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Kai Meyer - Die Seiten der Welt

    • Fantasy-Abenteuer

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    Die Seiten der Welt

    von

    4.1|113)

    Verlag: FISCHER Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 576


    ISBN: 9783596198528


    Termin: August 2017

    • Kai Meyer - Die Seiten der Welt

      556 Seiten

      Inhalt (Buchrücken):
      Jedes Buch hat geheime Seiten
      »Während sie die Stufen zur Bibliothek hinablief, konnte Furia die Geschichten schon riechen: den besten Geruch der Welt.«
      Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Ahnen birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie der Worte entfesseln. Noch weiß sie nicht, in welch tödlicher Gefahr sie schwebt. Denn Furias Familie wird von mächtigen Feinden bedroht - und die trachten auch ihr nach dem Leben. Der Kampf gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher beginnt...
      Ein magischer Roman voller phantastischer Abenteuer

      Der Autor (dem Buch entnommen):
      Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren. Er hat über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.
      kaimeyer.com
      facebook.com/KaiMeyerFanpage

      Aufbau:
      Erster Teil - Die Bücher und die Nacht
      Zweiter Teil - Die Refugien
      Dritter Teil - Die Entschreibung
      Nachspiel - Schattentinte
      Abermals unterteilt in insgesamt 62 Kapitel.

      Dem Buch liegt zudem ein Lesezeichen mit dem Aufdruck Libropolis bei, dessen Bedeutung in der Geschichte erklärt wird.

      Meinung:
      "Jedes Buch ist ein Ort, an den man wieder und wieder zurückkehren kann." (Seite 57)
      Kai Meyer schafft mit seinem neusten Roman eine Welt, in der sich alles um Bücher dreht. Neben sprechenden Lesesesseln und -lampen, Buchstaben, die aus den Seiten fallen und Kolonien bilden, und allerhand anderen Kreaturen gibt es die Möglichkeit, durch Bücher zu reisen, durch Bücher Magie zu wirken (die Bibliomantik) und sogar die geheime "Bücherstadt" Libropolis, in der es so gut wie jedes Buch gibt, das das Herz begehrt. Diese Welt birgt aber nicht nur positives: Man kann mit der Bibliomantik auch Schaden anrichten und Furia muss sich einigen Gefahren entgegenstellen. Es gibt einen großen Konflikt und darin mehrere Positionen, die sehr unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie das Leben sein sollte. Man kann jede Seite verstehen und es fällt dem Leser schwer, sich zu entscheiden, was richtig und was falsch ist; die Protagonistin selbst handelt an mehreren Stellen sehr grenzwertig, weil sie glaubt, im Recht zu sein, und ist damit keinesfalls allein. Meyers Welt kann durchaus brutal und unbarmherzig sein - was die ganze Sache unglaublich faszinierend macht.

      Man hat vielschichtige Figuren (vor allem die Protagonistin), über deren Entscheidungen man ausgiebig diskutieren könnte. Man mag nicht immer zustimmen, aber man kann normalerweise nachvollziehen, warum die Charaktere glauben, nicht anders handeln zu können. Die Nebenrollen sind ebenfalls interessant und zwar bunt zusammengewürfelt, aber jede hat ihren festen Platz und passt hervorragend in die Geschichte. Außerdem stecken die Figuren voller Überraschungen, es ist lange unklar, wer Freund, wer Feind und wer "neutral" ist.
      Hinzu kommt eine wendungsreiche Handlung, die sehr fantasiereich und auch spannend ist. Furia und ihre Begleiter durchleben einige Abenteuer, wobei jeder einen eigenen, ganz individuellen Antrieb hat. Auch die Gesellschaft, die der unseren ähnelt, sich aber durch das Vorkommen der Bibliomantik und natürlich durch die Elemente der Phantastik von ihr unterscheidet, wird recht gut erklärt und der historische Hintergrund hat mich besonders interessiert. Ich hätte gerne mehr erfahren und ein paar offengebliebene Detail-Fragen (die für die Handlung des Buches keine größere Rolle spielen) beantwortet bekommen, aber insgesamt ist die Geschichte in sich rund und findet auch einen gelungenen Abschluss, der zu den vorherigen Ereignissen passt und auf mich recht realistisch wirkt. Generell kann man sagen, dass Kai Meyer die Phantastik und den Realismus gut ausbalanciert hat. Die Fantasy-Elemente sind glaubhaft in das Geschehen eingebunden und die Welt ist, wie bereits erwähnt, sehr faszinierend - nicht nur, weil sich viel um Bücher dreht, aber auch. Die Welt bietet so viel Potential und eröffnet unendliche Möglichkeiten, was es noch geben könnte, was noch möglich sein könnte, was erreicht werden kann.

      Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich das Ende. Es ergibt zwar Sinn und passt zur Geschichte, aber irgendwie waren mir die Erklärung und die Auflösung fast zu einfach. Ich hatte zwar nicht damit gerechnet, dass sich alles so zusammenfügen würde, aber ich hatte wohlt etwas anderes erwartet.
      Dennoch bekommt Die Seiten der Welt von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: . Das Buch hat mich sehr gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Absolute Empfehlung!
      Carpe Diem.
      :study: Nora Roberts - Der verborgene Stern
      2017 gelesen: 246 Bücher mit 98.077 Seiten (2016: 262 Bücher mit 102.636)
    • Vielen Dank für die Rezi, Jisbon. Kann es kaum erwarten, wenn es im Buchhandel endlich erhältlich ist. Der Countdown läuft....nur noch 5 Tage. :tanzensolo:
      "Neue Bücher rochen nach Druckerschwärze, nach Leim, nach Erwartungen. Alte Bücher dufteten nach Abenteuern, ihren eigenen und jenen, von denen sie erzählten. Und gute Bücher verströmten ein Aroma, in dem das alles steckte, und dazu noch ein Hauch von Magie."
      Kai Meyer


    • Danke für die Rezi, ich hatte gestern in der Buchhandlung eine Leseexemplar in der Hand. Die Buchhändlerin sagte uns, es ist noch nicht erschienen und dürfte deswegen noch nicht besprochen (also rezensiert?) werden? ! Weiß du da genaueres?
      2017

      gelesen: 14 Seiten: 7139
      abgebrochen: 2

      Neu: 19


      2016

      :study: 29 / 7832
      2015
      :study: 40 / 8916 (abgebrochen: 1)
    • Tiniii schrieb:

      Die Buchhändlerin sagte uns, es ist noch nicht erschienen und dürfte deswegen noch nicht besprochen (also rezensiert?) werden? ! Weiß du da genaueres?
      Leider nicht, aber es kann durchaus sein. Ich habe das Buch ja von Vorablesen bekommen und in der E-Mail stand ausdrücklich, dass jede Rezensionsfrist der Verlage ignoriert werden kann, und dem Buch lag auch keine Nachricht bei, dass man das Buch erst zum Erscheinungstag rezensieren dürfte...
      Carpe Diem.
      :study: Nora Roberts - Der verborgene Stern
      2017 gelesen: 246 Bücher mit 98.077 Seiten (2016: 262 Bücher mit 102.636)
    • Ich freue mich auch schon total auf "Die Seiten der Welt". Da ich von "Phantasmen" nicht so begeistert war, beruhigt mich deine Rezension sehr. Es klingt sehr danach als ob es eher wieder in Richtung seiner Merle Trilogie etc geht.
      Ich habe es vorbestellt und ich hoffe es kommt ganz bald. :bounce:
      Heimat war nicht das,was man sah,sondern das,was andere niemals sehen würden.
      (Andreas Izquierdo-Romeo und Romy)

      :study: 2017 gelesen: 38











    • Meine Rezension wird heute etwas anders als gewohnt aussehen, denn ich habe während des Lesens von “Die Seiten der Welt” eine Art Tagebuch geführt und darin meine Eindrücke zu den einzelnen Abschnitten festgehalten. Daher möchte ich meine Meinung heute gerne in dieser Form mit euch teilen. Vielleicht werde ich das in Zukunft bei Büchern, auf die ich mich besonders gefreut habe, öfters so machen.

