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Teil 1: Prolog bis Abschnitt 33 (Seiten 7-149)

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    • Claire Winter schrieb:

      Ich kann Euch trösten, ich habe beim Schreiben auch ein paar mal "Clara" statt "Carla" geschrieben ...

      Bei mir komplettiert sich die Verwirrung noch dadurch, dass meine Grossmutter Clara hiess und sie mir mal erzählt hat, dass ihr Vater bei der Taufe den falschen Namen gesagt hat und sie eigentlich hätte Carla heissen sollen. :eye:
      :study: J.R.R. Tolkien - Beren und Lúthien
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      Book hangover: Inability to start a new book, because you're still living in the last book's world. :drunken:
    • ArisA schrieb:

      Bei mir komplettiert sich die Verwirrung noch dadurch, dass meine Grossmutter Clara hiess und sie mir mal erzählt hat, dass ihr Vater bei der Taufe den falschen Namen gesagt hat und sie eigentlich hätte Carla heissen sollen.


      Die Namen sind sich auch wirklich ähnlich. Wie gesagt, beim Tippen ist mir der Buchstabentausch etliche Mal passiert ... :)
    • ArisA schrieb:

      €nigma schrieb:

      Die junge Frau, die im Prolog vor ihrem gewalttätigen Ehemann wegläuft, dürfte vermutlich Anastasia sein.

      :shock: So weit hab ich noch gar nicht gedacht. Woraus hast du denn das geschlossen? Dass sie 12 Jahre alt war, hab ich auch berechnet, weil ich zuerst dachte, dass es evt. Carla selbst ist. Aber das ging mir dann mit der Hochzeit nicht so auf und mit Tom, der scheinbar ja nicht gewalttätig ist. Aber nicht mit einem Fünkchen Gehirn wär ich auf Anastasia gekommen...

      Mir kam auch zuerst der Gedanke das die Frau entweder Carla selbst oder ihre Mutter sein könnte, aber beides kann ja zeitlich nicht stimmen. Beim weiterlesen dachte ich auch das mit der jungen Frau Anastasia gemeint ist. Rachel erwähnt sie im 2. Kapitel und auch von Carla erfährt man ein bisschen was. Wenn man diese Häppchen mit den Häppchen aus dem Prolog nimmt...macht es Sinn.

      @€nigma: Auch mit einem großen Altersunterschied kann man sich sehr gut verstehen, mich und meine Schwester trennen fast 8Jahre und wir versthen uns sehr gut. :)
      Def. Moudschegiebchn: Des's'säggssch ün heest Marienkäfer.
      »Ich stupste sie zusammen, ließ sie klimpern, klickern, Lachstein und Buchstein kicherten sich eins.
      Natürlich. Lachstein erzählte Buchstein einen Witz.« Ulla Hahn, Aufbruch
    • €nigma schrieb:

      Die junge Frau, die im Prolog vor ihrem gewalttätigen Ehemann wegläuft, dürfte vermutlich Anastasia sein.

      Darauf wäre ich jetzt nicht gekommen. Du erinnerst mich total an meine Mutter. Das ist nicht bös gemeint eher im Gegenteil :friends: Sie hat aber auch immer schon nach kurzer Zeit alle Zusammenhänge in solchen Büchern vorausgesagt die dann meistens auch so waren. Ich konnte das so noch nie. Mir fehlt das logische Denken, das hat mir mein Matheleherer ja oft genug vorn Latz geknallt. ^^

      ArisA schrieb:

      Im ersten Moment hat mich das an das Buch "Ich.Darf.Nicht.Schlafen" erinnert, welches ich nicht wirklich gemocht habe. Da hatte ich schon Angst, dass es ähnlich wird.

      Das ist ja witzig. ich wollte es nicht schreiben aber genau das Gleiche habe ich auch gedacht. :lol: Und mir hatte dieses Buch nämlich auch nicht gefallen :wink: Ich darf gar nicht an diese "Und täglich grüsst das Murmeltier"-Handlung denken wie sie bspw. jeden Tag diese Tagebuch aufs Neue gesucht hat :geek:
      Liebe @Claire Winter verzeih bitte diesen Exkurs zu einem anderen (für mich schlechten) Buch, GsD war das nur eine ganz kurze Ähnlichkeit. Da ich auch schon weiter gelesen hatte weiss ich dass es nicht in diese Richtung geht.
      Morgen schreibe ich dann auch mehr. Wollte ich eigentlich heute noch machen aber nach der letzten Nacht liegt mein Kopf gleich auf der Tastatur. :sleep:
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • ArisA schrieb:

      So weit hab ich noch gar nicht gedacht. Woraus hast du denn das geschlossen?

