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Teil 3: Abschnitte 72 bis 112 (Seiten 296-438)

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    • katzerl schrieb:

      Schüsselchen schrieb:
      Warum hat eigentlich Jules nicht schon eher nach Edith gesucht? Sie hätten ja noch eine schöne Zeit haben können. Jetzt erst im Alter nach ihr zu suchen hat irgendetwas verzweifelndes an sich. Ist er vielleicht krank und hat nicht mehr lange zu leben und möchte deshalb noch einmal Edith treffen?
      Vielleicht wusste er auch einfach nicht, wo er mit seiner Suche ansetzen sollte? Ich habe den Eindruck, es wurde ziemlich gefinkelt eingefädelt, dass niemand weiß, wo Edith abgeblieben ist. Bin schon gespannt, wie es weitergeht!

      Also, das wird im weiteren Verlauf des Romans noch erklärt, weshalb Jules jetzt nach Edith sucht ... :study:

      Emili schrieb:

      dass der Maximilian nun den Lebensabend allein verbringt, und sein einziger Freund Alkohol ist, fand ich ganz in Ordnung. Er hat mit seinem Verhalten dazu beigetragen, dass sein Alter so aussieht, wie es nun aussieht. Es geht ihm noch zu gut, find ich

      katzerl schrieb:

      Edith war wohl doch etwas Besonderes für ihn, so wie er über sie redet. Er war richtig fasziniert von ihr. Ich bin jetzt mal böse, aber ich finde das wirklich gerecht und überhaupt nicht traurig!

      Ja, ich stimme euch da als Autorin ganz zu. Maximilian hat es nicht besser verdient. Mehr dazu vielleicht auch noch mal im nächsten Abschnitt.

      katzerl schrieb:

      Da kann ich mich nur anschließen! Ich hatte vorgestern Besuch von zwei lesenden Freundinnen, da hat es eine davon bereits auf ihrer Wunschliste .

      Das freut mich aber sehr!!! :)

      katzerl schrieb:

      Deshalb finde ich den Gedanken, dass jemand mich so genau deuten könnte echt gruselig....

      Heinrich ist durch die Verhöre, die er führt, aber auch darin ausgebildet, Menschen so zu "lesen" und deshalb so gefährlich. Im normalen Umfeld trifft man diese Fähigkeit doch hoffentlich eher selten bei Leuten an ...

      katzerl schrieb:

      Jetzt bin ich neugierig: Hast du das Buch so in der Reihenfolge geschrieben, wie wir es jetzt lesen oder das erst im Nachhinein so aufgeteilt mit den Zeitsprüngen zwischen 1975 und der Kriegszeit?

      Ich schreibe immer so, wie die Anordnung und Chronologie auch nachher im Roman ist. Meisten weiß ich oder spüre ich auch erst, wenn ich ein Kapitel oder Abschnitt schreibe, ob ich dann im nächsten wieder in die anderen Zeitebene und/oder in eine andere Perspektive gehe. Zwar habe ich, bevor ich mit dem Schreiben beginne, einen groben Ablaufplan, aber viele Dinge entwickeln sich erst im Prozess des Schreibens. Das ist eine Eigendynamik, die ich sehr mag und aus der sich oft nochmal ganz neue und spannende Aspekte und Handlungen der Figuren entwickeln.
    • @Claire Winter
      Ich schreibe immer so, wie die Anordnung und Chronologie auch nachher im Roman ist. Meisten weiß ich oder spüre ich auch erst, wenn ich ein Kapitel oder Abschnitt schreibe, ob ich dann im nächsten wieder in die anderen Zeitebene und/oder in eine andere Perspektive gehe. Zwar habe ich, bevor ich mit dem Schreiben beginne, einen groben Ablaufplan, aber viele Dinge entwickeln sich erst im Prozess des Schreibens. Das ist eine Eigendynamik, die ich sehr mag und aus der sich oft nochmal ganz neue und spannende Aspekte und Handlungen der Figuren entwickeln.


