Bücherwichteln auf BuecherTreff.de

Teil 1: "Morgenrot" bis "Leewellen" (Seiten 9-148)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wie schon gesagt - zu dem Thema, warum es "ausgerechnet" ein fremder YouTuber ist, dem Mona nachreist, wird sie selbst noch einiges sagen und es spielt auch noch etwas anderes eine Rolle - es ist also nicht ganz so oberflächlich und Fan-Girl-mäßig, wie man meinen könnte, sondern quasi für Mona maßgeschneidert. Aber wenn ich näher darauf eingehen würde, würde ich vorgreifen und das will ich nicht.

      Eine kleine Bitte noch: In meinen Postings gehe ich immer auf alles ein, was bereits gefragt und diskutiert wurde, aber ich werde niemals spoilern. Deshalb kann man meine bereits geschriebenen Postings getrost lesen, bevor man hier zum Gelesenen etwas schreibt. So wird vermieden, dass bereits beantwortete Fragen nochmal gestellt werden oder sich etwas wiederholt. So steht zum Beispiel in meinem Posting weiter oben, warum Mona die Tabletten absetzt.
      Was bei diesem ganzen etwas komplexen Leserunden-Prozedere hilft, ist, in der Überschrift zu vermerken, auf welche Kapitel sich das Posting bezieht. Wenn also jemand reinschaut, der noch nicht so weit ist wie die anderen, kann er nicht versehentlich zu viel lesen. Ich werde das jetzt auch wieder tun; es ist einfach sicherer. Vielen lieben Dank. :love:
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Hallo zusammen!

      Ich konnte es nicht abwarten heute abend mit dem Buch anzufangen, denn ich möchte es gerne diese Woche gelesen bekommen, weil wir Sonntag in Urlaub fahren.
      Zudem habe ich von Bettina Belitz die Splitterherz-Trilogie verschlungen, ich liebe ihren Schreibstil. Er ist leicht, immer etwas verzaubernd und man taucht einfach beim Lesen ab.


      Bettina Belitz schrieb:

      Um euch das Prozedere etwas zu erleichtern, würde ich vorschlagen, dass ich meinen Senf dann dazu gebe, wenn mir konkrete Fragen von euch gestellt werden oder wenn ich das Gefühl habe, dass ein dringender (Er)Klärungsbedarf besteht. Wäre das auch in eurem Sinne?

      Ja gerne! ich muß gleich zu Anfang zugeben, dass ich immer Probleme habe bei LR mit so vielen Teilnehmern, weil wir doch sehr unterschiedliche Lesetempos haben, ich lese z.B. meist sehr schnell, ABER ich bin tagsüber berufstätig und finde dann abends mal 1,5 Stündchen zum Lesen und schreiben.

      Bettina Belitz schrieb:

      Die Sache mit den Medikamenten: Ich stimme euch zu, dass es fahrlässig ist, Medikamente ohne Absprache einfach abzusetzen. Nun macht Mona das aber nicht aus purem Trotz, sondern weil ihre Krankheit eine Kehrseite hat, die für sie einen Gewinn darstellt: Während ihrer Attacken erlebt sie ungewöhnlich intensive, farbenprächtige Träume, in denen sie ihre Mitmenschen als eine Art Energiewesen wahrnimmt. Für Mona sind die Träume ein Schlüssel in die Seelen anderer Menschen - zumindest hofft sie, dass das so sein könnte und dass sie über diese Träume Orientierung findet.

      Genauso habe ich das mit dem Absetzen der Tabletten auch aufgefasst.
      Mona wollte sich dadurch "präparieren" um diesen Typen zu finden und zu spüren.
      Irgendwie scheint bei den beiden ja auch eine Verbindung zu bestehen.

      So nun allgemein zu meinem Eindruck.
      Ich habe bis S. 62 gelesen.
      Anfangs war ich etwas verwirrt von den Namen. Gerade weil die Mutter und der Vater mit Vornamen angesprochen wurden, war ich leicht irritiert und mußte das erstmal etwas sortiert bekommen, aber das ging dann am Ende.
      Dann die Idee auf "Rock am Ring" die Geschichte spielen zu lassen. Schon klasse :cheers:
      Ich war nie da und mich würden, da auch glaube ich keine 10 Pferde hinbekommen, aber ich finde Bettina hat die Athmosphäre und Stimmung ziemlich gut eingefangen, was man so von Videos auf Aufnamen und aus Erzählungen kennnt ( mein Mann war vor JAHREN mal dort)

      Mona tut mir irgendwie leid. Sie wird ja schon etwas bevormundet. Klar aus Sorge begründet, aber trotzdem sehr umsorgt und bevormundet.
      Dieser Adrian/ Han-Rye wirkt auf mich echt etwas abgedreht.
      Migräne ist das eine, das ist wirklich schlimm. Eine Freundin hatte das zu Schulzeiten häufig, mit Erbrechen und Lichtempfindlichkeit und all dem
      Aber als es ihm dann später besser geht und Hanna ihm dann die Chance gibt mit ihr allein zu sein, und er läßt sie stehen, weil der Wind ihn ruft... ?(
      Hier sehe ich eine spirtuelle Verbindung zu Mona und fühle mich freudig wieder an Splitterherz erinnert... :love:

      Gerne würde ich auch wissen, wie die Idee zu dem Plot entstanden ist.
      Wird es eigentlich ein Standalone Titel bleiben oder wird es Folgebände geben?


      Leider muß ich jetzt für heute Schluß machen, ich bin super müde und morgen muß ich leider wieder arbeiten

      :sleep:
      Gut's Nächtle
      Janina
    • ALLGEMEIN

      @Janina & all: Schön, diese Idee mit der spirituellen Verbindung zwischen Mona und Adrian ... hmmm ... einfach mal weiterlesen ... :) Auf jeden Fall aber hat Adrian eine besondere Verbindung zum Wind.