      1975 ist die Schwester von Carla seit 16 Jahren verschwunden, der Prolog, in dem eine junge Frau möglicherweise verschwindet, spielt 1959 - da drängt sich diese Vermutung auf. :wink:

      Claire Winter schrieb:

      Jahre oder im schlimmsten Fall Jahrzehnte - vor dem Verletzungszeitpunkt sein, die verloren gehen.

      Dann hat Carla ja noch Glück gehabt.

      Moudschegiebchn schrieb:

      Auch mit einem großen Altersunterschied kann man sich sehr gut verstehen, mich und meine Schwester trennen fast 8Jahre und wir versthen uns sehr gut.

      Wenn beide erwachsen sind, kann ich mir das vorstellen. Aber zwischen 12 (so alt müsste Carla beim Verschwinden der Schwester gewesen sein) und 20 liegen doch Welten.

      Jessy1963 schrieb:

      GsD war das nur eine ganz kurze Ähnlichkeit.

      Ich fühlte mich auch kurz daran erinnert, mir hat das Buch allerdings gut gefallen.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
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    • €nigma schrieb:

      Wenn beide erwachsen sind, kann ich mir das vorstellen. Aber zwischen 12 (so alt müsste Carla beim Verschwinden der Schwester gewesen sein) und 20 liegen doch Welten.

      Auch wenn man jünger ist geht das. Nicht immer natürlich.... :loool: :wink: Aber möglich ist das schon. Meine Schwester hatte früher immer auch leicht mütterliche Gefühle für mich, auf der anderen war sie mir auch wie eine Freundin. Mit 12 kommt man ja langsam in das Alter in dem Jungs nicht nur bäh sind, der eigene Körper verändert sich usw. Da ist eine deutlich ältere Schwester schon hilfreich, sie ist näher dran an einem als z.B. die Mutter und mit der Schwester tuscheln ist manchmal weniger peinlich als mit Freundinnen oder Mama. :wink: Ich kann mir gut vorstellen das es auch bei Carla und Anastasie so war. :) Bei so einem großen Altersunterschied ist man sich auf andere Art nah als später, wenn beide erwachsen sind.
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    • Ehrlich, ich bin schon jetzt dem Buch restlos verfallen. Da ich heute frei hatte, habe ich es mir in der Sonne gemütlich gemacht und wollte eigentlich nur eine Stunde lesen. Daraus sind 5 geworden, das war wie eine Sucht, ich konnte gar nicht aufhören. Man möchte einfach immer weiterlesen. Großes Kompliment an Claire, schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so gefesselt.
      Das geht ja schon mit dem Prolog im Jahr 1959 los, als die junge Frau verzweifelt aus dem Haus in Cornwall rennt und sich an den Klippen beruhigen will. Als dieser Mann auf sie zukommt, fühlt sie schon die Gefahr, die von ihm ausgeht, leider flüchtet sie nicht, so dass er ihre seine Gegenwart aufdrängen kann. Auf jeden Fall ist er ihr unheimlich, sie hat Angst vor ihm, will weglaufen, aber er lässt sie nicht. Er erzählt ihr irgendwas, dass sie unheimlich verletzt. Der offene Schluss lässt in mir die Befürchtung aufkommen, dass der Mann der jungen Frau etwas antut, vielleicht schubst er sie von den Klippen?
      Dann beginnt das 1. Kapitel mit einem Szenenwechsel. Es ist das Jahr 1975 in London und wir lernen Clara kennen, die gerade von einem bösen Autounfall genesen ist, aber noch nicht zurück zur Arbeit geht. Ihr fehlt durch den Unfall eine Zeitspanne von 6 Monaten in ihrer Erinnerung. Clara lebt mit ihrem Ehemann Tom, der ihr allerdings seit dem Krankenhausunfall fremd geworden ist, manchmal hat man das Gefühl, er ist ihr sogar zuwider. Vor dem Unfall hatte Clara eine Fehlgeburt, unter der sie wohl auch noch zu leiden hat. Während Clara mir sympathisch ist und ich ihre Hilflosigkeit gut nachvollziehen kann, da ich selbst über Monate im Koma lag, kann ich vom Gefühl her Tom nicht ausstehen. Der führt irgendwas im Schilde, ich kann es nur nicht benennen. Clara versucht durch Besuche bei einem Psychiater und in Gesprächen mit den Eltern, Freunden und Arbeitskollegen, die 6 Monate zu rekonstruieren, doch das ist sehr mühselig, zumal ihre Eltern und ihr Ehemann ihr wohl nicht die Wahrheit sagen. Claras Freundin Rachel finde ich klasse, warum sie wohl Tom nicht leiden kann? Meist sehen Außenstehende ja mehr als derjenige, der im Kokon haust...:) Auf jeden Fall ist Rachel goldrichtig und so einen Menschen braucht Clara auch an ihrer Seite. Clara beginnt mit einer Zeitschiene, um sich langsam die Monate vor dem Unfall zu rekonstruieren. Als sie Kleidung aus der Reinigung holt, findet sie ein altes Notizbuch, indem eine Nummer notiert ist. Als sie die Nummer ausprobiert, meldet sich ein Journalist namens David Grant. Es stellt sich heraus, dass er und Clara vor dem Unfall kannten und er sie um einen Gefallen gebeten hat, nämlich etwas über Edith herauszufinden, der Freundin von Claras Mutter. Claras Mutter Dora lebt in einem Sanatorium in Cornwall, da sie unter Depressionen leidet. Claras Schwester starb vor 16 Jahren bzw. seitdem ist sie verschwunden. Ich vermute mal, dass es sich bei der Schwester um die junge Frau aus dem Prolog handelt. Sorry, wenn ich hier mal so den Faden weiterspinne, ich kann auch völlig daneben liegen. Aber ich liebe einfach solche Geschichten und kann mich mit meinen eigenen Vermutungen dann immer nur schwer zurückhalten...:)
      Für heute habe ich erst einmal genug geschrieben, obwohl ich schon viel weiter bin, aber ich möchte den anderen natürlich auch nicht vorgreifen und so ein wenig die Spannung erhalten.
      Auf jeden Fall liebe ich dieses Buch schon jetzt und bin sooooo froh, dass ich hier dabei sein darf...:) Nochmals ganz lieben Dank dafür. Euch allen wünsche ich noch einen aufregenden Leseabend und grüße Euch herzlich.
      Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)