      Das ist ja auch interessant, die Frage hatte ich mir auch schon gestellt und bin dann aber wieder drüber hinweg gekommen. Hast du auch ein bestimmtes Ritual, wenn du ein Buch abgeschlossen hast? (Mir kam da gerade Misery in den Sinn).
      Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel herausgucken.

      Georg Christoph Lichtenberg
    • melsun schrieb:

      Das ist ja auch interessant, die Frage hatte ich mir auch schon gestellt und bin dann aber wieder drüber hinweg gekommen. Hast du auch ein bestimmtes Ritual, wenn du ein Buch abgeschlossen hast? (Mir kam da gerade Misery in den Sinn).


      Nein, ein bestimmtes Ritual habe ich nicht, bin aber danach immer ein bisschen in einem "Ausnahmezustand", weil ich die letzte Zeit meistens bis spät am Abend oder die Nacht durchschreibe und völlig in der Geschichte gefangen bin. Das ist sehr schön, aber ich brauche dann auch immer etwas, um den Roman wieder hinter mir zu lassen. :)
    • bis einschliesslich 112

      @melsun
      Herzliches Beileid !

      Schüsselchen schrieb:

      Bei David war ich mir sicher, doch bei Dr. Norton war ich positiv überrascht. Habe eigentlich gedacht, dass er sich regelmäßig mit Tom austauscht über die Erfolge oder Nichterfolge seiner Frau.

      Nein, das hätte ich nicht gedacht. Er unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht.

      Schüsselchen schrieb:

      Ich finde das echt interessant zu lesen was aus den Leuten so geworden ist.
      Interessant, aber irgendwie ungerecht. Dora hat viele Schicksalsschläge erlitten und ist traumatisiert im Heim. Ihr Bruder hat viele Schicksale von Juden negativ beeinflusst und sitzt putz munter daheim. Und das schlimmste daran ist, dass so die Realität aussieht!

      Ja, aber das Leben ist leider nun mal selten gerecht.

      katzerl schrieb:

      Deshalb finde ich den Gedanken, dass jemand mich so genau deuten könnte echt gruselig....

      Der Gedanke kam mir beim lesen auch, das ist wirklich gruselig. Aber solche Leute gibt es, auch heute noch bei der Polizei. Das wird auch geschult.

      Ha, lag ich doch richtig mit meiner Vermutung mit dem Kind von Jules und Edith. Oh je, arme Dora, das tut mir sehr leid dass ihr eigenes Kind gestorben ist. Plötzlicher Kindstod würde man das heute wohl nennen.
      Und nun wird sicher Annabelle zu Anastasia und was wird aus Edith ? Keine Ahnung, das lese ich erst noch.

      Jules wurde verhaftet und ins KZ gebracht. Ob Edith ahnt, dass Heinrich daran schuld ist ? Eher nicht denn sonst würde sie evtl. anders reagieren. Scheinbar ist sie bereit mit ihm ins Bett zu gehen damit Heinrich sich für Jules Freilassung einsetzt. Das fand ich heftig. Aber man sagt ja immer "Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt."
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • "[...]Aber ist es nicht schrecklich, dass wir uns inzwischen nicht einmal mehr den Menschen anvertrauen können, die uns nahe stehen und die wir lieben?"

      Dieser Satz von Dora hat mich auch sehr traurig gemacht. Nicht einmal ihre einzigartige Freundschaft zu Edith ist über all das erhaben :( .

      Als mir bestätigt wurde, dass Heinrich Edith tatsächlich überwachen lässt und auch mit Jules' Polizeikontrolle in Verbindung stand, habe ich angefangen, mir ernsthaft Sorgen um die zwei zu machen. Und wirklich wird Jules kurz darauf verhaftet.

      Jessy1963 schrieb:

      Scheinbar ist sie bereit mit ihm ins Bett zu gehen damit Heinrich sich für Jules Freilassung einsetzt. Das fand ich heftig. Aber man sagt ja immer "Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt."

