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Europa und die Welt - Eine Sammlung

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    • Anne Pearson: Das alte Griechenland

      Anne Pearson: Das alte Griechenland Kultur und Alltagsleben einer faszinierenden Epoche; Gerstenberg - Verlag Hildesheim 1993; 64 Seiten; ISBN: 3-8067-4437-8

      Das Buch möchte nach eigener Aussage die Vergangenheit erlebbar machen, indem es Kunstschätze und Alltagsgegenstände zeigt. Kleidung und Spiele kommen also genauso vor wie Theater und Eßkultur. Das Buch beschreibt das alte, historische Griechenland von seinen Anfängen bis zu Alexander dem Großen. Hier steht nicht das Schulwissen im Vordergrund, wie wir es als Kinder im Geschichtsunterricht eingebleut bekommen. Hier wird uns anschaulich Kultur und Alltagsleben der damaligen Menschen gezeigt, soweit das aus heutiger Sicht möglich ist. Inwieweit die historischen Quellen (Texte, Bilder, Originalgegenstände) aussagekräftig sind, sei einmal dahingestellt. In der vorliegenden Form ist das Buch jedenfalls für Jugendliche wie Erwachsene gleichermaßen geeignet.

      Ist dies die neue Form von Lexikon, zumindest was gedruckte Bücher anbelangt? Also nicht das klassische Wörterbuch, das alphabetisch geordnet Begriffe erklärt, sondern thematisch geordnet Zusammenhänge aufzeigt? Also farbige Bilder den kurzen Ausführungen beifügt? Die was-ist-was-Buchreihe gibt es bei uns in Deutschland seit Beginn der `70er Jahre. Das vorliegende Buch gehört zur Reihe "sehen staunen wissen", der zweiten, großen und offensichtlich auch erfolgreichen Bildbandreihe für Jugendliche Wer häufig in den Buchhandel bzw. Büchereien geht, wird bestimmt schon festgestellt haben, daß diese Art der Wissenspräsentation inzwischen weit verbreitet ist.
    • Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union: Europa und Sie

      Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union (Hrsg.): Europa und Sie Was die EU erreicht hat - Eine Momentaufnahme; Selbstverlag Luxemburg-Stadt 2011; 44 Seiten; ISBN: 978-90-79-17548-0

      "Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was die Europäische Union für Sie ganz persönlich gemacht hat," fragt die Inhaltsangabe auf dem hinteren Buchdeckel und gibt auch gleich die Antwort: "Manchmal geht es dabei um einfache Lösungen für Alltagsprobleme, wie zum Beispiel Mobiltelefonhersteller zu veranlassen, Standardladegeräte herzustellen. Manchmal geht es aber auch um europäische Gesetze, die neue Rechte für Bürger schaffen. Und machmal geht es um die Verteidigung des wirtschaftlichen Gleichgewichts der EU gegen kontinentale und globale Kräfte und um die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

      Oder auch darum, Menschen nach Naturkatastrophen und von Menschen verursachten Katastrophen in Europa oder außerhalb Europas die Hoffnung zurückzugeben."

      Einheitliche Ladegeräte für Mobiltelefone, sichere Energieversorgung, faire Gerichtsverfahren und Verwertungsmöglichkeiten für Elektroschrott sind einige der Themen, die hier angesprochen werden. Das Heft im Hosentaschenformat ist im Grunde nichts weiter als eine Minihochglanzbroschüre, in der die EU sich und ihre (manchmal unscheinbar anmutende) Gesetzgebung anpreist.
    • Albert Oeckl: Taschenbuch des öffentlichen Lebens Europa und internationale Zusammenschlüsse

      Albert Oeckl: Taschenbuch des öffentlichen Lebens Europa und internationale Zusammenschlüsse / Directory of public life europe and international alliances 2009 / 2010; Festland Verlag Bonn 2009; 1694 Seiten; ISSN: 1433 - 9293 ISBN: 978-3-87224-095-8

      Dieses umfangreiche Nachschlagewerk führt alle wichtigen Verbände, Behörden und Organisationen auf der europäischen und internationalen Spitzenebene auf. Wie schon im Deutschland-Oeckl sind hier sämtliche Kommunikationsdaten und maßgeblichen Kontaktpersonen enthalten. Im Internet ist der Oeckl unter www.oeckl.de sowie www.oeckl-online.de enthalten.