      Sonntag, 21.09.2014, 19.06 Uhr

      Schon seit ein paar Wochen steht der neue Kai Meyer in meinem Regal und hat mich jedes Mal, wenn es darum ging, mir ein neues Buch auszusuchen, mit seinem wunderschönen Cover angelächelt und in Versuchung geführt. Aber ich habe mir das Buch für die etwas gemütlichere Jahreszeit aufgehoben, weil ich das Gefühl hatte, das es von der Lesestimmung her besser in den Herbst passt. Der meteorologische Herbstanfang liegt schon hinter uns, der kalendarische Herbstanfang lässt nicht mehr lange auf sich warten. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Zeit für das Buch nun gekommen ist. Und so habe ich mich gerade in meine Kuscheldecke vergraben und eine Tasse dampfender Tee steht vor mir. Die perfekte Wohlfühl-Atmosphäre ist geschaffen und ich hoffe, dass ich gleich so richtig in das Buch abtauchen und in den Seiten der Welt verschwinden kann.

      Kai Meyer konnte mich nicht mit jedem seiner Bücher überzeugen. Ich liebe seine älteren Werke: Mit “Loreley”, “Das Buch von Eden” oder “Der Rattenzauber” verbinde ich wunderbare Lese-Erinnerungen. Aber “Phantasmen” oder auch “Arkadien erwacht” konnte mich nicht ganz begeistern. Von “Die Seiten der Welt” verspreche ich mir aber sehr viel. Schon allein die Aufmachung ist so toll: das Cover, aber auch der Einband selbst. Und das fehlende Lesebändchen wird durch die Eintrittskarte nach Libropolis ersetzt.

      Ich bin dann mal weg…

      Sonntag, 21.09.2014, 21.42 Uhr, Seite 54

      Wow, was hat Kai Meyer nur für eine unglaubliche Fantasie?! Origami-Vögel erwachen zum Leben, Furia ist befreundet mit einem Wesen namens Ypsilonzett, das aus Unmengen an Buchstaben besteht, und verfügt über die Gabe, im Schlaf Bücher zu verschlinge. Ja, Kai Meyer versteht es einfach, großartige und fantastische Welten zu erschaffen. Und welchem Leser geht bei der Beschreibung der Bibliothek nicht das Herz auf?

      Auf den ersten 50 Seiten erwarten den Leser schon jede Menge Informationen, aber ebenso viele offene Fragen schwirren auch in meinem Kopf.

      Ich denke, ich mag Furia. Und Pip erst!

      Noch fehlt mir etwas das Gefühl, völlig in der Geschichte zu versinken. Ich kann momentan nicht richtig abtauchen, werde leicht abgelenkt.

      Montag, 22.09.2014, 13.37 Uhr, Seite 54

      Meine heutige Mittagspause habe ich dazu genutzt, das Buch noch einmal neu anzufangen. Denn gestern hatte ich das Gefühl, nicht richtig in die Geschichte rein zu finden, was aber wohl mehr an mir selbst als am Buch lag. Vielleicht hatte ich doch einfach nicht die nötige Ruhe. Deshalb habe ich mir das Buch heute noch einmal geschnappt und die ersten 54 Seiten erneut gelesen. Jetzt bin ich schon viel besser in der Geschichte drin, bin abgetaucht in die Handlung und freue mich darauf, heute Abend weiter zu lesen.

      Montag, 22.09.2014, 22.21 Uhr, Seite 132

      Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Wow, Kai Meyer hat so eine verdammt gute Fantasie! Es ist so klasse, wie hervorragend er die Handlung durchdacht hat, was er sich alles hat einfallen lassen, um seine Geschichte besonders und einzigartig zu machen. Er hat einen so kreativen Weg gefunden, Hintergrundinformationen zu vermitteln (Stichwort “Severin”) und er hat seinen Charakteren so viel Leben eingehaucht.

      Die Zusammenhänge finde ich einigermaßen anspruchsvoll und stellenweise musste ich schon sehr genau lesen, um alles zu verstehen.

