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Dave Eggers - Der Circle / The Circle

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    Der Circle

    von

    3.6|61)

    Verlag: KiWi-Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 560


    ISBN: 9783462048544


    Termin: Oktober 2015

    • Dave Eggers - Der Circle / The Circle

      Moderner Roman über den Wahn, dass alles transparent und jederzeit im Internet verfügbar sein sollte.

      Inhalt:
      Die Protagonistin Mae Holland ist eine junge Frau, die sich sehr darüber freut, dass sie eine Anstellung bei dem Internetkonzern "Circle" bekommen hat. Ihre beste Freundin Annie arbeitet bereits dort. Mae kennt Anni bereits aus der Studienzeit. Die Firma bietet seinen Angestellten so einiges (kostenloses Essen, abendliche Events, Schlafen auf dem Campus) und erwartet auch so einiges (es werden immer mehr Meinungsabfragen und Tätigkeiten, die gleichzeitig erledigt werden müssen, an die Mitarbeiter gestellt). Aber Mae macht dies alles Freude - sie fühlt sich wichtig und bestätigt!
      Aber sie nimmt die Kritiken ihrer Mitmenschen, dass sie nämlich nur noch im Internet existieren würde und in der realen Welt nichts leisten würde, natürlich nicht ernst.

      Meine Meinung:
      Sprachlich hat mir der Roman sehr gut gefallen. Der Autor schreibt detailliert, aber nicht zu detailliert, und nachvollziehbar. Die Charaktere wirken echt und lebendig.
      Das Ende der Story ist auf jeden Fall die logische Konsequenz und verdient somit ausdrückliches Lob.

      Kritikpunkte:
      Die Story wird sehr "geradlinig" erzählt, so dass sie an sich etwas sehr vorhersehbar ist und zu weilen das Gefühl vermittelt etwas zu lang zu sein.
      Die Protagonistin wirkt sehr naiv. Ja, klar sie "rutscht" da von einem Gadget ins Nächste und gibt freiwillig immer mehr von ihrer Persönlichkeit preis und teilt ihr komplettes Leben online mit der kompletten Community. Aber dass sie die Ansichten ihrer Angehörigen, die nicht auf diesem Hype, alles im Internet veröffentlichen zu wollen, mitreiten, so gänzlich unreflektiert von sich weist, finde ich nun doch etwas sehr unrealistisch. Sie merkt auch nicht, dass sie sich zu persönlichen Gesprächen, um sich eine Auszeit aus ihrem permanent veröffentlichen Leben heraus zu schinden, auf der Toilette verstecken muss, und das trotz der allseits gepriesenen Gläsernheit.
      Leider werden die Konsequenzen, dass wenn z.B. Mae bei ihren Kunden ebenfalls ihre persönliche Meinung zu allen gesendeten Fragebögen ausfüllt oder sich bei ihren Kunden in deren Mailing- und sonstige Listen eintragen lässt, zu wenig bzw. gar nicht ausgearbeitet.

      Fazit: Aber dennoch insgesamt kein schlechtes Buch, das man gut und gerne lesen kann.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    • Hm … Ich habe ähnliche Kritikpunkte wie Du, allerdings fällt meine Kritik doch etwas negativer aus (: Freut mich aber, dass es für Dich kein Fehlkauf war.

      Ich würde dem Buch nur zwei Sterne geben:

      :bewertung1von5: :bewertung1von5:

      Genre: Dystopie
      Thema: Social Media, totale Überwachung, Big Data
      Empfehlung: Nein

      Zeitpunkt: Einige Jahre in der Zukunft. Ort: Amerika. Mae Holland, 24 Jahre alt, bekommt über Beziehungen eine Stelle bei der erfolgreichsten Firma der Welt vermittelt: Der „Circle“ ist ein Social-Media-Konzern mit radikalen Ansichten bezüglich informationeller Selbstbestimmung (Sharing is caring, Privacy is theft), der weltweit den Single Sign-on eingeführt hat. Da Mae ihre Arbeit gut machen möchte (und auch ansonsten einen ausgeprägten Hang hat, allen Menschen um sie herum alles recht zu machen – bis hin zu der Tatsache, dass sie ihrem Freund permanent Orgasmen vorspielt, weil sie sich nicht traut, ihr Missfallen zu äußern), arbeitet sie Tag und Nacht, verstrickt sich in Firmenintrigen und adaptiert nach und nach die zweifelhafte Idealologie des Circles.

