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Teil 1: Prolog bis Abschnitt 33 (Seiten 7-149)

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    • Ebenfalls bis einschließlich Kapitel 5

      Hallo zusammen,
      mittlerweile bin ich bis einschließlich Kapitel 5 im Bilde und bisher sehr angetan von dem Buch.

      Den Prolog fand ich zwar interessant, aber muss ehrlich gestehen, dass ich ein klein wenig enttäuscht davon war, obwohl ich nicht genau definieren kann an was es gelegen hat. Es läuft sehr hektisch ab und als Leser war ich mit den ersten Eindrücken über die Angst der jungen Frau gleich ein wenig überfordert. Allerdings passt die angespannte Situation, keinen klaren Gedanken fassen zu können, zu den Gefühlen des Mädchens. Nachdem in ihrem zuhause etwas vorgefallen sein muss, wird sie sogleich auch noch von einem unheimlichen Fremden mit offenbar schrecklichen Behauptungen über eine ihre nahestehende Person konfrontiert.

      Nach dem Prolog wechseln wir ins Jahr 1975 zu Carla, die mit ihrem Gedächtnisverlust zu kämpfen hat. Wir lernen dabei zuerst ihren Ehemann Tom kennen, der alles andere als einen sympathischen Eindruck hinterlässt, auch wenn er sich noch so rührend um Carla kümmert. Hinter seiner fürsorglichen Fassade, lässt er eiskalte Charakterzüge erkennen, vor allem wenn es um seine berufliche Karriere geht. Der Grund, warum er allerdings verhindern will, dass Carla ihr Gedächtnis zurückerlangt, erschließt sich mir noch nicht. Viel besser gefiel mir daher der Vorschlag von Carlas Freundin Rachel. Bisher mag ich sie, kann sie aber noch schwer einschätzen und bin gespannt, ob sie noch eine größere Rolle spielen wird oder, so wie der Psychiater, eine eher neutrale Figur abgibt. Wobei ich mir bei Carlas Arzt allerdings gut vorstellen könnte, dass er mit Tom unter eine Decke steckt, da sie nur über dessen Bekanntschaft mit dem Mann zu ihm in Behandlung kam...

      Spätestens nach all der Geheimnistuerei, die jede Menge Fragen aufwerfen, und der Erwähnung von Carlas Schwester zog mich das Buch endgültig in den Bann. Nachdem Carla dann auch noch David Grant kennen lernt, der ihr einige Details aus den letzten (vergessenen) Monaten berichtet, musste ich mich bremsen um nicht einfach weiter zu lesen. Die Spannung und der flüssige Schreibstil machen es einem auch nicht leicht :wink:

      ArisA schrieb:

      Im ersten Moment hat mich das an das Buch "Ich.Darf.Nicht.Schlafen" erinnert, welches ich nicht wirklich gemocht habe. Da hatte ich schon Angst, dass es ähnlich wird. Der Ehemann, der etwas verheimlicht. Der Psychiater. Die Amnesie...Aber bis jetzt gehts. Und es gefällt mir bis jetzt auch definitiv viel besser!
      Oh ja, an dieses Buch musste ich ebenfalls denken und auch mir gefiel es damals nicht wirklich. Bisher sind ja da wirklich viele Parallelen, aber ich hoffe, dass sich die Geschichte in "Die verbotene Zeit" anders entwickeln wird. Da sich Carla im weiteren Verlauf höchstwahrscheinlich auch mit der Vergangenheit ihrer Mutter beschäftigen wird, gehe ich auf jeden Fall davon aus :)

      Moudschegiebchn schrieb:

      Ist euch im übrigen aufgefallen das in der Innenseite des Buches die Karte das geteilte Deutschland zeigt, aber auch mit den Grenzen wie sie 1937 zu Zeiten des Dritten Reiches waren?
      Uupps, hab ich noch gar nicht gesehen :pale: Finde es aber gut, wenn solche Karten immer dabei sind, da diese dem Leser die örtliche Orientierung sehr erleichtern.

      €nigma schrieb:

      Die junge Frau, die im Prolog vor ihrem gewalttätigen Ehemann wegläuft, dürfte vermutlich Anastasia sein.

      €nigma schrieb:

      1975 ist die Schwester von Carla seit 16 Jahren verschwunden, der Prolog, in dem eine junge Frau möglicherweise verschwindet, spielt 1959 - da drängt sich diese Vermutung auf.
      Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, sondern glaubte, dass es eher ihre Mutter gewesen sein könnte, was aber nach der zeitlichen Berechnung ja gar nicht realistisch wäre, sondern wirklich für Anastasia spricht, denn es wurde ja nicht explizit erwähnt in welcher Beziehung sie zu dem Mann steht, vor dem sie flieht.

      dreamworx schrieb:

      und wollte eigentlich nur eine Stunde lesen. Daraus sind 5 geworden, das war wie eine Sucht, ich konnte gar nicht aufhören. Man möchte einfach immer weiterlesen.
      5 Stunden??? Dann musst du mit dem Buch ja schon durch sein :P Aber kann ich verstehen, ich musste mich auch schon am Riemen reißen :-,

      dreamworx schrieb:

      Clara lebt mit ihrem Ehemann Tom, der ihr allerdings seit dem Krankenhausunfall fremd geworden ist,
      Diesen Aspekt kann ich nicht so ganz nachvollziehen, denn Carla wird Tom ja schon einige Zeit vor ihrem Unfall gekannt haben und mit mit verheiratet gewesen sein. Kann sich die Sichtweise oder das Empfinden auf bestimmte Personen nach einer Amnesie wirklich so drastisch ändern? Natürlich vorausgesetzt, dass man sich an diese Menschen erinnert.

      bittersweetlight schrieb:

      Schüsselchen schrieb:

      Carla und David ein Liebespaar waren

      Wenn sie keins waren, werden sie bestimmt eins. :wink: *Pilchermodusaus*
      Nach meinem Geschmack wäre das ziemlich klischeebehaftet und hoffe es eher nicht, obwohl ich es tatsächlich nicht ganz ausschließen würde...
      Viele Grüße von Teufelsweib

