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Teil 3: Abschnitte 72 bis 112 (Seiten 296-438)

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    Die verbotene Zeit

    von

    4.8|32)

    Verlag: Diana Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 576


    ISBN: 9783453359215


    Termin: Februar 2017

    • Kapitel 72-75 (Carla)

      Ich beginne mal mit dem nächsten Abschnitt, da ich sehr wahrscheinlich heute im Nachtdienst noch weiterlesen werde.

      Carla ist in Berlin angekommen und sieht sich erstmal in der Stadt um, um einen Eindruck zu erhalten. Sie will später mit den Personen reden, mit denen auch David schon gesprochen hat. Immer wieder gehen ihre Gedanken zurück zu Anastasia und ob sie vielleicht lebt und sogar in Berlin sein könnte oder damals nach Berlin verschwunden ist.

      Carla geht zum Haus, das früher den Threussenberg gehörte. Dort sind in der Zwischenzeit verschiedene neue Parteien drin. Aber die Nachbarin ist noch die alte. Diese besucht sie. Frau List blickt etwas ungläubig als sie Carla sieht, aber läd sie zu einem Kaffee ein. Die Nachbarin erzählt ihr, dass die Freundschaft zwischen Edith und Dora ziemlich befremdlich war, aber die Threussenberg seien ja sowieso ziemlich modern gewesen für die Zeit. Sie erzählt auch vom Unfall auf dem gefrorenen See. Weiter teilt sie noch mit, dass ein Journalist (David) und schon lange her mal eine junge Frau (Anastasia?) da waren um Fragen zu stellen. Leider kann sie sich nicht an den Namen der Frau erinnern.

      David schreibt an einem Artikel, denkt aber die meiste Zeit an Carla und ihren Nachforschungen in Berlin, und den Kuss zwischen ihnen. Mitten in seinen Gedanken klopft es ander Tür. Tom steht vor ihm. Ich frag mich was er wohl von David will. Will er ihm drohen (ich denke nähmlich, dass er sich die Beziehung zwischen ihnen schon denken kann...)? Will er erfahren wo Carla ist? Oder was sie vorhat und macht?

      Carla stattet ihrem Onkel Wiliam einen Besuch ab. Zuerst nicht wirklich begeistert von seiner Art, lässt sie sich trotzdem zu einem Drink einladen. Er wusste nicht wo Dora steckte und ist erstaut, das sie in England ist. Zu den Bildern in der Wohnung sagt er nicht viel mehr, als dass er stolz sei und es seine beste Zeit war. Carla erzählt ihm vom Zustand ihrer Mutter. Er glaubt Dora und Paul haben etwas angestellt, dass sie so schnell und ohne Mitteilung nach England verschwunden sind. Er wurde von Heinrich verprügelt, bis dieser ihm glaubte, dass er nichts weiss. Wiliam ist Heinrich danach nicht mehr begegnet und froh drum. Über die Freundschaft zwischen Dora und Edith war er nie wirklich glücklich und findet, dass Dora sich zu sehr an Edith gehangen hätte. Zur Frage, was mit Edith geschehen sei, sagt er nur so viel: Sie hat sich mit einem Juden eingelassen...

      Das dieser Jude Jules ist, da sind wir wohl alle gleicher Meinung nehm ich an. Aber was ich mich frage ist, was denn passiert ist, dass sogar Dora und Paul nicht darüber sprechen wollen. Denn wenns "nur" eine Affäre zwischen den Beiden war, find ich das nicht so tragisch, dass man grad alles verheimlichen muss. Klar, war wohl nicht super angesehen in dieser Zeit, aber auch nicht so schlimm, dass man nie mehr ein Wort drüber verliert... :-k Weiterlesen angesagt... :study:
      :study: J.R.R. Tolkien - Beren und Lúthien
      :study: 2017: 9 Bücher -> ~4666 Seiten
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      Book hangover: Inability to start a new book, because you're still living in the last book's world. :drunken:
    • Kapitel 72-83

      Carla ist in West-Berlin gelandet und macht sich erst einmal mit der Stadt etwas vertraut, bevor sie am nächsten Tag ihre Recherchen fortführt. Der erste Weg führt sie zu einer ehemaligen Nachbarin der Theußenbergs. Die alte Dame gibt ihr bereitwillig Auskunft, erzählt vom Krieg und davon, dass vor einigen Jahren eine junge Frau diesselben Fragen stellte wie Carla. Als nächstes stattet sie ihrem Onkel Wilhelm einen Besuch ab, dessen Adresse in einem alten Notizbuch ihrer Mutter stand. Wilhelm ist völlig überrumpelt von Carlas Auftauchen. Er wusste weder, dass Dora mit Paul nach dem Krieg nach England emigrierte, noch dass er eine Nichte hat. Im Wohnzimmer entdeckt Carla Fotos an den Wänden, die von Wilhelms Nazi-Vergangenheit zeugen, auf die er seiner Behauptung nach, nach wie vor stolz ist. Trotz der Abneigung, die Carla gegen ihren Onkel empfindet, stellt sie ihm Fragen über Dora und Edith und erfährt unter anderem, dass sich Edith damals mit einem Juden eingelassen hat.