      In diesem Buch geht es um die Gefahren von Social Media, Monopolisierung, Überwachung und Massendatenspeicherung – das dachte ich zumindest. Tatsächlich ist es eine langweilige Auflistung seit Jahren populärer Aluhutträger-Theorien. Das geht so weit, dass in dem Buch Meetings geschildert werden, in denen junge Leute eine Idee nach der nächsten vorstellen – ohne dass die Meetings oder die Ideen irgendwie in die Geschichte eingebunden wären. Wer sich mit dem Thema schonmal auseinandergesetzt hat, wird keinerlei neue Gedanken finden. Leider findet er auch keine spannende Geschichte, so dass es weder einen fachlichen noch einen künstlerischen Grund gibt, dieses Buch zu lesen.

      Neben einer eigenen Zukunftsvision (die für das Schreiben einer Dystopie meines Erachtens vonnöten wäre) fehlt völlig die Beschreibung der katastrophalen Auswirkungen. Alle Menschen sind glücklich mit den im Buch geschilderten Vorgängen, niemand fühlt sich eingeschränkt, es treten keinerlei Konflikte auf. Negative Konsequenzen ergeben sich einzig und allein für diejenigen, die nicht mitmachen wollen (und völlig hanebüchene Konsequenzen, wenn man mich fragt). Das „Erschreckendste“, was dem Autor einfällt, ist, dass niemand gegen die Machenschaften des Circles Einspruch erhebt!

      Einige der Entwicklungen halte ich zudem für äußerst unrealistisch: Mit dem Verweis auf das „Allgemeinwohl“ kann man kein Publikum für sich gewinnen (leider) – da muss man schon auf die persönlichen Vorteile hinweisen, nicht auf die gesellschaftlichen. Ich bin mir auch sicher, dass Menschen niemals derartige Unannehmlichkeiten auf sich nehmen, um „aus sich einen besseren Menschen zu machen“. Dass die Demokratie innerhalb von weniger Monate so über den Haufen geworfen wird, ist absolut unglaubwürdig. Und warum der schwarzhaarige Fremde sich Mae Holland aussucht, muss mir auch jemand erklären.

      Nächster Kritikpunkt sind die Charaktere: Obwohl die ganze Zeit aus Mae Hollands Perspektive geschrieben wird und sie zeitweise wirklich leidet, konnte ich nie mit ihr mitleiden: Sie bleibt so dimensionslos wie alle anderen Figuren in dem Buch. Bei den Nebenfiguren mag das noch gewollt sein – vielleicht möchte der Autor zeigen, wie hohl Menschen durch ständiges Social Media Engagement bleiben – aber bei der Hauptfigur hätte er sich ruhig mehr Mühe geben können. Als Psychologin bin ich überzeugt: Jeder Mensch ist interessant, jeder Mensch ist liebenswert – man muss nur lange genug hinhören. Mae Holland ist durch eben jene fehlende Eigenschaft leider nie von einer Figur zu einem Menschen geworden.

      Zwei Punkte gibt es für die Sprache, die (im Englischen) ansprechend und einfallsreich ist. Der Autor arbeitet sauber – nur manchmal hatte ich das Gefühl, dass er einen Perspektivwechsel trickst, wenn die sonst eher naive Mae Holland plötzlich ganze Gedankenkaskaden aus den Augenbewegungen ihrer Mitmenschen abliest, weil der Autor dem Leser unbedingt deren innere Vorgänge mitteilen möchte.

      Fazit:

      Flache Figuren, unüberzeugende Motivationen, wenig fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema, vorhersehbares Ende.
    • Mae Holland ist überglücklich, als sie dank ihrer Freundin Annie, die dort eine einflussreiche Position bekleidet, eine Stelle beim "Circle" bekommt. Der Circle ist DAS Unternehmen des Internetzeitalters, so eine Art Google, Facebook, Amazon, Twitter und Apple in einem (und noch mehr). Endlich raus aus der miefigen Kleinstadt, in der sie aufgewachsen ist, raus aus dem öden Job bei den städtischen Versorgungswerken, und hinein ins pralle (Online)Leben auf dem hypermodernen Campus. Auf den ersten Blick wirkt das Circle-Gelände fast so, als würde dort kaum gearbeitet: Sportanlagen, Partys, Fitnesskurse, Starköche in der Cafeteria und Auftritte ständig neuer Künstler.

      Aber schon bald merkt Mae, was es wirklich heißt, ein "Circler" zu sein: nicht nur, sich in die Arbeit im Kundendienst, der dort "Customer Experience" heißt, hineinzuknien und dabei möglichst gute Bewertungen zu bekommen, sondern auch stets und ständig up to date zu sein, was Mails, Zings (so etwas wie Tweets), Social-Media-Postings, Newsfeeds und andere Kommunikationsformen betrifft, und sich aktiv am gesellschaftlichen Leben auf dem Campus zu beteiligen, auch und gerade außerhalb der Arbeitszeiten.