      Was ich auch schon an “Phantasmen” zu kritisieren hatte, ist in diesem Buch wieder ein Punkt: Mir ist die Handlung stellenweise zu actionreich. Ich kann mit Verfolgungsjagden und Schießereien nicht viel anfangen und stehe nicht so auf diese Agententhriller-Geschichten…

      Dienstag, 23.09.2014, 22.08 Uhr, Seite 311


      Es ist einfach nur toll, wie Kai Meyer seine Figuren gezeichnet hat. Jeder Charakter in diesem Buch ist wichtig und spielt seine ganz eigene Rolle. Und sei es auch “nur” ein Sessel oder eine Stehlampe. Ich habe mich gerade ganz doll in zwei ganz besondere Figuren verliebt. :love: (Und betrachte nebenbei meine Möbel gerade mit etwas anderen Augen…)

      Aber Kai Meyer kann auch anders. Er kann auch ziemlich gnadenlos sein. Puuhh, ich musste gerade tief durchatmen…

      Der Autor muss ein wahrer Bücherfreund sein, denn wie er die Stadt Libropolis beschreibt, die sich mehr als nur am Bücherdorf Hay-on-Wye orientiert, ist einfach nur großartig. Es ist der Ideenreichtum des Autors, der mich einfach fasziniert. Kai Meyer hat ganz wunderbare und liebevolle Ideen, die mich als Bücherliebhaberin einfach berühren.

      Gleichzeitig wird die Handlung aber auch actionreicher, was mir leider eher weniger zusagt. Aber ich bin gespannt, was mich noch alles erwarten wird.

      Donnerstag, 25.09.2014, 21.31 Uhr, Seite 556


      Die letzten gut 200 Seiten des Buches musste ich jetzt einfach in einem Rutsch lesen. Abgesehen von den actionreichen Szenen, die mich stören, ist das Buch wirklich spannend und ich war jetzt einfach so gespannt darauf, wie alles enden würde, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte.

      Die Handlung ist durchweg total gut durchdacht. Obwohl sie sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt, ist alles stimmig und schlüssig. Ja, Kai Meyer weiß eben einfach, wie es geht.

      Einige Charaktere sind mir während des Lesens richtig doll ans Herz gewachsen, andere sind mir etwas fremd geblieben. Aber das ist ok, ich muss nicht jeden mögen.

      Was mir von diesem Buch am meisten in Erinnerung bleiben wird, ist die grenzenlose Fantasie und das Herzblut, das Kai Meyer in dieses Buch gesteckt haben muss, um so eine fantastische Geschichte zu erzählen, die das Herz jedes Büchermenschen höher schlagen lässt und von der ersten bis zur letzten Seite gefangen nimmt.

      Mein Fazit

      Vier aufregende Lesetage habe ich mit diesem Buch verbracht und bin dabei in eine Welt abgetaucht, in der die Liebe zum Buch gelebt wird.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
      Hape Kerkeling

      "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
      Bettina Belitz - Scherbenmond
    • Ich habe gerade "Die Seiten der Welt" beendet und bin restlos begeistert.
      Endlich wieder ein echter Meyer nach meinem Geschmack!!
      Fantastische Geschichte, viele neue und tolle Ideen, eine komplexe Welt, interessante Charaktere, Spannung und trotz aller märchenhaftigkeit nicht zu soft. Es gibt einige Szenen in dennen ich schonmal schlucken musste.
      Das Ende hat mir ebenfalls gut gefallen und lässt Luft für mehr. Ich hoffe auf noch mehr Abenteuer aus Libropolis!

      Bei einer Lesung, hat er auf die Frage nach einem Folgeband mit einem Lächeln "Mal sehen." geantwortet. ;)

      Unbedigt lesen !!!
      Heimat war nicht das,was man sah,sondern das,was andere niemals sehen würden.
      (Andreas Izquierdo-Romeo und Romy)

      :study: 2017 gelesen: 38











    • Sabella schrieb:

      Bei einer Lesung, hat er auf die Frage nach einem Folgeband mit einem Lächeln "Mal sehen." geantwortet. ;)
      Ui, das wäre wirklich toll. Eigentlich bin ich fest davon ausgegangen, daß es sich hierbei um eine abgeschlossenes Geschichte handelt, daher bin ich gerade sehr überrascht....aber positiv, denn ich glaube, bei Kai Meyer braucht man keine Angst zu haben, daß seine Folgebände an Qualität abnehmen. :)
      "Neue Bücher rochen nach Druckerschwärze, nach Leim, nach Erwartungen. Alte Bücher dufteten nach Abenteuern, ihren eigenen und jenen, von denen sie erzählten. Und gute Bücher verströmten ein Aroma, in dem das alles steckte, und dazu noch ein Hauch von Magie."
      Kai Meyer