      Diese Kapitel waren äußerst interessant zu verfolgen, da Carla nun endlich einige Antworten auf all ihre Fragen erhält. Wilhelms Charakter hat sich über die Jahre nicht verändert und man kann Carlas Abscheu ihm gegenüber nachvollziehen, aber er gibt wichtige Details über Doras und vor allem über Ediths Vergangenheit preis.

      In der Vergangenheit kümmert sich Jules noch immer um jüdische Familien, die sich versteckt halten müssen, doch er ist nicht der einzige, der dieses große Risiko auf sich nimmt, denn mittlerweile ist eine richtige Geheimorganisation an Helfern entstanden. Jules gelingt es, für die drei Töchter von Frau Lichtfels ein Visum für den Kindertransport nach England zu bekommen. Als er der Familie die "frohe" Botschaft überbringen will, ist er schockiert über Ediths Anwesenheit. Die direkte Konfrontation mit dem Leid der Betroffenen kürzlich, hat Edith die Augen geöffnet. Sie persönlich sieht es als ihre Berufung, den Menschen zu helfen und nichts und niemand, auch nicht Jules, kann sie von diesem Vorhaben abbringen. Während ihrer hitzigen Diskussion werden Jules und Carla von der Leidenschaft übermannt und küssen sich.
      In Bezug auf Maximilian will Edith endlich Klarheit erhalten und stößt beim Durchforsten seiner Unterlagen auf eine Auszeichnung, die Maximilian für die jahrelange finanzielle Unterstützung der SS erhalten hat. Nach dem ersten Schock und dem Gedanken an Scheidung, nimmt Edith ihren ganz Mut zusammen und beschließt, dass sie, wenn sie mit ihrem Mann verheiratet bleibt, mit dem Vermögen der Papierfabrik ihrer Eltern jüdische Familien besser unterstützen kann, als ohne. Außerdem bietet er ihr nach wie vor Schutz vor Heinrich, der es noch immer auf sie abgesehen hat. Mehr denn je muss Edith ihre wahre Gesinnung verbergen und Interesse vor den Geschäftspartnern ihres Mannes heucheln.

      Besonders interessant zu lesen in diesen Kapiteln waren wieder die Szenen bei den jüdischen Familien, die abermals sehr eindringlich geschildert werden. Die Erleichterung der Mutter, dass ihre Kinder in Sicherheit gebracht werden, kann man genauso gut nachvollziehen wie die Verzweiflung und die Ungewissheit darüber, dass die eigenen Kinder in ein fremdes Land gebracht werden, ohne zu wissen, ob man je wieder mit ihnen vereint sein wird.
      Edith durchläuft in kürzester Zeit eine große Wandlung. Ihre anfängliche Gleichgültigkeit ist dem Tatendrang, Hilfe zu leisten und Gutes zu tun, gewichen. Es scheint, als haben Edith und Dora die Rollen getauscht. Man darf gespannt sein, wie es mit den beiden Freundinnen, zwischen Edith und Jules sowie in ihrer Ehe mit Maximilian - ob und wie er herausfinden wird, was seine Frau verheimlicht - weitergehen wird...
      Viele Grüße von Teufelsweib

    • ArisA schrieb:

      David schreibt an einem Artikel, denkt aber die meiste Zeit an Carla und ihren Nachforschungen in Berlin, und den Kuss zwischen ihnen. Mitten in seinen Gedanken klopft es ander Tür. Tom steht vor ihm. Ich frag mich was er wohl von David will. Will er ihm drohen (ich denke nähmlich, dass er sich die Beziehung zwischen ihnen schon denken kann...)? Will er erfahren wo Carla ist? Oder was sie vorhat und macht?
      Das war eine ziemlich überraschende Szene und auch ich frage mich, was Tom wohl mit David zu bereden hat... Ob es dabei wirklich nur um Carla geht, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Trotzdem fehlt mir nach wie vor eine Idee, wie Tom in das Ganze involviert sein könnte... Sehr mysteriös ?(

      ArisA schrieb:

      Aber was ich mich frage ist, was denn passiert ist, dass sogar Dora und Paul nicht darüber sprechen wollen. Denn wenns "nur" eine Affäre zwischen den Beiden war, find ich das nicht so tragisch, dass man grad alles verheimlichen muss. Klar, war wohl nicht super angesehen in dieser Zeit, aber auch nicht so schlimm, dass man nie mehr ein Wort drüber verliert...
      Mittlerweile bin ich mir zu 100% sicher, dass Edith von Jules schwanger wird, was sie bisher mit Maximilian ja bewusst vermieden hat. Die Schmach, dass seine Frau mit einem Juden ein Kind gezeugt hat, wird Maximilian nicht auf sich sitzen lassen und wer weiß zu welchen Taten er fähig sein wird... Ihm (und seinen Nazi-Freunden) traue ich alles zu!
      Viele Grüße von Teufelsweib

    • Teufelsweib schrieb:

      Mittlerweile bin ich mir zu 100% sicher, dass Edith von Jules schwanger wird, was sie bisher mit Maximilian ja bewusst vermieden hat. Die Schmach, dass seine Frau mit einem Juden ein Kind gezeugt hat, wird Maximilian nicht auf sich sitzen lassen und wer weiß zu welchen Taten er fähig sein wird... Ihm (und seinen Nazi-Freunden) traue ich alles zu!

      Ja das kann ich mir auch vorstellen. Was ich eher meine ist, warum verheimlicht man das im Jahr 1975 immernoch? Das versteh ich nicht. Maximilian müsste ja weiss nicht was in die Wege geleitet haben, dass man es so lange nicht anspricht und schaut, dass es auch niemand erfährt. Dann müsste er ja sozusagen auch am Unfall von Carla mitverantwortlich sein und am Tod dieses deutschen Mannes im See/Fluss und warum ist bis jetzt dann David nichts geschehen? Und ist der Einsiedler (Vlad war sein Name oder?) vielleicht ein "Nazi-Freund" von ihm der die Behringers überwacht. Oder vielleicht ist es er selbst? :-k
      Ok ich höre besser auf mit schreiben. In meinem Hirn geht gerade die Spekulationsbahn ab. :compress:
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    • Teufelsweib schrieb:


      Besonders interessant zu lesen in diesen Kapiteln waren wieder die Szenen bei den jüdischen Familien, die abermals sehr eindringlich geschildert werden. Die Erleichterung der Mutter, dass ihre Kinder in Sicherheit gebracht werden, kann man genauso gut nachvollziehen wie die Verzweiflung und die Ungewissheit darüber, dass die eigenen Kinder in ein fremdes Land gebracht werden, ohne zu wissen, ob man je wieder mit ihnen vereint sein wird.


      Mich haben die Szenen die du da ansprichst sehr berührt. Wie schlimm dies für die Eltern und auch für die Kinder, die dann alleine in einem fremden Land ohne ihre Eltern, gewesen sein muss kann man sich glaub ich nicht mal annähernd vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat. Vor allem wussten die Eltern ja wahrscheinlich nicht mal ob es ihren Kindern in England besser ergangen ist, zumindest vermute ich jetzt mal, dass sie keinerlei Kontakt zu ihnen gehabt haben durften. Es wird eine sehr sehr schwere und schlimme Entscheidung für die Eltern gewesen sein egal wie sie sich entschieden haben, aber welche Mutter will nicht das Beste für ihr Kind und wenn einem dann versprochen wird, dass es den Kindern dort besser ergehen wird, dann greift wohl auch der Beschützerinstinkt und man nimmt diese Chance wahr.
      :study: Ursula Poznanski - Schatten
      :study: Richard Dübell - Der Jahrhundertsturm (ebook)


      2017 gelesen :study: : 10

      2017 gehört :musik: : 2





      2016 gelesen: 30
      2015 gelesen: 43
      2014 gelesen: 38
    • Kapitel 72-75

      ArisA schrieb:

      Das dieser Jude Jules ist, da sind wir wohl alle gleicher Meinung nehm ich an. Aber was ich mich frage ist, was denn passiert ist, dass sogar Dora und Paul nicht darüber sprechen wollen.

      Ich bin ja sonst nicht so der Spekulationsfan aber ich stimme Euch zu. Ich vermute mal, dass Anastasia die Tochter von Edith und Jules ist und nicht von Dora und Paul. Das Kind wäre nach Hitlers Gesetzen Halbjüdin gewesen. Vielleicht hat Edith sie ihnen aus Sicherheitsgründen "überlassen." Und dieser Heinrich hat ihr später in Cornwall genau das gesagt, dass ihre vermeintlichen Eltern nicht ihre Eltern sind. Das würde diese überstürzte Flucht und das Abtauchen samt Nachforschungen in Berlin über die Theussenbergs auch erklären,. Schluss jetzt, jetzt sitze ich auch schon im Spekulationsboot :uups: :loool:

      Örgs, was für ein ekeliger Onkel. Da hast Du aber voll das Klischee rangenommen, liebe @Claire Winter ! :wink: Feinrippunterhemd mit Hosenträgern, ungepflegte Haare, schäbige Einrichtung, billiger Schnaps und die BILD-Zeitung samt Nackedei-Mädchen auf dem Tisch :totlach: Herrlich. Sorry, aber da musste ich doch ein wenig grinsen. :mrgreen:
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Jessy1963 schrieb:

      ArisA schrieb:

      Das dieser Jude Jules ist, da sind wir wohl alle gleicher Meinung nehm ich an. Aber was ich mich frage ist, was denn passiert ist, dass sogar Dora und Paul nicht darüber sprechen wollen.