      @all: Wie ich die Idee zum Plot bekam - ehrlich, das ist ganz schwierig für mich zu beantworten, weil diese Ideen wie Eingebungen sind, die ich plötzlich empfange, ohne zunächst genau zu wissen, warum. So war es auch mit der Narkolepsie. Ich wusste plötzlich, dass Mona diese Krankheit hat. Es war also nicht so, dass ich ein Buch über eine Heldin mit einer seltenen Krankheit schreiben wollte, sondern das kam ohne Vorwarnung in mein Hirn gerauscht. Ich fand es auch erst nicht ideal, weil Ronia in "Vor uns die Nacht" ja schon die Verdachtsdiagnose MS bekommt und ich auf keinen Fall einen Krankheitsroman schreiben wollte. Aber es war einfach so ... und musste so sein.
      Das Setting rief ebenfalls geradezu danach, ins Buch geholt zu werden, denn Klang ist für mich wie eine Schöpferquelle meiner Bücher - ihr kennt das ja schon aus meinen anderen Romanen, dass Musik immer eine gewisse Rolle spielt und mich beim Schreiben begleitet. Hier haben wir es allerdings ganz speziell mit der Magie der Live-Musik zu tun und gleichzeitig betreten wir mit Mona und Adrian ein Ambiente, was vollkommen andersartig als der Alltag ist. Es ist ein Massenereignis, verbunden durch die Musik, mit unzähligen Reizen und Eindrücken - einserseits faszinierend, andererseits hochgradig riskant für jemanden wie Mona.
      Für mich symbolisiert dieses Ambiente des Festivals jedoch nicht nur die Macht des Klangs, der Musik, sondern auch das pralle Leben, das sich eben nur bedingt steuern lässt. In dieser "Urkraft" ist Mona durch ihre Krankheit einem ständigen Kontrollverlust ausgesetzt - und es braucht viel Vertrauen und Mut, um sich dem zu stellen.
      Aber da kann man auch eine Brücke schlagen zu uns - wenn das Rockfestival das pralle Leben ist, in dem wir uns bewegen und das uns immer wieder fordert, beglückt, erschreckt und überrascht, könnte Monas Krankheit für den Kontrollverlust stehen, den wir ebenfalls immer wieder mal fühlen - beispielsweise in der Liebe. :wink: Ja, und dann macht es Sinn, der Kraft des eigenen Herzens vertrauen, auch wenn man noch nicht ahnt, wie unendlich diese Kraft fließt ... (weiterer kleiner Brückenschlag zur Widmung). :)
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Morgenrot (nochmal)

      Buchmaus1001 schrieb:

      Was ich richtig klasse finde an so modernen, neuen Romanen ist, dass man bei den Liedern, die erwähnt werden, sofort eine Melodie und einen Text im Kopf hat, so war es zumindest bei mir als ich "Closer to the Edge" gelesen habe.

      Da musste ich jetzt direkt mal reinhören. Sehr ruhiges und angenehmes Lied. :musik:

      Gaymax schrieb:

      Ich meine gelesen zu haben das er mit schweigen und grinsen die Rolle des coolen Frauenhelden bewahren möchte und später als dann sein Schwarm tatsächlich da ist, hat er Assoziationen an einem älteren um die 50 und befasst sich mit Homosexualität. Also das ist mir natürlich ins Auge gesprungen.

      Das ist mir auch aufgefallen, hoffentlich erfahren wir noch mehr zu diesem Gedankengang. Etwas merkwürdig fand ich das ja schon - also wegen des Altersunterschieds.

      Pippilotta :-) schrieb:

      Und gerade das stellt für sie so ein Risiko dar und ist gleichzeitig so verlockend! Jedermann möchte Spaß haben, nur für sie stellt das ein Problem dar, da sie in sehr emotionalen Situationen die Kontrolle über sich verliert. Verständlich finde ich, dass sie dennoch nicht darauf verzichten will!!

      Das finde ich auch echt interessant. Ich habe mich noch erinnert, dass ich eine Schulkameradin hatte, die immer bei Prüfungen eingeschlafen ist. Sie hatte auch Narkolepsie, konnte dann aber geweckt werden und hatte auch keine Kataplexie. Aber etwas seltsam war das schon auch immer, vor allem haben ihr manche Lehrer anfangs immer nicht geglaubt.

      Übrigens finde ich es wirklich interessant, wie unterschiedlich das Cover auf uns wirkt. Wobei ich ja die bisher die Außenseiterstimme habe. Aber genau deshalb finde ich den BT ja so toll, weil man mal Lesestoff abseits des üblichen Beuteschemas entdeckt.

      @Bettina Belitz: Vielen Dank für die vielen Erklärungen bisher. Das ist total interessant und manches hätte ich schon anders interpretiert.
    • Nautische Dämmerung

      Cinna schrieb:

      Der Han-Ryu ist ein mehrfarbiger Drache, mehr als 40 Fuß lang. Er wird niemals den Himmel erreichen, egal wie hart er sich anstrengt.

      Vielen Dank für die Recherche. :) Als ich diesen Namen gelesen hatte, saß ich in der Bahn und war ehrlich gesagt zu faul, mein Handy herauszuholen, um es zu recherchieren. "Er wird niemals den Himmel erreichen" - wie symbolisch. Ob das auf Adrian zutrifft? Ich bin gespannt ...

      Elskamin schrieb:

      Mir kommt er auch nicht wie ein Macho vor, er versucht nur einen vorzuspielen. Deshalb wirkt er nach außen hin cool und unnahbar und wählerisch und geheimnisvoll.
      Und durch den Sport, den er ausübt und sich damit auf YT präsentiert, hat er eben ein gewisses Image in der Öffentlichkeit.

      :pray: Danke! Genau das wollte ich damit ausdrücken. Für mich hat jeder Mensch einen weichen Kern - auch Machos. Meine Aussage hat sich auf sein Auftreten bezogen, nicht auf seinen Charakter.

      Im zweiten Kapitel habe ich mit Adrian richtig mitgelitten. Die Beschreibung seiner Migräne und seiner Gefühle dabei war so realistisch, dass mir selbst schon kotzübel geworden ist, obwohl ich noch nie Migräne hatte und keine Ahnung habe, wie sich das genau anfühlt. Aber jetzt kann ich es mir vorstellen. :krank: Er tat mir in dieser Situation richtig Leid, aber dass er Helen dabei abserviert hat, habe ich als positiven Nebeneffekt empfunden. :wink:

      Auch auf die Gefahr hin, dass ich für eine Erbsenzählerin gehalten werde, möchte ich hier noch kurz den einen Satz posten, über den ich auf der ersten Seite gestolpert bin:
      ​Stattdessen seufzt Mama ein weiteres Mal tief durch ...

      Kann man tief durchseufzen? Müsste es nicht tief durchatmen oder tief seufzen oder aufseufzen oder etwas in der Art heißen? Oder war das hier bewusst so gewählt?