      Anfangs ist das für Mae äußerst gewöhnungsbedürftig, doch irgendwann ist sie voll und ganz im Circle aufgegangen, legt eine steile Karriere hin und hat nur noch ein Ziel: immer mehr Tools und Informationen in den Circle zu integrieren, immer mehr Transparenz in allen Bereichen des Lebens zu erreichen, kurz - die schöne neue Datenwelt, in der alles gläsern ist und es keine düsteren Geheimnisse mehr gibt, keine Verbrechen, die im stillen Kämmerlein ausgeheckt werden, keine Krankheiten mehr, die nicht schon praktisch bei Entstehung erkannt werden.

      Mae ist in der Tat eine unglaublich naive und unreflektierte Protagonistin. Wie sie sich vom Circle in schon fast sektenartiger Weise indoktrinieren und umkrempeln lässt, war mir in dem Ausmaß fast ein bisschen zuviel des Guten. Sowas mag es durchaus geben, und ich verstehe, was Eggers uns an ihrem Beispiel zeigen wollte, aber das kommt schon ein wenig zu sehr mit dem Holzhammer daher. Vielleicht hätte man ein wenig subtiler darstellen können, wie Mae sich dermaßen dem Circle verschreibt, dass sie sich selbst völlig verliert. Hier erscheint sie eher, als hätte sie nie eine Persönlichkeit gehabt, die sie verlieren könnte. Charakterzeichnung ist nicht gerade die Stärke des Buches (und Sexszenen schon gar nicht, die fand ich vollkommen verzichtbar).

      Was mir aber definitiv im Gedächtnis bleiben wird, ist die gruselige Vorstellung einer völlig transparenten, geheimnisfreien, zu Tode vernetzten Welt. Das beginnt bereits mit dem Konzept "TruYou", das bedeutet, dass man sich nicht mehr unter Pseudonymen online bewegen kann, sondern nur noch einen einzigen Account unter dem realen Namen besitzt, über den man Zahlungen abwickelt, einkauft, Social Media nutzt und und und (wobei ich es nicht wirklich glaubwürdig fand, dass sich das derart durchsetzt - wenn da einer das Passwort knackt, hat er Zugang zu allem? Viel zu gefährlich!) Somit ist man im Netz komplett gläsern, für Freund und Feind. Das alleine ist schon übel genug, aber dann entwickelt sich Laufe des Buches auch noch ein massiver Druck, sämtliche verfügbaren Informationen über jegliche Personen öffentlich zu machen. Politiker (und nicht nur die) tragen rund um die Uhr Minikameras, um zu beweisen, dass sie nichts zu verbergen haben, und wer nicht mitmachen will, sieht sich mit extremen Anfeindungen und einer ruinierten Karriere konfrontiert.

      Genauso furchtbar habe ich auch den Zwang empfunden, sich an möglichst vielen der zahllosen Veranstaltungen des Circle zu beteiligen, möglichst viele Zings, Posts und Mails zu schreiben, zu liken und zu beantworten und dabei seinen Onlinefreunden und -bekannten auch noch möglichst viele Produkte zu empfehlen. Privatsphäre gilt als völlig überbewertet, wenn nicht sogar als eine egoistische Forderung, und "PartiRank", der Maßstab für die Partizipation am sozialen Leben, online und offline, ist das Maß aller Dinge. Was nicht dokumentiert und gepostet wird, hat quasi nicht stattgefunden, und wer sich nicht genügend beteiligt, dem wird auf unerträglich freundliche Weise klargemacht, dass das total daneben ist.

      Dass die Entwicklungen, die Eggers beschreibt, wirklich so schnell und vor allem so geräusch- und widerstandslos umgesetzt werden können, wage ich doch stark zu bezweifeln, weil ich überzeugt bin, dass es in unserer Welt doch noch ein paar mehr Menschen mit Sinn und Verstand gibt als in diesem Buch, aber dennoch zeigt er mit dieser Dystopie eindrucksvoll die Gefahren auf, die die schöne neue Welt des Internets mit sich bringt.

