich versucht, Paul zu erpressen, da bin ich bald vor Wut explodiert. Paul hat absolut richtig gehandelt, um seine Lieben zu schützen. Die Flucht nach England war richtig, auch wenn das Leben dort zu Beginn bestimmt nicht einfach war für sie alle. Schade nur, dass er sich mit Anastasia nicht so gut verstanden hat. Dass er sich in den Alkohol gestürzt hat, um sich Entspannung zu suchen, wenn Dora ihre Phasen hatte, konnte ich sogar irgendwie nachvollziehen, denn er liebte seine Frau abgöttisch und hätte alles für sie getan. Mutig fand ich übrigens auch seinen Auftritt bei der Polizei, um sich selbst zu stellen. Er wollte endlich reinen Tisch machen und sein Gewissen erleichtern, wahrscheinlich auch, um Carla irgendwann wieder ins Gesicht sehen zu können. Obwohl ich glaube, dass Carla ihn bedingungslos liebt und wenn er ihr die Geschichte so erzählt hätte, wie sie sich zugetragen hat, dann wäre sie die Letzte gewesen, die ihn verurteilt hätte.
      Spannend fand ich auch Vlad als Person. Er hilft Anastasia und "entsorgt" den unsäglichen Heinrich. Auch wenn er nicht sehr sympathisch rüberkommt, für mich ist er ein Held!! Ich bin davon überzeugt, dass es einige dieser Menschen, die selbst genug Leid erfahren haben, gegeben hat, die anderen Menschen in ihrem Schicksal unbewusst oder auch bewusst unter die Arme gegriffen haben. Für einige Menschen waren sie wahrscheinlich wie rettende Engel, von denen sie gar nichts wussten.
      Auf das Aufeinandertreffen zwischen Carla und ihrer Schwester Anastasia habe ich regelrecht hin gefiebert. Die beiden haben sich sofort erkannt. Diese Szene hatte ihren eigenen besonderen Zauber.
      Liebe Claire, eigentlich hätte ich mir noch eine Szene mit Anastasia, Paul und Dora gewünscht...:) Aber das wäre wohl dann zu sehr kitschig gewesen. (Ich weiß, ich bin einfach eine Raupe Nimmersatt). Schön fand ich auch, dass Carla und David immer enger zusammengerückt sind, die beiden sind einfach ein tolles Paar, dass schon jetzt viel zusammen erlebt hat. Die beiden werden sich immer was zu erzählen haben und passen einfach gut zusammen. Und dass Jules seine Tochter doch noch kennenlernen kann, war für mein romantisches Herz einfach eine Wohltat!
      Dieses Buch ist einfach nur der Wahnsinn. Ich habe es schon zweimal als Geschenk verpackt hier liegen und weiß schon jetzt, dass beide Empfängerinnen es sich so sehr wünschen. Deshalb freue ich mich schon auf die Gesichter am Wochenende, denn mit den Ehemännern habe ich das schon abgesprochen...:)
      Liebe Claire, mich hast Du mit Deinem Roman mitten ins Herz getroffen. Mir hat vor allem am Besten gefallen, dass diese Geschichte so echt wirkt, denn ich weiß aus vielen Erzählungen im Bekannten-, Freundes- und Familienkreis, dass es solche Schicksale gegeben hat. Du hast das wunderbar erzählt, die einzelnen Geschichten herrlich nebeneinander herlaufen lassen und am Ende alle Fäden so wunderschön verknüpft. Eine so komplexe Geschichte mit den diversen Lebensläufen und Schicksalen ist nicht leicht zu erzählen, aber dieses Buch ist hervorragend gelungen. Ich verbeuge mich vor Deinem Erzähltalent und freue mich schon auf Dein nächstes Werk, auch wenn wir alle darauf wohl noch etwas warten müssen. Für mich warst Du schon mit Deinem Erstling eine echte Entdeckung. Aber mit diesem Buch bist Du in mein Herz gezogen. Vielen Dank dafür.
      Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)

      "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
      Albert Einstein

      "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
      _____________________________________________

      Lese gerade: Das Lied der Störche, Ulrike Renk

      SUB: ca. 1.800 / gelesen 2016: 150/ 57643 Seiten
    • katzerl schrieb:

      Für die Leserunde hab ich mich einfach mal so beworben, weil der Klappentext sich interessant angehört hat und hätte mir das Buch vielleicht gar nie gekauft, wenn ich nicht dafür ausgelost worden wäre.