    • Kapitel 2-5

      Kapitel 2-5

      Wir lernen nun Rachel, Claras Freundin und auch den Psychiater, Dr. Norton kennen. Wieder etwas sympathischere Charaktere.
      Sie erzählt dem Psychologen dass ihre Eltern aus Deutschland kommen (eine Schlüsselinformation welche sicher im Buch noch eine grosse Rolle spielen wird) und dass ihre Schwester Anastasia tot ist.
      Und Rachel von ihren Bedenken ihrem Mann gegenüber und dass er ihr etwas verschweigen könnte.
      In Kapitel 3 scheint sich diese Vermutung ja zu bestätigen, Tom hat definitiv etwas zu verbergen.
      Carla trifft sich mit einem Mr. David Grant, einem Journalisten Durch Zufall wieder an seine Telefonnummer gekommen, erkennt sie, dass sie schon vor ihrem Unfall Kontakt zu ihm hatte. Er kennt sie. Er erzählt ihr von der Freundschaft einer Edith von Stettenheim und ihrer Mutter Dora. Sie will versuchen das nächste Mal ihre Mutter zu Edith zu befragen. Die Mutter lebt wohl in einem Pflegeheim (?) weil sie den Tod der Schwester nicht verwunden hat.
      Alles sehr interessant.

      Teufelsweib schrieb:

      Oh ja, an dieses Buch musste ich ebenfalls denken und auch mir gefiel es damals nicht wirklich.

      Ist ja lustig, Du auch :) Dieses Buch obwohl es nicht gefallen hat, ist aber zumindest im Gedächtnis geblieben :lol:

      Teufelsweib schrieb:

      dreamworx schrieb:
      Clara lebt mit ihrem Ehemann Tom, der ihr allerdings seit dem Krankenhausunfall fremd geworden ist,
      Diesen Aspekt kann ich nicht so ganz nachvollziehen, denn Carla wird Tom ja schon einige Zeit vor ihrem Unfall gekannt haben und mit mit verheiratet gewesen sein. Kann sich die Sichtweise oder das Empfinden auf bestimmte Personen nach einer Amnesie wirklich so drastisch ändern? Natürlich vorausgesetzt, dass man sich an diese Menschen erinnert.

      Das ist ein sehr interessanter Gedanke ! Aber veilleicht ist die Abneigung im Unterbewusstsein bei ihr verankert weil sie vor dem Unfalll was auch immer für Probleme mit ihm hatte ?
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Schüsselchen schrieb:

      Könnte mir vorstellen, dass er vielleicht Fremd gegangen ist, Carla ihn erwischte, er aber keine Trennung möchte, weshalb ihm die Amnesie nur Recht ist, nach dem Motto "Den Schein wahren!"

      Oder sie ist ihm mit einem anderen fremd gegangen und wenn das rauskäme, wäre seine Karriere in Gefahr... :-k Oder er hat vielleicht das Gefühl, dass zwischen ihr und David etwas ist...

      €nigma schrieb:

      Vielleicht hat er den Unfall selbst inszeniert, weil Carla kurz davor war, etwas Wichtiges zu entdecken?

      Ja schon. Aber wer sagt denn, dass sie den Unfall überlebt und dann auch noch das Gedächtnis der letzten 6 Monate verliert? Ich arbeite ja im Spital und sehe viele Patienten, die eine Amnesie für das Geschehen (also den Unfall) haben und nicht mehr. Wenn er also den Unfall selber inszeniert hat, dann mit der Absicht sie zu töten, denn der Rest ist purer Zufall.

      Schüsselchen schrieb:

      Könnte es vielleicht sein, dass auch Carla und David ein Liebespaar waren?

      Ich denke nicht. Denn sie siezen sich ja noch. Wobei, dass auch sein könnte weil sie ihn ja nicht mehr erkennt... :-k

      Schüsselchen schrieb:

      Nebenher wird ein Einblick in die politische und wirtschaftliche Situation gewährt

      Ich find das super. Es ist nicht mega viel darüber, dass es langatmig wird und trotzdem genug, damit man sich doch in diese Zeit versetzten kann. Und definitiv interessanter, als es unser Geschichtslehrer erzählte :loool:
      :study: J.R.R. Tolkien - Beren und Lúthien
      :study: 2017: 9 Bücher -> ~4666 Seiten
      :rambo: SUB: 58


      Book hangover: Inability to start a new book, because you're still living in the last book's world. :drunken:
    • Hallo!

      Dass der Unfall inszeniert gewesen sein könnte, ist eine interessante Idee. Darauf bin ich gar nicht gekommen. Das wäre natürlich hart für Carla, sollte sich diese Theorie als zutreffend herausstellen. Es ist für sie schon schlimm genug, nicht zu wissen, was in den sieben Monaten vor ihrem Unfall geschehen ist. Ihre Bedenken, ihre Ängste und Selbstzweifel, kann ich gut nachfühlen.

      Rachel ist eine echte Freundin, ich hoffe, sie wird noch eine größere Rolle spielen.

      Carla und David als Liebespaar? Vorstellen könnte ich es mir, und als störend empfnden würde ich es auch nicht. Sollte das zutreffend,hätte Tom natürlich Grund zur Eifersucht. Aber bei all den Problemen, die im Buch angesprochen werden, wäre es für mein Empfinden zu dick aufgetragenm sollte Tom - was auch immer - aus Eifersucht getan haben.

      Ich lasse mich mal überraschen, was noch enthüllt wird.
      Ich lese gerade:
      "Serva III: Drachenfall" von Arik Steen (pausiert)
      "Wege des Herzens" von Maeve Binchy
    • Carla
      1 - 5 bis Seite 41


      In dem Abschnitt lernen wir Carla, 28 Jahre alt, kennen.

      Sehr gut hat mir gefallen in dem Abschnitt, wie die Stimmung des Moment mit Hilfe vom Nebel eingefangen wurde. Fand die Beschreibung gut.

      Carla hatte einen Unfall gehabt, bei dem sie ihren Gedächtnis verlor und zwar Erinnerungen an 7 Monate ihres Leben.