      Apropos "schöne neue Welt": es gibt einige ziemlich deutliche Anleihen bei sowohl diesem Buch als auch bei "1984" (die Leitsätze, die irgendwann aufgestellt werden, wie "Teilen ist heilen" und "Geheimnisse sind Lügen" haben mich sehr daran erinnert) ;)
      Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
      (Leonard Cohen)
    • Ich bleibe nach der Lektüre des Buches auch sehr zwiegespalten zurück.
      Einerseits sind die angesprochenen Themen durchaus von immer aktueller Brisanz: Die Gläsernheit im Netz, die Gefahren eines "totalitären" Überwachungsmonopols, die Entscheidungsfreiheit was teile ich anderen mit und was bleibt mein ganz persönliches Wissen, der Gruppendruck, der durch einen solchen geschilderten Hype erwächst, die Mentalität, das einzelne Individuum ist entweder für uns oder gegen uns und die entsprechende Macht, jemanden, der dagegen ist kaltzustellen und auszuschließen - all diese Mechanismen werden aufgegriffen und angesprochen, ich sage mit Absicht angesprochen, weil es in meinen Augen im Buch zu wenig kontrovers diskutiert wird.
      Natürlich ist mir bewusst, was der Autor mit seinem Szenario ausdrücken will, der mahnende Zeigefinger schwebt nur allzu deutlich über der gesamten Lektüre. Aber mal ehrlich: Diejenigen, die sich so unreflektiert im Netz bewegen und jeden Hype - Facebook, Twitter, Amazon, Youtube, WhatsApp, Instagramm etc. mitmachen und sich nicht bewusst sind, welche Daten gesammelt werden, wie transparent und öffentlich man sich macht - diejenigen werden auch von Herrn Eggers Buch nicht wachgerüttelt. Was bleibt also ?
      Die Geschichte. Eine Geschichte, die sehr oberflächlich bei den Charakterentwicklungen bleibt (Mae, der Hauptcharakter hat mich eigentlich NUR genervt), die sehr "realitäts"fremd abläuft - natürlich findet man die erzählten Mechanismen in Gesellschaften auch wieder - aber nur schwer vorstellbar in dieser Ausprägung. Dafür ist der Plot zu gradlinig, zu eindimensional vorhersehbar. Würden die drei Weisen und ihr Circle es subtiler anstellen, dann vielleicht - so, wie beschrieben eher nicht in dem Ausmaß.
      Trotzdem ist es kein wirklich schlechtes Buch und ich vergebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      Ein Lob und ein eigener halber Stern für das Ende, (ACHTUNG, Ende-Spoiler)
      Spoiler anzeigen
      ich hätte der bis dahin erzählten Geschichte durchaus zugetraut, dass Mae von Kalden umgestimmt worden wäre, quasi auf den letzten 20 Seiten geläutert. Die Unterhaltung der beiden gegen Ende war etwas, was ich mir früher im Buch gewünscht hätte, neben dem armen Mercer war der bis zum Schluss eher blasse und mysteriöse Kalden so ziemlich der einzige Kontrapunkt zu der hippen Circle Comunity. Aber dass Mae bis zum Schluss an diese Sekte geglaubt hat, war nur logisch. Gut, dass sie zum Schluss nicht eingeknickt ist, das hätte zu sehr nach einem bemühten Happy End ausgesehen und so gar nicht zu ihrem naiven Charakter gepasst.
      "Die wahrhaft menschliche Qualität besteht nicht aus Intelligenz, sondern aus Phantasie." - Terry Pratchett

      :study:
      Persilschein - Jan Zweyer
      Reread: Harry Potter und der Stein der Weisen (mit meiner Tochter)

      :bewertung1von5: 2017: 40 :bewertung1von5:
    • Klasse Buch

      Inhalt
      Die 24-jährige Mae Holland ist überglück-lich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »drei Weisen«, die den Konzern leiten – wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterneköche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles … Mit seinem neuen Roman »Der Circle« hat Dave Eggers ein packendes Buch über eine bestürzend nahe Zukunft geschrieben, einen Thriller, der uns ganz neu über die Bedeutung von Privatsphäre, Demokratie und Öffentlichkeit nachden-ken und den Wunsch aufkommen lässt, die Welt und das Netz mögen uns bitte manchmal vergessen.
      (Quelle: Klapptext)

      Cover
      Ein sehr auffälliges Cover, finde ich. Bereits bevor ich das Buch gekauft habe, ist es mir immer wieder aufgefallen. Allerdings hat mich das Cover selbst nicht zum Kauf gebracht, sondern erst der Tipp einer guten Freundin.

      Meine Meinung
      Schon sehr lange schiebe ich diese Rezension vor mir her, weil ich immer noch nicht weiß, was ich zu diesem Buch sagen soll. Gelesen habe ich es bereits Anfang Februar und es hat mich absolut sprachlos gemacht.
      Aber fangen wir vorne an: Mae Holland hat einen Job bei der besten und coolsten Firma der Welt ergattert. Sie ist überglücklich und sehr motiviert. Schnell wird einem als Leser klar, das diese Firma anderes ist, als das was wir gewohnt sind. "Circle", so heißt die Firma, ist das Social Network schlecht hin. Mit dem Konzept, welches hinter der Firma steckt, solld ie Kriminalität im Netz und auch im realen Leben minimiert werden. Es geht darum, einen gläsernen Menschen zu erschaffen. Transparenz ist das oberste Gebot dieser Firma.