      "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
      Albert Einstein

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      Lese gerade: Das Lied der Störche, Ulrike Renk

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    • Claire Winter schrieb:

      Hallo liebe Leserunde,

      einen wunderschönen guten Tag! Ich freue mich sehr, hier mit Euch zusammen meinen neuen Roman "Die verboten Zeit" zu lesen. Das ist meine zweite Leserunde in diesem Forum und ich erinnere mich immer noch gerne an die letzte zu "Die Schwestern von Sherwood". Wenn Ihr Fragen habt, dann beantworte ich die jederzeit gerne. Euch allen jetzt aber erst mal einen guten Start und viel Spaß beim Lesen ... :study:
      Liebe Grüße,
      Claire

      *Ich freue mich übrigens, dass so vielen von Euch das Cover gut gefällt!


      Liebe Claire, ich finde es wunderbar, dass Du bei dieser Runde dabei bist und uns begleitest. Das ist was ganz Besonderes. Das Cover ist wirklich zauberhaft und spiegelt die damalige Zeit wieder. Wenn ich mir die Laternen ansehe - einige von denen gibt es auch hier in Berlin. Es passt wirklich wunderschön zu der Geschichte, zumindest zu dem, was ich bisher gelesen habe.
      Liebe Grüße
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    • €nigma schrieb:


      Die junge Frau, die im Prolog vor ihrem gewalttätigen Ehemann wegläuft, dürfte vermutlich Anastasia sein.


      Die Vermutung habe ich auch, nachdem man etwas mehr über Carlas Schwester erfährt.
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    • ArisA schrieb:

      :totlach: Claire, Clara, Carla....ich musste ich mal nachschauen, wie sie wirklich heisst


      Ich habe auch gerade festgestellt, dass ich ständig Clara geschrieben habe. Sorry, war keine böse Absicht, aber das ist schon etwas verwirrend...:)
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    • €nigma schrieb:

      1975 ist die Schwester von Carla seit 16 Jahren verschwunden, der Prolog, in dem eine junge Frau möglicherweise verschwindet, spielt 1959 - da drängt sich diese Vermutung auf.