      Ich :study: gerade:
      George R.R. Martin - A Clash of Kings
    • Puh. *tief durchseufz* Da bin ich jetzt echt überfragt. :) :lol:
      In meinem Sprachempfinden geht das - aber da gibt es auch regionale Unterschiede und ich bin sicherlich nicht das Maß der Dinge. Da es niemand von den Menschen, die es Korrektur gelesen hat, aufgefallen ist, nehme ich mal an, dass es das gibt, sich aber je nach individueller Prägung "falsch" anhören kann. Sprache ist ja auch Klang und jeder hat ein anderes Klangempfinden. Für mich klingt es stimmig, da ein Seufzen durch und durch gehen kann. Doch wie gesagt - ein anderer Lektor würde es vielleicht auch als seltsam empfinden.
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Morgenrot, Seite 9-22

      SweetGwendoline schrieb:

      Im ersten Kapitel lernen wir dann unsere beiden Protagonisten kennen. Schön finde ich, dass die Kapitel (scheinbar, ich habe ja noch nicht so weit gelesen) immer aus der Sicht von beiden erzählt werden.

      Das finde ich auch sehr gut. So haben wir einen schönen Überblick des Geschehens. Auch später, wenn die beiden Protagonisten aufeinander treffen werden, wird es spanennd einen Perspektivenwechsel zu haben. Denn Situationen werden ja sehr individuell wahrgenommen. So einen AUfbau finde ich klasse!!!

      Buchmaus1001 schrieb:

      Das Wort "naiv" trifft die Protagonistin meiner Meinung nach sehr gut.

      Brianna80 schrieb:

      Ich finde auch, dass Mona zwar verständlich aber dann doch auch ziemlich verantwortungslos handelt. Und das Wort naiv trifft es schon ziemlich gut, auf einem Festival dieser Größe einen ganz bestimmten Typen ganz zufällig zu treffen und davon auszugehen, dass das auch ganz sicher passiert, wirkt jetzt nicht wirklich durchdacht.

      Bettina Belitz schrieb:

      Und ist es naiv, den "Einen" unter 80.000 zu finden ...? Jain, würde ich sagen. Aber Mona sagt selbst noch einiges dazu, deshalb möchte ich hier noch nicht vorgreifen.

      Ich glaube Mona sieht es als ihre Einzige Chance Han-Ryu auf diesem Festival zu treffen. Sie gibt ja zu, dass keine brauchbare Idee hat ihn unter 80.000 Festivalbesuchern (S. 15) zu treffen. Mona möchte es vielleicht dem Schicksal überlassen, ob sie ihn trifft oder nicht. In ihren Träumen scheint es ihr sehr realistisch vorzukommen, dass sie Han-Ryu treffen wird. Vielleicht sind sie zufällig am gleichen Ort, haben gleiche Interessen.
      Ich weiß, dass mein Vorhaben waghalsig ist - aber noch verrückter fühlte es sich an, nichts zu riskieren, sondern weiterhin zu Hause rumzuhocken und auf etwas zu warten, das niemals geschehen wird. Seite 10

      Dann hätte ich noch eine Frage, ist euch der Will aufgefallen? Ist er Arzt, Therapeut oder Psychologe? Er scheint Mona ja indirekt Mut gemacht zu haben etwas zu erleben.

      Bettina Belitz schrieb:

      Die Sache mit den Medikamenten: Ich stimme euch zu, dass es fahrlässig ist, Medikamente ohne Absprache einfach abzusetzen. Nun macht Mona das aber nicht aus purem Trotz, sondern weil ihre Krankheit eine Kehrseite hat, die für sie einen Gewinn darstellt: Während ihrer Attacken erlebt sie ungewöhnlich intensive, farbenprächtige Träume, in denen sie ihre Mitmenschen als eine Art Energiewesen wahrnimmt.

      Hat man Narkolepsie eigentlich von Geburt oder Kindesalter an oder kommt sie im Laufe des Lebens?
      Sollte Mona es schon ihr ganzes Leben lang haben, wird sie ja selbt durch das versehendliche Auslassen darauf gestoßen sein, intensivere Träume zu durchleben, wenn sie keine Medikamente nimmt. Da sie sich in den letzten Wochen / Monaten gerade in so einem spannenden Traum/Vorstellungen und Wünschen befindet lässt sie die Medikamente sehr bewusst weg. Es scheint mir auch eines der einzigen Dinge zu sein, die Mona selbst beeinflussen und kontrollieren kann. Sonst ist sie ständig unter Beobachtung "in einem goldenen Käfig".

      Gaymax schrieb:

      Mit Migräne auf einem Festival stell ich mir ziemlich heftig vor, also eher unmöglich heftig. Gibt natürlich viele Migränearten, aber ich entsinne mich an einem Migräneanfall der wirklich sehr heftig war. Schmerzen im Kopf, als ob man eine explodierende Granate gegessen hat und dann noch ein Symptom welches auch öfters bei Migräne zu sehen ist, nämlich Erbrechen. Deswegen kommt mit Festival und Migräne etwas unwirklich vor, weil bei mir das ganze im Krankenhaus endete, aber da es nicht tödlich ist, kann man das natürlich machen.

      Wo wir jetzt alle über unsere Erfahrungen mit Kopfschmerzen und Migäne berichten, fällt mir auf, dass es wirklich sehr viele unterschiedliche Arten gibt und jeder nimmt Kopfschmerzen unterschiedlich wahr. Bei mir kommt es manchmal zu Migräne, wenn ich mich in eine Sache hereinsteigere oder mich ganz besonders drauf freue. Früher war es mein erstes Handy, ich hatte es keine 30 Minuten, alles funktionierte und ich wurde von Kopfschmerzen bis zum Erbrechen beplagt. Auch können Geburtstagsfeiern oder eben auch solche Musikfastivals ein Grund sein. Für Adrian scheint das Muskfastival ja auch sehr bedeutend zu sein, da er nicht nur wegen der Musik dort ist sondern auch wegen seinen Freunden und "es" eventuell mit Helen passieren könnte.

      bluetiger schrieb:

      Zunächst hab ich mal eine organisatorische Frage.
      Gibt es eine Richtlinie, in welchem Tempo gelesen wird? Da ich es nicht wusste, habe ich heute gleich die ersten zwei Kapitel gelesen, weil mir eins so wenig vorkam.