      Mae geht in diesem Konzept völlig auf. Sie bekommt einen Bildschirm nach dem anderen auf ihren Arbeitsplatz gestellt und ehrlich gesagt habe ich nach dem Vierten aufgehört zu zählen, aber ich glaube es sind sieben oder acht Stück am Ende gewesen. Mae wird die Vorzeigemitarbeiterin von "Circle" und zieht auch ihre Eltern mit in diesen Wahnsinn. Während dem Lesen war ich nicht nur einmal schockiert, was Mae alles tut. Welche Grundsätze und Prinzipien sie verfolgt und wie sich diese auch im Laufe des Buches ändern.

      Allgemein war ich sehr schockiert und erschrocken, während ich das Buch gelesen habe. Es hat mir ziemlich Angst eingejagt und mich ehrlich gesagt auch sehr paranoid gemacht. Als ich es beendet hatte, war ich kurz davor mich von sämtlichen sozialen Netzwerken, meinem Smartphone, meinem Laptop und alles, was irgendwie mit dem Internet gekoppelt ist, zu verabschieden. Nach einigen Tagen reichlicher Überlegung habe ich das aber dann doch nicht gemacht, die Paranoia ist trotzdem noch eine ganze Zeit geblieben und auch jetzt muss ich immer wieder an dieses Buch denken. Es sitzt äußerst penetrant in meinem Hinterkopf und meldet sich regelmäßig zu Wort.

      Bereits während dem Lesen habe ich die Welt von David Eggers mit der Welt verglichen, in der ich lebe. Umso weiter ich im Buch war, desto öfter dachte ich mir: "Das könnte bei uns auch passieren..."
      Trotz all der "Ängste", die ich während dem Lesen empfunden habe, war "Der Circle" ein unglaublich gutes Buch. Der Autor hat es geschafft, seine Geschichte so unglaublich realitätsnah zu gestalten, dass mir wirklich die Spucke weggeblieben ist.

      In meinen Augen ist es definitiv eines meiner Highlights von 2015 und hat mir sehr gut gefallen. Es gab überraschende und schockierende Wendungen und ist bis zum Schluss sehr spannend und fesselnd gewesen.

      Wertung (5/5)
    • Ich gebe diesem Buch 3 Sterne. Mir hat es so mittelmäßig gefallen. Die Personen waren meiner Meinung nach flach beschrieben, ich konnte mich nicht in sie reinversetzen, speziell mit Mae hatte ich meine Probleme, sie war dermaßen naiv, dass mich das schon stellenweise genervt hat. Außerdem hatte das Buch für mich einige Längen zwischendurch, wo Themen zum wiederholten Male behandelt und beschrieben worden sind.Das Thema an sich ist natürlich brandaktuell, es ist wichtig darauf aufmerksam zu machen, dass die Menschen nicht jedes Detail ihres Lebens für jeden zugänglich machen müssen. Beim Ende schließe ich mich @Mojoh an,
      Spoiler anzeigen
      es wurde konsequent durchgezogen, das finde ich super, nachvollziehbar und konsequent.
      Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel herausgucken.

      Georg Christoph Lichtenberg
    • Es gibt Autoren, die entwickeln eine interessante Handlung, bestücken sie mit gut gezeichneten Figuren und beschreiben das Ganze in einer ansprechender Sprache. Das sind die Bücher, die wir alle gern lesen.

      Dann gibts diejenigen, deren Personen gefallen, aber so richtig kommt die Handlung nicht in die Gänge. Das sind die langweiligen Bücher.

      Dann gibts diejenigen, die eine Handlung entwickeln, die brisant, spannend oder verlockend ist. Aber sie verfügen weder über einen Sprachstil, der gefällt, noch über das Geschick, ihre Personen genau darzustellen.
      Zu denen gehört Dave Eggers.

      Ein Buch mit vielen Dialogen. Die fürchterlich hölzern sind und sich anhören, als würden zwei Schauspiel-Anfängerschüler für eine Soap proben.
      Ein Buch mit vielen Figuren: Bis auf die unsympathische Mae und den ebenso unsympathischen Francis ist keiner mit einem unverwechselbaren Gesicht ausgestattet.