      Das trifft auch so auf mich zu. Bin durch Zufall auf die Leserunde gestoßen. Durch den Klappentext und den positiven Bewertungen von "Die Schwestern von Sherwood" habe ich mir gedacht - probieren wir die Leserunde, die Autorin aus. Und es hat sich gelohnt. Dieser Roman ist ein Highlight - es wäre schade, wenn ich ihn verpasst hätte :thumleft: Bin schon gespannt auf die "Schwestern von Sherwood" als auch auf dein Buch unter den Namen Claudia Ziegler. Nur der Titel fällt mir gerade nicht ein :pale: Steht aber schon auf meiner Wunschliste.

      buechereule schrieb:

      Die Angst der beiden Annabelle zu verlieren war einfach zu groß, auch wenn ich es nicht ganz nachvollziehen kann.

      Doch, diese Angst kann ich sehr gut nachvollziehen. Zuvor war Dora und Paul bekannt, dass es ein Kind für bestimmte Zeit ist. Es hätte mit Sicherheit auch weh getan, Anastasia wieder herzugeben, war aber abzusehen und ihnen bewusst. Doch durch den Todeshinweis von Edith wurde Anastasia ihr Kind für immer. Sie haben innerlich den möglichen Verlust komplett ausgeschalten - um so schlimmer dann der Schock und die Angst, als Edith lebendig vor ihnen stand. Abgesehen davon, wäre es auch für Anastasia ein Schock geworden, wenn sie von ihren "Eltern" weg gemusst hätte, mit einer unbekannten Frau zu einem unbekannten Mann in ein ganz anderes Land.

      buechereule schrieb:

      Toll fand ich auch das Paul erkannt hat, was für ein mieses Ar* Tom ist und er sich auf Carlas Seite stellt.

      Das hat mich auch sehr gefreut :applause:
    • Kapitel 123 - 130

      Solangsam fügen sich die Puzzleteile zusammen.

      Nachdem Carla erfahren hatt das das Kind ihre Mutter damals gestorben ist, scheint sie solangsam zu begreifen was das bedeutet. Ich finde es gut das sie endlich die Wahrheit erfährt.
      Bei Jules finde ich es doch traurig das er ancheinend immer noch nicht weiß das er eine Tochter hat (hatte?).

      Das Edith gefasst und ins KZ gesteckt wurde hat mich nicht gewundert, sie hätte es niemals alleine geschafft. Auch wenn ich es mit doch sehr für sie gewünscht hätte.

      Schüsselchen schrieb:

      Heinrich sucht Edith im KZ auf. Er klärt sie auf, was er alles über sie und Jules weiß und dass er die einzige Person ist, die ihr helfen kann, am Leben zu bleiben. Anschließend nimmt er sich, von was er schon all die Jahre geträumt hat.


      Schüsselchen schrieb:

      Heinrich ist einfach ekelerregend. Antörnend ist es bestimmt nicht, eine Wehrlose zu begatten, die keine Wahl hat. Aber ihm ging es nur um seine Machtdemonstration!

      Da geb ich dir recht, Heinrich übertrifft einfach alles. Ich hätte nicht angenommen das er Edith nun auch noch vergewaltigt. Da sieht man deutlich wie Krank dieser Mann ist. :wuetend:


      Schüsselchen schrieb:

      Dora erhält von Maximilian einen Brief mit dem Hinweis, dass Edith im KZ verstorben ist. Dora ist schockiert, gleichzeitig aber auch auf seltsame Art erleichtert. Denn dies bedeutet, dass Anastasia für immer ihr Kind sein wird.