      Da kann man darüber spekulieren, ob was besonderes zur der Zeit sich ereignet hat. Manchmal ist es so, dass das Unterbewusste wichtige Momente, verbirgt. Könnte sein, dass zu der Zeit, an die Carla sich nicht erinnert, was Wichtiges passiert ist, was sie erschüttert oder schockiert hat. :-k

      Außerdem treffen wir ihren Mann Tom und erfahren, dass sie eine enge Freundin Rachel hat.

      Die Protagonisten, die enge Freundschaften pflegen sind mir auf Anhieb sympathisch. Rachel macht auf mich den Eindruck, dass sie mir gefallen könnte. Carla hingegen kann ich noch nicht so gut fassen. Sie ist verstört und irgendwie noch undefinierbar, aber nicht unsympathisch.

      Bin gespannt auf die Carla und natürlich auf die vergessene Ereignisse. Welche Erlebnisse, welche Erinnerungen oder Vorkommnisse fehlen ihr? Sie fühlt sich auch äußerst unwohl dabei, dass sie sich nicht erinnern kann. Was ich mir gut vorstellen kann.

      Es passiert einiges zur Anfang. Es kommen viele Informationen zusammen: Carla hatte schon einiges erlebt in ihrem Leben. Da muss ich an die verstorbene Schwester denken, Fehlgeburt oder psychisch kranke Mutter. :(

      Calra versucht einige Erklärungen für sich zu finden. Welche Erinnerungen sind ihr abhanden gekommen? Irgendwas scheint nicht zu stimmen, und ihr Mann Tom sag auch nicht alles, was er weiß. Dadurch wird er mir unsympathisch. Es kann natürlich sein, dass er versucht seine Frau zu beschützen, aber eher wirkt es so, dass er versucht was zu verbergen.


      Anmerkungen

      Buchfresser schrieb:

      Der Einstieg ist für mich schon einmal sehr gelungenund wird durch einen flüssigen Stil unterstützt.
      da muss ich dir zustimmen. Es hat keine Seite gedauert bis man in der Geschichte drin war. Und am liebsten möchte man ohne Unterbrechung weiter lesen, um schneller zu erfahren, was Sache ist :)

      Claire Winter schrieb:

      Das freut mich, ich finde das vor allem am Anfang des Romans, wenn man die Figuren und Zeitebenen noch nicht richtig kennt, auch immer sehr wichtig.
      ganz genau, gerade am Anfang da weiß man noch nicht wie viele Protagonisten auftreten werden, wie viele Handlungsebenen es in dem Roman gibt, da ist es sehr hilfreich, solche Anhaltspunkte zu haben. Leider machen es nicht alle Autoren.

      ArisA schrieb:

      Da geht es mir genau so. Wobei ich es auch etwas doof von ihr finde, dass sie bei ihm bleibt, wenn es schon mehr vorgekommen ist.
      die Idee der Trennung ist mir noch gar nicht in den Sinn gekommen. Wir wissen noch nicht ob dieser Streit zwischen Partner stattgefunden hat oder vielleicht tatsächlich zwischen einem Vater und Tochter... Ist noch alles möglich.

      Moudschegiebchn schrieb:

      Aber außerhalb davon fällt es mir noch schwer ein Bild von ihr zu machen. Wenn ihr versteht was ich meine?
      so ist es mir mit Carla auch ergangen. Bis jetzt wie ich schon geschrieben habe, habe ich keinen eindeutigen Gefühl ihr gegenüber. Ich finde sie irgendwie neutral. Die andere Protagonisten interessieren mich im Moment sogar noch mehr als sie.


      Moudschegiebchn schrieb:

      Auch mit einem großen Altersunterschied kann man sich sehr gut verstehen, mich und meine Schwester trennen fast 8Jahre und wir versthen uns sehr gut.
      bei dir auch :D
      Meine Schwester ist ebenfalls 8 Jahre älter als ich und es war sehr schön mit ihr zusammen aufzuwachsen. Wir verstehen uns immer noch sehr gut. O:-)
      2017: Bücher: 147/Seiten: 59 248
      2016: Bücher: 177/Seiten: 74 766
      ------------------------------
      "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"
      Dalai Lama
    • Jessy1963 schrieb:

      Liebe @Claire Winter verzeih bitte diesen Exkurs zu einem anderen (für mich schlechten) Buch, GsD war das nur eine ganz kurze Ähnlichkeit. Da ich auch schon weiter gelesen hatte weiss ich dass es nicht in diese Richtung geht.


      Also, jetzt muss ich mal nachschauen, von welchem Buch ihr da alle überhaupt sprecht ....

      dreamworx schrieb:

      Liebe Claire, ich finde es wunderbar, dass Du bei dieser Runde dabei bist und uns begleitest. Das ist was ganz Besonderes. Das Cover ist wirklich zauberhaft und spiegelt die damalige Zeit wieder. Wenn ich mir die Laternen ansehe - einige von denen gibt es auch hier in Berlin. Es passt wirklich wunderschön zu der Geschichte, zumindest zu dem, was ich bisher gelesen habe.


      Vielen Dank! Auch wenn ich es schon mal gesagt habe, ich freue mich sehr darüber und empfinde das genauso. :)

      Madl10 schrieb:

      Moudschegiebchn schrieb:
      Ich bin ja ein großer Fan von Prologen. Anfangs werfen sie viele Fragen auf und machen Lust auf's weiterlesen. Und dann kommt im Laufe des Buches der Punkt, an dem alles einen Sinn ergibt.

      Ich auch . Ich liebe es wenn man schon am Anfang beginnen kann zu rätseln. Gerade in einer Leserunde macht es immer besonders Spaß die verschiedenen Ideen und Meinungen zu lesen.


      Das geht mir auch so. :) Für mich ist ein Prolog übrigens auch beim Schreiben ganz wichtig, weil er ja so etwas wie der Schlüssel zum Roman ist. Solange der Prolog nicht stimmt, kann ich auch nicht richtig mit dem Buch anfangen.