      Nein, in großen Leserunden gibt es keine Richtlinien bezüglich des Tempos. Ich würde immer mal schauen, wie weit die anderen so sind. Es macht ja auch keinen Spaß so voranzuspreschen und nur alleine Beträge zu schreiben.
      Ich habe mir vorgenommen und dieses als Ziel gesetzt mich anzupassen und eben auch die Leserunde mit Bettina und euch zu genießen. Vielleicht das ein oder andere Kapietel noch einmal zu lesen um auf andere Sachen aufmerksam zu werden. Oft bemerkt man beim ersten Lesen viele Details nicht und da finde ich es total spannend, was ihr in den einzelnen Kapiteln wahrnehmt und was Bettina sehr wichtig erscheint.

      Engel79 schrieb:

      Ich muß zugeben, bisher hält die Splitterherz Trilogie mit der weiblichen Hauptprotagonistin Ellie, die ich sehr gerne mochte, noch immer den ersten Platz in meiner Bettina Belitz - Sammlung.

      Ich habe die Splitterherz-Triologie noch nicht gelesen, aber dieses wird eines sein, was ich mir ganz fest vornehmen werden :)
    • KOPFSCHMERZEN & WILL (ohne Spoiler!)

      Ja, so unterschiedlich, wie Menschen sind, können auch ihre Art von Kopfschmerzen sein und die Tabletten bekämpfen leider nur die Symptome und nicht die Ursache.
      Ich war früher extrem kopfschmerzgeplagt; in stressigen Phasen litt ich mehrmals wöchentlich unter regelrechten Attacken. Das hat sich stark verbessert, seitdem ich Kopf, Herz und Bauch in den Ausgleich gebracht habe (oder zumindest daran arbeite - man lernt da ja nie aus). Wir leben in einem kopflastigen Zeitalter und sind gedankendominiert, werden auch so erzogen (was man an Sprüchen wie "schalt den Kopf ein", "denk nach, bevor du handelst", "Ich hab meinen Kopf vergessen", "Wo hast du deinen Kopf gelassen?" etc. merkt). Wir lernen von klein auf, das Meiste im Leben über den Kopf zu regeln, zu lösen, zu filtern - kein Wunder, dass der manchmal überlastet ist und uns dann mit Schmerzen zeigt, dass es jetzt mal genug ist. Schließlich gibt es auch noch Herz und Bauch, doch diese "Wissenszentren" werden oft schmerzlich vernachlässigt.
      Meines Wissens rühren Kopfschmerzen aber auch oft aus verspannten Nackenmuskeln. Diese Verspannungen sind jedoch zunächst so minimal, dass wir sie kaum wahrnehmen, und wandern dann hoch in Schläfen und Stirn. Die Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu bewahren, ist eine echte Kunst ... So kann also auch Freude und Aufregung einen Kopfschmerzanfall auslösen, wenn wir uns dabei unbewusst anspannen. Das ging mir früher manchmal bei Partys und Konzerten oder Treffen mit besonders lieb gewonnenen Freunden so.
      Es hilft also generell, das Körper- und Seelengefühl zu verfeinern und genau auf sich zu lauschen (nicht argwöhnisch oder urteilend, sondern liebevoll und aufmerksam). Wann brauche ich eine Pause, wann muss ich einen Gang runterschalten? Aus dem Trubel aussteigen? Mir Zeit für mich gönnen? Das kann Wunder wirken.
      Ja, und Adrian steht mächtig unter Spannung. Er hat sich ja auch einiges vorgenommen für das Festival mit Helen. :)

      Ja, und in diesem Zusammenhang - Will. :-) Schön, dass den armen Kerl mal jemand bemerkt hat. In den bisherigen Rezensionen wurde er mit keiner Silbe erwähnt, was ich aber mit einem Lächeln zur Kenntnis nehme, denn er ist der Mann im Hintergrund. Ich will jetzt auch gar nicht viel über ihn verraten, doch mich würde interessieren, welche Eindrücke ihr von dieser Figur bisher habt?
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Auch von mir ein herzliches Hallo :winken: in die Runde. Ich freue mich auch sehr auf die Leserunde und bin sehr gespannt auf das Buch.

      Vom Cover her hätte ich das Buch wohl auch nicht unbedingt beachtet. Es gefällt mir, aber fällt nicht direkt in mein Beuteschema.

      Ich hatte bisher nichts von Bettina Belitz gelesen, da ich eher historisches lese oder geheimnisvolle Geschichten um "gestandene" Frauen. Aber vom Klappentext her hat es mich angesprochen und auch gerade das Thema Narkolepsie interessiert. Und probeweise habe ich dann Splitterherz gelesen und bin hellauf begeistert und werde bald auch die weiteren Teile lesen. Es lohnt sich wirklich, immer wieder aus den gewohnten (Lese-)Bahnen auszubrechen :lol: .

      Den Aufbau des Buches finde ich auch sehr gut. Man erfährt sowohl die Denkweise von Mona als auch von Adrian.

      Pixi schrieb:

      Dann hätte ich noch eine Frage, ist euch der Will aufgefallen?

      Ja, da hatte ich am Anfang nochmal zurückgeblättert, ob ich etwas überlesen habe. Ich könnte mir vorstellen, dass es ein Therapeut ist, denn einmal hat Mona einen Ratschlag von ihm erwähnt.

      Janina schrieb:

      Hier sehe ich eine spirtuelle Verbindung zu Mona und fühle mich freudig wieder an Splitterherz erinnert.

      Ich habe mich beim Lesen auch gefragt, ob das Buch wohl auch "übersinnlich und fantasymäßig" wird. Es klang für mich schon so, mit ihren Träumen. Da lasse ich mich mal überraschen.
      2017 gelesen: 73 Bücher / 31132 Seiten

      :study: Die Gerechte - Peter Swanson
      :study: Eine kurze Geschichte von fast allem - Bill Bryson
      :study: Land der Verheißung - Leila Meacham
      :study: Woman in Cabin 10 - Ruth Ware
    • Bettina Belitz schrieb:

      Meines Wissens rühren Kopfschmerzen aber auch oft aus verspannten Nackenmuskeln.

      Ja, das kenne ich. Wenn ich einen verspannten Nacken habe, das zieht dann hoch in den Kopf und gibt dann fiese Kopfschmerzen. Migräne kenne ich zum Glück nicht, aber ich fühle mit allen mit, die das plagt.
      2017 gelesen: 73 Bücher / 31132 Seiten

      :study: Die Gerechte - Peter Swanson
      :study: Eine kurze Geschichte von fast allem - Bill Bryson
      :study: Land der Verheißung - Leila Meacham
      :study: Woman in Cabin 10 - Ruth Ware
    • Genre von "Mit uns der Wind": Fantasy oder Belletristik?