      :uups: Da merkt man mal wieder wer beim Lesen geschlafen hat.... :-,
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    • Prolog, Kapitel 1 - 2

      Hallo alle zusammen, :winken:

      auch ich habe heute mit den ersten paar Seiten begonnen. Wie schon bei "Die Schwestern von Sherwood" gefällt mir das Cover und die Karte wieder hervorragend. Auch der Schreibstil ist wieder so toll das man schon nach den ersten paar Seiten von der Geschichte so mitgerissen wird das es einem sehr schwerfällt das Buch überhaut bei Seite zulegen. Mir ging es gerade schon so das ich mich zwingen musste, den auch ich will nicht gleich in ein paar Tagen fertig sein. :D



      Moudschegiebchn schrieb:

      Ich bin ja ein großer Fan von Prologen. Anfangs werfen sie viele Fragen auf und machen Lust auf's weiterlesen. Und dann kommt im Laufe des Buches der Punkt, an dem alles einen Sinn ergibt.


      Ich auch :lechz: . Ich liebe es wenn man schon am Anfang beginnen kann zu rätseln. Gerade in einer Leserunde macht es immer besonders Spaß die verschiedenen Ideen und Meinungen zu lesen. :)

      €nigma schrieb:

      Die junge Frau, die im Prolog vor ihrem gewalttätigen Ehemann wegläuft, dürfte vermutlich Anastasia sein.


      Ich bin auch der Meinung das es sich bei der Frau um Anastasia handelt. Zumindest würde es ja zeitlich passen, denn Anastasia ist ja um diese Zeit verschwunden (?).


      €nigma schrieb:

      Carla Whiteman ist 1975 erst 28 Jahre alt, d.h. sie war beim Verschwinden der Schwester erst 12 Jahre alt. Erstaunlich, dass sie da eine so enge Beziehung zur viel Älteren ( diese war offenbar schon verheiratet) hatte!
      Verwunderlich ist es auch, dass ihre retrograde Amnesie nach dem Unfall sich offensichtlich nur auf das letzte halbe Jahr vor dem Unfall erstreckt, ist das normal?
      Ihr Mann Tom ist so auffällig verdächtig, dass er fast schon wieder unverdächtig ist. Mit dem Verschwinden von Anastasia kann er eigentlich nichts zu tun haben, oder ist er wesentlich älter als Carla? Es gibt mir allerdings zu denken, dass er über Carlas Treffen mit ihrer Freundin Rachel nicht erfreut ist.


      Bei Tom bin ich mir auch noch völlig unschlüssig was ich von ihm halten soll, aber ich denke Carla wird nicht ohne Grund ein ungutes Gefühl haben. Von Rachel erfährt Carla auch, das sie ihr vor dem Unfall noch was wichtiges erzählen wollte. Aber was war das? Auf jeden Fall was Tom nicht hören durfte. :-k

      €nigma schrieb:



      Moudschegiebchn schrieb:

      Auch mit einem großen Altersunterschied kann man sich sehr gut verstehen, mich und meine Schwester trennen fast 8Jahre und wir versthen uns sehr gut.

      Wenn beide erwachsen sind, kann ich mir das vorstellen. Aber zwischen 12 (so alt müsste Carla beim Verschwinden der Schwester gewesen sein) und 20 liegen doch Welten.


      Ich kann aus eigener Erfahrung auch bestätigen, das man auch mit 12 Jahren mit seiner 8 Jahre älteren Schwester ein sehr sehr gutes Verhälnis haben kann. Denn so war (und ist es auch noch heute) zwischen mir und meiner Schwester.

      Nun freu ich mich schon aufs weiterlesen.

      Ein kleine bitte noch an alle: Könnt ihr bitte immer über eure Beiträge schreiben auf welches Kapitel er sich bezieht. Denn anasonsten lese ich die Beiträge immer ungern, aus Angst gespoilert zu werden. :wink:
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    • Prolog und Kapitel 1

      Ein großes Hallo in die Runde und ich freue mich nun auch etwas zu dem Buch bei zutragen. Vorweg das Cover gefällt mir richtig gut.

      Bereits der Prolog hat mich gefesselt. Die Frau hat scheinbar nicht nur eine unglückliche Ehe und auch nach ihrer Flucht an die Steilküste wird sie da von einem Mann bedroht. Entweder kennt er sie aus der Vergangenheit oder er hat so etwas mit der Frau zu tun. Jedenfalls ist er mir sehr suspekt.