    • Engel79 schrieb:

      Sabella schrieb:

      Bei einer Lesung, hat er auf die Frage nach einem Folgeband mit einem Lächeln "Mal sehen." geantwortet. ;)
      Ui, das wäre wirklich toll. Eigentlich bin ich fest davon ausgegangen, daß es sich hierbei um eine abgeschlossenes Geschichte handelt, daher bin ich gerade sehr überrascht....aber positiv, denn ich glaube, bei Kai Meyer braucht man keine Angst zu haben, daß seine Folgebände an Qualität abnehmen. :)


      Ja ich war mir auch nicht sicher aber dann hat jemand auf der Lesung in Köln danach gefragt. Und die Antwort kam wirklich so rüber als wenn da noch was zu erwarten ist. Nachdem ich das Buch jetzt beendet habe, kann ich mir Folgebände auch sehr gut Vorstellen.
      Ich finde es gut das die Geschichte in sich abgeschlossen ist, allerdings bietet Libropolis ja noch genug Platz für weitere Geschichten.
      Das ist dann tatsächlich so wie bei Harry Potter. Jeder Roman für sich abgeschlossen und doch Teil eines Universums. Ach darauf freue ich mich jetzt schon :D :love:
      Heimat war nicht das,was man sah,sondern das,was andere niemals sehen würden.
      (Andreas Izquierdo-Romeo und Romy)

      :study: 2017 gelesen: 38











    • Sabella schrieb:

      Das ist dann tatsächlich so wie bei Harry Potter. Jeder Roman für sich abgeschlossen und doch Teil eines Universums. Ach darauf freue ich mich jetzt schon
      Ja, diese Art Bücherserien, in der jeder Roman für sich abgeschlossen ist, würde ich auch gut finden. Dann warten wir einfach mal ab, was da noch so kommen wird. :D
      "Neue Bücher rochen nach Druckerschwärze, nach Leim, nach Erwartungen. Alte Bücher dufteten nach Abenteuern, ihren eigenen und jenen, von denen sie erzählten. Und gute Bücher verströmten ein Aroma, in dem das alles steckte, und dazu noch ein Hauch von Magie."
      Kai Meyer


    • Hiyanha schrieb:

      :lechz: Ich will auch im Schlaf lesen können! :lechz:


      :totlach: Das ist ein krasses Talent, nicht wahr?! :love:
      "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
      Hape Kerkeling

      "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
      Bettina Belitz - Scherbenmond
    • Inhalt (Amazon.de)

      Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln. Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.

      Meine Meinung

      Kai Meyer war mir, wie seine Werke (in diesem Fall der "Wellenläufer"-Trilogie) bisher nur vom Namen her bekannt. Durch Zufall verfolgte ich letztes Wochenende eine Buchbesprechung der "Seiten der Welt", in der es als "der neue Harry Potter" beworben wurde. Ich gebe nicht viel auf solche Phrasen, dennoch machte mich der Inhalt neugierig, kurz darauf erwarb ich das Buch in meinem Buchladen des Vertrauens.
      Aufgrund einer Erkältung hatte ich die letzten zwei Tage viel Zeit, was dazu führte, dass ich das, Gestern angefangene, Buch grade eben beendet habe. Ich würde wohl lügen, wenn ich sage, dass Furia Salamandra Faerfax, eine angehende Bibliomantin, die Magie mit Hilfe von Büchern wirken kann, im Fokus steht. Vielmehr ist Meyers neustes Werk als eine Liebeserklärung an Bücher zu verstehen und die Freude am Lesen wird hier als das erstrebenswerteste dargestellt, was ein Lebewesen als Fähigkeit erlangen kann.
      Kai erschafft hier eine Welt, die einen von der ersten Seite an in ihren Bann zieht und nicht mehr loslässt. Er beschreibt Figuren und Handlungen, die sich, zumindest was mein Empfinden angeht, fernab vom typischen 08/15-(Fantasy)-Klischee für Erzählungen befindet, mir haben besonders Furias Seelenbuch und ihr Lesesessel/ihre Leselampe gefallen. In Meyers Geschichte sind begeisterte Leser dazu fähig, mächtige
      Magie zu wirken, während Nichtleser oft ein Schattendasein führen.
      Der einzige Logikbruch, der hier meiner Meinung nach begangen wird, ist die Ächtung der Figuren aus Geschichten, wenn sie in die reale Welt fallen. Wäre es in einer Welt der Bücherfans nicht logischer, diese Figuren zu verehren (wie es z.B. im, kürzlich von mir gelesenen, Thursday Next-Buch der Fall ist)? Zumindest bringt Meyer hier auch eine schöne Portion Gesellschaftskritik mit und zeigt, wie falsch das System von Diktaturen bis Heute ist.
      Meine Empfehlung? Kauft das Buch! Lest es, liebt es, gebt ihm die Möglichkeit euer Seelenbuch zu werden, denn es steckt eine Menge Magie darin.
      "Nicht ich bin verrückt, die Welt ist es ..."
      (Haruki Murakami - 1Q84)
      Lesestatistik