      Ein paar Gedanken zum Genre, denn es kamen ja schon Anmerkungen, ob es Fantasy-Eelemente gibt: In den bisherigen Rezensionen wurde einmal angemerkt, dass das Buch in kein Genre passe oder eines dafür erfunden werden müsste. Vielleicht wäre ja Spiritual Romantasy ein passender Begriff. :lol: Sagen wir so: Das Setting ist ganz klar in der Realität angesiedelt und Mona und Adrian sind "normale" Menschen, also Menschen aus Fleisch und Blut. Die Traumsequenzen von Mona haben aber durch den Drachen, die Stimmung und die verschwimmenden Grenzen der Realität eindeutig Fantasycharakter, ohne dass es jedoch eine Parallelwelt gibt, denn diese Träume finden IN ihr statt.
      So ist für mich aber das Menschendasein - es ist nicht so beschränkt, wie wir es oft wahrnehmen. Diese inneren Bilder unserer Träume stammen nicht aus irgendeiner fernen Welt, nein, sie entstammen aus uns. Und wer hat nicht schon einmal von Wesen oder Erlebnissen geträumt, die uns in der Alltagswelt nicht begegnen? Zum Beispiel, durch den bloßen Willen fliegen zu können?
      Ich glaube, einer der größten Irrtümer unserer jetzigen Zeit ist die Vorstellung der Getrenntheit. Wir glauben, getrennt von anderen Menschen zu sein, getrennt von der Welt da draußen, der Natur, dem Weltall, oder aber Gott ... wie auch immer man es nennen mag. So verfallen wir auch der Illusion, getrennt von unseren inneren Bildern zu sein, wenn wir Träume als etwas abtun, was es eigentlich "nicht gibt". Aber in dem Moment, in dem wir sie träumen, fühlen sie sich real an.
      Ich will damit niemanden dazu ermuntern, im Alltag mal schnell auszutesten, ob er tatsächlich fliegen kann oder eine alte, gebeugte Frau als Hexe zu titulieren, weil sie so aussieht wie jene, die einem im Traum begegnet ist ... Es gilt schon, zu unterscheiden, auf welcher "Ebene" man sich gerade befindet (wenn das verschwimmt, wird es nämlich kritisch).
      Aber was aus unserer Seele aufsteigt an inneren Traumbildern, ist nichts "von außen", nichts vollkommen Irreales, denn es ist in dem Moment des Träumens unsere gefühlte Realität. Bei solch intensiven Träumen wie Mona sie hat ist das dann natürlich nochmal eine andere Kategorie als bei den üblichen Verarbeitungs-Schund-Träumen, die man am nächsten Morgen getrost vergessen kann. Sie scheinen etwas zu meinen ...
      Was ich mit all dem sagen will: Das Genre ist etwas für Schubladen, und Schubladen trennen und ordnen. Diese Schubladen sind sehr sinnvoll, wenn man sich in einem Buchhandel orientieren möchte. Man weiß, der eine Inhalt gefällt mir, der andere nicht so, also nehme ich die obere Schublade.
      Aber letztlich erzählen alle Geschichten von der Seele, auch wenn nur Orks und Feen und Alben herumgeistern, denn sie wurden von beseelten Wesen geschrieben. Und fast immer gibt es einen Kampf von Licht und Dunkel. Wenn man es von so weit oben betrachtet, gibt es also eigentlich gar keine Genres ... Sondern "nur" Geschichten.
      Ich weiß, dass manche Buchhändler und Lektoren und Verleger das nicht gerne hören, aber Genres sind nicht mehr als Hilfsmittel, damit wir uns genau das suchen können, was zu uns passt (was aber auch immer die Gefahr birgt, dass wir uns in zu kleinen Kreisen bewegen und uns zu eng definieren, z.B. mit dem Satz "Ich mag keine Jugendbücher").
      Lasst es mich so formulieren: "Mit uns der Wind" ist eine Menschen-Geschichte, die die üblichen Grenzen des Menschseins ein wenig sprengt und, wenn man sich an Genres orientieren will, somit Fantasy-Elemente hat. Doch diese finden im Menschsein statt. Wie bei jedem von uns. Ich glaube, wir haben alle eine ziemlich konkrete Vorstellung davon, wie so ein Drache aussieht und was er für uns ausstrahlt ... obwohl es Drachen "nicht gibt" (im Sinne von: Zum Anfassen, Draufsteigen, Kämpfen, Filmen & Fotografieren).
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Nautrische Dämmerung (Seite 23-40)

      Was mir gerade auffällt, Adrian und Mona sehen den Platz, auf dem das Festival stattfindet sehr ähnlich. Adrian empfindet auf Grund seiner Schmerzen seine Umgebung als sehr grell und reizüberflutet. Für Mona gibt es so viele Eindrücke, da sie im Alltag eher in sehr vertrauten Umgebungen ist - sie sagt es ganz deutlich und fühlt sich von den ganzen Eindrücken erschlagen!

      Mir stellt sich die Frage ob Manuel älter oder jünger ist als Mona?! Habe ich etwas üebrlesen? Aus meinem Bauchgefühl würde ich sagen er ist älter :-k
      Und Will taucht wieder auf, es scheint als sei Mona bei ihm um Achtsamkeitsübungen durchzuführen und diese Techniken zu erlernen um sie im Alltag anwenden zu können. Vielleicht lassen sich ihre Attacken dadurch beeinflussen?!
      Da verrät Mona und noch etwas über die Narkolepsie: es gibt bestimmte Trigger. So wird Mona nicht in einen der Shuttlebusse einsteigen. Auch im Wohnwagen ist sie nach recht kurzer Zeit in den Schlaf gefallen.

      Was meint ihr, gefällt Mona die Band 30 Seconds to Mars? Oder ist sie nur durch die Videos von Han-Ryu auf diese Band gekommen?
      Aber was sind schon Blasen an den Füßen, wenn ich endlich meine eigenen Schritte mache, mir das Konzert meines Lebens ansehen darf und - und vielleicht sogar Han-Ryu begegnen werde? (Seite 26)

      In diesem Abschnitt scheint es so, das Mona auch ohne Han-Ryu zu treffen gerne auf dieses Festival gegangen wäre.