      Mich hat gewundert, dass sie Heinrich gar nicht in Verdacht hat, mit Jules' Verhaftung etwas zu tun zu haben. Ausnahmsweise war ich bei dieser Szene mal froh, dass Maximilian hinzugekommen ist. Dass er das mit der Schwangerschaft ausgeplaudert hat, dürfte für Jules aber nicht gerade von Vorteil sein!
      Edith hält das jedenfalls nicht davon ab, Heinrich nochmals aufzusuchen.

      Ich hab mich so mit Dora über ihre Schwangerschaft gefreut, aber irgendwie hatte ich schon ein ungutes Gefühl, vorallem als sie den Namen Anastasia auswählen und auch Edith ein Mädchen bekommt.
      Leider ist es mit der kleinen Anastasia wirklich nicht gut ausgegangen. :cry:

      Und jetzt lese ich noch die letzten paar Seiten fertig, denn auch ich bin schon beinahe am Ende angelangt.
      Ich lese gerade

      “Words are pale shadows of forgotten names. As names have power, words have power. Words can light fires in the minds of men. Words can wring tears from the hardest hearts.”
      ― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
    • katzerl schrieb:

      Mich hat gewundert, dass sie Heinrich gar nicht in Verdacht hat, mit Jules' Verhaftung etwas zu tun zu haben.

      Ja, mich auch. Aber ich glaube es liegt in der menschlichen Natur im Trubel der Ereignisse das Naheliegenste zu übersehen.
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • katzerl schrieb:

      Dieser Satz von Dora hat mich auch sehr traurig gemacht. Nicht einmal ihre einzigartige Freundschaft zu Edith ist über all das erhaben .

      Nein, und in einem solchen Moment wird auch die ganze Macht dieses Terror-Systems deutlich, das bis in die privaten Beziehungen seine Auswirkungen hat.

      Jessy1963 schrieb:

      katzerl schrieb:
      Mich hat gewundert, dass sie Heinrich gar nicht in Verdacht hat, mit Jules' Verhaftung etwas zu tun zu haben.

      Ja, mich auch. Aber ich glaube es liegt in der menschlichen Natur im Trubel der Ereignisse das Naheliegenste zu übersehen.


      Stimmt, was das angeht, hat Edith Heinrich nie wirklich durchschaut, ein bisschen sicher auch, weil das einfach außerhalb ihres Vorstellungsvermögens liegt und sie ja nicht ahnt, dass er von Jules und ihr weiß.
    • Emili schrieb:

      Ich konnte, übrigens, mich nicht mehr stoppen, so sehr wollte ich wissen wie es weiter geht.
      Genau so ging es mir auch und habe das Buch dann noch fertig gelesen :)

      dreamworx schrieb:

      Eines Tages steht der NS-Ortsgruppenleiter vor ihrer Tür und will wissen, was es mit der Scheune auf ihrem Grundstück auf sich hat und dass sich Paul diesbezüglich bei ihm melden solle. Dora ist voller Panik und ruft sofort Paul an, der alles liegen und stehen lässt, um zu seiner Frau zu fahren. Er wird bei dem Ortsgruppenleiter vorstellig und erfährt, dass dieser ein Autoliebhaber ist und ihn fragt, ob er einige der in der Scheune eingelagerten Wagen der Partei zu Verfügung stellen kann. Paul willigt ein und betoniert danach erst einmal den Boden der Scheune, da darunter die ganzen Wertsachen versteckt sind, die er von den Juden in Verwahrung genommen hat.
      Boah, als dieser NS-Typ plötzlich vor der Tür stand, war ich wirklich kurz vor einem Herzkasper. Zum Glück haben Dora und Paul ihre Rollen sehr gut gespielt und so ging das Ganze ja noch einmal glimpflich auch...

      Jessy1963 schrieb:

      Das ist schon sehr unverschämt, bei Dr. Norton war er ja auch schon bereits gewesen. Ich fand gut, dass die Herren ihm doch deutlich eine Abfuhr erteilt haben.
      Dass Dr. Norton gemeinsame Sache mit Tom macht, hätte ich ihm tatsächlich zugetraut, dafür war ich umso erleichterter, dass er sich an die Schweigepflicht hält und auf Carlas Seite steht :thumleft:

      Jessy1963 schrieb:

      Sie besucht Maximilian von Stettenheim in seiner Wannseevilla. Ich hätte gar nicht gedacht, dass er überhaupt noch lebt. Ich finde das echt interessant zu lesen was aus den Leuten so geworden ist.
      Das fand ich auch sehr spannend, zu erleben wie diese Menschen heute sind und leben.