      Ich bin ja sonst nicht so der Spekulationsfan aber ich stimme Euch zu. Ich vermute mal, dass Anastasia die Tochter von Edith und Jules ist und nicht von Dora und Paul. Das Kind wäre nach Hitlers Gesetzen Halbjüdin gewesen. Vielleicht hat Edith sie ihnen aus Sicherheitsgründen "überlassen." Und dieser Heinrich hat ihr später in Cornwall genau das gesagt, dass ihre vermeintlichen Eltern nicht ihre Eltern sind. Das würde diese überstürzte Flucht und das Abtauchen samt Nachforschungen in Berlin über die Theussenbergs auch erklären,. Schluss jetzt, jetzt sitze ich auch schon im Spekulationsboot :uups: :loool: :


      Ich Spring dann mal auf ins Boot und unterschreibe deine Spekulation genau so Jessy1963 :mrgreen:
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      2016 gelesen: 30
      2015 gelesen: 43
      2014 gelesen: 38

    • Hallo alle zusammen,

      gerade habe ich gesehen, dass ihr schon in Teil 3 seid. Zu den Spekulationen muss ich ja leider wieder schweigen, obwohl das mich einige Beherrschung kostet - sehr spannend und interessant eure Überlegungen ... :)

      Teufelsweib schrieb:

      In Bezug auf Maximilian will Edith endlich Klarheit erhalten und stößt beim Durchforsten seiner Unterlagen auf eine Auszeichnung, die Maximilian für die jahrelange finanzielle Unterstützung der SS erhalten hat.

      Ja, das was bis jetzt nur befürchtete Vermutung war, wird hier nun endgültig zur bitteren Gewissheit für Edith und das ist wirklich ein schrecklicher Moment für sie.


      ninchen1985 schrieb:

      Teufelsweib schrieb:

      Besonders interessant zu lesen in diesen Kapiteln waren wieder die Szenen bei den jüdischen Familien, die abermals sehr eindringlich geschildert werden. Die Erleichterung der Mutter, dass ihre Kinder in Sicherheit gebracht werden, kann man genauso gut nachvollziehen wie die Verzweiflung und die Ungewissheit darüber, dass die eigenen Kinder in ein fremdes Land gebracht werden, ohne zu wissen, ob man je wieder mit ihnen vereint sein wird.
      Mich haben die Szenen die du da ansprichst sehr berührt. Wie schlimm dies für die Eltern und auch für die Kinder, die dann alleine in einem fremden Land ohne ihre Eltern, gewesen sein muss kann man sich glaub ich nicht mal annähernd vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat. Vor allem wussten die Eltern ja wahrscheinlich nicht mal ob es ihren Kindern in England besser ergangen ist, zumindest vermute ich jetzt mal, dass sie keinerlei Kontakt zu ihnen gehabt haben durften. Es wird eine sehr sehr schwere und schlimme Entscheidung für die Eltern gewesen sein egal wie sie sich entschieden haben, aber welche Mutter will nicht das Beste für ihr Kind und wenn einem dann versprochen wird, dass es den Kindern dort besser ergehen wird, dann greift wohl auch der Beschützerinstinkt und man nimmt diese Chance wahr.


      Das muss einfach furchtbar gewesen sein. Die Kinder waren zum Teil noch sehr klein und konnten überhaupt nicht verstehen, warum sie weg sollten. Für die Eltern muss das unerträglich gewesen sein und man kann nur erahnen, wie groß die Verzweiflung gewesen sein muss, wenn man sich trotzdem dazu durchgerungen hat, sein Kind oder seine Kinder wegzugeben. Was den Kontakt anging, was das ab Kriegsbeginn dann auch kaum noch möglich. Eine Kommunikation zwischen England und Deutschland per Telefon oder Brief war nicht mehr möglich und es gab nur noch den Weg über das Rote Kreuz kurze telegrammartige Nachrichten zu übermitteln und das wurde mit Fortschreiten des Krieges auch zunehmend schwieriger.

      Jessy1963 schrieb:

      Örgs, was für ein ekeliger Onkel. Da hast Du aber voll das Klischee rangenommen, liebe @Claire Winter ! Feinrippunterhemd mit Hosenträgern, ungepflegte Haare, schäbige Einrichtung, billiger Schnaps und die BILD-Zeitung samt Nackedei-Mädchen auf dem Tisch Herrlich. Sorry, aber da musste ich doch ein wenig grinsen.