      Zuerst war ich doch geschockt und verwirrt warum Edith auf einmal doch schon 1943 gestorben ist, wo sie doch noch 1946 ihre Scheidung hatte.
      Aber mit Sicherheit will Heinrich das allen weiß machen das sie tot ist, damit er sie nun für sich ganz alleine hatt? Zuzutrauen ist ihm ja alles.
      Das erklärt aber nun auch warum Dora und Paul ihrer Tochter Carla erzählen das Edith schon 1943 gestorben ist. Vielleicht wissen sie garnicht was wirklich mit ihr passiert ist?

      Ich muss jetzt ganz schnell noch den Rest lesen. :D
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    • Madl10 schrieb:

      Ich finde den Gedanken schön das Jules in all den Jahren jemanden an seiner Seite hatte mit dem er sein Schicksal teilen konnte. Ich denke er wird seine Gründe gehabt haben, warum er geheiratet hat und nicht intensiver nach Edith gesucht hat. Vielleicht hatte er es ja versucht?

      Mir war das auch sehr wichtig zu erzählen - das Leben, das Jules gehabt hat, ist natürlich nicht vergleichbar mit dem gewesen, das er mit Edith gelebt hätte, aber er ist trotzdem kein einsamer Mensch gewesen. Die Beziehung mit seiner Frau hatte nur ein ganz anderes, eher von einer tiefen Freundschaft geprägtes Fundament. Ich habe mir auch immer vorgestellt, dass in dieser Zeit nach dem Krieg so viele Menschen mit ihren Verlusten und traumatischen Erfahrungen fertig werden mussten, dass es in den Beziehungen dann auch oft andere Werte wichtig waren, wie z.B. das Verständnis für den Lebenslauf des anderen, Solidarität etc. als das reine "Verliebtsein".

      dreamworx schrieb:

      Natürlich ist es verständlich, dass sie Angst hatte, dass man ihr das Kind wegnimmt. Aber sie hätte Edith nie im Leben absichtlich etwas angetan.

      Ja, da hast du absolut recht. Es ist ein unbedachter Moment, in dem die Panik von Dora Besitz ergreift und sie eigentlich gar nicht weiß, was sie tut, der zu diesem verhängnisvollen Unglück führt.

      dreamworx schrieb:

      Spannend fand ich auch Vlad als Person. Er hilft Anastasia und "entsorgt" den unsäglichen Heinrich. Auch wenn er nicht sehr sympathisch rüberkommt, für mich ist er ein Held!! Ich bin davon überzeugt, dass es einige dieser Menschen, die selbst genug Leid erfahren haben, gegeben hat, die anderen Menschen in ihrem Schicksal unbewusst oder auch bewusst unter die Arme gegriffen haben. Für einige Menschen waren sie wahrscheinlich wie rettende Engel, von denen sie gar nichts wussten.

      Ich freue mich, dass du Vlad hier noch mal erwähnst. Genau solch ein Mensch ist er nämlich und er war für mich übrigens auch eine meiner Lieblings-Nebencharaktere. Ich muss zugeben, dass ich in meinen Romanen eine Schwäche für solche Figuren habe ... :)

      dreamworx schrieb:

      Auf das Aufeinandertreffen zwischen Carla und ihrer Schwester Anastasia habe ich regelrecht hin gefiebert. Die beiden haben sich sofort erkannt. Diese Szene hatte ihren eigenen besonderen Zauber.

      Das Wiedersehen der beiden Schwestern war auch ein Moment, der beim Schreiben sehr schön war ...

      dreamworx schrieb:

      Für mich warst Du schon mit Deinem Erstling eine echte Entdeckung. Aber mit diesem Buch bist Du in mein Herz gezogen. Vielen Dank dafür.

      Das freut mich unglaublich! :) Und bedeutet mir umso mehr, als dieser Roman für mich sehr besonders war, weil er mich, wie ich oben schon mal erwähnt habe, sowohl bei meinen Recherchen als auch später noch mehr beim Schreiben persönlich sehr berührt und bewegt hat.

