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Europa und die Welt - Eine Sammlung

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    • Michel Pauly - Geschichte Luxemburgs

      Michel Pauly: Geschichte Luxemburgs; Verlag C. H. Beck München 2011; 128 Seiten; ISBN: 978-3-406-62225-0

      Luxemburg ist ein relativ kleines Großherzogtum im Herzen Europas. Seine staatliche Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück und ist dabei eng mit Deutschland verbunden.

      Pauly ist Professor für transnationale luxemburgische Geschichte an der Universität Luxemburg.

      Wie bekannt ist die Geschichte des Kleinstaates im deutschen Sprachraum? Wahrscheinlich nicht sehr ausgeprägt. So umfangreich und anschaulich wie möglich beschreibt Pauly sie. Politik und Wirtschaft stehen inhaltlich im Vordergrund; Themen wie Kultur, Sport, Religion oder Sozialwesen werden weitestgehend ausgespart.

      Das Buch kann zwar nur einen Überblick über die Landesgeschichte bieten, ist aber trotzdem gut gemacht (weil informativ).
    • Ingrid Pfluger-Schindlbeck - Aserbaidschan

      Ingrid Pfluger-Schindlbeck: Aserbaidschan Land des Feuers Geschichte und Kultur im Kaukasus; Selbstverlag Berlin 2008; 294 Seiten; ISBN: 978-3-496-02820-8

      Die Ausstellung, nach der dieser Ausstellungskatalog bekannt wurde, fand im Jahre 2008 im Ethnologischen Museum Berlin mit Unterstützung der Kaukasusrepublik statt. Die Ausstellung selbst mag keine überregionale Resonanz und Bedeutung hervorgerufen haben; trotzdem lohn es sich auch Jahre später noch, einen Blick in das Buch zu werfen.

      Die Ausstellung selbst ist eher der Anlaß für die Erstellung des Buches; sie ist zwar auch enthalten (Farbbilder werden durch Begleittexte ergänzt), macht aber nur einen Teil des Seitenumfanges aus. In deutscher und englischer Sprache beschreibt der erste Teil des Buches Gegenwart (Politik, Wirtschafft, Religion, Kultur) und Geschichte Aserbaidschans. Das Buch ist zum Glück keine plumpe Werbung, wie man bei den Förderen meinen könnte. Die Ausführungen wirken schon sachlich, ausgewogen und informativ.

      Wer sich für unbekannte Ländern interessieren und begeistern kann, hält hiermit sicherlich spannende und gut gemachte Lektüre in den Händen. Hätte Karl May das Land gekannt, hätte er hier bestimmt eine Geschichte angesiedelt.
    • Martin Affolderbach - Die Yesiden

      Martin Affolderbach / Ralf Geisler: Die Yesiden; Selbstverlag Berlin 2007; 26 Seiten; ISSN 0085-0357

      Die Yesiden stammen ursprünglich aus Kurdistan. Als eigenständige Religion, die vom Islam heftig verfolgt wird, haben sich die Yesiden inzwischen auch bei uns in Europa angesiedelt.

      Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen gibt die Schriftenreihe der "EZW-Texte" heraus. Dies hier ist deren Nummer 192.

      Sie vermittelt religiöses und kulturelles Grundlagenwissen. Die Ausführungen sind anschaulich und beschränken sich auf das Notwendigste. Ausufernde Inhalte sind hier also nicht enthalten.

      Über lange Zeit waren die Yesiden bei uns völlig unbekannt. Erst durch die Greueltaten des Islamischen Staates gerieten sie in die Blickpunkt der Öffentlichkeit.
    • Reinhold Vetter - Nationalismus im Osten Europas

      Reinhold Vetter: Nationalismus im Osten Europas Was Kaczynski und Orban mit Le Pen und Wilders verbindet; Bundeszentrale für politische Bildung Bonn 2017; ISBN: 978-3-7425-0082-5

      Nationalismus findet überall in Europa seine Anhänger, wo die Abwehr des und der Anderen als Patriotismus propagiert wird. Demokratische Kräfte werden als Gegner eines vermeintlich homogenen Staatsvolkes gebrandmarkt. Nationalisten suchen oft die Nähe zu extremen Kräften.