      2015

      gelesene Bücher: 56
      gelesene Seiten: 22.116

      bestes Buch: Jules Verne - 20.000 Meilen unter dem Meer (Januar)
      schlechtestes Buch: Chris Kyle - American Sniper
    • Gerade habe ich dieses Buch beendet und muss sagen, dass es mich begeistert hat.

      Neue Bücher rochen nach Druckerschwärze, nach Leim, nach Erwartungen. Alte Bücher dufteten nach Abenteuern, ihren eigenen und jenen, von denen sie erzählten. Und gute Bücher verströmten ein Aroma, in dem das alles steckte, und dazu noch ein Hauch Magie.

      Dieser zweite Absatz des Buches beschreibt schon an sich, warum man als bücherliebender Mensch zu diesem Buch greifen sollte. Hier stehen erfundene Geschichten im Mittelpunkt, durch Bücher kann durch sogenannte Bibliomanten Magie gewirkt werden. Diese Macht können sie jedoch verlieren, wenn sie ihre Liebe zu Büchern verlieren. Ich finde, dies ist ein interessanter Ansatz um eine Geschichte aufzubauen. Auch die Sichtweise und die Beweggründe der einzelnen Figuren sind sehr klar und von nachvollziehbar erzählt, was den Personen viel Tiefe veröeiht und dazu führte, dass sie mir sehr ans Herz gewachsen sind.
      Lediglich die letzten drei vier Sätze waren recht vorhersehbar, vielleicht habe ich mir dieses Ende aber auch nur genauso gewünscht. :D
      Bücher müssen schwer sein, weil sie eine ganze Welt in sich tragen.
      Tintenherz, Cornelia Funke

      P.S.: Rechtschreibfehler dürfen gerne behalten werden :vielefehler:
    • "Die Seiten der Welt" waren mein erstes Buch von Kai Meyer. Es ist einen knappen Monat her, dass ich es gelesen habe und ich kann mich nicht mehr so recht an Einzelheiten erinnern. Also hat es schon einmal keinen nachhaltigen Eindruck auf mich gemacht.
      Es war ein einigermaßen gutes Buch, es hat stellenweise Spaß gemacht, es zu lesen. Sehr phantasievolle Atmosphäre, interessante Welt, liebevolle, teils spannende und kontroverse Charaktere waren allesamt vorhanden. Aber irgendwie hat sich die anfängliche Begeisterung, nachdem ich die Welt mit all ihren Oregamis, Ypsilonzetts, lebenden Lesesesseln und -lampen, der wunderbaren Stadt Libropolis und der Bibliomantik kennengelernt hatte, etwas nachgelassen.
      Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr von einem Kinofilm einen Trailer gesehen habt, den ihr wirklich toll fandet und dann nach dem Film enttäuscht seid, weil ihr denkt, die Trailerszenen waren das beste aus dem ganzen Film ?
      So ähnlich ging es mir mit diesem Buch. Die Grundidee war toll, die phantasievollen Einzelheiten auch aber das große und Ganze war Mittelmaß. Viel verschenktes Potential ... in einem nicht wirklich schlechten aber auch nicht wirklich fesselndem Buch. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      "Die wahrhaft menschliche Qualität besteht nicht aus Intelligenz, sondern aus Phantasie." - Terry Pratchett

      :study:
      Der Präsident - Sam Bourne
      Reread: Harry Potter und der Gefangene von Askaban (mit meiner Tochter)

      :bewertung1von5: 2017: 45 :bewertung1von5:
    • So unterschiedlich können wieder einmal Empfindungen zu einem Buch sein. Mir ging es völlig anders. Für mich war es eins der besten Bücher von Kai Meyer, vollgestopft mit überschäumender Fantasie und einer Geschichte, die an keiner Stelle an Rasanz verliert.