      Schüsselchen schrieb:

      Das trifft auch so auf mich zu. Bin durch Zufall auf die Leserunde gestoßen. Durch den Klappentext und den positiven Bewertungen von "Die Schwestern von Sherwood" habe ich mir gedacht - probieren wir die Leserunde, die Autorin aus. Und es hat sich gelohnt. Dieser Roman ist ein Highlight - es wäre schade, wenn ich ihn verpasst hätte.
      Bin schon gespannt auf die "Schwestern von Sherwood" als auch auf dein Buch unter den Namen Claudia Ziegler.

      Vielen Dank - wie schön, dass du dann auch dabei warst! :) Und natürlich viel Spaß beim Lesen von "Die Schwestern von Sherwood" ...

      Schüsselchen schrieb:

      Doch durch den Todeshinweis von Edith wurde Anastasia ihr Kind für immer. Sie haben innerlich den möglichen Verlust komplett ausgeschalten - um so schlimmer dann der Schock und die Angst, als Edith lebendig vor ihnen stand. Abgesehen davon, wäre es auch für Anastasia ein Schock geworden, wenn sie von ihren "Eltern" weg gemusst hätte, mit einer unbekannten Frau zu einem unbekannten Mann in ein ganz anderes Land.

      Ja, das hat bei Doras Reaktion natürlich auch zusätzlich eine Rolle gespielt, die Angst wie Anastasia auf Edith, die sie gar nicht mehr in Erinnerung haben kann, auf ihre leibliche Mutter reagieren wird. Instinktiv will sie da ihr Kind - nichts anderes ist Anastasia für sie ja - auch schützen.
    • Die Angst von Dora und Paul, Anastasia wieder hergeben zu müssen, kann ich auch sehr gut nachfühlen, gerade, weil Dora schon so oft Kinder verloren hat, muss sich diese Angst in ihr regelrecht festgefressen haben. Als sie davon ausgingen, dass Edith tot sei, waren sie sicher einerweits in Trauer, andererseits erleichtert - Anastasias wegen. Dass Edith plötzlich wieder vor ihnen stand, muss ein Schock gewesen sein und Dora in ein regelrechtes Gefühlschaos gestürzt haben.
      Ich lese gerade:
      "Serva III: Drachenfall" von Arik Steen (pausiert)
      "Das bisschen Hüfte, meine Güte" von Renate Bergmann
    • Emili schrieb:

      Ich wollte noch eine Stelle, die mir ganz besonders gut gefiel, erwähnen.
      Habe gerade in "Zitate..." gepostet.

      So, jetzt habe ich doch auch eine Frage - das mit den "Zitaten" hat mich nämlich interessiert! Ist das eine bestimmte Seite hier auf buechertreff.de? Ich hab sie leider nicht gefunden ... :( @Emili: Ich war sogar schon voller Verzweiflung bei dir im Profil. Oder habe ich das mit der Seite für "Zitate" völlig falsch verstanden?

      @Madl10: habe gerade gesehen, dass du auch durch bist und den Roman bewertet hast. :) Vielen lieben Dank! Ich freue mich, dass dir das Buch so gefallen hat ...
    • Claire Winter schrieb:

      Emili schrieb:

      Ich wollte noch eine Stelle, die mir ganz besonders gut gefiel, erwähnen.
      Habe gerade in "Zitate..." gepostet.

      So, jetzt habe ich doch auch eine Frage - das mit den "Zitaten" hat mich nämlich interessiert! Ist das eine bestimmte Seite hier auf buechertreff.de? Ich hab sie leider nicht gefunden ... :( @Emili: Ich war sogar schon voller Verzweiflung bei dir im Profil. Oder habe ich das mit der Seite für "Zitate" völlig falsch verstanden?

      Ich bin zwar nicht Emili, aber das hier ist der "Zitate"-Thread :) :
      Zitate u. Sätze, die mir gut gefallen haben....
      Ich lese gerade

      “Words are pale shadows of forgotten names. As names have power, words have power. Words can light fires in the minds of men. Words can wring tears from the hardest hearts.”
      ― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
    • Claire Winter schrieb:

      @Madl10: habe gerade gesehen, dass du auch durch bist und den Roman bewertet hast. Vielen lieben Dank! Ich freue mich, dass dir das Buch so gefallen hat ...