      Kapitel wie "Europäische Union", "Europäische Zusammenarbeit" und "Internationale Zusammenarbeit" verdeutlichen, daß der inhaltliche Schwerpunkt der Datensätze auf Europa liegt. Doch keine Bange. Wer beispielsweise etwas zur UNO, NATO, OECD, Commonwealth oder Arabischer Liga sucht, wird hier genauso fündig werden. Das Nachschlagewerk gibt den Sachstand vom 15. Juli 2009 wieder. Hier liegt die 14. Auflage des Europa-Oeckl vor. Da es für diese Buchbesprechung nicht wichtig war, habe ich nicht nachgeschlagen, ob es inzwischen weitere Auflagen gibt.

      Wie schon beim Deutschland-Oeckl kann man auch hier schnell den Eindruck gewinnen: Wer hier nicht auftaucht, ist im europäisch-internationalen Zusammenhang nicht wichtig. Daß hier der deutsche Blickwinkel vorrangig ist, dürfte wohl nicht weiter erstaunen. So gibt es beispielsweise oft einen Hinweis darauf, welches deutsche Mitglied in einem zwischenstaatlichen Zusammenschluß vertreten ist. Wie ein solches Buch wohl aussehen würde, wenn es aus Österreich, der Schweiz oder gar Liechtenstein stammen würde? Wahrscheinlich ähnlich, nur daß eben die Mitglieder des jeweiligen Landes stärker im Vordergrund stehen würden.

      Viel stärker interessiert mich persönlich schon: Wer hat eigentlich einen Nutzen von diesem Buch? Ein international tätiger Verband, ein global arbeitendes Unternehmen? Gut, akzeptiert. Bei Privatpersonen dürfte der Nutzen schon zweifelhaft sein. Wer möchte schließlich schon beim Europarat oder dem Präsidenten von Aserbaidschan anrufen? Hinzu kommt: Gerade in Zeiten des Internets sind viele Daten dort auch schnell und leicht verfügbar, oft auch mit der Möglichkeit verbunden, direkt Kontakt aufzunehmen und einen elektronischen Brief zu senden. Ich bin gespannt, ob sich ein Buch wie dieses in Zukunft wandeln wird.
    • Frontex: Beyond the Frontiers

      95 Seiten

      "Frontex" heißt eine Einrichtung der Europäischen Union, die in der polnischen Hauptstadt Warschau ansässig ist. "Frontex? Frontex? Davon habe ich ja noch nie gehört," wird nun der eine oder andere Leser völlig zu Recht sagen. Es ist keine sehr bekannte europäische Einrichtung. Sie steht nicht sehr im Rampenlicht der Öffentlichkeit.

      Was ist die Aufgabe von Frontex? Der Schutz der Außengrenzen steht bei Frontex im Vordergrund. Die Hilfe kann in Form von Sicherheitsanalysen bestehen, aber auch in technischer und personeller Unterstützung, um einige Beispiele zu bringen.

      Unterstützt durch Landkarten, Schaubilder, Fotographien und Statistiken beschreibt Frontex in diesem Buch seine Arbeit. Ich bin mir an dieser Stelle nicht sicher: Gibt es das Buch auch in deutscher Sprache? Als ich Kontakt zu Frontex aufnehme und um Informationsmaterial bitte, schickt mir diese europäsiche Einrichtung das Buch in englischer Sprache zu. Das Buch ist in einem einigermaßen verständlichen Englisch geschrieben. Soll heißen: Wer des Schulenglischen mächtig ist, wird nur gelegentlich ein englisch-deutsches Wörterbuch zu Rate ziehen müssen.

