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Kai Meyer - Die fließende Königin

    • Fantasy-Abenteuer

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    Merle-Trilogie, Band 1: Die Fließende Kö...

    von

    4.3|75)

    Verlag: Carlsen

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 288


    ISBN: 9783551359100


    Termin: Dezember 2011

    • Kai Meyer - Die fließende Königin

      Inhalt:
      Merle ist ein Waisenkind und wird mit Junipa (ein weiteres Waisenkind) von einem Spiegelhersteller in Venedig als Lehrling aufgenommen. Dieser stellt jedoch keine 0815 Spiegel her, sondern Zauberspiegel. Merle schließt mit dem Jungen der gegenüberliegenden Weberfabrik eine Freundschaft und stolpert mit ihm in ein Abenteuer. Von ihnen hängt nun die Zukunft Venedigs ab.

      Das Buch:
      Das Buch besteht nur aus 288 Seiten und liest sich sehr schnell. Inhaltlich kann ich gar nicht sehr viel mehr verraten, weil ich sonst zu viel vorwegnehmen würde. Daher belasse ich es dabei...
      Es wird grundsätzlich nur aus der Sicht von Serafin und Merle geschrieben.
      Toll an diesem Buch ist, dass es zwar in dem uns bekannten Venedig spielt, aber der Fantasybereich sich nicht nur auf die Zauberspiegel beschränkt. Zum Beispiel gibt es auch Meerjungfrauen, die von den Menschen als Attraktion und Tiere angesehen werden. Weiterhin gibt es steinerne Löwen auf denen die Garde reitet und für Ordnung sorgt. Dann gibt es auch noch so etwas wie die Hölle, eine "fließende Königin" die wohl das Wasser selbst ist (das ist mir noch nicht so ganz klar geworden), eine Zwischenwelt und das Ägyptische Volk, dass Venedig unter seine Gewalt bringen will.
      Ich kann auch ganz schlecht einschätzen in welchem Zeitalter es spielen soll, aber Computer oder Handys werden auf jeden Fall nicht erwähnt :D
      Kai Meyer schafft es eine sehr schöne Welt zu kreieren in die man nur zu gerne eintaucht.
      Der Merle-Zyklus ist absolut zusammenhängend. Es gibt also nicht eine Art Ende nach Teil 1, wie man es vielleicht von Harry Potter oder Twilight gewohnt ist, sondern es ist mehr ein Abschnitt der ganzen Geschichte.
      Mich stört nur etwas, dass die Hauptdarsteller Merle (14 Jahre), Serafin (15 Jahre) und Junipa (13 Jahre) doch noch sehr jung sind. Besonders könnte man meinen dass sich früher oder später vielleicht eine kleine Romanze zwischen Merle und Serafin entwickelt und sie für mich da doch noch etwas zu jung für sind. Fragt mich nicht warum. Außerdem gibt besonders Junipa sehr erwachsene Ratschläge und Kommentare, was ich teilweise schon fast etwas gruselig find für eine 13jährige... Ich finde also dass der Autor die Charaktere ruhig 2-3 Jahre hätte älter machen können. Würde auf mich etwas realistischer wirken...

      Fazit:
      Für mich ein sehr gelungener Auftakt für eine Trilogie und ich freue mich jedesmal wenn ich weiterlesen kann, da diese faszinierende Welt fesselnd ist! Daher :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: (den halben Stern ziehe ich wegen dem unrealistisch erwachsenen Verhalten der Charaktere ab)
    • Nein, die Rezi wurde auf Grund einer ISBN-Systemumstellung vor ein paar Jahren wohl aus der Liste gedrängt. Andererseits ist der Thread ja auf die ganze Reihe bezogen und es ist schon ganz gut auch eine eigenständige Rezi des Buchs zu haben. 8)
      Mehr Bücher finden sich auf Sandammeer und Lesezeit hier. Manches produzieren wir sogar selbst: Kegelberge.
      Hilfe, die ankommen soll geht an Ärzte ohne Grenzen.
    • Das war ja damals - lang lang ists her - das erste Buch, das ich von Kai Meyer gelesen hatte und seitdem bin ich ein großer Fan! Es hat mich wieder genauso in seinen magischen Bann gezogen wei beim ersten Mal und ich bin einfach nur begeistert, dass mich Merle und das magische Venedig so gut unterhalten haben!