      Ja, aber so sind sie bzw. waren sie ja dann am Ende doch auch, oder ...? :wink: Im Alter wird Wilhelm eben auf die totale "Durchschnittlichkeit" zurückgeworfen. Alles, was er Besonderes war, war er durch das Regime der Nationalsozialisten, und mit ihrem Untergang ist davon auch nichts in seinem Leben übrig geblieben. Das fand ich sehr wichtig anhand seiner Figur zu erzählen. Übrigens war etwas, das ich besonders reizvoll und spannend am Schreiben dieses Romans fand, auch diese Möglichkeit, die Menschen auf der einen Seite jung mit ihren Träumen, Wünschen und Vorstellungen und auf der anderen Seite dann später zu erzählen, was aus ihnen als ältere Menschen geworden ist.
      Ach, "Bild" direkt habe ich ja nie geschrieben ... :-,
    • Teufelsweib schrieb:

      Die direkte Konfrontation mit dem Leid der Betroffenen kürzlich, hat Edith die Augen geöffnet. Sie persönlich sieht es als ihre Berufung, den Menschen zu helfen und nichts und niemand, auch nicht Jules, kann sie von diesem Vorhaben abbringen.


      Teufelsweib schrieb:

      Edith durchläuft in kürzester Zeit eine große Wandlung. Ihre anfängliche Gleichgültigkeit ist dem Tatendrang, Hilfe zu leisten und Gutes zu tun, gewichen.


      Die Entwicklung von Edith finde ich sehr glaubhaft dargestellt. Ihr Leben in der "Parallelgesellschaft", zwischen etlichen Banketten, Festen und dem Pomp hat sie sich genauso leer gefühlt wie damals im Café, wo ihr klar wurde, dass sie nicht zur Schauspielerin geboren ist. Dass diese Festlichkeiten immer mit hohen Vertretern des NS-Regime, mit denen Maximilian super Geschäfte trieb, einhergingen, ließ sie dann zur Schauspielerin im richtigen Leben werden. Maximilians Trophäe, glanzvoll, aber nur netter Beischmuck.

      Als Jules ihr die Augen öffnet, merkt sie, dass sie als Person etwas bewegen kann und dass sie viel mehr ist, als die bedeutungslose, leere Hülle, zu der sie neben Maximilian geformt wurde. Lächeln in Kinderaugen zaubern ist erst der Anfang. Ediths Stärken kehren zurück und ihre Persönlichkeit wird auch für die, die sie nicht so kennen wie Dora, greifbar.
    • Claire Winter schrieb:

      Ja, aber so sind sie bzw. waren sie ja dann am Ende doch auch, oder ...?

      Ja. Und vor allem so bieder. Hast Du mal Adolf Eichmann in seinem Prozess gesehen ? Da war er ja auch fast 20 Jahre älter. Sah aus wie ein langweiliger Buchhalter in Pension. So ein kleines Männeken, so unscheinbar.

      Wilhelm sagt ja auch zu Dora als er sah dass sie die Bilder bemerkt hatte "Das war meine beste Zeit" Absolut, er war vorher ein Nichts und hinterher ein Nichts. Wie so viele aus dieser Zeit.
      Ich denke, das wolltest Du auch ausdrücken.

      Claire Winter schrieb:

      Ach, "Bild" direkt habe ich ja nie geschrieben ...

      Nö, hast Du nicht :lol: Aber schwer zu erkennen wars nicht :loool:
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • ArisA schrieb:

      Carla stattet ihrem Onkel Wiliam einen Besuch ab. Zuerst nicht wirklich begeistert von seiner Art, lässt sie sich trotzdem zu einem Drink einladen. Er wusste nicht wo Dora steckte und ist erstaut, das sie in England ist

      Ich habe mich zwar nicht darüber gewundert, dass Dora ihrem unsympathischen Bruder nichts von ihrer geplanten Emigration gesagt hat, aber ich fand es merkwürdig, dass Wilhelm offenbar nie etwas unternommen hat, um herauszubekommen, was mit seiner Schwester geschehen ist.

      ArisA schrieb:

      Klar, war wohl nicht super angesehen in dieser Zeit, aber auch nicht so schlimm, dass man nie mehr ein Wort drüber verliert...

      Doch, das war zu dieser Zeit extrem schlimm und galt als "Rassenschande". Da Wilhelm seine nationalsozialistische Einstellung nie verloren hat, ist es klar, dass ihm Ediths Beziehung zu einem Juden auch Jahre später noch ein Graus ist.
      Er selbst hat wohl nie eine Familie gegründet? Das ist eigentlich unlogisch, denn als überzeugter Nazi hätte er eigentlich mit einer stattlichen arischen Frau viele Kinder für den Führer zeugen müssen.