      Wo und warum gedeiht Nationalismus auch im Osten der Europäischen Union? Welche Rolle spielt das historische sozialistische Erbe? Woher kommt die vehemente Ablehnung geflüchteter Muselmanen? Welche Rolle spielt der russische Präsident Putin auf die öffentliche Meinung in Osteuropa?

      Fragen über Fragen, nicht wahr? Das vorliegende Buch ist Band 10082 der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Es versucht Antworten.

      Vetter ist Jahrgang 1946. Er hat Politikwissenschaft und Journalismus studiert und lange Zeit als Journalist aus Polen und Ungarn berichtet. Heute lebt er als freier Wissenschaftler und Journalist in Berlin und Warschau.

      Inhaltlich ist das Buch zweigeteilt. Zuerst gibt es sogenannte Länderanalysen aus Polen, Ungarn, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Kroatien, Slowenien und den baltischen Staaten. Hier wird politikwisseschaftlich Tagesaktualität beschrieben. Wer Zeitung liest und Nachrichten hört, wird möglicherweise noch ansatzweise und grob mitbekommen haben, wie die regierungsamtliche Politik in Polen und Ungarn aussieht; in diesen Kapiteln wird das Wissen noch einmal vertieft.

      Bei den anderen Staaten sieht es deutlich anders aus. Sie sind völlig aus der allgemeinen öffentlichen Berichterstattung verschwunden. Wissen über die dortige Politik kann also beim Leser nicht vorausgesetzt werden. Hier sind die Ausführungen eine Einführung bzw. Wiederbelegung und Vertiefung zeitgeschichtlichen Wissens.

      Der zweite, etwas kleinere Teil versucht dann, den osteuropäischen Nationalismus in einen gesamteuropäischen Kontext einzuordnen. Die Kapitel sind eine Auseinandersetzung mit der Politik von Deutschland und der EU. Dazu gehören auch Handlungsempfehlungen, wie Nationalismus politisch begegnet und bekämpft werden kann.

      Das Buch ist interessant zu lesen. Hier werden Themen angesprochen, die leicht übersehen werden.
    • Ralf Leonhard - Zentralamerika

      Ralf Leonhard: Zentralamerika Porträt einer Region; Bundeszenrtale für politische Bildung Bonn 2017 / Christoph Links Verlag Berlin 2016; 247 Seiten; ISBN: 9783742500342


      Belize, Guatemala, El Salvator, Honduras, Costa Rice, Panama und Nicaragua heißen die Länder Mittelamerikas. Sie liegen alle auf der schmalen Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika. Der natürliche Reichtum, die ungleiche Verteilung von Reichtum und Lebenschancen sowie eine gemeinsame Geschichte mit gierigen und rücksichtslosen Eroberern verbinden sie.

      Herausforderungen und Probleme unterscheiden sie heute. Das Verhältnis zueinander ist dagegen nicht unbedingt ungetrübt.

      Dr. jur. Leonhard ist Österreicher - er wurde in Wie geboren, wo er auch heute (wieder) lebt. In den 1980er und 1990er Jahren war er Zentralamerika-Korrespondent beispielsweise der taz. Hier berichtet ein ausgewiesener Experte.

      Seit es ruhig geworden ist um Nicarague, ist Mittelamerika aus dem öffentlichen Interesse verschwunden. Ein Land wie Belize ist sogar völlig unbekannt. Formale, statistische Daten enthält das Buch keine. Es beschreibt stattdessen Geschichte, Gesellschaft und politische Zeitgeschichte der Landbrücke. Auch wenn leider Fotos fehlen, so sind die Ausführungen doch so anschaulich und lebendig, daß sich der Leser die Ausführungen gerne zu Gemüte führen wird. Man merkt schnell, daß der Autor eine emotionale Beziehung zu Mittelamerika hat.
    • Francois Muller - Straßburg

      Francois Muller: Strasburg Das Europaviertel; Verlag Schnell & Steiner Regensburg 2010; 32 Seiten; ISBN: 978-3-7954-6901-6

      Straßburg liegt im Elsaß, also im deutsch-französischen Grenzgebiet. Mit dem Europarat und dem Parlament der Europäischen Union sind gleich 2 zentrale Einrichtungen der europäischen Einheit hier vertreten.