      Ja ich bin nun auch fertig mit dem Buch, und es hatt seine 5 Sterne echt verdient. Diese Geschichte hatte für mich alles was ein guter Roman braucht. Es wurde an keiner Stelle zu langweilig, am ende blieben keien Fragen offen und das schönste war das die Personen einem so real erschienen, man hat regelrecht mit ihnen gelitten.
      Das Edith auf so tragische weise ums Leben kam, damit hätte ich nie gerechnet, das war nocheinmal eine große Überraschung im letzten Teil. Auch wenn es mich etwas traugig gemacht hat, das sie so viel Leid überlebt hat und dann durch so einen dummen Unfall ums Leben kam, aber sowas kann leider passieren.
      Schön fand ich auch als Jules endlich seine Tochter kennenlernen konnte.

      Vielen Dank @Claire Winter für diese schönen Lesestunden und das du diese Leserunde wieder so intensiv begleitet hast. Es hat sehr viel Spaß gemacht und war auch wieder sehr Interessant deine Beiträge zu lesen. Ich hoffe wir dürfen uns noch auf weiter so tolle Bücher von dir freuen. :wink:
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    • Madl10 schrieb:

      Ja ich bin nun auch fertig mit dem Buch, und es hatt seine 5 Sterne echt verdient. Diese Geschichte hatte für mich alles was ein guter Roman braucht. Es wurde an keiner Stelle zu langweilig, am ende blieben keien Fragen offen und das schönste war das die Personen einem so real erschienen, man hat regelrecht mit ihnen gelitten.

      Das freut mich sehr und ist ein großes Kompliment für mich, auch dass du die Personen als so real empfunden hast und mit ihren Gefühlen mitgehen konntest. :) Genau das wünscht man sich ja als Autorin!

      Madl10 schrieb:

      Schön fand ich auch als Jules endlich seine Tochter kennenlernen konnte.

      Ehrlich gesagt war mir das beim Schreiben auch ein Trost und ich fand den Gedanken schön, dass so etwas von dieser Liebe und Verbindung geblieben ist. Ich bin sicher, dass Jules in Anastasia viel von Edith wiederfinden wird ...

      Madl10 schrieb:

      Vielen Dank @Claire Winter für diese schönen Lesestunden und das du diese Leserunde wieder so intensiv begleitet hast Es hat sehr viel Spaß gemacht und war auch wieder sehr Interessant deine Beiträge zu lesen. Ich hoffe wir dürfen uns noch auf weiter so tolle Bücher von dir freuen.

      Vielen Dank! :) Ich schreibe ja sehr gerne und mit viel Leidenschaft, deshalb wird es auf jeden Fall weitere Bücher geben...
      Mir hat diese Leserunde auch wieder sehr, sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich sehr gefreut einige Teilnehmer, die wie du schon an der letzten LR teilgenommen haben, bei dieser Gelegenheit wieder zu treffen. Vielleicht dann ja bis zum nächsten Roman ...
    • Claire Winter schrieb:

      @Emili: Ich war sogar schon voller Verzweiflung bei dir im Profil. Oder habe ich das mit der Seite für "Zitate" völlig falsch verstanden?
      Sorry, @Claire Winter Ich habe erst jetzt deine Frage gesehen, aber @katzerl war so nett :winken:
      Habe nicht daran gedacht, dass der Thread dir nicht geläufig ist. Die BT-ler kennen sich ja hier aus.
      Außerdem poste ich immer die Zitaten, die mir besonders gut gefielen auf meinem Blog :)
      Falls du Lust hast, kannst du es dir anschauen. Hier
      2017: Bücher: 178/Seiten: 71 320
      2016: Bücher: 177/Seiten: 74 766
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      "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"
      Dalai Lama
    • Emili schrieb:

      Sorry, @Claire Winter Ich habe erst jetzt deine Frage gesehen, aber @katzerl war so nett
      Habe nicht daran gedacht, dass der Thread dir nicht geläufig ist. Die BT-ler kennen sich ja hier aus.
      Außerdem poste ich immer die Zitaten, die mir besonders gut gefielen auf meinem Blog
      Falls du Lust hast, kannst du es dir anschauen. Hier


