Mortimer M. Müller - Kabine 14


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    Kabine 14

    von

    4.3|13)

    Verlag: Berenkamp Verlag

    Bindung: E-Book Download

    Seitenzahl: 364


    eISBN: 9783850935357


    Termin: Dezember 2016

    • Mortimer M. Müller - Kabine 14

      Zum Inhalt (Buchrücken):
      Am ersten Wochenende nach Neujahr nähert sich ein heftiger Winterorkan Europa. Durch die Ferienzeit herrscht bei den Tiroler Schiliften Hochbetrieb. Die Kitzbühler Dreiseil-Umlaufbahn ist noch in Betrieb, als der Orkan losbricht. Während die Bergung der übrigen Gondeln gelingt, kann Kabine 14 nicht in die Station geschleppt werden. Als sich der Schneesturm weiter verstärkt und das Mobilfunknetz ausfällt, sind die Fahrgäste auf sich allein gestellt ... eingeschlossen in der bedrückenden Enge einer Seilbahngondel, umgeben von einem tobenden Winterorkan, Dutzende Meter über dem Boden, ohne Kontakt zur Außenwelt, eingepfercht mit unbekannten Personen - unter ihnen ein Mörder ...

      Zum Autor (Buchrücken) - der übrigens auch bei uns im BT vertreten ist:

      Mortimer M. Müller wurde in Mödling, Niederösterreich, geboren. Seit seiner Jugend schreibt er Lyrik, Kurzprosa und satirisch-fantastische, dramatisch-düstere oder melancholische-romantische Romane. Daneben ist er in den kreativen Bereichen Gesang und Fotografie aktiv. Er arbeitet und studiert an der Universität für Bodenkultur in Wien.

      Trailer

      Mein erster Eindruck (aus meinem Beitrag im dem Thread "Ich lese gerade):

      Extrem fesselnd, faszinierend und beklemmend, das sind die ersten Worte, die mir zu diesem Buch einfallen.

      Aufgebaut ist das Buch in sehr kurze "Kapitel", die als Überschrift die jeweilige Örtlichkeit samt Uhrzeit tragen. Somit ertappt man sich immer wieder dabei, dass man meint, ach so ein weiteres kurzes Kapitel geht schon noch, dann sieht man auf die Uhr und es ist längst Mitternacht vorbei. Gerade durch die Überschriften mit genauen Zeitangaben hat man das Gefühl, hautnah dabei zu sein, wenn das Unglück seinen Lauf nimmt.

      Bis jetzt (Mitte des Buches) ist es eine Mischung aus der Suche nach dem brutalen Serienmörder und der Wetterkatastrophe die am Beispiel Kitzbühel beschrieben wird. Doch leider laufen genau diese beiden Geschichten unheilvoll zusammen.

      Der Autor schafft es wunderbar mein Herzflattern zu erhöhen und mich vom Schlafen abzuhalten, da es sehr schwer für mich ist, dieses Buch (426 Seiten) zur Seite zu legen um mir ein paar Stunden Schlaf zu gönnen. Die Spannung ist wunderbar aufgebaut und hat bis dato keine Durchhänger (was einem natürlich auch keine Durschnaufpause ermöglicht).

      Garniert ist das ganze noch mit der ein- oder anderen Beziehungsgeschischte und fertig ist bis jetzt ein für mich unter der :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: -Rubrik einzuordnendes Machwerk.

      P.S. Ich bin ja immer sehr skeptisch, wenn Bücher mit irgendwelchen Preisen ausgezeichnet werden, aber bei diesem hier ist es für mich
      bisher durchaus verständlich, dass es für den Friedrich-Glauser-Preis 2014, Kategorie "Debütroman", nominiert wurde.

      Mein abschließender Eindruck nach Beendigung des Buches:
      Hätte ich eine Leseflaute gehabt, so hätte mich dieses Buch wahrscheinlich daraus befreit. Ich war schon lange nicht mehr stundenlang so an ein Buch gefesselt, wie an das eben gelesene.

      Man merkt dem Buch an, dass hier der Autor sehr viele Recherchearbeiten im Vorfeld zu erledigen hatte, vor allem was die diversen Abläufe in Katastrophenfällen betrifft. Die richtige Mischung aus Wetterkatastrophe, menschlichen Schwächen und schon ist die totale Katastrophe perfekt. Er hat es wunderbar geschafft, das technische, metereologische und medizinische Wissen in einen Thriller zu verpacken, diesen zu kombinieren mit Liebesromanzen und einem Mörder, von dem man bis zu den allerletzten Seiten immer wieder glaubt zu wissen, um wen es sich handelt, um dann doch wieder eines besseren belehrt zu werden. Die einzige Tatsache, der man sich sicher war, ist jene, dass der Mörder männlich war. Die eingeschlossene Truppe in der Gondel war bunt gemischt und man konnte deshalb eigentlich nur die weiblichen Passagiere und das Kind ausschließen. Aber wer von ihnen war nun wirklich der bestialische Mörder? Man schien sich schon äußerst sicher, als die Sache eine unvermutete Wendung nahm, .... (aber nicht zu viel davon, sonst verrate ich zuviel).