      Das nächste Kapitel ist dann 16 Jahre später also 1975 und handelt von Carla. Ich frage mich vor allem, wer Carla ist wie sie mit der Frau aus dem Prolog in Verbindung steht. Sie kann sich nach einem Unfall nicht mehr an die unmittelbare Zeit davor erinnern und ihr Umfeld scheint auch nicht das große Interesse zu haben, sie genauer aufzuklären. Als sie etwas zu verheimlichen haben. Ihr Mann, der Teilhaber in einer Kanzlei ist, ist mir nicht ganz geheuer. Außerdem will er in die Politik, da kann er mit Sicherheit einen Skandal nicht gebrauchen. Denn irgendetwas muss doch passiert sein oder sollte Carla sich nur etwas einbilden.
      Liebe Grüße von der buechereule :winken:

      Im Lesesessel
      Kein Schiff trägt uns besser in ferne Länder als ein Buch!
      (Emily Dickinson)


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      aktueller Beitrag: #wklm2017 reloaded



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    • Hallo an alle :winken:

      Cover:
      Zum Cover kann ich euch allen nur zustimmen - es ist gelungen! Sowohl die Farben, als auch die beiden Personen in damaliger Mode, und den Gang in den Nebel, in die unbekannte Zukunft.

      Aufteilung:
      Die Variante mit dem Namen Carla bzw. Dora und der Jahreszahl finde ich auch sehr schön und vor allem sehr hilfreich. Das erleichtert dem Leser den Überblick zu bewahren :thumleft: Und auch die Karte im Umschlag ist prima. Ist für mich immer die erste Einstimmung auf den Roman, wenn ich eine dazugehörige Karte studieren kann über das Gebiet der Handlung.

      Prolog:
      Zum Prolog fallen mir genau zwei Worte ein: "Kurz und knackig". Gerade hat man mit lesen begonnen, ist der Prolog schon rum. Dafür schwirren einem sehr viele Fragen durch den Kopf.
      ...zuerst habe ich auch gedacht, eine Frau flüchtet vor ihrem Ehemann. Doch dann wurde von ihrer bereits weiblich gewordenen Figur und ihrem weichen jungen Gesicht gesprochen. Da hab ich meine Meinung auf einen Teenager geändert, welche mit dem Vater oder Onkel gestritten hat. Würde dann auch mit ihrer Reaktion passen (wirkte zum Teil auch etwas trotzig) und auch ihrem Verhalten gegenüber dem Fremden ("Nein, das ist nicht wahr!" Sie schrie, aber er lachte nur.) Eine erwachsene Person würde evtl. nicht schreien und nicht gutgläubig zuhören sondern eher alles in Frage stellen.
      Als ich weitergelesen habe, dachte ich zuerst, dieses Mädchen von den Klippen könnte Clara sein, doch nach einigen weiteren Seiten ging meine Vermutung auch eher auf die Schwester Anastasia über.

      €nigma schrieb:

      1975 ist die Schwester von Carla seit 16 Jahren verschwunden, der Prolog, in dem eine junge Frau möglicherweise verschwindet, spielt 1959 - da drängt sich diese Vermutung auf

      Diese zeitliche Rückrechnung habe ich auch gemacht und kam somit auf Anastasia. Aber wie kommt ihr auf die Idee, dass es einen größeren Altersunterschied zwischen Carla und Anastasia geben muss? Stand es irgendwo und ich habe es überlesen? Für mich ist es eher so, dass die Person auf den Klippen so 15-16 Jahre alt war. Dann wäre der Altersunterschied nicht so groß :-k

      Die Beschreibung des unheimlichen Fremden ist gelungen. Mich hat es regelrecht gefröstelt, als ich von ihm gelesen habe.

      Kapitel 1-5:
      Carla hat durch einen Unfall 7 Monate ihres Gedächtnisses verloren. Eigentlich könnte sie es hierauf beruhen lassen und ihr Leben weiterführen, doch sie wird das Gefühl nicht los, dass in dieser Zeit etwas von Bedeutung geschehen ist und ihr dies von ihrem Mann vorenthalten wird. Sie versucht die Zeit zu rekonstruieren.

      €nigma schrieb:

      Ihr Mann Tom ist so auffällig verdächtig, dass er fast schon wieder unverdächtig ist.