      Claire Winter schrieb:

      Würde ich die Zukunft von Tom übrigens weiterspinnen, würde ich denken, dass er in ein paar Jahren aktiv in der Politik ist, aber dort in einen handfesten Skandal wegen wiederholten Bestechungsversuchen verwickelt ist ...
      Hihi, hört sich gut an und würde ihm recht geschehen, dass er mal von seinem hohen Ross herunter geholt wird :wink:

      buechereule schrieb:

      Mittlerweile vermute ich, dass sie untergetaucht ist zu diesem Zeitpunkt und sie nicht gefunden werden wollte. Oder hat Maximilian ihr etwas angetan?
      Die Hoffnung, dass wir vielleicht auch noch auf Edith treffen, hatte ich auch, aber dann ...
      Viele Grüße von Teufelsweib

    • katzerl schrieb:

      Dieser Satz von Dora hat mich auch sehr traurig gemacht. Nicht einmal ihre einzigartige Freundschaft zu Edith ist über all das erhaben .
      auch mich hat die Tatsache, dass man sich nicht einmal besten Freundin anvertrauen kann, traurig gestimmt. Ich stelle es mir immer wieder vor beim Lesen: Wie es wäre, wenn...
      Und wenn ich daran denke, dass ich so leben müsste, dass ich nicht einmal meiner allerbesten Freundin alles sagen kann, finde ich es furchtbar. Beide würden einander ansehen, dass was ungesagt bleibt, sich Sorgen machen, und doch nicht wissen, um was es genau geht. :(

      Teufelsweib schrieb:

      Genau so ging es mir auch und habe das Buch dann noch fertig gelesen
      ist erstaunlich welchen Sog der Roman in der zweiten Hälfte entwickelt hat :thumleft:
      2017: Bücher: 141/Seiten: 56 832
      2016: Bücher: 177/Seiten: 74 766
      ------------------------------
      "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"
      Dalai Lama
    • Carla 84-87

      buechereule schrieb:

      Wie auch ihr Vater behauptet auch Wilhelm, dass Edith 1943 gestorben sei. Mittlerweile vermute ich, dass sie untergetaucht ist zu diesem Zeitpunkt und sie nicht gefunden werden wollte. Oder hat Maximilian ihr etwas angetan? Wir wissen allerdings, dass sie 1946 noch gelebt hat, wenn Jules nicht lügt. Und dass Jules lügt bezweifle ich.


      Ich denke auch das Jules nicht lügt, warum sollte er auch. Vor allem hat Carla nun auch von Maximilan die bestätigung das sie 1946 auf jeden Fall noch gelebt hat, den da haben sie sich scheiden lassen. Aber ob sie jetzt noch lebt? Da bin ich mir nicht so sicher, den aus welchem Grund sollte sie sich noch immer verstecken? Sie hätte sich doch mit sicherheit wenigsten bei Jules gemeldet.
      Ich könte mir auch gut vorstellen das Maximilian etwas damit zu tun hat, gerade weil man den Hass noch immer gut spüren kann.

      buechereule schrieb:

      Am nächsten Morgen macht sie Carla auf dem Weg zu Maximilian von Stettenheim. Er hat das Kriegsende relativ unbeschadet überstanden. Er war zwar im Internierungslager wegen seiner Rüstungsfirmen, aber scheinbar hat er es geschafft alle Beweise, darunter wohl auch die silberne Ehrennadel der SS, verschwinden zu lassen. .