      Warum das Buch von strengen Kritikern wie Denis Scheck gelobt wurde, darüber wurde im Ich-lese-gerade-Forum spekuliert. Selbst der "gehobene Feuilleton" (Iris Radisch, Redaktionsleitern bei der ZEIT) preist das Buch - allerdings, wie ich beim Anhören des Videos festgestellt habe: nur den Inhalt.

      Wenn aber eine Protagonistin eine Figur ist, bei der man als erstes denkt: DAS könnte mir nicht passieren! verpufft ein Teil der Brisanz der Handlung.
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Marie schrieb:

      Wenn aber eine Protagonistin eine Figur ist, bei der man als erstes denkt: DAS könnte mir nicht passieren! verpufft ein Teil der Brisanz der Handlung.


      Es wäre schön gewesen, wenn Mae einen Charakter gehabt hätte, den sie beim Circle hätte verlieren können ...
      Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
      (Leonard Cohen)
    • Gerade eben habe ich das Buch beendet und finde es noch sehr schwer eine Beurteilung dazu abzugeben.

      Der Klappentext hatte mich sehr angesprochen und auch im Buch wurde das Thema "Gläserner Mensch" wirklich gut aufgegriffen. Dennoch kann mich das Buch nicht wirklich zu 100% überzeugen. Der Schreibstil (Keine Kapitel, flache Dialoge) hat mir gar nicht zu gesagt. Teilweise wurde ich durch das Buch auch gestresst, denn der Stress den Mae beim Arbeiten hat wird direkt an den Leser weiter gegeben. Manch einer mag dies vielleicht mögen, mein Fall war es aber leider nicht.
      Mein größtes Problem war aber die Hauptperson. Ich bin mit ihrere naiven Art nicht klar gekommen. Normalerweise hege ich immer irgendwelche Sympathien mit der Hauptperson aber dieses mal nicht. Meine Sympathien lagen eher auf zwei Nebencharakteren.

      Aus der Handlungsgrundlage hätte man sicher noch mehr machen können, deshalb nur :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      "But you know, happiness can be found even in the darkest of times, if one only remembers to turn on the light." (J.K.Rowling - Harry Potter)

      "One must always be careful of books, and what is inside them, for words have the power to change us" (C.Clare - Clockwork Angel)


      :study: 2017:6 Bücher - 4 eBooks - 5350 Seiten

      Mein Kreativblog
    • traummalerin schrieb:

      Teilweise wurde ich durch das Buch auch gestresst, denn der Stress den Mae beim Arbeiten hat wird direkt an den Leser weiter gegeben.

      Genau! So ging es mir auch. Ich wäre irgendwann wegen Burnout ausgestiegen. Zumindest hätte ich etwas bekommen, das für eine längere Krankschreibung reichen würde. :krank:
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    • Marie schrieb:

      Selbst der "gehobene Feuilleton" (Iris Radisch, Redaktionsleitern bei der ZEIT) preist das Buch - allerdings, wie ich beim Anhören des Videos festgestellt habe: nur den Inhalt.

      Ich hab das Video jetzt selber noch nicht gesehen, aber dazu gibt es auch eine 5 Seiten lange Rezension. Eventuell ist der Inhalt aber genau der gleiche wie im Video. Nur ist bei mir Video gucken immer recht zeitaufwändig (sehr langsames Internet... :roll: ) so dass ich das nicht überprüfen kann.
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    • traummalerin schrieb:

      Teilweise wurde ich durch das Buch auch gestresst, denn der Stress den Mae beim Arbeiten hat wird direkt an den Leser weiter gegeben.


      Das ging mir auch so. Dieses ständige Einstürmen von Zings, Mails, Tickern und ähnlichem auf Mae war schon sehr eindringlich beschrieben und wohl mit das, was mir am stärksten im Gedächtnis geblieben ist.
      Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
      (Leonard Cohen)
    • Magdalena schrieb:

      traummalerin schrieb:

      Teilweise wurde ich durch das Buch auch gestresst, denn der Stress den Mae beim Arbeiten hat wird direkt an den Leser weiter gegeben.


      Das ging mir auch so. Dieses ständige Einstürmen von Zings, Mails, Tickern und ähnlichem auf Mae war schon sehr eindringlich beschrieben und wohl mit das, was mir am stärksten im Gedächtnis geblieben ist.