      Madl10 schrieb:

      €nigma schrieb:


      Moudschegiebchn schrieb:
      Auch mit einem großen Altersunterschied kann man sich sehr gut verstehen, mich und meine Schwester trennen fast 8Jahre und wir versthen uns sehr gut.

      Wenn beide erwachsen sind, kann ich mir das vorstellen. Aber zwischen 12 (so alt müsste Carla beim Verschwinden der Schwester gewesen sein) und 20 liegen doch Welten.


      Ich kann aus eigener Erfahrung auch bestätigen, das man auch mit 12 Jahren mit seiner 8 Jahre älteren Schwester ein sehr sehr gutes Verhälnis haben kann. Denn so war (und ist es auch noch heute) zwischen mir und meiner Schwester.


      Ja, genau so habe ich mir das auch vorgestellt. Manchmal ist der Altersunterschied vielleicht auch wirklich trennend, aber ich persönlich kenne einige Geschwisterpaare, bei denen die Beziehung trotz des Altersunterschieds sehr eng ist und immer war, auch wenn sie vielleicht etwas elterlich geprägt ist.

      buechereule schrieb:

      Denn irgendetwas muss doch passiert sein oder sollte Carla sich nur etwas einbilden.


      Ich glaube, da liegst Du ganz richtig ... :)

      Schüsselchen schrieb:

      Man spürt allerdings auch regelrecht die Angst von Tom, dass die Erinnerung zurückkehrt.

      Ja, genau das spürt Carla auch unterbewusst. Auch wenn sie noch nicht versteht, warum das so ist.

      Buchfresser schrieb:

      Schüsselchen, den eingearbeiteten historischen Hintergund fand ich auch sehr gut dargestellt. Man bekommt einen Eindruck davon, wie sich die politischen Geschehnisse und die wirtschaftliche Situation direkt auf die Menschen ausgewirkt haben, die zuerst noch optimistisch waren und glaubten, das "ginge vorbei". Sie konnnten ja nicht ahnen, dass diese Verkettung von Krisen und schwelendem Judenhass noch viel größeres Leid verursachen sollten.


      Das fand ich bei meinen Recherchen auch so interessant und es war mir ganz wichtig im Roman eben auch diese Entwicklung hin zu den Nazis zu zeigen. Aus heutiger Sicht fragt man sich ja immer, wie es nur dazu kommen konnte.
    • Claire Winter schrieb:

      Also, jetzt muss ich mal nachschauen, von welchem Buch ihr da alle überhaupt sprecht ....

      Von diesem hier.
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Teufelsweib schrieb:

      Allerdings passt die angespannte Situation, keinen klaren Gedanken fassen zu können, zu den Gefühlen des Mädchens.


      Ja, genau das war mir hier auch wichtig. Sie ist ja völlig außer sich .... Mehr darf ich hier ja leider noch nicht sagen. :)

      Teufelsweib schrieb:

      Wir lernen dabei zuerst ihren Ehemann Tom kennen, der alles andere als einen sympathischen Eindruck hinterlässt, auch wenn er sich noch so rührend um Carla kümmert. Hinter seiner fürsorglichen Fassade, lässt er eiskalte Charakterzüge erkennen, vor allem wenn es um seine berufliche Karriere geht.


      Tom ist in der Tat ein zwiespältiger Charakter. Sein Karriere ist ihm schon sehr wichtig.

      Jessy1963 schrieb:

      Teufelsweib schrieb:
      dreamworx schrieb:
      Clara lebt mit ihrem Ehemann Tom, der ihr allerdings seit dem Krankenhausunfall fremd geworden ist,
      Diesen Aspekt kann ich nicht so ganz nachvollziehen, denn Carla wird Tom ja schon einige Zeit vor ihrem Unfall gekannt haben und mit mit verheiratet gewesen sein. Kann sich die Sichtweise oder das Empfinden auf bestimmte Personen nach einer Amnesie wirklich so drastisch ändern? Natürlich vorausgesetzt, dass man sich an diese Menschen erinnert.

      Das ist ein sehr interessanter Gedanke ! Aber veilleicht ist die Abneigung im Unterbewusstsein bei ihr verankert weil sie vor dem Unfalll was auch immer für Probleme mit ihm hatte ?


      Ja, Carla fragt sich ja auch, woher diese Entfremdung zwischen ihnen auf einmal kommt und ahnt unterbewusst, dass sie nicht nur von dem Unfall herrühren kann.

      ArisA schrieb:

      Schüsselchen schrieb:
      Könnte mir vorstellen, dass er vielleicht Fremd gegangen ist, Carla ihn erwischte, er aber keine Trennung möchte, weshalb ihm die Amnesie nur Recht ist, nach dem Motto "Den Schein wahren!"

      Oder sie ist ihm mit einem anderen fremd gegangen und wenn das rauskäme, wäre seine Karriere in Gefahr... Oder er hat vielleicht das Gefühl, dass zwischen ihr und David etwas ist...


      Buchfresser schrieb:

      Carla und David als Liebespaar? Vorstellen könnte ich es mir, und als störend empfnden würde ich es auch nicht. Sollte das zutreffend,hätte Tom natürlich Grund zur Eifersucht. Aber bei all den Problemen, die im Buch angesprochen werden, wäre es für mein Empfinden zu dick aufgetragenm sollte Tom - was auch immer - aus Eifersucht getan haben.


      Also, ich liebe Eure Spekulationen und es fällt mir gar nicht so leicht, dass ich hier nichts dazu sagen darf ... :)

      Emili schrieb:

      Es passiert einiges zur Anfang. Es kommen viele Informationen zusammen: Carla hatte schon einiges erlebt in ihrem Leben. Da muss ich an die verstorbene Schwester denken, Fehlgeburt oder psychisch kranke Mutter.