      Ist das Buch über den traditionellen oder elektronischen Buchhandel erhältlich? Die ISBN legt diesen Schluß nahe. Schande über mein Haupt: Ich habe es nie nachgefragt, kann hier also keine mit Fakten unterfütterte Antwort geben.

      Doch selbst wenn dem nicht so sein sollte, kann das Buch eine Ermutigung sein. Nämlich eine Ermutigung für den politisch interessierten Bürger und Zeitgenossen, der sich für die politischen und sonstigen Aktivitäten der supranationalen Institution "Ueorpäische Union" interessiert.

      Ein Ansatzpunkt kann die Internetenzyklopädie Wikipedia sein. Dort kann man Texte über die einzelnen Einrichtungen der Europäischen Union aufrufen. Eine Verknüpfung führt dann zur Internetpräsenz der jeweiligen Institution. Über diese Schiene habe ich Kontakt zu Frontex aufgenommen und bin so an das Buch gekommen. Da Deutsch eine der Amtssprachen der Europäischen Union ist, braucht man als Interessent auch keine Fremdsprachenkenntnisse, um Kontakt zu der jeweiligen Einrichtung aufnehmen zu können.
    • Europäische Union: Ausschuß der Regionen

      Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union (Herausgeber): Ausschuß der Regionen: Meilensteine seiner Geschichte 1994 - 2009; Selbstverlag Luxemburg-Stadt 2009; 36 Seiten; ISBN: 978-92-895-0451-5

      Der "Ausschuß der Regionen" ist eine Einrichtung der Europäischen Union. Er entstand durch den Vertrag von Maastricht. Der Ausschuß soll sowohl das Europaparlament beraten wie die Menschen vor Ort über die Europäische Union informieren. Letztendlich wird mit dem Ausschuß die Vielfalt Europas, aber auch (beispielsweise) die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedeutung der Regionen betont. Zumindest die deutschsprachige Ausgabe hat eine ISBN. Die englischsprachige Ausgabe, die mir ebenfalls vorliegt, findet ich keine solche ISBN.

      Veröffentlichungen der Europäischen Union sind über den elektronischen Bücherladen (bookshop.europa.eu), über den regionalen Buchhandel (daher die ISBN), bei den Vertretungen bzw. Delegationen bzw. in einer der Verkaufsstellen der EU erhältlich.

      Die Geschichte des Ausschusses wird in chronologischer Reihenfolge beschrieben. Im zweiseitigen Vorwort wird die Vorgeschichte, die sich über 3 Jahrzehnte erstreckt, vorgestellt. Kleine Textblöcke beschreiben dann auf den folgenden Seiten, was an für den Ausschuß wichtigen Tagen passierte.

      Ein Gestaltungselement ist auf vielen Seiten zu sehen. Im oberen Drittel gibt es ein Foto zu sehen. Es zeigt wichtige Persönlichkeiten des Ausschusses. In einem farbig unterlegten Feld daneben werden dann kurze Informationen zu dieser Person geliefert.

      Das hier beschriebene "Buch" ist eine Publikation, die die Geschichte des Ausschusses beschreibt. Wer Informationen zu Arbeit und Inhalt des Ausschusses sucht, sei an dieser Stelle an die 8seitige Broschüre "Ein neuer Vertrag: eine neue Rolle für Europas Regionen und Städte" verwiesen. Dort sind dann diese zusätzlichen Informationen auf sehr formale Art und Weise beschrieben.