      Genau in diesem Punkt würde ich ja sagen, hat der Autor alles richtig gemacht - er weckt beim Leser ein bestimmtes und beabsichtigtes Gefühl. :thumleft:
      Schön wäre es gewesen wenn Mae diesen Stress auch empfunden hätte. Aber seine Hauptfigur ist da offenbar völlig schmerzfrei - so sie denn mit irgendetwas ausser tödlicher Langeweile ausgerüstet ist. :mrgreen:
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      :study:
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      :bewertung1von5: 2017: 40 :bewertung1von5:
    • Mojoh schrieb:

      Genau in diesem Punkt würde ich ja sagen, hat der Autor alles richtig gemacht - er weckt beim Leser ein bestimmtes und beabsichtigtes Gefühl. :thumleft:


      Das hat er auf jeden Fall prima hingekriegt.

      Echt schade, dass Mae so ein Papiertiger bleibt.
      Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
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    • Marie schrieb:

      Dann gibts diejenigen, die eine Handlung entwickeln, die brisant, spannend oder verlockend ist. Aber sie verfügen weder über einen Sprachstil, der gefällt, noch über das Geschick, ihre Personen genau darzustellen.

      Auch ein noch so brisantes Thema kann meiner Meinung nach nicht die Schwächen in der literarischen Umsetzung entschuldigen, die für mich das Eigentliche und Wichtigste an einem Buch ist. Daher werde ich mir lieber irgendwann die Verfilmung von "The Circle" anschauen. Aus schlechten Büchern sind ja schon oft gute Filme entstanden.
      :study: Ich lese gerade

      "What on earth could be more luxurious than a sofa, a book and a cup of coffee?" (Anthony Trollope)
    • Aus der von @traummalerin oben verlinkten Rezension von Iris Radisch : "Das Buch von Dave Eggers mag in mancherlei Hinsicht schlecht sein, gut daran ist aber, dass man sich, wenn man es gelesen hat, besser vorstellen kann, warum eine Firma wie Google nicht nur eine Suchmaschine, sondern eine Weltanschauung ist."

      DAS hat sie im Video nicht gesagt.


      Aus einer anderen Rezension, die die Frage stellt: Ist "Der Circle" ein gutes Buch? (Rezensent: Ijoma Mangold)

      Diese Frage lässt sich ohne Wenn und Aber beantworten: Nein, es ist kein gutes Buch. Der Circle ist sogar ein in besonders offensichtlicher Weise schlechter Roman. Er erfüllt bilderbuchmäßig die klassischen Kriterien für schlechte Romane: eine banale Sprache ohne ästhetischen Mehrwert, Vorhersehbarkeit der Handlung, klischeehafte Schwarz-Weiß-Kontraste von Gut und Böse, Dialoge, die didaktisch so aufgebaut sind wie ein Besinnungsaufsatz, und Figuren als Meinungsträger, reine Pappkameraden, die alles, was der Leser sich denken soll, für die Doofen noch mal extra sagen.
      (Hier nachzulesen)
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Mojoh schrieb:

      Magdalena schrieb:

      traummalerin schrieb:

      Teilweise wurde ich durch das Buch auch gestresst, denn der Stress den Mae beim Arbeiten hat wird direkt an den Leser weiter gegeben.


      Das ging mir auch so. Dieses ständige Einstürmen von Zings, Mails, Tickern und ähnlichem auf Mae war schon sehr eindringlich beschrieben und wohl mit das, was mir am stärksten im Gedächtnis geblieben ist.

      Genau in diesem Punkt würde ich ja sagen, hat der Autor alles richtig gemacht - er weckt beim Leser ein bestimmtes und beabsichtigtes Gefühl. :thumleft:
      Schön wäre es gewesen wenn Mae diesen Stress auch empfunden hätte. Aber seine Hauptfigur ist da offenbar völlig schmerzfrei - so sie denn mit irgendetwas ausser tödlicher Langeweile ausgerüstet ist. :mrgreen:
      Ehrlich gesagt war genau das für mich der Punkt, warum ich das Buch gut gefunden habe. Eggers hat nicht nur die Gefahren beschrieben, er hat sie lebendig gemacht und gerade auch dazu hat m. E. Maes naiver Charakter wunderbar gepasst. Ich behaupte mal, dass jede Figur, die nur einen Funken kritischer gewesen wäre, ein anderes Ende herbeigeführt hätte. Klar ist dieser Roman überzogen bis zum geht nicht mehr, die rationalen Meinungen gehen total unter, ohne Gehör zu finden oder auch nur einen wirklich relevanten Platz im Roman einzunehmen, aber das war auch gar nicht gewollt.