      Die Handlung spielt meist an mehreren Orten gleichzeitig, die Handlungsstränge laufen jedoch wunderbar zusammen und ich hatte nie das Gefühl der Verwirrung, obwohl es eine Unzahl an mitwirkenden Personen gab, die aber allesamt wunderbar charakterisiert wurden, und man sie fast in Natura vor sich sah.

      Der Autor schrieb in seiner Buchvorstellung hier im Forum, dass er vor allem von Frauen sehr positive Rückmeldungen bekam (und vermutet, dass es mit den Liebesromanzen zu tun hatte), tja, ich bin auch eine von ihnen, kann aber jedem - egal ob männlich oder weiblich, dieses Buch nur empfehlen. Und das nicht aufgrund der Beziehungsschilderungen sondern aufgrund des äußerst fesselnden Inhaltes und der Kurzweiligkeit beim Lesen.

      P.S. Ich persönlich hätte mir ja gewünscht, dass ein anderer der Mörder sei (der vorletzte), aber man kann ja nicht alles haben im Leben :wink:
      Warnhinweis:
      Lesen gefährdet die Dummheit

      :study:
    • terry schrieb:

      Extrem fesselnd, faszinierend und beklemmend, das sind die ersten Worte, die mir zu diesem Buch einfallen.
      Das kann ich unterschreiben, ich habe "Kabine 14" gestern Nacht noch beendet.
      Zum Inhalt wurde ja schon einiges gesagt, deshalb zähle ich gleich mal auf, warum mich das Buch (E-Book) so begeistert hat.
      * Es ist unglaublich vielseitig, eine Mischung aus Katastrophenroman, Thriller und Beziehungsroman, im Hinblick auf den letztgenannten Punkt fand ich die Betrachtung der kriselnden, bzw. in Auflösung befindlichen Paarbeziehungen interessanter als die Schilderung der sich anbahnenden Beziehungen.
      * Sehr gute Personenzeichnung: vielschichtige Charaktere, deren Bild sich bei näherem Kennenlernen für den Leser verändert (das trifft besonders für Doris zu, deren anderes Gesicht sich erst nach und nach offenbart).
      * Rasantes Tempo, durch den häufigen Szenenwechsel zu den unterschiedlichen Handlungssträngen, die allesamt interessant/ spannend sind, kann man/ konnte ich den Reader kaum aus der Hand legen.
      * Die fachliche Recherche: Die meteorologischen Informationen haben mich persönlich zwar überfordert, aber der Autor hat sich offensichtlich gründlich mit der Materie beschäftigt.
      Ich habe lange keinen Roman mehr gelesen, bei dem jede Lesepause einer Qual gleichkam.
      Einzige Kritikpunkte:
      Die erwachenden Gefühle von Benjamin und Natascha waren mir manchmal etwas zu schwülstig und pathetisch beschrieben, das passt eher in einen Liebesroman als in einen Thriller, für den ich dieses Buch halte.
      Und das Ende war mir etwas too much, ziemlich konstruiert, was vermutlich so gestaltet wurde, da es einen Anschlussroman geben soll. Danach werde ich auf jeden Fall Ausschau halten.
      Ich vergebe eine uneingeschränkte Leseempfehlung, vor allem für Leute mit niedrigem Blutdruck. Die kommen auf jeden Fall auf Trab! :thumleft:
      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • Schon in der ersten Januarwoche wartet auf Süddeutschland und die Alpenregion ein schwerer Winterorkan. Sicherheitsvorkehrungen werden getroffen, nur leider zu spät. Kabine 14 einer Seilbahn bei Kitzbühel schafft die Abfahrt nicht mehr, ein Blitzeinschlag fesselt eine große Gruppe Menschen eine Nacht in dieser Seilbahnkabine zu verbringen. Darunter Sebastian, Mitarbeiter der Seilbahn. Doris, deren Ehe auf der Kippe steht mit ihrer Tochter Samantha. Und noch diverse andere Personen, darunter ein grausamer Mörder.

      Ich habe einen hochspannenden Thriller erwartet und diesen letztendlich auch bekommen. Die kurzen Kapitel verführten geradezu, immer noch ein weiteres Kapitel zu lesen. Ich muss sagen, ich hasse Seilbahnen wie die Pest und alleine der Gedanke, in einer solchen über Stunden gefangen zu sein, hat mir beim Lesen eine Gänsehaut nach der anderen beschert.

      Jeder der Personen hatte seine ganz eigene Art, mit der Situation umzugehen. Darunter Personen, die mir sympathisch waren, aber auch Personen, die ich nicht mochte.

      Was hat mir nicht gefallen? Ich muss €nigma recht geben, diese Beziehungsgeschichte zwischen Benjamin und Natascha war mir eine Spur zu viel.

      Das Ende, ja das war überraschend. Aber irgendwie musste der Autor ja den Übergang zum Folgeband bekommen.