      "Warum sollte ich mir diese Lektüre besorgen?" So könnte nun der Leser dieses Textes fragen. Der Ausschuß ist in der (deutschen) Öffentlichkeit viel zu unbekannt, als daß man ihm irgendeine Aufmerksamkeit zumessen könnte. Der praktische Nutzen erscheint also als sehr gering. Trotz Schuldenkrise u. ä. ist Europa doch weit weg. Oder? Vordergründig mag dem so sein. Ein kleiner Stab soll hier dennoch zugunsten der EU-Veröffentlichungen gebrochen werden. Eben weil viele Einrichtungen nicht im Rampenlicht der Berichterstattung stehen, heißt das noch lange nicht, daß es sie nicht gibt oder daß ihre Arbeit unwichtig, wenn nicht gar schlecht ist. Da kann ein Text wie meiner schon dazu beitragen, den Blick auf unbekannte Aspekte der Europäischen Union zu werfen. Der Nutzen, praktisch der "Mehrwert", liegt dann darin, daß wir Bürger vor Ort sehen, wofür unsere Steuergelder ausgegeben werden.
    • Europäische Union: Leitfaden zur Europäischen Bürgerinitiative

      Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union: Leitfaden zur Europäischen Bürgerinitiative; Selbstverlag Luxemburg-Stadt 2011; 28 Seiten; ISBN: 978-92-79-21770-8

      Die Europäische Bürgerinitiative Ist ein neues Instrument der europäischen Politik. Sie wurde durch die EU-Verordnung 211/2011 ins Leben gerufen. Die Menschen vor Ort sollen so "unmittelbar an der Entwicklung ihrer Rechtsvorschriften mitwirken. Künftig können 1 Million EU-Bürger die Europäische Kommission auffordern, einen Rechtsakt vorzuschlagen," wie es Maros Sefcovic, Vizepräsident der Europäischen Kommission, in dem Vorwort zur Broschüre, berichtet. Folgt man seinen Worten, kann eine erfolgreiche Initiative "die Gesetzgebungsagenda der EU entscheidend beeinflussen."

      Inhaltlich beschreibt die Broschüre formal, wie die Bürgerinitiative formal abläuft; die Ausführungen sind allerdings so leicht verständlich, daß sie auch Otto Normalbürger versteht.

      Das Seitenlayout ist modern. Die Seiten sind großzügig und mehrfarbig gestaltet. Es gibt Schaubilder, die die Erläuterungen unterstützen und optisch ansprechend gestalten.

      Wer soll damit angesprochen werden? Jüngere Menschen, Erstwähler womöglich? Liberale? Basisdemokratische Grüne? Die Antwort ist nicht ganz so leicht; schließlich haben wir Bürger gerade einmal Erfahrungen mit der Europawahl alle 5 Jahre. Uns Deutschen fehlt ja schon oft Erfahrung mit Volksabstimmungen und Bürgerinitiativen vor Ort, auf lokaler Ebene. Welche Themen eigenen sich für eine Bürgerinitiative? Etwa die Aufnahme des Gottesbezuges in die Europäische Verfassung? Soziale, wirtschaftliche oder Verbraucherschutzthemen? Die Europäische Bürgerinitiative ist in der Öffentlichkeit ziemlich unbekannt. Da kann diese Broschüre schon sehr hilfreich sein, um das Wissen darüber zu verbreiten.
    • Amt für Veröffentlichungen: Wer wir sind?

      Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union: Wer wir sind. Was wir tun. Wie wir arbeiten.; Selbstverlag ohne Ortsangabe ohne Jahresangabe; 20 Seiten; ISBN: 978-92-9192-889-7

      Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechtsfragen ist eine Einrichtung der Europäischen Union, die im Jahre 2007 ins Leben gerufen wurde.

      Die Grundrechte sind die Mindeststandards, die in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union festgeschrieben und bei der Gesetzgebung für die Institutionen der EU und aller 27 Mitgliedsstaaten bindend sind. Das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren ist hier beispielsweise genauso gemeint wie etwa das Recht auf Nichtdiskriminierung und das Recht auf ärztliche Versorgung.

      Die vorliegende Broschüre beschreibt die EU-Grundrechtsagentur in idealtypischer Weise, ihre Augaben und Arbeitsweise.

