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Hape Kerkeling: Der Junge muss an die frische Luft

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    Der Junge muss an die frische Luft: Mein...

    von

    4.3|44)

    Verlag: Piper Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 320


    ISBN: 9783492320009


    Termin: Oktober 2016

    • Hape Kerkeling: Der Junge muss an die frische Luft

      Inhaltsangabe:

      Hape Kerkeling, der in meinen Augen wohl beliebteste Entertainer Deutschlands, hat sich nach einigen Schlüssel-Erlebnissen in seine Erinnerungen gegraben. Er begibt sich auf eine Reise in seine Kindheit, die bis zum Tod seiner Mutter von vielen schönen Momenten mit seiner hiesigen Verwandtschaft und seinen Freunden begleitet war.

      Doch auch danach hat er seinen Humor nicht verloren und meistert die Situation auf seine Weise.

      Mein Fazit:

      Die Inhaltsangabe ist kurz. Ja, ausnahmsweise kann man es mal so machen. Denn das trifft es nun mal.

      Ich mag Hape Kerkeling und seine offensichtlich ehrliche Art. Und die kommt auch im Buch so rüber (wohl ein Grund, warum ich es verschlungen habe). Er erzählt die Dinge, wie sie aus seiner Sicht wohl waren mit seinem heutigen Wissen. Auch wenn das eine oder andere traurig war, so ist immer auch ein Hauch von Humor dabei. Man kann nicht anders als stets ein Lächeln auf den Lippen zu haben.


      Geprägt haben Hape Kerkeling die Großeltern, die ihn erst mit, dann ganz aufgezogen haben. Oma Änne spielt dabei keine weniger untergeordnete Rolle als Oma Bertha. Die Familienbande ist – so spürt man es auf jeder Seite – sehr stark und von großer Liebe gezeichnet. Er hat viel von ihnen gelernt und konnte sich doch frei entfalten. Und er hat nie vergessen, was sie für ihn getan haben.

      Natürlich ist der Tod seiner Mutter das tragische Ereignis in seinem damals noch jungen Leben und es war mit Sicherheit nicht leicht, das alles durchzustehen. Aber wurde in einer großen Familie aufgefangen. Und dieses Ereignis erst hat ihn wohl in dem Bestreben bestärkt, Humor in das Leben der Menschen zu bringen, auch wenn es für ihn ein harter Job ist.

      Mich haben einzig die vielen Verwandten manchmal verwirrt. Cousinen, Tanten und wer da noch alles in der Familie ist, haben mich manchmal ins Straucheln gebracht. Aber gut, bei einer so großen Familie kann es für Außenstehende schon mal schwierig werden.

      Ich habe gelacht und geschluckt während des Lesens. Ein herzerfrischend ehrliches Buch, das ich jedem nur empfehlen kann, der Hape liebt.
      LG, Elke :wink:
      • in 2016 gelesen: 83 Bücher/ 30.850 Seiten/ 506 Minuten gehört
      • in 2017 gelesen: 84 Bücher/ 34.387 Seiten/ 20 Hörbücher/ 10.930 Minuten gehört
      • in 2018 gelesen: 12 Bücher/ 4.753 Seiten/ 3 Hörbücher/ 1.795 Minuten gehört/ SuB: 104 Bücher :-,
      Bücher suchen ein neues Zuhause!
    • In seinem Buch „Ich bin dann mal weg“ hat Hape Kerkeling auf eine unnachahmlich authentische und unprätentiöse Weise erzählt, wie er zu sich selbst und zu Gott gefunden hat.

      Einige Jahre später, quasi als ein Geburtstagsgeschenk zu seinem 50. Geburtstag legt er nun ein zweites Buch vor. „Meine Kindheit und ich“ heißt es im Untertitel und Hape Kerkeling erzählt von seinem Aufwachsen in einer großen Familie. Von dem, was da schon früh in ihm schlummerte und dem, was die Verhältnisse und das Schicksal seiner Mutter aus ihm gemacht haben. Man weiß als Leser schon recht früh, dass der kleine Hape Zeuge nicht nur der fortschreitenden psychischen Erkrankung seiner Mutter wurde, von der er sie mit allerlei Späßen abzulenken versuchte, sondern auch, dass er eine ganze Nacht neben ihr lag, als ihr Körper nach der Einnahme von Schlafmitteln schon erkaltet war.