      Ja, Carla hat schon ihr Päckchen zu tragen. Diese tragischen Ereignisse haben ihr Leben sehr beeinflusst.
    • Bis Kapitel 5 ( Abschnitt Carla)

      Hab jetzt heute auch starten können. Gestern habe ich es leider nicht mehr geschafft und das obwohl ich so voller Vorfreude auf das Buch gewesen bin, da mir die Schwestern von Sherwood so sehr gefallen hatten.
      Aufgrund des Prologs bin ich auch der Meinung das es sich dabei um Anastasia handeln muss, es passt so ziemlich mit dem Zeitraum zusammen, wann diese verschwunden ist, wobei ich mir während des Schreibens hier auch die Frage stelle ob es vielleicht doch Carla sein kann, die deshalb am Weinen ist als der fremde Mann auf sie einredet, weil dieser ihr etwas über ihre Schwester erzählt und diese vielleicht seitdem verschwunden ist? Es könnte beides möglich sein, wobei mein erster Gedanke Anastasia galt :-k . Ich bin auf jeden Fall gespannt. Ein toller Einstieg ins Buch, welcher direkt Spannung aufkommen lässt.

      Ein weiterer Gedanke der mir gekommen ist, ist das Tom mit Carlas Vater unter einer Decke steckt, denn beide machen sich schließlich Sorgen das Carla ihre Erinnerung zurück erlangen könnte. Auf S.28 kann man dies nachlesen. Also scheint nicht nur Tom irgendwas zu verheimlichen sondern auch ihr Vater :wuetend: . Es bleibt auf jeden Fall spannend und verleitet mich dazu ihren Vater sowie Tom erstmal mit gemischten Gefühlen gegenüber zu treten.

      Ich glaub nicht das David und Carla eine Affäre oder so gehabt haben, er hat sie am Telefon erst recht spät an ihrer Stimme erkannt. Ich find David eigentlich recht sympathisch, jedoch stört mich ein wenig, dass er Carla scheinbar auch irgendwas verschweigt. Die Frage ist was?

      Der erste Abschnitt hat mir schon Super gefallen und macht Lust auf mehr, so dass ich den nächsten Abschnitt versuchen werde heute auch noch zu lesen.
      :study: Ursula Poznanski - Schatten
      :study: Richard Dübell - Der Jahrhundertsturm (ebook)


      2017 gelesen :study: : 10

      2017 gehört :musik: : 2





      2016 gelesen: 30
      2015 gelesen: 43
      2014 gelesen: 38
    • ArisA schrieb:

      Oder sie ist ihm mit einem anderen fremd gegangen und wenn das rauskäme, wäre seine Karriere in Gefahr... Oder er hat vielleicht das Gefühl, dass zwischen ihr und David etwas ist...

      Ich glaube nicht, dass eine Pillepalle-Eifersuchtsgeschichte dahinter steckt. :wink:

      ArisA schrieb:

      Aber wer sagt denn, dass sie den Unfall überlebt und dann auch noch das Gedächtnis der letzten 6 Monate verliert?

      Naja, die Intention wäre im Falle einer Inszenierung natürlich gewesen, dass Carla den Unfall nicht überleben soll. Das ist dann einfach dumm gelaufen. Und ich glaube, wie schon gesagt, nicht, dass man wegen eines Ehebruchs zu solch drastischen Schritten greift.

      ninchen1985 schrieb:

      Ein weiterer Gedanke der mir gekommen ist, ist das Tom mit Carlas Vater unter einer Decke steckt, denn beide machen sich schließlich Sorgen das Carla ihre Erinnerung zurück erlangen könnte.

      Meine Gedanken gingen bereits in die Richtung, ob Carlas Vater vielleicht nicht der Vater von Anastasia gewesen sein könnte und Anastasia dies 1959 erfahren hätte. Allerdings kann ich im Moment Tom noch nicht in diesem Szenario unterbringen. Er scheint sehr geldorientiert, bei ihm könnte ich mir immer eher finanzielle Motive vorstellen (Erbschaft, die seiner Frau zustünde etc.)
      An eine mit Liebschaft Carlas mit David Grant glaube ich derzeit nicht, es könnte sich natürlich noch etwas entwickeln.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Ich war ganz brav und hab mein Buch erst gestern abend aus seiner Folienhülle befreit. Danach habe ich mich extra zusammengerissen und nur den Prolog und das 1. Kapitel gelesen, was gar nicht so einfach war, denn der Schreibstil hat mir von Anfang an gefallen und der Prolog hat meine Neugier schon erwecken können.

      Zum Cover kann ich mich den Meinungen hier nur anschließen. Ich finde es total schön!
      Kapitelüberschriften mag ich auch sehr. Das ist hilfreich bei der Orientierung.

      Prolog und Kapitel 1:

      Ich fand den Mann, den die junge Frau an der Küste trifft, ziemlich unheimlich. Aber irgendwie muss er doch eine für sie bedeutsame Aussage gemacht haben, sonst hätte sie vielleicht doch die Flucht ergriffen?

      Kapitel 1
      Das meiste dazu wurde ja schon gesagt. Ich bin jedenfalls gespannt, wie der Termin mit Dr. Norton auflaufen wird und was Carlas Freundin Rachel ihr mitzuteilen hat.
      Die Reaktion Toms auf Carlas Verabredung mit Rachel fand ich jedenfalls schon ziemlich seltsam.

      melsun schrieb:

      Und die Karten, ich liebe das wenn ich Bücher aufschlage und Karten vor mir habe.

      Ich auch! Ich hab einen Kartentick. Am liebsten würde ich nur Bücher mit Karten drin haben.

      Moudschegiebchn schrieb:

      Ist euch im übrigen aufgefallen das in der Innenseite des Buches die Karte das geteilte Deutschland zeigt, aber auch mit den Grenzen wie sie 1937 zu Zeiten des Dritten Reiches waren? Alleine das finde ich schon interessant, das wird ja seinen Grund haben.

      Wenn man den Klappentext liest, wird Carla wohl noch mit den 1930er Jahren zu tun haben...

      €nigma schrieb:

      Aber zwischen 12 (so alt müsste Carla beim Verschwinden der Schwester gewesen sein) und 20 liegen doch Welten.

      Ich kann mir das irgendwie ganz gut vorstellen, sogar bei noch größeren Abständen. Vielleicht war es dann eher eine elterliche Beziehung, aber verstehen kann man sich ja trotzdem gut und aneinander hängen.