      Sie haben noch nie von dieser EU-Behörde gehört? Ist mir auch so gegangen, bis ich diese Broschüre in den Händen hielt. Ob es wohl daran liegt, daß die EU-Grundrechtsagentur in der österreichischen Hauptstadt Wien ansässig ist, daß sie völlig unbekannt ist? In der Tagesprese kommt sie jedenfalls nicht vor. Zu Recht? Weil sie unbedeutend ist? Keine Ahnung.

      Vielleicht kann dieses Heft ja für einen keinen Augenblick das Interesse auf sie lenken.
    • Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union: Die EU-Bestimmungen über die soziale Sicherheit

      Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union (Hrsg.): Die EU-Bestimmungen über die soziale Sicherheit Ihre Recht beim Aufenthalt in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union; Selbstverlang Luxemburg-Stadt 2011; 43 Seiten; ISBN: 978-92-79-17662-3

      In Europa herrscht Freizügigkeit. EU-Bürger dürfen also leben und arbeiten, wo sie möchten. Die vorliegende Broschüre möchte in leicht verständlicher Form darüber informieren, welche Rechte und Pflichten man im EU-Ausland insbesondere im Bereich der sozialen Sicherung hat.

      Das Heft ist ein wenig unbefriedigen, zumindest dann, wenn es um ganz konkrete Problemstellungen geht. Die Broschüre liefert eine allgemeine Einführung in das europäische Sozialversicherungsrecht; das jeweilige nationale Sozialversicherungsrecht der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten wird überhaupt nicht vorgestellt. Man erfährt also beispielsweise nichts über den Mutterschutz in Großbritannien, die Rentenversicherung in Frankreich oder das Gesundheitswesen in Griechenland. Wer sich also überlegt, in ein anderes EU-Land überzusiedeln, wird notgedrungen zu anderer Literatur greifen müssen.
    • Generaldirektion Kommunikation des Europäischen Parlaments: Europäisches Parlament

      Generaldirektion Kommunikation des Europäisches Parlaments: Europäisches Parlament; Selbstverlag Luxemburg-Stadt 2010; 60 Seiten; ISBN: 978-92-823-3017-3

      Das vorliegende Heft wurde vom Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union herausgegeben. In idealtypischer Art und Weise beschreibt es Arbeit und Aufbau der europäischen Quasselbude. Doch Vorsicht! Hier geht es um Politikfelder. Wer beispielsweise wissen möchte, wer den Europaparlament angehört und welche Fraktionen es dort gibt, wird auf andere Literatur zurückgreifen müssen - das Volkshandbuch Europaparlament der DNV - Neuen Darmstädter Verlagsanstalt sei hier als empfehlenswertes Beispiel genannt. Hier liegt eine Hochglanzbroschüre im klassischen Sinne vor. Sie soll informieren und eine Institution beschreiben, ohne allzu sehr in die Tiefe zu gehen.
    • Niederländisches Ministerium für auswärtige Angelegenheiten: Fit für Holland

      Niederländisches Ministerium für auswärtige Angelegenheiten: Fit für Holland; Selbstverlag Den Haag / Niederlande 2003; 40 Seiten + CD-Rom; ISBN: 90-5328-312-9

      Dieses Unterrichtspaket ist für Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren gedacht. Mit seiner Hilfe sollen Lehrer in die Lage versetzt werden, ihren Schülern die Niederlande näherzubringen.

      Vier niederländische Kinder stellen im Buch ihr Land vor. Der jahrhundertealte Kampf der Holländer gegen das Meer kommt hier genauso vor wie das Schulwesen, Regierungssystem, die Naturschönheiten und andere Themen.

      Die CD-Rom enthält nicht nur die Daten des Buches, sondern auch zahlreiche Zusatzinformationen und weiteres Bildmaterial.