      Maes vielfach bemängelten flachen Charakter fand ich eigentlich ganz folgerichtig. In einer Welt, wo es nur noch im Likes und Transparenz geht, die sich schlussendlich sogar darauf fokussiert und ihr ganzes Gesellschaftssystem darauf aufbaut / aufbauen will, passt sie wunderbar hin, als Stereotyp dieser "neuen Generation", die keine "eigene" Persönlichkeit mehr hat.
      Mir hat der Roman gerade deswegen so gefallen. Diese stringente und kompromisslose Art, wo Kritik allenfalls einem lästigen Hintergrundrauschen diverser Spinner gleichkommt, die von dem kollektiven Gerechtigkeitsempfinden förmlich überrollt wird. Ich fand es gelungen, auch die Sprache und die fehlenden Kapitel haben mich nicht gestört, im Gegenteil: Irgendwie fand ich es in sich stimmig.

      Jetzt musste ich doch mal wieder meine Meinung zu einem Buch loswerden. :wink: Die Diskussion finde ich sehr spannend und auch wie unterschiedlich das Buch aufgenommen wird! Eines hat der Autor auf jeden Fall erreicht, Charaktere / Schreibstil hin oder her: Sein Roman ist im Gespräch. :loool:
      Viele Grüße
      Aventurin


      :study: Rebecca Gablé - Hiobs Brüder

      SuB: 92 / Gelesen 2016: 7
    • Aventurin schrieb:

      Eines hat der Autor auf jeden Fall erreicht, Charaktere / Schreibstil hin oder her: Sein Roman ist im Gespräch.

      Das stimmt natürlich. Und Bücher die heftig diskutiert werden, werden sicher auch nochmal öfter gekauft, denn jeder will sich seine Meinung selber bilden.

      Was mir vorhin so im Nachhinein noch aufgefallen ist
      Spoiler anzeigen
      ​Warum hält Kalden denn so viel von Mae? Er hat ja anscheinend gleich zu Beginn in ihr irgendjemanden gesehen, der die ganze Circle Sache nochmal ändern kann. Im Laufe des Buches hätte er aber doch auch merken müssen, dass sie genauso naiv ist wie alle anderen. Warum hat er sich denn nicht jemand anderes gesucht, der die Botschaft überbringen kann. Mae hat gegen Ende sicher einfach sehr viel Einfluss, aber Kalden hätte doch klar sein müssen, dass sie nicht so einfach zu bekehren ist, oder?
      Annie hätte die Botschaft sicher überbracht, sie hat ja selber bemerkt, dass nicht alles gut ist. Nur leider war sie ja nicht mehr so einflussreich
      "But you know, happiness can be found even in the darkest of times, if one only remembers to turn on the light." (J.K.Rowling - Harry Potter)

      "One must always be careful of books, and what is inside them, for words have the power to change us" (C.Clare - Clockwork Angel)


      :study: 2017:6 Bücher - 4 eBooks - 5350 Seiten

      Mein Kreativblog
    • traummalerin schrieb:

      Was mir vorhin so im Nachhinein noch aufgefallen ist
      Spoiler anzeigen
      ​Warum hält Kalden denn so viel von Mae? Er hat ja anscheinend gleich zu Beginn in ihr irgendjemanden gesehen, der die ganze Circle Sache nochmal ändern kann. Im Laufe des Buches hätte er aber doch auch merken müssen, dass sie genauso naiv ist wie alle anderen. Warum hat er sich denn nicht jemand anderes gesucht, der die Botschaft überbringen kann. Mae hat gegen Ende sicher einfach sehr viel Einfluss, aber Kalden hätte doch klar sein müssen, dass sie nicht so einfach zu bekehren ist, oder?
      Annie hätte die Botschaft sicher überbracht, sie hat ja selber bemerkt, dass nicht alles gut ist. Nur leider war sie ja nicht mehr so einflussreich
      Spoiler anzeigen
      Anfangs war Mae leicht zugänglich, weil sie neu war und vielleicht einen beeinflussbaren Eindruck (nun ja, war sie ja letztlich auch :lol: ) gemacht hat? Immerhin blieb sie bei mehreren Partys fern, hat diesen ganzen sozialen Marathon anfangs nicht ganz mit dem Ernst betrieben hat, der von ihr erwartet wurde. Annie war nicht annährend so leicht zugänglich wie Mae, da sie sehr viel mehr im Fokus stand, bei allen beliebt / bekannt und außerdem ständig auf Reisen war. Auf mich hat Kalden ohnehin einen ziemlich gehetzten Eindruck gemacht, der sich nicht einfach an eine einflussreiche Persönlichkeit heranmachen kann. Auf mich hatten Kaldens Bemühungen jedenfalls einen zunehmend verzweifelten bzw. gehetzten Eindruck gemacht und er in Mae den letzten Strohhalm gesehen hat.
      Viele Grüße
      Aventurin


      :study: Rebecca Gablé - Hiobs Brüder

      SuB: 92 / Gelesen 2016: 7
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