      Er erzählt von seinen beiden wunderbaren Großmüttern, die ihn am Leben hielten und zu ihm standen, auch davon, wie eine auf ihrem Sterbebett ihm quasi seine Karriere voraussagte.

      Das Buch ist bewegend von der ersten bis zur letzten Seite und erzählt zwischen den Zeilen von der unglaublichen Kraft, die ein Mensch entwickeln kann, trotz furchtbarer Schicksalsschläge. Resilienz nennen das die Psychologen.

      In aller Bescheidenheit erzählt Hape Kerkeling davon, ohne missionarischen Impetus, aber immer mit der leisen Hoffnung, dass er mit seinem Beispiel anderen Menschen Mut machen kann, nicht aufzugeben, wenn einen unendliche Schwere niederdrücken will, niemals die Hoffnung aufzugeben, auch wenn es dunkel wird im Leben, und niemals den Glauben zu verlieren an Gottes Liebe und Segen und auch nicht an sich selbst.

      Ein wunderbares Buch über das Glück des Lebens.
    • Hape Kerkeling erzählt in “Der Junge muss an die frische Luft” ein seiner bekannten und typischen Art besondere Abschnitte aus seiner Kindheit. Er beginnt damit, wie er seine Babyjahre aus Erzählungen in Erinnerung behalten hat, an Dinge, an die er sich selbst noch erinnern kann und arbeitet sich zum größten Teil chronologisch vor, bis an den Punkt, an dem laut seiner eigenen Aussage seine Kindheit endete, nämlich mit dem Tod seiner Mutter.

      Zugegeben, nach den ersten Kapiteln war ich erst einmal sehr enttäuscht. Kerkeling erzählt in diesen weniger über seine Kindheit als vielmehr von sich selbst und wie er sich heutzutage fühlt und in seinen Worten klingt etwas mit, was mir diesen Entertainer erst einmal recht unsympathisch hat erscheinen lassen, obwohl ich Kerkeling eigentlich ansonsten gerne mag. Ich kann nicht mal genau sagen, woran das in diesen ersten Kapiteln gelegen hat. Vielleicht war es seine selbstgerechte Art, wie er vom Leben erzählt hat – keine Ahnung. Für mich schien es jedenfalls so, als hätte er krampfhaft versucht sich möglichst unauffällig ins rechte Licht zu rücken. Das kam bei mir nicht wirklich an und ich finde auch, dass er es auch überhaupt nicht nötig hat. Vielleicht waren dies aber auch nur die Reste des ursprünglichen Plans eine Biografie über den “schillernden deutschen Showstar” Hape Kerkeling zu schreiben, statt über die Kindheit von Hans-Peter, die es schließlich geworden ist. Ich weiß es nicht. Nach diesen ersten Kapiteln war aber schließlich alles vergessen und ich tauchte ganz tief in Kerkelings Erzählungen ein.

      Ich mag Kerkelings Art zu erzählen sehr gerne und beim Lesen des Buches hatte ich auch tatsächlich über weite Strecken die Stimme dieses Entertainers im Ohr, als würde er mir persönlich vorlesen. Ich konnte mir so richtig vorstellen, wie Hape Kerkeling seine Erinnerungen und Erlebnisse genau so erzählt, wie sie geschrieben wurden.
      Die Erinnerungen kommen über weite Strecken wirklich sehr lebendig und plastisch rüber. Gerade das Leben mitten im Ruhrgebiet, wo ich ebenfalls aufgewachsen bin, konnte ich mir teils so richtig bildhaft vorstellen. Von einem Heimspiel kann ich zwar nicht sprechen, aber mir schien es auch nicht total fremd.