      Hätte mich auch gewundert wenn es ihm schlecht ergangen wäre. :wuetend:

      Jessy1963 schrieb:




      dreamworx schrieb:

      David trifft in einer Bar auf Carla und er erzählt ihr, dass Tom ihm Geld geboten hätte, wenn er sie in Ruhe lässt

      Das ist schon sehr unverschämt, bei Dr. Norton war er ja auch schon bereits gewesen. Ich fand gut, dass die Herren ihm doch deutlich eine Abfuhr erteilt haben. :thumleft:


      Ich fand auch super das Tom mit seinen Bestechungsversuchen nicht weit gekommen ist. Hoffentlich gibt er endlich auf, aber so richtig glaub ich daran noch nicht. Da wird bestimmt noch was kommen.

      Edith 88-95


      dreamworx schrieb:

      Als die Kinder der jüdischen Familie als Auswandererkinder nach England abreisen, unterstützt Edith die Mutter nach Kräften, damit diese ebenfalls ein Visum bekommt und auswandern darf. Sie trifft dort auf Jules, und die beiden kommen sich immer näher.


      Das war ja nur noch eine Frage der Zeit wann es dazu kommt. Und nun haben die zwei auch noch ein kleines Liebesnest. Das bestätigt die Vermutung das die zwei ein Kind bekommen immer mehr. Aber ob es sich dabei wirklich um Anastasia handelt? Am ende des Kapitels erfahren wir ja auch das Dora wieder schwanger ist. Also könnte Anastasia doch das leibliche Kind von Dora und Tom sein. Vorrausgesetzt sie schafft es diesmal. :-? Es bleibt weiterhin schön spannend.

      dreamworx schrieb:

      Edith will die Widerstandsgruppe noch mehr unterstützen und hilft, brisante Fotos ins Ausland zu schicken, damit die Welt erfährt, was wirklich in den KZs mit den Juden passiert. Edith trifft auf Heinrich, wieder in der italienischen Botschaft auf einem Fest, und versucht, ihn glauben zu machen, dass sie inzwischen eine ähnliche Gesinnung hat wie er.


      Das zeigt wieder wie mutig Edith geworden ist, was sie hier leistet ist einfach bewundernswert. Aber ob sie mit ihren Fragen gegenüber Heinrich nicht etwas zu unvorsichtig ist? Gerade er ist ein sehr guter Beobachter und merk die Veränderung von Edith. Als sie sich auf der Straße begenen, kommt Edith gerade noch mal gut weg und hat gleich eine plausible Erklärung was sie alleine in dieser Gegend treibt. Aber ob ihr das auch beim nächstenmal gelingen wird?
      SuB Anfang 2017/aktuell: 738/755
      gelesene Bücher/Seiten 2017:
      88/35 974 (Pkt.: 365,06)
      :study:
    • bis einschließlich 112

      Jetzt habe ich den dritten Teil auch beendet und ich bin geflasht, wie viel auf den letzten Seiten passiert ist.
      Dora hat ihre Tochter Anastasia bekommen und sie dann, vermutlich durch plötzlichen Kindstot, wieder verloren. Sie wird wieder depressiv und Paul verzweifelt.
      Er hat allerdings auch Probleme, denn die Partei hat herausgefunden, dass er Autos in seiner Scheune lagert. Für den Krieg und damit er Ruhe hat tritt er ein paar ab.

      Edith hilft Jules und seiner Organisation bei der Fälschung von Pässen und den verschicken der KZ-Fotos an die ausländische Presse. Die beiden verlieben sich ineinander und Edith wird schwanger. Aber Jules erfährt nichts von dem Kind, da er von Heinrich ins KZ nach Sachsenhausen gesteckt wird. Edith versucht alles um Jules daraus zu bekommen, wird aber immer wieder von Heinrich vertröstet - vor allem als er erfährt, dass sie schwanger ist. Nach dem ihre kleine Annabelle auf der Welt ist, spricht sie noch einmal bei Heinrich vor, der ihr verspricht, dass Jules zu einem Verhör nach Berlin gebracht wird und frei kommt, wenn sie das macht was er sagt. Bevor sie zu einer Entscheidung kommen kann, muss Heinrich sein Büro kurz verlassen, und Edith liest das Schreiben mit der Wegstrecke. Sie bringt Heinrich dazu, dass sie ihm erst willig sein muss, wenn Jules frei ist. Er geht darauf ein.
      In dem Moment bin ich stutzig geworden, ist Heinrich wirklich so leichtgläubig, dass er Edith am Wickel hat oder ist er wieder hinterhältig wie ich vermutete. Klar ist er das, denn Ediths und der Plan der Mitwisser geht gründlich schief. Und sie muss fliehen. Mit Annabelle ist das schwierig und so bringt sie sie zu Dora und Paul und nimmt ihnen das Versprechen ab, dass sie für sie sorgen werden. Ich denke mal das aus Annabelle Anastasia wurde.