      Ich liebe Bücher, die mich in den ersten paar Absätzen einsaugen und erst mit dem letzten Satz wieder ausspucken. Und genauso erging es mir bei "Die Seiten der Welt". Diesem Buch hätte ich gerne mehr Sterne, als nur die möglichen
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: gegeben.
      Ich :study: gerade:
      [-X 2017: SuB 4.154
      gelesen/gehört insgesamt: 149 davon 131 :study: = 42.191 Seiten /
      18 :musik: = 136:38 Stunden (2016 gelesen: 149 B./ 49.779 S.)


    • Eine magische Welt für Bibliophile

      Furia Salamandra Faerfax (wow, was für ein Name!) lebt mit ihrem Vater und
      ihrem Bruder zusammen in einem grossen Anwesen; die Mutter ist bei der
      Geburt des Bruders verstorben. Ihr Vater verwaltet eine riesige
      Bibliothek. Und Bücher sind auch Furias große Leidenschaft. Sie liest
      sehr viel (sogar im Traum), insbesondere die Werke von Siebenstern, dem
      Lieblingsaurtor ihre Mutter, und sie kommuniziert über ein altes Buch
      mit ihrem Vorfahren Severin, der vor über 200 Jahren gelebt hat. Doch
      dann wird sie plötzlich in ein lebensgefährliches Abenteuer verwickelt.
      Und um ihren Bruder und den Bestand der Bücher dieser Welt zu retten,
      muss sie nach Libropolis reisen, der geheimen Stadt der Bücher. Dort
      findet sie endlich ihr Seelenbuch, mit dessen Hilfe sie über magische
      Kräfte verfügt. Doch dann muss sie sich dem alles entscheidenden Kampf
      stellen gegen andere mächtige Bibliomanten.

      Schon die ersten Sätze ziehen den Leser in den Bann dieses Buches.
      Kai Meyer erschafft ein Paradies für Bibliophile mit Buchstaben, die
      selbstständig sich zu Worten formen, mit lebenden Origamis sowie einem
      Schimmelrochen als natürlichem Feind der Bücher. Kai Meyer beschreibt
      die riesige Bibliothek des Vaters von Furia so plastisch, dass man fast
      meint, den Geruch der Bücher wahrnehmen zu können. Ein Lesesessel und
      eine Leselampe werden zu heimlichen kleinen Helden. Und es gibt jede
      Menge Gestalten, die aus ihren Büchern herausgefallen sind, sog.
      Exlibris.

      Der Autor hat wirklich eine tolle Fantasie. Ich bin immer wieder
      beeindruckt, was für Ideen er entwickelt. Allerdings habe ich auch einen
      Kritikpunkt. Wie so oft bei Zeitreisegeschichten gibt es auch hier
      meiner Meinung nach doch so ein paar kleine Logikfehler, wenn man mal
      versucht, das Ganze nachzuvollziehen. Das schmälert für mich den Genuss
      des Buch dann doch etwas.

      Ein grosses Plus ist für mich die Aufmachung des Buches. Der
      Schutzumschlag ist wunderschön gestaltet mit der goldenen Schrift auf
      schwarzem Grund, dem angedeuteten Globus und den beiden Origami-Vögeln.
      Und besonders gelungen finde ich das beigefügte Lesezeichen mit dem
      Schrifftzug "Libropolis", das genau so aussieht wie das im Buch
      beschriebene Lesezeichen, das als Eintrittskarte für die geheime Stadt
      der Bücher gilt. So bezieht man den Leser noch mehr in die Geschichte
      ein.

      Fazit: Wenn man bereit ist, sich auf diese Geschichte einzulassen und
      sich nicht zu sehr über die Logikfehler ärgert, kann man mit der
      Lektüre dieses Buches nichts falsch machen.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
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