      Das Heft hält, was die Inhaltsangabe verspricht. Es stellt Schülern kind- und damit zielgruppengerecht des westlichen Nachbarn Deutschlands vor. Für Erwachsene mag das Heft auf den ersten Blick oberflächlich aussehen - man kennt ja vermeintlich den Nachbarn. Doch auch Erwachsene können hier unter Umständen noch dazulernen. Je nachdem, wo man in Deutschland lebt, hat man wenig zu tun mit en Niederlanden. Dementsprechend ausbaufähig sind dann auch die Vorkenntnisse.
    • Edgar Hoesch: Kleine Geschichte Finnlands

      Edgar Hoesch: Kleine Geschichte Finnlands; Verlag C. H. Beck München 2009; 167 Seiten; ISBN: 978-3-406-58455-8


      Finnland ist ein Land im Nordosten Europas. Über rund 8 Jahrhunderte hinweg fand es nicht zu einem eigenen Staat. Entweder gehörte es zu Schweden oder zum russischen Zarenreich. Erst mit dem Ende des Ersten Weltkrieges gelangte das Land seine formale Unabhängigkeit.

      Hoesch erzählt die Geschichte Finnlands aber nicht erst von da an. Er hat „eine chronologische Darstellung von den Wikingern bis heute“ zusammengestellt, wie die Inhaltsangabe auf dem hinteren, grünen Buchdeckel verrät.

      Hoesch ist Jahrgang 1935. Er war Professor für die Geschichte Ost- und Nordeuropas an der Universität München.

      Das vorliegende Buch gehört zur „Beck`schen Reihe“, in der auch andere Länder und ihre Geschichte vorgestellt wird. Wie aus dieser Reihe gewohnt, steht hier die Politik im Vordergrund. Daneben wird aber auch die Wirtschaft und Kultur angesprochen. So ergibt sich ein gutes Gesamtbild von den historischen Ereignissen.

      Das Wissen um Finnland und seine Geschichte gehört bei uns nicht zum Schulwissen. Es ist daher schon löblich, daß sich der Verlag auch um ein solches Thema kümmert.
    • Volker Grabowsky: Kleine Geschichte Thailands

      Volker Grabowsky: Kleine Geschichte Thailands; Verlag C. H. Beck München 2010, 210 Seiten; ISBN: 978-3-406-60129-3 übernehmen'/></a>

      Thailand ist ein Königreich im Südosten Asiens. Viele von uns kennen es als Touristenziel. Daß das Land auch eine lange und traditionsreiche Geschichte vorzuweisen hat, ist allerdings den wenigsten bekannt.

      Grabowsky ist als Professor für Thaiistik (= Sprache und Kultur Thailands) an der Universität Hamburg tätig. Außerdem leitet er die Abteilung für Sprachen und Kulturen Südostasiens am Asien-Afrika-Institut, das ebenfallas in der Hansestadt beheimatet ist.

      Das Buch gehört zur "Beck`schen Reihe". Wie man von dieser landeskundlichen Buchreihe erwarten kann, schildert es ausführlich und doch für den wissenschaftlichen Laien verständlich die Geschichte des fernen Königreiches. Ist es verwunderlich, daß hier die politischen Ereignisse im Vordergrund stehen, Themen wie Wirtschaft und Sozialwesen werden bestenfalls am Rande erwähnt.

      Alles in allem liegt hier ein gut lesbares Buch vor.
    • Christian Koch: Kuwait

      Christian Koch: Politische Entwicklung in einem arabischen Golfstaat Die Rolle von Interessengruppen im Emirat Kuwait; Klaus Schwarz Verlag Berlin 2000; 287 Seiten; ISBN: 3-87997-285-0 ISSN 0939-1940
      Hier liegt Band 232 der „Islamkundlichen Untersuchungen“ vor, die von Gerd Winkelhane in dem Berliner Verlag herausgegeben werden.