      Madl10 schrieb:

      Bei Tom bin ich mir auch noch völlig unschlüssig was ich von ihm halten soll, aber ich denke Carla wird nicht ohne Grund ein ungutes Gefühl haben.

      So geht es mir auch. Andererseits frage ich mich, ob man dieses Gefühl nicht so oder so hätte, wenn man keine Erinnerungen mehr an so einen langen Zeitraum hat. Ob da nicht zwangsläufig ein gewisses Misstrauen aufkäme? Kommt wahrscheinlich auch auf die eigene Persönlichkeit an. Ich wäre wahrscheinlich so, obwohl ich mir das gar nicht so genau vorstellen mag. Das wär einer meiner persönlichen Albträume.
      Ich lese gerade

      “Words are pale shadows of forgotten names. As names have power, words have power. Words can light fires in the minds of men. Words can wring tears from the hardest hearts.”
      ― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
    • Claire Winter schrieb:

      Also, ich liebe Eure Spekulationen und es fällt mir gar nicht so leicht, dass ich hier nichts dazu sagen darf ...
      Danke, dass du diese Leserunde begleitest, es ist toll, wenn man bei einem Buch mal Einblicke aus der Autorenperspektive erhält! Gleichzeitig frage ich mich immer, was sich der Autor/die Autorin bei unseren ganzen Spekulationen denkt O:-) Bestimmt gibt es Situationen in denen man sich schlapp lachen und ganz gemein denken könnte, wie sehr sich die Leser mit ihren Vermutungen auf dem Holzweg befinden und sich bei der Auflösung noch wundern werden. Andererseits könnte ich mir auch vorstellen, dass dadurch sogar neue Ideen und Anreize hervorgerufen werden könnten...

      ninchen1985 schrieb:

      wobei ich mir während des Schreibens hier auch die Frage stelle ob es vielleicht doch Carla sein kann, die deshalb am Weinen ist als der fremde Mann auf sie einredet, weil dieser ihr etwas über ihre Schwester erzählt und diese vielleicht seitdem verschwunden ist?
      Ein wirklich interessanter Gedanke, den man definitiv nicht gänzlich ausschließen kann...
      Viele Grüße von Teufelsweib

    • Emili schrieb:

      Moudschegiebchn schrieb:
      Aber außerhalb davon fällt es mir noch schwer ein Bild von ihr zu machen. Wenn ihr versteht was ich meine?
      so ist es mir mit Carla auch ergangen. Bis jetzt wie ich schon geschrieben habe, habe ich keinen eindeutigen Gefühl ihr gegenüber. Ich finde sie irgendwie neutral. Die andere Protagonisten interessieren mich im Moment sogar noch mehr als sie.

      Das kann ich verstehen. Ein bisschen ist das tatsächlich auch so gewollt, denn Carla ist ja zu diesem Zeitpunkt ziemlich orientierungslos. Im Gegensatz zu den anderen Protagonisten hat sie keine eindeutige Intention und sucht nach einem Weg und einer Lösung mit ihrem Zustand umzugehen.

      Jessy1963 schrieb:

      Von diesem hier.

      Danke! :)

      ninchen1985 schrieb:

      Ein weiterer Gedanke der mir gekommen ist, ist das Tom mit Carlas Vater unter einer Decke steckt, denn beide machen sich schließlich Sorgen das Carla ihre Erinnerung zurück erlangen könnte. Auf S.28 kann man dies nachlesen. Also scheint nicht nur Tom irgendwas zu verheimlichen sondern auch ihr Vater .

      Stimmt. Und das verunsichert Carla natürlich noch mehr.

      katzerl schrieb:

      Madl10 schrieb:
      Bei Tom bin ich mir auch noch völlig unschlüssig was ich von ihm halten soll, aber ich denke Carla wird nicht ohne Grund ein ungutes Gefühl haben.

      So geht es mir auch. Andererseits frage ich mich, ob man dieses Gefühl nicht so oder so hätte, wenn man keine Erinnerungen mehr an so einen langen Zeitraum hat. Ob da nicht zwangsläufig ein gewisses Misstrauen aufkäme? Kommt wahrscheinlich auch auf die eigene Persönlichkeit an. Ich wäre wahrscheinlich so, obwohl ich mir das gar nicht so genau vorstellen mag. Das wär einer meiner persönlichen Albträume.

      Ich habe mich beim Schreiben ja auch immer wieder damit auseinandergesetzt, wie man sich dabei fühlen muss und ich stelle mir das sehr schwierig vor. Ich glaube auch, dass zwangsläufig ein gewisses Misstrauen entsteht bzw. ein Vertrauensverlust, nicht nur dem eigenen Umfeld, sondern auch sich selbst gegenüber. Das sagen übrigens auch die meisten Betroffenen. Auch die ganz banalen Alltagssituation sind auf einmal schwierig, einfach, weil man z.B. nicht mehr weiß, wen man getroffen oder worüber man gesprochen hat.

      Teufelsweib schrieb:

      Danke, dass du diese Leserunde begleitest, es ist toll, wenn man bei einem Buch mal Einblicke aus der Autorenperspektive erhält! Gleichzeitig frage ich mich immer, was sich der Autor/die Autorin bei unseren ganzen Spekulationen denkt

      Für mich ist das sehr spannend und interessant. Es macht wirklich Spaß, Eure Spekulationen zu lesen. Bei manchen muss man tatsächlich lächeln, manchmal habt ihr aber auch Überlegungen, die ich - als ich die Geschichte des Romans entwickelt habe - selbst hatte und das finde ich dann immer sehr faszinierend. :)
    • Kapitel 3 - 5

      Madl10 schrieb:

      Ein kleine bitte noch an alle: Könnt ihr bitte immer über eure Beiträge schreiben auf welches Kapitel er sich bezieht.

      Das wäre toll, es reicht ja einfach klar im Beitrag zu machen worauf man sich gerade bezieht.

      ninchen1985 schrieb:

      Ich glaub nicht das David und Carla eine Affäre oder so gehabt haben, er hat sie am Telefon erst recht spät an ihrer Stimme erkannt. Ich find David eigentlich recht sympathisch, jedoch stört mich ein wenig, dass er Carla scheinbar auch irgendwas verschweigt. Die Frage ist was?