      Nein, war er tatsächlich noch nicht ... Ich muss zugeben, dass ich mich hier manchmal noch etwas auf den Seiten und den Threads verirre, liegt aber auch daran, dass es so viel Interessantes gibt. :) Auf jeden Fall noch mal vielen Dank und deinen Blog werde ich mir natürlich auch anschauen ... :)
    • Emili schrieb:

      Oder was in KZ abgelaufen ist. Zu all dem Gräuel, was Gefangene erleben mussten, worüber es auch so schon schwer fällt zu sprechen, noch zusätzliche furchtbare schreckliche Erniedrigung von Edith durch Heinrich. Ediths Erkrankung, wo ich nicht geglaubt habe, dass sie durchkommt. Und dann das Ende von Edith...

      Schüsselchen schrieb:

      Hierbei kommt es zu einem tragischen Unfall. Beide stürzen von der Treppe, Edith ist sofort Tod.
      Und Heinrich hat alles durch das Fenster beobachtet

      Oh da war ich echt etwas traurig als ich das gelesen habe, es fügt sich perfekt in die Geschichte ein, aber Edith war doch meine Lieblingsprotagonistin. Und dann so ein schrecklicher Unfall, nachdem das alles passiert ist, erklärt sich auch Doras Verhalten und ihr Zustand.

      Emili schrieb:

      Wie gesagt war ich von der Geschichte absolut gefangen. Anfang des Romans hat mir schon gut gefallen, dennoch hielt es mich nicht so gefangen wie die zweite Hälfte des Romans. Davon war ich begeistert

      Ja das kann ich so für mich auch bestätigen, am Anfang dachte ich tolles Buch, gefällt mir richtig gut, je weiter ich gelesen habe, um so weniger konnte ich aufhören, man muss einfach wissen wie es weitergeht, das ist so spannend und interessant geschrieben.

      Schüsselchen schrieb:

      Heinrich ist untergetaucht, wohlwissend, dass er seine Frau und seinen Sohn nie wiedersehen kann. Aber dies lässt ihn relativ kalt! Um zu überleben erpresst er Maximilian mit seinem Wissen und erhält Schweigegeld.

      Claire Winter schrieb:

      Die arme Lisa! Auch wenn sie keine Sympathieträgerin ist, tut sie mir fast schon leid. Wer so einen Ehemann hat, braucht keine Feinde mehr...

      Mir tat sie zwischendrin auch leid, sie muss ja auch die Blicke auf den Festlichkeiten bemerkt haben die Heinrich Edith immer zugeworfen hat, immer an zweiter Stelle zu stehen, das muss furchtbar sein. Sie konnte wirklich froh sein, als sie ihn los war. Sie war eh nur Mittel zum Zweck.


      bittersweetlight schrieb:

      Auch von mir nochmal herzlichen Dank an @Claire Winter für die Begleitung der Leserunde! Ich würde mich sehr freuen, wenn es zum nächsten Roman, der sicher schon in Planung ist(?), wieder eine LR geben würde...

      Da möchte ich mich auch ganz herzlich bedanken, du warst so präsent die ganze Zeit, bist auf alle Fragen eingegangen, einfach toll, es hat richtig Spaß gemacht hier in den Threads begleitend mitzulesen. Auch ich hoffe auf die nächste Leserunde und würde auf jeden Fall wieder mein Glück versuchen. :thumleft:


      Claire Winter schrieb:

      Mir war das auch sehr wichtig zu erzählen - das Leben, das Jules gehabt hat, ist natürlich nicht vergleichbar mit dem gewesen, das er mit Edith gelebt hätte, aber er ist trotzdem kein einsamer Mensch gewesen. Die Beziehung mit seiner Frau hatte nur ein ganz anderes, eher von einer tiefen Freundschaft geprägtes Fundament. Ich habe mir auch immer vorgestellt, dass in dieser Zeit nach dem Krieg so viele Menschen mit ihren Verlusten und traumatischen Erfahrungen fertig werden mussten, dass es in den Beziehungen dann auch oft andere Werte wichtig waren, wie z.B. das Verständnis für den Lebenslauf des anderen, Solidarität etc. als das reine "Verliebtsein".