      Dieses Buch gibt eine Dissertation wieder. Ich hoffe, ich behaupte nichts Falsches, wenn ich sage, dass diese Dissertation im Jahre 2000 am Graduiertenkolleg für Gegenwartsbezogene Orientforschung der Universitäten Erlangen-Nürnberg und Bamberg entstand. Sollte mir an dieser Stelle ein Fehler unterlaufen sein, bitte ich um eine korrigierende Mitteilung.

      Kuwait ist ein unbekanntes Emirat auf der arabischen Halbinsel. Koch beschreibt hier auf sehr wissenschaftliche Art und Weise die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in einem Land, das für den normalen Buchleser ziemlich unbekannt ist. Auch das Thema ist für Otto Normalverbraucher ziemlich uninteressant. Das Buch wendet sich somit an eine akademische und / oder politisch aktive Leserschaft, die ein Interesse an Fragen wie diejenigen, die in dem Buch angesprochen werden, aufweist. Ansonsten legt man das Buch ganz schnell beiseite.
    • Udo Steinbach: Länderbericht Türkei

      Udo Steinbach (Hrsg.): Länderbericht Türkei; Bundeszentrale für politische Bildung Bonn 2012; 624 Seiten; ISBN: 978-3-8389-0282-1
      Bei uns in Deutschland bestimmen die vielen türkischstämmigen Zuwanderer das Bild des früheren „kranken Mannes am Bosporus“. Gleichzeitig ist die Türkei zu einem beliebten Urlaubsziel geworden. Kennen wir aber die Türkei wirklich? Oder nehmen wir nur einen kleinen, oberflächlichen Eindruck von dem Land auf den zwei Kontinenten wahr?

      Hier liegt Band 1282 der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung vor. Er beschreibt das politische Leben, die Grundstrukturen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie die Migration nach Deutschland.

      Susanne Landwehr, Heinz-Jürgen Axt, Horst Unbehaun und Rüdiger Suchsland sind nur einige der Autoren, die Beiträge für dieses Buch verfaßt haben.

      Ein farbiger Kartenteil, (leider nur) Schwarzweißfotographien und Tabellen, grau unterlegte Infoblöcke ergänzen den Textteil.

      Ansonsten erfüllt das Buch alle Erwartungen, die man – angesichts des Herausgebers – daran hegen darf. Es ist eine sachliche, neutrale und politikwissenschaftliche Beschreibung der Türkei. Die Texte sind so gründlich und ausführlich wie möglich.

      Natürlich können hier Themenbereiche wie Geschichte, Sport, Tourismus, das Verhältnis zu Griechenland und die Zypernfrage nicht in aller Deutlichkeit behandelt werden.

      Das Buch bietet mehr als die „Informationen zur politischen Bildung“, die ebenfalls von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben werden.
    • Hans-Jürgen Axt: Griechenlands Außenpolitik

      Hans-Jürgen Axt: Griechenlands Außenpolitik und Europa: Verpasste Chancen und neue Herausforderungen; Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden 1992; 316 Seiten; ISBN: 3-7890-2766-9


      Das vorliegende Buch ist Band 26 der „Aktuellen Mitteilungen zur Internationalen Politik“ der Stiftung Wissenschaft und Politik.

      Das Buch beschreibt die Außenpolitik Griechenlands in den 1980er Jahren. Es geht dabei um die Mitarbeit in der EG wie NATO genauso wie um Spezialthemen wie das Verhältnis zur Türkei und Zypern. Inhaltlich ist das Buch zweigeteilt. Es ist ein Geschichtsbuch, weil es von historischen politischen Ereignissen aus einer Zeit, die uns inzwischen als fern erscheinen mag, berichtet. Es ist aber auch ein politikwissenschaftliches Buch, weil es eben diese Ereignisse erklärt und einordnet.