      Wenn man sich die Kindheit von Kerkeling so durch den Kopf gehen lässt, dann scheint es nicht verwunderlich, dass aus diesem Kind eine so starke Persönlichkeit wurde, die eine extreme Präsens ausstrahlt. Zwar klingt auch in diesen Erzählungen immer wieder durch, dass sich Kerkeling eigentlich nicht als “Star” sieht, sondern gerne auch mal seine Ruhe hat, aber trotzdem gerne tut was er tut.

      Den Verlust, den Hape Kerkeling schon früh hinnehmen musste, hat mich sehr berührt. Über diese Strecken habe ich das Buch dann auch in Begleitung eines Taschentuchs lesen müssen, was beweist, dass Kerkeling nicht nur die humoristische Seite drauf hat, sondern durchaus auch ernsthaft erzählen kann, was man ihm in seinen Rollen im TV allerdings nicht so wirklich abnehmen kann.

      Fazit
      Obwohl es in diesem Buch um seine Kindheit geht, gibt es auch immer mal ein paar kurze Episoden aus seinem Leben im Showgeschäft, die mir ebenfalls viel Spaß gemacht haben. Eine weitere Biografie mit Erinnerungen aus dieser Zeit wäre also sehr wünschenswert, denn ich mag Kerkelings Art zu erzählen einfach gern.
    • Ich schätze Hape Kerkeling sehr und war nach " Ich bin dann mal weg" mehr als neugierig auf dieses Buch.

      Zum Inhalt muss ich mir nicht noch einmal äußern, das haben meine Vorschreiber bereits getan.

      Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Ich habe viel Neues über Kerkeling und seine Familie erfahren und war teilweise sehr angerührt von seinen Schilderungen. "Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber leben muss man es vorwärts" - diesen meinen Lieblingsspruch von Sören Kierkegaard zitiert Kerkeling und das passt auch sehr gut auf sein Leben. Man versteht so Vieles von dem,
      was Kerkeling ausmacht.

      Wobei ich schon denke, dass sich seine Erinnerungen mit den Erzählungen und Anekdoten seiner Familie vermischten. Ich kann mir z.B, nicht vorstellen, dass man sich an seine Ausfahrten im Kinderwagen erinnert oder wie man zum ersten Mal aus dem Laufstall klettert. Er selbst nimmt ja auch im Nachwort dazu Stellung

      Ein warmherziges Buch, ein Plädoyer an die Liebe und die Familie - und an Gottvertrauen.

      grüße von missmarple
    • Keine Rezension, einfach nur mein Eindruck ;-)

      Die mediale Person Hape Kerkeling (und auch die meisten seiner Kunstfiguren) mag ich sehr gerne und die Privatperson hinter all dem Rummel hat mich ... spätestens seit "Ich bin dann mal weg" irgendwie fasziniert. Ohne dass ich genau sagen könnte, warum eigentlich.

      Bei "Der Junge muss an die frische Luft" habe ich mich für die Hörbuchversion entschieden und diesen Entschluss absolut nicht bereut! Es war so was von herrlich seiner Stimme zu lauschen. Nicht nur dann, wenn zum Beispiel Horst Schlämmer zu Wort kam :lol:

      Nein, seine ganz besondere Art des Vorlesens hat mich wirklich glauben lassen, dass er nur und ausschließlich zu mir persönlich spricht. Tolles Futter fürs Kopfkino also.

      Er gewährt dem Hörer / Leser wirklich einen sehr tiefen und persönlichen Einblick in seine Kindheit und Jugend. Was ich sehr mutig finde, gerade was das öffentliche Thematisieren der Depressionen und des Freitods seiner Mutter anbelangt.

      Mich hat seine Geschichte sehr bewegt und berührt. Mehrmals musste ich beim Hören ... mit Knopf im Ohr, für mein Umfeld völlig unvorbereitet also ... lauthals loslachen, aber mindestens ebenso oft sind mir auch die Tränen gekommen.