      Jetzt mal ein Zitat von Adrian, Seite 32:
      Was hat der Typ noch mal gesagt? Wir können Energie freisetzen und damit Schmerzen in unserem Körper behandeln.

      Von welchem Typen redet Adrian? Könnte es auch Will sein? Achtsamekitsübungen und Energie?!

      Was wir bisher noch nicht wissen, ob Mona und Adrian sich so schon einmal begegnet sind ohne es zu wissen?! Wohnen sie in der gleichen Stadt oder haben sie die Möglichkeit vielleicht gleiche Personen zum Beispiel Will zu kennen?!
    • Allgemeines und Kapitel 1 "Morgenrot" (bis Seite 22)

      Mein liebster Ehemann hat mir in der Mittagspause das Buch gebracht und ich habe auch direkt das erste Kapitel gelesen.

      Ich finde das Cover mal wieder total schön gelungen. Obwohl ich die Gestaltung von "Vor uns die Nacht" auch klasse fand, finde ich es doch toll, dass die Gestaltung nun wieder freundlicher und fröhlicher ist. :wink: Aber ich finde es prima, dass die Gestaltung der Bücher insgesamt so einheitlich ist. Das macht sich gut im Regal. :wink:

      Die Widmung finde ich ebenfalls sehr schön. @Bettina Belitz, denkst du denn beim Schreiben deiner Bücher schon über die zukünftigen Leser / die Zielgruppe nach und überlegst beim Schreiben, wie manche Szenen auf sie wirken werden?

      Beim Prolog hatte ich direkt das Gefühl, dass wir es hier mit einem Traum zu tun haben. Später erwähnt Mona ja auch, dass sie in ihren Träumen einen Drachen sieht. Ich finde es momentan noch nicht richtig greifbar, wenn Mona davon spricht, dass sie Bilder und Töne empfängt. :-k

      @Bettina Belitz hast du dich denn viel mit der japanischen Mythologie beschäftigt? Bist du selbst auch fasziniert von Drachen?

      Krass, dass Mona und ihr Bruder einfach so der Hochzeit des Opas fernbleiben dürfen. :shock: Ich glaube, da hätte es in meiner Familie keine Kompromisse gegeben. Insofern finde ich die Eltern schon ganz in Ordnung.

      Ich glaube, dass Monas Will (wer auch immer er für sie ist) und Adriens Typ aus dem Park die selbe Person sind. Denn der Schlüsselsatz "Es gibt keine Zufälle" taucht da zwei mal im Zusammenhang mit ihm auf. :-k

      So, das waren meine ersten Eindrücke zum Buch. Jetzt lese ich mal nach, was ihr schon zum ersten Kapitel notiert habt. :montag:
      "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
      Hape Kerkeling

      "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
      Bettina Belitz - Scherbenmond
    • Nautische Dämmerung

      Janina schrieb:

      Dieser Adrian/ Han-Rye wirkt auf mich echt etwas abgedreht.


      Ich bin wohl der einzige der relativ spät bemerkte das es ein und dieselbe Person sind :pale:

      Janina schrieb:

      Migräne ist das eine, das ist wirklich schlimm. Eine Freundin hatte das zu Schulzeiten häufig, mit Erbrechen und Lichtempfindlichkeit und all dem


      Kenne ich auch so und Kopfschmerzen ist ungleich Migräne.

      SweetGwendoline schrieb:

      Das ist mir auch aufgefallen, hoffentlich erfahren wir noch mehr zu diesem Gedankengang. Etwas merkwürdig fand ich das ja schon - also wegen des Altersunterschieds.


      Das interessiert mich auch noch, bin gespannt ob in dieser Richtung noch mehr kommt. :)

      Buchmaus1001 schrieb:

      Im zweiten Kapitel habe ich mit Adrian richtig mitgelitten. Die Beschreibung seiner Migräne und seiner Gefühle dabei war so realistisch, dass mir selbst schon kotzübel geworden ist, obwohl ich noch nie Migräne hatte und keine Ahnung habe, wie sich das genau anfühlt.


      Schlimmer als Kopfschmerzen, nicht zu vergleichen. Es ist als ob der Kopf weggesprengt wird.

      Pixi schrieb:

      Dann hätte ich noch eine Frage, ist euch der Will aufgefallen? Ist er Arzt, Therapeut oder Psychologe? Er scheint Mona ja indirekt Mut gemacht zu haben etwas zu erleben.


      Ja aber nur mit Namen und ich habe mich gefragt woher er kommt und so

      gaensebluemche schrieb:

      Ich glaube, dass Monas Will (wer auch immer er für sie ist) und Adriens Typ aus dem Park die selbe Person sind. Denn der Schlüsselsatz "Es gibt keine Zufälle" taucht da zwei mal im Zusammenhang mit ihm auf.


      Interessant
      :study: Ulysses (James Joyce) 586 / 987 Seiten
      :study: Titan (Robert Harris) 232 / 541 Seiten

      SUB: 543
    • zu Kapitel 1

      SweetGwendoline schrieb:

      Die Sorge von Monas Eltern kann ich auf der einen Seite gut verstehen, habe aber selbst schon zu oft erlebt, wie das auch nach hinten losgehen kann. Und genau das ist jetzt der Fall, Mona nimmt ihre Medikamente nicht mehr ein und versucht aus dem Käfig auszubrechen.


      Wobei ich aber nicht dein Eindruck habe, als wäre Mona hier die Rebellin, die die Tabletten nur deshalb nicht mehr nimmt, um ihren Eltern damit die Stirn zu bieten und ihnen zu zeigen, dass sie sich durch deren Sorge eingeschränkt fühlt. Bettina hat das ja in einem ausführlichen Posting schon etwas erklärt:

      Bettina Belitz schrieb:

      Die Sache mit den Medikamenten: Ich stimme euch zu, dass es fahrlässig ist, Medikamente ohne Absprache einfach abzusetzen. Nun macht Mona das aber nicht aus purem Trotz, sondern weil ihre Krankheit eine Kehrseite hat, die für sie einen Gewinn darstellt: Während ihrer Attacken erlebt sie ungewöhnlich intensive, farbenprächtige Träume, in denen sie ihre Mitmenschen als eine Art Energiewesen wahrnimmt. Für Mona sind die Träume ein Schlüssel in die Seelen anderer Menschen - zumindest hofft sie, dass das so sein könnte und dass sie über diese Träume Orientierung findet. Somit ist sie nicht "völlig weg", wenn sie eine Attacke erleidet, sondern taucht in eine höhere (oder tiefere ...) Bewusstseinsebene ein. Allerdings hat sie noch mit niemand darüber gesprochen und ist sich auch darüber im Klaren, dass das Ganze nur eine Illusion sein kann. Beweise für so etwas gibt es eben nicht ...


