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Wie sehr stört euch die falsche Verwendung des Wortes ...

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    • Kurier schrieb:

      Im Büchertreff schreiben viele Leute, wie Peter Waldbauer und Kurier. => Korrekt; das Komma sollte man allerdings nicht vergessen, sonst ändert sich die Bedeutung komplett.
      Das Komma ist in diesem Fall optional. Die Bedeutung ändert sich nicht, wenn die Kommata nicht gesetzt werden ­­(siehe D 107 und D 112). Optionale Kommata lasse ich oft weg, wenn die Bedeutung des Satzes auch so verstanden werden kann. Insbesondere bei Vergleichen mit »wie« und »als« werden sie ebenso oft falsch gesetzt wie bei Präpositionalgruppen am Satzbeginn.

      Paul Goodway schrieb:

      "hin" und "her"
      Das ist eine Sache, die ich früher auch nicht konnte. Bei uns im Norden ging es immer rauf und runter, was ja letztendlich nichts anderes ist als eine Verkürzung der Worte herauf und herunter. Da haben die Bayern den Vorteil, dass sie nicht nur rauf, sondern auch nauf sagen, woran man gut erkennen kann, dass Letzteres hinauf bedeutet. Mir war lange nicht klar, dass es da einen Unterschied gibt und ich habe das eher intuitiv benutzt.

      Schwieriger als dieses Hin und Her mit verschiedenen Personen finde ich allerdings, wenn jemand etwas schluckt oder Schweiß läuft. Schlucke ich etwas herunter oder hinunter? Läuft mir der Schweiß am Körper herunter oder hinunter? Abgesehen davon wird jeder Worte herausschreien, was im Duden als gehobene Version genannt wird. Man kann sie aber auch hinausschreien (was ich nicht schreiben würde).
      "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt."(Simon Stiegler)
      Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein
    • @Divina:
      Du schluckst "herunter", weil es Dir zugeht.
      Der Schweiß läuft "hinunter", weil er durch die Schwerkraft nach unten, von Dir weg, fließt.


      Er schreit "heraus", weil wir den Schall abbekommen; er geht uns zu.
      Wenn Schuld und Leid sich plötzlich begegnen, wird selbst der Frömmste in Versuchung geführt, dem Hass zu erliegen.
      Paul Goodway erleidet diesen Konflikt in:
      BLUE EYED BASTARD - Folgen eines Sündenfalls
    • Divina schrieb:

      Schwieriger als dieses Hin und Her mit verschiedenen Personen finde ich allerdings, wenn jemand etwas schluckt oder Schweiß läuft. Schlucke ich etwas herunter oder hinunter? Läuft mir der Schweiß am Körper herunter oder hinunter? Abgesehen davon wird jeder Worte herausschreien, was im Duden als gehobene Version genannt wird. Man kann sie aber auch hinausschreien (was ich nicht schreiben würde).
      Sofern ich mit meinen bisherigen Ausführungen nicht falsch lag, dürften das alles Fälle sein, in denen man seinen Bezugspunkt frei wählen kann und sich folglich auch den Kopf kaum um "hin" und "her" zerbrechen muss. In den meisten Fällen sollte die Wahl keinerlei Auswirkungen auf die Richtigkeit der Aussage haben. Im letzten Beispiel würde ich noch abwägen, ob die Worte nun einfach raus (also aus mir heraus) mussten (weil ich zum Beispiel Frust abbauen wollte) oder ob es darum ging, der Umwelt die Worte zugänglich zu machen (sie also zu ihr hinaus zu rufen). Aber richtig und falsch kann es bei diesen subtilen Bedeutungsunterschieden allenfalls im Kopf des Autors geben.
    • Paul Goodway schrieb:

      Du schluckst "herunter", weil es Dir zugeht.
      Warum gibt es dann laut Duden das Wort »hinunterschlucken«? Laut Duden ist beides richtig und das erscheint mir logisch, denn in diesem Fall ist es bereits in mir und geht nur tiefer. Da geht nichts mehr zu mir :wink:

      Paul Goodway schrieb:

      Der Schweiß läuft "hinunter", weil er durch die Schwerkraft nach unten, von Dir weg, fließt.
      Auch wenn ich das so unterstreichen würde, befindet sich der Schweiß ja noch an meinem Körper, fließt also nur über meine Haut. Nur, wenn es hinuntertropft, fände ich das eindeutig, wobei es dieses Wort im Duden nicht gibt, heruntertropfen jedoch schon :-k .

      Paul Goodway schrieb:

      Er schreit "heraus", weil wir den Schall abbekommen; er geht uns zu.
      Aber ich schreie z.B. auch meinen Schmerz heraus - laut Duden ist die Bedeutung dieselbe. Auch hier geht wieder beides :)

      Edit: Martin hat meine Gedanken dazu schön in Worte gefasst :)
      "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt."(Simon Stiegler)
      Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein
    • Paul Goodway schrieb:

      Wie gerne würde ich jetzt Bastian Sick hören, was er zu unseren Vorstellungen zu sagen hätte ... :)
      Zum Thema hin und her hatte er sich bereits geäußert. Dass er nicht noch auf mein spezielles »Problem« eingegangen ist, mag daran liegen, dass laut Duden eben doch beides möglich ist. Trotzdem ist es ja gut, wenn man sich darüber Gedanken macht und nicht einfach irgendetwas hinschreibt in der Hoffnung, dass es schon richtig sein wird :wink:
      "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt."(Simon Stiegler)
      Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein
    • @Martin Hühn:
      @Divina:

      Danke für die Links!
      Dann hab' ich es ja instinktiv richtig verstanden.