      Man kann sehr deutlich spüren, dass er mit dem Schreiben des Buches auch ein Stück weit seine dramatischen und ihn prägenden Erlebnisse verarbeitet hat. Ganz am Ende erwähnt er dies ja auch. Und ich bin fast geneigt zu sagen: Vielen Dank fürs Teilhaben lassen an diesem (fast schon) Seelenstriptease! :applause:
    • Nachdem ich bei der Lektüre von "Ich bin dann mal weg" Hape Kerkeling schon persönlicher kennenlernen durfte, was mir damals schon gefallen hat und mir eine leisere, nicht weniger komische aber eher nachdenklichere Seite des Entertainers eröffnete, ist dieses Buch eine Steigerung dessen. Um es vorwegzunehmen, ich vergebe gerne gute :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: .
      Hape Kerkeling schildert die Vor- und Nachgeschichte des wohl einschneidensten Erlebnisses seiner Kindheit bzw. seines Lebens: Des Freitodes seiner Mutter. Dieses traumatische Erlebnis ist zentraler Punkt der Erzählung, auf die alles hinausläuft, auch wenn ihm der Tod schon früher (und auch später) beispielsweise bei der von ihm "vergötterten" Oma Änne begegnet.
      Er berichtet in seiner unvergleichlichen Erzählweise, die trotz des schweren Themas mit einer Leichtigkeit und Situationskomik daherkommt, die bewundernswert ist. Deutlicher kann er nicht resumieren, dass er mit dem schrecklichen Ereignis seinen Frieden geschlossen hat, ohne es zu vergessen und die Auswirkungen auf sein inzwischen 50jähriges Leben zu analysieren. Dies tut er mit enormer Feinfühligkeit, sehr großen Souveränität und einsichtiger Dankbarkeit seinem großen Familienkreis gegenüber. Er rechnet nicht mit der Vergangenheit ab oder ergeht sich in Vorwürfen, wie es viele Autobiografen an bestimmten (oft unverständlich frühen) Stellen ihres Lebens tun.
      Ich mag Kerkelings Art zu erzählen, die klare analytischen Resumes einerseits, das "Frei von der Leber weg-Erzählen" andererseits. Soweit ich das behaupten kann, würde ich die Person Hape abseits vom Medien- und Showgeschäft auch schätzen. Es scheint mir auf der Grundlage meiner Kenntnis ein grundehrliches und erneut ein sehr persönliches Buch zu sein. Schade, aber durchaus verständlich ist der im Buch durchscheinende Rückzug Kerkelings aus der Medienlandschaft, denn genauso wie ich sein Buch mag, mag ich auch seinen Humor im Fernsehen - da wird er mir sicherlich fehlen.
      "Die wahrhaft menschliche Qualität besteht nicht aus Intelligenz, sondern aus Phantasie." - Terry Pratchett

      :study:
      Die Farm - Max Annas
      London - Die Biografie - Peter Ackroyd

      :bewertung1von5: 2018: 8 :bewertung1von5:
    • ElkeK schrieb:

      Ein herzerfrischend ehrliches Buch, das ich jedem nur empfehlen kann, der Hape liebt.
      Ich finde, man muss Hape Kerkeling als Komiker nicht mal besonders mögen, um seine Bücher zu lieben.

      "Ich bin dann mal weg" hat mich schon umgehauen und zu diesem Buch kann ich nur sagen: Mein Lesejahr endet standesgemäß mit einem Feuerwerk! Großartig, emotional, ehrlich, rührend, lustig, unfassbar traurig, klug. Ich meine, wie viele Bücher lesen wir im Laufe eines Jahres... eines Lebens!..., bei denen uns die Luft wegbleibt, die wir zwischendurch kurz weglegen, um mal durchzuatmen?

      Vielen Dank nochmal an meine Wichtelmamas @PotatoPeelPie, @Squirrel, @Icecube84 für dieses Leseerlebnis. :love:
      Ein Leser hats gut: er kann sich seine Schriftsteller aussuchen.
      (Kurt Tucholsky)
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