      Bettina Belitz schrieb:

      Es ist übrigens tatsächlich so, dass Medikamente gegen Narkolepsie das nächtliche Schlafverhalten der Betroffenen negativ verändern können und auch zu weniger Träumen führen können.


      Bettina, und hast du bei deinen Recherchen herauslesen können, dass es Menschen wie Mona gibt, die ohne ihre Tabletten so intensive Träume haben? Oder ist das eine Sache, die du dir für Mona selbst überlegt hast?
      "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
      Hape Kerkeling

      "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
      Bettina Belitz - Scherbenmond
    • bis einschließlich "Nautische Dämmerung"

      Hallo alle zusammen,

      erstmal freue ich mich, wieder bei dieser Leserunde dabei zu sein. Meine 5. Belitz-Leserunde in Folge, super! :D

      bis einschließlich "Nautische Dämmerung"

      Die Widmung hat mir auch sehr gut gefallen. Oft ist es nämlich tatsächlich so, dass man selbst gar nicht weiß, welche Stärke man ihm Herzen trägt, bis es doch einmal nötig wird.

      Der Prolog ist sehr poetisch und auch geheimnisvoll. Ich mag Drachen sehr und überhaupt auch alles Asiatische. Ich bin gespannt, ob da noch weitere Bezüge auftauchen werden als das Kiten an sich.

      Ich mag auf jeden Fall auch, dass die Geschichte aus Monas und Adrians Sicht erzählt wird. So kann man immer ganz gut verfolgen, wo wer sich gerade befindet, welche Gefühle im Spiel sind usw. Und vielleicht auch Parallelen entdecken - erste sind ja schon zu sehen. Mona ist mir schon mal sehr sympathisch und ich kann gut nachvollziehen, wie sich fühlt. Natürlich ist sie krank oder wie man es genau nennen will, aber auf der anderen Seite ist sie auch erwachsen und gerade dann will man doch auch mal Dinge alleine entscheiden, auch mal frei sein. Wie das wohl gewesen sein muss für sie? Kaum normale Dinge tun, immer unter Beobachtung des älteren Bruders - das war doch sicher in der Pubertät sehr schwer, wo man doch seine Geheimnisse haben will. Die Eltern kann ich auch irgendwo verstehen, aber für mich, als unwissende Unbeteiligte wirkt alles schon sehr überfürsorglich. Aber vermutlich kann ich das Ganze nur nicht überschauen und einschätzen.

      Adrian ist für mich noch weniger greifbar als Mona. Im Moment wirkt er fast noch ein wenig oberflächlich auf mich, denn verstehen kann ich nicht wirklich, was er an Helen findet - zumal sie sich ja scheinbar erst für ihn zu interessieren scheint, seit er ein großer Youtubestar ist. Das macht sie für mich nicht wirklich attraktiv. Und dann noch die Sache mit dem Park und den Übungen - warum macht er sich zuerst lustig, warum dieses Fremdschämen? Wohl, weil er noch nicht in sich ruht, weil es ihn noch etwas angeht, was die anderen denken könnten.

      Nun sind wir also tatsächlich auf dem Festival, das müssen für Mona ja völlig neue Eindrücke sein. Und wir erfahren mehr über ihre Krankheit, ihre Behinderung. Behinderung ist immer so ein hartes Wort und ich frage mich auch, ob es denjenigen gerecht wird. Ich kenne einige Menschen mit einem Behindertenausweis und keiner von ihnen würde sich selbst so bezeichnen. Aber anscheinend brauchen wir ja immer für alles ein passendes, einfaches Wort, vor allem im Behördendeutsch. Und Monas liebstes Lied ist also auch "Closer to the edge" - ob das schon vor den Videos so war oder es sich erst entwickelt hat? Aber der Text scheint beide ja anzusprechen, dass man mal was riskiert, nicht immer nur alles kontrolliert, auch mal loslässt.

      Adrian leidet also an Migräne, dann sollte er ja eigentlich auch mit Monas Narkolepsie umgehen können, wenn sie sich dann mal begegnen. Klar, man kann es nicht ganz vergleichen, aber die Migräne ist auch etwas, das ihn behindert und sein Leben einschränkt, auf das er auch mal Rücksicht nehmen muss, wenn es ihm gar nicht passt. Was ich schade finde, ist dass Helen ihn in seiner Leidenschaft nicht wirklich zu unterstützen scheint - das bestärkt nochmal meine Meinung über sie.

      Und noch zu den Kapitelüberschriften: das scheinen ja alles Begriffe aus der Meteorologie zu sein - sehr spannend!
      Mein Blog

      Shame isn’t a quiet grey cloud, shame is a drowning man who claws his way on top of you, scratching and tearing your skin, pushing you under the surface.
      - Kirsty Eagar in "Raw Blue" -
    • Gaymax schrieb:

      Mona ist naiv wenn sie bei einer solchen Krankheit einfach Tabletten absetzt


      Ich finde nicht wirklich, dass sie da naiv rangeht und es ist außerdem sehr leicht, von außen Kommentare dazu abzugeben. Natürlich meint immer jeder, Eltern, Bruder usw., zu wissen, was in so einem Fall richtig ist, aber letztendlich steckt nur Mona selbst in ihrem Körper und kann das beurteilen. Naiv finde ich sie da also nicht, sie scheint sich ja auch ihre Gedanken dazu gemacht zu haben. Fahrlässig, das mag sein, aber naiv? Und nachvollziehen kann ich es gut, dass man alles irgendwann einmal in Frage stellt, wenn man so unter Dauermedikation steht, zumal wenn bestimmte Nebenwirkungen auftauchen oder man bestimmte Dinge gar nicht mehr oder nur gedämpft wahrnimmt. Das muss schwer sein und ich denke, man sollte da mit Mona nicht so hart ins Gericht gehen. Sie hat doch einfach nur Wünsche und Träume.

      Bettina Belitz schrieb:

      Und ist es naiv, den "Einen" unter 80.000 zu finden ...? Jain, würde ich sagen.