      Teufelsweib schrieb:

      Besonders interessant zu lesen in diesen Kapiteln waren wieder die Szenen bei den jüdischen Familien, die abermals sehr eindringlich geschildert werden. Die Erleichterung der Mutter, dass ihre Kinder in Sicherheit gebracht werden, kann man genauso gut nachvollziehen wie die Verzweiflung und die Ungewissheit darüber, dass die eigenen Kinder in ein fremdes Land gebracht werden, ohne zu wissen, ob man je wieder mit ihnen vereint sein wird.

      Es muss nicht mal ein fremdes Land sein. Meine Mutter war bei der Kinderlandverschickung dabei, was für sie und ihre Eltern nicht leicht war. Für Annabelle Lichtberg im Buch war es natürlich noch schlimmer, weil ein hohes Risiko bestand, die Kinder nicht mehr wiederzusehen.

      Teufelsweib schrieb:

      Mittlerweile bin ich mir zu 100% sicher, dass Edith von Jules schwanger wird, was sie bisher mit Maximilian ja bewusst vermieden hat.

      Sie hat versucht, es zu vermeiden, wobei die Verhütung vor Einführung der Pille nicht bombensicher war.

      Jessy1963 schrieb:

      Örgs, was für ein ekeliger Onkel. Da hast Du aber voll das Klischee rangenommen, liebe @Claire Winter ! Feinrippunterhemd mit Hosenträgern, ungepflegte Haare, schäbige Einrichtung, billiger Schnaps und die BILD-Zeitung samt Nackedei-Mädchen auf dem Tisch Herrlich. Sorry, aber da musste ich doch ein wenig grinsen.

      Bei Wilhelm hatte ich immer den Schauspieler Bernd Michael Lade vor Augen. :wink:
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      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Was ich eigentlich noch zu den Kindern sagen wollte, die nach England "geschickt" werden. Erst kürzlich hab ich einen Show-Ausschnitt gesehen (leider weiss ich nicht mehr welche Show es war). Eine Frau hat auf dem Dachboden Fotos von Kindern gefunden mit Briefen von Eltern, die diese adobtiert haben. Sie hat rausgefunden, dass er im Krieg über 100 Kindern geholfen hat nach England zu kommen. Und so hat sie das einer Show mitgeteilt und die haben dann Nachkommen dieser Kinder zur Show eingeladen und die Frau hat ihren Mann mitgenommen. Die Showmasterin hat dann das Publikum gefragt, wer denn ohne diesen Mann nicht da wäre soll aufstehen. Und da stand das ganze Publikum auf. Leider weiss ich keine Namen mehr, aber es war sehr eindrücklich. Auch die Reaktion des Mannes. :drunken:
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    • €nigma schrieb:

      Bei Wilhelm hatte ich immer den Schauspieler Bernd Michael Lade vor Augen.

      Hm, okay. Ich musste eben erst googlen, ich schau doch so selten fern. Lieber in den anderen Monitor :wink: Ist ja sogar ein ehemaliger Ostschauspieler. Hm, irgendwie sagt der mir gar nix. Weder vom Namen noch vom Gesicht. Aber ich bin echt der totale TV-Legastheniker. Wenn mein Mann nicht da ist ist der bei mir manchmal zwei Wochen am Stück gar nicht an. :wink:
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • bittersweetlight schrieb:

      Als Jules ihr die Augen öffnet, merkt sie, dass sie als Person etwas bewegen kann und dass sie viel mehr ist, als die bedeutungslose, leere Hülle, zu der sie neben Maximilian geformt wurde.

      Genau so habe ich das auch gesehen ... :)

      Jessy1963 schrieb:

      Ja. Und vor allem so bieder. Hast Du mal Adolf Eichmann in seinem Prozess gesehen ? Da war er ja auch fast 20 Jahre älter. Sah aus wie ein langweiliger Buchhalter in Pension. So ein kleines Männeken, so unscheinbar.

      Ja, habe ich - unglaublich, oder? "Langweiliger Buchhalter" trifft es. Hannah Arendt, die über diesen Prozess für eine amerikanische Zeitung damals berichtet hat, hat ihn übrigens auch genau so beschrieben - vor allem als erschreckend gewöhnlich. Sie hat ein Buch über den Eichmann-Prozess geschrieben, das den den bezeichnenden Untertitel "Banalität des Böses" trägt.

      €nigma schrieb:

      Es muss nicht mal ein fremdes Land sein. Meine Mutter war bei der Kinderlandverschickung dabei, was für sie und ihre Eltern nicht leicht war.

      Das kann ich mir gut vorstellen. Solche Trennung sind bestimmt immer traumatisch.