      ​Dieser Satz von Dora hat mich auch sehr traurig gemacht. Nicht einmal ihre einzigartige Freundschaft zu Edith ist über all das erhaben .

      Mich hat er auch sehr traurig gemacht, @katzerl Aber die Gefahr war irgendwann einfach zu groß und auch die Angst, andere in Gefahr zu bringen. Als Edith ja gar nicht weiter wusste, ist sie zu Dora gegangen.


      @melsun Mein herzlichstes Beileid!
      Liebe Grüße von der buechereule :winken:

      Im Lesesessel
      Kein Schiff trägt uns besser in ferne Länder als ein Buch!
      (Emily Dickinson)


      Mein Buchblog: Wörterkatze
      aktueller Beitrag: #wklm2017 reloaded



      2017: 078/25.467 SuB: 2.006 (B/E/H:1.744/246/16)
    • Madl10 schrieb:

      Hätte mich auch gewundert wenn es ihm schlecht ergangen wäre.

      Ja, das wundert einen nicht, dass Maximilian selbst hier glimpflich davon kommt, oder? Er steht damit auch stellvertretend ein wenig für die vielen anderen, die es damals gab, denn in der Realität sah es leider oft ähnlich aus.

      Madl10 schrieb:

      Das zeigt wieder wie mutig Edith geworden ist, was sie hier leistet ist einfach bewundernswert. Aber ob sie mit ihren Fragen gegenüber Heinrich nicht etwas zu unvorsichtig ist? Gerade er ist ein sehr guter Beobachter und merk die Veränderung von Edith. Als sie sich auf der Straße begenen, kommt Edith gerade noch mal gut weg und hat gleich eine plausible Erklärung was sie alleine in dieser Gegend treibt.

      Deine Vermutung gehen hier leider in die richtige Richtung. Edith sollte Heinrich nicht unterschätzen ...

      buechereule schrieb:

      Edith versucht alles um Jules daraus zu bekommen, wird aber immer wieder von Heinrich vertröstet - vor allem als er erfährt, dass sie schwanger ist.

      Dass Edith von einem anderen Mann schwanger ist, kann Heinrich in der Tat, kaum ertragen.

      buechereule schrieb:

      Er hat allerdings auch Probleme, denn die Partei hat herausgefunden, dass er Autos in seiner Scheune lagert. Für den Krieg und damit er Ruhe hat tritt er ein paar ab.

      Ja, hier ist Paul intelligent und bedacht genug, den Ortsleiter der Partei nicht gegen sich aufzubringen ...
    • Hallo, @melsun ! Ich lese das erst jetzt. Mein herzliches Beileid.

      Die Szene, als der Ortsgruppenleiter das mit den Autos zu verfolgen beginnt, hat mich nägelkauend zurückgelassen. Da ist mir wirklich ganz anders geworden, und ich habe gehofft und gebangt, dass Paul einen Weg findet, damit umzugehen.
      Ich lese gerade:
      "Serva III: Drachenfall" von Arik Steen (pausiert)
      "Wege des Herzens" von Maeve Binchy
    • Bis Kapitel 112

      Ich bin nun auch mit dem dritten Teil durch. Entschuldigt das ich noch so hinterherhinke, aber in den letzten Tagen war einfach eine menge los.

      buechereule schrieb:

      Edith hilft Jules und seiner Organisation bei der Fälschung von Pässen und den verschicken der KZ-Fotos an die ausländische Presse. Die beiden verlieben sich ineinander und Edith wird schwanger. Aber Jules erfährt nichts von dem Kind, da er von Heinrich ins KZ nach Sachsenhausen gesteckt wird. Edith versucht alles um Jules daraus zu bekommen, wird aber immer wieder von Heinrich vertröstet - vor allem als er erfährt, dass sie schwanger ist.