      Mir kommt es so vor, als würde Mona das Ganze sozusagen auf eine Probe stellen. Denn sie hätte Adrian ja auch über seinen Youtube-Kanal anschreiben und sich mit ihm verabreden können. Aber ich denke, sie will einfach wissen, ob das ihr Schicksal ist oder nicht. Wird sie ihn eben unter diesen 80.000 Menschen treffen - dann soll es so sein - oder eben nicht. Und sie hat wahrscheinlich auch eine Vorstellung davon, wie sie zwei sich begegnen sollen.

      Pixi schrieb:

      Mir stellt sich die Frage ob Manuel älter oder jünger ist als Mona?! Habe ich etwas üebrlesen?


      Da er Auto fahren kann und Mona 18 ist, halte ich ihn auch für einen älteren Bruder. (Er könnte natürlich auch der Zwillingsbruder sein, aber ich denke, darauf wäre vielleicht schon angespielt worden.)
      Mein Blog

      Shame isn’t a quiet grey cloud, shame is a drowning man who claws his way on top of you, scratching and tearing your skin, pushing you under the surface.
      - Kirsty Eagar in "Raw Blue" -
    • Eure bisher gestellten und noch nicht beantworteten Fragen

      - Drachen/japanische Mythologie: Ich habe generell ein Faible für asiatische Lebenspflege - das kommt bei mir durch meine Karate- und Qi Gong-Erfahrungen, aber natürlich auch durch die Beschäftigung mit Meditation, wobei man am Zen nicht vorbei kommt. Aber Drachen haben mich schon von Kind an fasziniert - ich erinnere da auch mal an die "böse" Variante des Drachens: Katla in "Die Brüder Löwenherz" von Astrid Lindgren. Später kam dann Saphira von Eragon dazu und auch diese Drachengestalt faszinierte mich, ganz anders als Katla. Seltsamerweise habe ich aber an beide nicht gedacht, als ich in Monas Träume eintauchte, sondern "ihr" Drache erschien mir in einer Meditation. Ein prachtvolles Wesen, so klug, weise und stark. Das war kurz bevor ich die Idee zu diesem Roman hatte und als ich Mona und ihre Geschichte dann "fand", konnte ich sofort die Verbindung zum Drachen ziehen.
      Es tut mir leid, dass ich diesen Prozess handfester nicht erklären kann. Natürlich muss ich auch mit meiner Lektorin über eine neue Buchidee sprechen und da muss es dann konkreter werden. Dabei konzentriere ich mich auf "harte Fakten" wie Setting, Charaktere, Spannungsbogen. Doch es sind ja die Details und Bilder, die ein Buch erst richtig lebendig machen, und die entwickeln sich immer durch Eingebungen.
      Ihr könnt diese Elemente der asiatischen Achtsamkeitslehre im Buch ja mal verfolgen, wenn ihr mögt - was Will Mona teilweise beibringt, ist in seinen Grundprinzipien Qi Gong. Es gibt nicht nur äußeres Qi Gong, sondern auch inneres Qi Gong (äußeres ist mit Körperübungen verbunden, das innere eher eine Geisteshaltung und Lebenseinstellung; im Idealfall macht man beides). Im Qi Gong strebt alles nach Ausgleich, damit die Balance gefunden und gehalten werden kann, quasi die Balance zwischen Himmel und Erde, Kopf und Herz. Das ist übrigens auch für Adrian nicht ganz unerheblich, wenn er mit dem Wind spielt ... Und natürlich bringt so eine Krankheit, wie Mona sie hat, einen immer wieder aus dem Gleichgewicht, sodass es umso wichtiger ist, sich darauf auszurichten, die innere Mitte zu finden. Will ist im Buch also jemand, der bei Monas Krankheit andere Ansätze als die klassische Behandlung wählt. Er ist übrigens Monas Heilpraktiker und Osteopath. Da Mona oft stürzt, hat sie natürlich mit Schmerzen und Verspannungen zu tun - alternative Heilansätze können da Erleichterung bringen, wobei Will offenbar mehr tut als nur zu behandeln. Warten wir einfach mal ab, welche Rolle er noch spielt. :) Ganz klar ist es aber, wie ihr schon gesagt hat: Er ist jemand, der Mona Mut macht, ihr Leben zu leben. Allerdings hat sie ihn nicht in ihre Pläne mit Adrian eingeweiht ...

      - ... und ob Narkolepsie-Patienten in ihren Attacken solch starke Träume haben, weiß ich nicht. Für mich war klar, dass es bei Mona so ist. Es zeigt, dass alles im Leben zwei Seiten hat und auch das vermentlich Negative eine schillernde Facette haben kann. So strebt auch in Mona alles nach Ausgleich - zum einen hat sie zwar dieses Handicap, aber es offenbart ihr auch noch eine "Schokoladenseite". Wenn man Mona fragen würde, was sie sich wünscht, würde sie sicher sagen: gesund sein und auf diese Träume verzichten. Aber sie ist nun mal Narkoleptikerin und es stellt sich die große Herausforderung, damit umzugehen, ohne sich davon unterkriegen zu lassen.
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Ach ja, und Manuel ist Monas älterer Bruder. Zu ihm erfahren wir im Laufe des Buches auch noch bisschen mehr. Die beiden haben jedenfalls eine sehr enge Bindung - Mona ist sie etwas zu eng ...
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    • Der schwimmende Drache

      In diesem Video findet ihr ab 2:48 eine sehr schöne Vorführung des schwimmenden Drachens. Dazu eine kleine Anekdote: Am Abend, als ich das Kapitel geschrieben hatte, in dem Adrian sich an die Übung des Schwimmenden Drachens erinnert, sagte meine Qi Gong-Lehrerin spontan: "Wisst ihr was? Es gehört zwar noch nicht zu euren Lektionen, aber ich darf jetzt den Schwimmenden Drachen unterrichten. Wollen wir ihn mal üben?" Ich krähte natürlich begeistert "Ja!" (so viel zum Thema "Es gibt keine Zufälle" :D ) und ehrlich - ich liebe diese Übung. Sie fühlt sich wunderbar an und entspannt die Wirbelsäule auf ganz sanfte Weise. Man kommt sich tatsächlich wie ein geschmeidiges Tier vor, das durch das Wasser gleitet.
      Mehr zu schwimmenden Drachen gibt es noch später im Buch ... :)
      "Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und verwirft auch nichts." (Buddha)
    Anzeige
    BuecherTreff.de in den Medien