      €nigma schrieb:

      Ich habe mich zwar nicht darüber gewundert, dass Dora ihrem unsympathischen Bruder nichts von ihrer geplanten Emigration gesagt hat, aber ich fand es merkwürdig, dass Wilhelm offenbar nie etwas unternommen hat, um herauszubekommen, was mit seiner Schwester geschehen ist.

      Also, nach dem Krieg war es ja ohnehin sehr schwierig aus Deutschland heraus, irgendwelche Nachforschungen anzustellen und ich habe es außerdem auch so gesehen, dass Wilhelm sehr vorsichtig war und den Kontakt mit den Behörden nach dem Krieg tunlichst vermieden hat, weil er niemanden auf seine Nazi-Vergangenheit aufmerksam machen wollte. Sicherlich hat er aber, auch wenn er Carla davon nicht direkt erzählt hat, Fragen in seinem Umfeld gestellt, aber Dora und Paul haben ihre Spuren ja sehr gut verwischt.

      €nigma schrieb:

      Bei Wilhelm hatte ich immer den Schauspieler Bernd Michael Lade vor Augen.

      Sehr schöne Idee! :)

      ArisA schrieb:

      Was ich eigentlich noch zu den Kindern sagen wollte, die nach England "geschickt" werden. Erst kürzlich hab ich einen Show-Ausschnitt gesehen (leider weiss ich nicht mehr welche Show es war). Eine Frau hat auf dem Dachboden Fotos von Kindern gefunden mit Briefen von Eltern, die diese adobtiert haben. Sie hat rausgefunden, dass er im Krieg über 100 Kindern geholfen hat nach England zu kommen. Und so hat sie das einer Show mitgeteilt und die haben dann Nachkommen dieser Kinder zur Show eingeladen und die Frau hat ihren Mann mitgenommen. Die Showmasterin hat dann das Publikum gefragt, wer denn ohne diesen Mann nicht da wäre soll aufstehen. Und da stand das ganze Publikum auf. Leider weiss ich keine Namen mehr, aber es war sehr eindrücklich. Auch die Reaktion des Mannes.

      Oh, ist das rührend und toll!!! Das hätte ich zu gerne gesehen.
    • Claire Winter schrieb:

      Ja, habe ich - unglaublich, oder? "Langweiliger Buchhalter" trifft es. Hannah Arendt, die über diesen Prozess für eine amerikanische Zeitung damals berichtet hat, hat ihn übrigens auch genau so beschrieben - vor allem als erschreckend gewöhnlich. Sie hat ein Buch über den Eichmann-Prozess geschrieben, das den den bezeichnenden Untertitel "Banalität des Böses" trägt.

      Hannah Arendt war eine sehr intelligente Frau und hatte ja auch selbst ein sehr bewegtes Leben. "Banalität des Bösen" trifft es haargenau !
      Kennst Du die Dokumentation "Shoa" von Claude Lanzmann ? Ganz genau dieser Typ "alter biederer Mann" ist dort zu sehen. Erschreckend wie haargenau geschildert wird wie die Tötungsprozesse in Auschwitz abliefen. Bis ins kleinste Detail geplant und durchstrukturiert. Und sie erzählen das in einem Tonfall und so emotionslos als würden sie davon berichten wie sie am Wochenende ihren Garten umgegraben hätten. Ich fand das unglaublich. Aber wie gesagt, sie sahen alle genauso aus. Hier bspw. erörtert einer Tötungen in Treblinka. Mit seinem Zeigestock wie ein Erdkundelehrer. Singt sogar noch stolz ein Lied vorher. Unfassbar. Ich habe schon oft gedacht ob die überhaupt je begriffen haben was genau sie da getan haben ? Suchten sie diese Bilder nie nachts in ihren Träumen heim ? Wie kann man nur so abgebrüht sein.
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Jessy1963 schrieb:

      Hm, irgendwie sagt der mir gar nix. Weder vom Namen noch vom Gesicht

      Er hat früher mit Peter Sodann im Leipziger Tatort gespielt. Vor ein paar Wochen habe ich ihn in einem Film gesehen, in dem er einen schmierigen Kotzbrocken spielte, genauso stelle ich mir Wilhelm vor. :lol:

      Claire Winter schrieb:

      Sehr schöne Idee!

      Ich habe beim Lesen oft Gesichter vor Augen. Auch für Edith habe ich eine ziemlich genaue Vorstellung, kann das aber schlecht beschreiben. Ungefähr so wie eine sehr elegante Freundin meiner Mutter in ihrer Jugend. :loool:
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      (Francis Bacon)
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    • €nigma schrieb:

      Vor ein paar Wochen habe ich ihn in einem Film gesehen, in dem er einen schmierigen Kotzbrocken spielte, genauso stelle ich mir Wilhelm vor.