      Ich sehe es genau so, wie das gestrenge Frl. Rottenmeier! :bounce:
      Ähm, ... und Bastian Sick natürlich ...
      Wenn Schuld und Leid sich plötzlich begegnen, wird selbst der Frömmste in Versuchung geführt, dem Hass zu erliegen.
      Paul Goodway erleidet diesen Konflikt in:
      BLUE EYED BASTARD - Folgen eines Sündenfalls
    • Paul Goodway schrieb:

      Ich sehe es genau so, wie das gestrenge Frl. Rottenmeier!
      Wirklich? Fräulein Rottenmeier fängt zwar genauso an, wie du, sobald Heidi sich aber darauf einlässt ("Wieso heißt es nun auf einmal wieder herauf? Ich dachte, aus meiner Sicht..." erkennt sie ihren Fehler (nur nicht, dass es ihr Fehler war) und erklärt: "Du sollst nicht denken, sondern zuhören! Wenn du für Clara und mich etwas mitbringst, dann bringst du es zu uns herauf, nicht hinauf." Denn nicht die Betrachterin (Heidi) ist entscheidend, sondern der Bezugspunkt (oben bei dem unfreundlichen Fräulein), der in diesem Fall durch den Kontext verbindlich festgelegt ist. EDIT: Der Bezugspunkt scheint in dem Beispiel allerdings (falls ich nicht inzwischen zu müde werde) nur festgelegt zu sein. Tatsächlich befindet sich Heidi gedanklich vermutlich in der Zukunft und ihr persönlicher Bezugspunkt ist das Tal aus dem sie etwas "mit hinauf" bringen soll.
    • Kurier schrieb:

      Inwiefern zu viel?
      mit zuviel meine ich, entweder schreibt man:
      "Es gibt viele Sportarten, die man betreiben kann, zum Beispiel schwimmen, joggen, Fußball spielen, etc."
      oder
      "Es gibt viele Sportarten, die man betreiben kann wie schwimmen, joggen,..."!
      aber nicht
      " ...viele Sportarten, die man betreiben kann wie zum Beispiel..."
      hier ist das wie zuviel
      Peter Waldbauer, Jahrgang 1966, ist Betriebswirt und wohnt als freiberuflicher Dozent und Autor in der Nähe von Heidelberg. Er veröffentlichte bisher Essays und fünf Bücher.
    • Divina schrieb:

      Kurier schrieb:

      Im Büchertreff schreiben viele Leute, wie Peter Waldbauer und Kurier. => Korrekt; das Komma sollte man allerdings nicht vergessen, sonst ändert sich die Bedeutung komplett.
      Das Komma ist in diesem Fall optional. Die Bedeutung ändert sich nicht, wenn die Kommata nicht gesetzt werden ­­(siehe D 107 und D 112). Optionale Kommata lasse ich oft weg, wenn die Bedeutung des Satzes auch so verstanden werden kann. Insbesondere bei Vergleichen mit »wie« und »als« werden sie ebenso oft falsch gesetzt wie bei Präpositionalgruppen am Satzbeginn.
      Doch, die Bedeutung ändert sich oder kann sich zumindest ändern. Ohne Komma kann der Satz nämlich auch bedeuten, dass sich viele Leute im Forum des gleichen Schreibstils wie die Genannten bedienen. Insofern ist hier die Setzung des Kommas nötig, um klarzustellen, dass eben kein Vergleich gemeint ist.
      Meine öffentliche Akte: www.rene-bote.jimdo.de oder bei Facebook
    • Kurier schrieb:

      Ohne Komma kann der Satz nämlich auch bedeuten, dass sich viele Leute im Forum des gleichen Schreibstils wie die Genannten bedienen.
      Stimmt. Jetzt, wo du es sagst :thumleft:
      "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt."(Simon Stiegler)
      Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein
    • Heißt es eigentlich
      "aus nah und fern"
      oder
      "von nah und fern" ?
      Manchmal weiß ich die einfachsten Redewendungen nicht mehr. Lustig ...
      Wenn Schuld und Leid sich plötzlich begegnen, wird selbst der Frömmste in Versuchung geführt, dem Hass zu erliegen.
      Paul Goodway erleidet diesen Konflikt in:
      BLUE EYED BASTARD - Folgen eines Sündenfalls
    • Paul Goodway schrieb:

      Heißt es eigentlich
      "aus nah und fern"
      oder
      "von nah und fern" ?
      Es geht beides, wobei ich selbst die Variante mit »von« bevorzuge und sie ist wohl auch die gebräuchlichere.
      "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt."(Simon Stiegler)
      Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein
    • @Divina:
      Seht Ihr ...?
      Hier hat man also die Wahl.

      Weshalb man jedoch bei "Mamma" und "Mama" nicht frei wählen darf, erscheint mir zu streng geregelt.
      Der Leser sollte doch wissen, wie man das "Mamma-Wort" ausspricht, weil es je nach Aussprache einen unterschiedlichen Grad der Bindung angibt. (Liebe Mamma oder die verehrte Frau Mama ...)
      Ich weiß, das gehört nicht in diesen Thread, aber es kam mir gerade in den Sinn. :wink:

      Wenn Schuld und Leid sich plötzlich begegnen, wird selbst der Frömmste in Versuchung geführt, dem Hass zu erliegen.
      Paul Goodway erleidet diesen Konflikt in:
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