      Ein guter Thriller von einem mir bisher unbekannten Autor. Hat sich auf jeden Fall gelohnt und den zweiten Band habe ich mir sofort als Ebook gekauft. :thumleft:


      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      • Gelesen 2017 :study: : 15
      • Gehört 2017 :musik: : 6
    • Mausi1974 schrieb:

      Ich habe einen hochspannenden Thriller erwartet und diesen letztendlich auch bekommen. Die kurzen Kapitel verführten geradezu, immer noch ein weiteres Kapitel zu lesen. Ich muss sagen, ich hasse Seilbahnen wie die Pest und alleine der Gedanke, in einer solchen über Stunden gefangen zu sein, hat mir beim Lesen eine Gänsehaut nach der anderen beschert.
      Das mit den kurzen Kapiteln hat bei mir den gleichen Effekt ausgelöst. Das verführt gewaltig zu dem Denken "ach eines geht noch" :wink:
      Ja, der "Tatort" alleine passt schon sehr gut, weil Seilbahnen auch bei mir nicht zu den Plätzen zählen, wo man sich länger als unbedingt notwendig aufhalten will.
      Warnhinweis:
      Lesen gefährdet die Dummheit

      :study:
    • Inhalt: Ein schlimmer Orkan rast über Europa daher. Schneller als die erste Warnung darauf vorbereitet, kommt er auch in Kitzbühel an. Dort sind Anfang des Neuen Jahres viele Menschen anzutreffen. Die Einheimischen natürlich, dann die Touristen, andere aus beruflichen Gründen. Sie alle werden von dem extremen Wetter überrascht.
      Bei der größten Seilbahn kommt es zur Katastrophe. Nicht alle Gondeln können rechtzeitig zurückgeholt oder an ihr Ziel weitergeleitet werden. Eine Bergung der Kabine 14 und deren Passagiere ist aus technischen Gründen und wegen des Wetters nicht möglich. Ohne Wasser und Nahrung, sowie ohne Verbindung zur Außenwelt, müssen sie in der schwankenden Kabine ausharren.
      Die unterschiedlichsten Charaktere müssen miteinander klarkommen. Alle hoffen auf baldige Rettung. Unter ihnen ein triebgesteuerter, irrer Serienmörder.

      Buch: Anfangs werden mit wenigen Worten die Personen aufgezählt, welche sich in der Gondel befinden.
      Das chronologisch aufgebaute Buch, erstaunt erst mal mit äußerst knapp gehaltenen Kapiteln. Für mich sehr gewohnheitsbedürftig, da man sich nicht in die geschilderte Situation einlesen kann. Es ist aus wechselnden Perspektiven der vielen Protagonisten geschildert.
      Die Geschichte spielt größtenteils in Kitzbühel, hat aber auch einige Nebenschauplätze. Einen davon in Bayern, wo eine fürchterlich zugerichtete Frauenleichr entdeckt wird. Überraschenderweise gibt es eine Spur, die den Kommissar und seine Assistentin nach Kitzbühel führt.
      Es gibt mehrere Handlungsstränge in dem Thriller. Die Geschehnisse in der Seilbahnkabine, die Unternehmungen zur Rettung derselben , sowie die Suche nach dem Serienmörder.
      Irgendwann stören dann die kurzen Kapitel nicht mehr. Man ist mitten drin im Geschehen, erlebt die Dramen und Katastrophen die sich überall abspielen, leidet mit.
      Die Charaktere wirken echt, nachvollziehbar, besonders die tragischen wie Franz, der Direktor der Seilbahn oder Anne, die Assistentin des Kommissar. Selbst der "Held" ist Mensch und nicht Superman.
      Die Lösung, wer der Täter ist, ist bis zum Schluß unklar. Verdächtige gibt es einige. Da wird man ständig in die Irre geführt.
      Es gibt aber auch Kritikpunkte.
      Man könnte sagen, sobald Mann liebt, denkt er nicht mehr. Wirkt auf mich mehrmals übertrieben.
      Die Gestalt des Meteorologen Andrea war für mich total überflüssig. Vor allem dieses mystisch angehauchte an ihm, fand ich fehl am Platz.
      Irritiert hat mich auch, dass Emmamehrmals als die alte Dame bezeichnet wurde. Ihr Ehemann und Freunde, Ende 50, sind dagegen "alterslos" geschildert. Während sie ein Ruhepohl in der Gondel ist und als Krankenschwester auch erste Hilfe leistet, hält sich ihr Mann als Arzt da doch sehr zurück. Agiert nur nach Aufforderung. Ich habe mich tatsächlich gefragt ob er wirklich Arzt ist.

      Fazit: Das Buch hat die Bezeichnung Thriller allemal verdient. Es liest sich nach Anfangsschwierigkeiten flüssig und bietet Spannung bis zum letzten Satz. Teil 2 wird auch bald der meine sein!


      Es ist ein ewiger Zwiespalt: arbeitet man am Abbau des SuB oder am Abbau der WL?




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