      Ja, so entstehen Kopfbilder. :)
      Edith stelle ich mir immer so vom Typ her vor wie Marlene Dietrich. Nein, jetzt nicht auf dem Fass sitzend wie in "Blauer Engel" :loool: Eher so generell von der Erscheinung her.
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • ArisA schrieb:

      Die Nachbarin erzählt ihr, dass die Freundschaft zwischen Edith und Dora ziemlich befremdlich war, aber die Threussenberg seien ja sowieso ziemlich modern gewesen für die Zeit. Sie erzählt auch vom Unfall auf dem gefrorenen See.

      Ich frag mich immer noch, warum Carlas Eltern ihr nie von dieser Zeit erzählt haben. Ich meine, von seiner besten Kindheitsfreundin und wie man aufgewachsen ist, spricht man doch mal, oder?

      Teufelsweib schrieb:

      Das war eine ziemlich überraschende Szene und auch ich frage mich, was Tom wohl mit David zu bereden hat... Ob es dabei wirklich nur um Carla geht, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Trotzdem fehlt mir nach wie vor eine Idee, wie Tom in das Ganze involviert sein könnte... Sehr mysteriös

      Ich denke, bei Tom steht nur Tom an oberster Stelle. Seine Karriere ist ihm das Wichtigste und dafür schreckt er sicher auch nicht vor Drohungen gegenüber einem Journalisten zurück.

      Teufelsweib schrieb:

      Mittlerweile bin ich mir zu 100% sicher, dass Edith von Jules schwanger wird, was sie bisher mit Maximilian ja bewusst vermieden hat. Die Schmach, dass seine Frau mit einem Juden ein Kind gezeugt hat, wird Maximilian nicht auf sich sitzen lassen und wer weiß zu welchen Taten er fähig sein wird... Ihm (und seinen Nazi-Freunden) traue ich alles zu!

      Ich neige dazu zuzustimmen. Aber irgendwie habe ich da immer auch noch Heinrich im Hinterkopf....

      Claire Winter schrieb:

      Ja, aber so sind sie bzw. waren sie ja dann am Ende doch auch, oder ...? Im Alter wird Wilhelm eben auf die totale "Durchschnittlichkeit" zurückgeworfen. Alles, was er Besonderes war, war er durch das Regime der Nationalsozialisten, und mit ihrem Untergang ist davon auch nichts in seinem Leben übrig geblieben. Das fand ich sehr wichtig anhand seiner Figur zu erzählen. Übrigens war etwas, das ich besonders reizvoll und spannend am Schreiben dieses Romans fand, auch diese Möglichkeit, die Menschen auf der einen Seite jung mit ihren Träumen, Wünschen und Vorstellungen und auf der anderen Seite dann später zu erzählen, was aus ihnen als ältere Menschen geworden ist.

      Das finde ich ganz toll an deinem Buch, dass man die Entwicklung der Charaktere über so eine lange Zeit beobachten kann!

      €nigma schrieb:

      Ich habe mich zwar nicht darüber gewundert, dass Dora ihrem unsympathischen Bruder nichts von ihrer geplanten Emigration gesagt hat, aber ich fand es merkwürdig, dass Wilhelm offenbar nie etwas unternommen hat, um herauszubekommen, was mit seiner Schwester geschehen ist.

      Ehrlich gesagt hab ich mich darüber kaum gewundert. Besonders viel an seiner Schwester ist ihm wohl nie gelegen. Ich glaube, dass sie schon nach dem Tod der Mutter kaum oder gar keinen Kontakt gehabt haben.

      Jessy1963 schrieb:

      €nigma schrieb:

      Bei Wilhelm hatte ich immer den Schauspieler Bernd Michael Lade vor Augen.

      Hm, okay. Ich musste eben erst googlen, ich schau doch so selten fern. Lieber in den anderen Monitor :wink: Ist ja sogar ein ehemaliger Ostschauspieler. Hm, irgendwie sagt der mir gar nix. Weder vom Namen noch vom Gesicht. Aber ich bin echt der totale TV-Legastheniker. Wenn mein Mann nicht da ist ist der bei mir manchmal zwei Wochen am Stück gar nicht an. :wink:

      So geht's mir auch meistens. Ich ziehe geschriebene Geschichten vor. :wink:
      Der Name hat mir jetzt auch nichts gesagt, aber das Gesicht kam mir dann doch ein bisschen bekannt vor. Er hat in "Komm, süßer Tod" mitgespielt, den Film hab ich in jungen Jahren einige Male gesehen...

      Und jetzt darf ich endlich wieder ein bisschen Neugierde befriedigen und weiter lesen :)
      Ich lese gerade

      “Words are pale shadows of forgotten names. As names have power, words have power. Words can light fires in the minds of men. Words can wring tears from the hardest hearts.”
      ― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
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