      Die Geschichte spielt in einem historischen Venedig, in dem die Ausübung von Magie zwar verboten ist, aber es dennoch genug Phantastisches zu bestaunen gibt: Steinerne Löwen als Reittiere und Kampfgefährten der venezianischen Stadtgardisten, gefürchtete Meerjungfrauen mit nadelspitzen Zähnen und die Spiegelwerkstatt des Arcimboldo, dessen Meisterstücke Zauberkräfte nachgesagt werden.

      Genau aus diesem Grund wurde Arcimboldo auch aus der Händlergilde ausgeschlossen, genauso wie sein Erzfeind Umberto, der Weber. Die beiden haben ihre Werkstätten beim Kanal der Ausgestoßenen, einem düsteren und oft gemiedenen Viertel. Dahin verschlägt es die beiden Waisenmädchen Merle und Junipa, die ihr Glück kaum fassen können. Ihre schlechten Erfahrungen im Waisenhaus haben sie geprägt und deshalb sind sie umso glücklicher, dass sich tatsächlich jemand ihrer annimmt.
      Sie kannten sich vorher nicht, schließen aber recht schnell Freundschaft. Dass sie nicht willkürlich aus den vielen Waisen ausgewählt wurden, um bei Arcimboldo in die Lehre zu gehen, ist ihnen noch nicht klar, aber beide haben etwas ganz besonderes an bzw. bei sich.

      "Manchmal schleicht sich die Verantwortung an, ohne dass man sie kommen sieht,
      und dann, ganz plötzlich, lässt sie einen nicht mehr los." S. 165

      Der Streit zwischen den beiden konkurrierenden Händlern wirkt sich natürlich auch auf die Lehrlinge aus und so gibt es immer wieder kleine und größere Streiche, die sie sich gegenseitig spielen. Dabei lernt die 14jährige Merle den ein Jahr älteren Serafin kennen. Doch ihre Freunschaft scheint unter keinem guten Stern zu stehen, denn ohne es zu wollen geraten die beiden in ein gefährliches Komplott: die Machthaber Venedigs sind sich nicht einig, wie sie sich gegen die Weltmacht der Ägypter zur Wehr setzen wollen. Bisher hatte die fließende Königin, die "Lagune", dafür gesorgt, dass die grausamen Truppen nicht in die Stadt einmarschieren konnten - aber niemand weiß, wie lange ihre Macht noch anhalten wird.

      Kai Meyer überzeugt hier wieder mit einem wundervollen Schreibstil, bei dem er einfach immer die richtigen Worte trifft. Es gibt keine langatmigen Stellen, alles geht flott und spannend voran - und trotzdem verliert man sich in den Gassen der Lagunenstadt, mit allen Sinnen taucht man in das Abenteuer ein und erlebt Merle und Serafin als starke Persönlichkeiten. Beide haben schon viel Schlimmes erlebt und trotzdem wissen sie sich durchzusetzen, wenn es darauf ankommt.

      Überhaupt sind alle Figuren sehr prägnant und dabei originell und besonders. Auch die Nebenfiguren, die nur am Rande eine Rolle spielen, haben alle ihre Geheimnisse, wobei manche schon gelüftet werden, andere aber die Neugier wecken, wie es wohl in der Fortsetzung weitergehen wird.

      Die vielen Ideen, die Kai Meyer aus dem Hut zaubert, sind einfach klasse - ich kann hier wirklich nur schwärmen und jedem Fantasy Fan raten, es mit dieser Trilogie zu versuchen. Auch wenn es ein Jugendbuch ist, ist es anspruchsvoll geschrieben, voller Magie und mystischer Abgründe, die sogar Boten aus der Hölle auferstehen lässt.
      Ich freu mich jedenfalls schon sehr auf die Fortsetzung, denn zum Glück kann ich mich kaum noch an die Handlung erinnern - ist ja auch schon einige Jahre her.

      "... und im Halbschlaf fragte sie sich, ob nicht jedermann bisweilen eine Maske trug.
      Eine Maske der Freude, eine Maske der Trauer, eine Maske der Gleichgültigkeit.
      Eine Maske aus Ihr-seht-mich-nicht." S. 34

      Fazit: 5 Sterne

      © Aleshanee
      Weltenwanderer

      Merle Trilogie

      1 ~ Die fließende Königin
      2 ~ Das steinerne Licht
      3 ~ Das gläserne Wort
      :study: "Die verlorenen Legionen" von David Hair
      Mein Bücherblog: Weltenwanderer
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