      Ist schon sehr auffällig, das stimmt. Allerdings ist er ein Kontrollfreak, der bei seiner Karriere über Leichen geht, aber immer unschuldig tut (Zitat S. 27: Die meisten Menschen glaubten, ihm seien die Dinge von alleine zugefallen, aber dieser Eindruck war bewusst gesteuert). Und auch seine Frau möchte er kontrollieren, weshalb er auch nicht ehrlich zu ihr ist. Im Gegenteil, er fürchtet, sie könnte seine Karriere in der Partei gefährden, wenn sie sich erinnert. Von dem her habe ich schon die Vermutung, dass er Dreck am Stecken hat. Bleibt nur die Frage in welcher Hinsicht. Könnte mir vorstellen, dass er vielleicht Fremd gegangen ist, Carla ihn erwischte, er aber keine Trennung möchte, weshalb ihm die Amnesie nur Recht ist, nach dem Motto "Den Schein wahren!"

      Es kommt eine weitere Person ins Spiel: David Grant. Auch er sagt Carla nicht alles, sondern nur das Offensichtliche (die Suche nach Edith). Könnte es vielleicht sein, dass auch Carla und David ein Liebespaar waren? Er verschweigt es ihr, da er sie nicht überfordern will, bzw. er weiß, dass man nichts erzwingen kann. Gleichzeitig hofft er, dass ihre Gefühle zurückkehren. Oh, ich glaube jetzt geht meine Rosamunde-Pilcher-Ader wieder mit mir durch :pale:
    • Schreibstil:
      Hab ganz vergessen den Schreibstil zu erwähnen. Er gefällt mir sehr gut und ist fesselnd, was vor allem an den vielen Fragen liegt, die sich mit jeder weiteren Seite bilden und im Kopf rumschwirren. Man möchte regelrecht weiterlesen um Antworten zu erhalten, doch stattdessen kommen noch weitere Fragezeichen hinzu :uups:
      Die Emotionen der Protagonisten sind auch jeweils sehr gut geschildert, weshalb man sich sehr gut in die Situationen hineinversetzen kann. Man versteht das Verlangen von Carla, Licht in die Vergangenheit zu bringen. Man spürt allerdings auch regelrecht die Angst von Tom, dass die Erinnerung zurückkehrt.
    • Schüsselchen schrieb:

      Diese zeitliche Rückrechnung habe ich auch gemacht und kam somit auf Anastasia. Aber wie kommt ihr auf die Idee, dass es einen größeren Altersunterschied zwischen Carla und Anastasia geben muss? Stand es irgendwo und ich habe es überlesen? Für mich ist es eher so, dass die Person auf den Klippen so 15-16 Jahre alt war. Dann wäre der Altersunterschied nicht so groß


      Ich bin davon ausgegangen das die Frau im Prolog (Anastasia) , vor ihrem Mann davon gelaufen ist. Deswegen war ich der Meinung das sie mindestens so 18 Jahre ist. Aber du hast recht davon stand gar nichts, es könnte auch nur ein Onkel oder auch ihr Vater gewesen sein. :-k
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    • Kapitel 6-9
      Doras Mutter Anna Wilmer bekommt eine Anstellung bei der Papierfabrikantenfamilie Theußenberg. Deren jüngste Tochter Edith überredet Dora mit in die frische Schneelandschaft hinauszurennen. Durch ihren Übermut rennt Edith auf den gefrorenen See und bricht ein. In letzter Minute kann sie von Dora gerettet werden. Frau Theußenberg ist hierfür Dora sehr dankbar und bedingt durch ihren Freigeist und ihrer modernen Einstellung unterstützt sie die Freundschaft von Dora zu ihrer Tochter Edith. Edith und Dora werden unzertrennliche Freundinnen, ungeachtet der Tatsache, dass sie von unterschiedlichem gesellschaftlichem Stand sind. Doras Mutter beäugt diese Freundschaft kritisch, doch Dora weiß ihrer Herkunft und bleibt Bodenständig, selbst als die Theußenbergs das Schulgeld bezahlen, damit Dora mit Edith die Oberschule besuchen kann.