      Heinrich ist ein echter Widerling, der schreckt vor nichts zurück um an Edith ranzukommen. Aber das Edith nicht selbst auf die Idee kommt das er hinter der Festnahme steckt. Sie wird mit Sicherheit auf seine "Vorderungen" eingehen um Jules zu helfen. Ich kann ihr das nicht mal verübeln, was für eine andere Möglichkeit hätte sie auch?

      katzerl schrieb:

      Ich hab mich so mit Dora über ihre Schwangerschaft gefreut, aber irgendwie hatte ich schon ein ungutes Gefühl, vorallem als sie den Namen Anastasia auswählen und auch Edith ein Mädchen bekommt.
      Leider ist es mit der kleinen Anastasia wirklich nicht gut ausgegangen.


      So was kann doch ein Mensch nicht zweimal überstehen. :cry: Aber nun ist klar das Annabelle wohl zu Anastasia wurde. Aber wie es dazu kommt muss ich noch in Erfahrung bringen. :study:

      Buchfresser schrieb:

      Die Szene, als der Ortsgruppenleiter das mit den Autos zu verfolgen beginnt, hat mich nägelkauend zurückgelassen. Da ist mir wirklich ganz anders geworden, und ich habe gehofft und gebangt, dass Paul einen Weg findet, damit umzugehen.


      Ich auch, ich dachte schon das Paul nun auffliegt. Aber zum Glück hat er sich nur für die Autos interessiert und Paul war klug genug ihm diese auch zu geben.
      SuB Anfang 2017/aktuell: 738/755
      gelesene Bücher/Seiten 2017:
      88/35 974 (Pkt.: 365,06)
      :study:
    • Madl10 schrieb:

      So was kann doch ein Mensch nicht zweimal überstehen.

      Nein, eigentlich nicht, das habe ich auch beim Schreiben so empfunden. Doras Verlust ist furchtbar und auch ein Schlüssel für alles, was danach in ihrem Leben geschehen ist ...

      Madl10 schrieb:

      Sie wird mit Sicherheit auf seine "Vorderungen" eingehen um Jules zu helfen. Ich kann ihr das nicht mal verübeln, was für eine andere Möglichkeit hätte sie auch?

      Keine, es scheint Ediths einziger Ausweg und da sie Jules liebt, ist sie auch zu allem bereit ...
    • Madl10 schrieb:

      So was kann doch ein Mensch nicht zweimal überstehen. Aber nun ist klar das Annabelle wohl zu Anastasia wurde. Aber wie es dazu kommt muss ich noch in Erfahrung bringen.

      Es gibt doch tatsächlich Menschen, die sowas sogar noch öfter überstehen (müssen). :( Die Mutter meiner besten Freundin hat aus 10 Schwangerschaften noch 4 lebende Kinder. Ein oder zwei Kinder sind erst nach der Geburt als Babies verstorben. Es ist unglaublich, wie diese Frau das geschafft hat und trotzdem so ein lebenslustiger Mensch sein kann. Aber Kinder sind für sie das Wertvollste auf der Welt.
      Ich lese gerade

      “Words are pale shadows of forgotten names. As names have power, words have power. Words can light fires in the minds of men. Words can wring tears from the hardest hearts.”
      ― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
    • katzerl schrieb:

      Die Mutter meiner besten Freundin hat aus 10 Schwangerschaften noch 4 lebende Kinder

      Das ist ja Horror pur :cry: Bin froh, dass diese Erfahrung keiner in meinem Bekanntenkreis machen musste. 10x Schwanger, aber nur 4 Kinder :cry: :cry: :cry:
      Aber die "einfach" Variante von Dora gibt es dafür öfters (Abgang/Totgeburt und plötzlicher Kindstod). Und das trotz der heutigen guten Medizin.
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