      Über Muller sind hier leide keine biographischen Daten vorhanden. Europarat und Europaparlament werden am Ende des Heftes mittels kurzer Zeittafel vorgestellt.

      Illustriert durch zahlreiche Farbfotos werden in dieser Publikation zahlreiche Gebäude von Rat und Parlament vorgestellt - sie liegen alle im sogenannten Europaviertel.

      Politische Inhalte gibt es hier keine; dafür muß andere Literatur herangezogen werden. Die Idee "Europa" bietet den Rahmen, die den Text zusammenhält. Die Architektur der Gebäude, ein wenig Geschichte und die Symbole Europas werden vorgestellt und stehen allein schon deswegen im Vordergrund.

      Wer sich für Europa als politischer Einheit interessiert, hält mit diesem Heft einen guten Einstieg in die Thematik in den Händen.
    • George Hart - Das alte Ägypten

      George Hart: Das alte Ägypten Vergangenheit erleben - Kultur und Alltag im Reich der Pharaonen; Gerstenberg - Verlag Hildesheim 2004; 64 Seiten; ISBN: 3-8067-5512-4

      Ägypten, das Land am Nil, ist uns heute als Land der Pyramiden bekannt. Und als Urlaubsziel beliebt.

      Als Bildband aus der Reihe "sehen staunen wissen" berichtet das Buch über den Bau der Pyramiden und Hieroglyphen genauso wie über Mumien, Religion, Kinderspielzeug, Kosmetik, die Tierwelt, Medizin sowie Essen und Trinken, um nur einige Beispiele zu nennen.

      Mit seiner Mischung aus Bild- und Textteil wendet sich das vorliegende Buch offensichtlich an Jugendliche so ab 14 Jahren. Auf anschauliche und leicht verständliche Art und Weise wird hier (schulische) Allgemeinbildung über ein historisches Thema vermittelt. Auch im Zeitalter der Digitalisierung dürfte ein solches Buch noch gut brauchbar sein, da Informationen leicht und schnell abrufbar sind.
    • Arthur Saliger: St. Stephan in Wien

      Neu

      Arthur Saliger: Dom- und Metropolitankirche St. Stephan in Wien; Verlag Schnell & Steiner Regensburg 2003; 48 Seiten; ISBN: 3-7954-5308-9

      Wien ist bekanntlich die Hauptstadt Österreichs. Sie ist aber nicht nur ein politischer Hauptort, sondern auch ein kulturelles Zentrum - wie beispielsweise die vielen (katholischen) Kirchen zeigen.

      Der Verlag aus Bayern gibt die Schriftenreihe der "Kleinen Kunstführer" heraus. Sie sollen Kirchen, Schlösser und Sammlungen "im europäischen Kulturraum" (was auch immer das sein mag) vorstellen. Dieser Band trägt die Nummer 1600.

      Inhaltlich folgt er dem gewohnten Aufbau. Zuerst gibt es eine Zeittafel mit den wichtigsten Daten zur Baugeschichte. Dann folgen umfangreiche Informationen zur Architektur und Innenausstattung. Umfangreiche farbige und Schwarzweißfotographien illustrieren die Ausführungen.

      Kunst- und Kulturwissenschaftlich ist das Niveau angelegt. Sachlich, neutral und informativ sind die Beschreibungen - populärwissenschaftlich sieht anders aus. Wer einen Zugang zum christlichen Glauben, regionaler Geschichte und Kulturwissenschaften hat, hält hiermit ein gut gemachtes Heft in den Händen.
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