      Das dachte ich mir auch. Ich hoffe auch ehrlich gesagt nicht dass sich eine Liebesbeziehung entwickelt, eben weil es zu klischeebehaftet wäre. Ich könnte mir aber vorstellen das sie aufgrund ihrer Zusammenarbeit enge Freunde werden oder vielleicht schon vorher waren und David ihr hilft die fehlende Zeit zu rekonstruieren. Ob und warum er Carla etwas verheimlicht...hm. Vielleicht aus Vorsicht, da er nicht weiß wie sie auf manches reagieren würde wenn er es ihr wieder erzählt? Erzählen hat bisher noch kein erinnern bei Carla ausgelöst. Und vielleicht befürchtet David sie würde evtl. bestimmte Informationen z.B. an ihren Mann weiter geben. Oder auch aus Rücksichtnahme um sie nicht zu überfordern, er merkt ja an wie wenig sie sich erinnert.
      David weiß mit Sicherheit mehr, er war im Krankenhaus. Und Tom muss ihn irgendwie auch kennen, er hatte es wohl ziemlich eilig David aus dem Zimmer zu befördern.

      katzerl schrieb:

      So geht es mir auch. Andererseits frage ich mich, ob man dieses Gefühl nicht so oder so hätte, wenn man keine Erinnerungen mehr an so einen langen Zeitraum hat. Ob da nicht zwangsläufig ein gewisses Misstrauen aufkäme? Kommt wahrscheinlich auch auf die eigene Persönlichkeit an. Ich wäre wahrscheinlich so, obwohl ich mir das gar nicht so genau vorstellen mag. Das wär einer meiner persönlichen Albträume.

      Es wird ja beschrieben das mit (teilweise) fehlender Erinnerung so etwas gar nicht ungewöhnlich ist. Misstrauen, Identitätskrisen.... Bis zu einem gewissen Grad kann ich mir das gut vorstellen. Rachel hingegen sagt doch dass Carla schon immer einen sehr guten Instinkt hatte. Deswegen und weil man sowieso mehr auf seinen Instinkt hören sollte, habe ich von Anfang an nicht geglaubt das Carla Gespenster sieht.


      Kapitel 3 - 5
      In Kapitel 3 hat sich leider mein ungutes Gefühl und die erste Einschätzung von Tom bestätigt. Die Einblicke die man hier bekommt... Zum einen ist offensichtlich dass er äußerst Zielstrebig ist, gerade beruflich. Mir hat sein großer Ehrgeiz in Bezug auf seine (noch nicht mal wirklich in den Kinderschuhen steckenden) politischen Karriere jedoch zu denken gegeben: Vielleicht hat Tom nicht so viel Dreck am Stecken wie ein paar (alle?) von uns denken. Vielleicht hat er sich einfach viel mit Carla gestritten weil ihm nicht gepasst hat wie sie sich verhalten hat und nicht die perfekte Ehefrau war, ihre politischen Ansichten falsch waren und Ähnliches. Irgendwer schrieb ja schon, der Schein ist in der Politik enorm wichtig! Und wie hätte da eine kriselnde Ehe oder gar eine Scheidung gewirkt? Vielleicht hat Carla ja damit gedroht ihn zu verlassen und er wollte das verhindern. Seine eigenen Ziele scheinen ihm über alles zu gehen, an seine Frau denkt er da gar nicht. Sie ist Mittel zum Zweck. Vielleicht ist er deswegen so erleichtert dass sie keine Erinnerung an die letzten Monate hat - weil das die Monate waren in denen es bergab ging mit ihrer Ehe.
      Aber inwiefern ihr Vater beunruhigt ob Carlas Interesse an dieser Zeit ist verstehe ich bisher gar nicht. Wenn er mit Tom wegen irgendwas unter einer Decke stecken sollte - wegen was? Das er der Mann aus dem Prolog sein soll mit dem die junge Frau (Anastasia) gestritten hat schließe ich ehrlich gesagt aus. Bisher hat Carla noch nicht durchsickern lassen das ihr Vater zu einem der beiden ein schlechtes Verhältnis hat(te) oder gar handgreiflich wurde. Aufgrund dessen das die junge Frau und der Mann oft gestritten haben, müsste selbst Carla als kleines Mädchen das mitbekommen haben.
      Ich glaube im übrigen immer noch das der Mann mit dem sie gestritten hat ihr Ehemann ist oder ein Verlobter. Jemand von dem sie nicht so leicht wegkommt. Wäre es ein Verwandter, müsste sie ja nur aus- oder wegziehen. Ich denke auch das die junge Frau (Anastasia) noch sehr jung ist. Zwischen 16 - 19 schätze ich.
      Das Treffen mit David Grant hat mich richtig neugierig gemacht. Warum hatte Carla sich seine Telefonnummer hastig notiert, auch noch das es wie ein Datum aussieht? Warum hat sie nicht wenigstens später dazugeschrieben zu wem die Zahlen gehören? Nicht mal Initialen? Ich bin mir sicher das war eine Sicherheitsmaßnahme damit Tom nicht so leicht herausfinden kann, dass sie mit David Kontakt hat. Bei meinem bisherigen Eindruck würde es mich gar nicht wundern wenn Tom - warum auch immer - unter gar keinen Umständen wollte das Carla und David miteinander reden. Die Frage ist nur: warum? Weiß er etwas? Hat er zusammen mit Carla etwas herausgefunden?
      Def. Moudschegiebchn: Des's'säggssch ün heest Marienkäfer.
      »Ich stupste sie zusammen, ließ sie klimpern, klickern, Lachstein und Buchstein kicherten sich eins.
      Natürlich. Lachstein erzählte Buchstein einen Witz.« Ulla Hahn, Aufbruch
    • Claire Winter schrieb:

      Das kann ich verstehen. Ein bisschen ist das tatsächlich auch so gewollt, denn Carla ist ja zu diesem Zeitpunkt ziemlich orientierungslos. Im Gegensatz zu den anderen Protagonisten hat sie keine eindeutige Intention und sucht nach einem Weg und einer Lösung mit ihrem Zustand umzugehen.