      Nebenher wird ein Einblick in die politische und wirtschaftliche Situation gewährt. Von der Inflation zu den Reparationszahlungen über der Unzufriedenheit der Bevölkerung und dem beginnenden Judenhass. Ganz deutlich werden hier auch die unterschiedlichen Einstellungen der einfacheren Gesellschaftsschicht zu der gebildeteren Bevölkerung verdeutlicht. Wie weltoffen und tolerant die Theußenbergs sind und wie engstirnig z.B. Doras Bruder Wilhelm ist und sich dieser auch leicht beeinflussen und begeistern läßt.

      Diese widersprüchliche Atmosphäre wurde meines Erachtens sehr gut umschrieben und legte die Problematik sehr deutlich offen.
    • Bis einschließlich Kapitel 5

      Schüsselchen schrieb:

      Doch dann wurde von ihrer bereits weiblich gewordenen Figur und ihrem weichen jungen Gesicht gesprochen. Da hab ich meine Meinung auf einen Teenager geändert, welche mit dem Vater oder Onkel gestritten hat.

      Das ist eine sehr interessante Idee und könnte zutreffen. Mir kommt da auch schon ein Gedanke...

      Schüsselchen schrieb:

      Aber wie kommt ihr auf die Idee, dass es einen größeren Altersunterschied zwischen Carla und Anastasia geben muss?


      Madl10 schrieb:

      Ich bin davon ausgegangen das die Frau im Prolog (Anastasia) , vor ihrem Mann davon gelaufen ist. Deswegen war ich der Meinung das sie mindestens so 18 Jahre ist.

      Genau wie Madl war ich der vielleicht irrigen Meinung, dass es sich um Anastasias Mann gehandelt hätte, aber so macht die Aussage von der schon weiblich gewordenen Figur natürlich mehr Sinn.

      Inzwischen hat man auch Toms Alter erfahren: Er muss bereits 38 sein, das wirft natürlich ein anderes Licht auf die Dinge, da er dann vor 16 Jahren bereits ein (junger) Erwachsener war. Es wird auch immer klarer, dass er auf keinen Fall eine Erinnerung Carlas an die Zeit vor dem Unfall wünscht. Vielleicht hat er den Unfall selbst inszeniert, weil Carla kurz davor war, etwas Wichtiges zu entdecken?
      Trotzdem ist es merkwürdig, dass Tom etwas mit den Jugendgeschichten von Carlas Mutter zu tun haben sollte. Da sich diese Ereignisse in Deutschland abgespielt haben, wäre das ein zu großer Zufall.
      Ich muss später erstmal mit dem Kapitel über Dora beginnen, dann blicke ich hoffentlich besser durch...

      David Grant kann ich noch nicht einschätzen. Er wirkt offen und ehrlich, aber sicher kann man das noch nicht wissen.
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    • Bis einschließlich Kapitel 9

      Anna Wilmer, die hart arbeitende Mutter von Dora, hat ein Problem damit, dass ihre Tochter mit der Tochter der "Herrschaft" befreundet ist. Sie ist sich der Standesunterschiede sehr bewusst und hält daran fest. Zunächst einmal war diese Einstellung fremd für mich, doch in der damaligen Zeit war sie wohl normal. Edith, die Tochter der Theußenbergs, und deren Mutter sind da freigeistiger.

      Ja, bei der jungen Frau im Prolog habe ich auch an Anastasia gedacht.

      Tom..hmm. Er scheint wirklich etwas vor seiner Frau zu verheimlichen. Aus Eigeninteresse oder zu ihrem Schutz?

      David Grant mag ich, aber das ist nur ein gefühlsmässiger Eindruck.

      Schüsselchen, den eingearbeiteten historischen Hintergund fand ich auch sehr gut dargestellt. Man bekommt einen Eindruck davon, wie sich die politischen Geschehnisse und die wirtschaftliche Situation direkt auf die Menschen ausgewirkt haben, die zuerst noch optimistisch waren und glaubten, das "ginge vorbei". Sie konnnten ja nicht ahnen, dass diese Verkettung von Krisen und schwelendem Judenhass noch viel größeres Leid verursachen sollten.

      Das waren Einschübe, die mir sehr gut gefallen haben, da sie mir die Gedanken und Gefühle der ganz normalen Bevölkerung nahegebracht haben. Anna Wilmer ist ein typisches Kind ihrer Zeit, auch, wenn mich ihre Bedenken zunächst befremdeten.
      Ich lese gerade:
      "Serva III: Drachenfall" von Arik Steen (pausiert)
      "Wege des Herzens" von Maeve Binchy
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