      Griechenland ist heute, zu Beginn der 2010er Jahre, das Armenhaus Südosteuropas und von der Unterstützung anderer europäischer Länder abhängig. Die Themen, die heute die internationale Außenpolitik beherrschen, sind völlig andere geworden – Islamismus, Bankenkrise, Globalisierung und Migration seien stellvertretend als Stichworte genannt. Da hat sich das vorliegende Buch aus inhaltlicher Sicht schon lange überholt. Sollte heute ein ernstzunehmendes, politikwissenschaftlich angelegtes Buch über die Politik Griechenlands geschrieben werden, müßte es sich wohl eher mit Bereichen wie Steuern, Wirtschaft und dem Sozialwesen auseinandersetzen.
    • Europäische Union: So funktioniert die Europäische Union

      Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union (Hrsg.): Die Europäische Union erklärt So funktioniert die Europäische Union Ihr Wegweiser zu den EU-Institutionen; Selbstverlag Luxemburg-Stadt / Großherzogtum Luxemburg 2013; 42 Seiten; ISBN: 978-92-79-25551-9
      Aus Sicht der Inhaltsangabe auf dem hinteren Heftdeckel ist die Europäische Union ein „einzigartiges Gebilde“. Sie ist keine Föderation wie die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Mitglieder der Europäischen Union bleiben unabhängige und souveräne Staaten. Die Europäische Union ist auch keine zwischenstaatliche Organisation wie die Vereinten Nationen, in der Regierungen zusammenarbeiten. In der Europäischen Union bündeln die Mitgliedsstaaten einige ihrer Hoheitsrechte, um so gemeinsam stärker zu sein.

      Mit dem Bündeln von Hoheitsrechten meint man gemeinsame Beschlüsse in Institutionen, die von den Bürgern gewählt worden sind (wie dem Europäischen Parlament) bzw. in Einrichtungen, die die Regierungen der Mitgliedsstaaten vertreten.

      „Diese Beschlüsse basieren auf Vorschlägen der Europäischen Kommission, die die Interessen der EU als Ganzes verpflichtet sind. Aber was tun diese Institutionen im Einzelnen? Wie arbeiten sie zusammen? Wer ist wofür zuständig, “ fragt die Inhaltsangabe.

      Und wieder einmal liegt hier ein Hochglanzwerbebroschüre vor, die die Europäische Union im Allgemeinen erklärt. Hier geht es um formale Strukturen, nicht um Inhalte. Hefte wie diese gab es in den vergangenen Jahren viele. Ob sie die Menschen vor Ort interessieren und gelesen werden, sei einmal dahingestellt.


      Die Herausgeber sollten sich also schon Gedanken darüber machen, ob bestimmte Themen (wie Verbraucherschutz, Sozialwesen, Wirtschaft, Innenpolitik) nicht in den Broschüren intensiver und umfangreicher behandelt werden sollten. Dann hätte auch Otto Normalverbraucher im täglichen Leben etwas davon.
    • Ronald Asch: Die Stuarts

      Ronald G. Asch: Die Stuarts Geschichte einer Dynastie; Verlag C. H. Beck
      München 2011; 128 Seiten; ISBN: 978-3-406-61189-6




      Die schottische Familie der
      Stuarts ist aus dem normannischen Adelsgeschlecht der Fitzalans hervorgegangen.
      Im Hochmittelalter gehörten die Stuarts zu den bedeutendsten schottischen
      Adelshäusern. Ab 1603 waren sie dann auch Könige von Schottland und Irland. Religiöse
      Gegensätze und politische Konflikte führten dann zum Niedergang der Dynastie.




      Asch ist Professor für Neuere
      Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; die englische Geschichte
      des 16. und 17. Jahrhunderts deckt einen Teil seines Forschungsschwerpunktes
      ab.





      Der Autor gibt einen guten
      Überblick über englische, schottische und Familiengeschichte, soweit es bei der
      begrenzten Seitenzahl möglich ist. Wer sich für britische Geschichte bzw. den
      europäischen Adel begeistern kann, hält hier also gute Literatur in den Händen.
      Leider fehlen die Bilder, die die Ausführungen illustrieren würden.
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