      Und ich hatte mich beim lesen des Buches kurz gefragt ob das Absicht ist, da es ja passend wäre. Wie soll der Leser eine Figur sofort greifen können, wenn die sich gerade selbst nicht mehr wirklich über den Weg traut und total unsicher ist?
      Deshalb finde ich es so toll das du hier mit uns in dieser Leserunde dabei bist. :) Normalerweise erfährt man solche kleinen Sachen nicht.
      Def. Moudschegiebchn: Des's'säggssch ün heest Marienkäfer.
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      Natürlich. Lachstein erzählte Buchstein einen Witz.« Ulla Hahn, Aufbruch
    • Teufelsweib schrieb:

      Gleichzeitig frage ich mich immer, was sich der Autor/die Autorin bei unseren ganzen Spekulationen denkt

      Das habe ich auch schon gedacht :lol: Sie bekommt wahrscheinlich Lachanfälle :mrgreen: Ich persönlich bin ja nicht so der Fan von wilden Spekulationen und ich versuche diese hier auch zu überlesen. Was nicht so einfach ist. Irgendwie nimmt mir das ein wenig den Lesespass und die Spannung. Man wird ja sehen wie alles zusammenhängt. Und während man hier ewig rumspekuliert kann man lieber lesen wie es wirklich ist.
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Claire Winter schrieb:

      Das kann ich verstehen. Ein bisschen ist das tatsächlich auch so gewollt, denn Carla ist ja zu diesem Zeitpunkt ziemlich orientierungslos.
      es passt ja auch zu ihrem Zustand nach der Amnesie. Sie ist doch tatsächlich momentan in ihrer Situation haltlos, verunsichert, suchend... Ich bin mir sicher, ihr Charakter wird sich noch herauskristallisieren :)

      Moudschegiebchn schrieb:

      David weiß mit Sicherheit mehr, er war im Krankenhaus. Und Tom muss ihn irgendwie auch kennen, er hatte es wohl ziemlich eilig David aus dem Zimmer zu befördern.
      was Tom im Schilde führt interessiert mich auch. Sein Benehmen zur Zeit ist irgendwie verdächtig, irgendwas will er von seiner Frau verbergen...
      Heute Abend weiß ich dann mehr :wink: Werde Zeit zum Schmökern haben.
      2017: Bücher: 147/Seiten: 59 248
      2016: Bücher: 177/Seiten: 74 766
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      "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"
      Dalai Lama
    • Kapitel 2 bis 5

      Kapitel 2 bis 5
      Wir lernen Rachel kennen, sie scheint die einzige zu sein, bei der Carla sich nicht unwohl fühlt. Auf mich macht sie jedenfalls einen sympathischen Eindruck.

      Carlas Ehemann wird auch näher beleuchtet. Er ist besessen davon, Karriere zu machen und manipuliert/blendet sein Umfeld. Dr. Norton - den Psychiater - hat er übrigens auch gewählt. Ob dieser ihm mehr erzählt, als er aufgrund seiner Schweigepflicht darf? Vorstellen könnte ich es mir schon...Jedenfalls kommt der Unfall und die damit verbundene Amnesie Carlas Tom recht gelegen. Sollte Carla ihr Erinnerungsvermögen wieder erlangen, sieht er seine Karriere gefährdet. Dass er etwas mit dem Unfall was zu tun hat, würde ich ihm auf alle Fälle zutrauen.

      €nigma schrieb:

      ArisA schrieb:
      Oder sie ist ihm mit einem anderen fremd gegangen und wenn das rauskäme, wäre seine Karriere in Gefahr... Oder er hat vielleicht das Gefühl, dass zwischen ihr und David etwas ist...

      Ich glaube nicht, dass eine Pillepalle-Eifersuchtsgeschichte dahinter steckt.


      Das sehe ich genauso, für Tom geht es um alles oder nichts. Gekränkte Eitelkeit allein bringt ihn - denke ich - nicht dermaßen um den Schlaf.

      Carlas Mutter Dora ist seit dem Verschwinden ihrer ältesten Tochter (Anastasia) psychisch krank. Anastasia ist das Mädchen im Prolog. Im Buch ist man davon überzeugt, dass sie tot ist. Ich sträube mich noch ein bisschen dagegen und hoffe, dass sie lediglich verschwunden ist 8-[

      Bei ihren ersten Recherchen stößt Carla auf eine Telefonnummer des Journalisten David Grant und trifft sich mit ihm. Sie erinnert sich ihn damals im Krankenhaus gesehen zu haben. Er recherchiert auf Bitten eines Bekannten nach einer Edith, die mit Carlas Mutter befreundet war. Grant sagt ihr, dass sie Nachforschungen vor ihrem Unfall angestellt habe, mehr auch nicht.

      Ihr Vater ist wohl auch nicht sonderlich angetan gewesen von ihren vielen Fragen. Man das wird noch spannend :applause:
    • Ich schließe mich @bittersweetlight an, auch ich vermute, dass der Psychiater Tom mehr erzählt als er eigentlich dürfte. Schließlich schuldet er ihm noch einen Gefallen. Er passt sicher für Tom auf, wann sie das Gedächtnis wiedererlangt, misstrauisch ist er ja schon. Und das er für den Unfall (mit)verantwortlich ist, davon bin ich fast überzeugt. Nur wie ihr Vater da mit reinpasst, da habe ich noch keine Idee zu. Ich muss aber ständig drüber nachdenken. Da hilft nur eins, weiterlesen.Mir kam zwischenzeitlich übrigens auch das Buch Ich.darf.nicht.schlafen in den Sinn. Aber nur kurz.
      Ich denke auch das das Mädchen im Prolog noch lebt und im Verlauf des Buches noch auftaucht.So, nun werde ich mich mal auf die nächsten Kapitel stürzen, ich freue mich.
      Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel herausgucken.

      Georg Christoph Lichtenberg
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