      Genauso stelle ich mir das auch immer vor, Freundschaft, man hat die gleichen schrecklichen Sachen erlebt, findet jemanden der einen versteht, der mit einem fühlen kann wenn man von Albträumen geplagt wird, da kommt man doch nie drüber hinweg. :( Es ist einfach nur schrecklich, was da für unmenschliche Dinge passiert sind, unvorstellbar grausam...
      Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel herausgucken.

      Georg Christoph Lichtenberg
    • melsun schrieb:

      Genauso stelle ich mir das auch immer vor, Freundschaft, man hat die gleichen schrecklichen Sachen erlebt, findet jemanden der einen versteht, der mit einem fühlen kann wenn man von Albträumen geplagt wird, da kommt man doch nie drüber hinweg. Es ist einfach nur schrecklich, was da für unmenschliche Dinge passiert sind, unvorstellbar grausam...

      Ja, das empfinde ich auch ganz genauso - ich musste bei meinen Recherchen manchmal innehalten, weil es immer wieder neue Details gab, die mich fassungslos gemacht haben ...

      melsun schrieb:

      Ja das kann ich so für mich auch bestätigen, am Anfang dachte ich tolles Buch, gefällt mir richtig gut, je weiter ich gelesen habe, um so weniger konnte ich aufhören, man muss einfach wissen wie es weitergeht, das ist so spannend und interessant geschrieben.

      :) :) :)

      melsun schrieb:

      Da möchte ich mich auch ganz herzlich bedanken, du warst so präsent die ganze Zeit, bist auf alle Fragen eingegangen, einfach toll, es hat richtig Spaß gemacht hier in den Threads begleitend mitzulesen. Auch ich hoffe auf die nächste Leserunde und würde auf jeden Fall wieder mein Glück versuchen.

      Das freut mich sehr - es war aber auch wirklich eine tolle Runde und ich fand es sehr spannend, so an eurem Lesererlebnis teilnehmen zu können! Für mich war das übrigens umso schöner, weil zwischen dem letzten Satz, den ich an dem Buch geschrieben habe und dieser Leserunde verhältnismäßig wenig Zeit lag und ich oft beim Lesen eurer Beträge in den Threads gemerkt habe, wie tief ich selbst noch in dem Roman stecke. Deshalb freue ich mich auch ganz besonders über euer großartiges Feedback, das mir viel bedeutet.
      @meselsun: An dieser Stelle auch noch einmal vielen lieben Dank für deine schöne Rezension, die ich gerade entdeckt
      habe. Toll, dass dich der Roman in den Bann gezogen hat und du so mit den Protagonisten mitgehen konntest... :)
    • Hallo meslun,
      nein, es gibt nur das eine Cover. Das Cover, das du auf eBay gesehen hast, ist der ursprüngliche Entwurf, der auch im Katalog präsentiert wurde, später aber noch einmal verändert worden ist. Das passiert öfters. Eigentlich sollte der alte Entwurf nicht mehr online sein, aber da Cover und Inhaltsangaben über Datenbanken gespeist werden, verselbständigt sich das manchmal trotzdem. Ich bin auch schon einige Male auf das alte Cover gestoßen ...
      Liebe Grüße,
      Claire
    • melsun schrieb:

      Hallo, ich war gerade bei ebay unterwegs und da habe ich zufällig entdeckt, das in dieser Auktion ein anderes Cover auf dem Buch ist,

      ebay.de/itm/Die-verbotene-Zeit…in_77&hash=item46382862a3

      gibt es da zwei verschiedene?

      Das gefällt mir aber auch sehr gut! :)
      Ich lese gerade

      “Words are pale shadows of forgotten names. As names have power, words have power. Words can light fires in the minds of men. Words can wring tears from the hardest hearts.”
      ― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
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